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Ausgezeichnete Altenhilfe

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen bestätigt: Angebote des Johannesstifts in der Altenpflege sind sehr gut.

In den vergangenen 12 Monaten wurden 20 Altenhilfe-Einrichtungen des Johannesstifts durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) überprüft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Durchweg gab es bei den Gesamtnoten eine 1 vor dem Komma. Dabei wurden die Einrichtungen nach folgenden Kriterien geprüft: Pflege und medizinische Versorgung, Umgang mit demenzkranken Bewohnern, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung, Wohnen, Verpflegung,  Hauswirtschaft als auch Hygiene.

Die Altenpflege des Johannesstift wurde ausgezeichnet und mit "sehr gut" bewertet.

Die Altenpflege des Johannesstift wurde ausgezeichnet und mit „sehr gut“ bewertet. Foto: Patrick Rein

„Am Wasserturm“ Top-Pflegeheim

Darüber hinaus wurden auch die Bewohnerinnen und Bewohner in den 20 Einrichtungen befragt. Aus der Befragung ging hervor, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner in den Einrichtungen der Altenhilfe des Evangelischen Johannesstifts sehr wohl fühlen. Das Seniorenzentrum „Am Wasserturm“ zählte bereits bei Deutschlands größtem Pflegewohnvergleich zu den Top- Pflegeheimen der Bundesrepublik. Im Oktober erhielt das Seniorenzentrum „Am Wasserturm“ aufgrund dieser Ergebnisse von der FOCUS-Redaktion – welche die Datenerhebung durchgeführt hatte – eine Urkunde. Die Datenerhebung von FOCUS basierte ebenfalls auf den Bewertungskriterien des MDK.

Johannisstift-Logo-SpandauFür mehr Transparenz

Bei ambulanten Pflegediensten und in stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) überprüft der MDK im Auftrag der Landesverbände der sozialen Pflegekassen, ob die Pflegeeinrichtungen die vereinbarten Qualitätsstandards einhalten. Seit dem 1. Juli 2009 bilden die Ergebnisse der MDK-Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen die Grundlage für die Ermittlung und Veröffentlichung von Pflegenoten. Nach welchen Kriterien die Einrichtungen bewertet werden, haben der GKV-Spitzenverband, die überörtlichen Sozialhilfeträger und die kommunalen Spitzenverbände in gemeinsamen Verhandlungen mit den Verbänden der Leistungserbringer festgelegt. Die Pflegenoten beziehungsweise die so genannten Transparenzberichte werden von den Spitzenverbänden der Krankenkassen im Internet veröffentlicht. In diesem Zusammenhang werden auch die Einrichtungen des Evangelischen Johannesstifts geprüft und benotet.

Patrick Rein

15.000 Euro für Flutopfer in Deutschland

Der Freundeskreis des Evangelischen Johannesstifts hat 15.000 Euro für die vom Hochwasser betroffenen Menschen in Deutschland gespendet.

Damit ist der Freundeskreis einem Aufruf des Stiftsvorstehers und Vorstandsvorsitzenden Pfarrer Martin von Essen gefolgt: „ Menschen in Not brauchen Ihre Hilfe. Das Hochwasser hat vielen Menschen in Deutschland ihre Existenz genommen. Ich denke an alle, die Hab und Gut verloren haben. Jetzt gilt es, gemeinsam zu helfen.“ Die eingegangenen Spenden wurden an die „Diakonie Katastrophenhilfe“ weitergeleitet.

Johannisstift-Logo-SpandauVerzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Auch wenn die Flut an immer mehr Orten geht – bei den Betroffenen bleiben Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Gerade jetzt ist nachhaltige Hilfe gefragt. Dort, wo das Wasser schon wieder abgezogen ist, steht den Menschen das Schwierigste noch bevor: der mühsame Wiederaufbau. Bis zuletzt haben viele Menschen versucht, ihre Häuser gegen die Wassermassen zu schützen und ihre Möbel sowie andere Dinge in Sicherheit zu bringen. Dörfer, Städte und ganze Regionen mussten evakuiert werden. Noch immer können nicht alle in ihre Häuser zurückkehren. Mancherorts wurden Einrichtungen der Diakonie und der Kirche kurzfristig für Notunterkünfte frei geräumt. Neben einem Dach über dem Kopf sowie Essen und Trinken hat die Diakonie auch eine seelsorgerische Betreuung organisiert.

Der Evangelische Johannesstift an der Schänwalder Straße.

