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Ein Dank den Pflegefamilien

Ein Fest auf der Spandauer Zitadelle soll den Berliner Pflegeeltern einen besonderen Tag schenken und gesellschaftliche Aufmerksamkeit wecken.

Im Jahr 2012 haben die Jugendämter in Deutschland 40 200 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 1 700 beziehungsweise 5 Prozent mehr als 2011. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen: gegenüber 2007 (28 200 Inobhutnahmen) ist sie sogar um 43 Prozent gestiegen.

Flyer zum Berliner Pflegefamilientag auf der Spandauer Zitadelle.

Flyer zum Berliner Pflegefamilientag auf der Spandauer Zitadelle.

Kinder brauchen Pflegeeltern

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation be­finden. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Grund von Hinweisen Anderer – beispielsweise der Polizei oder von Erzieherinnen und Erzie­hern – in Obhut und bringen sie in einer geeigneten Einrichtung unter. Meistens in einem Heim. Wer Glück hat kommt jedoch in einer Pflegefamilie unter und erfährt dort oftmals zum ersten Mal im Leben Zuwendung, Aufmerksamkeit und Fürsorge. Bezirksstadtrat Gerhard Hanke: „Pflegefamilien leisten einen hohen und wertvollen Beitrag zum sozialen Miteinander in unserer Gesellschaft. Die Bereitschaft der Pflegeeltern, ein oder gar mehrere Kinder aus einem oft stark gestörten Umfeld in die Familie aufzunehmen und ihnen in liebevoller Atmosphäre eine positive Zukunftsperspektive zu geben, verdient höchste Anerkennung und Wertschätzung.“ Diese Wertschätzung soll allen Berliner Pflegefamilien in diesem Jahr auf der Spandauer Zitadelle zu teil werden. Doch bei freiem Eintritt sind am Sonntag, den 1. September, von 11 bis 16 Uhr auch Nicht-Pflegeeltern und Familien eingeladen, die zahlreichen Angebote zu genießen und einen unvergesslichen Tag zu verbringen.

Erziehungsüberforderte Eltern

Die meisten (27 800 oder 69 %) der in Obhut genommenen jungen Menschen lebten vor der Inobhutnahme bei ihren Eltern oder einem Elternteil. 15 700 Kinder und Jugendliche (39 %) kehrten nach der Inobhutnahme wieder zu den Sorgeberechtigten zurück. Für 12 800 Minderjährige (32 %) schloss sich an die Inobhutnahme eine Hilfe zur Erziehung an, in drei von vier Fällen bedeutete das eine Erziehung außerhalb des eigenen Elternhauses, zum Beispiel in einer Pflegefamilie oder in einem Heim. In 5 300 Fällen (13 %) waren sonstige stationäre Hilfen notwendig, beispielsweise in einem Krankenhaus oder der Psychiatrie. Mit einem Anteil von 43 % (17 300 Kinder und Jugendliche) war die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils der häufigste Anlass für die Inobhutnahme eines/einer Minderjährigen.

Patrick Rein

Beachvolleyballanlage jetzt mit Profisand

Von der Waldbühne in den Südpark

beach volleyballVor zehn Tagen machten die weltbesten Beachvolleyballer/-innen in der Berliner Waldbühne im Rahmen der „smart Grand Slam 2013 Berlin, der FIVB Beach Volleyball SWATCH World Tour, Station. Darauf bewarb sich der Bezirk beim Veranstalter um den eigens dort angelegten feinen Beachsand und erhielt überraschenderweise den Zuschlag für zwei LKW-Lieferungen von jeweils 27 t. Vor wenigen Tagen wurde dieser angeliefert und auf dem zweiten Beachvolleyballfeld verteilt. Jetzt kann auch dort profimäßig gebaggert und gepritscht werden.

Sportstadtrat Gerhard Hanke führt hierzu aus:

„So schnell kann es manchmal gehen… Auch wenn sich die Freiluft- und Beachsaison langsam dem Ende nähert, freue ich mich, dass es uns gelungen ist, für einen geringen Kostenbeitrag speziellen Beachsand auf unsere Freizeit- sportanlage im Südpark anliefern zu lassen. Neben dem ohnehin schon immer gut frequentierten vorderen Feld bestehen nun auch auf dem hinteren Feld perfekte Spielmöglichkeiten für Jung und Alt.“

Mehr Cafe als Mensa

Spandaus Ganztagsgymnasium setzte ein ganz eigenes Einrichtungskonzept bei seiner Mensa in die Realität um.

