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Tickets für Citadel Music Festival 2013

Bestellung & Verkauf startet ab sofort

Foto: Peter Engelke

Foto: Peter Engelke

Seit dieser Woche kann man in der Tourist-Information im Gotischen Haus Tickets für das Citadel Music Festival 2013 erwerben. Es stehen bereits folgende Konzerttermine fest:

  • 05.06.2013 – TOTO
  • 16.06.2013 – Ben Howard
  • 18.06.2013 – Portishead
  • 02.07.2013 – Patti Smith an her band
  • 02.08.2013 – ZAZ
  • 17.08.2013 – Silly
  • 21.08.2013 – B-52s

Neben den Karten für das Citadel Music Festival 2013 gibt es auch eine Vielzahl an Ticktes für weitere Veranstaltungen in Spandau im Gotischen Haus zu kaufen.

Kontakt

Gotisches Haus
Breite Straße 32
13597 Spandau

Öffnungszeiten:
MO – FR von 10.00 bis 18.00 Uhr
SA (bis Ende März) von 10.00 bis 14.00 Uhr / SA (ab April) von 10.00 bis 18.00 Uhr

„Wo hat Heß denn hier gesessen?“

Auch in diesem Jahr wird wieder viel Kulturelles im Bezirk geboten, so beschäftigt sich eine Dauerausstellung im Zeughaus auf der Zitadelle mit „Gefängnis in Spandau“

Den Spandauerinnen und Spandauern ist bekannt, dass der Kriegsverbrecher Rudolf Heß im mittlerweile abgerissenen Gefängnis an der Wilhelmstraße bis zu seinem Tod einsaß. Doch immer wieder fragen Besucher der Zitadelle danach. Deshalb widmet sich eine Anfang November eröffnete Dauerausstellung auch diesem Thema. Von 1687 bis 1872 befand sich zudem in der heutigen Carl-Schurz-Straße auch ein Spinn- und Zuchthaus. Prominentester Insasse war Gottfried Kinkel, dem sein Freund Carl Schurz zur Flucht verhalf.

Für jeden Geschmack ist im Bereich Kultur in Spandau was zu finden

Für jeden Geschmack ist im Bereich Kultur in Spandau was zu finden.

Fledermausfest kehrt zurück

Neben den etablierten Veranstaltungen wie dem 7. Osterritterfest zur Saisoneröffnung vom 30.3 bis 1.4, dem Burgfest am 7./8. September sowie dem Lichterfest am 5. Oktober findet nach fünfjähriger Pause auch wieder das Fledermausfest des Berliner Artenschutz Team e.V. (BAT) in Zusammenarbeit mit einem professionellen Veranstalter statt. Nach der Streichung von Zuschüssen der Senatsverwaltung war eine Durchführung in den letzten Jahren finanziell nicht möglich. Das Fest hatte und wird auch wieder vor allem Familien und Kinder ansprechen sowie alles um das Thema Fledermaus und Artenschutz behandeln.

Die Zitadelle hat sich auch als Konzertlocation in Berlin etabliert.

Die Zitadelle hat sich auch als Konzertlocation in Berlin etabliert.

Es wird wieder laut

Ebenso hat sich auf der Festungsanlage das citadel music festival etabliert. Nachdem sich im letzten Jahr schon Legenden als auch Newcomer präsentierten, können sich Besucher schon jetzt auf Toto (5.6), Thirty Seconds To Mars (6.6), Dead Can Dance (17.6), Queens Of The Stone Age (22.6), ZZ Top (1.7), Patti Smith and her Band (2.7), CRO (9.8), Silly (17.8) und Xavas (30.8) freuen. Weitere Bands werden bis Ende März noch folgen. Zudem findet auch wieder der Nachtmarkt am 15. Juni und 24. August statt. Die seit Duisburg verschärften Sicherheitsauflagen können nicht ohne zusätzliche Kosten für die Veranstalter und unter Beteiligung von Polizei, Feuerwehr, Security und Bauaufsicht gewährleistet werden.

Momentan ist der Juliusturm zwar eingerüstet aber dennoch auch weiterhin begehbar.

Momentan ist der Juliusturm zwar eingerüstet aber dennoch auch weiterhin begehbar. Fotos (3): Patrick Rein

Juliusturm eingerüstet

Aus Sicherheitsgründen musste auch der Bereich um den Juliusturm gesperrt werden. Frostschäden einerseits und Bausünden aus früheren Jahren lassen das Mauerwerk bröckeln. Für eine erforderliche Sanierung ist der Turm bereits eingerüstet. Vorerst findet eine gründliche Schadensaufnahme statt um den Umfang und Ablauf der Sanierung bestimmen zu können. Erfreulicherweise leidet der Kulturbetrieb im Palas unter diesen Maßnahmen nicht und auch der Turm ist trotz allem weiter begehbar. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass sich Kulturstadtrat Gerhard Hanke auch weiterhin um eine Barrierefreiheit der Zitadelle bemüht.

Abwechslungsreich im Kulturhaus

Neben Festen und Konzerten sind Ausstellungen und Klassik fester Bestandteil des Kulturgutes, welches in unserem Bezirk außerordentlich gepflegt wird. Dabei darf auch die Arbeit des Kulturhaus Spandau und der dazugehörigen Freilichtbühne an der Zitadelle nicht vergessen werden. Um auch ein jüngeres Publikum anzusprechen, wird hier mit Erfolg nun verstärkt auf ein noch breiteres Angebot beispielsweise durch Comedians – wie der regelmäßigen Benefizauftritte des Spandauers Sascha Grammel oder vor kurzem dem „Tod“ und Ole Lehmann – Wert gelegt.

Patrick Rein

Citadel music festival 2012

Der Konzertsommer auf der Zitadelle ist zu Ende, wir geben einen Überblick was alles verpasst wurde

Bei allen Konzerten herrschte tolle Stimmung bei den Fans.

Bei allen Konzerten herrschte tolle Stimmung bei den Fans.

Es ist schon beachtlich wie sich Spandau innerhalb der letzten Jahre zu einem der Veranstaltungsorte der ganz Großen der Musikszene entwickelt hat. Künstler, Bands und Solisten schätzen das einzigartige Ambiente der besterhaltenden Festungsanlage Europas. Andere hingegen waren jedoch enttäuscht, dass der Fluglärm auch dieses Jahr noch musikalische Darbietungen beeinträchtigte. Und wie es mittlerweile aussieht auch noch im nächsten Sommer.

Der stolze Vater mit seiner stimmgewaltigen, gefühlvollen Tochter.