Der Evangelische Johannesstift an der Schänwalder Straße. Foto: Patrick Rein

Älteste diakonische Einrichtung

Das Evangelische Johannesstift zählt zu den ältesten diakonischen Einrichtungen in Berlin. Die Stiftung wurde 1858 von Johann Hinrich Wichern gegründet. Hauptsitz der Stiftung ist seit 1910 das 75 Hektar große Gemeinwesen in Spandau.  Heute engagiert sich die Stiftung an Standorten in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.  Die Stiftung bietet Hilfe und Begleitung, Pflege, Beratung und Förderung für Menschen mit Behinderung, Kinder, Jugendliche und deren Familien sowie ältere Menschen. Die Sozialen Fachschulen und das Wichern-Kolleg stellen Ausbildungsplätze in vielen sozialen Berufen zur Verfügung. Daneben unterstützt das Evangelische Johannesstift mit der Kampagne „Kinder beflügeln“ Bildungsangebote an sozialen Brennpunkten und unterhält den Besuchsdienst für vereinsamte Menschen „LeNa – Lebendige Nachbarschaft“. Die Zahl der Beschäftigten beträgt 3419 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinzu kommen 450 Ehrenamtliche, welche einen großen Beitrag für die Betreuung von älteren Menschen, Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Behinderung leisten.

Patrick Rein

Laufen und Gutes tun inklusive

Auch der mehrfache Paralympics-Sieger Henry Wanyoike läuft dieses Jahr erneut beim Run of Spirit am Pfingstmontag mit.

Bereits zum 5. Mal unterstützt und bereichert der blinde Ausnahmeathlet das Laufevent für Menschen mit und ohne Behinderungen im Evangelischen Johannesstift. Wanyoike zeigt, dass jeder Mensch auf seine Weise ein Champion sein kann, dass jeder für sich etwas erreichen kann, wenn er hart arbeitet und seinem Herzen folgt. In diesem Jahr feiert der Run of Spirit am 20. Mai mit der 5. Ausrichtung ein kleines Jubiläum und das im 155. Jahr des Evangelischen Johannesstifts.

Der Zieleinlauf mit seiner Kulisse und Zuschauern wird auch in diesem Jahr wieder die letzten Kräfte mobilisieren.

Der Zieleinlauf mit seiner Kulisse und Zuschauern wird auch in diesem Jahr wieder die letzten Kräfte mobilisieren.

Vom Kinder- bis zum Volkslauf

Nicht nur Schirmherrin Marianne Buggenhagen blickt dem Laufevent bereits voller Freude entgegen: „Ich freue mich, den Namen dieses Laufes nicht nur in meinem Herzen zu tragen, sondern der Sportwelt nun auch in offizieller Funktion davon berichten zu können“. Unter dem Motto „Bewegung und Begegnung“ finden acht Wettbewerbe, vom Kinderlauf bis zum klassischen 10 km Volkslauf und einer Teamstaffel statt. Neu hinzugekommen ist ein Jugendlauf über 2,5 km integriert, um das sportliche Angebot für den Nachwuchs zu erweitern. Die vielfältigen Laufkategorien ermöglichen die Teilnahme von Jung und Alt, von Anfängern und Profis, von Menschen mit und ohne Behinderung. Der Hauptlauf geht dabei über eine Distanz von 10 Kilometern. Mit rund 600 Teilnehmern/innen startete das Laufevent 2009 und in diesem Jahr soll die 1.500 Personen-Meldemarke überschritten werden. Den Gästen bietet sich eine motivierende Kulisse am Streckenrand und wenn es mal eine Laufpause gibt, dann ist für gute Stimmung gesorgt. Kinder erwartet ein buntes Rahmenprogramm und wer will, kann es auf dem Rasen rund um Start und Ziel gemütlicher angehen lassen.

Einer der schnellsten blinden Marathonläufer, Henry Wanyoike, aus Kenia beim Zieleinlauf. Er ist seit dem ersten Run of Spirit dabei. Auf dem Foto wird er von Lennart Sponar geführt. Einem der schnellsten Berliner Langstreckler.

Einer der schnellsten blinden Marathonläufer, Henry Wanyoike, aus Kenia beim Zieleinlauf. Er ist seit dem ersten Run of Spirit dabei. Auf dem Bild wird er von einem der schnellsten Berliner Langstreckler, Lennart Sponar, geführt. Fotos (2): Evangelisches Johannesstift

Sport verbindet

Herzstück des Laufevents ist die Teilhabe und Teilnahme von Menschen mit Behinderung. Ausdrücklich sollen Menschen mit und ohne Behinderung daran teilnehmen und das nicht nur in getrennten Disziplinen, sondern gemeinsam über die Distanzen von 0,4 km bis 10 km. Zu diesen Wettbewerben werden Gäste aus Kenia, Israel, Polen und der Türkei erwartet, deren Leistungen großen Respekt verdienen. So auch bei dem nahezu „heimischen“ Gast aus Kenia, dem blinden kenianischen Ausnahmeläufer und mehrfachen Paralympics Gewinner Henry Wanyoike. Auch der Verband Lebenshilfe aus Delmenhorst ist mit drei Marathonläufern mit am Run of Spirit Start.

Gutes tun seit 2009

Der Lauf verbindet sportliches Treiben mit dem Geist des Helfens. In diesem Jahr unterstützt jede Sportlerin und jeder Sportler mit einem Teil der Startgebühr und freiwilligen Spenden nach 2009 wieder das „House of Hope“ von Henry Wanyoike. Das „House of Hope“ ist ein Angebot für die ärmsten Kinder und Waisen in den Kanjeru-Slums, in der Nähe von Nairobi. Mit dem diesjährigen Charity-Projekt soll der Einbau einer Küche ermöglicht werden.