Am Mittwoch wurde die neue Mensa der Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule offiziell eingeweiht. Nach über einjähriger Bauzeit ist es den Verantwortlichen des Bezirks und der Schule gelungen ein wahres Schmuckstück zu errichten, welches in Berlin seinesgleichen sucht. So wurde bei der Inneneinrichtung der Mensa ein Weg gesucht und in Abstimmung mit dem Bezirksamt letztendlich auch gefunden: So erinnert die Einrichtung nun eher an eine „In-Lokalität“ im Bezirk Mitte als an eine einfache Schulmensa in Spandau.

Blick in den Speiseraum, ausgestattet mit nußbaumfarbenen Tischen und Stühlen im „Caféhaus-Charakter“

Blick in den Speiseraum, ausgestattet mit nußbaumfarbenen Tischen und Stühlen im „Caféhaus-Charakter“

Beeindruckendes Ergebnis

In seiner Ansprache ließ Bildungsstadtrat G. Hanke noch einmal die Geschichte Revue passieren, wie aus der Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule Spandaus erste Ganztagsschule wurde. Zwar hatte dieser anfangs eine zentral gelegene Schule im Bezirk dafür präferiert, doch wollte sich lediglich die Carl-Friedrich-von-Siemens der Herausforderung stellen. Aus seiner Sicht ist das Ergebnis der Umbauarbeiten beeindruckend, und dennoch sei es aber auch nur ein Teil von weiteren dringenden baulichen Erneuerungen und Veränderungen an der Schule. Zu der neuen Mensa führte Schulleiter Pohl aus: „Die neue Mensa ist toll geworden. Die Ausstattung ist viel ansprechender als die einer „normalen“ Mensa“. Ich hoffe, dass wir mit der Einrichtung der Mensa auch Vorreiter für andere Schulen in Berlin sein werden.“

Auch die ehemaligen Flure wurden für Steh-/Hochsitztische, wie in einer Bar, genutzt.

Auch die ehemaligen Flure wurden für Steh-/Hochsitztische – wie in einer Bar – genutzt. Fotos (2): C. Kaiser-Gernoth

Vorbehalte des Bezirksamtes

Dem konnte die stellvertretende Schulleiterin Kremer nur noch ergänzen: „Für den Ganztagbetrieb der Schule ist die Mensa ein wichtiger Punkt. „Es war ein gewisser „Kampf“ uns gegen einige Vorbehalte des Bezirksamts bei der Inneneinrichtung durchzusetzen. In vielen Abstimmungen mit den Verantwortlichen des Bezirksamts konnten wir jedoch dieses besondere Konzept verwirklichen. Ich bin froh und freue mich, dass unserer Schule hiermit etwas Einzigartiges in Berlin gelungen ist. Der Entwicklungsprozess des einzigen Spandauer Ganztagsgymnasium wird also auch im neuen Schuljahr mit einem erweiterten Angebot für die Schülerinnen und Schüler fortgesetzt und wir haben uns in den nächsten Jahren noch viel vorgenommen, wie zum Beispiel die Umgestaltung unseres Schulhofes.“

Patrick Rein

Heimspiel im Gotischen Haus

Moderne Kunst in alten Mauern

Kunstamtsleiterin Andrea Theissen und Kulturstadtrat Gerhard Hanke (Foto: Ralf Salecker)

Kunstamtsleiterin Andrea Theissen und Kulturstadtrat Gerhard Hanke (Foto: Ralf Salecker)

Letztens hatten wir über einen ungewöhnlichen Ausstellungsort berichtet. Im historischen Gewölbekeller setzen sich acht Künstler und Künstlerinnen in der Ausstellung Kellerkinder mit dem Thema Kindheit auseinander. Die dortige Ausstellung läuft noch bis zum 23.6.2013. Nun, wo die Sommerferien vor der Haustüre stehen, möchten wir eine andere Ausstellung in der Spandauer Altstadt empfehlen: Heimspiel im Gotischen Haus.