Der stolze Vater mit seiner stimmgewaltigen, gefühlvollen Tochter.

Einzigartige Momente

Der Veranstalter Trinitiy Music bot dabei auch dieses Mal wieder eine große Vielfalt an Konzerten auf, so dass jeder auf seinen Geschmack kam. Nachwuchsbands, Chartstürmer, Routiniers und Außergewöhnliches. Das Wetter war dabei oftmals der einzige Miesmacher und nur wenige Auftritte kamen gänzlich ohne Abkühlung ohne Regenschirm aus. Während einige Konzerte den Eindruck einer Abschiedstournee gleichkamen und auf Bühnenausstattung oder special effects verzichteten, wie beispielsweise Lou Reed oder auch The Pogues, boten gerade Bands am Anfang ihrer Karriere Unterhaltung vom Feinsten auf. Hier sind sicherlich besonders Snow Patrol als auch Lynyrd Skynyrd zu erwähnen.

Klassik meets Rock wurde bei Knorkator eindrucksvoll umgesetzt.

Klassik meets Rock wurde bei Knorkator eindrucksvoll umgesetzt.

Newcomer und Altbewährte

Jeder Auftritt verdient es jedoch namentlich erwähnt zu werden, denn auf die ein oder andere Weise war jedes Konzert ein ganz spezielles Erlebnis. Sei es die Legenden Bob Dylan oder Billy Idol, die gefühlvoll aufspielenden BOY und Alanis Morrissette, aber auch die Highlights des Zita Rock Festivals erstmalig über zwei Tage und mit Evancescence als Headliner oder das Heimspiel Festival mit der alles überragenden Jennifer Rostock. Zudem der Auftakt mit Soundgarden oder jetzt zum Abschluss mit den Auftritten von The Baseballs als auch Knorkator.

Die Keyboards im Rhönrad sind nur ein Markenzeichen von der Meisten Band.

Die Keyboards im Rhönrad sind nur ein Markenzeichen von „der Meisten Band der Welt“. Fotos (4): Patrick Rein

Geschmackssache

Gerade die aus Berlin stammenden Knorkator sind sicherlich gewöhnungsbedürftig und nicht nach Jedermanns Geschmack, doch ist das ja einer der Faktoren, die Musik im Allgemeinen ausmacht: Die Geschmäcker und Vorlieben sind verschieden. Was Knorkator jedoch aufbot, war wirklich ein Erlebnis und gelungener Abschluss des diesjährigen citadel music festivals: Interpretationen der eigenen Songs durch Streicher und Bläser, der Auftritt der eigenen Tochter mit einer sagenhaften Stimme und deutlich gefühlvoller als der Vater, eine Neuerfindung des stage-diving auf die Bäuche von Besuchern, ein Wettkampf in überdimensionalen Luftballons über die Köpfe des Publikums und vieles mehr. Großartige Unterhaltung und tolle Stimmung auf der Zitadelle. Wie eigentlich bei allen Konzerten. Wir freuen uns daher jetzt schon auf das citadel music festival 2013.

Patrick Rein

Die Knorkators auf der Spandauer Zitadelle

Die Knokators auf der Spanauer ZitadelleDas letzte Konzert des Citadel Music Festivals wird ein „Spektakel der Megalative“

Morgen Abend, Samstag den 25. September 2012, wird die Rock-Band Knorkator und Freundinnen auf der Spandauer Zitadelle auftreten. Dieses letzte Konzert des Citadel Music Festival verspricht ein erlebnisreiches Event zu werden, denn eigens für den Anlass hat die Band „ein multimediales Spektakel der Megalative“ vorbereitet. Was das genau heisst, können die  Zuschauer während dem 4-stündigen Konzert selber erfahren. Für das Konzert hat sich die Band zusätzlich noch Freundinnen auf die Bühne geholt, denn „Wenn man mit schönen Frauen arbeitet, kann man mehr hässliche Dinge tun, ohne dass es auffällt“, erklärt der Gründer der Band Alf Ator.

Die Berliner Band nennt sich selbst „Deutschlands meiste Band der Welt“. Mit viel Humor und Selbstironie spielen die Knorkators mit dem Kontrast zwischen ihren satirischen, vulgären und humoristischen Texten und ihrer Musik. In den letzten 15 Jahren ist die Band auf mehr als 700 Konzerten aufgetreten. Mit einer sehr ausgeprägten Bühnenerfahrung wird das „Spektakel der Megalative“ für den Zuschauer ein außergewöhnliches Erlebnis werden. Mehr Informationen kann man auch auf der offiziellen Seite des Citadel Music Festivals und auf der Band-Seite der Knorkators.

Und als Vorgeschmack hier noch ein Video:

 

Strings ’n‘ Stripes in Spandau

24.08.2012: The Baseballs live und Open Air

Die Tolle perfekt gekämmt. Die Koteletten perfekt getrimmt. Das Karohemd perfekt gebügelt. Ihr Look spricht für sich und für das was die drei Jungs von The Baseballs musikalisch zusammen auf die Beine stellen. Voc’n’Roll steht auf dem Programm, wenn Sam, Digger und Basti die Bühnen dieser Welt betreten. Und im Rahmen des Citadel Music Festivals gastiert die Band am kommenden Freitag für einen Abend auch in Spandau.

  • Konzertbeginn: 19.00 Uhr

Locker aus der Hüfte

Das Cover des ersten Tapes zierte der King of Rock ’n’ Roll und der Musik der Fifties sind die drei Künstler bis zu diesem Tag treu geblieben. In Rockabilly-Manier krempeln sie die Charthits um und sorgen damit für gute Laune. Zu Lady Gaga oder 50 Cent lässig wippen und die Hüften kreisen, kaum vorstellbar, doch The Baseballs haben den Dreh raus. Mit Lars Vegas an der Gitarre, Lars Miserre am Klavier, Klaas Wendling am Bass und Tomas Svensson am Schlagzeug haben die drei Rockabillys ein Quartett bester Musiker an Ihrer Seite. Sie begeistern Musikfans von jung bis alt und sorgen damit auch noch für körperliches Wohlbefinden. Bandmitglied Sam bringt es auf den Punkt: „Schließlich darf beim Hüftschwung der orthopädische Aspekt nicht außer Acht gelassen werden. Stetiges Kreisen des Beckens reduziert die Notwendigkeit künstlicher Hüftgelenke.“.

