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Minister zum Truppenbesuch in Kladow

Seit Oktober ist das oberste Kommando der Luftwaffe in Kladow stationiert, am Donnerstag besuchte erstmals der Verteidigungsminister die General-Steinhoff-Kaserne.

Im Rahmen seiner Sommerreise 2013 besuchte der Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière am vergangenen Donnerstag das Kommando Luftwaffe in Kladow. Es war der erste Besuch seit der Ansiedlung des von Bonn nach Berlin verlegten Luftwaffenkommandos.

Inspekteur der Luftwaffe und Generalleutnant Karl Müller zusammen mit Bundesminister der Verteidigung Thomas de Maiziere.

Inspekteur der Luftwaffe und Generalleutnant Karl Müller zusammen mit Bundesminister der Verteidigung Thomas de Maiziere. Foto: Patrick Rein

Feierliche Übergabe

Parallel zu den sich verabschiedenden Britischen Streitkräften begannen Dienststellen und Einheiten der Bundesluftwaffe nach Gatow zu verlegen. Vorher hatte der Bundesminister der Verteidigung über die Stationierung im Rahmen der Einnahme der Luftwaffenstruktur 4 entschieden. Am 7. September 1994 erfolgte die feierliche Übergabe der Kaserne von der Royal Air Force an die Luftwaffe. Nachdem die britische Flagge eingeholt war, wurde zu den Klängen der Nationalhymne die deutsche Flagge gehisst.

Tag der offenen Tür

Momentan sind rund 100 Mitarbeiter in der General-Steinhoff-Kaserne am Kladower Damm im Dienst. Weitere 200 werden von Bonn nach Berlin noch folgen. Unter ihnen ist auch der Inspekteur der Luftwaffe Generalleutnant Karl Müller, welcher de Maiziere am Donnerstag im Beisein des Spandauer Bezirksbürgermeister Kleebank und der Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (SPD) und Kai Wegner (CDU) in Gatow begrüßte.

Pünktlich zum 19. Jahrestag lädt die Luftwaffe am 7. und 8. September alle Interessierten zum eigenen Truppenbesuch beim Tag der offenen Tür ein. Der Eintritt ist frei.

Patrick Rein

Gatow gewinnt Hitzeschlacht

Spandauer Kickers unterliegen im eigenen Stadion beim diesjährigen Bürgermeisterpokal dem SV Gatow mit 0:2.

Das Wochenende stand nicht nur im Zeichen der Hitzerekorde, auch sportlich wurde einiges geboten. Einerseits zeigte am Samstag Borussia Dortmund, dass der Triple-Sieger aus Bayern durchaus schlagbar ist, zum anderen wurde die Frauennationalmannschaft am Sonntag nach schwacher Vorrunde überraschend Europameister. Doch auch in Spandau wurde trotz Temperaturhöchstwerten gekickt. Dabei konnten die Gatower zum Abschluss des Turniers nach einem Jahr Pause wiederholt den Bürgermeisterpokal in Empfang nehmen.

Sieger des Spandauer Bürgermeisterpokals 2013: SC Gatow.

Sieger des Spandauer Bürgermeisterpokals 2013: SC Gatow. Foto: Spandauer AG

Halbfinalspiele vom Freitag

Letztmalig fanden die Spiele um den Einzug ins kleine und große Finale im Stadion in Haselhorst statt. Dort konnten sich um 18 Uhr die Spandauer Kickers (Spaki) souverän mit 4:2 gegen Galatasaray durchsetzen. Die Bezwinger von Vorjahressieger Staaken aus Gatow zogen gegen Teutonia mit 3:1 ins Finale ein. Das kleine Finale am Sonntag in der Arena der Spandauer Kickers entschied dann Galatasaray schließlich mit 5:3 für sich. Noch im letzten Jahr hatten die Teutonen den 3. Platz belegen können.

Bereits im Viertelfinale bezwang Gatow den Titelverteidiger aus Staaken.

Bereits im Viertelfinale bezwang Gatow den Titelverteidiger aus Staaken. Foto: Patrick Rein

Gatow holt Titel zurück

Der SC Gatow verfügt seinerseits über viel Endspielerfahrung. In der vorletzten Saison standen die Gatower im Finale des Berliner Pilsner Pokals, welches sie damals gegen BAK Berlin verloren. Zudem waren sie im letzten Spandauer Bürgermeisterpokal noch als Titelverteidiger ins Rennen gegangen, mussten sich dann aber Teutonia geschlagen geben. Dieses Mal hatten sie aber in der Hitzeschlacht gegen Gastgeber Spaki die Nase vorn und holten somit den Titel zurück in den Spandauer Süden.

Wetter- und Zuschauertechnisch waren die Spiele ebenso wie fußballerisch wieder ein großer Erfolg für das Team von Veranstalter Matthias Zimmermann vom Sportshop Staaken. Diesem dankten auch Bezirksbürgermeister Kleebank und Sportstadtrat Gerhard Hanke bei der Siegerehrung. 2014 werden dann beim Vorbereitungsturnier und bezirklichem Kräftemessen wieder alle Spandauer Fußballvereine versuchen den Bürgermeisterpokal für sich zu entscheiden.

Patrick Rein

Titelverteidiger im Viertelfinale ausgeschieden

Die Viertelfinalspiele des diesjährigen Spandauer Bürgermeisterpokals sind abgeschlossen und die Halbfinalpartien stehen unmittelbar bevor.

Nachdem sich bereits nach der Vorrunde die ersten Mannschaften beim diesjährigen Spandauer Bürgermeisterpokal wie der SSV, Schwarz-Weiß, der FFV oder auch Siemensstadt mit der bislang höchsten Niederlage (1:9) verabschieden mussten, standen am Dienstag und Mittwoch die Halbfinalspiele auf dem Programm. Dabei trafen Kladow auf Galatasaray, Spandauer Kickers (SpaKi) auf Veritas und einen Tag später Gatow auf Staaken und Teutonia auf Alemannia.

Galatasaray Spandau konnte sich gegen die Sportfreunde Kladow durchsetzen und trifft nun auf "SpaKi".

Galatasaray Spandau konnte sich gegen die Sportfreunde Kladow durchsetzen und trifft nun auf „SpaKi“.