Nein, das ist keine Ausstellung zum Thema Fußball, obwohl Fußball sogar zum Thema wird! Das Frauenmuseum Berlin, ein Verein ohne festen Ausstellungsort, bringt bildende Kunst in das Berliner Stadtgebiet. In allen Berliner Bezirken möchte der Verein mit einer Ausstellung Station machen. Nun auch in Berlins ältestem Bürgerhaus. Moderne Kunst in historischen Mauern – ausschließlich von Künstlerinnen – „da in großen Ausstellungen immer noch mehr Kunst von männlichen Künstlern gezeigt, sowie höhere Preise dafür erzielt werden“, obwohl in den Kunsthochschulen die Geschlechterverteilung 50:50 ist. Die Kunstamtsleiterin Andrea Theissen und Kulturstadtrat Gerhard Hanke eröffneten die Ausstellung, sichtlich angetan von der Qualität der Exponate.

Warum Heimspiel?

Nicht ohne Grund wurde der Titel gewählt. So sollen Künstlerinnen aus dem jeweiligen Bezirk die Gelegenheit bekommen, sich mit einem oder mehreren Werken zu präsentieren. In Spandau wählte eine Jury aus Frauenmuseum und Kunstamt die auszustellenden sechs Künstlerinnen aus.

Gleichzeitig ging es um eine Auseinandersetzung mit dem Begriff Heim, den die Künstlerinnen auf sehr unterschiedliche Art und Weise interpretierten. Nahmen die einen ihre bestehenden Werke oder Ausschnitte daraus, versuchten andere, den Raum der Ausstellung zu einem Teil der Kunst zu machen. Dazu gehören Blicke in die persönliche Vergangenheit der Künstlerinnen, die Erinnerungsfragmente-Fragmente aus der Kindheit aufgreifen und in Szene setzen oder abstrakt häusliche Verhältnisse betrachten, wie z. B. die scheinbar friedvolle Situation eine Ehepaares, die im Laufe der Bildgeschichte von Gabriele Styppa gewalttätig eskaliert. Frauke Danzer lässt filigrane Körper von der Decke schweben, mit denen die eigene Verletzlichkeit gezeigt werden soll. Nadya Dittmar beschreibt die Vergänglichkeit von Erinnerungen, während Nina Heinrichs Erinnerungen an die Schneiderwerkstatt der Mutter  beschwört.

Dazu Rachel Kohn und Julie August vom Frauenmuseum

„Im Sport wird mit »Heimspiel« eine Situation bezeichnet, die erleichterte Bedingungen mit sich bringt: man spielt im bekannten Umfeld, kann auf die Unterstützung von heimischen Fans und Freunden zählen, Anreisen und Transporte fallen weg – Heimspiele gelten als halb gewonnen. Wir hoffen, mit dieser Ausstellung nicht nur Heimvorteile zu genießen, sondern durchaus auch (kritische) Diskussionen anzuregen.“

Die sehenswerte Ausstellung läuft noch bis zum 24. August. Der Eintritt ist frei.

 

Ralf Salecker

Heimspiel im Gotischen Haus

  • Breite Straße 32
  • Öffnungszeiten: Mo-Sa von 10-18 Uhr

Kellerkinder, eine Ausstellung in der Spandauer Altstadt

Facetten der Kindheit im Gewölbekeller

Kellerkinder im Gewölbekeller (Foto: Ralf Salecker)

Kellerkinder im Gewölbekeller (Foto: Ralf Salecker)

Kennen Sie ein paar spannende Keller in der Spandauer Altstadt? Es gibt einen Keller, der nur wenige Male im Jahr seine Pforten öffnet. Nur noch kurze Zeit beschäftigt sich eine Ausstellung mit dem Thema Kindheit. Ganz bewusst wurde ein Keller als essentieller Teil dieser Ausstellung thematisiert. Seit nunmehr drei Jahren sucht sich Nadya Dittmar Themen, die zum historischen Gewölbekeller passen. Wieder einmal ist es ihr gelungen, die unterirdischen Räume nicht einfach nur zu füllen. Jedes Ausstellungsobjekt spiegelt den Ort, den Raum wieder, in dem es sich befindet. „In der Ausstellung „Kellerkinder“ werden Themen der Kindheit künstlerisch reflektiert: Spiel, Lernen, Wachsen, Schutz und Geborgenheit aber auch Mangel, Anpassung, Missbrauch. “

