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Wie seniorengerecht ist der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin

Diskussion in einer Senioreneinrichtung in Spandau

Wie seniorengerecht ist der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin (Foto: Ralf Salecker)

Wie seniorengerecht ist der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin (Foto: Ralf Salecker)

Im Dr. Hermann-Kantorowicz-Haus in der Spandauer Neustadt kamen Senioren und Fachleute der BVG und des Senates zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie seniorengerecht die BVG ist. Der Bundestagsabgeordnete Sven Schulz moderierte.

Der Blick für Notwendigkeiten wandelt sich

Früher war alles anders, für Menschen mit Handycap war es eindeutig schlechter. So soll der ehemalige BVG-Chef Piefke einmal gesagt haben, um solche Menschen muss die BVG sich nicht kümmern, schließlich gäbe es ja den Telebus. Eine solche Aussage wäre heute nicht mehr denkbar. Die Teilhabe an alltäglichen Leben bedeutet auch eine möglichst uneingeschränkte Beweglichkeit, soweit sie technisch machbar ist. Der Blick auf Notwendigkeiten verändert sich also ständig.

Mit Hürden umgehen lernen

Wer jung und gesund ist, macht sich selten Gedanken darüber, dass es für andere schwierig sein kann, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Der Versuch, die räumliche Gestaltung der Busse immer mehr zu optimieren, bedeutet oft, das letzte Quäntchen Platz für einen weiteren Sitz herauszuschinden. So gibt es Busse, die im hinteren Bereich hohe Stufen aufweisen, die für Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, nur sehr schwer zu überwindende Hindernisse darstellen. Nutzer von Rollatoren und Rollstühlen haben erst recht keine Chance. Weil es nicht immer einfach ist, bietet die BVG ein 90minütiges Mobilitätstraining in Bus und Bahn für Fahrgäste mit Behinderungen an.

Busse neigen sich weiterhin automatisch

Vor einiger Zeit wurde die Überlegung der BVG öffentlich, das automatische Absenken der Busse an Haltestellen, das Kneeling, abzuschaffen. Zukünftig solle nur noch ein sogenanntes fahrgastbezogenes Bedarfs-Kneeling erfolgen. Ein Fahrgast muss seinen Wunsch, einsteigen zu wollen, per Knopfdruck auf die blaue „Komforttaste“ signalisieren. Man stelle sich einmal vor, dies würde für alle BVG-Benutzer der Normalfall. Der Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses machte deutlich, dass an der bisherigen Vorgehensweise, im Sinne der Fahrgäste, nichts geändert werden soll. Wie üblich waren wirtschaftliche Erwägungen der BVG Vater des Gedanken. Deutlich über eine Million an Dieselkosten ließen so einsparen. Eine Menge Geld. Die Frage stellt sich, ob das einzusparende Angebot nur ein netter Komfort ist, oder zum grundsätzlichen Gebot der Barrierefreiheit gehört. Neben Berlin gibt es das automatische Absenken der Busse nur noch in Bremen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Raed Saleh, betonte zu Beginn der Diskussion, dass am alten System des kneeling festgehalten würde.

Fahrstuhlprobleme

Spandaus U-Bahnen bedeuten für Menschen, die mit einem Rolly unterwegs sind, oft eine Endstation. Zu viele Stationen sind noch nicht mit Fahrstühlen ausgestattet. Wenn welche da sind, funktionieren sie nicht. So ist die Erfahrung einiger der anwesenden Senioren. Die beiden Vertreter der BVG versicherten, dass spätestens innerhalb von vier Stunden ein defekter Fahrstuhl repariert sei. Grund für diesen schnellen Service ist ein automatisches Meldesystem, welches Defekte sofort an eine Zentrale weiterleitet. Entwickelt wurde dieses System einst von der S-Bahn, die es aber nicht einsetzt. Einige Bahnhöfe hätten schon längst mit Fahrstühlen ausgestattet sein. Andere Bahnhöfe waren wichtiger, weil die BVG in den entsprechenden Spandauer Bahnhöfen ein zu geringes Fahrgästeaufkommen verzeichnet hätte. Nun heißt es, bis spätestens 2020 soll der letzte barrierefrei sein.

