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Spart Kohle!

Schmutzige Aktion für saubere Bilanz

EnergieDie Klimawerkstatt Spandau bietet ab sofort Energieberatung an. Energieeinsparung und effiziente Energienutzung sind weiterhin aktuell und heiß diskutiert.

Wissen Sie beispielsweise, wie viel Heizenergie mit einer energetischen Sanierung eines Einfamilienhauses durchschnittlich eingespart werden kann? Die Klimawerkstatt hat nachgerechnet und das Ergebnis ist beeindruckend. bei einer konventionellen energetischen Sanierung einer Wohngebäudes aus den 60er Jahren lassen sich 95 kWh pro qm Wohnfläche und Jahr an Energie einsparen. Um dies einmal zu verbildlichen: bei einer Wohnfläche von 100 qm entspricht dies im Jahr 1,8 Tonnen Kohle!

Im Rahmen des Beratungsprojekts rund um das Thema Energie bietet die Klimawerkstatt Spandau Beratung, Orientierung und spezielle Angebote.

Wirtschafts- und Umweltstadtrat Carsten Röding ruft auf:

„Bei Interesse  einer Energieberatung wenden Sie sich bitte an die Klimawerkstatt Spandau. Einfach telefonisch unter (030) 3979 – 8669 oder per Mail an info@klimawerkstatt-spandau.de Kontakt aufnehmen.“

Heizungsaustausch – macht das Sinn?!

Infoabend der KlimaWerkstatt zum Thema „Heizungstausch“

KlimaWerkstattDas Thema Energiepreise und deren unvorher- sehbare Preisentwicklung ist allgegenwärtig. Aus diesem Anlass findet in der KlimaWerkstatt Spandau der Themenabend „Heizungsaustausch“ statt. Dipl. Geophys. Andreas Henning hält hierzu einen Vortrag und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Verschieden Aspekte zum Thema werden an diesem Abend behandelt: Welchen Wärmebedarf habe ich künftig? Wie entwickelt sich die Haushaltsgröße? Welche anderen baulichen Maßnahmen plane ich? Kommt ein Energieträgerwechsel in Frage? Will ich meine Heizung mit erneuerbaren Energien kombinieren? u.v.m.

Wann & wo? Dienstag, den 21.05.2013 um 19.00 Uhr in der KlimaWerkstatt Spandau (Mönchstraße 8, 13597 Spandau)

Die Veranstaltung ist kostenlos –  es wird jedoch aus organisatorischen Gründen um kurze Anmeldung gebeten. Entweder per Mail (info@klimawerkstatt-spandau.de) oder telefonisch unter (030) 39 79 86 69.

Wer soll das bezahlen?

Diskussionsrunde zum Thema „Energiewende“

Energie - WindkraftDer Bundestagsabgeordnete Swen Schulz lädt zur Diskussionsrunde im Seniorenclub am Lindenufer ein. Thema des Abends ist „Bezahl- bare Energie“. Als prominenter Gast nimmt auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Ulrich Kelber aktiv an der Diskussionsrunde teil.

Swen Schulz (Bundestagabgeordneter, SPD) äußert sich zum Thema wie folgt:

„Die Energiepreise werden für immer mehr Menschen zu einem immer größeren Problem. Ohne Frage sind ein Teil der Kosten durch die nötige Energiewende verursacht. Allerdings betrifft dies nur einen kleinen Teil der Preis- steigerung. Vielmehr trägt die schwarz-gelbe Koalition mit ihrem Hin und Her und großzügigen Ausnahmeregelungen für Unternehmen den wesentlichen Teil der politischen Verantwortung. Kurzum, die Bundesregierung hat bisher keine tragfähige Strategie für eine sozial verträgliche Energiewende zu Stande gebracht.“

Sie möchten an der Diskussionsrunde teilnehmen? Dann melden Sie sich unter (030) 227 70 187 an.

Kostenlosen Energie-Check gewinnen

Hauseigentümer aufgepasst

EnergieIm Rahmen der Aktionswoche „Fassadencheck“ haben Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäuser die Möglichkeit einen kostenlosen Fassadencheck zu gewinnen. Dieser umfasst eine Bestandsaufnahme sowie die Berechnung über Energieeinsparpotenziale, die durch Wärmedämmung erzielt werden können. Eine solche Bestandsaufnahme ist die Grundlage zur Planung einer energetischen Sanierung. Und eine gute Dämmung ist goldwert, denn die Beheizung der Wohnräume macht bis zu 75% des Energieverbrauchs in einem Haus aus und ist demnach mit entsprechenden Kosten verbunden.