Kulturstadtrat Gerhard Hanke und Kunstamtsleiterin Andrea Theissen hatten diese Ausstellung vor kurzem eröffnet. 8 in Berlin lebende Künstler aus verschiedenen Ländern zeigen ihre Arbeiten und hauchen dem alten Gemäuer neues Leben ein. Beide hoffen, dass sich auch in Zukunft Kunst auf diese ungewöhnliche Art in Spandau präsentiert wird.

Reflektionen über die Kindheit

Früher einmal gehörte der Keller zu einem alten Patrizierhaus. Später wurde das Gebäude darüber als Prinz-Heinrich-Palais bekannt. Benannt nach dem Bruder Friedrichs des Großen. Den zweiten Weltkrieg hat das Gebäude nicht überstanden. Jetzt aber ruft ein Objekt der Ausstellung für manche die Erinnerung an Bombennächte im Keller zurück oder aber auch die Nachkriegszeit. Ein über eine Leiter begehbarer Kellerraum entpuppt sich als Zimmer mit laufendem Fernseher. Der Film „Wir Kellerkinder“, eine Gesellschaftssatire mit dem genialen Wolfgang Neuss, zeigte schon damals, welche Spannungen in einem Keller entstehen können, wenn dort Geschichten erzählt werden. Deutsche Filmverleiher boykottierten diesen Film erst einmal. Nadya Dittmar schuf diese Installation, deren Film gleichzeitig Namensgeber der Ausstellung wurde.

Ihre Künstler-Kollegin Madoka Chiba, mit der sie die Ausstellung gemeinsam konzipiert hat, verwandelte einen kleinen düsteren Kellerraum in ein Schlafzimmer. Ein schlichtes Bett in absoluter Finsternis. Nur ein Lichtstrahl, der durch ein Fenster dringt, projiziert „Schatten der Vergangenheit“ auf das Bett.

Licht dagegen wirkt direkt im Nachbarraum in der Installation Haut an Haut. Große Papierbahnen werden von Lichtern durchstrahlt und verwandeln den abweisenden Raum in ein warmes Nest.

Ganz bewusst verzichten die Künstler auf Erklärungen zu ihrer Kunst. Ein Titel allein soll genügen, um die Fantasie des Betrachters anzuregen. Bis zum 23. Juni ist noch Gelegenheit, dieses Ausstellung zu besuchen. Spandau hat mit diesem Gewölbe und den Ausstellungen von Nadya Dittmar ein echtes künstlerisches Kleinod bekommen. Hier wird Kunst präsentiert, die den Besucher auch ein wenig fordert.

 

Ralf Salecker

 

Projektraum Historischer Keller

  •     Carl-Schurz-Str. 49/51 (direkt hinter dem Torbogen)
  •     13597 Berlin
  •     Eröffnung am 23.5. 2013 um 19 Uhr
  •     Dauer bis zum 23.6. 2013
  •     Voraussichtliche Öffnungszeiten: Sa und So 14-18 Uhr
  •     sowie nach Vereinbarung: kontakt@projektraum-historischer-keller.de
  •     www.projektraum-historischer-keller.de
  •     oder 030/ 23180592

Ein Dank an alle Schülerlotsen

Mit einem großen Sommerfest auf der Zitadelle dankte der Bezirk allen Schülerlotsen, Konfliktlotsen- und Streitschlichterteams der Spandauer Grundschulen.

Während die einen mit dem Aufbau der Bühne zum diesjährigen citadel music festival beschäftigt waren – bei dem Thirthy Seconds To Mars nächsten Donnerstag den Auftakt machen – wurde über 500 Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz gedankt. Bezirksstadtrat Gerhard Hanke hatte dafür ein Mal mehr ins Spandauer „Wohnzimmer“ geladen, wie er selbst die Räumlichkeiten auf der Festungsanlage Zitadelle gerne tituliert. Doch altersgerecht standen Ansprachen eher im Hintergrund der Veranstaltung, vielmehr sollte den engagierten Kindern ein unvergessliches Ereignis geboten werden.

