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Stadtteilfest im Falkenhagener Feld

Das Jubiläumsjahr beginnt

8. Stadteilfest im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Salecker)

8. Stadteilfest im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Salecker)

Das 8. Stadtteilfest der Sozialen Stadt im Falkenhagener Feld bot diesmal neben den regulären Veranstaltungen ein Podium für den Start ganz anderer Festlichkeiten. Nach der erfolgten Einweihung des neuen Quartiersplatz an der Westerwaldstraße beginnen nun auch die Feierlichkeiten zu 50 Jahre Falkenhagener Feld.

Schaut man sich heute das Meer von Häusern entlang der Falkenseer Chaussee an, fällt es schwer, sich vorzustellen, dass hier vor rund fünfzig Jahren Kleingärten und eine schmale holprige Straße das Bild bestimmten. Nach dem Krieg war Wohnraum knapp. Moderne und bezahlbarere Wohnungen mussten her. So entstanden neben den größeren Siedlungen im Märkischen Viertel und der Gropiusstadt auch hier im Falkenhagener Feld Wohnungen. Diese drei Großsiedlungen boten erschwingliche Wohnungen für zehntausende Menschen in Berlin. Im November 1962 war die Grundsteinlegung für die ersten Gebäude im Siegener Viertel.

Jahrzehnte später war das Falkenhagener Feld etwas in die Jahre gekommen. Der jetzige Quartiersplatz diente als Parkplatz. Infrastrukturmaßnahmen sollten die Aufenthaltsqualität in diesem Teil des Falkenhagener Feldes verbessern, indem ein zentraler lebendiger Quartiersplatz als Identifikationsort und Treffpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen wird. Ein bedeutsamer Schritt dabei war der Umzug der Stadtteilbibliothek in den modern ausgebauten ehemaligen Supermarkt im kleinen Einkaufszentrum an der Westerwaldstraße. Sie rückte von einer unattraktiven Randlage ins Zentrum des Geschehens. Gemeinsam mit der Zuflucht-Kirchengemeinde und dem Klubhaus, unter der neuen Leitung von Hakan Budak, bilden alle nun einen lebendigen Treffpunkt im Falkenhagener Feld, der wieder zum Verweilen einlädt. Fahrzeuge dürfen in diesem Bereich, der jetzt als Spielstraße ausgewiesen ist, nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Finanziert wurden die Baumaßnahmen aus dem Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“.

„Zusätzlich zu den Straßenflächen des Landes Berlin sind Grundstücksteile des Wohnungsunternehmens GSW und der Zuflucht-Kirchengemeinde in den Platz einbezogen und einheitlich gestaltet worden. Es ist somit ein zentraler Aufenthaltsort und nachbarschaftlicher Treffpunkt entstanden, der wichtige Jugend-, Sozial-, und Bildungseinrichtungen miteinander verbindet und in Zukunft näher zusammenrücken lässt.“

Vor der Stadtteilbibliothek weihten Spandaus Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und die Stadträte Carsten-Michael Röding und Gerhard Hanke eine Skulptur ein, in der sich viele Werke B. Travens, des Namensgebers der gleichnamigen Schule im Falkenhagener Feld widerspiegeln. Die Skulptur, ein Mensch, geformt aus unzähligen stählernen Buchstaben, trägt die Überschriften vieler Werke des Schriftstellers in sich. Zu den bekanntesten Werken B. Travens gehören die Romane „Das Totenschiff“ und „Der Schatz der Sierra Madre“.

Das 8.Stadtteilfest bot erstmalig die Gelegenheit, den 5500 Quadratmeter großen Platz zu testen. Mehr als 50 Initiativen aus dem Falkenhagener Feld und anderen Spandauer Ortsteilen nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit persönlich vorzustellen und um mit Nachbarn und Bewohnern, Aktiven und Akteuren ins Gespräch zu kommen. Endlich konnten die großen „Treppen“ des Klubhauses passend genutzt werden. Wie in einer Arena konnten die Zuschauer gemütlich sitzend das abwechslungsreiche Geschehen auf der Bühne verfolgen. Schon jetzt freuen sich viele auf das 9. Stadteilfest im nächsten Jahr. Der Zeitraum bis dahin wird mit Ausstellungen, Aktionen und Vorträgen zum Jubiläum des Falkenhagener Feldes gefüllt sein. Langeweile kann folglich nicht aufkommen.

 

Ralf Salecker

Sprache ist der Schlüssel

Bezirksbürgermeister Kleebank ehrte engagierte Jugendliche im Projekt Sprachstube Deutsch für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Die jugendlichen Vorbilder, die sich ehrenamtlich im Falkenhagener Feld in einem Stadtgebiet mit besonderem Entwicklungsbedarf engagieren, wurden am Montag im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung durch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank geehrt und eine Urkunde überreicht. Seinen Ursprung fand die Sprachstube im Wedding im Jahr 2004 von dort aus ging es über Reinickendorf bis die Idee 2009 auch in Spandau etabliert wurde. Viele Bilder und Informationen zum Projekt veranschaulichten die Arbeit der Sprachförderer/innen.

Bezirksbürgermeister Kleebank ehrte die Schülerinnen und Schüler für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Sprachstube.

Bezirksbürgermeister Kleebank ehrte die Schülerinnen und Schüler für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Sprachstube.

Spielerisch Deutsch lernen

Im Projekt Sprachstube Deutsch führen Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren, vorrangig mit Migrationshintergrund, kleine Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache spielerisch an die deutsche Sprache heran. Auch die Jugendlichen sammeln dabei wertvolle vorberufliche Erfahrungen, engagieren sich bewusst für den eigenen Kiez und können ihre Zweisprachigkeit als wertvolle Ressource nutzen. So bekannte auch Klara als eine der Geehrten, dass die Lehrenden oftmals mehr bekämen, als dass sie eigentlich geben würden. Viele sind schon seit Jahren dabei und wollen die eigenen Erfahrungen nicht mehr missen. Klara führte daher weiter aus: „Wer das Ehrenamt nicht kennt, hat was verpennt.“

Geförderte Kinder überreichten Blumen an ihre Sprachlehrer, Klara (re.) stellte das Ehrenamt in den Vordergrund.

Geförderte Kinder überreichten Blumen an ihre Sprachlehrer, Klara (re.) stellte das Ehrenamt in den Vordergrund. Fotos (2): Patrick Rein

Erfolgreiche Schullaufbahn

Die Kinder im Vorschulalter erfahren in vertrauter häuslicher Umgebung wertvolle individuelle Sprachbetreuung, sie verbessern ihren Wortschatz und ihre Ausdrucksmöglichkeiten. In einem kreativen Prozess gemeinsamer und spielerischer Kommunikation wird so der Grundstein für eine erfolgreiche Schullaufbahn gelegt. Auch die Mütter erhalten Informationen zu Sprachkursen für Erwachsene im Bezirk. Das Projekt Sprachstube Deutsch erhielt bereits diverse regionale und überregionale Auszeichnungen und Preise, wie beispielsweise den ersten Platz des Heinz-Westphal-Preises des Deutschen Bundesjugendrings (2007), Nationaler Bürgerpreis in der Kategorie „Junior“ der Initiative „für mich, für uns, für alle“ (2008), den 2. Platz beim Berliner Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz der „Initiative Hauptstadt Berlin e.V.“ (2008) und den Werner Salomon-Preis im Rahmen des Spandauer Präventionsprojektes „Stark ohne Gewalt“ (2012).