Kritik von den Senioren gab es bezüglich der beiden Buslinien 136 und 236, die in Stoßzeiten völlig überfüllt sind. Diese nicht neue Kritik hatte die BVG vor kurzen schon einmal zurückgewiesen. Es wäre alles im grünen Bereich. Wenn aber drei Busse nicht nutzbar sind, weil sie völlig überfüllt keine Fahrgäste mehr aufnehmen können, dann scheint an der tagtäglichen Erfahrung doch etwas dran zu sein.

In einem Punkt waren sich die Senioren alle einig, die vielgeschmähten Berliner BVG-Fahrer sind in der Regel erheblich besser als ihr Ruf. Meist sind diese ausgesprochen hilfreich.  Sehr schnell sind sie zur Stelle, um einem Rolly-Fahrer beim Ein- und Aussteigen zu helfen.

 

Ralf Salecker

Baustelle auf dem Kladower Damm

Mit Verkehrseinschränkungen ist zu rechnen

StadtbaustelleAufgrund von Straßenbauarbeiten zur Aufrecht- erhaltung der Verkehrssicherheit, kommt es vom 15.07. – 08.08.2013 zu Verkehrseinschränkungen auf dem Kladower Damm.

Änderungen der BVG Linien

Linie X34 / N34 verkehren bauzeitlich in Richtung Kaserne Hottengrund von der Gatower Straße kommend – rechts Weinmeisterhornweg – links Wilhelmstraße – Potsdamer Chaussee – Ritterfelddamm – rechts Kladower Damm weiter planmäßig.

Linie 134 verkehrt während der Betriebszeit der Linie X34 Montag – Freitag von Betriebsbeginn bis 20.50 Uhr in beiden Fahrtrichtungen nur zwischen den Endhaltestellen Spandau, Wasserwerk und Alt-Gatow.

alle Fahrten der Linie X34 werden Montag – Freitag von Kaserne Hottengrund bis Kladow, Hottengrund verlängert. Außerhalb der oben aufgeführten Betriebszeiten der Linie X34 verkehren die Busse der Linie 134 über die Umleitungsstrecke der Linie X34 zur Endhaltestelle Kladow, Hottengrund.

Zusätzlich werden an allen Tagen ab ca. 20.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von Betriebsbeginn bis 9.00 bzw. 10.00 Uhr von der Linie 134 Fahrten zwischen Gatower Straße / Heerstraße und der Haltestelle Alt-Gatow durchgeführt. Samstag und Sonntag von 9.00 bzw. 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr werden diese Fahrten bis S+U Rathaus Spandau verlängert.

Die Linie 135 wird bauzeitlich mit allen Fahrten über die Endhaltestelle Alt-Kladow hinaus über den Kladower Damm und den Breitehornweg zur Endhaltestelle Waldschluchtpfad geführt und bindet das Vivantes Pflegeheim Haus Hohengatow an.

Somit werden bauzeitlich die in Richtung Kladow die Teilstrecken von der Heerstraße bis Alt-Gatow und vom Breitehornweg bis zur Endhaltestelle Kladow,Hottengrund bedient.

Die Linie 334 verkehrt während der Bauphase nur zwischen Alt-Gatow und Habichtswald bzw. entgegengesetzt. Die Anbindung der Endhaltestelle Waldschluchtpfad übernimmt die Linie 135, deren Fahrten ab Alt-Kladow über den Kladower Damm zum Waldschluchtpfad geführt werden.

Fahrgäste der BVG stinksauer

Aufzüge in Spandauer U-Bahnhöfen werden erst Jahre später als angekündigt eingebaut.

Mit Demonstrationen haben die Fahrgäste die Aufzüge für die U-Bahnhöfe in Spandau  vor mehreren Jahren erkämpft. Diese kamen dadurch sogar die Prioritätenliste. Doch jetzt ist das offizielle Dementi der BVG bekannt geworden: Die Aufzüge kommen erst mehrere Jahre später als zugesagt. Nicht nur für Daniel Buchholz, Spandauer Abgeordneter und Mitglied des Verkehrsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses, ist das nicht akzeptabel.

