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Lisicki entfacht Tennisfieber

Nachdem erstmals seit Steffi Graf wieder eine Deutsche im Wimbledon-Finale stand, zeigen wir wo auch in Spandau Tennis gespielt wird.

Die glorreichen Zeiten des Tennissports in Deutschland – als Boris Becker und Steffi Graf das Geschehen bestimmten – sind schon länger vorbei. Seitdem war die damalige Euphorie erloschen und Tennisvereine haben mit Mitgliederschwund sowie Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Doch durch die Berlinerin Sabine Lisicki und ihrem phänomenalen Einzug ins Finale von Wimbledon, dem ehrwürdigsten der vier Grand-Slam Turniere, schöpft die gesamte Sportart nun neue Hoffnung.

Um ohne Vereinsmitgliedschaft selbst mal den Schläger in die Hand zu nehmen, stehen die Plätze an der Havellandhalle gegen Gebühr zur Verfügung.

Um ohne Vereinsmitgliedschaft selbst mal den Schläger in die Hand zu nehmen, stehen die Plätze an der Havellandhalle gegen Gebühr zur Verfügung.

Sympathieträgerin chancenlos

Spätestens nach dem Sieg im Achtelfinale gegen die Weltranglistenerste Serena Williams erweckte die 23-jährige Deutsche öffentliches Interesse. Während früher das öffentlichrechtliche und Privatfernsehen um die Übertragungsrechte stritten, lagen diese am Samstag ausschließlich beim Pay-TV. Wer sich daher am Samstag zum Finale auf machte um das Match in einer Sportsbar live zu verfolgen, erlebte jedoch eine chancenlose Lisicki. Der Druck und die im Vorfeld erklärte Favoritenrolle gegen die spätere Siegerin Marion Bartoli schienen einfach zu viel für die Berlinerin, welche nach eigenem Doppelfehler ihre Tränen kaum noch unterdrücken konnte.

Bei Spandaus ältesten Tennisverein Sutos hatte im letzten Jahr auch John Travolta gespielt.

Bei Spandaus ältesten Tennisverein Sutos hatte im letzten Jahr auch John Travolta gespielt. Fotos (2): Patrick Rein

Bum Bum Bine

Doch die Zeit des ersten Grand-Slam Erfolges nach der deutlichen 1:6 und 4:6 Niederlage wird noch kommen und zumindest konnte der Tennissport nach langer Zeit wieder die Aufmerksamt erfahren, die ihm so lange verwehrt war. Wer selbst Lust bekommen hat den Schläger ein Mal in die Hand zu nehmen, hat unter anderem hier bei folgenden Vereinen die Möglichkeit:

Spandauer Hockey- und Tennis-Club 1910 e.V. | Tiefwerderweg 28 | 13597 Berlin

Sprechzeiten: Mo. 10-18 Uhr

Tel. und Fax: 030 332 24 10

E-Mail: geschaeftsstelle@shtc.de

ASC Spandau e.V. | Kleine Eiswerderstr. 11 | 13599 Berlin

Tel.: 030 334 44 44  | Fax. 030 33 77 64 48

E-Mail: asc-tennis@arcor.de

Verein für Volkssport Spandau 1922 e.V. | Wichernstrasse 55 | 13587 Berlin

Tel. 030/335 51 26

SUTOS Sport und Tennisverein Olympia Spandau 1917 e.V. | Wichernstraße 53 | 13587 Berlin

Telefon: 030 335 25 49 | Telefax: 030 35 10 96 12

STC Hakenfelde 75 e.V. | Hakenfelder Str. 28 | 13591 Berlin

Geschäftsstelle: Sigrid Balzereit | Richard-Münch-Str. 18 | 13591 Berlin | Tel.: 36 40 15 39

Nicht jeder Verein stellt jedoch seine Plätze auch Gästen zur Verfügung. Ohne eine Mitgliedschaft stehen Plätze ansonsten noch im Sportzentrum Siemensstadt oder aber in Seeburg in der Havellandhalle (drinnen und draußen) zur Verfügung.

Patrick Rein

Jeder fängt mal klein an

Eine Woche vor dem größten Jugendhandballturnier im Stadion Hakenfelde arrangierte Centrovital Schülern ein Schnuppertraining mit zwei Profispielern.

