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Umweltradtour fährt durch Spandau

Radfahren und Umweltdemo: die brisante Kombination der Tour de Nature

Umweltradtour fährt durch Spandau

Eine vielfalt an Räder nehmen an der Tour de Nature teil / Quelle: http://tourdenatur.net (Tour 2008)

Die Fahrraddemonstration „Tour de Natur“, die am 22. Juli in Halle startet, wird vom 27. Juli bis zum 29. Juli durch Berlin fahren. Am 28. Juni werden sich die Radler dann auch in Spandau für die Umwelt einsetzen. Mit dem Motto „aktiv – umweltbewegt – unaufhaltsam“ radeln 200 Radfahrer 14 Tage durch Deutschland, um gegen verschiedene umweltgefährdende Projekte zu demonstrieren. Ziel ist es, Aktionen und Diskussionen zum Thema Umwelt einzuleiten und die Öffentlichkeit auf umweltgefährdende Projekte aufmerksam zu machen. Die Tour de Nature ist eine Veranstaltung der Grünen Liga Dresden / oberes Elbtal e.V. Schon die Radtour an sich ist ein umweltfreundliches Unterfangen da die Radler sich ausschließlich mit ökologischen und veganischen Nahrungsmitteln versorgen werden. Außerdem ist die Tour eine schöne Gelegenheit sich zu entspannen und neue Freundschaften zu schließen. Am 4. August endet die Tour dann in Greifswald.

Umweltradtour fährt durch Spandau

Die Radler fordern eine sofortige Schließung des Forschungs-Atomreaktors Helmholtz-Zentrum / Quelle: http://tourdenatur.net (Tour 2009)

Aktiv gegen Atomforschung

Drei Tage lang werden die Radfahrer in Berlin die Interessen von Mutter Natur verteidigen. Am Freitag den 27. Juli geht es vor dem Forschungs-Atomreaktor des Helmholtz-Zentrum in Wansee los. Der Reaktor erzeugt Neutronenstrahlen, durch die Forscher Bewegungen, Geschwindigkeiten und Zusammensetzung von Atomkernen ausmachen. Die Radler fordern eine sofortige Abschaltung des Reaktors, da er eine permanente Bedrohung für die umliegende Bevölkerung darstellt.

 

 

Umweltradtour fährt durch Spandau

Eine umweltfreundliche Art, Strassen zu befahren / Quelle: http://tourdenatur.net (Tour 2008)

Radweg statt Autobahn

Am 28. Juli kommen die Radler dann endlich nach Spandau. Um 9 Uhr 30 startet die Gruppe von der Stadthalle Falkensee, umrundet anschließend den Falkensee über die L20  und wird um 12 Uhr am Rathaus Spandau eintreffen. Dort werden sie der Alternativen Liste Spandau zu Hilfe kommen und sich für einen Ausbau der Fahrradstrecken im Bezirk einsetzen. Dann geht es weiter Richtung Autobahn, wo die Tour de Natur gemeinsam mit der Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS) gegen die Verlängerung der Stadtautobahn A100 demonstrieren wird. Der Bund und das Land Berlin haben entschieden die Autobahn von Neukölln bis zum Treptower Park weiterzubauen. Das Projekt ist teuer (430 Million Euro) und wird den Verkehr wohl nur im geringen Maße verbessern. Die Auswirkung auf die Umwelt bleibt umstritten. Der Tag endet mit einem Konzert von Heinz Ratz in der Kiezspinne ( Schulze-Boysen Straße 38) in Lichtenberg um 20 Uhr. Der Sänger verbindet pfiffige Rockmusik mit politischen Engagement.

Am 29. Juli fährt die Tour de Natur dann um 9 Uhr 30 weiter nach Eberswalde in Brandenburg, wo es um das Thema Energiepolitik gehen wird. Die Radfahrer werden Vorort eine Kundgebung gegen die CO2-Lagerstätten in Barim abhalten.