Kladow unterliegt knapp

Besonders die 18 Uhr Partien mussten an fast allen Tagen den Temperaturen Tribut zollen, so dass vom Veranstalter sogar Trinkpausen während der regulären Spielzeit angesetzt wurden. Ausgeglichen gestaltete sich das erste Halbfinale zwischen den Sportfreunden Kladow und Galatasaray Spandau, welche sich durch einen Treffer in der 85. Minute ins Halbfinale schossen. Im Anschluss konnten dann die Spandauer Kickers mit einem klaren 5:2 gegen Veritas nachziehen. Dabei war „Spaki“ von Anfang an spielbestimmend und führte schnell mit 2:0. Doch Veritas nutzte seine wenigen Chancen konsequent und konnte in der ersten Halbzeit zwei Mal auf 1:2 und 2:3 verkürzen, konnte jedoch im zweiten Durchgang nur noch wenig dagegensetzen.

Bei der Hitze wurden vom Veranstalter offizielle Trinkpausen angesetzt. Diese halfen dem Titelverteidiger SC Staaken jedoch nicht.

Bei der Hitze wurden vom Veranstalter offizielle Trinkpausen angesetzt. Diese halfen dem Titelverteidiger SC Staaken jedoch nicht. Fotos (2): Patrick Rein

Titelverteidiger raus

Das Spitzenspiel des Viertelfinales fand dann am Mittwoch zwischen Gatow und dem Titelverteidiger SC Staaken statt. Dabei gelang den Gatowern vor fast 200 Zuschauern bereits in der ersten Halbzeit der letztendliche Siegtreffer. Damit mussten die Staakener ihrer zweiten Mannschaft folgen, die bereits in der Vorrunde gegen Kladow mit 2:0 unterlagen und aus dem Turnier ausschieden. Mit dem deutlichsten Viertelfinalergebnis zog danach Teutonia mit einem klaren 4:0 Sieg gegen den diesjährigen Gastgeber Alemannia Haselhorst als letzter Teilnehmer ins Halbfinale ein.

Letztmalig im Stadion Haselhorst am Pulvermühlenweg kommt es damit heute (Freitag) zu folgenden Partien:

18 Uhr Galatasaray Spandau – Spandauer Kickers

19.50 Uhr Gatow – Teutonia

Das Speil um Platz drei (11 Uhr) und das diesjährige Finale (13 Uhr) finden dann am Sonntag in Staaken West am Brunsbütteler Damm 441 statt. Ausführliche Informationen zum Bürgermeisterpokal finden alle Interessierten seit dieser Woche auf der Internetseite von www.sport-90.de unter Amateurfußball oder weiterhin hier über die Spandauer AG.

Patrick Rein

Wer wird die Nummer 1 im Bezirk?

Nachdem der SC Staaken im letzten Jahr den Spandauer Bürgermeister Pokal gewinnen konnte, kommt es in den nächsten Wochen zum erneuten Kräftemessen.

Nach dem harten Winter und der damit verbundenen Verlängerung der Fußball-Saison in Berlin ist die kickerfreie Zeit in diesem Jahr äußerst kurz. Während sich Hertha BSC auf eine erneute und – dieses Mal hoffentlich länger anhaltende – Bundesliga-Saison vorbereitet, stehen auch die Spandauer Vereine den Vorbereitungen auf die Spielzeit 2013/2014 in nichts nach. Traditionell wird daher auch wieder der Spandauer Bürgermeister Pokal um die Nummer 1 im Bezirk ausgespielt.

Der SC Staaken geht als Titelverteidiger in den diesjährigen Spandauer Bürgermeister Pokal.

Der SC Staaken geht als Titelverteidiger in den diesjährigen Spandauer Bürgermeister Pokal. Foto: Patrick Rein

Zu Gast in Haselhorst

Bis auf die Endspielpaarungen in der Arena der Spandauer Kickers in Staaken West werden alle Vorrunden-, Viertel- und Halbfinalpartien im Stadion Haselhorst ausgetragen. Der SC Staaken ist dabei als einziger Verein gleich mit zwei Mannschaften vertreten, wobei Staaken II auch den Auftakt am Mittwoch gegen Kladow macht. Die erste Mannschaft als Titelverteidiger greift erst am Freitag ins Turniergeschehen gegen Schwarz-Weiß Spandau ein und den Abschluss der Vorrunde beschreitet am Samstag dann der Gastgeber Alemania Haselhorst gegen FFV Spandau bevor es Dienstag mit den Viertelfinalspielen weitergeht. Alle Informationen gibt es auf der neuen Homepage unter www.spandauer-ag.de und natürlich bleiben auch wir „am Ball“.

Plakat-SpandauDie Paarungen im Überblick:

Mittwoch 17.7. bis Finaltag Stadion Haselhorst
18 Uhr                  Kladow – Staaken II

19:50 Uhr        Galatasaray – Siemensstadt

Donnerstag 18.7.
18 Uhr                  Spandau 06 – Spd. Kickers

19:50 Uhr         Srbija – Veritas

Freitag 19.7.
18 Uhr                  Gatow – SSV                                 19:50 Uhr       Staaken I – SW Spd.

Samstag 20.07.

15 Uhr                  BW Spd. – Teutonia                       16:50 Uhr      Alemania – FFV Spd.

Viertelfinale Dienstag 23.7.
18 Uhr                  Sieger Kladow / Staaken II – Sieger Galatasaray / Siemensstadt
19:50 Uhr            Sieger Spandau 06 / Spd. Kickers  – Sieger Srbija / Veritas

Viertelfinale  Mittwoch 24.7.
18 Uhr                  Sieger Gatow / SSV – Sieger Staaken I / SW Spd
19:50 Uhr            Sieger BW Spd. / Teutonia – Sieger Alemania / FFV Spd.

Halbfinale Freitag 26.7.

18 Uhr und 19:50 Uhr

Endspiele Sonntag 28.7.

Spiel um Platz 3 um 11 Uhr und Finale 13 Uhr  Staaken West

Patrick Rein

Staaken bleibt Tabellenführer

Im Lokalderby zwischen den Spandauer Kickers und dem SC Staaken II trennen sich die beiden Aufstiegskandidaten unentschieden.

Sowohl der SC Staaken als auch die Spandauer Kickers stehen in der Bezirksliga mit deutlichem Vorsprung auf einem Aufstiegsplatz. Dementsprechend groß war – trotz Regen – auch der Zuschauerandrang auf dem Heimspielgelände der Kickers am Sommerbad Staaken West. Es ging um die Tabellenspitze, denn der Aufstieg ist beiden Mannschaften kaum noch zu nehmen. Die abwechslungsreiche Partie bot auch ebenso wie das Champions-League Finale am Sonnabend alles was das Fußballherz begehrt: Vier Tore mit teils sehenswerten Treffern, Elfmeter, zwei rote Karten und diskussionsanregende Schiedsrichterentscheidungen.

In einer fair gefürhten Partie trennetn sich Spaki und Staaken II unentschieden.

In einer fair geführten Partie trennten sich Spaki und Staaken II unentschieden.