Sprachstube Deutsch®Team:

  • Olga Kemer
  • Teresa Weis
  • Kraepelinweg 13
  • 13589 Berlin-Spandau
  • Tel.: 030 / 37 15 15 20

Die Sprachstube Deutsch ist ein Angebot des 1995 gegründeten Trägers casablanca gGmbH. Seither wurde der Schwerpunkt Erziehungshilfe und Familienförderung kontinuierlich ausgebaut. Die casablanca gGmbH hält ein breites Spektrum an Angeboten und Hilfen in verschiedenen Lebenslagen bereit und ist in mehreren Bezirken Berlins tätig.

Patrick Rein

Neues Bürgerbüro in der Stadtteilbibliothek

Im Sinne der Spandauerinnen und Spandauer eröffneten die Stadträte Machulik und Hanke Bürgerbüro im Falkenhagener Feld.

Viel wurde über die Umstrukturierung der Bürgerämter und der Schließung des Standortes in Kladow diskutiert. Auch die Eröffnung des Bürgerbüros im Parnemannweg wurde zu einem Politikum genutzt. Das es jedoch auch einfacher geht, zeigten jetzt die Stadträte Stephan Machulik (SPD) und Gerhard Hanke (CDU): Dieser stellte in der Stadtteilbibliothek in der Westerwaldstraße einen Raum zur Nutzung als Bürgerbüro zur Verfügung.

Eröffnung des Bürgerbüros im Falkenhagener Feld mit den Stadträten Mchulik (li.) und Hanke (re.) sowie Bürgeramtsmitarbeiterinnen.

Eröffnung des Bürgerbüros im Falkenhagener Feld mit den Stadträten Mchulik (li.) und Hanke (re.) sowie Bürgeramtsmitarbeiterinnen.

Jeden zweiten Dienstag

Damit stehen in Spandau neben dem Bürgeramt im Rathaus und dem Terminstandort in der Wasserstadt auch die Bürgerbüros in Kladow als auch dem Falkenhagener Feld zur Verfügung. Während für Kladow jeden Montag von 8 bis 12 und 13 bis 15 Uhr Termine unter anderem per Mail vereinbart werden können, ist dies beim Falkenhagener Feld für jeden zweiten Dienstag der geraden Kalenderwochen von 12 bis 16 Uhr möglich. Die Abholung der fertiggestellten Dokumente erfolgt jedoch weiterhin ausschließlich im Bürgeramt Rathaus Spandau.

Noch ist es verhältnismäßig leer in der neuen Stadtteilbibliothek in der Westerwaldstraße

Noch ist es verhältnismäßig leer in der neuen Stadtteilbibliothek in der Westerwaldstraße. Fotos (2): Patrick Rein

Neue Stadtteilbibliothek

Mittlerweile hat sich das neue Konzept der Bürgerämter und –büros etabliert und auch die dortigen Wartezeiten als auch bei der Terminvergabe deutlich verkürzt, wie die entsprechende Fachbereichsleiterin mitteilte. Dennoch hofft Hanke, dass durch das Bürgerbüro eventuell auch die Stadtteilbibliothek verstärkt in die Wahrnehmung des Stadtteils gerät. Denn noch hält sich der Besucherzustrom im neuen Gebäude in Grenzen während die hochfrequentierte Schulbibliothek in der Wilhelmstadt, welche auch als Stadtteilbibliothek genutzt wurde, auf Grund von Personalengpässen nur noch den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung steht.

Neben der Bücherausleihe steht den Leserinnen und Lesern am neuen Standort der Stadtteilbibliothek in der Westerwaldstr. 9 auch Internet-Zugang und WLAN zur Verfügung. So kann in der Bibliothek kostenlos im Internet gesurft, recherchiert und gearbeitet werden, selbstverständlich auch mit dem eigenen Laptop.

Patrick Rein

Kinder und Jugendliche freuen sich über Trainingsanzüge

Wohnungsbaugesellschaft unterstützt und würdigt mit einer Spende Engagement eines Judovereins für Kinder und Jugendliche.

Das Falkenhagener Feld steht ebenso wie andere Spandauer Stadtteile nicht immer nur mit erfreulichen Nachrichten in den Medien. Dies gilt auch für Wohnungsbaugesellschaften wie der GSW Immobilien AG wenn es beispielsweise um die Themen Asbest in Wohnungen oder Mietentwicklungen geht. Dieses Mal ist die Erwähnung jedoch ausschließlich positiv, denn: Die Wohnungsgesellschaft GSW Immobilien AG unterstützt den lokalen Judoverein Kano Berlin e.V., der Kindern und Jugendlichen mit viel Engagement eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung abseits von Fernseher, Computer und Spielekonsolen im Falkenhagener Feld bietet.

Groß und klein werden sportlich als auch sozial gestärkt.

Groß und klein werden sportlich als auch sozial gestärkt.

Kinder und Jugendliche stärken

Seit seiner Gründung 2007 ist der Judo-Klub Kano Berlin e.V. zu einer festen Größe im Spandauer Stadtteil Falkenhagener Feld geworden. Für viele der aus sieben Nationen stammenden Kinder und Jugendlichen ist es dabei weit mehr als nur ein sportliches Angebot. Durch die ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainer werden soziale Werte wie Fair Play, Solidarität, Gemeinschaft, Teamgeist, aber auch Beharrlichkeit und Disziplin vermittelt. Ausflüge und besondere Angebote in den Schulferien runden zudem das Angebot ab.

Alle Nachwuchsjudokas wurden von der Wohnungsbaugesellschaft GSW mit Trainingsanzügen ausgestattet.

Alle Nachwuchsjudokas wurden von der Wohnungsbaugesellschaft GSW mit Trainingsanzügen ausgestattet.

Sportlich und sozial erfolgreich

Viele der Aktiven – der Verein hat 200 Mitglieder – sind mit großem Eifer dabei. Die vielfachen sportlichen Erfolge sprechen für sich: unter anderem Titel als Berliner Meister und Nordostdeutsche Meister, zahlreiche Teilnahmen an Turnieren in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern – wobei mehrfach erstplatzierte Mannschaftstitel erreicht wurden. „Leider können sich viele Familien keine Ausstattung ihres Nachwuchses mit Trainingsanzügen leisten“, erklärt Kerstin Shareef vom Kano Berlin e. V.

Gruppenfoto des Kano e.V. in der Turnhalle der Siegerland-Grundschule.

Gruppenfoto des Kano e.V. in der Turnhalle der Siegerland-Grundschule. Fotos (3): Patrick Rein

Trainingsanzüge für alle

Einer der großen Vermieter im Falkenhagener Feld-Ost, die GSW Immobilien AG, hat nun dem Verein ein besonders Geschenk gemacht: Das Wohnungsunternehmen sponsert 100 Trainingsanzüge im Wert von 4.000 Euro zur Unterstützung der Vereinsarbeit. Kerstin Shareef weiter: „Dass wir nun Dank der GSW als Kooperationspartner allen – auch denen, deren Eltern es sich nicht leisten können – eine Ausstattung mit Judoanzügen anbieten können, hilft uns sehr. Es freut uns, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird. Unser Dank gilt auch dem Quartiersmanagement Falkenhagener Feld-Ost, das diese Spende vermittelt hat.“

Patrick Rein

Saisonbeginn der Bolzplatzliga

Nachdem der erste Termin für die Auftaktveranstaltung wetterbedingt verschoben wurde, konnte am Samstag endlich wieder gekickt werden.