Einfach  spontan mitradeln

Die 14-Tage lange Radtour bietet noch viele weitere Möglichkeiten sich für Umwelt und Natur einzusetzen. Informationen zu den Anliegen der jeweiligen Etappen kann man auf der offiziellen Webseite www.tourdenatur.net finden. Vom 22. Juli bis zum 6. August ist es auch möglich, die Radler unter der Hotline 0176 96 52 34 08 anzurufen. Wer nicht genug Zeit oder Lust hat die gesamten 14 Tage mitzuradeln, kann auch spontan an einzelnen Etappen teilnehmen.

Polizeimeldung: Diebstähle am Sonnatgabend in Spandau

Drei Diebe, zwei Verbrechen

Letzte Nacht um 2 Uhr morgens bemerkte ein Anwohner des Zweiwinkelwegs in Spandau zwei junge Männer, die ein womöglich gestohlenes Quad-Bike auf einem Parkplatz parkten. Daraufhin alarmierte der Anwohner die Polizei. Die Behörden überprüften das Fahrzeug und die zwei Verdächtigen. Das Quad war zuvor vom Brunsbüttler Damm gestohlen wurde. Außerdem fuhren die 24-Jahre alten Täter einen Bollerwagen mit sich, in dem die Beamten einen Bolzschneider und einen Motorradhelm fanden. Die zwei Tatverdächtigen wurden von der Polizei festgenommen.

Am Spandauer Bahnhof wurde Sonntagabend ein 39-jähriger Mann festgenommen, als er probierte das Schloss eines Mountainbikes zu knacken. Der Fahrraddieb war den Behörden nicht unbekannt. Erst am Freitagabend war der Verdächtige schon einmal für Fahrraddiebstahl vorläufig festgenommen wurden.

Der ADFC bewegt Menschen

Mit dem „Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club“ einen aktiven Umweltbeitrag leisten

Michael Goretzki, Sprecher des ADFC und Gabriele Fliegel, Vorsitzende vom Wirtschaftshof (Foto: Ralf Salecker)

Michael Goretzki, Sprecher des ADFC und Gabriele Fliegel, Vorsitzende vom Wirtschaftshof (Foto: Ralf Salecker)

Anfang Juni rief der ADFC zu seiner traditionellen Sternfahrt durch Berlin. Zum 36. Mal folgten Berliner und Brandenburger Radfahrer in großer Zahl diesem Aufruf. Etwa 150.000 Pedalritter sollen sich nach Veranstalterangaben auf 19 Routen quer durch Berlin bewegt haben. Endpunkt war das Umweltfestival der „Grünen Liga“ vor dem Brandenburger Tor.

Den Spaß an der Bewegung konnte man den unzähligen Teilnehmern der Sternfahrt ansehen. Ganze Familien mit Kindern bewegten sich fröhlich durch die Stadt und zeigten wie viel Spaß diese Form der umweltschonenden Fortbewegung bereitet. Die steigende Begeisterung für das Rad lässt sich in Zahlen eindrucksvoll belegen. In den letzten 20 Jahren verdoppelte sich die Anzahl der Radler in Berlin, während sich der Anteil an Fußgängern und Autofahrern nur gering veränderte.

Mit der diesjährigen Sternfahrt demonstrierten die Radler für eine vollwertige Anerkennung des Fahrrades als vollwertiges Verkehrsmittel. Radfahrer leben gefährlich in Berlin. Folgerichtig lautete das Motto auch „Berlin auf der Radspur“, mehr Radspuren für Berlin.

Radfahrer sollen nach Wunsch des ADFC ein respektierter und vor allem gut sichtbarer Teil des Straßenverkehrs sein. Radwege hinter parkenden Autos erzeugen eher die Illusion, sie würden nicht zum regulären Verkehr gehören.

Verkehrsunfälle mit Radfahrern nehmen zu

Während 2010 noch 6282 Radfahrer an Verkehrsunfällen beteiligt waren, stieg die Zahl 2011 auf 7376. Die Zahl der Unfalltoten unter den Radfahrern hat sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr mit 11 Opfern fast verdoppelt. Glücklicherweise waren in Spandau keine zu verzeichnen. Trotzdem fährt es sich im Bezirk nicht ungefährlich. Der Falkenseer Platz gehörte 2010 zu den 5 gefährlichsten Kreuzungen Berlins. Auch die Kreuzung an der Klosterstraße Ecke Brunsbütteler Damm dürfte diesem „Spitzenplatz“ sehr nahe kommen.