Nicht gesucht und doch gefunden

In einem Heavy-Metal-Probebunker in Berlin führte das Schicksal die drei Musiker zueinander. Sam hatte sich fälschlicher Weise bei einer Coverband beworben, Digger reiste aus Köln zu Besuch bei seiner Schwester an und Basti wohnte sowieso in Berlin. Nach einer spontanen Jamsession beschlossen die drei schnell: wir gründen eine Band. Dies war die Geburtsstunde von The Baseballs. Mittlerweile sind die drei Voc’n’Roller groß im Geschäft und der Erfolg beflügelt Sam, Digger und Basti stetig zu neuen musikalischen Experimenten. Ihr Debütalbum Strike wurde mit Gold ausgezeichnet und 2010 räumten die drei Musiker den Echo als „Bester Newcomer National“ ab. Wir hoffen auch in Zukunft auf weitere musikalische Erfolge und den geschmeidigen Hüftschwung der Jungs!

 

Hier geht`s zur Veranstaltung,

Open Air Bühne
Zitadelle Spandau
Am Juliusturm 64
13599 Spandau
Tickets: 40,50 €


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Melanie Krisch

Ja, er lebt noch

Mit Frontmann Shane MacGowan standen die alten Herren von The Pogues noch ein Mal auf der Bühne der Zitadelle

Es war die Frage des Abends und von nahezu jedem Besucher zu hören: „Was, der lebt noch?“. Gemeint war kein geringerer als Frontmann Shane MacGowan, der auf Grund seiner Alkohol- und Drogeneskapaden nach einem Zusammenbruch sogar aus der von ihm gegründeten Band geworfen wurde. Nach eigenen Aussagen habe er bereits mit vier Jahren mit dem trinken angefangen, mit zehn schon das erste Mal Whisky probiert.

The Pogues haben ihre besten Tage sichtlich hinter sich.

The Pogues haben ihre besten Tage sichtlich hinter sich (rechts Frontman Shane MacGowan).

In die Jahre gekommen

Zum 30. Bandjubiläum gaben sich The Pogues bei insgesamt drei Deutschlandkonzerten auch auf der Zitadelle die Ehre. Der Frontmann – sichtlich von seinem ausschweifenden Leben körperlich geprägt – während den restlichen Bandmitgliedern lediglich ihr fortgeschrittenes Alter anzusehen war. Es hatte ein wenig den Anschein von Dienst nach Vorschrift, denn ein Feuerwerk der guten Laune wurde auf der Bühne nicht gezündet. Die unbeholfenen Bewegungen von Sänger und Songwriter, der mehrmals Kraft oder anderes hinter der Bühne tankte und bei einigen Songs daher nicht anwesend war, erweckten hingegen bei dem ein oder anderem Besucher schon eine Art von Mitleid.

Die Fans hatten guten Laune und feierten nicht nur bei Fiesta.

Die Fans hatten guten Laune und feierten nicht nur bei Fiesta.

Genie und Wahnsinn

Die erfolgreichste Zeit erlebten die Pogues in den 80ern, wo auch ihre Hits Dirty Old Town und Fairytale of New York entstanden. Nicht nur von Freunden wurde MacGowan als eine schillernde Persönlichkeit mit genialem literarischem Talent wahrgenommen und dafür auch geschätzt. Doch eine vielversprechende Karriere scheiterte an Heroin und Alkohol. Mit 55 Jahren stand er fast hilflos auf der Bühne. Es war dennoch ein gutes Konzert und von der Fangemeinde wurde wahrscheinlich nicht mehr erwartet. Gelungene Konzerte zeichnen sich doch durch Eines aus: Gute Musik. Und die boten die Pogues. Kein großes Bühnenbild, keine special effects oder anderes Tamtam. Feiner irischer Folk, der zum schunkeln und mitgröhlen einlud. Selbst der Merchadisestand war nur mit einem einzigen Shirt bestückt.

Die Gewinnerin unserer Freikarten Andrea B. aus Luxemburg samt Begleitung.

Die Gewinnerin unserer Freikarten Andrea B. aus Luxemburg samt Begleitung. Fotos (3): Patrick Rein

Fiesta

Doch keiner in der gut gefüllten Festungsanlage dürfte seinen Besuch bereut haben. Wie auch die Gewinner unseres Gewinnspiels, die aus Luxemburg kamen und zum ersten Mal ein Konzert auf der Zitadelle besuchten. 90 Minuten ein best of und zum Abschluss kam bei Fiesta sogar noch mal richtig Bewegung und Unterhaltung auf der Bühne zustande. Ein gelungener Abschluss eines tollen Konzertabends und mit der Antwort: „Ja, er lebt noch.“

Patrick Rein

Gefühlvoll auf der Zitadelle

Beim citadel music Festival begeistern BOY bei ihrem größten Auftritt

Fast wie aus dem Nichts tauchten die zwei Musikerinnen Sonja Glass aus Hamburg und Valeska Steiner aus Zürich auf der großen Musikbühne auf. Zwar gründeten sie bereits 2007 gemeinsam die Band BOY, doch erst 2011 erhielten sie einen Plattenvertrag und das Debütalbum mutual friends kam auf den Markt. Bis dahin hatten sie ausschließlich durch kleinere Auftritte auf sich aufmerksam gemacht.

Menschenmassen auf dem Weg zur Zitadelle.

Menschenmassen auf dem Weg zur Zitadelle. Foto: Patrick Rein

Auf der großen Bühne

Am Sonntag wunderten sich Autofahrer über die Menschenmassen an der Zitadelle, denn solche Schlangen waren dort lange nicht zu sehen. Doch nicht Soundgarden oder Lou Reed standen an diesem Tag auf der Bühne sondern BOY. Selbst verblüfft schien davon auch Sängerin Valeska Steiner, welche die beiden Vorbands Fotos und Me and My Drummer ankündigte. Und beide passten bestens ins Programm.

Auch Vorband Me and My Drummer wusste zu begeistern.

Auch Vorband Me and My Drummer wusste zu begeistern. Foto: Patrick Rein

Gänsehaut Stimmung

Was dann folgte war beeindruckend, denn die Stimme von Valeska geht wirklich unter die Haut. Authentisch und beeindruckt von der gut gefüllten Kulisse zeigten die beiden Frontfrauen warum ihre Fangemeinde stetig wächst: Gefühlvolle Melodien kombiniert mit der überwältigenden Stimme und Texte die berühren. Begleitet wurden die beiden dabei von zwei Musikern aus der Vorband Fotos. Auch das ein Indiz dafür, dass die Frauen ihre Musik wirklich leben. Trotz großer Bühne und Menschenmassen, die für eine junge Band sicherlich eine Herausforderung darstellen und für etwas Nervosität sorgen, wurde ein professioneller Auftritt hingelegt und versucht wie die großen des Musikgeschäfts das Publikum mit einzubeziehen.

