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Wasserfreunde Spandau 04 gewinnen die Deutsche Meisterschaft

moritz oeler

Deutsche Meister, zum 32. Mal

Die Spandauer sind Deutscher Meister – schon zum 32. Mal

Am Sonntag haben die Wasserfreunde Spandau 04 die Deutsche Meisterschaft gewonnen, jetzt schon zum 32. Mal seit 1979. Durch ein klares 11: 6 (2: 1, 1: 0, 4: 2, 4: 3) gegen den Dauerrivalen ASC Duisburg, haben die Spandauer die Finalserie mit 3:0 glänzend gewonnen. Die Duisburger konnten dieses Jahr nicht mithalten und verloren schon die zwei letzten Spiele mit 13: 7 und 14: 7. Die Saison fiel für die Spandauer makellos aus, die kein einziges der 21 Saisonspiele verloren. Auch der DSV-Pokal steht strahlend in der „Hall of Fame“ der Spandauer Mannschaft. Schon zum 27. Mal gelang es Ihnen eine Double (Meiserschaft und DSV) zu erringen. Doch ob sich die Wasserfreunde auch nächste Saison beweisen werden, ist noch nicht sicher. Denn es stehen viele Veränderungen bevor.

Wasserfreunde Spandau 04

Mehr Verantwortung für die jungen Spieler

Nachfolger gesucht

Zum einen werden die Nationalspieler Dennis Eidner, Moritz Oeler und Florian Naroska ab Ende des Sommers nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch Weltklasse-Torhüter Alexander Tchigir wird voraussichtlich seine Karriere beenden. Bei der Frage, ob das gewonnene Finale sein letztes Spiel gewesen sei, antwortet der 43-Jährige:

„Ja sicher. Zu 99 Prozent.“

Die Suche nach leistungsfähigen Nachfolgern wird eine schwere Aufgabe. Besorgt erklärt Manager Peter Röhle:

„Gleichwertigen Ersatz wird für Sie wohl nicht kommen. Wir müssen verjüngen […] Unsere jungen Spieler müssen jetzt mehr Verantwortung übernehmen. Wir haben doch schon Jahrzehnte bewiesen, dass das klappt.

Ausstieg von Hauptsponsor Vattenfall

Zum anderen fällt der Hauptsponsor Vattenfall aus, der seine Patenschaft aus strategischen Gründen zurückzieht. Der Energiekonzern war seit zehn Jahren der wichtigste Sponsor des Vereins. Durch den Ausstieg entsteht eine Lücke von mehr als 100 000 € im angekündigten Vereinshaushalt von 450 000 €. Die Neuigkeit war für den Verein insbesondere im Olympiajahr schwer zu verkraften. Vereinspräsident Hagen Stamm hofft das einer der bisherigen Sponsoren seinen Beitrag drastisch erhöht und die Rolle des Hauptsponsors übernimmt. Herr Stamm fügte hinzu:

„Es wird weiter gehen, dann eben mit engerem Gürtel. Wir haben doch schon öfter solche Situationen überstanden.“

Wasserfreunde Spandau 04

Wird die nächste Saison auch so erfolgreich ausgehen?

Von den Wasserfreunden zum Bundestrainer

Außerdem ist auch die Zukunft des aktuellen Trainers Martin Novoselac unsicher, der mit dem Gedanken spielt, Bundestrainer zu werden. Er würde nächstes Jahr gegebenenfalls die Stelle von Hagen Stamm einnehmen, der nach der verpassten Olympia-Qualifikation zurückgetreten ist. Trainer Novosalec könnte in der nächsten Saison in beiden Jobs tätig sein, um den Übergang zu erleichtern. Doch muss der Verein bald auch hier eine passende Lösung finden. Alles in allem wird die nächste Saison schwierig für die Wasserfreunde. Das Machtverhältnis mit dem ASC Duisburg wird sich womöglich verschieben, erklärt Präsident Stamer:

„Wenn Duisburg so zusammenbleibt, sind sie nächstes Jahr Favoriten“.

Die Redaktion

 

 

DSV-Junioren zahlen Lehrgeld


Vom 11. – 18. September fand im kroatischen Rijeka die U17-EM der Wasserballer statt. Ohne großen Erwartungsdruck ging auch das deutsche Team unter Bundestrainer Röhle an den Start, das mit dem 14. Platz am Ende dennoch nicht zufrieden sein konnte.

Deutliche Klatsche zu Beginn

Schon das erste Vorrundenspiel stellte das DSV-Team vor arge Probleme. Immerhin ging es gegen den amtierenden Europameister Italien. Die Südeuropäer bewiesen, warum sie zu den Turnierfavoriten gehörten und siegten deutlich mit 24:2. Damit standen die DSV-Schützlinge bereits mächtig unter Zugzwang. Gegen Frankreich zeigte man sich zwar insgesamt verbessert, kassierte trotzdem in entscheidenden Spielabschnitten zu viele Tore und gab die Partie mit 7:13 ab. Im wegweisenden Aufeinandertreffen mit der Ukraine gelang zwar der erste Sieg (9:7), die Turnierkonstellation hielt so aber die starken Ungarn als nächsten Gegner bereit. Durch ein 5:14 wurde die Zwischenrunde verpasst, in den Platzierungsspielen konnte maximal noch Rang neun erreicht werden.

Das DSV-Team

Die DSV-Auswahl für Rijeka. Darunter die Spandauer: Hintere Reihe: 2.v.l. Vincent Hebisch, re. Peter Röhle. Mittlere Reihe: 4.v.l. Kolja Helfenbein. Vorne stehend: li. Stefan Pieske. Sitzend: 1.v.l. Phillipp Gottfried, 2.v.r. Steven Piotrowski.

Nur Bulgarien wurde besiegt

Die fehlende Reife (die deutschen Junioren waren das international unerfahrenste Team) sollte sich bei den abschließenden Spielen ebenfalls bemerkbar machen. Nach einem 6:9 gegen Russland konnte zwar mit einem 10:6-Sieg im Vergleich gegen Bulgarien der sportliche GAU vermieden werden, zu einem versöhnlichen Abschluss sollte es nicht mehr reichen – 5:9 gegen Slowenien und damit Platz 14.

Durch das schlechte Abschneiden verpasste die Mannschaft des DSV obendrein die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Das nächste Turnier mit deutscher Beteiligung wäre dann frühestens die Europameisterschaft 2013. Bis dahin steht der Auswahl altersbedingt ein Umbruch bevor. Ein Teil der Mannschaft wird in die U18 aufsteigen, jüngere Spieler rücken nach.

Neuer Titelträger ist mit Kroatien nun der Gastgeber der diesjährigen EM. Im Finale konnte der amtierende Meister Italien geschlagen werden.

Daniel Lehmann