RSSAlle Einträge markiert mit: "Földerichplatz"

Umbau des Földerichplatzes

Verkehrseinschränkungen zwischen Wever- und Adamstraße

StadtbaustelleDas Stadtentwicklungsamt wird gemeinsam mit dem Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt ab Ende Juni bis voraussichtlich Dezember 2013 Straßenbauarbeiten am Földerichplatz durchführen.

Die Straßenverbindung westlich des Földerichplatzes zwischen Weverstraße im Süden und Adamstraße im Norden wird grundlegend in Form eines Fußgängerbereiches neu gebaut. Der gestalterische und bauliche Schwerpunkt liegt bei der Nutzung durch Fußgänger, insbesondere bei der Verbindung des Schulstandortes mit den Spiel- und Aufenthaltsbereichen des in den letzten Jahren neu gestalteten Földerichplatzes.

Die Befahrbarkeit für den Versorgungs- und Lieferverkehr wird durch eine mittig verlaufende Asphaltbefestigung gewährleistet, die auch der Erschließung des Wochenmarktes auf dem nördlichen Földerichplatz dient. Eine durchgängige Befahrung der Straßenverbindung wird durch querende Pollerreihen unterbunden, die im Notfall in der Fahrgasse klappbar sind. Die Fahrbahn und der Gehweg werden für die Dauer der Arbeiten bis auf provisorische Zuwegungen für die Fußgänger komplett gesperrt.

Im Zuge des Straßenbaus werden im Rahmen gesonderter Teilprojekte die Straßenentwässerung, ein Teil des Trinkwassernetzes und des Gasleitungsnetzes sowie die Straßenbeleuchtung komplett erneuert.

Die Durchführung dieser Maßnahme wird ca. 250.000 Euro kosten, die aus dem Förderprogramm „Aktives Stadtzentrum Wilhelmstadt“ zur Verfügung gestellt werden.

Baustadtrat Carsten Röding führt aus:

„Die Anlieger bitte ich um Verständnis für die Einschränkung der Nutzung der Straße und der umliegenden Parkflächen sowie der notwendigen Sperrungen. Doch nach Abschluss der Arbeiten wird nicht nur für die Besucher des Földerichplatzes, sondern insbesondere für die Kinder der Földerich-Grundschule eine deutlich spürbare Verbesserung eintreten.“

Frischemarkt und Bibliothek brachten Unruhe in die Wilhelmstadt

Zwei Stadträte klärten auf

Frischemarkt am Földerichplatz (Foto: Ralf Salecker)

Frischemarkt am Földerichplatz (Foto: Ralf Salecker)

Zwei offene Briefe der Stadtteilvertretung der Wilhelmstadt zeugten vom Unmut im Ortsteil über ungewollte Entwicklungen. Wenn es nach dem Wunsch der Mitglieder der Stadtteilvertretung gegangen wäre, hätte der neu gestartete Frischemarkt auf dem Földerichplatz ohne Konkurrenz dastehen sollen. Die Schließung der bisher für die Öffentlichkeit nutzbaren Schulbibliothek der Berthold-Brecht-Oberschule wurde enttäuscht zur Kenntnis genommen – gerade im Hinblick auf die missliche Lage des Sanierungsgebietes Wilhelmstadt. Gerhard Hanke und Stefan Machulik versuchten die Situation den Mitgliedern der Stadtteilvertretung zu erklären.

Eine Schulbibliothek ist keine Stadtteilbibliothek

Ausgerechnet im Sanierungsgebiet Wilhelmstadt ist eine liebgewordene Bibliothek nicht mehr für die Öffentlichkeit, sondern nur noch schulintern zugänglich und das trotz beneidenswert großer Nutzerzahlen. Die Nutzung der Schulbibliothek als Stadtteilbibliothek wurde zur schönen Selbstverständlichkeit. Ein großer Luxus, obwohl die Hauptbibliothek in der Altstadt nur wenige Fußminuten entfernt liegt. Eine Haupt-, vier Stadtteil und eine Fahrbibliothek sorgen für die Versorgung mit Lesestoff in Spandau. 60 Mitarbeiter sind dort tätig. Spandau muss bis 2016 72 Stellen einsparen. Auf den außerschulischen Bildungsbereich entfallen dabei 7 Stellen.

