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Motorrad-Demo über die Heerstraße

Unter dem Motto „GEWALT FÄHRT NICHT MIT!“ rollt die Motorrad-Demo am Samstag auch durch Spandau.

Immer stärker bestimmt  Gewalt den Alltag. Und Schlagzeilen wie “Rockerkrieg”, “U-Bahn-Schläger”,  “Straßengangs”, “Fußball-Ausschreitungen” dominieren die Medien. Doch es ist nicht die Masse, sondern meistens nur einzelne Personen, die durch brutale Taten, rücksichtsloses Auftreten und kriminelle Energien immer häufiger für Verunsicherung in der Öffentlichkeit sorgen.

Logo-SpandauDemonstrationszug am Samstag

Um dagegen ein Zeichen zu setzten ruft der Radiosender Star FM 87.9 am 25. Mai zur großen Motorrad- Demonstration in Berlin. Der Sender hat sich in den 15 Jahren seines Bestehens zu einem der drei führenden Berliner Radiosender für die Zielgruppe von 20 bis 39 Jahren entwickelt. An der Demonstration teilnehmen darf jeder, der sich von Gewalt distanziert, denn: GEWALT FÄHRT NICHT MIT! Unterstützt wird die Veranstaltung am Start in Tegel am Hangar unter anderem durch Reden von Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Neukölln, und Frank Balzer, Bezirksbürgermeister von Reinickendorf. Doch auch der Spandauer Bundestagsabgeordnete Swen Schulz sowie die Schwester des am Bahnhof Alexanderplatz ermordeten Jonny K. unterstützen die Aktion.

David Dornier hat als leidenschaftlicher Rock-Fan den Berliner Radiosender STAR FM 87.9 MAXIMUM ROCK gegründet und als leidenschaftlicher Motorradfahrer ruft er nun „Gewalt fährt nicht mit!” ins Leben.

David Dornier hat den Radiosender STAR FM 87.9 MAXIMUM ROCK gegründet und ruft nun „Gewalt fährt nicht mit!” ins Leben. Foto u. Logo: gfnm

 

Über Spandau nach Paaren

Tausende Berliner Motorradfahrer werden beim Motorrad-Aufzug am Hangar Tegel ab 12 Uhr quer durch Berlin über die Bezirke Wedding, Mitte, Tiergarten, Charlottenburg, Spandau und nach Paaren/Glien fahren, wo die Abschlusskundgebung auf dem MAFZ-Gelände stattfindet. Daher kann es zur Mittagszeit zu Beeinträchtigungen entlang der Heerstraße kommen. Initiator David Dornier, der selbst leidenschaftlicher Rockfan und Motorradfahrer ist, will beweisen, „dass die meisten Bürger und insbesondere Motorradfahrer genug von der Gewalt in Berlin haben. Dass nicht alle Biker die Leder tragen potentielle Gewalttäter sind. Und dass die Mehrheit der Gesellschaft hilfsbereit und an einem friedlichen öffentlichem Leben interessiert ist.“

Keine politische Veranstaltung

Auch die Berliner und Brandenburger Politik steht der Demonstration aufgeschlossen gegenüber. Eine Teilnahme prüfen außer den oben genannten Personen derzeit Berlins Innensenator Henkel und der Landrat von Havelland, Dr. Burkhard Schröder. Bei den politischen Kundgebungen gibt es neben den Redebeiträgen der Bezirksbürgermeister auch eine Grußbotschaft des Innenministers von Brandenburg Dietmar Woidke. Dennoch ist es keine politische Veranstaltung und so kann auch jeder Teilnehmer bei der Abschlusskundgebung in Paaren/Glien das Wort ergreifen.

Mehr Infos auf  www.gewaltfahertnichtmit.de

Patrick Rein

Umweltradtour fährt durch Spandau

Radfahren und Umweltdemo: die brisante Kombination der Tour de Nature

Umweltradtour fährt durch Spandau

Eine vielfalt an Räder nehmen an der Tour de Nature teil / Quelle: http://tourdenatur.net (Tour 2008)

Die Fahrraddemonstration „Tour de Natur“, die am 22. Juli in Halle startet, wird vom 27. Juli bis zum 29. Juli durch Berlin fahren. Am 28. Juni werden sich die Radler dann auch in Spandau für die Umwelt einsetzen. Mit dem Motto „aktiv – umweltbewegt – unaufhaltsam“ radeln 200 Radfahrer 14 Tage durch Deutschland, um gegen verschiedene umweltgefährdende Projekte zu demonstrieren. Ziel ist es, Aktionen und Diskussionen zum Thema Umwelt einzuleiten und die Öffentlichkeit auf umweltgefährdende Projekte aufmerksam zu machen. Die Tour de Nature ist eine Veranstaltung der Grünen Liga Dresden / oberes Elbtal e.V. Schon die Radtour an sich ist ein umweltfreundliches Unterfangen da die Radler sich ausschließlich mit ökologischen und veganischen Nahrungsmitteln versorgen werden. Außerdem ist die Tour eine schöne Gelegenheit sich zu entspannen und neue Freundschaften zu schließen. Am 4. August endet die Tour dann in Greifswald.