Lassen Sie Ihre vier Wände kostenlos checken. Die Aktions- woche „Fassadencheck“ geht vom 12.02. bis 4.03.2013 und die zuständige Hotline (030) 259 03 – 459 ist werktags von 10.00 bis 16.00 Uhr besetzt. Wenn Sie Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses sind, dann rufen Sie an und sichern Sie sich Ihren Fassasencheck – das Angebot gilt für die ersten 100 Anrufer!

Falls Sie Interesse an einer energetischen Sanierung haben hilft Ihnen die Klimawerkstatt Spandau gerne weiter. Hier bekommen Sie fachlich kompetente Partner für die Umsetzung vermittelt. Alle Infos zum Thema finden Sie auch auf der Homepage der Klimawerkstatt Spandau.

Müll macht warm

Wie funktioniert ein Müllheizkraftwerk?

© Uschi Dreiucker / pixelio.de

© Uschi Dreiucker / pixelio.de

Der SPD-Abgebordnete Daniel Buchholz setzt seine Besichtigungsreihe „Geheime Orte“ fort. Diesmal steht das Müllheizkraftwerk (MHKW) Ruhleben auf dem Programm.

Besichtigung Müllheizkraftwerk Ruhleben
Am 15.11.2012
Um 16.00 Uhr

Mehr als 500.000 Tonnen Abfall im Jahr werden hier im Müllheizkraftwerk Ruhleben vernichtet bzw. wiederverwertet. Mit der dadurch ge- wonnenen Energie werden 60.000 Berliner Haushalte mit Strom versorgt. Daniel Bucholz hierzu:

„In Spandau an der Freiheit steht mit dem MHKW Ruhleben das Herzstück der Berliner Abfallentsorgung. Die 1967 eingeweihte Anlage wurde gerade für 150 Millionen Euro von der BSR modernisiert und arbeitet jetzt deutlich effizienter. Vier der bestehenden acht Verbrennungslinien wurden durch eine einzige neue Linie ersetzt.“

Wenn Sie an der Besichtigung des MHKW teilnehmen möchten, dann melden Sie sich per Mail unter info@daniel-buchholz.de oder telefonisch unter der (030) 23 25 22 80 an. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten können nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Wenn Sie am 15.11.2012 dabei sind erhalten Sie eine Benachrichtigung und weitere Informationen zum Ablauf.

Energiespartag in den Spandauer Arcaden

Kompetente Beratung und Information zum Klimaschutz

Am Freitag den 17. August von 10 Uhr bis 17 Uhr wird der 2. Energiespartag in den Spandauer Arcaden stattfinden. Dort werden Firmen und Behörden wie Vattenfall Europa AG, der GASAG, der IHK Berlin, der Berliner Mietverein oder die Investitionsbank Berlin Beratung in Sachen Energiesparen und Klimaschutz anbieten. Letztes Jahr war der 1. Energiespartag im Rathaus schon ein großer Erfolg und ermöglichte vielen Mitbürgen und Mitbürgerinnen sich zu informieren und sich anschließend dementsprechend einzusetzen. Denn als Hauptstadt muss Berlin in der Klimaschutzpolitik eine bundesweit leitende Rolle spielen.

Umweltstadtrat Carsten Röding erklärt:

„Gerne lade ich alle Spandauer Verbraucher herzlich zum 2. Spandauer Energiespartag ein. Sie können sich bequem neben einem Bummel in den Spandauer Arcaden zu verschiedenen Themen rund um das Energiesparen informieren. Nutzen Sie das Angebot und erkunden Sie den 2. Spandauer Energiespartag.“

Freitag, den 17. August 2012
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Spandau Arcaden
Klosterstraße
13597 Berlin
 
 

Die Klimawerkstatt Spandau lädt ein!