Lediglich der U-Bahnhof Rathaus Spandau steht bei der BVG ob bei Videoüberwachung als auch Barrierefreiheit hoch im Kurs.

Lediglich der U-Bahnhof Rathaus Spandau steht bei der BVG ob bei Videoüberwachung als auch Barrierefreiheit hoch im Kurs.

Barrierefreier Zugang

Buchholz: „Viele Spandauer Fahrgäste sind stinksauer. Der Einbau von Aufzügen in den Spandauer U-Bahnhöfen wird mehrere Jahre später erfolgen als bisher von der BVG zugesagt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass mit den ehemaligen Terminzusagen nur die mobilitätseingeschränkten Menschen ruhig gestellt werden sollten.“ Vor einigen Jahren gab es Demonstrationen von ‚ausgesperrten‘ Nutzern mit Rollstühlen, Kinderwagen und Rollatoren unter anderem am U-Bahnhof Haselhorst. Die Mehrzahl der Spandauer U-Bahnhöfe wurde daraufhin in die Prioritätenliste 2011-2016 des offiziellen Berliner Aufzugsprogramms aufgenommen. Diese Liste wird von der bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angesiedelten Arbeitsgruppe ‚Bauen und Verkehr – barrierefrei‘ gemeinsam mit den Behindertenverbänden, dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, der Senatsverwaltung für Soziales und der BVG erstellt als auch veröffentlicht.

Gerade bei Veranstaltungen auf der Zitadelle sind Fahrstühle für beeinträchtigte Menschen auch am entsprechenden U-Bahnhof unerlässlich.

Gerade bei Veranstaltungen auf der Zitadelle sind Aufzüge für beeinträchtigte Menschen auch am entsprechenden U-Bahnhof unerlässlich. Fotos (2): Patrick Rein

Vertrösten dann verschaukeln

Die damaligen Terminzusagen hält die BVG nicht ein und bringt dafür nur unzureichende Begründungen vor. Der U-Bahnhof Haselhorst soll anstatt 2012 jetzt ‚Ende 2014‘ Aufzüge erhalten und der U-Bahnhof Siemensdamm anstatt 2013 jetzt „Ende 2015“. Für den U-Bahnhof Zitadelle, der gerade auch bei Veranstaltungen auf der gleichnamigen starkfrequentiert ist, wird weiterhin das Jahr 2016 angegeben, woran nach Buchholz schon heute gezweifelt werden kann. „Fahrgäste erst vertrösten, dann verschaukeln – das ist nicht akzeptabel!“, führt dieser weiter aus.

Zur Information:

Im Bezirk Spandau hat bisher nur der U-Bahnhof Rathaus Spandau Aufzüge. Auf der U-Bahnlinie 7 hat die BVG folgende Investitionen vorgesehen (alle Aufzüge mit Blindenleitsystem und Höhenregulierung, Angaben 2013):

U-Bahnhof Haselhorst: 2,2 Millionen Euro, 2 Aufzüge

U-Bahnhof Siemensdamm: 1,3 Millionen Euro, 1 Aufzug

U-Bahnhof Zitadelle: 3,6 Millionen Euro, 3 Aufzüge

Patrick Rein

Fremdenfeindlicher Zwischenfall im Bus

Nicht ein Fahrgast sondern der BVG-Fahrer selbst hat allem Anschein nach eine Mutter im Beisein der Kinder fremdenfeindlich beleidigt und die Tochter geschlagen.

Es klingt nahezu unglaublich und doch scheint es der Wahrheit zu entsprechen. Wie wir bereits unter den Polizeimeldungen veröffentlichten, ereignete sich bereits am Freitag in Spandau folgender Zwischenfall: Ersten Ermittlungen zu Folge wurde eine 51-jährige Frau, die mit ihren beiden Kindern gegen halb fünf am U-Bahnhof Rohrdamm in einen BVG-Bus der Linie 123 eingestiegen war und auf Grund der Überfüllung des Busses im vorderen Bereich des Fahrzeugs stand, von dem Fahrer fremdenfeindlich beleidigt.

Nicht nur nach Fußballspielen kommt es an Haltestellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Überfüllung.