Während sich im Profifußball Hertha BSC erst am Sonntag den vorzeitigen Wiederaufstieg im Berliner Olympiastadion sichern konnte, starteten am Samstag Groß und Klein in Spandau wieder in den Spielbetrieb. Traditionell stieg das Bolzplatz-Fieber wieder mit der großen Auftaktveranstaltung im Spekteweg des Falkenhagener Feldes. In fünf Altersklassen traten Jungen und Mädchen zum ersten Kräftemessen der Saison an. Mit Musik, Hüpfburg und kostenlosem Grillen war das erste Turnier bei bestem Wetter ein gelungener Auftakt des Spandauer Vorzeigeprojekts.

Die Freude über den Beginn der neuen Bolzplatzliga-Saison war nach der langen Winterpause groß.

Die Freude über den Beginn der neuen Bolzplatzliga-Saison war nach der langen Winterpause groß.

Soziales Straßenfußballprojekt

Bereits 2006 wurde das Projekt unter der Trägerschaft des 1. FFV Spandau e. V. in den drei Spandauer Stadtteilmanagementgebieten Falkenhagener Feld Ost und West sowie Heerstraße ins Leben gerufen. Dabei ist die Bolzplatzliga in Spandau ein gänzlich kostenloses soziales Straßenfußballprojekt für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren, bei dem trotz allen sportlichen Ehrgeizes Toleranz, Fairness und Gewaltfreiheit oberstes Gebot sind. Damit kein 10-Jähriger gegen einen körperlich überlegenen 18-Jährigen spielen muss, gibt es mehrere Staffeln. Und nachdem im Bundestag die gesetzliche Frauenquote vergangene Woche zwar gescheitert ist, nehmen auch immer mehr Mädchen an der Bolzplatzliga teil. Interessierte Jugendliche, egal ob männlich oder weiblich, dürfen in Eigenregie Teams bilden und müssen sich anschließend nur noch anmelden.

Jungen und Mädchen gleichermaßen "kämpfen" nach speziellen Bolzplatzregeln um den Ball.

Jungen und Mädchen gleichermaßen „kämpfen“ nach speziellen Bolzplatzregeln um den Ball. Fotos (2): Patrick Rein

Saison geht noch bis November

In regelmäßigen Abständen finden die Spieltage und Turniere statt, wobei der Fokus im Betrieb einer Liga liegt. Gespielt wird auf verschiedenen Plätzen in den drei Quartieren in Spandau. Natürlich sind die Bolzplatzligaregeln zu beachten und auch einzuhalten, welche im Einklang mit den Spielern über die gesamte Projektlaufzeit geändert wurden und kontinuierlich werden. Zu gewinnen gibt es je nach Veranstaltung verschieden Preise. Hauptpreise gehen bis zu einer Playstation 3. Zum Projekt gehören aber auch Aktivitäten jenseits des Fußballs über die sich Interessierte wie über alles andere auch auf der Internetseite informieren können.

Helfer gesucht

Schon kleine Zuwendungen können dem Projekt Bolzplatzliga eine außerordentlich große Hilfe sein. Dabei handelt es sich in erster Linie jedoch nicht unbedingt um Geldbeträge, sondern vor allem um Materialien und Preise für die Jugendlichen. Auch einfache Arbeitskraft kann von großem Nutzen – beispielsweise als Elternteil als Grill-Chef – bei einem der großen Feste sein. Auch Kontakte zu Unternehmen, die sich sozial engagieren wollen, sind gerne gesehen.

Patrick Rein

Vorlesestunden im Falkenhagener Feld

Stadtteilbibliothek kooperiert mit Lesewelt Berlin e.V.

Bücher lesenAb sofort findet in der Stadtteilbibliothek Falken- hagener Feld einmal pro Woche die Veranstaltung „Vorlesestunden“ statt. Diese richtet sich an Kinder von vier bis zwölf Jahren und wird in Kooperation mit dem Verein Lesewelt Berlin organisiert. Die Teilnahme ist kostenlos und wer die Vorlese- stunden zehn Mal besucht hat, der erhält ein Buchgeschenk.

Stadtteilbibliothek Falkenhagener Feld
Westerwaldstraße 9
13589 Spandau
Kontakt (01520) 919 011 3, Frau Schulze-Dau

So funktioniert`s

Ehrenamtlich tätige Vorleser nehmen sich Zeit, um die Kinder in die Welt voll Abenteuer, mutigen Helden und unbekannten Orten mit zu nehmen. Während die Kinder im Rahmen der Vorlesestunden beschäftigt sind haben die Eltern die Möglichkeit selbst in der Bibliothek nach Lesestoff zu stöbern oder bei einem Kaffee mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen.

Tipp

Beantragen Sie für Ihr Kind einen Bibliotheksausweis. Damit hat Ihr Kind die Möglichkeit DVDs, Bücher u.v.m. auszuleihen und das nicht nur in der Stadtteilbibliothek Falkenhagener Feld, sondern in allen Berliner Stadtteilbibliotheken. Und das Beste an der ganzen Sache: Der Bibliotheksausweis ist für Kinder kostenlos!

 

Kandidatenvorstellung in der Neustadt

Das Quartiersmanagement Neustadt wählt noch bis Donnerstag seinen neuen Quartiersrat

Um den sozialen Problemen in bestimmten Stadtteilen entgegenzuwirken, wurde bereits 1999 das Quartiersmanagement ins Leben gerufen. Die vielfältigen Problemlagen konzentrieren sich in diesen Stadtteilen und führen zu einer insgesamt negativen Entwicklung. Gegenwärtig werden mehr als 474 Programmgebiete in rund 284 deutschen Städten und Gemeinden gefördert. Dieses dient dem Aufbau und der Stabilisierung von Nachbarschaften sowie der baulichen Weiterentwicklung als auch Aufwertung von Bildungseinrichtungen sowie Gebäuden und Anlagen, welche die Gemeinschaftsbildung und den sozialen Zusammenhalt in einem Stadtteil unterstützen. Neben dem Quartiersmanagement der Neustadt gibt es in Spandau entsprechende Quartiere auch für das Falkenhagener Feld Ost und West sowie der Heerstraße.

Auch Bezirksbürgermeister Kleebank verschaffte sich einen Kandidatenüberblick.

Auch Bezirksbürgermeister Kleebank verschaffte sich einen Kandidatenüberblick.

Neustadt wählt

Alle zwei Jahre wählen die Bewohner einen neuen Quartiersrat, bestehend aus zwölf Vertretern. Am Dienstagabend hatten alle Neustädter beim Salon die Möglichkeit die Kandidaten näher kennenzulernen. Vor deren Vorstellung stimmten sowohl Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) als auch Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister Carsten Röding (CDU) auf die bevorstehenden Aufgaben ein. Zudem wurden die bisherigen Quartiersräte verabschiedet und erhielten als Dank von der Senatsverwaltung die sogenannte Ehrenamtskarte. Denn die Ausübung als Quartiersrat erfolgt ausschließlich ehrenamtlich. Alle Kandidaten finden sich im Internet auf der Seite des QM-Neustadt.