Auf die Frage, ob die weggefallenen stellen nicht mit Ehrenamtlichen besetzt werden könnten, antwortete Gerhard Hanke, dass dies aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich sei. Eine Begründung, die viel Unmut hervorrief.

Alternativ soll möglicherweise zukünftig eine Teilöffnung über das Projekt „Familienwelten“, eine Helferbörse in Spandau, möglich sein. Der Verein „Berliner Verein für Integration e.V.“ stellt kostenlose Helfer zur Verfügung. Kann das eine anzustrebende Lösung sein?

 

Zwei Märkte in der Wilhelmstadt?

Der Frischemarkt auf dem im letzten Jahr neugestalteten Földerichplatz fand nicht den gewünschten Zuspruch. Anders, als auf anderen Märkten sollten hier bewusst nur hochwertige Lebensmittel angeboten werden, eine berlinweit einzigartige bezirkliche Einrichtung.

Um dieser guten Idee eine zweite Chance zu geben, kam es kürzlich zu einem Neuanfang mit Händlern, die sich nach längeren Verhandlungen bereiterklärten, dort regelmäßig ihre Waren anzubieten. Einige in der Wilhelmstadt hatten sich andere Öffnungszeiten vorgestellt, als die aktuell geltenden. Vor allem konnten sich nur wenige wegen der Offenhaltung des bestehenden Samstag-Marktes in der Adamstraße freuen, für sie bedeutet er eine Gefährdung des neuen Marktes.

Wie sich herausstellte würden die drei dortigen Händler um keinen Preis ihren alten Platz aufgeben wollten, weil sie an einem anderen Ort keine Chance auf Kundschaft sehen. Offensichtlich teilt sich die Wilhelmstadt in sehr unterschiedliche Kaufgebiete. Ein Jahr bleibt der Adamstraße, um auf 5 bis 10 Stände zu kommen. Erst dann trägt er sich finanziell. Klappt dies nicht, findet er endgültig sein Ende.

Für die Bewohner der Wilhelmstadt war es schwer einzusehen, welche Schwierigkeiten es bedeutet, Händler zu finden, die bereitwillig zu bestimmten Zeiten den Markt am Földerichplatz beleben. Mit den bestehenden Händlern ist eine attraktive Mischung gefunden, die noch ein paar zusätzliche Stände vertragen könnte. Langfristig bleiben sie nur, wenn dort auch gekauft wird. Es liegt also auch an den Bewohner selbst, ob dieses Projekt von Erfolg gekrönt ist.

 

Ralf Salecker

Empörung in der Wilhelmstadt

Stadtteilvertretung kritisiert das Vorgehen des Bezirksamtes beim Frischemarkt sowie der Schließung der Stadtteilbibliothek.

In der Wilhelmstadt wird viel bewegt, doch nun stoßen zwei Entscheidungen des Bezirksamtes auf Unmut bei der Stadtteilvertretung. Während bürgerschaftliches Engagement auf der einen Seite immer gefordert wird, kritisiert die Wilhelmstädter Vertretung nun den Umgang sowie die Informationspolitik. Dabei stehen sowohl Stadtrat Gerhard Hanke (CDU) als auch Stephan Machulik (SPD) im Fokus. Thematisch geht es um die Schließung der Bibliothek in der Berthold-Brecht-Oberschule wegen Personalnot sowie der Änderung der Öffnungszeiten des Frischemarktes auf dem Földerichplatz.

Auch an den beiden Frischemarkttagen ist bisher am Földerichplatz nicht viel los.