Spandauer Ortsteilgruppe des ADFC

Wer den ADFC Spandau und seine Mitglieder kennen lernen und sogar selbst Einfluss auf ein Radfahrer freundliches Spandau nehmen möchte ist ein gerne gesehener Gast bei der Ortsteilgruppe, die sich jeden zweiten Mittwoch im Monat gegen 19 Uhr im Café Unvernunft im Kulturhaus Spandau trifft.

Regelmäßig veranstaltet die Ortsteilgruppe Diskussions- und Informationsveranstaltungen rund ums Fahrrad, immer bemüht vorurteilsfrei und undogmatisch sich einem Thema zu nähern. Erst vor kurzem wurde die höchst problematische Situation für Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen an den Bushaltestellen vor dem Rathaus Spandau thematisiert. An Berlins zweitgrößtem Busverkehrsknoten sind Konflikte der Verkehrsteilnehmer geradezu vorprogrammiert. Trotzdem ist seit vielen Jahren nicht einmal der Ansatz einer Lösung zu erkennen. Für den Radfahrer eher frustrierend scheinen die erfolgversprechendsten Lösungen auf beiden Straßenseiten eine Verlagerung der Radwege zu sein.

Neben verkehrspolitischen Themen, regelmäßigen Fahrradflohmärkten u.v.m. kommt der Freizeitspaß beim ADFC in Spandau natürlich nicht zu kurz. An jedem 4. Mittwoch im Monat geht es auf einer kostenlosen Feierabendrundtour 20 bis 30 Kilometer durch den Bezirk. Treffpunkt ist immer der Bahnhof Spandau.

 

Ralf Salecker

Polizeimeldung: Fahrradunfälle in Berlin

Vier Fahrradunfälle, davon zwei in Spandau

Gestern fanden in Berlin gleich vier Fahrradunfälle statt, zwei davon in Spandau. Alle beteiligten Radfahrer wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Fahrrad fahren kann eine gefährliche Angelegenheit sein und Vorsicht ist angesagt.

In der Nähe des Spandauer Damms sprang ein unbekannter Fußgänger gegen 16 Uhr 10 auf die Fahrbahn. Eine 37-jährige Fahrradfahrerin musste eine Vollbremsung einlegen, stoß jedoch trotzdem mit dem Fußgänger zusammen und stürzte zu Boden. Der unbekannte Fußgänger sprach die Frau kurz an, ging dann aber weiter. Die Verletzte wurde später mit einer Schulterfraktur ins Krankenhaus eingeliefert.

Gestern Abend um 19 Uhr 35 fuhr eine Frau in einem schwarzen BMW einen 69-jährigen Radfahrer am Falkenseer Damm an. Die Frau hatte sich an einer Kreuzung zum Rechtsabbiegen eingeordnet. Als die Ampel dann grün wurde, kreuzte Sie die Spur des Radfahrers, der stationär im Krankenhaus behandelt werden musste.

Auch in Pankow stieß eine 34-jährige VW-Fahrerin mit einem Fahrradfahrer zusammen, der eine Fraktur am rechten Arm erlitt. In Wannsee wurde an der Hohenzollernstraße ein 47-jährige Radfahrer von einem Auto angefahren und musste anschließend in einer Klinik stationär behandelt werden.

 

Spandau: Frühling, Frischluft, Fahrradunfall

In 50 Prozent aller Fälle ist der Radfahrer schuld!

Das Wetter wird sommerlich und viele Spandauer tauschen ihr Auto wieder gegen das Fahrrad ein. Doch Berlin ist immer noch keine Fahrradstadt und so läutet der Sommer wie immer auch den Kampf zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern ein.

Auf dem Busbahnhof am Altstädter Ring kommen Radfahrer und Fußgänger sich besonders nahe.

Auf dem Busbahnhof am Altstädter Ring kommen Radfahrer und Fußgänger sich besonders nahe.