Schon ein Mal kamen Schülerinnen und Schüler der Wolfgang-Borchert-Oberschule in den Genuss mit zwei Handballprofis des Bundesligisten Füchse Berlin zu trainieren. Am letzten Freitag kamen nun wiederholt zwei Spieler nach Spandau, die selbst in der Jugend noch als SG Spandau/Füchse Berlin auf Torejagd gingen und danach den Sprung in den Profikader schafften: Johannes Sellin und Colja Löffler. Letzterer ist Spandauer Eigengewächs und nahm seine ersten Bälle bei der SG ASC/VfV Spandau in die Hand und spielte selbst bei dem am Wochenende wieder stattfindenden Bärlin-Cup im Stadion Hakenfelde.

Am Samstag und Sonntag treten wieder Groß und Klein aus dem gesamten Bundesgebiet beim Bärlin Cup im Stadion Hakenfelde an.

Am Samstag und Sonntag treten wieder Groß und Klein aus dem gesamten Bundesgebiet beim Bärlin Cup im Stadion Hakenfelde an.

Größtes Turnier der Region

Am Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr erwartet die SG ASC/VfV Spandauletztmalig als Spielgemeinschaft – wieder an die 150 Mannschaften aus Berlin und dem gesamten Bundesgebiet zum größten Jugendkleinfeldhandballturnier der Hauptstadt und Brandenburgs. Erstmalig werden auch Handballer des VfL Wolfsburg begrüßt, während Mannschaften aus Hamburg als auch vom MTV Lübeck schon seit Jahren zum Turnier nach Spandau kommen. Eine Herausforderung war in diesem Jahr auf Grund des Legionellen-Befalls einiger sanitären Hallenanlagen die Unterbringung der Gäste. Doch Schirmherr und Stadtrat für Schule und Sport Gerhard Hanke signalisierte: „Wir werden eine Lösung finden!“. Er als auch seine Mitarbeiter im Bezirksamt hielten Wort und stellten Räumlichkeiten zur Verfügung um allen Gastmannschaften eine Unterbringung zu gewährleisten.

Die Handballprofis Johannes Sellin (li.) und Colja Löffler spielten in der Jugend erfolgreich in der damaligen SG Spandau/Füchse Berlin.

Die Handballprofis Johannes Sellin (li.) und Colja Löffler spielten in der Jugend erfolgreich in der damaligen SG Spandau/Füchse Berlin. Fotos (2): Patrick Rein

Schüler waren begeistert

Nicht nur der Stadtrat möchte sich am Wochenende selbst ein Bild vom Turnier machen, auch Colja Löffler plant am Sonntag – wenn die älteren Jahrgänge antreten – an die alte Wirkungsstätte zurückkehren. Dabei müssen er als auch Johannes am Samstag selbst noch mal in Hannover beim letzten Saisonspiel ran. Neben dem Bärlin-Cup wird aber auch noch das Hinrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend in Berlin ausgetragen. Die Mannschaft der Füchse Berlin steht zum dritten Mal im Finale und konnte die letzten beiden Titel noch als SG Spandau/Füchse Berlin gewinnen. Die Entwicklung des Handballs in Berlin hat eine beeindruckende Entwicklung genommen, so überrascht es auch wenig dass der Deutsche Handballbund mittlerweile einen Umzug in die Hauptstadt beschlossen hat. Und auch beim  Probetraining der beiden Füchse – ermöglicht vom Gesundheitszentrum Centrovital – konnten wieder Schülerinnen und Schüler von der Sportart mit dem Ball in der Hand überzeugt werden.

Patrick Rein

Spandaus Handballtraumpaar trennt sich

Ab der kommenden Saison löst sich die Spielgemeinschaft ASC/VfV Spandau auf – es bleibt Handball im VfV Spandau

Nachdem zum Beginn dieser Spielzeit bereits im männlichen Jugendbereich der Zusammenschluss SG Spandau/Füchse Berlin aufgelöst wurde, endet auch die 19-jährige Spielgemeinschaft zwischen ASC und VfV. Während mit der Trennung von den Füchsen wieder die eigene Identität in den Vordergrund treten sollte und man sich vom Leistungsgedanken des Handballbundesligisten distanzieren wollte, liegen die Gründe der innerspandauerlichen Trennung überwiegend im Mitgliederschwund.