Voll gefüllter Saal auf der Zitadelle und eine Tanzvorführung der Schülerschaft von der Carl-Schurz-Grundschule.

Voll gefüllter Saal auf der Zitadelle und eine Tanzvorführung der Schülerschaft von der Carl-Schurz-Grundschule.

Hoch hinaus

Schnell wurden die Schüler/-innen auch in ihren ganz speziellen Erlebnistag „entlassen“. Gleich zwei Mal ging es dabei hoch hinaus: Zum einen konnte mit einem Hubkran der Bühnenaufbau von oben betrachtet und zum anderen auch der Juliusturm erklommen werden. Zudem war auch der Fledermauskeller geöffnet. Die Polizei stellte den treuen Schulweg-Gehilfen ihre Arbeit genauer vor und mit einem Boot konnte eine Rundfahrt um die Zitadelle gemacht werden. Neben Speis und Trank sorgte dann noch Oliver Grammel mit Zauberei für Unterhaltung. Unterstützt wurde das Fest wieder von der Fa. Niederberger, der Fischerei Latendorf, der Berliner Polizei, dem Berliner Artenschutzteam und dem Sport Club Siemensstadt.

Neben dem Juliusturm ging es auch mit dem Hubkran hoch hinaus.

Neben dem Juliusturm ging es auch mit dem Hubkran hoch hinaus. Fotos (2): Patrick Rein

Deutlich weniger Unfälle

Es ist auch für Kinder keine Selbstverständlichkeit sich zu engagieren, zumal die Tätigkeit als Schülerlotse keineswegs nur ein Vergnügen darstellt. Noch früheres Aufstehen ist ebenso Bestandteil der Aufgabe wie bei Wind und Wetter den Mitschülern einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Im stetig wachsenden Verkehrsaufkommen manchmal auch mit einem persönlichen Sicherheitsrisiko verbunden. So wurde den jungen Verkehrslotsen von der Deutschen Verkehrswacht e.V. deren Erfolg verdeutlicht: Statistisch nachgewiesen sind die Schulwege mit Schülerlotsen deutlich sicherer. Zum Dank erhält jeder Lotse daher eine Dankesurkunde.

Bereits eine Woche vorher wurden ebenfalls auf der Zitadelle schon ehrenamtlich engagierte Eltern für ihren Einsatz an Spandaus Schulen geehrt. Es gibt sie also, Menschen die breit sind sich für andere ohne Gegenleistung einzusetzen.

Patrick Rein

Worte der Kritik von den Heimatkundlern

Jahreshauptversammlung im Bürgersaal

Erster Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. (HKV) Karl-Heinz Bannasch (Foto: Ralf Salecker)

Erster Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. (HKV) Karl-Heinz Bannasch (Foto: Ralf Salecker)

Die Versammlung begann mit einem traurigen Teil, dem ehrenden Gedenken an drei im letzten Jahr verstorbene Mitglieder der Heimatkundler. In seiner Einstiegsrede hielt sich der Erste Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. (HKV) Karl-Heinz Bannasch mit Kritik nicht zurück, als er die Jahreshauptversammlung im Bürgersaal eröffnete. Das Verhältnis zu Bildungsstadtrat Gerhard Hanke ist anscheinend etwas angespannt. Bannasch betonte, dass sie nur vorübergehend ihre Räumlichkeiten auf der Zitadelle verlassen hätten, um den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten während des Umbaus von Haus 8 nicht im Wege zu stehen. Er machte deutlich, dass die ausgesprochene Kündigung für die Vereinsräume in Haus 9 durch Gerhard Hanke wieder zurück genommen werden musste. “Wir kommen wieder zurück!”

Einige Veranstaltungen konnte die Vereinigung auch im vorangegangenen Jahr durchführen. Bannasch hob dabei die Gedenkveranstaltung für die Mauertoten und die umfangreiche Exponatübergabe an das Stadtgeschichtliche Museum im Schätzwert von rund 12000 Euro hervor.