Auch an den beiden Frischemarkttagen ist bisher am Földerichplatz nicht viel los. Foto: Patrick Rein

Neustart des Frischemarktes

So hat sich die Stadtteilvertretung (STV) Wilhelmstadt während der letzten Monate häufig mit der Thematik des Frischemarktes befasst, da dieser sich seit seinem Start im vergangenen Jahr nicht etablieren konnte. Für einen Neustart gab es unter anderem einen „Runden Tisch“, an welchem auch Ordnungsamtsstadtrat Machulik teilnahm. Deren Ergebnis war die besonders für Berufstätige nicht bürgerfreundlichen Öffnungszeiten (Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag) aus dem der Vorschlag folgte, dass es eine Öffnungszeit am Samstag geben müsste. Darüber hinaus wurde angeregt, die im März 2013 auslaufende Betriebsgenehmigung für den ebenfalls schlecht laufenden Markt in der Brüderstraße nicht zu verlängern. Auf diese Weise sollte vermieden werden, dass sich zwei gleichermaßen schlecht laufende Märkte Konkurrenz machen.

Verlängerung in der Brüderstraße

Zur ihrer Überraschung erhielt die Stadtteilvertretung nun eine Einladung sich an einer Neueröffnung des Frischemarktes auf dem Földerichplatz am Freitagvormittag zu beteiligen sowie einer Mitteilung der neuen Öffnungszeiten des Marktes von Dienstag- und Freitagvormittag. Zudem wurde auch die Betriebsgenehmigung für den Wochenmarkt in der Brüderstraße verlängert. Dieser Umgang als auch die Informationspolitik stößt bei den Vertretern des Stadtteils auf Unverständnis. Diese fühlt sich durch das Verhalten des Bezirksamtes als aktive Bürgervertretung für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt nicht ernst genommen.

Bürgerproteste gegen Schließung

Auch die Entscheidung von Stadtrat Hanke aus Einsparungsgründen eine Bildungseinrichtung wie der Stadtteilbibliothek im Sanierungsgebiet Wilhelmstadt zu schließen, sorgt bei den Mitgliedern der STV für Verärgerung. Zahlreich eingegangene Proteste von Bürgern zeigten auch das Unverständnis der Bevölkerung gegenüber dieser Maßnahme. Auch die Stadtteilkonferenz sowie die Berthold-Brecht-Oberschule sprechen sich klar gegen die Schließung aus. Zudem hatten bereits Hanke’s Parteikollege und Bundestagsabgeordneter Kai Wegner als auch die Junge Union öffentlich Position gegen die Entscheidung bezogen. Die STV verweist unter diesen Umständen auf die Missbilligung  des Umgangs miteinander und auf die Art der Benachteiligung der Bürger durch Schließung von sozialen Einrichtungen in der Wilhelmstadt.

Beide Stadträte wurden jetzt für eine Stellungnahme zur nächsten öffentlichen Sitzung der Stadtteilversammlung am 17.04.2013 um 19 Uhr in den Stadtteilladen Adamstraße 39 eingeladen.

Patrick Rein

Geben – nehmen – lesen jetzt am Földerichplatz

Das Gemeinschaftsprojekt nachhaltige BücherboXX wurde von Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank eröffnet und bereichert nun die Wilhelmstadt

Konrad Kutt (Mitte) zeichnete sich zusammen mit seiner Frau für die Organisation verantwortlich. Bürgermeister Helmut Kleebank eröffnete die Box.

Konrad Kutt (Mitte) zeichnete sich zusammen mit seiner Frau für die Organisation verantwortlich.

„Es passiert nicht oft, dass aus einer Idee Wirklichkeit wird. Umso erfreulicher ist es, wenn es dann doch gelingt“, resümierte Spandaus Bundestagsabgeordneter Swen Schulz (SPD) am Donnerstag bei der Eröffnung der BücherboXX am Földerichplatz. Von ihm stammte der Vorschlag, welcher dann finanziell mit Mitteln des europäischen Sozialfonds und des Landes Berlin sowie der Fertigung durch die Marcel-Breuer-Schule und der Knobelsdorff-Schule umgesetzt wurde.