BOY gaben auf der Zitadelle ihr bislang größtes Solokonzert.

BOY gaben auf der Zitadelle ihr bislang größtes Solokonzert. Foto: Benedikt Schermann

Tolles Konzerterlebnis

Alles in allem ein großartiger Abend auf der Zitadelle. Wer nicht dabei war hat was verpasst. Und man kann sich sicher sein, dass BOY auch zukünftig von sich reden machen werden. Natürlich ist es immer schwer, einen Erfolg wie von ihrem Hit „Little Numbers“ zu wiederholen und gerecht zu werden. Doch bei der Bodenständigkeit und der merkbaren Liebe zur Musik kann man dem durchaus positiv entgegenblicken.

Patrick Rein

 

Ein Hoch auf die 50er – Zeit für Rock `n` Roll

11.08.2012: Kitty, Daisy & Lewis rocken Spandau

Mit Kitty, Daisy & Lewis zurück in die 1950er

Mit Kitty, Daisy & Lewis zurück in die 1950er

Das Citadel Music Festival lässt Spandau Musiker auch der ganzen Welt hautnah erleben. Am Samstag machen Kitty, Daisy & Lewis einen Boxenstop in der Stadt an der Havel und spielen ihm Rahmen ihrer Welttournee ein Konzert. Wer auf Rockabilly, Swing, ein Kind der 40er/50er Jahre ist oder sich mit dieser Musik identifizieren kann, der wird begeistert sein. Alle Frauen ziehen noch mal den roten Lippenstift nach und alle Männer kämmen sich schon mal die Tolle zurecht, das Konzert wird grandios.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Die drei Geschwister haben ihre Wurzeln in London und sind mit Musik groß geworden. Ihr Vater war Gitarrist und Tonstudiobetreiber, ihre Mutter war Schlagzeugerin in einer Band. Das Gefühl und die Liebe zu Musik gaben die beiden schon in frühen Jahren an ihre Kinder weiter. Nicht nur gesanglich haben Kitty, Daisy & Lewis etwas auf dem Kasten, auch instrumental können die Londoner mit vielseitigem Talent punkten. Ob Banjo, Posaune, Klavier, Ukulele, Akkordeon, Schlagzeug oder Slap Steel – spielen können die drei alles. Ihr Stil lässt sich schwer beschreiben. Ein bisschen Swing, ein bisschen R`n`B, ein bisschen Blues, ein bisschen Rockabilly – jedes Lied hat seinen Charme und seine eigenen BPM.

Alle guten Dinge sind drei

Neben dem Hauptact Kitty, Daisy & Lewis treten auch noch Gemma Ray und The Sharp Tongues auf. Gemma Ray wurde 1980 in Essex geboren und widmet sich seit ihrem 15. Lebensjahr der Musik. Sie komponiert und schreibt eigene Songtexte. Ihr Musikstil wird in Fachkreisen als Retropop der 50er und 60er Jahre betitelt. Ihr aktuelles Album heißt „Island Fire“ und ist seit diesem Jahr auf dem Markt.

Eckdaten im Überblick

Beginn: 19.00 Uhr
Einlass: 17.30 Uhr
Tickets: 36,00 €
Ort: Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64, 13599 Spandau

Melanie Krisch

Kein Regen bei Rostock

Thees Uhlmann, Dendemann, Jupiter Jones und allen voran Jennifer Rostock ließen es beim Heimspiel auf der Zitadelle krachen

Auch am Freitag ließ der Sommer auf sich warten und wie so häufig in diesem Jahr startete das „Heimspiel“ beim citadel music festival regnerisch. Für einen Freitag begann der Einlass mit 13 Uhr äußerst früh und auch ein Konzertbeginn um 15 Uhr dürfte für die meisten Berufstätigen nur schwer zu bewerkstelligen gewesen sein. Doch die Highlights sollten erfreulicherweise erst später auf der Bühne erscheinen.

Von dem schlechten Wetter ließen sich die richtigen Fans nicht abschrecken.

Von dem schlechten Wetter ließen sich die richtigen Fans nicht abschrecken.

Unwetterartige Regenfälle

Nur die ganz Harten ließen sich von den teils sintflutartigen Regengüssen nicht die Laune verderben und harrten schon frühzeitig auf der Zitadelle aus um einen Platz in den vorderen Reihen zu ergattern. Auch wenn die überwiegend junge und weibliche Anhängerschaft auf die Top-Acts des Tages warteten, wurde ihnen von „ichkannfliegen“ und Thees Uhlmann erfolgreich die Zeit vertrieben.

Jupiter Jones rockten trotz Krankheit ihres Frontmanns.

Jupiter Jones rockten trotz Krankheit ihres Frontmanns.

Dendemann erster Headliner

Sogar aus der Schweiz war eine Gruppe angereist und probierte vorm Einlass noch neue Freunde zu finden, da mit der „Freundesaktion“ vom Veranstalter Trinity Music fünf Karten zum Preis von vier geboten wurden und die Weithergereisten nun eine Karte über hatten. Bei ihrer Suche drängte sie ein wenig die Zeit, denn besonders interessierten sie sich neben Jupiter Jones für Dendemann. Dieser sorgte bei nachlassendem Regen mit einfachen Texten und harten Beats für Stimmung auf und vor der Bühne.

Wusste bei ihrem Auftritt in Spandau zu überzeugen: Jennifer Rostock.

Wusste bei ihrem Auftritt in Spandau zu überzeugen: Jennifer Rostock.

Trotz Krankheit mit dabei

Danach folgte endlich Jupiter Jones, begleitet von einem kurzen und letzten Regenschauer für diesen Abend. Gewohnt lieferten die Jungs aus der Eifel – übrigens auch die Lösung unseres Gewinnspiels – einen gewohnt rockigen Auftritt ab. Und das obwohl Frontmann Nicholas Müller gesundheitlich angeschlagen auf der Bühne stand und sich zu den letzten Songs sogar auf einen Stuhl setzen musste. Doch eine Absage kam für die Punkrocker nicht in Frage und so begeisterten, wenn auch leicht eingeschränkt, die Fans.

Tolle Show, super Sound, authentische Unterhaltung pur.