Im Jahr 2013 starteten die Heimatkundler ihr Gedenktafelprogramm. Die erste Gedenktafel hat ihren Platz in der Filiale der Volksbank am Markt. An der Stelle des heutigen Volksbankgebäudes stand einst das alte Rathaus, in dem vor 100 Jahren die Entscheidung zum Bau des heutigen Rathauses getroffen wurde. Die Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. beteiligt sich an der Vorbereitung der Feierlichkeiten zum diesjährigen Jubiläumsprogramm und wird auch einige Programmpunkte aktiv bestreiten. Gerne, erklärte Bannasch, sind die Heimatkundler auch zukünftig bereit, mit Rat und Tat im Sinne des Bezirkes mitzuwirken – wenn man sie bittet.

Oft muss die HKV Besuchern und Anrufern und per E-Mail auf der Zitadelle Auskünfte erteilen zu Dingen, die eigentlich nicht in ihren Aufgabenbereich fallen, sei es zu Veranstaltungen oder Eintrittsgeldern. Aber sie machen es gerne, betonte der 1. Vorsitzende. Die Vereinigung sieht sich als Teil der Zitadelle. Nicht so gerne sehen sie Zeugnisse der DDR-Vergangenheit, die als Exponate in der großen Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ zu sehen sein werden.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein langer – ein wenig zu patriotischer – Vortrag von Manfred Schulze, der die Befreiung Spandaus vor 200 Jahren von den Franzosen thematisierte. Spannend war der Ansatz, den Blick auf Frauen und ihre Beteiligung an dieser Befreiung zu beleuchten, so gab es einige, die als Mann verkleidet in den Krieg zogen. Kritik wurde am Bezirk geäußert, der es versäumt hat, diesem wichtigen Jubiläumsdatum in der Bezirksgeschichte eine entsprechende Würdigung zu geben.

 

Ralf Salecker

Ein neues Auto fürs SchulUmweltZentrum

Den Sponsoren sei Dank

Auto - SpielzeugDas SchulUmweltZentrum konnte sich dank der Hilfe einiger Sponsoren endlich ein neues Auto anschaffen.

Für das Engagement der Sponsoren möchte sich Bezirksstadtrat Gerhard Hanke am 3.05.2013 um 13.00 Uhr auf dem Gelände des SchulUmweltZentrums bedanken und in diesem Rahmen das neue Auto offiziell vorstellen.

In Spandau werden „Kleine Helden“ geschult

Selbstbewusste Kinder geraten seltener in Gefahr

Gerhard Hanke, Christoph Schubert, Jascha Wozniak und Kai Wegner mit Schülern der Linden-Grundschule (Foto: Ralf Salecker)

Gerhard Hanke, Christoph Schubert, Jascha Wozniak und Kai Wegner mit Schülern der Linden-Grundschule (Foto: Ralf Salecker)

Der größte Alptraum von Eltern ist die Angst vor gewalttätigen oder sexuellen Übergriffen auf ihre Kinder. Darum gehören: Lass dich nicht ansprechen, geh mit niemandem mit, steige zu keinem ins Auto zu den üblichen Mahnungen, die jedes Kind mitbekommt. In Spandau hat es einige Vorfälle gegeben, die bei Eltern, Schulen und Politikern die Warnglocken klingen ließen. Der Bundestagsabgeordnete Kai Wegner und der Bildungsstadtrat Gerhard Hanke nahmen dies zum Anlass, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Mit dem Sicherheitstraining „Kleine Helden“ sollen Kinder im Grundschulalter fit gemacht werden, ums sie für solche Situationen zu wappnen. Das Bezirksamt kommt dabei für die anfallenden Kosten auf.

Es braucht nur eineinhalb Sekunden um ein Kind zu entführen

Als in der Linden-Grundschule in Staaken die Frage gestellt wurde, wie viel Zeit notwendig ist, um ein Kind ins Auto zu zerren, lagen die meisten Schätzungen mit etwa 30 Sekunden weit daneben. Eineinhalb Sekunden genügten, um das Kind in einer Testsituation auf der Fahrerseite ins Auto zu ziehen. All dies geschah unbemerkt von einer Erzieherin, die mit ihren Schülern auf dem Bürgersteig unterwegs war.