Kostenlose Vortragsreihe wird fortgesetzt

Donnerstag, 22. März 2012, 18:00 Uhr:
„Finanzierung und Förderung“ sowie „Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen“

Im Frühjahr 2012 werden die Finanzierungs- und Förderkonditionen der KfW angepasst. Die Referentin der Investitionsbank Berlin, bei der auch Sanierungsvorhaben mit KfW-Mittel finanziert werden können, stellt die aktuelle Förderung vor. Im An-schluss werden wirtschaftliche Sanierungsbeispiele dargestellt.

Mittwoch, 25. April 2012, 18:00 Uhr:
„SmartMetering“ und „Wärmepumpenanlagen in der Praxis“

„SmartMetering“, d.h. das elektronische Messen des Energieverbrauchs mit kommunikationsfähigen Messgeräten, ermöglicht, sich regelmäßig über den Verbrauch, gerade auch von Heizungsanlagen, zu informieren. Vorgestellt werden Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten. Weitere Themen des Abends sind Wärmepumpen.

Die Veranstaltungen finden statt im Vortragsraum der Adunos GmbH:
Am Schlangengraben 16
13597 Berlin

Anmelden können Sie sich per E-Mail an info@klimawerkstatt-spandau.de oder telefonisch unter 33 30 98 73. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Auf der Webseite www.klimawerkstatt-spandau.de sind weitere Informationen zu den Vorträgen zu finden.

Die Klimawerkstatt Spandau ist ein Projekt der gemeinnützigen KEBAB gGmbH (Kombinierte Energiespar- und Beschäftigungsprojekte aus Berlin) und dem bezirkli-chen Umweltamt. Der Klimaschutz im Bezirk Spandau soll in den nächsten Jahren zusätzliche Impulse erfahren. Mit einem durch EU-Mittel geförderten Projekt „Klima-werkstatt Spandau“ wollen das Umweltamt und die KEBAB gGmbH eine Anlaufstelle für Unternehmen und engagierte Bürger schaffen.

Klimawerkstatt Spandau – Eine neue Anlaufstelle für Bürger und Betriebe?

Neue Impulse für den Klimaschutz

Hugo Starken, Geschäftsführer von KEBAB

Hugo Starken, Geschäftsführer von KEBAB

Vor nicht ganz einem Monat gab es Spandaus ersten Energiespartag. Neben vielen Vorträgen und praktischen Beispielen, wie in Haus und Haushalt Energie eingespart oder effizient genutzt werden kann, stellte sich dort die gemeinnützige KEBAB gGmbH vor.

„Kombinierte Energiespar- und Beschäftigungsprojekte aus Berlin“ ist Träger von ArbeitsGelegenHeit (AGH)-Entgelt- und MehrAufwandEntschädigung (MAE)-Projekten mit dem Schwerpunkt Energiesparen. In den Maßnahmen geht es um Wärmedämmung und der Ermittlung von Energiedaten. Sie begleitet u. a. öffentliche Programme zur energetischen Gebäudesanierung. In Spandau wurden von KEBAB alle öffentlichen Gebäude Spandaus und ihr Ressourcenverbrauch erfasst. So lässt sich über einen längeren Zeitraum der Energieverbrauch vor nach nach Sanierungsmaßnahmen betrachten. In gutes Mittel, um die Effizienz von Maßnahmen zu bewerten.

Ein weiteres Projekt ist die „Klimawerkstatt Spandau“. Hier sollen unterschiedlichste Akteure in einem lokalen Netzwerk zusammen finden, um praktikable Wege für den Klimaschutz zu finden. Die Werkstatt ist ein bis zum März nächsten Jahres befristetes Projekt, um eine Anlaufstelle für Unternehmen und engagierte Bürger zu schaffen.

Wilfred Pietschke, Projektleiter

Wilfred Pietschke, Projektleiter

„In einer ersten Phase geht es darum herauszufinden, welche Unternehmen bereits im Klimaschutz tätig sind, wie sie ihre Erfahrungen einschätzen und welche Unterstützung sie sich in Spandau verstärkt wünschen.“

Hugo Starken, der Geschäftsführer von KEBAB und Wilfred Pietschke, als Projektleiter begannen die Vorstellung der Klimawerkstatt mit ein paar klassischen Visionen des Energiesparens, denn in vielen Köpfen ist Ressourcenschonung mit Wohlstandverlust verknüpft.