Baustadtrat Röding leitete zur Verabschiedung der bisherigen Quartiersräte über.

Baustadtrat Röding leitete zur Verabschiedung der bisherigen Quartiersräte über.

Zeit drängt

Wer gestern nicht dabei sein konnte, hat heute von 14 bis 18 Uhr im WaschCafe in der Schäferstraße 8 sowie am Donnerstag von 9 bis 14 Uhr im Quartiersbüro in der Kurstraße 5 noch die Gelegenheit seine Stimme abzugeben. Wahlberechtigt sind alle Bewohner der Neustadt die mindestens 16 Jahre alt sind und im Gebiet Neustadt ihren Wohnsitz haben. Zur Wahl sind daher ein gültiges Ausweisdokument wie Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung mitzubringen.

Die ehemaligen Quartiersräte erhielten zur Verabschiedung die Ehrenamtskarte.

Die ehemaligen Quartiersräte erhielten zur Verabschiedung die Ehrenamtskarte. Fotos (3): Patrick Rein

Etwas bewegen

Neben der aktiven Mitarbeit ist darüber auch jede Bürgerin und jeder Bürger aufgerufen sich am Quartiersmanagement zu beteiligen. So zeichnet sich das Quartiersmanagement an der energetischen Sanierung und Neugestaltung der Lynar-Grundschule verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden im Bezirk als auch bei der Senatsverwaltung ist für die Verwirklichung der Ziele unerlässlich.

Patrick Rein

Spandau hat seine Hausaufgaben gemacht

Bezirksstadtrat stellt Plan zu Kitabetreuungsplätzen für 2013 vor

Erst vor kurzem berichteten wir in Zusammenhang mit der Eröffnung der Kindertagesstätte in der Lasiuszeile über die drohenden Probleme, dem ab nächstem Jahr bestehenden Gesetzesanspruch auf einen Betreuungsplatz der ein- bis dreijährigen Kinder gerecht zu werden. Am Mittwoch stellten jetzt Bezirksstadtrat für Jugend, Bildung und Sport Gerhard Hanke und Fachdienstleiter für Kooperationen mit Regeleinrichtungen Klaus Sareika das bezirkliche Konzept vor um zumindest räumlich die benötigten Bedarfsplätze zu schaffen.

Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (re.) und Fachdienstleiter Klaus Sareika

Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (re.) und Fachdienstleiter Klaus Sareika stellten den Entwicklungsplan Kita und Tagespflege vor.

Erheblicher Fachkräftemangel

Während die Bezirke für die Schaffung der Räumlichkeiten verantwortlich sind, obliegt die personelle Besetzung dabei der Senatsverwaltung. Die Trennung zwischen Inneren und Äußeren Bildungsangelegenheiten stellt besonders bei einem so großflächigen Land wie Berlin immer wieder schwerwiegende Zuständigkeitsprobleme dar. Wie ab dem kommenden Schuljahr personelle Engpässe im Erzieherbereich behoben werden, ist unklar. Fachkräfte sind Mangelware und die Möglichkeiten von Umschulungen und Weiterbildung weites gehend ausgeschöpft.

Lösung für Problemkieze

Mit den heutigen Kapazitäten würden gut 1500 Betreuungsplätze fehlen, wenn jeder der einen gesetzlichen Anspruch hat, diesen auch einfordern würde. Besonders in den Stadtteilen Falkenhagener Feld, Wilhelmstadt und Heerstraße Nord ist die Lage derzeit besonders besorgniserregend. Nach dem vorgestellten Entwicklungsplan wird jedoch auch dort bis zum Herbst 2013 das Angebot dem Bedarf angepasst sein.

Nach der Lasiuszeile werden in diesem Jahr noch zwei weitere neue Kitas eröffnet.

Nach der Lasiuszeile werden in diesem Jahr noch zwei weitere neue Kitas eröffnet. Fotos (2): Patrick Rein

Am seidenen Faden

Damit die Vorhaben doch aber auch tatsächlich gelingen, müssen alle Räder ineinandergreifen. „Wenn nur ein Rädchen ins Klemmen gerät, steht das Gesamtwerk still“, führte Stadtrat Hanke bildlich aus. Bedeutet: Um die Pläne umzusetzen, müssen Senatsverwaltung und Baubehörden mitarbeiten. Während der Architekt der Kita Lasiuszeile das Spandauer Bauamt für die unkomplizierte und einfache Zusammenarbeit lobte, ist auch die Finanzierung mittels Fördergelder der Senatsverwaltung zu gewährleisten. Dort wurden berlinweit 4 Millionen Euro zur Verwirklichung von Bauvorhaben im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung bereitgestellt – mittlerweile wurden jedoch Anträge in Höhe von 20 Millionen eingereicht. Für 2013 wird der Etat nun noch um 16 Millionen aufgestockt.

Spandau hat seine Hausaufgaben zur Schaffung der Rahmenbedingungen gemacht, ob es zeitlich realisierbar ist und wirklich alle Räder reibungslos ineinandergreifen bleibt abzuwarten. Erfreulich ist jedoch jetzt schon festzustellen, dass sich genug freie Träger für die Kitas gefunden haben, da die Betreibung nicht mehr staatlich organisiert ist.

Patrick Rein

Kinderrestaurant im Falkenhagener Feld

Förderverein „eff-eff Kinder im Restaurant Spandau e.V.“ feierte am Samstag sein 10-jähriges Jubiläum

Kindern eine Chance geben, nach der Schule warm zu essen, sich mit anderen zu treffen, Hausaufgaben zu machen und einfach mal mit jemandem zu sprechen, wenn es nicht so gut läuft – was sich vor 10 Jahren aus dem Kreis des Rotary-Clubs „Berlin-Zitadelle“ entwickelt hat, ist heute nicht mehr wegzudenken und hat schon viele Familien entlastet. In zehn Jahren haben die Spandauer Rotarier das Kinder-Restaurant mit mehr als 200.000 Euro finanziell unterstützt.

Gespannte Gesichter beim Unterhaltungsprogramm zum Jubiläum.

Gespannte Gesichter beim Unterhaltungsprogramm zum Jubiläum.

Jugendamt und Verein kooperieren

Auf Grund der sich rapide verschlechternden familiären und sozialen Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche entstand die Idee des Kinderrestaurants, wie es sie auch in mit der Arche oder in Spandau mit dem Jonas Haus gibt. Vor allem im Falkenhagener Feld leben Familien verschiedener Kulturkreise sowie aus unteren sozialen Schichten. Das damalige Jugendamt unter Leitung des Bezirksstadtrats Fredy Stach realisierte im Klubhaus Falkenhagener Feld bereits frühzeitig ein preiswertes Frühstücks- und Mittagsangebot. Jedoch wenige Jahre später wurden die Personalmittel drastisch gekürzt, so dass die Einrichtung vor der Schließung stand. Am 1. Juli 2002 wurde daher aus dem Kreis der Mitglieder des Rotary-Club Berlin Zitadelle der Verein „eff-eff Kinder im Restaurant Spandau e.V.“ gegründet. Zwischen dem Jugendamt und dem Verein entwickelte sich so eine enge Kooperation. Mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und der Teilfinanzierung aus Spenden konnten seither bis zu 10.000 Essen pro Jahr für benachteiligte Kinder, Senioren und Eltern aus dem sozial schwachen Umfeld produzieren und ausgeben werden.