Jascha Wozniak, ehemaliger Präventionsbeauftragter bei der Polizei und Leiter des Projekts schilderte, wie einfach es auch heute ist, Kinder in die Gewalt von Erwachsenen zu bringen. Viele Eltern sind der Überzeugung, ihr Kind würde sich niemals von Fremden ansprechen lassen. Sie sind maßlos überrascht, wenn sie feststellen müssen, dass diese Sicherheit trügerisch ist.

Die Zeiten sind vorbei, als Bonbons und Stofftiere die Lockmittel waren, auf die Kinder hereinfielen. Das Handy ist für manche ein unwiderstehliches Lockmittel. Der Blick auf ein eben erstelltes Foto lässt alle Vorsicht vergessen.

In anderen Situationen ist ein autoritäres Auftreten der Schlüssel zum Erfolg für mögliche Straftäter. Mit einem passenden Training lernen Kinder sich auch in solchen Situationen behaupten.

Das Selbstbewusstsein der Kinder stärken

Jascha Wozniak betont, es gehe in dem Projekt nicht darum, die Kinder in Selbstverteidigung zu schulen. Die zweieinhalbstündigen Übungen gliedern sich in drei Abschnitte. Im ersten Teil werden Situationen aufgezeigt, um ein Bewusstsein für mögliche Gefahren zu entwickeln. Der zweite Teil gilt dem Selbstschutz, wobei die Flucht immer im Mittelpunkt steht. Lautstark sollen Kinder auf die unerwünschte Situation aufmerksam machen. Ein lautes „NEIN“ mit aller Kraft geäußert, unterstützt durch Treten und Schlagen kann viel bewirken. Aufmerksamkeit möchte ein Täter in jedem Fall vermeiden. Meist erwartet er ein hilfloses Opfer.

„Junge Helden“ möchte Kinder aus der möglichen Opferrolle herausbringen. Darum trainiert der dritte Teil entsprechende Situationen, damit Kinder sich richtig zu verhalten lernen. Mit einem gesunden Selbstbewusstsein den Erwachsenen gegenüber sinkt die Gefahr, zum Opfer zu werden.

Alle Spandauer Grundschulen sollen in den Genuss des Sicherheitstraining kommen, welches sich besonders an Zweitklässler richtet. Gerhard Hanke erhofft sich eine Vorbildfunktion für die restlichen Berliner Bezirke.

 

Ralf Salecker

Mit Fußball zum Schulabschluss

Nicht nur mit dem neuen Kunstrasenplatz sondern mit der außersportlichen Betreuung der B-Jugendlichen zeigen die Fußballer von Blau-Weiß Spandau Proficharakter

Die außerschulische Betreuung von Kindern und Jugendlichen ist stets ein Thema. Während sich immer mehr freie Träger um Fördermittel streiten und ebenso viele Initiativen gründen, bietet auch die älteste Form der Freizeitgestaltung, der Sportverein, vermehrt übersportliche Angebote um das Sozialverhalten der Heranwachsenden zu stärken. Doch was Axel Vogel, Trainer der B-Jugend von Blau-Weiß, für seine Jungs auf die Beine stellte, hat Vorbildcharakter und steht somit auch verdient im Finale von „Sterne des Sports“.

Stadtrat Gerhard Hanke und der 1. Vorsitzende des FV Blau-Weiß Rainer Annemüller sind nicht nur wegen des neuen Kunstrasenplatzes hocherfreut.

Stadtrat Gerhard Hanke und der 1. Vorsitzende des FV Blau-Weiß Rainer Annemüller (re.) sind nicht nur wegen des neuen Kunstrasenplatzes hocherfreut.

Praktika und Nachhilfe

Während sich die Jungs bei allem rund um den Ball richtig reinknien, so ließ die schulische Begeisterung oftmals zu wünschen übrig. Mit einem Anteil von 67 Prozent von Spielern mit Migrationshintergrund und dem Aufwachsen in einem sozialen Brennpunkt wie der Wilhelmstadt, wollte der Trainer neben fußballerischen Fähigkeiten auch die beruflichen Chancen seiner Jungs verbessern. Mit viel Engagement konnten Partner überwiegend aus dem Handwerk gewonnen werden. Die Idee: Eine Rundumbetreuung nach der Schule. Jetzt gestaltet sich der der Tagesablauf drei Mal wöchentlich aus Schule, Praktikum bei einem der 16 Projektpartner, Mittagsessen und Nachhilfe im Vereinsheim bis hin zum Training.