Tolle Show, super Sound, authentische Unterhaltung pur. Fotos (4): Patrick Rein

Authentisch und voller Energie

Den Höhepunkt und Abschluss des Abends gestaltete Lokalmatadorin Jennifer Rostock. Und falls nicht mittlerweile ein Nachfolger für Thomas Gottschalk bei „Wetten dass…“ gefunden worden wäre, Jennifer Rostock wäre eine ideale Besetzung. Allerdings dürfte die Sendung dann nur noch nach 22 Uhr ausgestrahlt werden. Der ganzen Band merkt das Publikum einfach und ehrlich an, dass alle Akteure Spaß daran haben auf der Bühne zu stehen. Dazu die Berliner Schnauze der Frontfrau, die bei so viel Einsatz kein Fitnessstudio benötigt. Über- und gefordert wurde besonders „Büchse“, der an diesem Tag seinen Junggesellenabschied feierte und von Jennifer auf der Bühne in feinster Madonna-Manier nahezu um den Verstand gebracht wurde. Alles in allem ein grandioses Heimspiel mit tollen Bands und einem beeindruckendem Finale.

Patrick Rein

Märchenhafte Klänge auf der Zitadelle

17.07.2012: Loreena McKennitt begeistert mir traditioneller Folklore

Loreena McKennitt in ihrem Element / CitadelMusicFestival

Loreena McKennitt in ihrem Element / CitadelMusicFestival

Eine Stimme so klar wie ein Gebirgssee, doch keinesfalls so kalt wie dergleichen. Das ist die die Stimme von Loreena McKennitt. Die gebürtige Kanadierin ist am Dienstag, im Rahmen des Citadel Music Festivals, zu Gast auf der Zitadelle Spandau um für Sie zu singen. Ihr Programm zeigt die Vielfalt und die Variationen der keltischen Musik auf. Diese Frau strotzt vor musikalischem Talent, sie spielt Harfe, Klavier und Bandonion und singt obendrein noch dazu. Begleitet wird Sie bei ihrem Live-Auftritt in Spandau von einem Ensemble ausgesuchter Spitzenmusiker. Nach einer ausverkauften Tournee steht Loreena McKennitt im Juli nun noch für einige Open-Air-Konzerte auf der Bühne. Sichern Sie sich jetzt Ihre Karten für das Konzert von Loreena McKennitt! – Die Tickets für das Konzert sind online leider nicht verfügbar, aber an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder an der Abendkasse zu erwerben.

 

McKennitt`s jahrelange Erfahrung im Musikgeschäft und sehr erfolgreiche Plattenverkäufe sprechen für das Können der 55-jährigen. Mittlerweile ist sie seit fast 30 Jahren im Musikgeschäft und hat weltweit über 14 Millionen CDs verkauft. Mit ihrem letzten Album „The Wind that shakes the Barley“ begeisterte sie ihre Fans mit traditioneller Folklore. Ebenso schrieb die Musikerin und Komponistin zu einigen Klassikern der Filmgeschichte, wie beispielsweise „Der Sturm“ oder „Der Kaufmann von Venedig“ die Filmmusik. Auch als musikalische Botschafterin ist Loreena McKennitt für Kanada unterwegs. Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie hier.

Hier geht’s zur Veranstaltung,

Zitadelle Spandau
Am Juliusturm 64
13599 Spandau


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Gewinnen Sie 3×2 Karten für das Heimspiel-Festival am 13.07.2012

Fünf erstklassige, deutschsprachige Rock-Bands heizen beim Heimspiel-Festival so richtig ein. Mit Jennifer Rostock, Jupiter Jones, Dendemann, Thees Uhlmann und Ich Kann Fliegen.

Wir verlosen 3 x 2 Eintrittskarten für das Heimspiel-Festival am Freitag,  13. Juli 2012, eine Veranstaltung im Rahmen des Citadel Music Festival 2012.

So einfach können Sie gewinnen:
Beantworten Sie gleich die folgende Frage:

Woher kommt die Band Jupiter Jones?

a) aus der Eifel
b) aus Hannover
c) aus Berlin

Die Lösung finden Sie weiter unten im Artikel. Senden Sie die richtige Antwort und Ihre Anschrift am besten gleich an redaktion@mein-spandau.info.

Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist der 10.07.2012. Die Gewinner werden auf der Gästeliste vermerkt und erhalten freien Eintritt. Wir wünschen Ihnen viel Glück.

Informationen zur Veranstaltung

Für die Berliner Band Jennifer Rostock ist der Auftritt in der Zitadelle beim diesjährigen Citadel Music Festival ein echtes Heimspiel. Nach zwei ausverkauften Berlin-Konzerten im Winter 2011 lassen es die wilden Fünf 2012 nun Open Air richtig krachen. Schließlich gilt es den Ruf als eine der besten Livebands des Universums zu verteidigen.*

Für Nordlicht Thees Uhlmann war und ist Berlin längst zweite Heimat und so begeistert wird er in der Stadt auch empfangen und gefeiert. Schließlich schreibt er nach wie vor ganz große Songs, die dem Zahn der Zeit widerstehen und gleichzeitig den Nerv der Zeit exakt treffen.*

Das gelingt Jupiter Jones aus der Eifel mit ihrem 2011 veröffentlichten vierten Album ebenso, die Singles schaffen es auf sämtliche Wellen dieses Landes, zwei ausverkaufte Touren durch die Republik sind Beweis ihrer grandiosen Bühnenqualität, Gold und Platin für das Album werden zurecht mit nach Hause genommen. So erfolgreich werden sie 2012 wieder loslegen, jenseits aller Grenzen zwischen Punk und Pop.*

Der Hamburger Dendemann ist ebenfalls ein Grenzgänger, der seine Kontakte nach Berlin pflegt. Ob Touren mit den Beatsteaks oder Festivalauftritte bei den wichtigen Open Airs in hiesigen Breitengraden, dieser Mann hat den Flow und die Skills, die alle mitreißen.*

 


Als 5. Band tritt Ich kann fliegen auf. Seit 2006 haben sie 50 Songs geschrieben und unzählige Konzerte gegeben. In ihren Songs spielen Abenteuer, Lebenslust und Romantik eine große Rolle.