Gutes Essen zu erschwinglichen Preisen für Alt und Jung.

Gutes Essen zu erschwinglichen Preisen für Alt und Jung. Fotos: Patrick Rein

Mehr als nur Essen

Das Kinderrestaurant ist ein Treffpunkt für Kinder und deren Familien. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Betreuern lernen die Kinder die Regeln eines gepflegten Umgangs. Die Betreuer bauen Beziehungen zu den Kindern und Jugendlichen auf, werden so zu Ansprechpartnern für Probleme. Auf diese Weise kommen sie ins Gespräch mit dem sozialen Umfeld, wie Familie und Freunde, und können auch dort helfen. Die Betreuer übernehmen zunehmend die ursprüngliche Funktion einer Bezugsperson, welche in den Familien selbst oftmals verloren gegangen ist. Zudem unterstützt die Hausaufgabenhilfe die schulische Bildung und hilft bei der Integration in die Klassengemeinschaft. Da das Analphabetentum im Falkenhagener Feld ein großes Problem darstellt, ist dessen Bekämpfung ein besonderes Anliegen. So versuchen die ehrenamtlichen Helfer des Vereins durch Leseprojekte die Kinder an Bücher und Lesematerial heranzuführen.

Mit diesen und noch mehr Angeboten wie den vier Kegelbahnen zur Freizeitgestaltung bildet das Kinderrestaurant einen wichtigen Bestandteil für die Zukunft von Kindern und Jugendlichen sowie dem sozialen Miteinander. Gratulation und viel Erfolg für die nächsten Jahrzehnte!

Patrick Rein

Spandau feiert Feste

Stadtteilfest Falkenhagener Feld und Neustadt sowie die Feuerwehr luden am Samstag zum Besuch

Große Bühne für die Finalisten des Kiez Song Contest am Wasserwerk.

Große Bühne für die Finalisten des Kiez Song Contest am Wasserwerk.

Es war viel los am Wochenende und bei allen Veranstaltungen standen die Kinder im Vordergrund. Doch auch der Gewinner des Kiez Song Contest der Gewobag – mit Sänger Ben in der Jury – wurde auf den Wiesen am Wasserwerk ermittelt. Dabei überraschte der Sieg von Gunnar Brandenburg ein wenig, da Nina and friends als einzige mit einer Eigenkomposition antraten und nicht nur durch Milana als Sängerin über die größte Fangemeinde verfügte. Doch am Ende setzte sich Solist Gunnar gegen die A Capella Gruppe Klapa und die Nachwuchsband um Nina durch und bekam einen Scheck über 2500 Euro.

Die größte Hüpfburg des Tages stand beim Stadtteilfest der Neustadt.

Die größte Hüpfburg des Tages stand beim Stadtteilfest der Neustadt.

Gemütlichkeit im Koeltzepark

Deutlich ruhiger dafür noch multikultureller ging es beim Stadtteilfest der Neustadt zu. Doch auch hier konnten sich die Kleinsten auf der größten Hüpfburg des Tages austoben, während sich Eltern neuen kulinarischen Eindrücken hingaben oder sich über die zahlreichen Initiativen informierten, die sich an den Ständen präsentierten. Sowohl im Koeltzepark als auch am Wasserwerk verzichtete man dabei auf den obligatorischen Bierwagen, dafür gab es jedoch jede Menge alkoholfreies, Kaffe und Kuchen.

Das einfallsreichste Angebot bot der Tag der offenen Tür der Feuerwehr.

Das einfallsreichste Angebot bot der Tag der offenen Tür der Feuerwehr. Fotos (3): Patrick Rein

Feuerwehr legte vor

Während bei den beiden Stadtteilfesten von 15 bis 20 Uhr gefeiert wurde, ging es beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Spandau Nord in der Triftstraße von 10 bis 18 Uhr rund. Dabei kamen besonders die Kinder noch ein Mal besonders auf ihre Kosten: Ob bei einem Erste-Hilfe-Parcours mit Urkunde der DLRG, dem Foto auf einem Polizei Motorrad, sich selbst mittels mechanischer Zange das Stück eines PKWs herausschneiden, Puppentheater, Hüpfburg oder zusammen mit den Eltern auf einem Polizei- und Feuerwehrboot einen kleinen Havelausflug unternehmen. Ebenso bot Menschen in Bewegung e.V. eine Vielzahl an sportlichen Vorführungen.Ein buntes Bühnenprogramm bot ebenso Abwechslung wie ein preisgünstiges Grillangebot.

Und schon ab Donnerstag geht es beim Altstadtfest und Weinsommer wieder los.

Auch Falkenhagener Feld feiert

Stadtteilfest auf den Wiesen am Wasserwerk mit BVG-Shuttleservice im Oldtimer

Es ist viel los an diesem Samstag in Spandau: Die Feuerwehr Spandau Nord veranstaltet ihren Tag der offenen Tür und die Neustadt lädt zum Stadtteilfest in den Wröhmännerpark. Doch auch das Falkenhagener Feld feiert heute. Nach 2009 und 2010 findet das Stadtteilfest zum dritten Mal auf dem großräumigen Areal der Wiesen am Wasserwerk von 15 bis 20 Uhr statt. Highlight in diesem Jahr ist sicherlich das Finale des Kiez-Song-Contest der Gewobag zu dem auch ein Auftritt von Ben samt Autogrammstunde vorgesehen ist.

Shuttleservice im Oldtimer

Neben zahlreichen Ständen und Aufführungen wie Schülerbands, Trommeln mit Klangholz oder kurdischer Musik zum tanzen, gibt es auch ein Torwandschießen mit den Eisbären Berlin. Wie schon beim Stadtteilfest 2010 wird es wieder einen Shuttle-Dienst zum Stadtteilfest mit einem alten BVG-Bus geben. Versehen mit der alten Bezeichnung “5 E Nervenklinik” wird ein BVG-Doppeldecker des Vereins Traditionsbus Berlin  aus den 60er Jahren zwischen 15 und 18 Uhr entlang der Falkenseer Chaussee zwischen Freudstraße und Askanierring verkehren. Die gesamte Fahrt dauert ca. 15 bis 20 Minuten. Nach einer kurzen Pause geht es dann wieder los, so dass ungefähr mit einem halbstündlichen Rhythmus zu rechnen ist. Der Bus hält an allen BVG-Haltestellen entlang der Strecke. Das Mitfahren ist gratis.

Kiez Song Contest

Beim diesjährigen Stadtteilfest präsentieren sich ebenso die Finalisten des von der Gewobag ausgerufenen Song-Contest. Mit mehreren Stücken präsentieren sich die drei Finalteilnehmer, die sich in der Vorauswahl gegen insgesamt 24 Konkurrenten durchgesetzt haben auf der großen Bühne. Noch am selben Tag wird der Gewinner gekürt, in der Jury sitzt wieder der Popsänger Ben.