Was gut für die Umwelt ist, muss eben nicht immer gut für den Radfahrer sein. Allein im letzten Jahr wurden 7376 Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung gezählt, wobei Spandau glücklicherweise mit Reinickendorf und Marzahn-Hellersdorf zu den Bezirken mit den geringsten Verkehrsunfallzahlen gehört. Allerdings wird weiterhin in allen Bezirken eine Zunahme der Unfälle verzeichnet. Die Sonderuntersuchung für Radfahrerverkehrsunfälle in Berlin vom Stab des Berliner Polizeipräsidenten berichtet außerdem, dass jeder fünfte Verkehrstote bei einem Verkehrsunfall mit Radfahrerbeteiligung zu beklagen ist.

Sechs Räder in zwei Wochen

Von Todesfällen hat Markus Jaster vom Spandauer Fahrradhaus in diesem Jahr Gott sei Dank noch nichts gehört, aber allein in den letzten zwei Wochen hat er mindestens sechs Unfallräder zur Reparatur bekommen. Einige hatten einen Totalschaden. Vor allem Torausfahrten an Radwegen sind für die Radfahrer sehr gefährlich. Außerdem sei es immer die Frage: Auto gegen Fahrrad oder Fahrrad gegen Auto, sagt er. „Wenn das Fahrrad gegen das Auto fährt ist es meistens recht langsam“, erklärt Jaster, „vielleicht 15 oder 20 km/h“. Da bekomme er die meisten Fahrräder wieder hin. „Denn eine Gabel, ein Vorderrad oder einen Lenker kann man austauschen.“ Anders sähe es aus, wenn das Auto in das Fahrrad kracht. „Dann ist es immer vorbei“. Meistens sei der Rahmen dann beschädigt und das Fahrrad unrettbar. Seine Kunden kamen bis jetzt immer mit einem blauen Auge davon. Er musste noch keinen im Krankenhaus besuchen.

Ein verbogenes Vorderrad

Ein verbogenes Vorderrad lässt sich noch leicht austauschen.

„Wenn man allerdings das Fahrrad dazu sieht…“, da werde ihm manchmal schlecht. Trotzdem bemerkt er keinen spürbaren Anstieg bei den Verkaufszahlen der Fahrradhelme. „Nicht einmal die Verunfallten kaufen sich danach einen“, stellt er schmunzelnd fest. „Dabei wäre es natürlich schön, wenn alle mit Helm fahren würden.“ In ganz Berlin ist jedoch eine spürbare Vermehrung der Helmträger zu verzeichnen. Vielen Radfahrern ist ein Helm allerdings immer noch zu unpraktisch. Manche fürchten auch um ihr ansehnliches Äußeres. Das dies bei einem Unfall viel eher beschädigt werden könnte, lassen wir mal dahingestellt.

Wer ist schuld?

Häufige Frage bei Radunfällen: Wer ist schuld? Sie ist nicht einfach zu beantworten. Viele Autofahrer denken nicht an den Schulterblick oder fahren gedankenlos aus Einfahrten. Oft treffen aber auch Radfahrer und Fußgänger aufeinander, wie zum Beispiel am Busbahnhof auf dem Altstädter Ring in Spandau.

Oft ist der Radweg nicht frei.

Oft ist der Radweg nicht frei.

Hier bleibt zum ein oder Aussteigen keine andere Möglichkeit, als den Radweg zu überqueren. Das Recht zum rücksichtslosen „durchklingeln“, wie häufig an diesem Busbahnhof, gibt es den Radlern allerdings nicht. Auch sonst sind leider häufig die Radfahrer in der Verantwortung. In 49,65 Prozent aller Unfälle mit Radfahrerbeteiligung in Berlin weißt die Sonderuntersuchung sie als Hauptverursacher aus. Hauptunfallursache sei die „falsche oder verbotswidrige Benutzung von Fahrbahnen und Straßenteilen. Das Befahren von Gehwegen und die Benutzung von Radwegen in falscher Richtung sind hier besonders hervorzuheben“. Auch die rote Ampel scheint für viele Radler nicht zu gelten.

Es ist also nicht einfach in der Streitfrage Auto versus Fahrrad ein Urteil zu sprechen. Was auf jeden Fall gilt: Vorsicht und Rücksicht, sowie Augenkontakt der Verkehrsteilnehmer könnten so manchen Unfall vermeiden.