Die Schülerinnen der Marcel-Breuer-Schule mit Organisatoren und Befürwortern.

Die Schülerinnen der Marcel-Breuer-Schule mit Organisatoren und Befürwortern.

Vorbildliche Berufsbildung

Mehrere angehende Produktdesignerinnen der Marcel-Breuer-Schule hatten ihre kreativen Vorschläge zur Umgestaltung der ausgedienten Telefonzelle eingereicht. Als Gewinnerin ging dabei Kirsten hervor. Die wichtigsten handwerklichen Arbeiten wurden daraufhin in der Werkstatt des OSZ Bautechnik in der Knobelsdorff-Schule ausgeführt. Erfolgreich konnte an diesem konkreten Projekt berufsübergreifendes Lernen mit Fach- und Sozialkompetenz verbunden sowie ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung geschaffen werden.

Nicht nur Swen Schulz freute sich über die erfolgreiche Umsetzung seiner Idee für die Wilhelmstadt.

Swen Schulz freute sich über die erfolgreiche Umsetzung seiner Idee für die Wilhelmstadt. Fotos (3): Patrick Rein

Gegenstück zur Wegwerfgesellschaft

Die Umnutzung gebrauchter Gegenstände ist das Gegenstück zur Wegwerfgesellschaft und auch die dezentrale Solaranlage auf dem Dach ist ein Schlüssel zur vieldiskutierten Energiewende. Auch das Motto der BücherboXX ist prägend für Nachhaltigkeit: Bring ein Buch – nimm ein Buch – lies ein Buch. Durch Geben und Nehmen ohne zusätzlichen Ressourcenverbrauch und Geld entsteht ein Kreislauf auf der ökonomischen Basis des Tauschens und Schenkens. Betreut wird die Büchertauschbox vom Stadtteilverein „Meine Wilhelmstadt“, welcher sich auch um das Wohlergehen der umfunktionierten Telefonzelle kümmert.

Wanderschaftsboxx im Beerwinkel

Auch vorm umgestalten Freigelände des Schulkomplexes von Beerwinkel-Grundschule und Martin-Buber-Oberschule steht momentan eine BücherboXX. Sollte sich diese WanderboXX zur Erprobung des Standortes als sinnvoll erweisen, könnte auch dort eine feste Box ihren Platz finden. Der Prototyp hingegen würde dann seine Wanderung fortsetzen – immer auf der Suche nach Leseratten die sich an einem nachhaltigen Lebensstil beteiligen.

Patrick Rein

Ein neues Wartehäuschen für den Földerichplatz

Nach der Umgestaltung wurde das Häuschen anscheinend vergessen

Der vor nicht allzu langer Zeit umgebaute Földerichplatz wird spätestens am 30. September mit einem Buswartehäuschen ausgestattet werden. Swen Schulz, der von Bürgern auf das fehlende Wartehäuschen aufmerksam gemacht wurde, hat sich mit dem BVG in Kontakt gesetzt. Der BVG antwortete schriftlich dass,

„uns die Fertigstellung der Umbauarbeiten vom zuständigen Bereich des Bezirksamtes bisher nicht mitgeteilt wurde. […] Wir werden die Nachrüstung der Haltestelle mit einer Wartehalle veranlassen. Die Realisierung durch die Firma Wall wird spätestens bis 30.09.2012 erfolgen.“

Swen Schulz führt aus:

„Ich freue mich, wenn ich den Spandauerinnen und Spandauern durch meine Initiativen helfen kann.“

Es tut sich was in der Wilhelmstadt

Eine Telefonzelle wird zu einer BücherboxXX umgebaut

Es tut sich was in der Wilhelmstadt

Eine neue BücherboXX für die Wilhelmstadt

Der Földerichplatz ist seit November 2011 fertig, der erste Stadtteilladen Spandaus wird am 26.04.2012 in der Adamstraße 39 – der ehemaligen Postfiliale – feierlich eröffnet und nun wird es auch noch eine so genannte „BücherboXX“ geben.

