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Osterferienprogramm für Kids

Freizeitstätte Aalemannufer bietet buntes Programm

Ostern

© shalamov / clipdealer.com

Die Freizeitstätte Aalemannufer bietet anlässlich der Osterferien wieder einmal ein buntes Ferien- programm für Kinder von 6 bis 12 Jahren an. Bei Spiel, Spaß, Ausflügen und Basteleien sind die Kinder bestens beschäftigt und haben ein tolle Zeit. Morgens und mittags werden die Kinder mit reichhaltigen Leckereien der tandemBQG-Projektküche verwöhnt.

Das Ferienprogramm wird gemeinsam mit dem Habikus e.V. und der Waldschule Spandau veranstaltet.

Zeitraum und Kosten

  • 1. Ferienwoche (25. – 28.03.2013 ) mit 4 Betreuungstagen = 30,00 €
  • 2. Ferienwoche (02. – 05.04.2013) mit 4 Betreuungstagen = 30,00 €
  • Beide Ferienwochen (25. – 28.03.2013 und 02. – 05.04.2013) mit 8 Betreuungstagen = 50,00 €

Anmeldungen werden ab sofort von Herr Leistikow unter (030) 355 99 070 oder office@jfe-aalemannufer.de angenommen.

Jubiläum der ersten Wohngruppe für Demenzkranke

Zwei Einrichtungen des Evangelischen Johannesstifts feiern Jubiläum die sich als spezielle Betreuungsform etabliert haben

Am 21. Februar begeht die Wohngruppe für Menschen mit Altersdemenz im Jochen Klepper Haus des Evangelischen Johannesstifts ihr 25-jähriges Jubiläum. Gleichzeitig feiert das Seniorenzentrum Caroline Bertheau seinen 10. Geburtstag. Mit diesen beiden Einrichtungen hat die Altenhilfe des Evangelischen Johannesstifts Maßstäbe in der Begleitung demenziell erkrankter Menschen gesetzt.

Johannisstift-Stiftallee-SpandauSpandauer Pilotprojekt

Die Wohngruppe im Jochen-Klepper-Haus berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse demenziell veränderter alter Menschen und verfügt über acht Plätze. Sie startete 1988 als Pilotprojekt und war eine der ersten dieser Art in Berlin. Der Erfolg führte zum Ausbau weiterer familienähnlicher Wohnformen ohne typischen Heimcharakter. Dies wurde mit der Eröffnung des 2003 eingeweihten Seniorenzentrums Caroline Bertheau realisiert, in dem es acht Hausgemeinschaften mit je acht Plätzen gibt. „In den Anfängen der Wohngruppe im Jochen-Klepper-Haus, gab es weder Literatur noch konkrete Erfahrungen zu dieser Betreuungsform“, berichtet eine Mitarbeiterin, die seit der Gründung in der Wohngruppe arbeitet.

Gemeinsam gegen Vereinsamung

Bedingt durch den demografischen Wandel, erhöhte sich die Zahl der „demenziell veränderten Menschen“ und gleichzeitig die öffentliche Aufmerksamkeit auf die spezielle Betreuungsform im Jochen-Klepper-Haus. Zahlreiche Veröffentlichungen in den Medien bezeugten den Erfolg dieser Wohnform: Die Gemeinschaft holte diese Menschen aus ihrer Vereinsamung. Sowohl im Jochen-Klepper-Haus als auch in den Hausgemeinschaften des Seniorenzentrums Caroline Bertheau wird auf die Einbeziehung der Angehörigen in den Alltag  großen Wert gelegt. „Sie sind immer willkommen, nicht nur zu den Festen, die wir gemeinsam mit ihnen und allen, die zu uns gehören, feiern. Auch spiegeln sie uns immer wieder, dass sie den Eindruck haben, dass ihre Mutter, ihr Vater sich bei uns wohl fühlen“, sagt Sabine Pohl, Leiterin Seniorenzentrum Caroline Bertheau.