Nicht nur nach Fußballspielen kommt es an Haltestellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Überfüllung.

Beleidigt, geschlagen, ausgesetzt

Daraufhin sprach die 20-jährige Tochter den 56-Jährigen Fahrer an und verbat sich die Beleidigungen gegenüber ihrer Mutter. Alle drei wollten den Bus anschließend wieder verlassen. Dabei schlug der Fahrer auf die Tochter ein, die gegen eine Haltestange stieß und sich am Rücken verletzte. Als der 12-jährige Sohn das Fahrzeug verlassen hatte, schloss der Fahrer die vordere Tür, wobei die 20-Jährige mit ihren Haaren zwischen den Türflügeln eingeklemmt wurde und mit ihrer Mutter zusammen den Bus nicht mehr verlassen konnte.

Die Videoüberwachung nicht nur in U-Bahnhöfen sondern auch in Bussen wird zur Klärung auch in diesem Vorfall beitragen.

Die Videoüberwachung nicht nur in U-Bahnhöfen sondern auch in Bussen wird zur Klärung auch in diesem Vorfall beitragen.

Fahrer freigestellt

Die beiden und andere Fahrgäste forderten den 56-Jährigen, der bereits angefahren war, zum Anhalten auf. Dieser stoppte aber erst nach einiger Zeit und ließ sie aussteigen. Die Aussage, dass auch ein Zivilbeamter Zeuge des Zwischenfalls war, konnte von der Polizei hingegen nicht bestätigt werden. Ein Eingreifen wäre auf Grund der Fülle an Personen im Fahrzeug jedoch auch kaum möglich gewesen. Der Busfahrer wurde von alarmierten Polizisten schließlich an der Endhaltestelle angetroffen und zur Durchführung einer freiwilligen Blutentnahme zur Dienststelle gebracht, nachdem eine erste Atemkontrolle auf Alkohol negativ ausfiel. Eine Sprecherin der BVG teilte indes mit, dass der Fahrer bis zur Klärung des Sachverhaltes vom Dienst freigestellt wurde. Die Videoaufzeichnungen aus dem Bus wurden der Polizei übergeben.

Die Polizei nahm den Fahrer an der Endhaltestelle in Gewahrsam.

Die Polizei nahm den Fahrer an der Endhaltestelle in Gewahrsam.

Unerklärlicher Einzelfall

Bisher gibt es nach Polizeiangaben keine Anzeichen dafür, dass sich der Vorfall anders ereignet hätte. Sollte sich der Verdacht erhärten, werden die Verkehrsbetriebe entsprechende Konsequenzen ziehen. Dennoch handelt es sich um einen Einzelfall. Bei der BVG arbeiten nach eigenen Angaben rund 30 verschiedene Nationalitäten, sowie Schwule und Lesben. Diskriminierungen seien intern als auch extern bisher noch nicht aufgetreten und werde im Unternehmen wenn dann auch in keinster Form toleriert. Das Verkehrsunternehmen stehe jedoch auch als Spiegelbild der Gesellschaft und das Verhalten eines Einzelnen dürfe nicht dazu beitragen ein falsches Gesamtbild entstehen zu lassen. Normalerweise ist das Fahrpersonal gerade durch die regelmäßigen Deeskalationsschulungen als Konfliktschlichter aktiv und öffentliche Verkehrsmittel bieten darüber hinaus eher Schutz bei Übergriffen.

Am Sonntag wurde ebenfalls in Spandau ein Bus von außerhalb während der Fahrt beschädigt.

Am Sonntag wurde ebenfalls in Spandau ein Bus von außerhalb während der Fahrt beschädigt. Fotos (4): Patrick Rein

Neben den eigentlichen Serviceleistungen sehen sich Busfahrer aber auch Gefahren ausgesetzt, wie der folgende Fall vom Sonntag zeigt: Ein Wurfgeschoß beschädigte in der Nacht einen Bus der BVG in Spandau. Gegen 23.45 Uhr hatte der Fahrer des mit einem Fahrgast besetzten Omnibusses die Neuendorfer Straße befahren, als er auf Höhe der Bismarckstraße einen lauten Knall wahrnahm und im Anschluss eine beschädigte Fensterscheibe im hinteren Bereich des Fahrzeuges feststellte. Verletzt wurde niemand. Hinweise auf die Täter oder das Tatmittel liegen bislang nicht vor.