Zunächst als Testprojekt geplant, wird diese am 26.04. auf dem Földerichplatz aufgestellt und anlässlich der Eröffnung des Stadtteilladens vorgestellt.

Die BücherboXX ist eine umgebaute Telefonzelle und eine Idee von INBAK Berlin, dem Institut für Nachhaltigkeit in Bildung, Arbeit und Kultur. Unter dem Motto „Bring ein Buch, nimm ein Buch, lies ein Buch“ wird die Möglichkeit geschaffen, seine gelesenen Bücher anderen zur Verfügung zu stellen und sich seinerseits mit neuem Lesestoff zu versorgen, einfach so – bei einem Spaziergang, nach dem Einkaufen, abends, sonntags; eben wann immer man möchte.

Es tut sich was in der Wilhelmstadt

Die Telephonzelle wurde durch Schüler, Schülerinnen und Auszubildenen umgebaut

Aus dem „Leitfaden zum Aus- und Umbau einer alten Telefonzelle zur BücherboXX“:

„Schüler und Schülerinnen bzw.  Auszubildende Spandauer Oberstsufenzentren werden den Aus- und und Umbau der Straßenbibliothek gestalten.  Vom Metallbauer, Tischler, Maler und Lackierer bis zum Elektroniker für die Solaranlage sind mehrere Berufsrichtungen beteiligt. Bei dem mehrfach ausgezeichneten Projekt geht es vor allem darum, fachliche und fachübergreifende Kompetenzen im Hinblick auf eine „nachhaltige Entwicklung“ zu erwerben. Von der Um-Nutzung  des Kulturguts „Telefonzelle“ bis zur Wiederentdeckung des Buches ist alles drin, eine kreative „Wertschöpfung“ und Motivation für alle.“,

erklärt Projektleiter Konrad Kutt. Um die BücherboXX mit „Leben zu füllen“ sammelt Meine Wilhelmstadt e.V. Bücher, die nach Möglichkeit gut erhalten sein sollten. Gesucht werden Kinder- und Jugendbücher – schließlich steht die Box in unmittelbarer Nähe zweier Grundschulen -, Romane, Biografien und Lyrik. Auch türkische Literatur ist sehr erwünscht, denn gerne werden der sonnige Bürgerplatz und der Spielplatz von türkischen Familien besucht. Die Bücher können am Eröffnungstag im Stadtteilladen abgegeben oder direkt in die BücherboXX eingestellt werden.

Meine Wilhelmstadt e.V. betreut und begleitet die Testphase. Damit die BücherboXX in Zukunft einen festen Platz in der Wilhelmstadt erhält, muss von den Wilhelmstädtern reger Gebrauch davon gemacht werden. Es spricht natürlich nichts dagegen, dass die Staakener, Gatower, Kladower, Neustädter und Siemensstädter die Wilhelmstadt besuchen und ebenfalls ihre Bücher tauschen. Schließlich lohnt sich ein Besuch in der Wilhelmstadt immer. Man kann sich mit seinem neuen Schmöker zum Beispiel direkt auf dem Bürgerplatz niederlassen, in den Südpark zurückziehen oder sich an der Scharfen Lanke ans Wasser setzen. Über den folgenden Link kann man für die BücherBoXX votieren, wenn man das Projekt gut findet: http://www.mein-ecologic-projekt.de/projects.

Es tut sich eben was in der Wilhelmstadt.