„Faktor 4“: Die effiziente (Halbierung) Nutzung von Ressourcen bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile sondern führt zu mehr (Verdopplung) Lebensqualität. Ernst Ulrich von Weizsäcker stellt in seinem Buch „Faktor 5“ eine These auf, nach der „Fünfmal soviel Wohlstand aus einer Kilowattstunde“ bei konsequenter Anwendung von effizienten Technologien und erneuerbaren Energien möglich ist. „Faktor 10“ geht darin noch viel weiter.

Diesen Visionen steht z. B. das Berliner Energiesparkonzept 2020 gegenüber. Bis dahin soll rund 10 Prozent weniger Energie verbraucht werden. In einem nächsten Schritt, der bis 2050 geht soll dieser Wert noch um ein Vielfaches gesteigert werden.

Böse formuliert könnte man dies aber zum Papiertiger erklären, da es kaum konkrete Ansätze oder Mittel zur Durchsetzung beschreibt. Das Wissen und die Motivation sind da, das etwas getan werden muss. Mit Visionen alleine kommen wir aber nicht weiter.

Die Klimawerkstatt könnte also ein Instrument sein, auf lokaler Ebene konkrete Ansätze zu schaffen, die auch in der Praxis bestehen. Wirtschaftliche Interessen einzelner Beteiligter stehen dazu nicht im Gegensatz.

Klimawerkstatt - Ideen

Klimawerkstatt - Ideen

Viele Geschäftsleute aus Spandau waren im Publikum vertreten. Hier kam die bange Frage, ob sich solch eine Runde nicht schnell zu einem Debattierklub entwickeln könnte, zu widerstreitend wären die Interessen, zu kurz vor allem der Zeitrahmen, in dem das Projekt ablaufen soll. Ein anderer wandte ein, anfangs kommen sie alle, später nur noch die üblichen Verdächtigen.

Nach einer Reihe männlicher Bedenkenträger kamen dann drei Frauen nacheinander zu Wort, die der Diskussion eine positive Wendung gaben. Sich ein konkretes überschaubares Ziel setzen, war dabei ein Ansatz, noch viel wichtiger war die Forderung, einfach die Ärmel hochzukrempeln und erst einmal zu beginnen, ohne sich von den Bedenken gleich zu Beginn ausbremsen zu lassen. „Wir können etwas bewegen“. Gabriele Fliegel vom Wirtschaftshof Spandau meinte: „Wir müssen positiv, nach vorne denken.“Dieser gesunde Pragmatismus prägte dann die weiteren Gespräche.

Schnell fanden sich dann auch regionale Kooperationsansätze, wie z. B. mit dem Quartiersmanagement in der Neustadt. Der Vorschlag, dauerhaft Musterobjekte auszustellen, die als praktisches Beispiel für Energieeffizienz dienen, fand breite Zustimmung. In der Neustadt gibt es leerstehende Geschäftsräume die über eine Zwischennutzung zum Ausstellungsort werden können.

So wird folgerichtig der nächste Termin der Klimawerkstatt am 7. September um 17 Uhr im Paul-Schneider-Haus in der Neustadt unter dem Titel „Musterprojekte entwickeln“ stehen.

 

Ralf Salecker

Meist kommt die Energie in Spandau von Vattenfall

Im Bezirk kommt der Strom nicht nur aus der Steckdose

Kraftwerksleiter Jörg-Andreas Czernitzky

Kraftwerksleiter Jörg-Andreas Czernitzky

Das ist bei Spandauer Privatleuten ebenso der Fall, wie bei Unternehmern. Am Donnerstag trafen sich Mitglieder und Freunde der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. und Unternehmer zum 18. Unternehmerforum im Vattenfall Heizkraftwerk Reuter West, um sich über „Energieeffizienz bei Strom und Wärme“ informieren zu lassen.

Weithin sichtbar, prägen Kühlturm und Kesselhaus des Kraftwerks, mit ihrer Höhe von etwa 100 Metern, die Skyline Spandaus. Die zuführende kleine Straße zum Besucherzentrum, „Großer Spreering“, ließ sogar ein Navigationsgerät an seine Grenzen kommen. Am gewaltig aufragenden Kühlturm vorbei gelangten die Gäste schließlich ans Ziel.

Nach einer grundsätzlichen Sicherheitseinweisung informierten mehrere Vorträge und eine abschließende Führung durch das Kraftwerksgebäude über den komplexen Prozess der Stromerzeugung und effizienten Energienutzung.