Patrick Rein

Sicherer U-Bahnhof Rathaus Spandau

Als einer der ersten im Berliner Netz ist der U-Bahnhof Rathaus Spandau jetzt mit einem hochmodernen Kamera-Überwachungssystem ausgestattet worden.

Nicht nur der Spandauer SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz begrüßt diese technischen Verbesserungen: „Wir wollen den öffentlichen Berliner Nahverkehr so attraktiv wie möglich machen. Dazu gehört auch, den Fahrgästen bestmögliche Sicherheitsstandards zu bieten. Um Straftaten besser aufklären und damit in vielen Fällen verhindern zu können, verbessern wir die Sicherheitstechnik in den U-Bahnhöfen kontinuierlich.“ Im U-Bahnhof Rathaus Spandau ist jetzt als einem der ersten im Berliner Netz ein hochmodernes Kamera-Überwachungssystem in Betrieb genommen worden.

Der U-Bahnhof wurde als einer der ersten auf den neusten Sicherheitsstand gebracht.

Der U-Bahnhof wurde als einer der ersten auf den neusten Sicherheitsstand gebracht. Foto: Patrick Rein

Verbesserte Technik

Bereits heute sind sämtliche Berliner U-Bahnhöfe und alle 1.238 U-Bahnwagen mit Videotechnik ausgestattet – anders als bei der S-Bahn. Aber in der Praxis zeigt sich, dass nicht alle dunklen Ecken in U-Bahnhöfen mit der bisherigen Technik eingesehen werden können. Der U-Bahnhof Rathaus Spandau hat darum jetzt 43 schwenk-, neig- und zoombare Kameras erhalten. Mit ihrer hohen Auflösung vereinfachen sie die Aufklärung von Vorfällen und wirken abschreckend auf potenzielle Täter.

Auch die U-Bahnzüge sind mittlerweile videoüberwacht.

Auch die U-Bahnzüge sind mittlerweile videoüberwacht. Foto: BVG

Tatverdächtige erfolgreich ermitteln

Erst im vergangenen Jahr wurde die Speicherfrist der Videos bei der BVG von 24 auf 48 Stunden verdoppelt. Trotz regem Widerstandes der Oppositionsfraktionen und auch heute noch anhaltender Diskussionen. Zwar sollte der Datenschutz als auch das Persönlichkeitsrecht geschützt werden, jedoch ist nicht nur auf Grund der Vorfälle am S-Bahnhof Pichelsberg, wo nach dem Fußballspiel ein Junge stranguliert wurde, oder der Ermordung von Jonny K. am Alexanderplatz, ein nachvollziehbares Sicherheitsbedürfnis verstärkt in den Vordergrund zu setzen. Die Videoaufzeichnung und Speicherung im Rahmen der gesetzlichen Frist von 48 Stunden erfolgt für die U-Bahnhöfe durch die BVG, alle Daten werden der Sicherheits-Leitstelle übermittelt. Die Polizei fordert beim Anfangsverdacht einer Straftat die entsprechenden Filmausschnitte als Beweismaterial zur Auswertung an. Die Zahl dieser Video-Abfragen ist berlinweit deutlich gestiegen: Von 1.698 (2010) auf 2.517 (2012). Dadurch konnten im letzten Jahr allein 702 Tatverdächtige ermittelt werden und erhielten eine Strafanzeige.

Um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten, wurden bei der BVG im letzten Jahr 600 Sicherheits- und Servicekräfte eingesetzt, die sowohl für Fahrzeuge als auch für U-Bahnhöfe zuständig sind.