Das werden auch die Berliner und alle Citadel Music-Festivalbesucher beim Heimspiel feststellen. Vier gute Gründe nach Berlin zu fahren oder einfach vor die Haustür zu treten und beim Heimspiel zu feiern. *

* Quelle: Trinity Music

Heimspiel-Festival
Zitadelle Spandau
Am Juliusturm 64
13599 Berlin

Beginn: 17:00 Uhr
Einlass: 13:00 Uhr

Kein Schnee – dafür wieder Regen

Snow Patrol füllt die Zitadelle und begeistert mit Bühnenshow und Performance

Gestern Abend wurde es wieder laut beim citadel music festival denn mit der britischen Rockband Snow Patrol stand das Highlight des Junis auf dem Programm. Erstmals nach anderen Top Acts, wie Soundgarden, Lynyrd Skynyrd oder aber auch Lou Reed, platze die Spandauer Festungsanlage dabei fast aus allen Nähten. Das machte sich bei anfangs trockenem und schwülem Wetter besonders an den langen Getränkestandschlangen bemerkbar.

Bei schwülen Temperaturen war etwas Geduld beim Getränkekauf gefragt.

Bei schwülen Temperaturen war etwas Geduld beim Getränkekauf gefragt.

Seit 18 Jahren unterwegs

Die Band um Frontmann Gary Lightbody gründete sich bereits 1994, damals noch unter dem Namen Polarbear, schaffte ihren kommerziellen Durchbruch aber erst mit ihrem dritten Studioalbum „Final Straw“. Seitdem wurde jedes der folgenden Alben zu einem Erfolg und Singleauskopplungen wie beispielsweise „chasing cars“ stürmten die Charts. Dort hielt sich der Song in England unglaubliche und bisher einmalige 104. Wochen in den TOP 75 und wurde sogar zum „Song des Jahrtausends“ erkoren – was im Jahr 2012 sicherlich noch etwas früh zu sagen ist.

Jeder, ob Groß oder Klein, fand seinen Platz auf der Zitadelle.

Jeder, ob Groß oder Klein, fand seinen Platz auf der Zitadelle.

Alt und Jung feierten

Auf der Bühne in der Zitadelle passte gestern Abend alles zusammen: Die Band wusste besonders mit den weiblichen Fans umzugehen, die Setliste war gut abgestimmt, Sound und Bühnenaufmachung professionell bis beeindruckend. So stieg auch die Stimmung im generationenübergreifenden Publikum sekündlich weiter an und wer bis zu diesem Tage noch kein hundertprozentiger Fan gewesen ist, wurde es an diesem Abend. In einer gut gefüllten Zitadelle kommt dann auch tatsächlich richtig gutes open air feeling auf, was bei vielen vorangegangenen Konzerten bisher leider nicht immer der Fall war.

Snow Patrol lieferten eine tolle Show und sorgten für Festivalstimmung.

Snow Patrol lieferten eine tolle Show und sorgten für Festivalstimmung. Fotos (3): Patrick Rein

Petrus bisher kein Freund

Lediglich das Wetter scheint in diesem Jahr noch kein besonderer Freund des citadel music festivals zu sein, denn anfangs noch trocken und warm, setzen erst leichte Regentropfen ein, die bei Temperaturen um 30 Grad sogar erfrischend begrüßt wurden. Doch Blitz und Donner kamen immer näher und auch die Tropfenanzahl steigerte sich. Im Hinblick auf das Wetter ist bei den anstehenden Highlights wie Auszugsweise Heimspiel, The Pogues, Alanis Morissette, Knorkator oder The Baseballs noch Luft nach oben. Am 2. Juli kommt jetzt erst ein Mal kein geringerer als Bob Dylan auf die Zitadelle. Und wem wenn nicht ihm müsste sogar Petrus wettertechnischem Respekt zollen?!

Patrick Rein

Kein „perfect day“ beim citadel music festival

Lou Reed, der Rocktitan, spielt in der Zitadelle bei Dauerregen

Lange mussten die Fans warten, doch gestern war es so weit: Lou Reed war nach 2008 erstmals wieder in Deutschland zu sehen. Jahrelang hatte der Veranstalter mit dem Management verhandelt um diesen Auftritt zu ermöglichen.

Das jahrelange Warten hatte ein Ende - der Regen beim Lou Reed Konzert nicht.

Das jahrelange Warten hatte ein Ende – der Regen beim Lou Reed Konzert nicht. Foto: Trinity Music

Sinnbild einer ganzen Generation

Als Gründungsmitglied der von Andy Warhol geförderten und inspirierten Band velvet underground gilt diese trotz ausbleibenden kommerziellen Erfolgs als eine der einflussreichsten Undergroundbands und prägte wie keine andere die Independent- und Punkmusik. Nach der Trennung startete Lou Reed 1972 dann seine überaus erfolgreiche Solokarriere. Wobei die ersten beiden Alben noch wenig Beachtung erlangten.

Ununterbrochener Regen

Schirme, Capes, Pfützen und noch jede Menge Platz auf der Zitadelle.

Schirme, Capes, Pfützen und noch jede Menge Platz auf der Zitadelle. Foto: Patrick Rein

Gestern kam es dann zum langerwarteten Auftritt auf der Zitadelle. Doch der anhaltende Regen setzte der Stimmung merklich zu. Auch die beiden Vorbands konnten daran nichts ändern. Normalerweise hätten die Auftritte ein erfreulicheres Wetter verdient gehabt. Doch ist dies leider nicht zu beeinflussen. Lou Reed verzichtete auf das sonst mittlerweile übliche Drumherum einer großen Bühnenausstattung und so konzentrierte sich der Solist ausschließlich auf die Musik. Ein Hit folgte dem nächsten doch unter den Schirmen hielt sich die Begeisterung meist in Grenzen.

Nur die Wenigsten verzichteten auf Regenutensilien wie Lou Reed auf impulsante.

Nur die Wenigsten verzichteten auf Regenutensilien wie Lou Reed auf impulsante Bühnenausstattung. Foto: Patrick Rein

Verbundenheit der Fans bleibt

Neben den Songs seiner Sololaufbahn gab Lou Reed auch Hits aus der Zeit von velvet underground zum Besten, mit denen er 1996 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde. Zu den bekanntesten Liedern gehören „walk on the wild side“ als auch „perfect day“, doch wie schon beim Saisonauftakt von Soundgarden ließ das Wetter zu wünschen übrig und es kam nicht zum perfekten Tag. Doch die wahren Fans verließen zwar durchnässt aber wieder ein Mal begeistert von ihrem Idol die Festungsanlage. Bereits Dienstag kommt es dann schon zum nächsten Highlight beim citadel music festival: Die Irish Punk Band flogging molly and friends gastiert in Spandau. Hoffentlich dann bei trockenerem Wetter.