Gerechtes Unentschieden

Während des Spiels erhielten die Gäste lautstarke Unterstützung des Staakener Anhangs, dennoch ging Gastgeber „Spaki“ durch Christian Oberreuter mit 1:0 in Führung ehe Sven Trautmann per Elfmeter noch vor der Halbzeit den Ausgleich erzielte. Mit einem fulminanten Freistoß, ausgeführt von Marc Theilig, konnte der Eintore-Vorsprung für die Kickers wiederhergestellt werden. Doch die Staakener steckten nicht auf und Frederik Kammer erzielte per Kopfball den 2:2 Endstand. In einer fairen Partie beendeten sowohl die Spandauer Kickers als auch der SC Staaken das Spiel um jeweils einen Mann reduziert. Die Schiedsrichterentscheidungen sorgten in beiden Fällen für Diskussionen und wurden von beiden Lagern als zu „hart“ interpretiert. Zwar konnte der SC durch dieses Ergebnis die Tabellenführung behaupten, beide Mannschaften bleiben aber durch die Punkteteilung auf dem Sprung in die Landesliga.

Der anhaltende Regen des Wochenendes machte auch beim Lokalderby nicht halt.

Der anhaltende Regen des Wochenendes machte auch beim Lokalderby nicht halt. Fotos (2): Patrick Rein

Pokalhalbfinale der Ersten

Am Mittwoch muss dann die erste Mannschaft von Staaken zum Halbfinale im Berliner Pilsner Pokal zum SV Lichtenberg 47. Für das Auswärtsspiel und der Chance auf den Finaleinzug – in dem im letzten Jahr bereits mit Gatow ein anderer Spandauer Fußballverein stand – wird extra ein Fanbus gechartert. Nervenstärke hatten die Staakener schon beim Gewinn des Spandauer Bürgermeisterpokals im letzten Sommer bewiesen.

Und am nächsten Wochenende, den 8. Juni, tritt dann auch wieder die Spandauer Gastronomie zum mittlerweile 8. Gastro-Cup für den guten Zweck an. Gespielt wird auch in diesem Jahr wieder im Helmut-Schleussener-Stadion am Askanierring von 10 bis 16 Uhr.

Patrick Rein

Einmal durchzählen, bitte!

Unvollständige Artenkartierung im Landschaftspark Gatow

Natur - UmweltDie im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz auf der Wiesenlandschaft des geplanten Landschaftsparks Gatow durchgeführte Artenkartierungen sind unvollständig. Ursprünglich wurde um eine komplette Auflistung aller ermittelten Tier- und Pflanzenarten gebeten, jedoch wurden nur Auskünfte zu Fledermäusen, Vögeln und Reptilien ausgegeben. Sämtliche Pflanzen- und Insektenarten wurden nicht berücksichtigt.

Die bisher angestellte Artenkartierung hat jedoch ergeben, dass im untersuchten Gebiet die Zahl der Vogelarten außergewöhnlich hoch ist. Dies bestätigt das Ergebnis der Kartierung von vor zwei Jahren und zeigt auf, dass die Wiesenlandschaft von großem ökologischen Wert ist.

Christoph Sonnenberg-Westeson (Vertreter der GAL-Fraktion) zum Sachverhalt:

„Die Auskünfte zu den Kartierungen der Tier- und Pflanzenarten sind vollkommen unbefriedigend. Unvollständige und hinsichtlich der Biotoparten völlig veraltete Daten dürfen nicht Grundlage für die Entscheidung über die Zukunft der Wiesenlandschaft sein. Wir fordern die Senatsverwaltung auf, eine neue und vollständige Tier-, Pflanzen- und Biotopkartierung auf dem Gelände durchzuführen. Senator Michael Müller (SPD) muss endlich beweisen, was ihm die von ihm eigenhändig vor über einem Jahr unterzeichnete „Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt“ wirklich wert ist.“

Nichts Neues bei den Rieselfeldern?

Für die Mieter könnte es problematisch werden

Helmut Kleebank und Peter Hektor (Foto: Ralf Salecker)

Helmut Kleebank und Peter Hektor (Foto: Ralf Salecker)

Groß war die Aufregung im letzten Jahr, als es hieß, ein großer Teil Spandaus soll an einen Großgastronomen verkauft werden. Damals gab es Gespräche zwischen den Berliner Wasserbetrieben, den Eigentümern der Spandauer Rieselfelder und dem Gastronom Josef Laggner. Ein Aufschrei der Empörung machte sich im Bezirk breit, da Kungeleien hinter dem Rücken der Spandauern vermutet wurden, die ihr Naherholungsgebiet in Gefahr sahen.

Helmut Kleebank lud vor ein paar Tagen zu einem Ortstermin auf die Rieselfelder um – gemeinsam mit Peter Hector, dem Geschäftsführer der Berliner Stadtgüter, Neuerungen zu den Rieselfeldern zu verkünden.

Stadtgüter können sich Übernahme vorstellen

Peter Hektor kann sich die Übernahme der Rieselfelder durch die Stadtgüter immer noch gut vorstellen. Voraussetzung dafür ist das mit Spannung erwartete Gutachten der Berliner Wasserbetriebe zum Zustand des Bodens. Einen verseuchten Boden würden die Stadtgüter nicht erwerben wollen. Bekannterweise wurde das Gutachten schon mehrfach erwartet, aber nicht geliefert. Im September könnte es diesmal der Fall sein – möglicherweise.

Einnahmen durch Ausgleichsmaßnahmen

Den Berliner Wasserbetrieben waren die Rieselfelder ein finanzieller Klotz am Bein, weil sie nur noch Kosten verursachten. Peter Hektor sieht neben weiteren landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen mögliche Finanzielle Einnahmen durch zukünftige Ausgleichsmaßnahmen. Spandau hat schon ab und an von solchen Maßnahmen profitiert.

Wenn im Zuge von Baumaßnahmen Eingriffe in die Natur notwendig sind, ist der Verursacher verpflichtet, für geeignete ausgleichsmaßnahmen zu sorgen. In Spandau wurden so die Ausgestaltung des Stabholzgartens und auch des Bullengrabengrünzuges ermöglicht. Die Bahn bezahlte dieses Maßnahmen, weil sie für den Trassenbau anderswo Bäume fällte.

Ähnliches könnte sich der Geschäftsführer der Berliner Stadtgüter für die Rieselfelder vorstellen.