Patrick Rein

Kinder aus Tschernobyl wieder im Johannesstift

Das Reaktorunglück von Tschernobyl jährt sich heute zum 29. Mal, das Johannesstift hilft auch weiterhin den Betroffenen.

Die Hilfewelle nach der Nuklearkatastrophe am 26. April 1986 war enorm – doch wie in den meisten Fällen nicht immer von langer Dauer. Das Evangelische Johannesstift hingegen engagiert sich auch in diesem Jahr wieder für Kinder und deren Eltern aus Weißrussland, die unmittelbar mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen haben.

Auch in diesem Jahr werden auf dem Stiftsgelände wie Kinder und deren Eltern aus Tschnerobyl betreut.

Auch in diesem Jahr werden auf dem Stiftsgelände wie Kinder und deren Eltern aus Tschnerobyl betreut. Foto: Patrick Rein

Hilfe seit fast 20 Jahren

Seit 1994 lädt das Johannesstift jeden Sommer ca. 30 Kinder und deren Eltern zu einem Erholungsurlaub ein. Sie werden während dieser Zeit von Mitarbeitenden des Johannesstifts und dem Verein „Kinder aus Tschernobyl“ betreut. Die Kinder und deren Eltern stammen vorwiegend aus dem Gebiet um Gomel, das von den radioaktiven Niederschlägen nach der Katastrophe am stärksten belastet war. Andere kommen aus Minsk, wo es einen  Bezirk gibt, der nur für die Umsiedler aus den belasteten Gebieten eingerichtet wurde. In Weißrussland gibt es nur eine notdürftige medizinische Versorgung für krebskranke Patienten, weshalb viele auf die Hilfe der Vereine und Organisationen – unter anderem aus Deutschland – angewiesen sind.

Nächste Generation erkrankt

Während des diesjährigen Aufenthaltes im Johannesstift vom 12.07. – 02.08. kommen Kinder, die bereits in der 2. Generation an Krebs erkrankt sind. Diese werden von ihren Müttern oder Vätern begleitet, welche sich in Weißrussland ausschließlich der Pflege und Betreuung ihrer Kinder widmen und kaum Unterstützung bekommen. Zudem kommen junge Erwachsene der 1. Generation Krebskranker, die schon kurz nach dem Reaktorunglück hier behandelt wurden. Alle Kinder und jungen Erwachsenen werden medizinisch nachbetreut und erhalten hier spezielle Untersuchungen und Behandlungen, wie beispielsweise MRT, Überprüfung und Erneuerung der Prothesen, Physiotherapie, Blutuntersuchungen.

Das Evangelische Johannesstift: sozial und engagiert auch fast 30. Jahre nach der Katastrophe.

Das Evangelische Johannesstift: sozial und engagiert auch fast 30. Jahre nach der Katastrophe.

Über die Medizin hinaus

Der medizinische Teil der drei Wochen ist nur ein Inhalt des Aufenthaltes, denn alle sollen sich auch erholen. Daher besteht ein weiterer Teil aus einem bunten Freizeit- und Erholungsprogramm für die Patienten und deren Eltern. Dazu gehören aktive Erholung im Johannesstift und Besuche verschiedener Institutionen wie Museen, Zoo und Sehenswürdigkeiten in Berlin und Spandau. Das Programm ist nicht nur für die Kinder eine Abwechslung, sondern bietet gerade den Müttern und Vätern eine Erholung, da sie die Betreuung ihrer erkrankten Kinder meist alleine bewerkstelligen. Das Projekt des Johannesstifts für die Kinder und deren Eltern aus Tschernobyl ist in Deutschland einzigartig, denn nur hier werden die Mütter oder Väter mit eingeladen.

Jeder kann helfen

Dabei ist das Evangelische Johannesstift auf Spenden angewiesen, ohne die ein Aufenthalt der Kinder und deren Eltern nicht zu realisieren wäre.

Spendenkonto bei der Berliner Bank:

Evangelisches Johannesstift

Spendenzweck Tschernobyl

Konto-Nr.: 523306916

BLZ: 100 708 48

Patrick Rein

Gemeinsam gehts voran

Veranstaltung zum Projekt „Spandau inklusiv“

Bezirksbeauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderung Klaus Laufmann, Geschäftsführerin Sylke Hölscher, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Frau Ebeling sowie Herr Markowski von der Behindertenhilfe.

Bezirksbeauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderung Klaus Laufmann, Geschäftsführerin Sylke Hölscher, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Frau Ebeling sowie Herr Markowski von der Behindertenhilfe.

Nachdem im März 2012 der Beschluss für das Projekt „Spandau inklusiv“ durch die BVV gefasst wurde, steht das Projekt in den Startlöchern für die administrative Umsetzung.