Ohne Alkohol

Erweitert wird das kulinarische Angebot in diesem Jahr durch leckere Cocktails ohne Alkohol. Bereits am 11.8.2012 übten sich 16 Teilnehmer auf dem Workshop im Schwedenhaus im Mixen von Cocktails. Ermöglicht wurde diese Aktion durch Mittel aus dem Quartiersfonds 1 der Sozialen Stadt. Besonderen Zuspruch fand der Sahne-Cocktail „Virgin-Colada“ auf Kokos-Basis.

Bei so vielen Festen im Bezirk fällt die Auswahl nicht leicht. In Spandau ist halt immer was los. Zum Glück sind die Tage lang und jede Veranstaltung freut sich über zahlreiche Besucher!

Patrick Rein

Fotowettbewerb am Falkenhagener Feld

Fotowettbewerb am Falkenhagener Feld

Schicken Sie einfach Ihre besten Fotos aus dem Alltag im Falkenhagener Feld

Eure schönsten Alltagsfotos bis zum 29. Juli

Wer gerne Fotos schießt und diesen Sommer die Gelegenheit hat das Falkenhagener Feld zu fotografieren, für den ist der hier beschriebene Foto-Wettbewerb genau das richtige. Zur Teilnahme sollen Fotos aus dem Alltag im Falkenhagener Feld  zugeschickt werden. Die besten Bilder werden dann am 25. August auf dem Stadtteilfest ausgestellt.

Am 21. Juli können Sie die Veranstalter des Wettbewerbs Natalia Pichtner und Ralf Salecker um 10 Uhr am Henri-Dunant-Platz (Siegener Strasse) und um 12 Uhr am Einkaufszentrum (Posthausweg) treffen, um ihnen Fragen zu stellen.

Wettbewerbsregeln:

  • Die Bilder sollen zwischen dem 21. Juli und dem 29. Juli im Falkenhagener Feld geschossen werden.
  • Maximal 5 Bilder sollen spätestens bis zum 29. Juli eingesendet werden.
  • Bei Einsendung, Name und Kontaktdaten nicht vergessen.
  • Schicken Sie ein Einverständnis der fotografierten Personen mit.
  • Am Besten sollte auch eine kurzer Text mit dem Bildern eingereicht werden.
  • Durch das Einschicken der Bilder versichern Sie, dass Sie die Bilder selbst gemacht haben.

Die Bilder sollen spätestens am 29. Juli entweder auf CD in einem der beiden Quartiersmanagementbüros (Pionierstraße 129 oder Kraepelinweg 3) oder per E-Mail zur Adresse webredaktion-qm-ff-ost@stern-berlin.de geschickt werden.

 

Buntes Ferienprogramm im Falkenhagener Feld

Persönliches Engagement Einzelner und Förderung durch das Quartiersmanagement

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Vorurteile sind dafür da, widerlegt zu werden. Mit dem Sommerferienprogramm im Falkenhagener Feld können gleich mehrere davon ad absurdem geführt werden: Es gibt keine kostenlosen Ferienangebote für Kinder und Jugendliche mehr, Investitionen durch das Quartiersmanagement sind für die Katz und kaum jemand ist mehr bereit, sich persönlich und ohne Geldforderung einzubringen.

Im Quartiersrat des Falkenhagener Feld Ost entstand die Idee, Kindern und Jugendlichen, die während der Sommerferien in Spandau bleiben etwas Abwechslung zu bieten. Das Quartiersmanagement im Falkenhagener Feld Ost erklärte sich bereit, die notwendige Finanzierung in Form einer Projektförderung zu übernehmen. Natalia Fichtner, als Quartiersrätin, führte dutzende Telefongespräche. Ergebnis der Mühe war schließlich ein kleiner bunter Strauß an Ferienangeboten mit dem sich die Wochen in den Ferien aktiv füllen lassen und sogar noch Raum für weitere Überraschungen bleibt. Es lohnt sich also immer wieder auf den Seiten des Quartiersmanagements  nachzuschauen.

Das Ferienprogramm

Die Einleitung klingt vielversprechend:

Liebe Mädchen, liebe Jungen. Dieses Jahr ist es gelungen ein Ferienprogramm für euch zu organisieren. In den 6 Ferienwochen könnt ihr euch austoben, ausprobieren, lernen und eure versteckten Talente entdecken. Das Angebot ist für Kinder und Jugendliche im Wohngebiet kostenfrei.

Da mag es draußen noch so regnerisch sein, im Berliner Aquarium können die Besucher trockenen Fußes Lebewesen aus feuchten Gefilden beobachten. Donnerstags trifft man sich um 11 Uhr auf dem Henri-Dunant-Platz und dann geht´s schon los.

Zwei Wochen lang konnten sich Kinder mit Unterstützung der Instrumentenwerkstatt Klang-Holz die berühmte Spandauer Handtrommel bauen. Auf dem Sommerfest im FF werden sie diese Instrumente vorführen. Künstlerisch, filmisch-musikalisch geht es beim Filmworkshop der Jugendtheater-Werkstatt zu, dessen krönender Abschluss ein Streetdance Musik- und Tanzvideo ist.

Körper und Geist sind bei der Kinderolympiade im „Familie im Zentrum Ost„ gefordert. Wie bei einer Schnitzeljagd sind unterschiedlichste Aufgaben zu bewältigen. Alle Teilnehmer erhalten eine Abschlussurkunde.

Ein gemütliches Ereignis für die ganze Familie war das Lagerfeuer im Garten der Jeremia-Gemeinde. Kein Streichholz wurde genutzt, um das Lagerfeuer zu entzünden. Ein Hartholzstab auf weichem Holz gerieben zeigte, wie schwer es früher einmal war, zu einem warmen Essen zu kommen. Ein riesiger Kessel nahm den Eintopf aus frischen Zutaten auf. Hungrig blieb hier niemand.

Tischtennisturniere werden auf dem Henri-Dunant-Platz immer mittwochs ab 14 Uhr abgehalten. Ihre Kunstfertigkeit konnten und können Kinder mit Unterstützung der Kunstbastion von der Zitadelle in der Ev. Jeremia-Kirchengemeinde schulen. Ging es im ersten Teil darum, ein eigenes Buch mit künstlerischen Mitteln zu schaffen, sind zerschlagene Fliesen das notwendige Material, um Mosaiken zu fertigen.

Ein weiterer künstlerischer Programmpunkt findet sich normalerweise eher als illegaler Beitrag zur „Stadtverschönerung“ an Spandau Hauswänden wieder. Von der Kunst des Graffitis ist die Rede. Vom 23.7. bis zum 29.7. kann ganz legal ein Garagentor aus dem alltäglichen Einerlei herausgerissen werden.

Wen es im Sommer auf das Wasser zieht, kann es sich am Dienstag, den 10.7. auf einer Dampferfahrt gut gehen lassen. Treffpunkt ist um 11 Uhr auf dem Henri-Dunant-Platz.

Da soll doch noch einer sagen, im Falkenhagener Feld Ost wäre nichts los. Weit gefehlt!

 

Ralf Salecker

Trommelbau mit dem Klang-Holz e.V. im Falkenhagener Feld

Eine kinderleichte Angelegenheit mit der richtigen Unterstützung

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Ich kann niemals ein Musikinstrument selbst bauen. So denken die meisten Menschen, die sich zuerst das mögliche Ergebnis anschauen und dann resignieren, bevor es losgeht. Kaum jemand hat es gelernt, mit seinen eigenen Händen etwas zu bauen. In den Schulen ist Werkunterricht meist Schnee von gestern.  Musikinstrumente erscheinen als etwas geheimnisvolles, dem nur Spezialisten sich widmen.