Situation der Mieter des Betriebshofes unklar

Der Betriebshofes des Rieselfeldgeländes liegt im Landschaftsschutzgebiet. Eine Genehmigung, dort Betriebswohnungen zu nutzen, ist eng gekoppelt mit dessen aktiver Nutzung. Fällt diese weg, erlischt wahrscheinlich auch die Genehmigung für die Wohnungen im Landschaftsschutzgebiet. Keine besonders beruhigende Vorstellung für die derzeitigen Mieter. Die Wasserbetriebe machen es sich leicht, wenn sie sagen, wenn es nach ihnen ginge, würde sich auch nach dem Verkauf des Betriebshofes nichts an der Situation der Mieter ändern.

 

Ralf Salecker

Ab auf die Havel!

Am 20. April lädt der Ruderverein Collegia1895 e.V. in Gatow zu einem Tag des Wassersports mit Schnupper-Rudern, Drachenboot-Paddeln und buntem Rahmenprogramm.

Zwischen 13 und 17 Uhr können sich die Besucher unter fachkundiger Anleitung der Ruderausbilder von Collegia in der abwechslungsreichen und gesunden Wassersportart ausprobieren – unverbindlich und kostenfrei. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, lediglich Sportkleidung sollte mitgebracht werden. Umkleideräume und Duschen sind vorhanden. Für alle, die beim Schnupper-Rudern auf den Geschmack kommen oder schon immer mal Rudern lernen wollten, starten am 21. April ein einmonatiger Ruderkurs für Kinder und Jugendliche sowie ein zweiter Kurs für Erwachsene. Infos und Anmeldung sind sowohl am Tag des Wassersports vor Ort oder per E-Mail an info@collegia.de möglich.

Der Ruderverein Collegia in Gatow lädt am Samstag zum Tag des Wassersports ein.

Der Ruderverein Collegia in Gatow lädt am Samstag zum Tag des Wassersports ein.

Kooperationspartner vor Ort

Mit von der Partie sind am Tag des Wassersports auch die mit Collegia kooperierende Ruder AG der Bertolt-Brecht-Oberschule, der benachbarte Paddelclub Wiking sowie die „Putzdrachen“ der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) mit ihrem Drachenboot, in dem ein Trommler vom BSR-Team den Paddel-Takt angibt. „Landratten“, die lieber festen Boden unter den Füßen haben, können beim Ergometer-Wettkampf ihre Kraft und beim Trockenangeln ihr Geschick unter Beweis stellen. Für kleine Gäste wird ein Spaß-Parcours auf dem Vereinsgelände organisiert. Grill- und Kuchenbuffet sorgen fürs leibliche Wohl.

Mit dem Boot raus auf die Havel.

Mit dem Boot raus auf die Havel. Fotos (2): Collegia

Breiten-, Leistungs- und Gesundheitssport

Collegia ist ein „Familienverein“ mit rund 130 Mitgliedern aller Altersstufen, denen ein breites Angebot an Ruder- und Ausgleichssportterminen zur Verfügung steht.  Spitzensportler wie Lars Wichert (Weltmeister 2012, Doppelweltmeister 2010) und  Thorsten Engelmann (Weltmeister 2006) haben hier das Rudern gelernt. Derzeit konzentriert sich der an der Unterhavel gelegene Verein auf das Rudern als Freizeit- und Gesundheitssport. Doch auch Ambitionierte kommen bei Collegia auf ihre Kosten: Während der Nachwuchs mit dem Ziel der Bundeswettbewerb-Teilnahme für den Landesentscheid trainiert, können die Erwachsenen beim sportlichen Frührudern an ihrer Technik feilen und sich bei Regatten wie „Quer durch Berlin“, „Rund um Wannsee“ oder dem achtstündigen Hamburger Staffelrudern ins Zeug legen.

Anfahrtsweg

Auf dem Landweg ist der Ruderverein Collegia im Pfirsichweg 9-11 in 14089 Berlin sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus X34 bis Emil-Basdeck-Straße oder Bus 134 bis Pfirsichweg) als auch per Auto (Zufahrt zum Parkplatz über Bardey- und Rothenbücherweg) gut zu erreichen.

Patrick Rein

Bio aus Spandau

Trotz momentan kursierendem Bioskandal fiel der Startschuss für SpeiseGut – wo sich jeder selbst verwirklichen und mitwirken kann

In Gatow wird jetzt das erste Berliner Projekt im Rahmen der Solidarischen Landwirtschaft Regionale, ökologische und verantwortungsvolle Landwirtschaft frei von Agrarsubventionen, Gentechnik und dem Einfluss von Großkonzernen: In Spandau wird diese Vision mit dem Projekt „SpeiseGut“ jetzt Wirklichkeit. Am 20. Februar 2013 wurde dem Initiator Christian Heymann vom Bezirksamt sowie dem Landschaftspflegeverband Spandau eine drei Hektar große Anbaufläche zur Bewirtschaftung und Pflege auf dem Gelände der ehemaligen Hofstelle Havelmaten im Ortsteil Gatow zur Verfügung gestellt. Produkte zur Versorgung von rund 150 Personen werden hier künftig angebaut.

Foto: Speisegut

Foto: Speisegut

Grundprinzip: Solidarische Landwirtschaft

Mit seinem Projekt SpeiseGut orientiert sich der Landwirt Christian Heymann an den
Prinzipien der Solidarischen Landwirtschaft. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Wirtschaftsgemeinschaft“ erhalten für einen monatlichen, über ein Jahr festgelegten Beitrag wöchentliche Lieferungen der angebauten Produkte. Obst, Gemüse, Kartoffeln, Kräuter und Blumen werden nach strengen ökologischen Richtlinien ausschließlich unter freiem Himmel angebaut. Bei der Ernte wird darauf geachtet, dass alle Produkte unabhängig von Größe, Form und Farbe den Verbraucher erreichen.

Beikraut jäten, Obst sammeln, einwecken

Für den Erfolg ist SpeiseGut auf die tatkräftige Unterstützung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angewiesen. An mindestens drei Tagen im Jahr sollen sie im Rahmen von Arbeitseinsätzen beispielsweise jäten, Obst und Gemüse ernten oder Früchte einwecken. Auch bei der Auslieferung des Ertrages ist Hilfe gefragt. Im ersten Schritt sollen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bezirken Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln geworben werden. Hierzu erklärt Christian Heymann, Initiator des Projekts SpeiseGut: „Das Projekt bietet allen Interessierten die Möglichkeit, in die Abläufe eines landwirtschaftlichen Kleinbetriebes hinein zu schnuppern. Jeder kann selbst mitarbeiten und auf diese Weise sehen, fühlen und riechen, wie das von ihm gegessene Obst und Gemüse wächst und wo es herkommt. Die bisherigen Reaktionen auf das Projekt sind vielversprechend. Auf der drei Hektar großen Fläche in Havelmaten kann es jetzt richtig losgehen.“

Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.speisegut.blogger.de oder auch bei Facebook

Patrick Rein

Gatower Rieselfelder: Auf einmal haben sich alle lieb

Das versprochene Gutachten fehlt weiterhin

Es geht um die Spandauer Rieselfelder (Foto: Ralf Salecker)

Es geht um die Spandauer Rieselfelder (Foto: Ralf Salecker)

Die Erwartungen waren groß, als in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Bürgersaal Vertreter aus Spandauer Politik, den Berliner Wasserbetrieben, den Berliner Stadtgütern und ein Gutachter Platz nahmen. Wer klare Antworten über die exakte Schadstoffverteilung und die zukünftige Nutzung erwartet hatte, wurde auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Es gab keine Gefährdungsanalysen nur die vage Aussage: „Alle Systeme funktionieren innerhalb normaler Parameter“.