Kirsten Stamer

Polizeimeldung: Fahrraddiebe erwischt

Jugendliche auf frischer Tat ertappt

Heute Morgen haben Polizisten des Polizeiabschnittes 21 zwei Fahrraddiebe in Spandau festgenommen. Die Beamten bemerkten um 4 Uhr morgens, dass zwei Jugendliche ein Fahrrad an einem Taxistand vor dem Bahnhof abstellten. Anschließend begaben sie sich in die Galenstraße und knackten ein weiteres Fahrradschloss.

Daraufhin wurden die zwei 17-jährigen von den Beamten festgenommen und nach einer Identitätsfeststellung zu ihren Eltern zurückgebracht. Die Tatverdächtigen gestanden, auch das erste Fahrrad geklaut zu haben.

Die Fahrradsaison ist eröffnet


Auf die Plätze, fertig, los!

Fahrradfahren in Spandau © Michael Bührke /www.pixelio.de

Die Temperaturen steigen langsam wieder und aus meteorologischer Sicht ist seit vier Tagen offiziell Frühling. Wenn das nicht mal ein guter Anlass ist Ihr Fahrrad endlich aus dem Winterschlaf zu wecken. Raus damit aus Keller oder Schuppen und los geht’s … – Moment, so geht das aber nicht!

Der Check-Up vor dem Start

Nach der Winterpause sollten Sie vorerst einen Rundum-Check am Fahrrad vornehmen. Ein bisschen putzen, bei Bedarf die Kette neu schmieren, Lichter auf Funktionalität überprüfen, Bremsklötze kontrollieren und natürlich aber wichtigsten die Einstellung von Sattel- und Lenkerhöhe austesten. Die Position von Sattel- und Lenkerhöhe ist von Mensch zu Mensch variabel, denn sie ist abhängig von der Körpergröße ebenso wie von Arm- und Beinlänge. Der Sattel sollte ungefähr auf Hüfthöhe des Fahrers eingestellt sein, sodass die Beine in unterster Pedalstellung durchgedrückt sind. Der Lenker sollte in der Höhe so positioniert werden, dass der Oberköper leicht nach vorn geneigt ist. Wer diese Punkte beachtet kann schon mal nicht viel verkehrt machen. Allgemein ist zu sagen „Man sollte sich auf dem Rad wohlfühlen“, diese Meinung teilt auch der Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes Herr Rolf Lemberg.

Positiver Effekt von Kopf bis Fuß

Fahrrad fahren gehört neben Schwimmen und Joggen zu den beliebtesten und gängigsten Ausdauersportarten deutschlandweit. Es stärkt die Herzmuskulatur und verbessert die Durchblutung. Menschen mit hohem Blutdruck können diesen durch Fahrrad fahren senken. Außerdem trainiert das radeln die Rücken- und Beinmuskulatur. Fuß- und Kniegelenke bleiben beweglich und die sportliche Aktivität an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung und stärkt die Abwehrkräfte. Also, nichts wie raus. Wie wäre es denn mit einer Fahrradtour durch den Spandauer Forst?

Havel Radweg auf der Karte

Havel Radweg auf der Karte

Der Havel-Radweg in Spandau

Der Havel-Radweg ist in Spandau allseits bekannt und beliebt. Zu diesem Urteil kamen auch zwei niederländische Jurymitglieder, die den Radweg im Herbst vergangenen Jahres testeten. In den Kategorien Ausschilderung, Naturschönheit, Einkehrmöglichkeiten an der Strecke, Autofreiheit und Verbindungen zu anderen Radwegen konnte der Havel-Radweg in Spandau punkten. So nahm Gerd Koallick, stellvertretend für die Marketingkooperation – Havel-Radweg den Preis mit dem Titel „Radroute des Jahres“ entgegen. Die Ehrung fand am 11. Feburar 2012 auf der Rad- und Wanderwegmesse „Fiets en Wandelbeurs“ in Amsterdam statt-