Patrick Rein

Zita Rock rockt weiter

Nachdem gestern Oomph! und Evanescence den Auftakt machten, startet heute der zweite Teil des Spandauer Festivals

Oomph! "Augen auf ich komme"

Oomph! "Augen auf ich komme" Foto: Patrick Rein

Der Erfolg überraschte selbst die Veranstalter, daher wurde das Zita-Rock-Festival in diesem Jahr auf Grund der hohen Nachfrage von einem auf zweite Tage ausgedehnt. Bereits gestern kamen dabei alle Rockfans auf ihre Kosten. Doch viel Zeit zum Ausruhen bleibt nicht, denn heute folgen ab 15 Uhr ASP, The 69 Eyes, Saltatio Mortis, Mono Inc., Zeraphine und Staubkind.

Überragender Headliner

Beste Stimmung und bestes Wetter am ersten Festivaltag.

Beste Stimmung und bestes Wetter am ersten Festivaltag. Foto: Patrick Rein

Im mittelalterlichen Ambiente der Zitadelle passten die Hamburger Gothic-Rocker von Lord of the Lost bestens ins Bild und gaben den Startschuss zum diesjährigen Festivalhighlight Spandaus. Darauf folgten Oomph! im Matrosenoutfit und heizten die Stimmung bestens ein. Natürlich präsentierten sie auch ihren Nummer 1 Hit „Augen auf“ und dürften höchstwahrscheinlich neuen Input zur anhaltenden Lärmdiskussion geben. Doch davon ließ sich an diesem Abend niemand beeindrucken. Auch Evanescence, Grammy Preisträger für die beste Live-Performance und Hauptakt des ersten Tages, ließen sich nicht abschrecken und rockten die alten Gemäuer der Festungsanlage. Energiegeladen stellten sie unter Beweis, dass die Grammy Auszeichnung auch heute noch mehr als gerechtfertigt war.

Rockig, melodisch, impulsiv: Evanescence

Rockig, melodisch, impulsiv: Evanescence Foto: Patrick Rein

Gänsehaut und noch kein Ende

Die atemberaubende Stimme von Frontfrau Amy Leeds gepaart mit Gitarrenriffs und dem melodischen Rocksound sowie Klaviereinlagen werden nicht nur von eingefleischten Fans geliebt, was über 25 Millionen verkaufte Tonträger belegen. Die Rockgiganten des neuen Jahrtausends belegten wieder ein Mal eindrucksvoll weshalb ihre Konzerte weltweit innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sind. Wer es verpasst hat, muss nun schon etwas reisen um die Band noch mal live zu erleben.

Auf in die zweite Runde

Energiegeladen mit überwältigender Stimme: Sängerin Amy Leeds.

Energiegeladen mit überwältigender Stimme: Sängerin Amy Leeds. Foto: Patrick Rein

Nicht weniger rockig wird es jedoch heute zugehen, auch wenn der zweite Tag etwas „dunkler“ werden wird. Denn nicht nur ASP werden deutlich mehr der Gothic-Szene zugeordnet. Ebenso wie einige der anderen Bands. Noch sind Karten an der Tageskasse erhältlich und mit 36 Euro für so viel Unterhaltung tatsächlich im erschwingbaren Rahmen. Das abwechslungsreiche Programm verspricht dabei alles was das Rockerherz begehrt, mal melodisch und mal schrill. Auch der Besuch der Verkaufsstände ist zu empfehlen. Aber auf jeden Fall wird es noch ein Mal laut heute Abend!

Patrick Rein

Südstaaten Rock auf der Zitadelle

Lynyrd Skynyrd machen auf ihrer Welttournee halt in Spandau und begeistern das Publikum

Kaum eine Band hat eine so bewegende Geschichte wie Lynyrd Skynyrd, die geprägt ist von Schicksalsschlägen, Tod und dem dennoch nie endendem Willen weiterzumachen. Am Donnerstag gastierten die Rockgiganten bei bestem Konzertwetter in der Festungsanlage der Zitadelle und gaben ihre größten Hits und Bühnenerfahrung beim zweiten Akt des citadel music festivals zum Besten.

Seit fast 50 Jahren auf der Bühne unterwegs: Lynyrd Skynyrd.

Seit fast 50 Jahren auf der Bühne unterwegs: Lynyrd Skynyrd. Foto: Patrick Rein

Nur noch ein Gründungsmitglied dabei

Vor 49 Jahren bereits gründete sich während der Highschool-Zeit die Band, wobei der Name in Anlehnung an den damaligen Direktor entstand, jedoch zunehmends verfremdet wurde um Ärger zu vermeiden. Nachdem bei einem Flugzeugabsturz Sänger und Songwriter Ronnie van Zant sowie der erst ein Jahr zuvor dazu gestoßene Gitarrist Steve Gaines ums Leben kamen, lösten sich Lynyrd Skynyrd (damals noch Lynard Skynard) auf. Die anderen Bandmitglieder hatten schwer verletzt überlebt.

Neuformierung zum Jahrestag

Nach Schicksalsschlägen ist nur noch ein Gründungsmitglied dabei.

Nach Schicksalsschlägen ist nur noch ein Gründungsmitglied dabei. Foto: Patrick Rein

Zehn Jahre nach dem tragischen Unfall startete Lynyrd Skynyrd dann das Revival. Dabei nahm der Bruder, Jonny van Zant, den Platz des Sängers ein. Durch Krankheiten und Tod mussten immer wieder Mitglieder getauscht werden, so dass heute nur noch Gitarrist Garry Rossington von den ursprünglichen Gründungsmitgliedern dabei ist. 2006 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Südstaaten Flair auf der Zitadelle in Spandau.

Südstaaten Flair auf der Zitadelle in Spandau. Foto: Patrick Rein

Sweet home Alabama in Spandau

Beim nicht ausverkauften Konzert auf der Zitadelle ließ es die derzeitige Besetzung bei – im Gegensatz zum Festivalauftakt von Soundgarden – trockenem Wetter krachen. Gerade die Hits „simple man“ und in der Zugabe „free bird“ ließen bei dem überwiegend auch in die Jahre gekommenen Publikum sicherlich Erinnerungen hochkommen. Bei „sweet home Alabama“ war dann auch der letzte Besucher für einen Moment mit dem Südstaaten Flair infiziert. Nach nicht ganz eineinhalb Stunden war das Konzert dann auch schon wieder vorbei. Sicherlich etwas zu früh für den ein oder anderen.