Auf gut Deutsch, im Mittel ist alles recht unbedenklich. Eine Aussage, die auf heftige Kritik im Publikum stieß. Diese Aussage ist vor allem deswegen interessant, weil der BWB-Sprecher Natz laut Berliner Morgenpost vom 6.1.2013 gesagt haben soll: „Es gibt Flächen, da können Sie vom Boden essen, und es gibt Flächen, die so belastet sind, dass dort nichts angebaut werden kann“. Ohne intensive Betrachtung, der bisher erfolgten Analysen, ist auch die Formulierung eines zukünftigen Nutzungskonzeptes nicht möglich. Ein Abschluss des Gutachtens sei im Herbst dieses Jahres zu erwarten. Wir werden sehen.

Rücksturz in die Vergangenheit

Frau Lemm, die Vertreterin der Berliner Wasserbetriebe begann ihren Vortrag mit einer ausführlichen Schilderung der Vergangenheit der Spandauer Rieselfelder. Von vormals sehr kleinteiligen Flächen, haben sich diese zu größeren Einheiten entwickelt. Die früher erfolgten Untersuchungen seien mit den heutigen kaum vergleichbar, da diese auf jeweils unterschiedlichen Gesetzesgrundlagen beruhten. Heute müssten z. B. über 90 Parameter bestimmt werden.

Der Gutachter deutete an, dass gerade einmal die Schwermetalle sich als „erhöhte Werte“ darstellen würden, alle anderen Analysen hätten Ergebnisse deutlich unterhalb der Grenzwerte ergeben. Daraus könne man den vorläufigen Schluss ziehen, dass eine Änderung der bisherigen Nutzung wegen vermuteter zu hoher Schadstoffbelastung nicht zu erwarten sei. Ein Analyse, die im Publikum als verkaufsfördernde Maßnahme verstanden wurde.

Aus dem Publikum wurde besonders die Mittelwertbildung und Art der Probenahme bemängelt, da zu wenig die schwer belasteten Randbereiche der Rieselfeldtafeln beprobt wurden. Die Antwort des Gutachters, die Art der früheren Rieselfeldnutzung hätte im Laufe der Jahrzehnte zu einer intensiven gleichmäßigen Durchmischung des Bodens geführt, so dass keine großen Schwankungen der Messwerte zu erwarten waren, scheint nachvollziehbar.

Wer erhält nun die Rieselfelder?

Herr Hecktor von den Berliner Stadtgütern äußerte sich sehr vorsichtig zu einem möglichen Kauf. Wenn der Preis und die Randbedingungen stimmen, wäre dies möglich. Ähnliches äußerten auch die BWB. Sie wollen das Gelände, welches drei Prozent der Fläche Spandaus ausmacht, natürlich nicht verschenken, sondern einen Ertrag damit erwirtschaften. Vom Gastronomen Josef Laggner gibt es nur vage Aussagen. Er hätte Interesse am ehemaligen Betriebshof, auf dem sich noch ein paar Betriebswohnungen existieren, für den es anscheinend aber keinen Bebauungsplan gibt. Hier wäre demnach die Errichtung von Gebäuden derzeit nicht möglich.

Während in der Vergangenheit die Informationspolitik der BWB als höchst problematisch empfunden wurde, äußerten sich Vertreter der Interessengruppen, die sich für die Bewahrung der Rieselfelder einsetzen, betont erfreut zu den aktuellen Umständen. Der Bezirk wird nach und nach Informationen zu den Rieselfeldern auch online zu veröffentlichen, um für eine ausreichende Transparenz zu sorgen.

 

Ralf Salecker

Viel Neues auf Spandaus Spielplätzen

In diesen Wochen werden mehrere Spielgeräte auf einigen der rund 100 Spielplätze des Bezirks eingeweiht

Da in den letzten Jahren die Instandhaltung der Spielplätze und deren Geräte nicht höchste Priorität genossen, mussten aus Sicherheitsgründen viele demontiert werden. Unter anderem konnten jedoch durch die in Berlin einzigartige Aktion „Raum für Kinderträume“ Unternehmen gewonnen werden, die sich finanziell aber auch manuell an Neuanschaffungen beteiligten.

Baustadtrat Röding hatte ein offenes Ohr für die Wünsche der "Nutzer".

Baustadtrat Röding hatte ein offenes Ohr für die Wünsche der „Nutzer“.

Wände und Iglu aus Weidenzweigen

Auf dem Spielplatz Am Windmühlenberg in Gatow mussten so beispielsweise aus Verkehrssicherungsgründen die alten Spielgeräte abgebaut werden. Doch soll der versteckt gelegene Spielplatz neben der gleichnamigen Schule deshalb nicht verwahrlosen. Mittels des sozialen Engagements der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG für drei Berliner Projekte, die schwerpunktmäßig Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen, haben am 23. und 24. Oktober acht Mitarbeiter aus dem Hause Coca-Cola daher aus Weidenzweigen mehrere Wände und ein Iglu gebaut. Zudem wird eine Sandfläche durch die Ausbildungsgruppe des Naturschutzamtes neu angelegt und das Spielangebot noch in diesem Jahr um eine Nestschaukel und eine Podestanlage mit Rutsche ergänzt. Diese Spielgeräte werden durch das bezirkliche Spielplatzsanierungsprogramm finanziert. Die mittlerweile 27 Spielplatzpatenschaft hat in diesem Zusammenhang Frau Gesa Major übernommen, der am Mittwoch die entsprechende Urkunde durch Baustadtrat Carsten Röding (CDU) übergeben wurde.

Ein Fünftel aller Spielplätze hat, wie hier mit Gesa Major, mittlerweile eine Patenschaft.

Ein Fünftel aller Spielplätze hat, wie hier mit Gesa Major, mittlerweile eine Patenschaft.