Von der SG ASC/VfV Spandau bleibt der VfV als Heimat für HandballerInnen erhalten.

Von der SG ASC/VfV Spandau bleibt der VfV als Heimat für HandballerInnen erhalten.

ASCer werden zu VfV‘lern

Begonnen wurde die Spandauer Spielgemeinschaft im Jugendbereich, erst später kam auch der Erwachsenenbereich hinzu. Damals stellte der ASC noch die Mehrzahl der aktiven Handballer. Doch die Zeiten änderten sich und aus verschiedenen Gründen wuchs die Zahl der Mitglieder beim Verein für Volkssport (VfV) während der Askanische Sportclub (ASC) als Spartenverein immer weniger verzeichnete. Ein neuer Vorstand entschied sich nach weiteren Versuchen die Abteilung noch am Leben zu halten nun zu dem Entschluss, den verbliebenen Handballern einen Vereinswechsel zum SG-Partner nahezulegen.

Das Aushängeschild ist und bleibt die erste Frauenmannschaft mit momentanen Kurs auf 3. Liga

Das Aushängeschild ist und bleibt die erste Frauenmannschaft mit momentanen Kurs auf 3. Liga. Fotos (2): Patrick Rein

Erfolgreiche Zeiten

In den fast zwei Jahrzehnten konnte Spandaus größte Handballabteilung zahlreiche Erfolge feiern und sich als SG ASC/VfV Spandau auch überregional einen Namen verschaffen. In Berlin waren jährlich Meister- als auch Pokaltitel zu feiern. Nach langer Durststrecke waren es so auch die Spandauer Nachwuchshandballerinnen die es erstmals wieder zu einer Teilnahme, gekrönt mit einem dritten und vierten Platz im Final-Four, bei den Deutschen Meisterschaften schafften. Davon profitierte auch die erste Frauenmannschaft, welche nach längerem Aufenthalt in der 3.Liga nun eine Spielklasse darunter in der Oberliga Ostsee Spree momentan auf dem ersten Platz und somit Aufstiegskurs steht.

Neuen Namen machen

Ab der kommenden Saison werden dann Jugend und Erwachsene wieder unter dem Namen VfV Spandau auf Torejagd gehen. Sonst wird sich nichts ändern. Spielklassen, Spieler und Spielstätte bleiben bestehen. Doch es wird sicherlich eine Weile dauern bis nach 19 Jahren der neue Name mit den glorreichen Zeiten der SG ASC/VfV Spandau in Einklang gebracht wird.

Handballweltmeisterschaft

Passend beginnt heute – mit den Berliner Füchsen Silvio Heinevetter und Sven-Sören Christophersen – die Handballweltmeisterschaft der Männer in Spanien.

Patrick Rein

Zwei Füchse auf dem Gelände von Centrovital

Zwanzig Schülerinnen und Schüler der Wolfgang-Borchert-OS absolvierten ein Schnuppertraining mit  Handballern der Füchse Berlin

Das Centrovital ist nicht nur Partner des Handballbundesligisten Füchse Berlin sondern pflegt auch eine Kooperation mit der Wolfgang-Borchert-Oberschule, die sich bislang überwiegend auf den Ausbildungsbereich bezog. Gestern jedoch waren zwanzig Schülerinnen und Schüler eingeladen mit Mark Bult und Evgeni Pevnov ein Handballtraining zu absolvieren.

Mark Bult und Evgeni Pevnov der Füchse Berlin gaben Einblick in den Handball.

Mark Bult (re.) und Evgeni Pevnov (li.) der Füchse Berlin gaben Einblick in den Handballsport.

Ungewöhnliche Spielstätte

Für dieses Ereignis wurde jedoch keine Sporthalle ausgewählt sondern eher unüblich die Veranstaltungsräume der ehemaligen Discothek „Starlight“, welche schon vor einigen Jahren wegen Lärmbelästigung seinen Betrieb einstellte. Wo nun sonst Firmenfeiern und Hochzeiten ihren Platz finden, stand dieses Mal direkt neben der Tanzfläche ein Handballtor. Zwar weckte das spielen mit dem Ball in der Hand weniger Interesse als Werdegang und Alltag der beiden Profisportler doch der Spaß war allen anzumerken.