Johannisstift-Logo-SpandauIn Würde alt werden

Ratsuchende erhalten unter der Telefonnummer: 030 336 09 – 300 Informationen zu Themen rund um Pflege, Wohnen, Altersmedizin und Therapie, Ambulante Dienste sowie Kursangebote. Das Beratungstelefon der Altenhilfe ist montags bis freitags von 9-17 Uhr besetzt. Die Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH betreut ältere Menschen in der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen. Sie verfügt über Wohn- und Pflegewohnangebote sowie über Kurz- und Tagespflegeangebote. Diakonie-Stationen und ein geriatrisches Krankenhaus mit 106 Plätzen runden die Angebotspalette ab.

In den kommenden Jahren sind vier weitere Wohneinrichtungen mit Hausgemeinschaften in Berlin und dem angrenzenden Brandenburg geplant.

Patrick Rein

Erziehungsüberforderte Eltern

Ab dem kommenden Schuljahr kommt es auf Grund des gesetzlichen Hortplatzanspruchs zu Kürzungen für Projekte der Jugendbetreuung

Neben einem Kitaplatz – wir berichteten – haben Eltern für ihre Kinder nach der schulischen Betreuung ab dem nächsten Schuljahr ebenso einen gesetzlichen Hortplatzanspruch. Grundgedanke dabei war, dass Eltern somit eine Berufsausübung ermöglicht wird indem die Betreuung der Kinder gewährleistet ist. Doch die Realität sieht anders aus: Überwiegend werden bisher von freien Trägern geleistete Angebote der Freizeitgestaltung für Jugendliche von sozialbenachteiligten Familien in Anspruch genommen, die anscheinend „erziehungsüberfordert“ sind.

Intakte und erziehungsbereite Familien sind keine Selbstverständlichkeit mehr.

Intakte und erziehungsbereite Familien sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Foto: Alexandra H.  / pixelio.de

Lückeprojekte vor dem Aus?

Eines dieser Projekte die von Kürzungen betroffen sind, ist das Lückprojekt Hinter den Gärten und Haselhorst. Der Jugendhilfeausschuss hat sich am letzten Dienstag wiederholt mit dem Thema beschäftigt und sieht die Kürzungen darin gerechtfertigt, dass durch den ab 2013 bestehenden Hortplatzanspruch eine Betreuung nach der Schule geboten wird und es mit den Angeboten des Projektes somit zu einer Doppelung kommen würde. Zu einem Beschluss kam es noch nicht, dieser soll jedoch am kommenden Dienstag gefällt werden.

Trotz zahlreicher Maßnahmen bleibt es im Bildungsbereich kritisch.

Trotz zahlreicher Maßnahmen bleibt es im Bildungsbereich kritisch. Foto: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com  / pixelio.de

Spandaus Armut steigt

Insgesamt bewilligt der Ausschuss finanzielle Unterstützung in Höhe von 1,5 Millionen für Jugendeinrichtungen, welche allesamt notwendig sind und herausragende Arbeit leisten. Doch die Probleme steigen weiter. Immer häufiger scheinen Eltern mit der Erziehung des Nachwuchses überfordert und geben diese daher an Schulen und freie Einrichtungen ab. Dabei hat Spandaus Bevölkerungszuwachs eine klare Kehrseite: Wie der Geschäftsführer des Jobcenter Spandau, Winfried Leitke, dem Jugendhilfeausschuss berichtete, steigt die Zahl der Personen die Sozialleistungen für sich und ihre Kinder in Anspruch nehmen monatlich im dreistelligen Bereich. Diese kommen auf Grund der geringeren Mieten aus anderen Bezirken in die Zitadellenstadt. Jugendliche, die bereits im anderen Bezirk in Fördermaßnahmen waren, nehmen diese dann auch hier in Anspruch, wobei ein finanzieller Ausgleich zwischen den Bezirken bisher nicht erfolgt.

Problemkieze wachsen

Besonders betroffen vom Zuzug sind die bereits als Problemkieze eingestuften Stadtteile im Bereich der Wilhelmstadt, Neustadt und Falkenhagener Feld. Auch die Zahl der Schulverweigerer ist hier besonders hoch und trotz vielfältiger Maßnahmen werden nicht alle Betroffenen erreicht sowie spezielle Angebote des Jobcenters nicht in Anspruch genommen. Nach Ende der Schullaufbahn – trotz umfangreicher Umstrukturierungen ohne Abschluss – wird dann versucht auf dem zweiten Bildungsweg und mittels anderer Maßnahmen für die Betroffenen noch einen Weg auf den Arbeitsmarkt zu finden.