Stehwippe in Haselhorst

In einem weiteren Schritt der Spielplatzgestaltung hatte das Projekt „Raum für Kinderträume“ bis zum 15. Juni 2012 die Aktion „Mein Spielplatz-Schnappschuss“ mit Unterstützung von „Florida-Eiscafé“ und der Jugendbibliothek in der Altstadt durchgeführt. Kinder und Erwachsene konnten ein Erlebnis auf ihrem Lieblingsspielplatz oder eine Spielplatz-Geschichte schreiben und in den Wettbewerb einreichen. Eine Jury hat über die vielen Geschichten und Erlebnisberichte entschieden. Auf Wunsch der Siegerin wird durch eine Spende von Florida der Biber-Spielplatz in Haselhorst um eine Stehwippe ergänzt. Das Spielgerät kann auch von den Schülerinnen und Schülern der Schule am Gartenfeld – einer Ganztagsschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung – genutzt werden, welche auch die Patenschaft übernommen hat. Am Dienstag wird das neue Spielgerät im Beisein aller Beteiligten den zukünftigen Nutzern übergeben.

Neben Mitarbeitern von Coca-Cola halfen auch die Kinder tatkräftig mit.

Neben Mitarbeitern von Coca-Cola halfen auch die Kinder tatkräftig mit. Fotos (3): Patrick Rein

Matterhorn am Groß Glienicker

Ebenfalls durch „Raum für Kinderträume“ konnte wiederum durch eine Spende der LEO Stiftung Live 4 Each Other der Spielplatz am Groß Glienicker See um den Kletterfelsen „Matterhorn“ und ein Bodentrampolin erweitert werden. Auch dort sind die Montagearbeiten abgeschlossen und die neuen Spielgeräte werden am Mittwoch, den 31. Oktober, auf dem Spielplatz an der Badestelle Groß Glienicker See in Kladow eingeweiht. Bei dieser Gelegenheit wird Baustadtrat Carsten Röding dem Verein Sportfreunde Kladow e.V. für die übernommene Patenschaft der mittlerweile drei gegenüberliegenden Beach-Volleyballfelder eine Urkunde überreichen.

Patrick Rein

„Viva Mexiko“ auf dem Vierfelderhof

15.09.2012: Traditionelle Fiesta zur Maisernte

Wer am kommenden Samstag noch keine Termine hat, der sollte unbedingt auf dem Vierfelderhof im Spandauer Stadtteil Gatow vorbeischauen. Denn hier wird von 10.30 bis 18.00 Uhr eine Fiesta anlässlich des diesjährigen Maisfestes statt finden.

© Ruth Rudolph /pixelio.de

© Ruth Rudolph /pixelio.de

Im Mai wurde Im Rahmen einer aztekischen Zeremonie der Mais ausgesät und den Göttern Centeotl, Tezcatlipoca und Tlaloc Opfergaben dar gebracht. All dies fand im Rahmen des Projektes „Tlayolon“ statt.

Hierbei handelt es sich um ein Projekt von in Berlin lebenden Mexikanern und der Aktion Bantam. Das Projekt beinhaltet den Anbau von gentechnikfreiem mexikanischen Mais. Und soll auf die Gefahren der Agro-Gentechnik hinweisen und natürlich den Anbau von samenfestem Mais in Berlin fördern.
Das Projekt ist publik und ob der Mais sich in diesem Zusammenhang auch Rang und Namen macht, davon können sich die Besucher der Fiesta auf dem Vierfelderhof Heute überzeugen.

Das Programm wird ganz im Stil einer mexikanischen Fiesta gefeiert. Mit traditionellen Dankes-Tänzen zur Maisernte. Über offenem Feuer werden Pozole (mexikanischer Eintopf) und Tamales (gefüllte Maisteigtaschen) gekocht und eine Mole de olla zubereitet. Dies ist eine mexikanische Suppe aus blauen Maiskörnern, Fleisch und Chili. Die Tanzgruppen Mashicunas aus Ecuador und Flores Mexicanas aus Mexiko sorgen für gute Laune und festliche Stimmung auf dem Kinder- und Familienbauernhof.

Für die Kinder gibt es noch einen Pinata-Kurs, dieser beginnt um 14.00 Uhr (Anmeldung unter monserat.peniche@yahoo.com). Pinatas sind aus Krepppapier gebastelte Kugeln, die das Symbol einer mexikanischen Fiesta sind.

Hier geht’s zur Veranstaltung,

Vierfelderhof gGmbH
Straße 264 33
14089 Spandau
www.vierfelderhof.de


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Melanie Krisch

Familiendrama in Gatow

Vater tötet seine Frau und zwei Kinder, danach sich selbst

Gestern Abend bot sich den Feuerwehrleuten ein schreckliches Bild, nachdem sie die Tür eines Hauses in Alt Gatow aufgebrochen hatten. Drinnen fanden sie die Tote 28-jährige Ehefrau sowie zwei der drei Kinder als auch den 68-jährigen Familienvater. Nach bisherigen Ermittlungen hatte der Wirtschaftsberater vor der Tat das dritte und jüngste Kind, ein Baby, noch vorher in ein Krankenhaus gebracht und sich erst dann selbst gerichtet. Zu diesem Zeitpunkt waren die Leben von Frau und zwei Kindern bereits ausgelöscht.

Grund: Schulden

Wie der Vater seine Familie ums Leben brachte, ist noch unklar. Erschossen worden sollen sie nicht sein. Als Motiv gehen die Ermittler bisher von Schulden aus. Die Kinder im Alter von drei und sechs Jahren, der Junge war gerade eingeschult worden, waren in der Kita und Schule vermisst worden. Nachbarn hatten die Polizei gerufen nachdem das Auto der Familie seit Tagen nicht bewegt worden war und ebenso lange ein Fenster offen stand.

Dritte Tragödie

Damit reiht sich jetzt auch Spandau in die Liste der abscheulichen Verbrechen ein: Im August wurden allein in Nordrhein-Westfalen bereits 7 Kinder getötet. In Neuss hat wahrscheinlich ein Vater ebenfalls seine Frau und beiden Kinder getötet, in Emmering eine Mutter ihre beiden Söhne und sich selbst. Finanzielle Probleme, Eifersucht, Zukunftsängste oder Wut sind die Auslöser, welcher Menschen zu diesen unglaublichen Taten bewegen. Für sich selbst keinen Ausweg mehr sehen und seine Angehörigen schützen oder erlösen wollen, ist oftmals der perfide Gedanke.