Die meisten Jugendlichen hatten sich bisher nur auf den Fußball konzentriert.

Die meisten Jugendlichen hatten sich bisher nur auf den Fußball konzentriert.

Lange Tradition in Spandau

Nicht erst seit Olympia steht generell die Sportförderung auf dem Prüfstand. Häufig wird kritisiert, dass gerade im Schulsport das Vorstellen verschiedener Sportarten auf der Strecke bleibt und so Talente für Randsportarten in Deutschland oftmals unentdeckt bleiben. Dabei hat sich in Berlin der Handball durch die Erfolge der Füchse in Meisterschaft und Champions-League beeindruckend entwickelt und Spandau daran sogar großen Anteil als auch eine lange Tradition. So machte Stefan Kretschmar seine ersten Profischritte in der Halle am Falkenseer Damm – damals noch beim Zweitligisten Blau-Weiß Spandau.

TeilnehmerInnen und "Trainer" des Schnuppertrainings im Centrovital.

TeilnehmerInnen und „Trainer“ des Schnuppertrainings im Centrovital. Fotos (3): Patrick Rein

Erfolgreicher Jugendhandball

Noch bis zu dieser Saison waren die Handballabteilungen des VfV und ASC Spandau in der Spielgemeinschaft des männlichen Jugendbereichs mit den Füchsen zur SG Spandau/Füchse Berlin verknüpft und an der Nachwuchsausbildung beteiligt. Mehrere Deutsche Meistertitel konnten in dieser Verbindung errungen werden. Doch auch nach der Trennung arbeiten die Handballer freundschaftlich zusammen und die Spandauer bieten seitdem auch ohne die Füchse erfolgreichen Ballsport in jeder Alters- und Leistungsklasse.

Wo bleibt der Nachwuchs?

Durch die Ganztagsschulen fehlt es den Jugendlichen oftmals jedoch an der Zeit sich nach Schulbesuch und Hausaufgaben sportlich im Verein zu betätigen. Ob Handball als auch Fußball sowie jeder anderen Sportart fehlt es dadurch zunehmend an Nachwuchs. Dabei nehmen die engagierten Trainer und Betreuer ebenso eine soziale Förderung als auch pädagogische Arbeit – wie die mittlerweile zahlreichen freien oder finanzierten Einrichtungen – wahr. Zumindest den gestrigen Teilnehmern wurde durch das Centrovital nun ein Einblick in eine andere Sportart gewährt.

Patrick Rein

Harte Vorbereitung bei der SG Spandau

Handballerinnen bereiten sich auf die Oberliga-Saison vor

In der kommenden Saison geht Regionalliga-Absteiger SG ASC/VfV Spandau in der Oberliga an den Start. Die Vorbereitung für die neue Spielzeit läuft bereits auf Hochtouren.

Draußen holt sich die SG Kondition

Momentan wird draußen an Kondition und Fitness gearbeitet. „Es eine harte Vorbereitung zu nennen, wäre noch untertrieben“, schmunzelt SG-Coach Henry Germann, der das Team im Laufe der vergangenen Saison übernommen hat. Genau hier habe das Team in der Abstiegssaison  Probleme gehabt. „Konditionell waren wir nicht auf der Höhe. Das kann in der laufenden Saison nur schwer nachgeholt werden, deshalb nehmen wir das diesmal vorher in Angriff“, so der Coach.

Bescheidener Favorit

Als Absteiger gilt die SG in der kommenden Saison als Favorit auf den Titel. Diesen Druck will Germann dem Team bewusst nicht machen: „Es sind harte Gegner dabei. Da sehe ich uns nicht automatisch als Favorit. Trotzdem sollten wir im oberen Tabellendrittel landen“, denkt Germann. Zum Auftakt (10. September) wird es dann gleich ernst für die Spandauerinnen: Mit dem BVB-Füchse Berlin II ist gleich ein Spitzenteam zu Gast. „Damit haben wir gleich den schwersten Gegner zum Beginn“, weiß Germann.

Keine Neuzugänge und Abgänge

Ein Vorteil ist laut Germann das eingespielte Spandauer Team, das ohne Neuzugänge und Abgänge in die kommende Saison startet: „Alle kennen sich und das Team ist eingespielt!“