Patrick Rein

 

Soundgarden rockt bei Woodstock Wetter

Unaufhaltsamer Regen bei der Eröffnung des Citadel Music Festivals brachte der Stimmung keinen Abbruch

Neben ihren Auftritten bei Rock am Ring und Rock im Park fanden die Legenden von Soundgarden ihren Weg zur exklusiven Zusatzshow nach Spandau auf die Zitadelle um dem Beginn des Citadel Music Festivals einen standesgemäßen Auftakt zu geben. Leider war Petrus nach den wochenlangen sommerlichen Temperaturen an diesem Tag der Veranstaltung anscheinend nicht so wohlgesonnen und es regnete ununterbrochen von der ersten bis zur letzten Minute.

Beginn des open air Konzertsommers auf der Zitadelle.

Beginn des open air Konzertsommers auf der Zitadelle. Foto: Patrick Rein

Regenschirm und Rock’n Roll

Schon früh sah man überwiegend Altrocker auf dem Weh zur Zitadelle durch die Spandauer Altstadt ziehen. Lange genug mussten die Fans ja auch auf dieses Ereignis warten, nachdem sich die Band aus Seattle 1997 aufgelöst hatte. Pünktlich zum Jahreswechsel 2010 verkündete Frontmann Chris Cornell dann die Wiedervereinigung von Soundgarden. Bei ihrem Konzert zeigten die mittlerweile gestandenen Männer dann, dass sie ihre Energie trotz Soloprojekten nicht verloren haben und wieder als Einheit auftreten. Dabei entfachten gerade die Klassiker wie „Spoonman“ und allen voran natürlich „Black Hole Sun“ vom erfolgreichsten Album „Superunknown“ Begeisterungsstürme unter den zahlreichen Regenschirmen.

Gelungener Auftakt

Der Supportakt von Gaslight Anthem machte Lust auf mehr.

Der Supportakt von Gaslight Anthem machte Lust auf mehr. Foto: Patrick Rein

Mit The Gaslight Anthem präsentierte sich eine Band dem Publikum, die erst am Beginn ihrer Karriere steht. Auch wenn ihr neues Album „Handwritten“ erst im Juli erscheint, gaben die Jungs aus New Jersey – die bereits mit Bruce Springsteen auf der Bühne standen – schon mal einige der neuen Stücke zum Besten. Ebenso wie Soundgarden sind sie neben ihrem Auftritt in Spandau nur noch bei Festivals auf deutschem Boden anzutreffen, wie beispielsweise beim Highfield in Großpözsna in der Nähe von Leipzig.

Dauerregen bei Soundgarden.

Dauerregen bei Soundgarden. Foto: Patrick Rein

Startschuss ist gefallen

Mit dem Beginn des diesjährigen Festivals reichen sich in den kommenden Monaten die Stars nun wieder die Schlüssel zum Tor der Zitadelle in die Hand. Unter ihnen Bob Dylan, Billy Idol, The Pogues, Alanis Morissette oder bereits nächsten Donnerstag Lynyrd Skynyrd mit ihrem Hit „Sweet Home Alabama“. Nicht nur wettertechnisch ist demnach noch Luft nach oben und Spandau als auch seine Gäste können sich auf einen tollen Konzertsommer im einzigartigen Ambiente der alten Festungsanlage freuen.

Patrick Rein

Song für Spandau gesucht

Startschuss für den großen Spandauer Musikwettbewerb als auch das Citadel Music Festival 2012 mit Soundgarden auf der Zitadelle

Bereits zum vierten Mal startet nach „Ein Lied für Spandau 2010“, „Spandau sucht das Supertalent“ und „Du bist Spandau 2011“ wieder ein Talentwettbewerb, ausgerufen von der Musikschule Spandau in Kooperation mit dem Kulturzentrum Gemischtes. Dieses Mal wird der Song für Spandau gesucht. Unter  dem Motto: „Ihr macht Musik, wir suchen euer Lied!“ winkt diesem Jahr ein absolutes Highlight als Siegerpreis: Ein Maiwald Klavier, Bauhöhe 123 Zentimeter in Hochglanz schwarz und einem Wert von 3490,00 Euro!

Auch die Nachwuchsband "Merciside" denkt über eine Teilnahme nach.

Auch die Nachwuchsband "Merciside" denkt über eine Teilnahme nach. Foto: Patrick Rein

Genug Zeit zum komponieren

Jung und Alt, ob Spandauer, Berliner oder Bundesbürger sind aufgerufen bis zum 10. August mit ihren Beiträgen am Wettbewerb teilzunehmen. Einzige Kriterien sind, dass der Inhalt schon etwas mit dem Bezirk zu tun hat und zu mindestens 60 Prozent in deutscher Sprache verfasst ist. Natürlich sollte auch noch kein Plattenvertrag bestehen oder der Song beziehungsweise Text bereits veröffentlicht worden sein. Denn schließlich handelt es sich um einen Talentwettbewerb. Bei der Stilrichtung hingegen gibt es keine Vorgaben und die Veranstalter freuen sich auf ein breites Spektrum an Beiträgen.

Finale auf der Zitadelle

Das offizielle Plakat zum "Song für Spandau"

Das offizielle Plakat zum "Song für Spandau"

Unter allen Einreichungen wählt die Fachjury maximal 18 Teilnehmer für den Vorentscheid am 25. August im Kulturzentrum Gemischtes aus. Die daraus resultierenden Finalisten präsentieren sich dann open air und auf noch größerer Bühne am 22. September auf der Zitadelle im Rahmen des Musikschulfestes 2012. Neben dem Hauptgewinn des Klaviers winkt dem Zweit- und Drittplatziertem dabei der Preis eines professionellen Coachings. Die Anmeldeunterlagen finden sich als Download unter www.musikschule-spandau-berlin.de.

Rocken heute Abend zur Eröffnung die Zitadelle: Soundgarden.

Rocken heute Abend zur Eröffnung die Zitadelle: Soundgarden. Foto: Danny Clinch

Citadel Music Festival

Passend zum Beginn des Wettbewerbs startet heute auch wieder das Citadel Music Festival. Zur Eröffnung steht dabei Soundgarden bei einer exklusiven Zusatzshow und dem einzigen Konzert neben ihren Auftritten bei Rock am Ring und Park in Deutschland auf der Bühne der Zitadelle. Als Support einer der größten Rockgiganten der 90er Jahre können sich die Spandauer und Berliner dabei ab 19 Uhr auf Gaslight Anthem freuen, die bereits mit dem „Boss“ Bruce Springsteen performten, der gestern sein Konzert im Berliner Olympiastadion gab. Noch sind Karten für dieses einmalige Event an der Abendkasse erhältlich.

Patrick Rein