Ziel des Projekts ist es, die zentrale Idee der UN- Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Dies bedeutet, dass Menschen mit und ohne Behinderung von Anfang an in allen Bereichen selbstbestimmt und miteinander leben. Um Ihnen die Idee der Inklusion und das Projekt „Spandau inklusiv“ näher zu bringen findet Morgen, am 16.04.2013 um 17.30 Uhr im Bürgersaal (Rathaus Spandau) eine Informationsveranstaltung hierzu statt.

Programm

17.30 Uhr – Beginn
17.35 Uhr – Eröffnung und Begrüßung durch Helmut Kleebank, Bezirksbürgermeister
17.40 Uhr – Begrüßung durch Frau Hölscher, Ev. Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH
17.45 Uhr – Grußwort vom Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung
17.50 Uhr – Kurzfilm „Alltagsbarrieren“
17.55 Uhr – Rede vom Bezirksbeauftragten für Senioren und Menschen mit Behinderung

18.00 Uhr – Wünsche und Erwartungen mit Frau Wagner, Vorsitzende Beirat
18.05 Uhr – Impulsreferat mit Heinz Becker, Dozent der FH Bremen
18.25 Uhr – Vorstellung des Konzepts „Spandau inklusiv“
18.40 Uhr – Vorstellung der „Abstract“ Masterarbeit
18.45 Uhr – Vorstellung der wissenschaftlichen Begleitung inkl. Fragen und Anregungen
19.00 Uhr – Schlusswort

Junge Mütter auf dem „richtigen“ Weg

Modellprojekt des Evangelischen Johannesstifts wieder aufgenommen

Junge Eltern mit KindDurch die Finanzierung des Senats für Arbeit, Integration und Frauen konnte das Projekt „Junge Mütter au dem Weg“ der Jugendhilfe des Evangelischen Johannesstift wieder gestartet werden. Das Projekt richtet sich an junge Mütter unter 25 Jahren. Es bietet ihnen die Möglichkeit berufliche Perspektiven zu entwickeln. Ziel des Projekt ist es, bis zum geplanten Projektende im September 2013, eine Ausbildungs- oder Schulplatz zu haben oder in den Arbeitsmarkt integriert zu sein. Hierzu bietet die Jugendhilfe an drei Vormittagen verpflichtende Gruppenangebote an und ansonsten individuelle Termine. Während der Pflichtveranstaltungen werden die Kinder von einer Erzieherin betreut.

Alle jungen Mütter, die Interesse haben, an diesem Programm teilzunehmen können sich bei Frau Wagner oder Frau Kelm telefonisch (030) 336 091 49 oder per Mail (jungemuetter@evangelisches-johannesstift.de) melden.

Wo?

Alte Wäscherei
auf dem Gelände des Evangelischen Johannesstift

Neuerungen in der Pflegereform

Was ist neu? Was ändert sich? – alle Infos in einem Vortrag

Gymnastik-PflegeKommende Woche hat das Evangelische Johannesstift einen weiteren Termin für die Vortragsreihe „Gut zu wissen“ angesetzt. Thema ist diesmal „Pflegereform 2013 – Was ist neu? Was ändert sich?“.

Seit dem 1.01.2013 ist das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz in Kraft getreten und mit ihm ergeben sich folglich in der Pflegereform einige Änderungen. Zu einen beinhaltet es verbesserte Leistungen für Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung, auch wenn noch keine Pflegestufe zugeteilt wurde. Zum anderen gehören Unterstützung für pflegende Angehörige, teilweise Erhöhung des Pflegegeldes und der Pflegesachleistungen und Änderungen im Antrags- und Begutachtungsverfahren der Pflegekassen zu Inhalt der neuen Reform.

Wann und wo?

Am 12.03.2013
um 16.30 Uhr (Dauer: 90 Minuten)
Evangelisches Johannesstift
Schönwalder Allee 26
13587 Spandau
im Hotel Christophorus (rechts, hinter Buchhandlung)

Um Anmeldung zum kostenlosen Vortrag wird gebeten, bei Frau Tembrink (030) 336 093 19 oder freundeskreis@evangelisches-johannesstift.de .

Preisverleihung im großen Stil

Am 27. Februar 2013 wurde den „Kulturpiloten“ offiziell der Preis im bundesweiten Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ verliehen.

Als eine der besten Bildungsideen in Deutschland wurden die Kulturpiloten der Kampagne „Kinder beflügeln“ im Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ ausgewählt, einem Wettbewerb der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Unter der Schirmherrschaft der Bundesbildungsministerin werden dabei beispielhafte Projekte ausgezeichnet, die Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche in besonderer Weise fördern.

Am 27. Februar 2013 wurde das Berliner Jugendprojekt "Kulturpiloten" im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Ideen für die Bildungsrepublik" ausgezeichnet.