Ratlosigkeit und Verzweiflung

Dem normalen Verstand werden Erklärungen immer ein Rätsel bleiben. Mittlerweile sind solche Taten jedoch gesellschaftsübergreifend und geschehen auch in Nachbarschaften wo diese vor Jahren noch unvorstellbar gewesen sind. Der Vater hat anscheinend nicht unmittelbar nach der Tat den Suizid begangen sondern etliche Zeit verstreichen lassen.

Spandau zu verkaufen?

Die Berliner Wasserbetriebe wollen die Rieselfelder loswerden

Informationsveranstaltung zur Zukunft der Gatower Rieselfelder: Ulrike Sommer (SPD), Katrin Lemm (BWB), Jens Feddern (BWB), Prof. Dr.-Ing. Udo Wiesmann (Foto: Ralf Salecker)

Ganz Spandau ist natürlich nicht zu haben. Ein Stück des Kuchens steht seit einiger Zeit zur Debatte. Schon vor den Sommerferien, also Mitte Juni gelangte diese Information in die Öffentlichkeit. Damals schien sich niemand so recht dafür zu interessieren.

Nun sieht es ein wenig anders aus. Die Medien berichten über den möglichen Verkauf der Spandauer Rieselfelder an den Gastronomen Langner. Rund 3 Millionen Quadratmeter Grund und Boden sollen den Besitzer wechseln. Damit würden 3 Prozent der Fläche Spandaus in private Hände gelangen. Das entspricht 420 Fußballfeldern nach FIFA-Norm oder der Fläche des Tiergartens.

Widerstand regt sich

Ein kleiner Sturm der Entrüstung beginnt sich zu regen. Bauern, die Angst um ihre gepachteten Felder haben, fürchten um ihre Existenz. Naherholungssuchende sehen schon Häuser auf den Rieselfeldern entstehen. Nutzer, Anwohner und Naturliebhaber sind erbost darüber, nicht vorher über den Verkauf informiert worden zu sein.

In Gatow wird es am 3. September einen runden Tisch zu diesem Thema geben. Bürgerinitiativen, Anwohner, Nutzer und Vereine wollen öffentlich diskutieren. Veranstaltungsort ist das Restaurant Casa Italiana in Gatow (Alt Gatow 1-3). Um 19 Uhr geht es los. Schon einmal kamen hier viele Interessierte zusammen, als es um die Zukunft der Rieselfelder ging. Wird diesmal wieder ein Vertreter der Berliner Wasserbetriebe dabei sein und sich den Fragen stellen?

Das Klo der Stadt für ein paar Millionen Euro

Charlottenburg erwarb das Gelände Ende des 19. Jahrhunderts um hier Rieselflächen zu schaffen. Mehr als 100 Jahre wurden hier die Abwässer aus der Kanalisation verrieselt. Schwermetalle und organische Verbindungen im Boden bilden ein schwer berechenbares Problem. Erstaunlich, dass sich jemand fand, der dieses Gelände erwerben wollte.

Die Berliner Wasserbetriebe haben sich diese gute Gelegenheit offenbar nicht entgehen lassen wollen, einen Kostenfaktor loszuwerden. Eine halbe Million Euro sollen jährlich angefallen sein. Wenig glaubwürdig scheint die Erklärung der Berliner Wasserbetriebe, so die Wasserpreise stabil halten zu wollen. In Berlin werden mit die höchsten Wasserpreise gezahlt. Die Preise sind derart hoch, dass vor einiger Zeit das Bundeskartellamt meinte einschreiten zu müssen.

Der Fraktionschef der Spandauer Piraten, Emilio Paolini, stellte folgenden Fragen:

  • Wieso darf ein mehrheitlich landeseigener Betrieb wie die Berliner Wasserwerke überhaupt „mal eben“ ca. 3% der Fläche von Spandau verkaufen, ohne Ausschreibung und Bieterverfahren?
  • Wo bleibt die Bürgerbeteiligung?
  • Wer führt die Geschäfte der Wasserbetriebe und hat den Hut auf für solche Entscheidungen?
  • Wie wirken sich solche (und andere) spekulativen Geschäfte auf die Wasserpreise aus und wie auf die geplante Rekommunalisierung der Wasserbetriebe?
  • Wo bleibt das für Februar 2012 angekündigte Nachnutzungskonzept der BWB?

Ralf Salecker

Verkauf der Rieselfelder in Gatow

Eine größere Fläche als der Tiergarten

Der Berliner Wasserbetrieb (BWB) beabsichtigt fast 3 Millionen Quadratmeter der ehemaligen Rieselfelder in Gatow an den Gastronomieunternehmer Laggner zu verkaufen. Das entspricht der Fläche des Großen Tiergartens oder fünf Mal der Fläche des Berliner Messegeländes. Das Feld, das seit mehr als 100 Jahren der Versickerung von Berliner Abwässern dient, soll jetzt für einen durchschnittlichen Preis von 0,80€ pro Quadratmeter verkauft werden.

Am 3.  September 2012 um 19 Uhr im Restaurant „Casa Italiano Da Alberto“ werden sich Wasserbetriebe, Verwaltungen und Politiker zu dem Thema äußern. Verbände und Anwohner haben sich jetzt schon gegen das Projekt ausgesprochen und werden vom SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz unterstützt:

„Riesige Grünflächen von der Größe des Tiergartens, die der Erholung vieler Menschen dienen und landwirtschaftlich genutzt werden, sollen ohne Ausschreibung für einen Spottpreis verscherbelt werden. Es gibt bis heute keine Klarheit über die massiven Schadstoffbelastungen des Bodens durch die jahrzehntelange Abwasserverrieselung und den eventuellen Sanierungsbedarf. Ein Nachnutzungskonzept ist durch die BWB seit Langem angekündigt, steht aber ebenfalls noch aus. […] Flächen, die der Allgemeinheit dienen, sind für mich Teil der Daseinsvorsorge und sollten in öffentlicher Hand bleiben. Eine wirtschaftliche Nutzung von Randbereichen lässt sich problemlos über Pachtverträge ermöglichen.“

Wenn Verbraucher und Erzeuger in einem Boot sitzen

Solidarische Landwirtschaft auf dem Vierfelderhof in Spandau

Christian Heymann, Landwirt des Vierfelderhofs (Foto: Ralf Salecker)

Christian Heymann, Landwirt des Vierfelderhofs (Foto: Ralf Salecker)

Öko und Bio sind in aller Munde. Oft handelt es sich bei den Produkten in den Supermärkten mehr oder weniger um Etikettenschwindel. Nicht immer ist das drin, was drauf zu stehen scheint. Viele Menschen suchen nach einer glaubwürdigen und nachhaltigen Alternative.

