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Carsharing in Spandau

Preiswert und umweltschonend zugleich Auto fahren

Mit Carsharing entspannter unterwegs ... (Foto: Ralf Salecker)

Mit Carsharing entspannter unterwegs … (Foto: Ralf Salecker)

Warum nutzen Sie ein privates Auto? Weil Sie mobil sein wollen! Warum würden Sie sich nie einen privaten PKW zulegen? Weil es zu teuer ist in der Anschaffung und im Unterhalt. Gegensätzlicher können die Standpunkte in diesem Vergleich kaum sein. Das eigene Auto ist, schaut man sich die Statistiken an, für jüngere Leute immer weniger attraktiv. Andere Dinge stehen im Vordergrund, die von Bedeutung scheinen. Ein anderer Grund, ein eigenes Auto abzulehnen, ist seine schlechte Umweltbilanz.

Ein Blick auf die reale Nutzung eines PKWs macht eines sofort klar. Das Fahrzeug steht den größten Teil des Tages ungenutzt herum. Nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing sind dies im Mittel 23 Stunden. Da wäre es doch praktischer, ein fast jederzeit verfügbares Fahrzeug nutzen zu können. In Spandau gibt es gleich drei Anbieter in diesem Marktbereich. Deutschlandweit sind es rund 140.

Autos teilen

Der Gedanke, ein Auto quasi zu „teilen“ liegt auf der Hand.  Nun müsste es nur noch leicht – wohnungsnah – erreichbar sein. Zwei unterschiedliche Konzepte teilen sich den Markt: Feste Stationen, an denen die Fahrzeuge abgeholt und abgestellt werden können auf der einen Seite und die fast völlig Freiheit auf der anderen Seite (innerhalb gewisser Gebietsgrenzen). Alles ist nur eine Frage, der flächendeckenden Verteilung.

Der Aufwand, ein CarSharing-Fahrzeug zu nutzen ist recht gering, anders als bei Mietwagen. Man meldet sich an und kann spontan oder länger im Voraus geplant, „sein“ Fahrzeug nutzen. Manch ein Anbieter verlangt eine monatliche Grundgebühr, andere nicht. Meist gleicht es sich über die zu entrichtende Gebühr, die im Minutentakt abgerechnet wird, wieder aus. PC und Smartphone sind die Buchungsmittel der Wahl. Man zahlt ausschließlich für die genutzte Zeit oder die gefahrenen Kilometer. Alle Kosten sind in den Minuten-/Kilometertarifen schon enthalten. Eine elektronische Fahrdatenerfassung gestaltet die Berechnung sehr komfortabel.

Warum Carsharing gut für die Umwelt ist

Nutzer von Carsharing verzichten mittel- und längerfristig teilweise oder vollständig auf das eigene Auto. Das ergab eine Diplomarbeit an der TU Dresden. Fahrten werden nur dann unternommen, wenn sie notwendig sind. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrades nimmt zu. Verbünde mit Verkehrsbetrieben machen diese Mischnutzung zum Teil ihres Angebots. Beide Seiten profitieren davon. Mit nur einer Karte, können so – leider bisher nur in Hannover – PKWs, der öffentliche Nah- und Fernverkehr und das Fahrrad genutzt werden.

Jeder aktive CarSharing-Nutzer entlastet durch sein Verkehrsverhalten die Umwelt um etwa 290 kg Kohlendioxid. Für ganz Deutschland hochgerechnet sind so fast 64.000 Tonnen Kohlendioxid nicht freigesetzt worden.