Am 27. Februar 2013 wurde das Berliner Jugendprojekt „Kulturpiloten“ im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Ideen für die Bildungsrepublik“ ausgezeichnet. Foto: Evangelisches Johannesstift

Chancengleichheit ermöglichen

Claudia Lukat, Kampagnenleiterin von „Kinder beflügeln“, freute sich über die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, eine der 52 herausragenden ‚Bildungsideen‘ 2012/2013 zu sein. Insbesondere, weil wir sehen, dass unser Engagement Früchte trägt. Schwierige Rahmenbedingungen dürfen einfach nicht dazu führen, dass Potenziale von Kindern brach liegen. Deshalb setzen wir uns bei Kinder beflügeln für das Recht eines jeden Kindes auf Bildung, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe ein“. Über 1.100 Bildungsprojekte aus ganz Deutschland hatten sich für den Wettbewerb beworben. Eine unabhängige Expertenjury wählte die 52 besten Projekte aus, welche Bildungs-gerechtigkeit für Kinder und Jugendliche in vorbildlicher Weise fördern.

Zugang zur Kultur

Ausführlich stellten wir das Projekt „Kulturpiloten“ – bei dem Schülerinnen und Schüler die Kulturlandschaft Berlins erkunden – bereits in einem früheren Beitrag vor. Ziel ist es, die Kinder zu befähigen, selbst ihre Chancen zu verbessern. Begleitet von Experten – wie Schauspielern, Musikern und Künstlern aber auch Ingenieuren und Wissenschaftlern – besuchen sie Opernhäuser, Theater, Ausstellungen, Museen, Planetarien und Bibliotheken. So bekommen die Kinder die Möglichkeit im Rahmen des Angebots ihre ganz eigenen Interessen und Vorlieben zu entdecken und auszubauen. Das Projekt „Kulturpiloten“ ist dabei ausschließlich spendenfinanziert.

Auszeichnung im besonderen Ambiente der Sternwarte.

Auszeichnung im besonderen Ambiente der Sternwarte. Foto: Evangelisches Johannesstift

Neue Bildungschancen

Claudia Kuhn, Repräsentantin der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, lobte die Nachhaltigkeit des Angebots: „Die Schüler finden durch das Projekt einen frühen und spielerischen Zugang zu Kunst und Kultur. Die vielen ganz besonderen Bildungserlebnisse wecken Neugierde und Begeisterung, den Reichtum der Kultur zu entdecken. So werden den Kindern neue Bildungschancen geboten und eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft gefördert. Wir freuen uns, dieses vorbildliche Engagement sichtbar machen zu können.“ Die Kampagne „Kinder beflügeln“ wurde 2008 vom Evangelischen Johannesstift initiiert.

Weitere Informationen zu Kinder beflügeln erhalten Sie unter www.kinder-befluegeln.de und auf  facebook.com/Kinder.befluegeln

Neuer Wettbewerb gestartet

Auch in diesem Jahr hat die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ wieder den Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Vodafone Stiftung Deutschland ausgerufen. Bis zum 24. März 2013 können sich unter www.bildungsideen.de wieder Projekte und Initiativen bewerben, die Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche in vorbildlicher und nachhaltiger Weise fördern.

Patrick Rein

Bezirk wird inklusiv

Das Bezirksamt Spandau vertieft die Zusammenarbeit mit der Behindertenhilfe des Evangelischen Johannesstifts im Bereich der Inklusion

Beim Bürgerbüro im Parnemannweg steht weiterhin kein Eröffnungstermin fest. Zwar konnten die Unstimmigkeiten im Zuge der Umnutzung – für welche kein Bauantrag vorliegen musste – ausgeräumt werden, dennoch wird es vorerst keine Barrierefreiheit geben. Um zukünftig solche Probleme zu vermeiden und besonders die Mitarbeiter des Bezirksamtes auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu schulen, stellte nun die Behindertenhilfe des Evangelischen Johannesstift zusammen mit Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) das erarbeitete Konzept „Spandau inklusiv“ vor.

Bezirksbeauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderung Klaus Laufmann, Geschäftsführerin Sylke Hölscher, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Frau Ebeling sowie Herr Markowski von der Behindertenhilfe.

Bezirksbeauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderung Klaus Laufmann, Geschäftsführerin Sylke Hölscher, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Frau Ebeling sowie Herr Markowski von der Behindertenhilfe. Foto: Patrick Rein

Neue Form der Zusammenarbeit

Damit setzt Spandau als erster Bezirk Maßnahmen nach der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung um. So zeigte sich auch Sylke Hölscher, Geschäftsführerin der Behindertenhilfe, überaus erfreut über die neue Form der Zusammenarbeit und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen bei der Umsetzung. Am 15. April wird das Konzept den Mitarbeitern des Bezirksamtes vorgestellt, einen Tag später dann allen Interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Dies bildet zugleich die Auftaktveranstaltung auf welche Grund- und Intensivkurse folgen werden. Am 6. April 2014 findet dann eine Inklusive Abschlussveranstaltung statt.