Umweltradtour fährt durch Spandau

Die Radler fordern eine sofortige Schließung des Forschungs-Atomreaktors Helmholtz-Zentrum / Quelle: http://tourdenatur.net (Tour 2009)

Aktiv gegen Atomforschung

Drei Tage lang werden die Radfahrer in Berlin die Interessen von Mutter Natur verteidigen. Am Freitag den 27. Juli geht es vor dem Forschungs-Atomreaktor des Helmholtz-Zentrum in Wansee los. Der Reaktor erzeugt Neutronenstrahlen, durch die Forscher Bewegungen, Geschwindigkeiten und Zusammensetzung von Atomkernen ausmachen. Die Radler fordern eine sofortige Abschaltung des Reaktors, da er eine permanente Bedrohung für die umliegende Bevölkerung darstellt.

 

 

Umweltradtour fährt durch Spandau

Eine umweltfreundliche Art, Strassen zu befahren / Quelle: http://tourdenatur.net (Tour 2008)

Radweg statt Autobahn

Am 28. Juli kommen die Radler dann endlich nach Spandau. Um 9 Uhr 30 startet die Gruppe von der Stadthalle Falkensee, umrundet anschließend den Falkensee über die L20  und wird um 12 Uhr am Rathaus Spandau eintreffen. Dort werden sie der Alternativen Liste Spandau zu Hilfe kommen und sich für einen Ausbau der Fahrradstrecken im Bezirk einsetzen. Dann geht es weiter Richtung Autobahn, wo die Tour de Natur gemeinsam mit der Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS) gegen die Verlängerung der Stadtautobahn A100 demonstrieren wird. Der Bund und das Land Berlin haben entschieden die Autobahn von Neukölln bis zum Treptower Park weiterzubauen. Das Projekt ist teuer (430 Million Euro) und wird den Verkehr wohl nur im geringen Maße verbessern. Die Auswirkung auf die Umwelt bleibt umstritten. Der Tag endet mit einem Konzert von Heinz Ratz in der Kiezspinne ( Schulze-Boysen Straße 38) in Lichtenberg um 20 Uhr. Der Sänger verbindet pfiffige Rockmusik mit politischen Engagement.

Am 29. Juli fährt die Tour de Natur dann um 9 Uhr 30 weiter nach Eberswalde in Brandenburg, wo es um das Thema Energiepolitik gehen wird. Die Radfahrer werden Vorort eine Kundgebung gegen die CO2-Lagerstätten in Barim abhalten.

Einfach  spontan mitradeln

Die 14-Tage lange Radtour bietet noch viele weitere Möglichkeiten sich für Umwelt und Natur einzusetzen. Informationen zu den Anliegen der jeweiligen Etappen kann man auf der offiziellen Webseite www.tourdenatur.net finden. Vom 22. Juli bis zum 6. August ist es auch möglich, die Radler unter der Hotline 0176 96 52 34 08 anzurufen. Wer nicht genug Zeit oder Lust hat die gesamten 14 Tage mitzuradeln, kann auch spontan an einzelnen Etappen teilnehmen.

Staakener Ponyhofdemo gerät zur Diskussionsveranstaltung

Ponyhoffreunde diskutieren sehr emotional mit Journalisten und Politikern

Schon bevor die Demonstration vor dem Rathaus Spandau losgeht kommt es zur ersten Diskussion: Eine Passantin beschuldigt die Hofbetreiber.

Ponyhoffreunde, Politiker und Journalisten in der Diskussion.

Ponyhoffreunde, Politiker und Journalisten in der Diskussion.

Sie hätte mehrfach gesehen, wie die Ponys stundenlang ohne Wasser auf dem Hof angebunden gewesen seien, sagt sie. Die anderen Sachen sind Hörensagen. Sie wird zum Gespräch auf den Hof eingeladen.  „Einfach rin kommen und fragen: stimmt das wirklich?“, schlägt Erika Eisenblätter vor.

