RSSAlle Einträge markiert mit: "Eltern"

Ein Dank den Pflegefamilien

Ein Fest auf der Spandauer Zitadelle soll den Berliner Pflegeeltern einen besonderen Tag schenken und gesellschaftliche Aufmerksamkeit wecken.

Im Jahr 2012 haben die Jugendämter in Deutschland 40 200 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 1 700 beziehungsweise 5 Prozent mehr als 2011. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen: gegenüber 2007 (28 200 Inobhutnahmen) ist sie sogar um 43 Prozent gestiegen.

Flyer zum Berliner Pflegefamilientag auf der Spandauer Zitadelle.

Flyer zum Berliner Pflegefamilientag auf der Spandauer Zitadelle.

Kinder brauchen Pflegeeltern

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation be­finden. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Grund von Hinweisen Anderer – beispielsweise der Polizei oder von Erzieherinnen und Erzie­hern – in Obhut und bringen sie in einer geeigneten Einrichtung unter. Meistens in einem Heim. Wer Glück hat kommt jedoch in einer Pflegefamilie unter und erfährt dort oftmals zum ersten Mal im Leben Zuwendung, Aufmerksamkeit und Fürsorge. Bezirksstadtrat Gerhard Hanke: „Pflegefamilien leisten einen hohen und wertvollen Beitrag zum sozialen Miteinander in unserer Gesellschaft. Die Bereitschaft der Pflegeeltern, ein oder gar mehrere Kinder aus einem oft stark gestörten Umfeld in die Familie aufzunehmen und ihnen in liebevoller Atmosphäre eine positive Zukunftsperspektive zu geben, verdient höchste Anerkennung und Wertschätzung.“ Diese Wertschätzung soll allen Berliner Pflegefamilien in diesem Jahr auf der Spandauer Zitadelle zu teil werden. Doch bei freiem Eintritt sind am Sonntag, den 1. September, von 11 bis 16 Uhr auch Nicht-Pflegeeltern und Familien eingeladen, die zahlreichen Angebote zu genießen und einen unvergesslichen Tag zu verbringen.

Erziehungsüberforderte Eltern

Die meisten (27 800 oder 69 %) der in Obhut genommenen jungen Menschen lebten vor der Inobhutnahme bei ihren Eltern oder einem Elternteil. 15 700 Kinder und Jugendliche (39 %) kehrten nach der Inobhutnahme wieder zu den Sorgeberechtigten zurück. Für 12 800 Minderjährige (32 %) schloss sich an die Inobhutnahme eine Hilfe zur Erziehung an, in drei von vier Fällen bedeutete das eine Erziehung außerhalb des eigenen Elternhauses, zum Beispiel in einer Pflegefamilie oder in einem Heim. In 5 300 Fällen (13 %) waren sonstige stationäre Hilfen notwendig, beispielsweise in einem Krankenhaus oder der Psychiatrie. Mit einem Anteil von 43 % (17 300 Kinder und Jugendliche) war die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils der häufigste Anlass für die Inobhutnahme eines/einer Minderjährigen.

Patrick Rein

Das „kleine“ Krabbeln

Krabbelgruppe in St. Nikolai

krabbeln - BabyIm August beginnt in der Spandauer Altstadt eine neue wöchentliche Krabbelgruppe der St.-Nikolai-Gemeinde. An jedem Mittwoch von 10.00 bis 12.00 Uhr sind Eltern und Kinder ab 6 Monaten eingeladen.

Informationen gibt es im Gemeindebüro unter Telefon (030) 333 56 39.

Wo?

St.Nikolai-Gemeinde
Reformationsplatz 6
13597 Spandau
www.nikolai-spandau.de

Mobile Beratung für Eltern und Kinder

Neben Informationen wurden in der Altstadt auch Spiel & Spaß rund um die Themen Prävention und Kinderschutz geboten.

Am Dienstag veranstaltete das Sozial-kulturelle Netzwerke casa e.V. ein Kinderfest auf dem Markt der Spandauer Altstadt. Familien konnten sich dabei über verschiedene Themen aus dem Bereich Kinderschutz informieren und durch Mitarbeiter des Projektes „Präventionsbus Mobiler Kinderschutz“ zu entsprechenden Angeboten in Spandau beraten lassen.

Auf dem Kinderfest stand neben Unterhaltung auch wissenswertes zur Verkehrssicherheit auf dem Programm.

Auf dem Kinderfest stand neben Unterhaltung auch wissenswertes zur Verkehrssicherheit auf dem Programm.