Können Sie sich vorstellen, Verantwortung für einen Bauernhof zu übernehmen? Nicht alleine natürlich! Solidarische Landwirtschaft ist das Zauberwort. Bei klassischen Lebensmittelkooperativen erwerben sie ökologisch produzierte Lebensmittel und bezahlen sie nach Motto „Ware gegen Geld“. In der Solidarischen Landwirtschaft sichern sie die Existenz eines Bauern, egal, wie viel Lebensmittel er produziert.

Wie funktioniert es?

Der Sommer war bisher recht feucht gewesen. Nicht nur Urlauber sind darüber wenig erfreut. In der Landwirtschaft sorgt das Wetter für erhebliche Ernteausfälle. Manch ein Bauer kommt so in existentielle Probleme. Das Ausfallrisiko trägt er allein, wenn nicht gerade Vater Staat ab und an mit finanziellen Hilfen einspringt, um die Not wenigstens etwas zu mildern. Ähnlich problematisch für den Erzeuger sind sinkende Weltmarktpreise. Auf sie hat er ebenso wenig Einfluss, wie auf das Wetter.

In der Solidarischen Landwirtschaft, wie sie bald auch auf dem Vierfelderhof in Spandau praktiziert wird, schließt sich eine Anzahl von Menschen zusammen, um Anteile der Produktion eines landwirtschaftlichen Betriebs im Voraus zu erwerben. Das Ausfallrisiko trägt nun die Gemüse-Versorger-Gemeinschaft gemeinsam. Alle Kosten, die anfallen, fließen in die Preiskalkulation ein. Daraus wird der Geldbetrag bestimmt, der monatlich gezahlt werden muss. Im Regelfall ist der resultierende Preis geringer, als beim Einkauf im Biomarkt. Einmal in der Woche gibt es dann eine Lieferung vom Bauernhof, die die Gruppe unter sich aufteilt.

Die Idee entstand vor einigen Jahrzehnten unabhängig voneinander in Japan und Europa. In die Vereinigten Staaten mitgenommen und dann wieder nach Europa geholt, verbreitet sie sich nun in Deutschland.

Gemüse-Versorger-Gemeinschaft auch in Spandau

Gesund und ökologisch essen und vor allem wissen, wo es herkommt, ist auf dem Vierfelderhof in Gatow keine Zukunftsmusik mehr. Beim Saatgut fängt es schon an. Samenfeste Sorten machen das möglich, was früher einmal selbstverständlich war, nämlich das Saatgut für die nächste Saison selbst aus den eigenen Produkten zu gewinnen. Hier sorgen keine Euro-Normen für die Vernichtung von Lebensmitteln, weil diese in Form, Größe und Winkel nicht den festgelegten Standards entsprechen.

Wussten sie, dass 50 Prozent aller Küken ganz legal – aus wirtschaftlichen Gründen – am ersten Lebenstag getötet werden dürfen? Ihr Fehler ist es, männlich zu sein und keine Eier legen zu können. So etwas wird es im ökologischen Betrieb in Gatow nicht geben. Hier landen zwar die Hähne irgendwann auch im Topf, haben vorher aber ein angenehmes Leben auf der Wiese genießen können.

Charlottenburg ist den Spandauern ein wenig voraus. Dort hat es schon eine Info-Veranstaltung zur Gründung einer Gemüse-Versorger-Gemeinschaft gegeben. Spandauer können dies am 9.8.2012 (18 bis 20 Uhr) in der Freien Waldorfschule Havelhöhe (Neukladower Allee 1) nachholen.

 

Vierfelderhof gGmbH

  • Straße 264 Nr.33
  • 14089 Berlin-Spandau
  • Öffnungszeiten: Mi-So 10 – 18 Uhr
  • www.vierfelderhof.de

 

Ralf Salecker

Kinder- und Familienbauernhof VIERFELDERHOF feiert Sommerfest

Zum Sommerfest lädt der Vierfelderhof am 16. und 17. Juni 2012, von 11:00 bis 18:00 Uhr nach Gatow ein. Zwei Tage entspanntes Sommerfeeling für Familien mit Genuss und Kinderspaß…

„Marion-Etten-Theater“ und „Bauernhof-Spiele“

Warum Vögel einen König wählen wollen und wie Maus Cordula eine lustige Dampflokomotive mit ihren Freunden konstruiert… das erfahren die 3 bis 4-Jährigen beim „Marion-Etten-Theater“. Samstag, 16:00 Uhr können die Kinder die phantasievollen „Puppen an den Fäden“ im Stück „Zaunkönig“ erleben, Sonntag, 16:00 Uhr fährt die „Eisenbahn“ ab, jeweils für 4 € pro Vorstellung.
Geschicklichkeit beim „Eierlaufen“, Kraft beim „Gummistiefelweitwurf“ oder als Detektiv beim „Schatz im Heuhaufen/Buddelkasten suchen“… lustige Bauernhof-Spiele garantieren Spaß und leuchtende Kinderaugen.

Handgemachter Blues, Rock und Pop mit „Kickinside“

Fünf Vollblutmusiker um Sänger Roy Hawkins spielen Sonntag ab 14:00 Uhr auf. Die Band „Kickinside“ covert gekonnt Blues-Klassiker, Songs aus Rock und Pop und überrascht mit Eigenversionen von Seal, Jimi Hendrix und Bruce Springsteen.

Vierfelderhof-Bio-Gemüsekiste mit Produkten direkt vom Feld

Nach unserer Zertifizierung als Bio-Hof mit dem Naturland-Siegel und einem originellen Umbau der Inneneinrichtung, eröffnen wir unseren Hofladen mit erweitertem Sortiment. Ab sofort sind auch gekühlte, regionale Erzeugnisse im Angebot: Milch, Käse, regional hergestelltes Eis, selbstgemachtes Brot, Berliner Honig, Fruchtaufstriche, Säfte, Bio-Gemüse direkt vom Feld… der Vierfelderhof bietet Produkte in höchster Qualität – auch zu familienfreundlichen Preisen – an. Zum Start gibt es für die Besucher die „Vierfelderhof Bio-Gemüsekiste“ mit Produkten aus dem Feldgarten zum Sonderpreis und viele Eröffnungsangebote.

Frisches und Deftiges aus der Hofküche

Selbstgemachte Limonade mit frischen Früchten, Holunderblüten-Wasser mit Minzblättern … so wie sie einst auf dem Bauernhof als Durstlöscher getrunken wurden, gibt’s an der „Sommerbar“. Für die Kleinen wird Grießpudding mit Erdbeeren oder süßer Pfannkuchen mit Apfelmus angeboten und für die Großen: Gegrilltes und hausgemachte Sülze mit feiner Remoulade.

EINTRITT FREI!