 

Ralf Salecker

 

CarSharing-Angebote in Spandau

  • CiteeCar (stationsbasiert): www.citeecar.com
  • Flinkster/DB Rent (stationsbasiert): www.flinkster.de
  • Car2go: www.car2go.com/de/berlin

Privatautos sind für Berlin einfach nicht geeignet

Verkehr in Berlin

Manchmal ist der Nahverkehr schneller und prakischer als das Auto ©  Johannes Vortmann / PIXELIO

Autofahren in Berlin ist nicht immer eine einfache Sache und oft wird das Auto für die kurzen Strecken auch gar nicht benötigt. Öffentliche Verkehrsmittel sind da viel schneller und auch billiger und vermeiden einem die frustrierenden Staus. Für viele Berliner lohnt es sich also gar nicht ein Auto zu kaufen, geschweige denn eine Garage oder ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe zu mieten. Und wenn man dann doch Mal Auto fahren will, kann man sich beim Carsharing anmelden. Auf Anfrage oder per Handy-Suche findet der Nutzer schnell ein Auto in nächster Nähe und spart zusätzlich auch noch eine Menge Geld.

Car2Go Smart wartet auf Nutzer

© Alex Stanhope / wikipedia.org

 

 

Berlin ist für Carsharing wie gemacht

In Berlin gibt es statistisch gesehen nur drei Autos für zehn Einwohner und daher boomt Carsharing regelrecht. Der Markt ist jedoch von den acht Berliner Car-Sharing Anbieter (Cambio, Car2Go, DriveNow, Flinkster, Granwheel, Hertz-on-Demand, Stadtmobil und Multicity) hart umkämpft. Jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile und bietet verschiedene Preise an. Da kann jeder Kunde etwas finden, was zu seinen Bedürfnissen passt. Mit seinen 1.000 Smart-Fahrzeugen ist Car2Go der Daimler AG der größte Berliner Anbieter. Car2Go Nutzer bezahlen 29 Cent pro Minute und können ihre Autos einfach per Handy-App finden. Wenn man die 500 Fahrzeuge von der Carsharing Firma DriveNow von BMW dazu zählt, teilen sich rund 39.ooo Berliner 1.500 Autos. Ein großer Schritt für die Umwelt und für die Verkehrsentlastung der Innenstadt. In Spandau findet man momentan nur drei Carsharing-Anbieter: zwischen dem Rathaus und den Spandau Arcaden haben Herz-on-Demand und Flinkester ihre „Tausch-Parkplätze“ und seit Neustem auch den Anbieter Car2Go-Autos im Spandauer Stadtteil Wilhelmsstadt. Die Nachfrage wächst ständig und in den nächsten Jahren wird Carsharing wohl auch in Spandau immer populärer werden.

Das Privat-Auto passt nicht mehr in die Großstadt

Sich für Carsharing zu entscheiden ist nicht immer einfach, denn viele Leute haben Angst davor nicht mehr spontan Auto fahren zu können. Besonders geeignet ist Carsharing für den sogenannten „urbanen Lebensstil“, also für Stadtbewohner, insbesondere Familien, die nur kurze Strecken fahren und etwas mehr Zeit aufbringen können. Carsharing ist nämlich auch eine gemeinschaftliche Einstellung und ein Weg sich für Umwelt und Verkehrsentlastung in seiner Stadt einzusetzen. Denn Autos passen weltweit einfach immer weniger zu modernen Großstädten. Und so betont Dieter Schnaas, ein Berliner Car-Sharing Nutzer:

„Ich glaube, dass Privatautos in der Großstadt bald überholt sind.“

Multicity, der neueste Berliner Anbieter

Carsharing hat auch was Avantgardistisches an sich. So bietet Multicity, das neueste Berliner Carsharing-Unternehmen, ausschließlich sogenannte E-Cars an. 100 Aufladegeräte und 100 Citroën C-Zeros werden seit dem 30. August von Multicity angeboten. In ein paar Jahren soll die Flotte sogar auf 500 Fahrzeuge vergrößert werden. Momentan findet man Multicity nur im Berliner S-Bahn-Ring. Doch mit seiner am Spandauer Rathaus liegenden Ladestation, ist es gut möglich das Multicity auch schon bald Elektrofahrzeuge in Spandau anbieten wird.