Auch wenn keiner wirklich weiß wie und zahlreiche Träger als auch die entsprechenden Behörden sich der Problematik durchaus bewusst sind und als Reparateure agieren, ist eine langfristige Lösung um den Kreislauf zu durchbrechen nicht in Sicht. Der Zuwachs an Sozialbenachteiligten nach Spandau ist dabei ein weiteres Problem.

Patrick Rein

Über 1000 Krippenplätze fehlen in Spandau

Kitaerweiterung in der Neustadt reicht nicht aus um den Bedarf zu decken

Bereits 2008 wurde ein Gesetz erlassen, wonach ab August 2013 Eltern einen Rechtsanspruch auf ein Betreuungsangebot von ein- bis dreijährigen Kindern haben. Doch allein in Spandau fehlen bei  Inanspruchnahme aller Berechtigten zirka 1500 Plätze. Die Räumlichkeiten sind einfach nicht vorhanden und schlimmer: Dem Bezirk sind zudem die Hände gebunden, da Kindertagesstätten privatisiert und nicht mehr staatlich organisiert sind.

Geschäftsführerin Susanne Çokgüngör und Stadtrat Gerhard Hanke

Geschäftsführerin Susanne Çokgüngör und Stadtrat Gerhard Hanke eröffneten den Neubau der Kita Lasiuszeile.

Neueröffnung am Koeltzepark

Nachdem die Juwo-Kita GmbH im März bereits den sanierten Altbau in der Lasiuszeile eröffnete und damit 54 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren Platz bot, wurde am Freitag ein Neubau eingeweiht der weiteren 32 Kinder ein Betreuungsangebot schafft. Zur feierlichen Eröffnung kam auch Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (CDU) und richtete seinen Dank an den vorbildlichen Träger: „Nicht nur, dass der Bau sowohl finanziell als auch zeitlich in den Vorgaben blieb – was heutzutage ja keine Selbstverständlichkeit mehr ist – zeigte der Träger auch schon bei der Sanierung viel Mut. Jetzt bräuchten wir nur noch 30 weitere solcher Einrichtungen.“ Doch Spandau steht damit nicht allein, bundesweit fehlt es an über 100.000 Betreuungsplätzen.

Nach der Sanierung im März konnte jetzt der Neubau eröffnet werden.

Nach der Sanierung im März konnte jetzt der Neubau eröffnet werden. Fotos (2): Patrick Rein

Lobende Worte

In der Neustadt zumindest trägt die Juwo-Kita GmbH mit der Kita Lasiuszeile zum notwendigen Ausbau der Betreuungsplätze in Spandau bei. Der gemeinnützige Träger begreift Kitas als Bildungs- und Sozialisationseinrichtungen, welche die gesamte Familie mit einbeziehen und im Sozialraum verwurzelt sind. Bei 70-80 Prozent der Kinder liegt ein Migrationshintergrund vor. Mit dem Konzept der offenen Arbeit stehen die Interessen der Kinder im Vordergrund und die bisherigen Erfahrungen weisen positive Lernerfolge auch im sozialen Miteinander auf, wie die Geschäftsführerin Susanne Çokgüngör erzählte. Der Architekt Steffen Keinert berichtete hingegen von seinen Erfahrungen mit der Kosteninformationsstelle der Senatsverwaltung um die Vorgaben im Rahmen der Fördermittel in Höhe einer halben Million Euro einzuhalten. Lobende Worte fand er hingegen für die Spandauer Bezirksverwaltung Bau, mit der eine konstruktive Zusammenarbeit stattfand und immer ein Ansprechpartner zur Verfügung stand. Das sollte doch auch weiteren Trägern Mut machen um dem fehlenden Betreuungsangebot im Bezirk entgegenzuwirken.

Patrick Rein