20 Jahre Erfahrung

Die Instrumentenbau-Werkstatt Klang-Holz e.V. hat es sich seit rund 20 Jahren auf die Fahnen geschrieben, dem Instrumentenbau sein scheinbar abweisendes Geheimnis zu nehmen. Mit der richtigen Unterstützung ist es eine fast kinderleichte Angelegenheit – genügend Geduld einmal vorausgesetzt.

Diese Erfahrung konnten in den letzten zwei Wochen 7 Kinder machen, die sich an den Bau einer eigenen Trommel heranwagten. Möglich wurde dieser besondere Sommerferienkurs durch eine Projektförderung durch das Quartiersmanagement Falkenhagener Feld Ost.

In guten Händen

Zwei erfahrene Mitglieder des Klang-Holz e.V. von der Zitadelle Spandau waren 14 Tage lang mit Rat und Tat zur Stelle um der der quirligen Rasselbande ihre eigene Trommel zu ermöglichen. Wenn man den „Trick“ kennt ist es wirklich kinderleicht. Wie ein altes Holzfass, wird der Grundkörper der Spandauer Handtrommel aus einem kleinen Berg von Dauben zusammengesetzt.

In einem festen Winkel vorgeschnitten mussten sie „nur“ geleimt und zusammengesetzt werden. Der Lein durfte dann über Nacht aushärten, damit der Korpus am nächsten Tag mit dem Hobel in Form gebracht werden konnte. Manche gingen erst sehr zaghaft ans Hobeln, andere legten gleich kräftig mit viel Elan los. Irgendwann hatte jeder seinen Trommelkorpus rund und einigermaßen glatt bekommen.

Fleißarbeit ist angesagt

Mit Sandpapier und Ziehklinge ging es an die letzten Unebenheiten. Der scharfen Kante im oberen Bereich, über den einmal das Trommelfell gespannt werden soll, rückten alle mit der Raspel zu Leibe. Mit der richtigen Wippbewegung kommt die gewünschte Rundung fast von alleine.

Ein ganz besonderer Moment war es für die vier Mädel und drei Jungen der Trommel das vorbereitete Fell über die Ohren zu ziehen. Acht Spannschnüre mussten symmetrisch angeordnet und mit Knebel gespannt werden, um die Trommel auf den richtigen Ton zu stimmen.

Nun ist der Augenblick der Wahrheit nicht mehr weit, bis die ersten Trommelklänge zu hören sind. Vier Mädels und drei Jungen halten ihre eigenen Trommeln in den Händen. Schaut man zurück und überlegt, wer konsequenter bei der Sache war, dann liegen die Mädchen sicherlich vorne. Jetzt muss nur noch regelmäßig geübt werden, damit der Auftritt beim Sommerfest im Falkenhagener Feld ein Erfolg wird. Daran besteht kein Zweifel. Auf der Offenen Bühne im Klubhaus hatten alle ihren Trommelbau-Rap schon zum Besten geben können.

 

Ralf Salecker

Trommelbaukurs – Noch Plätze frei!

Trommelbaukurs - Noch freie Plätze! (Foto: Ralf Salecker)

Die Kunst des Trommelbaus erlernen (Foto: Ralf Salecker)

Musikalische Sommerferien mit der Klang-Holz e.V.

Für alle unter uns, die Musik und Rhythmus lieben, sich nach Fernen Horizonten sehnen, jedoch die Sommerferien in Spandau verbringen ist jetzt vorgesorgt. Vom 20. Juni bis zum 3. Juli organisiert der Verein Klang-Holz e.V. täglich von 11 Uhr bis 16 Uhr einen Trommelbau Workshop. Teilnehmer werden sich ihre eigene Trommel anfertigen können und lernen, wie man darauf spielt. Der Klang der angefertigten Trommel befindet sich zwischen den Eigenschaften der afrikanischen Djembe und der südamerikanischen Conga.

Trommeln haben in der Entwicklung des Menschen eine führende Rolle gespielt und besonders in den frühzeitigen Kulturen die Möglichkeit gegeben Magie oder Religion durch Trommelklang zu huldigen. Die Trommeln verkörperten oftmals göttliche Attribute und es wurde Ihnen Opfer, Geschenke und Essen überreicht. Der Musikforscher Curt Sachs führt hinzu:

„Kein Instrument dringt so breit und tief in das gesamte Leben der Völker, keines ist ein dichteres Netz zaubergläubiger Vorstellungen geknüpft, keines erreicht im Einzelnen Stück eine derart persönliche Bedeutung und selbst Heiligkeit wie die Trommel.“

Die gar mystische Funktion der Trommel können Sie jetzt am eigenen Körper erleben. Einfach anmelden und mitmachen. Anmeldungen erfolgen per E-Mail (info@klang-holz.de) oder über die Rufnummer 030 35406220. Mehr Informationen finden Sie auch auf der Seite www.klang-holz.de .

Trommelbaukurs (Klang-Holz e.V.),
Klubhaus Falkenhagener Feld Ost,
Westerwaldstraße 13

Nicht nur in Spandau gilt: Arme Eltern – Kranke Kinder


Gesundes Aufwachsen verhindert Kranksein im Erwachsenenalter!

Der ehemalige britische Botschafter Sir Peter Torry bei einem Vergleich mit dem britischen Gesundheuitssystem (Foto: Ralf Salecker)

Der ehemalige britische Botschafter Sir Peter Torry bei einem Vergleich mit dem britischen Gesundheuitssystem (Foto: Ralf Salecker)

Weltweit weisen viele Studien, einen Zusammenhang von Armut und schlechtem Gesundheitszustand bei Kindern und Jugendlichen nach. Das „Netzwerk Präventionsmedizin und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter“, kurz KiJu Fit, widmet sich in Spandau diesem Problemfeld. Das Falkenhagener Feld, mit seinen rund 38.000 Einwohnern, wird dabei besonders in Augenschein genommen.

Kinder und Jugendliche werden schon in sehr jungen Jahren geprägt. Weichen, die man jetzt stellt, führen auf einen Weg, der später, in höherem Alter, nur sehr schwer zu korrigieren ist. Investitionen in frühzeitige Prävention sind also nicht nur wirtschaftlich ökonomischer, sondern der gesundheitlichen Entwicklung unmittelbar und nachhaltig förderlich.

Carsten Röding brachte dies auf den Punkt, indem er „gesunde Kieze“ als wichtiges Ziel ansprach. Die Veränderung der sozialen Struktur in einigen Problemgebieten Berlins ist mehr als augenfällig. Langzeitarbeitslosigkeit, Migrationshintergrund und Armut sind eng miteinander verwoben. Verdrängt aus der Berliner Mitte, findet ein steter Zuzug ärmerer Bevölkerungsschichten nach Spandau statt.

