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Doch kein Havelausbau?

Finanzielle Mittel um die Hälfte gekürzt

Der Abriss der Freybrücke ist unvermeidbar

Die Freybrücke über der Havel

Im Rahmen des Verkehrsprojektes 17 sollte ursprünglich ein Ausbau der Havel für den Containerschiffverkehr statt finden. Eine Begradigung des Flussbettes sowie einer Vertiefung desselbigen wäre hierfür notwendig gewesen. Nun hat die Bundesregierung entschieden den Ausbau, wie ursprünglich geplant, nicht vorzunehmen. Da die finanziellen Mittel von 100 auf 40 Millionen Euro gesenkt wurden ist vorerst nur die Abtragung des „Spandauer Horns“ angedacht.

Umweltexperte der SPD-Abgeordnetenhausfraktion Daniel Buchholz hierzu:

„Von einem massiven Ausbau wäre insbesondere der Bezirk Spandau mit seinen Flüssen Havel und Spree betroffen gewesen. Darum haben wir uns auf allen Ebenen für eine natur- und stadtverträgliche Gestaltung der Wasserwege eingesetzt. Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte sich auf meine Initiative hin bereits im Juli 2008 gegen die Millionverschwendung beim Projekt 17 ausgesprochen und die alten Ausbaupläne deutlich kritisiert.“

„Endstation, alles aussteigen“ auch weiterhin in Spandau?

Senat hält an Verlängerung der S-Bahn Richtung Falkensee fest und auch die RE 6 soll weiterhin nicht in Spandau sondern Gesundbrunnen enden

Der Berliner Senat will trotz der Absage der Brandenburger Landesregierung die S-Bahn vom Bahnhof Spandau in Richtung Falkensee verlängern. Das hat auch Berlins Verkehrssenator Michael Müller (SPD) dem Spandauer Abgeordneten Daniel Buchholz auf Nachfrage zugesichert. Auf Antrag der CDU-Fraktion hat die BVV zudem beschlossen an einer Lösung zu arbeiten um entgegen der Pläne des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) auch über den Fahrplanwechsel hinaus den Regional-Express 6 weiterhin nicht in Spandau sondern in Gesundbrunnen enden zu lassen.

Selbst Verkehrssenator Michael Müller setzt sich für den S-Bahn-Ausbau ein.

Selbst Verkehrssenator Michael Müller setzt sich für den S-Bahn-Ausbau ein.

Brandenburg weiterhin gegen S-Bahn Ausbau

Die Nachricht aus Brandenburg hatte zunächst für lange Gesichter in Berlin gesorgt. Mit dem Entwurf für einen neuen Nahverkehrsplan Brandenburg 2013-2017 erteilt die Brandenburger Landesregierung einer Verlängerung der S-Bahn eine klare Absage: „Netzerweiterungen sind unter gegebenen Finanzperspektiven nicht möglich, aber auch nicht zwingend erforderlich“, hießt es im Papier von Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD). Daniel Buchholz, Spandauer SPD-Abgeordneter und Mitglied im Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, hat daraufhin den Senat um eine Stellungnahme gebeten. Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Michael Müller teilte mit: „Der Senat hält an der S-Bahn-Verlängerung Richtung Falkensee fest und wird die Realisierung für den Berliner Abschnitt der Strecke unabhängig von Entscheidungen in Brandenburg weiter vorantreiben.“

Eine Frage des Geldes

Buchholz führt aus: „Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen für die vollständige Verlängerung von Spandau bis nach Falkensee wurden bereits durchgeführt und fallen positiv aus. Brandenburg sieht jedoch angesichts der aktuellen Haushaltslage keine Möglichkeiten für eine Verlängerung und befürchtet zudem eine Schwächung des parallel laufenden Verkehrs mit Regionalzügen. Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Berlin muss die Verlängerung der S-Bahn bis zur Landesgrenze alleine angehen.“

Spandau soll nach dem Fahrplanwechsel auch für den RE 6 wieder Endstation sein

Spandau soll nach dem Fahrplanwechsel auch für den RE 6 wieder Endstation sein. Fotos (2): Patrick Rein

Lösung für Regional-Express gesucht

Einstimmigkeit herrschte in der BVV um Bemühungen, dass die RE 6 auch weiterhin nicht in Spandau sondern Gesundbrunnen endet. Das Land Brandenburg hatte angekündigt künftig die Verlängerung des Prignitz-Expresses nicht mehr zahlen zu wollen. Daher ließ der VBB verlautbaren den Zug ab dem Fahrplanwechsel wieder in Spandau enden zu lassen. Der CDU-Bezirksverordnete Thorsten Schatz erläutert: „Vor gut einem Jahr hatte der VBB die Verlängerung der RE 6 werktags von Spandau bis Gesundbrunnen eingeführt. Von der gefundenen Lösung profitieren insbesondere Berufspendler, die mit dieser Verbindung einen zusätzlichen Anreiz haben, vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Sollte der RE 6 jetzt wieder in Spandau enden, würde das für die Spandauerinnen und Spandauer den Wegfall einer attraktiven Nahverkehrsverbindung an die Berliner Innenstadt und den S-Bahn-Ring bedeuten.“

Patrick Rein

Von Spandau nach Stettin mit der Regionalbahn

Von Spandau nach Stettin mit der Regionalbahn

Gruppenfoto der Junge Union in Stettin

Die Junge Union setzte sich verstärkt für einen Ausbau der Strecke ein

Letztes Wochenende /23. -24. Juni) war die Junge Union (JU) Spandau bei Ihrer polnischen Partnerorganisation Młodzi Demokraci (junge Demokratie) in Stettin zu Gast. Die 20 Mitglieder haben mit ihren polnischen Kollegen Verkehrssenator Michael Müller (SPD) dazu aufgefordert sich verstärkt für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Stettin und Berlin einzusetzen, um eine bessere Verbindung der zwei großen Städte zu ermöglichen. Der Ausbau wurde schon im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD vorgesehen. Die Regionalbahn zwischen Berlin und Stettin könnte dann sogar in Spandau abfahren.

Momentan dauert die Fahrt zwischen beiden Städten mehr als zwei Stundenm, wohingegen die Fahrt zwischen Berlin und dem genau so weit entfernten Magdeburg nur anderthalb Stunden dauert. Die Strecke nach Polen ist auch nicht vollständig elektrifiziert.

Eric Schweitzer, der Vorsitzende der Berliner Industrie und Handelskammer bemangelt ebenfalls die schlechte Verbindung zwischen beiden Städten. Wirtschaftlich gesehen ist der Ausbau der Strecke ein wichtiges Unterfangen. Mit der Eröffnung des BER Flugahafens rechnet er jährlich mit mehr als 2,5 Millionen zusätzlichen polnischen Fluggästen, aber nur wenn die Verbindung nach Polen auch ausgebaut wird.