Das Heizkraftwerk Reuter West ist Berlins leistungsstärkstes Kraftwerk. Wie der Name es schon andeutet, wird hier nicht einfach zermahlene Steinkohle verbrannt, um ausschließlich Strom zu erzeugen. 3300 Tonnen Kohle werden tagtäglich eingesetzt, um eine Leistung von 600 MW zu erzeugen. 75 Prozent davon werden per Schiff, der Rest per Bahn herangeschafft.

Um eine Notlage zu vermeiden, wie sie die Blockade Berlins mit sich brachte, lagern auf dem Gelände mehr als 220.000 Tonnen Steinkohle. Genug, um rund zwei Monate den Kraftwerksbetrieb aufrecht zu erhalten.

Blick aus 100 Meter Höhe auf das Kraftwerk Reuter

Blick aus 100 Meter Höhe auf das Kraftwerk Reuter

Um die bei der Verbrennung freigesetzte Energie möglichst effizient zu nutzen, heizt man in der Kraftwärmekopplung (KWK), mit der sonst nutzlos frei werdenden Wärme, einen Wasserkreislauf, der als Fernwärme zu den Verbrauchern gelangt. Somit gelingt es, etwa 80 Prozent der enthaltenen Energie zu nutzen. In der reinen Stromerzeugung wären es nur 38 Prozent.

Seit dem 1. Oktober 2009 ist die neue Fernwärmeleitung, welche in einem 110 Meter langen Tunnel unter der Havel hindurchgeführt wurde, in Betrieb. Vielen Wilhelmstädtern dürften die umfangreichen Rohrverlegungen in den Straßen nicht entgangen sein. Nach und nach soll das gesamte Gebiet westlich der Havel erschlossen werden. Bald sollen dort einmal über 27.000 Wohnungen mit Fernwärme versorgt werden, möglich sind sogar 55.000.

Die ersetzten Heizquellen bedeuten eine erhebliche Kohlendioxyd-Einsparung. Wer den aktuellen Wert ablesen möchte, kann dies auf einer speziellen Anzeigetafel in der Eingangshalle vom Rathaus Spandau tun.

Eine energieeffiziente Betriebsführung wurde den anwesenden Spandauer Unternehmern in Form einer speziellen Messtechnik vorgestellt, die, komfortabel über das Internet einsehbar, detailliert über den aktuellen Strom-, Wasser-, oder Gasverbrauch Auskunft gibt. Diagramme zeigen differenzierte Kurven, um selbst über eine Optimierung und damit Kosteneinsparung im Betrieb entscheiden zu können, oder aber Probleme im Betriebsablauf erkennen zu können.

Während der Führung durch das Kraftwerksgebäude wird deutlich, wie winzig klein der Mensch plötzlich wirkt, im Vergleich zur großen Anlage. Von den Kohlemühlen im Erdgeschoss des Kesselhauses, die jeweils 28 Tonnen Kohle zu Staub zermahlen können, geht es dann in luftige Höhen. 60. Etage zeigt die Anzeige im Fahrstuhl, als wir aussteigen. Noch ein paar Treppen weiter und ein grandioser Blick über Spandau lässt einem fast den Atem stocken. Selbst der Flughafen Tegel scheint zum Greifen nahe. Wer all dies selbst erleben möchte, dem seien die Führungen von Vattenfall durch das Kraftwerk Reuter West ans Herz gelegt.

In einer gemeinsamen Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin hat Vattenfall sich ein hehres Ziel gesetzt. Bis zum Jahr 2020 sollen 50 Prozent weniger CO2 freigesetzt werden als 1990. 2050 soll die Energie sogar klimaneutral erzeugt werden.

 

Ralf Salecker

 

 

Besichtigung der Berliner Kraftwerke

In Berlin lassen sich das HKW Mitte und HKW Reuter West besichtigen. Die Führungen dauern etwa drei Stunden. Anmeldungen sollten wegen der großen Nachfrage drei Monate im Voraus erfolgen.

Besichtigungstermine: Montags bis Donnerstags 9 und 13 Uhr, Freitags 9 Uhr und nach vorheriger Absprache

Anmeldungen und Informationen:

  • Michael Schulz: Tel.: 030-267-433 44
  • Jörn Jurischka: Tel.: 030-267-150 36