Fettleibigkeit als Symptom

Immer häufiger auftretende Krankheitsbilder, wie z. B. Adipositas, also Fettleibigkeit, sind äußere Zeichen des Zusammenhanges von schwierigen ökonomischen Verhältnissen und gesundheitlichen Problemen. Ein vergleichender Blick ins ökonomisch besser gestellte Zehlendorf, zeigt, dass dort vergleichbare Probleme kaum existieren. Prof. Dr. med. Frank Jochum, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau, bringt die notwendige Handlungsweise für die Zukunft folgendermaßen auf den Punkt: „Wir wollen nicht die Erkrankungen behandeln, sondern aktiv dazu beitragen, dass sie gar nicht erst entstehen.“

In der ersten Projektphase von „KiJu Fit“ fand eine umfassende Bestandsaufnahme des Falkenhagener Feldes statt. Eine Erkenntnis dabei mag erst einmal überraschen. Beobachter in den Institutionen, wie auch die Betroffenen selbst kommen, unabhängig voneinander, zu einem vergleichbaren Ergebnis.

Besonders augenfällige Probleme sind: „Ernährung, Bewegung und Körpergewicht, Sucht besonders im Zusammenhang mit Medienkonsum und Substanzmissbrauch, Verhaltensauffälligkeiten inklusive Mobbing, sowie die Sprachentwicklung“. Weniger ein Ergebnis der Eigenbeobachtung ist die Feststellung, dass etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen schlecht versorgte Zähne aufweisen.

Es besteht ein großer Bedarf an präventiven Maßnahmen

Vor allem Sport- und Jugendangebote für Jugendliche, sowie Angebote der Sprachförderung für Kita- und Grundschulkinder gibt es, diese sind jedoch nicht ausreichend. Ausgesprochen lückenhaft sind Hilfestellungen im Bereich Suchtprophylaxe und Verhaltensstörungen für Jugendliche. Beratende Angebote zur Gesundheit, im Gegensatz zu Vorsorgeuntersuchungen werden wenig gekannt oder vermisst.

Die zweite, nun anschließende Projektphase widmet sich den erkannten Problemen und versucht durch eine bessere Vernetzung aller Akteure vor Ort und durch Schaffung passender Angebote, den Problemen im Falkenhagener Feld Herr zu werden.

Ralf Salecker

Crossgolf am Großen Spektesee – Spaß ohne Kleiderordnung


Spielen kann man überall

Wenn ich an Golf denke, tauchen automatisch ältere, betuchte Herren in weißen Segeltuchhosen vor meinem inneren Auge auf. In kleinen weißen Elektroautos lassen sie sich von ihren Caddys über den perfekten englischen Rasen chauffieren und putten sich von Loch zu Loch. Außerdem haben sie wahrscheinlich einen großen Batzen Geld ausgegeben um überhaupt in ihren elitären Golfclub aufgenommen zu werden.

Stephans Ball landete am Hang.

Stephans Ball landete am Hang.

Dass es auch anders geht, zeigen mir heute Stephan, Micha und Lars. Die drei spielen Crossgolf. In Spandau sonst im IKEA-Parkhaus, da heute aber nicht Sonntag und das Parkhaus somit belegt ist, am Großen Spektesee im Falkenhagener Feld. „Spielen kann man überall“, sagt Stephan. Jeweils zwei Golfschläger schleppen sie mit sich herum, gespielt wird mit Hartschaumbällen, die mit elf Gramm etwas leichter sind als die Originale (45 Gramm) und außerdem weniger gefährlich für die Passanten und ihre Hunde. Denn davon gibt es heute Abend rund um den See genügend. Probleme hätten sie allerdings damit noch nie gehabt, sagen die drei jungen Männer in den Zwanzigern. „Die haben eher Probleme mit uns“, meint Micha. Die Hunde würden gegen ihre Golfbags pinkeln oder die Bälle fressen. Obwohl das heute nicht passiert, können sich die drei sicher sein im Zentrum der Aufmerksamkeit der Fußgänger zu stehen. „Ich hoffe ihr seid gut versichert.“ Oder: „Habt ihr denn auch die richtigen Socken für Golf an? – Die mit den 18 Löchern? (Gelächter)“, müssen sie schon mal über sich ergehen lassen. Normalerweise spielen sie aber an ruhigeren Orten. In einer Industriebaracke, einer stillgelegten Brauerei, am Flughafen Tempelhof oder eben bei IKEA. Dabei spielt auch immer die Faszination für die Orte mit in den Sport. „Die alte Brauerei zum Beispiel verändert sich ständig“, erzählt Stephan. „Das Metall wird geklaut und plötzlich gibt es keine Treppen mehr, wir finden alte Rechnungsbücher und außderdem ist sie ein Paradies für Sprayer.“ Neben den interessanten Locations interessiert ihn vor allem die Gemeinschaft am Sport. Außerdem die frische Luft, das Treffen von Freunden. „Und es ist auch toll, wenn der Ball dort ankommt, wo er ankommen sollte“, erklärt Stephan.

Ballsuche als Hobby

Die Regeln im Crossgolf sind klar: ein zuvor erwähltes Ziel soll mit möglichst wenig Schlägen erreicht und getroffen werden.

Crossgolf Ballfischen

Für einen Ball riskiert man schon mal nasse Füße. Fotos (6): Kirsten Stamer

Nur ist das Loch in diesem Fall ein Mülleimer, ein Baum oder auch mal der Kofferraum eines Autos. Auf Rasen spielen die drei eher selten, was sich dann auch gleich zeigt: zu Anfang fliegt mehr Dreck und Gras als der Ball. Sie müssen sich erst einmal von Beton auf Gras umstellen. Allerdings ein gutes Training für das nächste Crossgolf-Turnier dass sie besuchen wollen, denn dort wird ebenfalls auf einer Wiese gespielt. Stephan hat eine Wette verloren und wird als Caddy der anderen am Start sein. Ansonsten unterscheidet sich der Sport jedoch sehr vom normalen Golf. Die Schläger sind gebraucht bei e-bay zusammengekauft, auf die Kleidung legt niemand wert und auf Etikette schon gar nicht. Obwohl, eine Art Ehrenkodex haben die Crossgolfer schon „Safety first“, nennt das Stephan. Es wird Rücksicht auf die Menschen genommen, Müll wird nicht an der Location zurückgelassen und Natur – sofern denn vorhanden – nicht beschädigt.
Eine Nebenbeschäftigung beim Crossgolf ist die Ballsuche. Gleich der erste Schlag landet in einem großen Busch und auch aus dem See konnte ein Ball dank der Enten geborgen werden. „Das ist ein richtiger Teilsport“, amüsiert sich Lars. Allerdings gibt es für einen verlorenen Ball auch zwei Strafschläge und somit weniger Chancen mit der geringsten Schlaganzahl das Ziel zu treffen.

Wer will kann mitspielen

Stephan und Jens gründeten vor zwei Jahren die Crossgolfgruppe „Capital Crossgolfer“, nachdem Stephan über einen Freund zum Crossgolf kam und sofort infiziert war. Innerhalb weniger Monate wuchs die Crew auf fünf Mann; heute sind sie zu acht. In der Facebookgruppe sind 22 Leute registriert die sporadisch mitspielen. Wer Interesse an dem Sport hat, kann sich gern melden und es einfach ausprobieren. Ein- bis zweimal in der Woche spielen die Crossgolfer an verschiedenen Orten.

Capitalcrossgolfer@googlemail.com

Kirsten Stamer

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