Patrick Rein

Auch Falkenhagener Feld feiert

Stadtteilfest auf den Wiesen am Wasserwerk mit BVG-Shuttleservice im Oldtimer

Es ist viel los an diesem Samstag in Spandau: Die Feuerwehr Spandau Nord veranstaltet ihren Tag der offenen Tür und die Neustadt lädt zum Stadtteilfest in den Wröhmännerpark. Doch auch das Falkenhagener Feld feiert heute. Nach 2009 und 2010 findet das Stadtteilfest zum dritten Mal auf dem großräumigen Areal der Wiesen am Wasserwerk von 15 bis 20 Uhr statt. Highlight in diesem Jahr ist sicherlich das Finale des Kiez-Song-Contest der Gewobag zu dem auch ein Auftritt von Ben samt Autogrammstunde vorgesehen ist.

Shuttleservice im Oldtimer

Neben zahlreichen Ständen und Aufführungen wie Schülerbands, Trommeln mit Klangholz oder kurdischer Musik zum tanzen, gibt es auch ein Torwandschießen mit den Eisbären Berlin. Wie schon beim Stadtteilfest 2010 wird es wieder einen Shuttle-Dienst zum Stadtteilfest mit einem alten BVG-Bus geben. Versehen mit der alten Bezeichnung “5 E Nervenklinik” wird ein BVG-Doppeldecker des Vereins Traditionsbus Berlin  aus den 60er Jahren zwischen 15 und 18 Uhr entlang der Falkenseer Chaussee zwischen Freudstraße und Askanierring verkehren. Die gesamte Fahrt dauert ca. 15 bis 20 Minuten. Nach einer kurzen Pause geht es dann wieder los, so dass ungefähr mit einem halbstündlichen Rhythmus zu rechnen ist. Der Bus hält an allen BVG-Haltestellen entlang der Strecke. Das Mitfahren ist gratis.

Kiez Song Contest

Beim diesjährigen Stadtteilfest präsentieren sich ebenso die Finalisten des von der Gewobag ausgerufenen Song-Contest. Mit mehreren Stücken präsentieren sich die drei Finalteilnehmer, die sich in der Vorauswahl gegen insgesamt 24 Konkurrenten durchgesetzt haben auf der großen Bühne. Noch am selben Tag wird der Gewinner gekürt, in der Jury sitzt wieder der Popsänger Ben.

Ohne Alkohol

Erweitert wird das kulinarische Angebot in diesem Jahr durch leckere Cocktails ohne Alkohol. Bereits am 11.8.2012 übten sich 16 Teilnehmer auf dem Workshop im Schwedenhaus im Mixen von Cocktails. Ermöglicht wurde diese Aktion durch Mittel aus dem Quartiersfonds 1 der Sozialen Stadt. Besonderen Zuspruch fand der Sahne-Cocktail „Virgin-Colada“ auf Kokos-Basis.

Bei so vielen Festen im Bezirk fällt die Auswahl nicht leicht. In Spandau ist halt immer was los. Zum Glück sind die Tage lang und jede Veranstaltung freut sich über zahlreiche Besucher!

Patrick Rein

Ein neues Wartehäuschen für den Földerichplatz

Nach der Umgestaltung wurde das Häuschen anscheinend vergessen

Der vor nicht allzu langer Zeit umgebaute Földerichplatz wird spätestens am 30. September mit einem Buswartehäuschen ausgestattet werden. Swen Schulz, der von Bürgern auf das fehlende Wartehäuschen aufmerksam gemacht wurde, hat sich mit dem BVG in Kontakt gesetzt. Der BVG antwortete schriftlich dass,

„uns die Fertigstellung der Umbauarbeiten vom zuständigen Bereich des Bezirksamtes bisher nicht mitgeteilt wurde. […] Wir werden die Nachrüstung der Haltestelle mit einer Wartehalle veranlassen. Die Realisierung durch die Firma Wall wird spätestens bis 30.09.2012 erfolgen.“

Swen Schulz führt aus:

„Ich freue mich, wenn ich den Spandauerinnen und Spandauern durch meine Initiativen helfen kann.“

Heute Warnstreik: Öffentlicher Verkehr in Spandau lahmgelegt


Tarifkonflikt bei den Berliner Verkehrsbetrieben

BVG Streik in Spandau

Warnstreik bei BVG © Windrose / pixelio.de

Die Gewerkschaft Ver.di teilte mit, dass die Beschäftigten der BVG heute von 4.00 Uhr – 19.00 Uhr in einen Warnstreik treten. Für Spandau bedeutet das, dass alle Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen heute in ihren Depots bleiben. Die Berliner S-Bahn ist glücklicherweise von diesem Streik nicht betroffen.