Wahrnehmung schulen

Bereits seit einem Jahr beschäftigt sich das Team der Behindertenhilfe mit ersten Bedarfs- und Ressourcenanalysen. Auch während der Projektphase werden regelmäßig Evaluationen erhoben. Helmut Kleebank sieht durch die Maßnahmen die Möglichkeit das „Bewusstsein der Mitarbeiter dahingehend zu schulen bei Projekten von Anfang an, an Inklusion zu denken, um Kosten durch spätere Nachbesserungen zu vermeiden.“ In die Abläufe sind Behinderte stets mit einbezogen und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Beispielsweise sollen schnellstmöglich das bezirkliche Internetangebot als auch Dokumente und Anträge barrierefrei zugänglich gemacht werden. Generell könnten schon mit kleinen Änderungen große Effekte erzielt werden.

Bereits der Inklusionskongress im Evangelischen Johannesstift war ein großer Erfolg und der Bezirk scheint mit dem Aktionsplan auf dem richtigen Weg langfristig zu einem inklusiven Spandau zu werden. Die Mitarbeiter des Bauamtes wurden schon im Vorfeld im Bereich Inklusion weitergebildet.

Jubiläum der ersten Wohngruppe für Demenzkranke

Zwei Einrichtungen des Evangelischen Johannesstifts feiern Jubiläum die sich als spezielle Betreuungsform etabliert haben

Am 21. Februar begeht die Wohngruppe für Menschen mit Altersdemenz im Jochen Klepper Haus des Evangelischen Johannesstifts ihr 25-jähriges Jubiläum. Gleichzeitig feiert das Seniorenzentrum Caroline Bertheau seinen 10. Geburtstag. Mit diesen beiden Einrichtungen hat die Altenhilfe des Evangelischen Johannesstifts Maßstäbe in der Begleitung demenziell erkrankter Menschen gesetzt.

Johannisstift-Stiftallee-SpandauSpandauer Pilotprojekt

Die Wohngruppe im Jochen-Klepper-Haus berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse demenziell veränderter alter Menschen und verfügt über acht Plätze. Sie startete 1988 als Pilotprojekt und war eine der ersten dieser Art in Berlin. Der Erfolg führte zum Ausbau weiterer familienähnlicher Wohnformen ohne typischen Heimcharakter. Dies wurde mit der Eröffnung des 2003 eingeweihten Seniorenzentrums Caroline Bertheau realisiert, in dem es acht Hausgemeinschaften mit je acht Plätzen gibt. „In den Anfängen der Wohngruppe im Jochen-Klepper-Haus, gab es weder Literatur noch konkrete Erfahrungen zu dieser Betreuungsform“, berichtet eine Mitarbeiterin, die seit der Gründung in der Wohngruppe arbeitet.

Gemeinsam gegen Vereinsamung

Bedingt durch den demografischen Wandel, erhöhte sich die Zahl der „demenziell veränderten Menschen“ und gleichzeitig die öffentliche Aufmerksamkeit auf die spezielle Betreuungsform im Jochen-Klepper-Haus. Zahlreiche Veröffentlichungen in den Medien bezeugten den Erfolg dieser Wohnform: Die Gemeinschaft holte diese Menschen aus ihrer Vereinsamung. Sowohl im Jochen-Klepper-Haus als auch in den Hausgemeinschaften des Seniorenzentrums Caroline Bertheau wird auf die Einbeziehung der Angehörigen in den Alltag  großen Wert gelegt. „Sie sind immer willkommen, nicht nur zu den Festen, die wir gemeinsam mit ihnen und allen, die zu uns gehören, feiern. Auch spiegeln sie uns immer wieder, dass sie den Eindruck haben, dass ihre Mutter, ihr Vater sich bei uns wohl fühlen“, sagt Sabine Pohl, Leiterin Seniorenzentrum Caroline Bertheau.

Johannisstift-Logo-SpandauIn Würde alt werden

Ratsuchende erhalten unter der Telefonnummer: 030 336 09 – 300 Informationen zu Themen rund um Pflege, Wohnen, Altersmedizin und Therapie, Ambulante Dienste sowie Kursangebote. Das Beratungstelefon der Altenhilfe ist montags bis freitags von 9-17 Uhr besetzt. Die Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH betreut ältere Menschen in der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen. Sie verfügt über Wohn- und Pflegewohnangebote sowie über Kurz- und Tagespflegeangebote. Diakonie-Stationen und ein geriatrisches Krankenhaus mit 106 Plätzen runden die Angebotspalette ab.

In den kommenden Jahren sind vier weitere Wohneinrichtungen mit Hausgemeinschaften in Berlin und dem angrenzenden Brandenburg geplant.

Patrick Rein

Erfolgreicher Inklusionskongress im Johannesstift

Unter der Fragestellung „Perspektiven und Ideen zu einer inklusiven Gesellschaft“ fand am Mittwoch in Kooperation mit Health Capital der Inklusionskongress des Evangelischen Johannesstifts statt.

Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Gesundheit und Sport folgten den Fachvorträgen. Namenhafte Referenten stellten nationale und internationale Beispiele aus den Bereichen Bildung, Soziales und Sport einer bereits gelungenen Inklusion vor. Mit dem Begriff Inklusion wird der Gedanke verfolgt, dass alle Menschen gleich sind – ob mit Behinderung oder ohne – und dem lateinischen Ursprung des Wortes nach jeder gesellschaftlich mit „eingeschlossen“ ist beziehungsweise gleichgestellt.

Professor Günter Stock, Clustersprecher HealthCapital, die blinde Schwimmerin und Paralympics Teilnehmerin Daniela Schulte sowie der ehemalige Leistungssportler und Moderator Matthias Berg (v. li)

Professor Günter Stock, Clustersprecher HealthCapital, die blinde Schwimmerin und Paralympics Teilnehmerin Daniela Schulte sowie der ehemalige Leistungssportler und Moderator Matthias Berg (v. li)

Spandau wieder Vorreiterrolle

In seiner Begrüßung betonte Stiftsvorsteher Pfarrer Martin von Essen, dass das Stiftungsgelände des Evangelischen Johannesstifts in Spandau in besonderer Weise für Inklusion steht: „Auf dem Stiftungsgelände in Berlin Spandau leben über 1200 Menschen mit und ohne Behinderungen, Ältere und Jüngere, Kinder und Jugendliche zusammen – ein ‚Werkraum Inklusion‘. Bereits in den 50er Jahren haben auf dem Gelände Menschen mit und ohne Behinderung zusammen gelernt, ohne das Wort Inklusion zu kennen“. Auch Bezirksstadtrat Carsten Röding (CDU) lobte die Zusammenarbeit mit dem Johannesstift. Als einziger Bezirk lässt sich das Bezirksamt vom Stift in Fragen von Barrierefreiheit bei Bauvorhaben aber auch in anderen Bereichen beraten. Zudem wurden die Mitarbeiter in speziellen Fortbildungen auf die Ansprüche von Menschen mit Behinderungen geschult.

Staatssekretär a. D. Thomas Härtel, Sozialsenator Mario Czaja und Bezirksstadtrat Carsten Röding (v. li.)

Staatssekretär a. D. Thomas Härtel, Sozialsenator Mario Czaja und Bezirksstadtrat Carsten Röding (v. li.)

Gelungene Inklusion mittels Gesetz

Auf die Frage, wie weit das Thema Inklusion in zehn Jahren vorangekommen sein sollte, sagte Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) und Schirmherr dieses Kongresses: „Ich wünsche mir, dass die Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen im Vordergrund steht und nicht die Behinderung. Das bedeutet einen tiefgreifenden mentalen Wandel im gesellschaftlichen Denken“. Damit schloss sich Czaja seinem Vorredner Professor Dr. Dr. h.c. Günter Stock – Clustersprecher Health Capital – an, der darüber hinaus betonte, dass für eine gelungene Inklusion noch die eine oder andere gesetzliche Grundlage geschaffen werden muss.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte drum attac aus der Spandauer Neustadt.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte „drum attac“ aus der Spandauer Neustadt. Fotos (3): Patrick Rein

Behinderte nicht als behindert betrachten

Die mehrfache Paralympics-Siegerin Marianne Buggenhagen erhofft sich einen Wandel dahingehend, dass der Begriff der Inklusion in zehn Jahren nicht mehr erforderlich ist, dass die „Ausnahme zur Regel“ wird, dass Behinderte nicht mehr als behindert betrachtet werden und Menschen mit Behinderungen nicht mehr beweisen müssen, was sie können oder eben auch nicht können.

Mit dem Kongress setzt das Evangelische Johannesstift ein deutliches Zeichen für die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wandels. Die Bedeutung dieses Themas als Aufgabenstellung für die Gesellschaft unterstrich auch Gesundheitssenator Czaja sowie weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft.

Patrick Rein

Senator Czaja überreichte Scheck an die Behindertenhilfe

Im Rahmen des Inklusionskongress des Evangelischen Johannesstift fand bei einer Reittherapieeinheit die Spendenübergabe statt

Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales Berlin, Ronny Hinze, Reittherapeut, und Sylke Hölscher, Geschäftsführerin der Behindertenhilfe des Evangelischen Johannesstifts  (v. li.) bei der Scheckübergabe.

Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales Berlin, Ronny Hinze, Reittherapeut, und
Sylke Hölscher, Geschäftsführerin der Behindertenhilfe des Evangelischen Johannesstifts (v. li.) bei der Scheckübergabe.

Am Mittwoch hat Sozialsenator Mario Czaja (CDU) an Sylke Hölscher, Geschäftsführerin der Behindertenhilfe des Evangelischen Johannesstifts, einen Scheck über 16.200 Euro überreicht. Mit der Spende werden vor allem die Reittherapie von Kindern mit körperlicher und geistiger Behinderung sowie die Außenterrasse einer Wohngruppe unterstützt. Das Geld stammt aus einer Erbschaft die dem Land Berlin zur Förderung von betreuten Wohnformen in Heimen für behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene überlassen wurde. Insgesamt wurden 99.000,00 Euro vermacht, die neben der Behindertenhilfe des Johannesstift auf acht weitere Einrichtungen verteilt wurden.