Petra Mühlenstädt

Die Spandauer Wilhelmstadt hat ihren Bürgerplatz

Einweihung des Földerichplatzes

Schulleiter Horst John, Landschaftsarchitektin Frau Lechner, Baustadtrat Carsten Röding, Vorsitzender Meine Wilhelmstadt e. V. Thomas Claudius

Schulleiter Horst John, Landschaftsarchitektin Frau Lechner, Baustadtrat Carsten Röding, Vorsitzender Meine Wilhelmstadt e. V. Thomas Claudius

Am 1. Dezember wurde das letzte Teilstück am Földerichplatz in der Spandauer Wilhelmstadt eingeweiht. Baustadtrat Carsten Röding und die verantwortliche Landschaftsarchitektin Frau Lechner illuminierten gemeinsam den Weihnachtsbaum. Schulklassen der Christoph-Földerich-Grundschule stimmten zur Feier des Tages mehrere Lieder an und unterstrichen so auch die Bedeutung, die der direkt vor ihrer eigenen Haustüre gelegenen Platz hat. Der Vorgarten der Schule wurde während der Bauarbeiten gleich mit gestaltet. Ein besonderes Kunstobjekt, eine etwa zwei Meter hohe Stele ziert jetzt diesen Garten. Mehr als ein Dutzend Kinder unter Anleitung einer Künstlerin waren an der Gestaltung von Reliefs zum Thema Himmel beteiligt.

2005 gab es eine erste Beteiligung der Kinder und Anwohner des an der Gestaltung des Földerichplatzes. Seit 2007 wurde hier in drei Bauabschnitten gearbeitet. Rund 920.000 Euro, inklusive Fördermittel, wurden für alle Bauabschnitte investiert. Der vormals sehr unansehnliche Platz besteht nun, nach seiner Fertigstellung aus 3 Teilbereichen. Einem Spielplatz mit hohem Zaun für Ballspiele, einem Kinderspielplatz mit Sandkasten und Kinderspielgeräten, sowie den heute seiner Bestimmung übergebenen letzten Teil, einem offenen barrierefreien Platz, der für vielfältigste Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Wilhelmstadt hat hier ein neues Zentrum bekommen, welches nun mit Leben gefüllt werden muss. Nicht alle Anwohner freuen sich über das Leben, welches hier nun tobt. Immer wieder kommt es zu Anzeigen wegen ruhestörenden Lärms. Schade eigentlich.

Die mögliche Nutzung des Platzes als Veranstaltungsort wurde schon beim Ausbau berücksichtigt. Eine 4×4 Meter große Bühne, die vom Bezirksamt finanziert wurde, kann an vier Punkten im Boden sicher verankert werden. Wind und Wetter können ihr nichts mehr anhaben. Anschlüsse für Strom und Wasser existieren gleich daneben. Auch der Weihnachtsbaum aus dem Spektefeld steht sicher in einer Verankerung im Boden.

Aus dem Publikum kam eine Frage, die offensichtlich nicht so einfach zu beantworten ist. Sie hätte gerne gewusst, wann der Wochenmarkt hier seine Stände aufbauen wird. Diskutiert darüber wird schon seit längerer Zeit in der Wilhelmstadt. Anscheinend ist der Drang der Teilnehmer des Wochenmarktes gleich um die Ecke nicht so ausgeprägt, einen Umzug an diesen Ort in Erwägung zu ziehen. Möglicherweise genügt ein Besuch, um sich von den Vorteilen des neuen Platzes überzeugen zu lassen. Für die notwendige Infrastruktur ist gesorgt. Jahrelange Gewohnheiten legt man nicht so leicht ab. Die Angst, Kunden zu verlieren, weil sie den etwas weiteren Weg scheuen, mag ein Grund dafür sein. Eine endgültige Entscheidung darüber wird vom zuständigen Stadtrat und der BVV getroffen.

Thomas Claudius, der Vorsitzende des Vereins „Meine Wilhelmstadt e. V.“ nutzte die Gelegenheit, sich bei Carsten Röding und allen Beteiligten für ihr Engagement zu bedanken. Auch er möchte gerne einen Wochenmarkt an dieser Stelle.