Ein scheitern der Tarifverhandlungen zwischen vom BVG vertretenden Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) und der Gewerkschaft Ver.di ist ausdrücklich nicht erklärt worden. Es wurde zwischen beiden Parteien festgelegt, dass die Tarifverhandlungen nächste Woche Montag, den 20.02.2012 fortgesetzt werden sollen.

Ver.diNicht nur Spandau ist betroffen

In ganz Berlin bleiben heute überall die Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen still. Das trifft vor allem viele Fußballfans die heutige Bundesliga Fußballspiel von Hertha BSC Berlin gegen den amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund im ausverkauften Olympiastadion genießen wollen. Dazu werden allein 30.000 auswärtige Fans erwartet.

Außerdem sind alle Nachtschwärmer betroffen, denn normalerweise bietet die BVG in den Nächten von Freitag auf Samstag einen durchgängigen Verkehr an. Mit diesem Streik ist ab 4.00 Uhr morgens auch dieses Angebot eingestellt.

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe verurteilte das Handeln der Beschäftigten in einer Pressemitteilung:

„Ein Warnstreik von mehr als 15 Stunden ist nicht nur unangemessen, er ist insbesondere gegenüber unseren Fahrgästen höchst unfair. Auch an Sonnabenden hat die BVG mehr als 1,8 Millionen Fahrgäste, die durch einen solchen übertrieben langen Warnstreik in ihrer Mobilität massiv behindert werden und für diese Art von Warnstreik zu Recht kein Verständnis aufbringen werden.

Wir befinden uns mit ver.di mitten in laufenden Verhandlungen. Es gibt einen klaren Verhandlungspfad. Wir haben Verständnis für die Wünsche unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sind daher bereit – trotz der sehr engen Spielräume – die Einkommen anzuheben.

 

Neues Kundenzentrum der Berliner Verkehrsbetriebe in Spandau

Das neue Kundenzentrum der BVG in Spandau

Das neue Kundenzentrum der BVG in Spandau

Das neue Kundenzentrum der BVG eröffnete am 25. Januar 2011 im U-Bahnhof Rathaus Spandau. Mit 230m² soll das neue Kundenzentrum für mehr Service dienen und die längeren Wartezeiten der Busse können komfortabel im neuen Loungebereich verbracht werden. Ein Vorteil für die Kunden ist es auch, dass die Fahrtzeiten der Busse auf dem Monitor mitverfolgt werden können.

Henrik Falk, der Vorstand für Finanzen und Vertrieb der BVG, meinte: „Schalter war gestern! – beim Fahrscheinverkauf oder der Verlängerung des Abonnements setzen wir zukünftig auf Komfort und Mehrwert. Durch die Kombination von Abo-Service, klassischem Fahrausweisverkauf, Beratung und dem Angebot des Partners kann mit einem Stopp beinahe alles erledigt werden.“
Die im Kundenzentrum integrierte „k presse + buch“-Filiale sorgt für viel Lesestoff mit Getränken und Snacks für den einen oder anderen. „Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der BVG, die für uns in dieser Form eine Premiere bedeutet“, sagt Lars Bauer, Geschäftsführer von Valora Retail Deutschland.

 

Hier sind die Daten und Fakten für das neue Kundenzentrum zusammengefasst.

Angebot:
Fahrausweise, Abonnements, Fahrplanauskunft, Mobilitätsberatung (z.B. Carsharing), Ausflugsverkehr, Tickets & Events, Merchandising
3 BVG-Verkaufscounter
Öffnungszeiten BVG: montags bis freitags: 6:30 Uhr bis 20 Uhr

Angebot von „k presse + buch“:
5.200 Presse-Titel, aktuelle Taschenbuch-Bestseller sowie Convenience-Artikel, Lottoscheine oder Telefonkarten
Öffnungszeiten „k presse + buch“: montags bis freitags von 4:30 bis 22 Uhr, am Wochenende von 6:00 bis 22:00 Uhr