„Wer es bestreitet lügt“

Aber auch danach gerät die Demonstration zur Diskussion. Nach einer Begrüßung durch Ingo Bienge, dem Sprecher der BI gegen Amtswillkür, und seiner Hoffnung auf ein Erscheinen von Stadtrat Stephan Machulik, verließt Heinz Troschitz, der Generalbevollmächtigte des 83-Jährigen Hofbesitzers Max Eisenblätter einen Brief, der am 1. Juni an Bürgermeister Helmut Kleebank ging. Obwohl Troschitz betont es sei „kein böses Schreiben“, sondern „eine ganz normale Anfrage“, kommen darin Sätze vor wie: „Verkaufen wir (das Veterinäramt) jetzt kranke Tiere?“

Petition Ponyhof Staaken

Manche Passanten nutzen die Möglichkeit zur Unterschrift auf der Petition für den Ponyhof.

Außerdem schrieb er in Bezug auf den angeblich qualvollen Abtransport der Tiere: „Wer es bestreitet lügt“.

Die Tiere sind wohlauf

Die etwa 40 Anwesenden Ponyhoffreunde applaudieren an manchen Stellen. Die meisten tragen T-Shirts mit Aufschriften wie: „Wir wollen unsere Tiere zurück“. Das hofft auch immer noch BI-Sprecher Bienge. Er lädt alle Spandauer zum 30. Juni auf den Ponyhof ein, in der Hoffnung, dass dann alle Tiere wieder dort seien. Spätestens nach der letzten Pressemeldung von Stephan Machulik, Stadtrat für Bürgerdienste und Ordnung, dürfte diese Hoffnung eigentlich Makulatur sein. „Die Ponys wurden endgültig an verschiedene Tierschutzorganisationen übergeben und haben dort eine anderweitige, dauerhafte tierschutzgerechte Unterbringung gefunden“, heißt es dort. Auch die anderen Tiere seien wohlauf: „Die Enten, Gänse, Hühner, Schafe, Esel, die Ziege und die geschlüpften Küken befinden sich auf dem Schulbauernhof des Berliner Tierheims.“ Zum Zustand der Tiere heißt es: „Die seit Längerem notwendigen veterinärmedizinischen Maßnahmen wurden eingeleitet und die Tiere befinden sich auf dem Wege der Genesung bzw. sind wieder gesund.“

Wieder eine, leider faktenarme, Diskussion

Dass die Tiere jemals Krank waren, wollen die Ponyhoffreunde und die Betreiber des Ponyhofes aber immer noch nicht hinnehmen.

Info Ponyhof

Einige lassen sich von den BI-Mitgliedern informieren.

Mit anwesenden Journalisten und Jürgen Kessling von der SPD entspinnt sich schnell eine lautstarke Diskussion. In einer dichten Menschentraube diskutieren Troschitz und die Ponyhoffreunde auf der einen, Politiker und Journalisten auf der anderen Seite. Die Journalisten – auf der Suche nach Fakten – werden mit hektischen Gesten, mal zugetextet, mal angeschrien. In einer Menschentraube kommt jeder zu Wort, der gerade was zu sagen hat. Fakten zu bekommen ist schwierig. Immer wieder dreht es sich um die gleichen Fragen: Gab es Auflagen? Und wenn ja, warum wurden sie nicht erfüllt? Die einzige Auflage sei es gewesen, den Pferden Wasser bereitzustellen, dies sei Dank einer Selbsttränke schon gegeben, heißt es oft. Die tatsächlichen Anordnungen vom 06.03.2012, wie zum Beispiel die Vorlage einer aktuellen Tierbestandsmeldung, das Einschläfern zweier alten Schafe und die Klauenpflege beim Hängebauchschwein werden nicht erwähnt.

Plakat Ponyhofdemo

Mit Plakaten demonstrieren die Ponyhoffreunde für die Rückgabe der Tiere. Fotos(4): Kirsten Stamer

Die Passanten auf dem Spandauer Rathausvorplatz reagieren unterschiedlich. Einige unterschreiben die Petition, lassen sich von den Mitgliedern der BI den Sachverhalt erklären, andere machen, das sie weiterkommen. Viele können auch nichts mit den Plakaten anfangen, ihnen ist selbst der Ponyhof Staaken unbekannt.

Ob diese Demonstration/Diskussion der Sache der Ponyhoffreunde genützt hat, ist nicht ganz klar.

Kirsten Stamer