Sicher im Straßenverkehr

Auf die jungen Besucher warteten hingegen Angebote, bei denen immer etwas zum Thema Sicherheit gelernt werden konnte. So klärte etwa das Puppenspiel „Kasper und das Auto Brumm“ über Verkehrsregeln auf und bei einem Quiz konnte man erfahren, welche Ausstattung zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehört. Im Vordergrund stand jedoch der Präventionsbus des Vereins, welcher ständig in Spandau unterwegs ist. Kommt es beispielsweise zu familiären Krisensituationen, sind Kinder in der Regel meist die Leidtragenden und diejenigen welche sich zudem häufig nicht wehren oder auf ihre Situation aufmerksam machen können. Oft sind neben persönlichen oder finanziellen Gründen auch mangelnde Erziehungskompetenzen – verbunden mit dem Gefühl subjektiver Überlastung – Auslöser familiärer Krisen. Hier können die Mitarbeiter des Präventionsbusses beraten und Hilfen aufzeigen.

Marijana Bodrozic bietet mit dem Präventionsbus Beratung und Hilfen für Eltern und Familien.

Marijana Bodrozic bietet mit dem Präventionsbus Beratung und Hilfen für Eltern und Familien. Fotos (2): Patrick Rein

Präventionsbus berät vor Ort

Hauptziel des Projektes ’Präventionsbus Mobiler Kinderschutz’ ist es Erziehungskompetenzen von Eltern präventiv zu stärken und Krisensituationen somit entgegen zu wirken, sie zu mildern oder im besten Fall zu vermeiden. In Spandau existieren viele Informations-, Beratungs- und Anlaufstellen mit einem umfassenden Angebot an unterschiedlichen Unterstützungsangeboten für Familien und Kinder. Diese Spandauer ’Kompetenzorte’ mit ihren Angeboten zu erfassen und interessierten Bürgern in einer lokal- und themenzentrierten Aufbereitung zur Verfügung zu stellen, ist – neben einer Eingangsberatung und bei Bedarf Weitervermittlung an Fachberatungsstellen – die Aufgabe des Kinderschutzmobiles. Das Kinderschutzmobil mit Marijana Bodrozic an Bord kommt regelmäßig zu ausgewählten zentralen Orten und ist dadurch in vielen Sozialräumen und Ortsteilen Spandaus zu finden. Vor Ort können sich Bürgerinnen und Bürger dann vertraulich, individuell und auf Wunsch auch anonym über Unterstützungsangebote und Anlaufstellen in der unmittelbaren Umgebung informieren oder auch Termine in spezialisierten Beratungsstellen vereinbaren.

Durch die Inanspruchnahme präventiver Informationsangebote, Beratungsleistungen sowie Unterstützungsangebote konnten die Erziehungskompetenzen von Eltern deutlich gesteigert werden. In zahlreichen Fällen kommt es seitdem gar nicht erst zu Irritationen und Krisen. Sozial-kulturelle Netzwerke casa e. V. hat seine Wurzeln als gemeinnütziger Verein in der Stadtteilarbeit in Siemensstadt. In über 30 Jahren hat sich aus einer einzelnen Nachbarschaftsinitiative Schritt für Schritt ein bürgernahes soziales Dienstleistungsunternehmen entwickelt.

Patrick Rein

Elternehrung 2013

Auf der Zitadelle Spandau wird dem Ehrenamt gedankt

Elternehrung 2013 - Urkunde für aktive Eltern

Elternehrung 2013 – Urkunde für aktive Eltern

Morgen findet im Gotischen Saal die Elternehrung 2013 statt. Bei diesem Festakt wird die ehrenamtliche Arbeit in den Spandauer Schulen gewürdigt. Mehr als 100 von den Spandauer Schulen benannten Eltern werden an diesem Tag stellvertretend für alle Aktiven eine Urkunde erhalten. Das Programm wird von Beiträgen verschiedener Schülergruppen und einem kleinen Empfang abgerundet.

„Vier Schwestern – eine Familienchronik …“

Lesung mit Henry Mentzel

"Vier Schwestern - eine Familienchronik von der Nazi- bis zur Adenauerzeit" von Henry Mentzel

„Vier Schwestern – eine Familienchronik von der Nazi- bis zur Adenauerzeit“ von Henry Mentzel

Am Dienstag, den 22.01.2013 findet im Hotel Christophorus (Schönwalder Allee 26, 13587 Spandau) eine Lesung statt. Henry Mentzel liest ab 19.00 Uhr aus seinem Buch „Vier Schwestern – eine Familienchronik von der Nazi- bis zur Adenauerzeit“.

In dem Buch geht es um eine Familie, die Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts die Koffer packt um von der Kleinstadt Eisleben ins große Berlin zu ziehen. Grund dafür ist die Anstellung des Vaters als Jurist in einem Bergwerksunternehmen. Eltern und Kinder sind voller Hoffnung auf das Leben in der Großstadt. Doch diese Hoffnung wird vom Nationalsozialismus ausgebremst. Während sich die Eltern sämtlicher politischer Stellungnahmen enthalten werden die vier Geschwisterkinder, alle Mädchen, mit Praktiken und Aktivitäten des Nazi-Systems konfrontiert.

Wichtig

  • Anmeldung unter (030) 33 52 431
  • Eintritt: 3,00 €