Carsten Röding sprach in seiner Rede einen wichtigen Aspekt der Neugestaltung an. Gerade die offene Bebauung und die Gelegenheit einer vielfältigen Nutzung für Kinder und Familien, sowie das Fehlen von „Angstecken“ sollte einer möglichen unerwünschten Zweckentfremdung des Ortes entgegen wirken. Was vom Polizeibeamten des zuständigen Abschnitts nur bestätigt werden konnte. Rampen an den Seiten ermöglichen es auch Rollstuhlfahrern, diesen Platz problemlos zu nutzen. Auch für Sehbehinderte gibt es taktile Orientierungselemente. Jung und Alt haben so die Gelegenheit den neuen zentralen Platz gemeinsam zu nutzen.

Gleich neben dem Földerichplatz, in den Räumen der alten Post, eröffnet Anfang nächsten Jahres der Stadtteilladen der Wilhelmstadt. Der Verein „Meine Wilhelmstadt e. V.“, der überlegt, eine Patenschaft für den Földerichplatz zu übernehmen, wird dort wahrscheinlich als Untermieter sein Büro eröffnen. Noch müssen ein paar kleine Punkte mit dem Bezirksamt geklärt werden. Damit hätte die Wilhelmstadt in mehrfacher Hinsicht einen zentralen Anlaufpunkt. Die Adamstraße selbst dürfte dadurch erheblich an Attraktivität gewinnen. Mehr Leben bedeutet auch die Chance für einen geringeren Geschäfteleerstand. Das wäre für die Wilhelmstadt mehr als wünschenswert.

Bis vor einiger Zeit zierte die Fassade der alten Post noch ein eiserner Postadler. Dieser ist anscheinend unbemerkt davongeflogen. Niemand konnte Auskunft über seinen Verbleib geben.

 

Ralf Salecker

 

 

 

Neubau des Földerichplatzes beendet

Bürgerplatz lädt zum Empfang

Alle drei Bereiche die den Földerichplatz in der Wilhelmstadt zu einem Bürgerplatz werden ließen sind nun fertiggestellt. Der Spandauer Baustadtrat Carsten Röding wird zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Christoph-Földerich-Schule den neuen Bürgerplatz mit der Aufstellung des Weihnachtsbaumes einweihen.

Donnerstag, den 01. Dezember 2011
10.30 Uhr
Földerichplatz, 13595 Berlin

Kinder- und Jugend-Stadtteilfest am 3. September 2011 in der Wilhelmstadt


Am 3. September 2011 wird in der Zeit von 11.00 bis 19.00 Uhr in der Spandauer Wilhelmstadt ein Stadtteilfest stattfinden, das aus Fördermitteln des ESF-Förderprogramms STÄRKEN vor Ort finanziert wird. Der Eintritt ist frei! Jeder ist herzlich willkommen!

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird es am ersten Samstag im September wieder ein STÄRKEN vor Ort Stadtteilfest rund um den Földerichplatz geben. Ein buntes Bühnenprogramm, eine Hüpfburg, ein Fußballturnier, vielfältige Stände, Gaumenfreuden und unterschiedliche sportliche Aktivitäten laden Jung und Alt zu einem Besuch in die Wilhelmstadt ein.

Das Fest auf dem Schulhof der Christoph-Földerich-Grundschule wird um 11:00 Uhr von Frau Bezirksstadträtin Daniela Kleineidam eröffnet. Es präsentieren sich an vielen Ständen unter anderem die Mikroprojektträger des EU-Förderprogramms STÄRKEN vor Ort sowie aktive Vereine, Schulen und Träger der Wilhelmstadt. Erstmalig wird sich auch der bundesweit vertretene Verein für Gesundheitssport e.V. den Wilhelmstädtern mit einem eigenen Programm zum Mitmachen vorstellen.

Mit einer abwechslungsreichen Bühnenshow wird für gute Unterhaltung gesorgt und an den Ständen warten auf die Besucher kulinarische Überraschungen. Um 12.30 Uhr startet auf dem Bolzplatz des neu gestalteten Földerichplatzes ein Fußballturnier.