Weitere Maßnahme des Radwege-Programms

Das Thema Fahrrad fahren steht momentan auch beim Spandauer Senat ganz oben auf der Liste und so stellte dieser auch direkt Finanzierungsmittel zum Auf- und Ausbau der Radweg-Infrastruktur zu Verfügung. In einer Sitzung stellte Tiefbauamtsleiter Michael Spiza am 21. Februar 2012 die Vorhaben im Verkehrsausschuss vor. So soll beispielsweise der Havelradweg in Gatow vervollständigt werden. Zurzeit ist die Wegführung unterbrochen, da Privatgrundstücke eine direkte Wegführung entlang der Havel unmöglich machen. Eine Lösung musste herbei und man entschloss sich den Weg entlang der Straße Alt-Gatow weiterzuführen. Ebenso soll der Radweg in der Schönwalder Allee neu asphaltiert werden. Auf der Zeppelin- sowie auf der Nauener Straße soll auf bestimmten Teilstücken beidseitig ein neuer Radweg angelegt werden. Weitere Vorhaben die bald ausgeführt werden sollen oder die noch in Planung sind:
– Angebotsstreifen für Radfahrer auf der Stadtrandstraße und im Klosterbuschweg.
– Anlegung eines beidseitigen Radweges auf Teilen des Straßenzuges Wilhelmstraße und Potsdamer Chaussee.
– Verbesserung der Situation für Radfahrer an der Heerstraße (zwischen Pichelsdorfer Straße und Landesgrenze).

Kulturfahrradcheck bei den Inselspinnen

© Dieter Schütz / pixelio.de

© Dieter Schütz / pixelio.de

Der ADFC Spandau veranstaltet eine Feierabend-Tour mit dem Rad. Die Tour ist ein Rundkurs und hat eine Länge von 20-30 km. Sowohl geübte Fahrradfahrer als auch ungeübte können die Strecke locker fahren und sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Treffpunkt ist am Bahnhof Spandau an den Spandau Arcaden. Mehr Informationen zum ADFC gibts hier. In diesem Sinne,rein in den Sattel und in die Pedale getreten! Viel Spaß!

R.S.G. Radsport Gruppe Berlin

Die Geschichte eines unkonventionellen Fahrradvereins

Das Logo der R.S.G. Radsport Gruppe Berlin

Gegründet am 25.05.2008, war die R.S.G Anfangs eine Idee von drei Freunden, die zusammen gerne Rad fuhren. Im Sommer 2008 fusionierte die R.S.G dann mit dem Cruiser Club B.B.C.B und wuchs auf mittlerweile 25 Mitglieder, die damals als die „Fahrrad Gang mit den komischen Kirmesrädern“ bekannt waren.

Das heutige Wappen wurde auch zu dieser Zeit entworfen. Das Logo in Form eines Kettenblatts stammt noch aus den Zeiten des B.B.C.B. Das R.S.G Kürzel sowie das Chopperbike sind Zeichen für die nicht konventionelle Zweiradkultur des Vereins, der sowohl mit der Cruiser- als auch mit der Kustombike-Szene verbunden ist.
Jährlich organisiert die R.S.G ein Radfahr-Event mit europaweiter Ausstrahlung: den Capital Cruise. Es werden im vorhinein Strecken in der Hauptstadt festgelegt, die dann von den Bikern abgefahren werden. Hierfür wird die Strecke während des Cruises von der Polizei begleitet, für den motorisierten Verkehr gesperrt und alle Ampeln auf „grün“ geschaltet. In Jahr 2011 fuhren die Radbegeisterten drei Tage durch Berlin und feierten abends dann auch tüchtig. Das Event ist nicht nur in Berlin oder Deutschlandweit bekannt, mittlerweile kommen Cruiser aus ganz Europa.
Im Dezember 2008 richtete sich die R.S.G übrigens auch eine eigene Werkstatt im Berliner Bezirk Friedrichshain ein, die auch als Tagungsstätte und Veranstaltungsort diente. Im August 2010 wurde die Werkstatt dem schnell wachsenden Verein jedoch zu klein, der dann in besser geeignete, doppelt so große Räumlichkeiten im gleichen Bezirk umzog. In der Volkswerkhalle, wie sie gerne von den Mitgliedern bezeichnet wird, sind Rahmenbau, Schweiß- und Lackierarbeiten vor Ort möglich und ab und an besuchen die Mitglieder der R.S.G cruisenderweise auch das schöne Spandau.