Während einer Therapieeinheit konnten sich die Beteiligten versichern, dass das Geld gut angelegt ist.

Während einer Therapieeinheit konnten sich die Beteiligten versichern, dass das Geld gut angelegt ist.

Reitprojekt Ira

Die Reittherapie ist eine besondere Ergänzung des Therapieangebotes im Evangelischen Johannesstift. Kinder mit einer Lernbehinderung oder Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS) lernen beim Umgang mit den Pferden und Ponys spielerisch, sich zu konzentrieren, auf andere einzugehen und eigene Bedürfnisse zu kommunizieren. Bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen unterstützt diese Therapieform die oft langwierige physiotherapeutische Arbeit.

Therapeutisches Reitprojekt Ira im Evangelischen Johannesstift.

Therapeutisches Reitprojekt Ira im Evangelischen Johannesstift. Fotos (3): Patrick Rein

Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd

Das Reitprojekt Ira gehört zum Evangelischen Johannesstift Berlin-Spandau. Es hat die offizielle Anerkennung des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten für die Fachrichtungen der Heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd (HFP) und der Hippotherapie. Geleitet wird das Reitprojekt Ira von Frau Schmalfuß, Sozialpädagogin und Trainerin B Reiten, welche ebenfalls die Zusatzqualifikation für die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd hat. Mit dem Jugendamt Spandau herrscht eine enge Kooperation, so dass schon vielen Kindern und Jugendlichen eine Förderung zu Teil werden konnte. Hingegen gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Krankenkassen und Sozialämtern meist schwieriger.

Patrick Rein

Weihnachtsmarkt und Adventskranz im Johannesstift

Ab dem 1. Advent können Besucher des Weihnachtsmarktes auch das Original des Adventskranzes in der Stiftskirche des Evangelischen Johannesstifts besichtigen

Pünktlich zum traditionellen Weihnachtsmarkt am 1. Adventssonntag steht auch der große Wichernsche Adventskranz in der Stiftskirche des Evangelischen Johannesstifts für die Besucher bereit. Bis zum 24. Dezember werden darauf 23 Kerzen brennen.

Weihnachtsmarkt am 1. Advent

Am 2. Dezember von 12 bis 18 Uhr lädt das Evangelische Johannesstift nach dem Erntedankfest auch wieder zum alljährlichen traditionellen Weihnachtsmarkt. Bläsergruppen und besinnliche Veranstaltungen stimmen die Besucher auf die Vorweihnachtszeit ein. Dazu gibt es viele Angebote für Klein und Groß, zum Beispiel die beliebte Rundfahrt mit der Stiftseisenbahn, ein großes beheiztes Spielzelt, Weihnachtsbasteln und vieles mehr. Zudem werden auch christliche Weihnachtstraditionen vorgestellt. So können alle die vorweihnachtliche Atmosphäre erleben, Weihnachtsgeschenke kaufen und Leckereien genießen. Auf dem Budenmarkt und in der bunten Einkaufsstadt im Festsaal finden die Besucher Geschenkideen vom Kunstgewerbe bis hin zur Bastelarbeit. Natürlich warten auch Kaffee und Kuchen, Glühwein und Speisen in vorweihnachtlicher Atmosphäre. Kindern wird ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Spielangeboten geboten.

Lang gepflegte Tradition

Jedes Jahr werden mit der beginnenden Adventszeit in Deutschland Millionen von Adventskränzen gekauft. Doch kennen die Käufer den Ursprung des Adventskranzes? Im Evangelischen Johannesstift können sie es erfahren. Gruppen aus Schulen, Kirchengemeinden oder Vereinen können bei Gottesdiensten oder nach Voranmeldung den Wichernschen Adventskranz im Evangelischen besichtigen und etwas über seinen Ursprung und die Geschichte dahinter erfahren. Information und Anmeldung bei Gunther Korb, Referent für Besuchergruppen, unter: 030/33609-587 oder per E-Mail: gunther.korb@evangelisches-johannesstift.de.

Seit mehr als hundert Jahren

Der Adventskranz wurde zum ersten Mal 1839 von  Johann Hinrich Wichern –  dem Begründer des Evangelischen Johannesstifts, des Rauhen Hauses in Hamburg und der Diakonie – zum ersten Mal aufgehängt. Er gestaltete damit zur Adventszeit im Rauhen Haus, einem evangelischen Waisenhaus, Andachten mit Waisen- und Straßenkindern. An jedem Tag der Adventszeit beginnend am 1. Advent zündete Wichern eine Kerze darauf an. An Heiligabend brannten dann alle Kerzen. In diesem Jahr sind es 23 Kerzen. 4 große weiße Kerzen für die Sonntage und 19 kleinere rote Kerzen für die Wochentage.

Patrick Rein