Das Vereinsheim bietet nur eingeschränkten Platz als Unterrichtsstätte.

Das Vereinsheim bietet nur eingeschränkten Platz als Unterrichtsstätte.

Keine Zeit zum „Mist“ bauen

So sind die Jungs nicht nur weg von der Straße sondern haben auch schulisch Erfolg. Seit Beginn des Projekts erreichte jeder Spieler einen Schulabschluss und konnte teils über die Praktika sogar in eine Ausbildung übernommen werden. Die Finanzierungsanträge der benötigten gut 8.000 Euro jährlich brachten den Polizeibeamten Vogel nochmals an seine Grenzen. Da taten die 4.000 Euro durch Sterne des Sports von der Commerzbank besonders gut. Und noch ist das Projekt sogar im Rennen um die bundesweite Auszeichnung in Gold. Auch Stadtrat Gerhard Hanke (CDU) ist nicht nur stolz auf so viel Einsatz und stellte am Mittwoch nicht den profitauglichen Kunstrasen mit 336.000 Euro Investitionsvolumen sondern dieses Vorzeigeprojekt in den Vordergrund.

Zum Eröffnungsspiel des neuen Platzes empfingen die Blau-Weießn Spandauer die U-23 von Zweitligist Hertha BSC.

Zum Eröffnungsspiel des neuen Platzes empfingen die Blau-Weißen Spandauer die U-23 von Zweitligist Hertha BSC. Fotos (3): Patrick Rein

Umzug in Klassenräume

Mittlerweile wollen viele Jugendliche in Vogel’s B-Jugend kicken – doch nicht wegen der sportlichen Leistung sondern um vom Praktikum-Nachhilfe-Projekt „Fußball und mehr“ zu profitieren. Im Sinne der Nachhaltigkeit zieht sich die Unterstützung sogar über den Schulabschluss hinaus noch in die Berufsschule. Die Nachfrage ist groß doch die räumlichen Kapazitäten des Vereinsheims längst ausgereizt. Stadtrat Gerhard Hanke stellte nun die Nutzung von Klassenräumen in der anliegenden Berthold-Brecht-OS in Aussicht. Doch alle Beteiligten äußerten Bedenken, ob die Begeisterung fürs Angebot nicht gerade an den bisherigen unkonventionellen Räumlichkeiten liegt.

Wieder ein Mal zeigt jedoch das bürgerschaftliche Engagement von Axel Vogel was wir in Spandau alles auf die Beine stellen können.

Patrick Rein

Hertha BSC spielt in Spandau

Eröffnung von neuem Kunstrasenplatz an der Wilhelmstraße

Maskottchen von Fußballbundesligist Hertha BSC

Maskottchen von Fußballbundesligist Hertha BSC

Im Rahmen des Sportanlagensanierungs- programms wurde im letzten Jahr auch der Sportplatz an der Wilhelmstraße berücksichtigt. Der neue Kunstrasenplatz wurde bereits im vergangenen Jahr fertig gestellt. Aufgrund der Winterpause und den Witterungsverhältnissen wird er jedoch nun freigegeben. Die offizielle Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes an der Wilhelmstraße ist angesetzt,

am Mittwoch, den 16.01.2013
um 18.30 Uhr.

Das Eröffnungsspiel bestreiten die erste Herrenmannschaft des FV Blau-Weiss Spandau 1903 e.V. und die U23 von Hertha BSC. Die Eröffnung sowie der Anstoß der ersten Partie auf dem neuen Platz wird von Stadtrat Gerhard Hanke durchgeführt.

Zitadelle Spandau in Europa-Projekt

Die Festungsanlage ist zusammen mit zehn anderen europäischen Anlagen in Europaverbund vertreten

Das AT FORT Projekt „Atelier European Fortresses – Powering Local Sustainable Development“ – mit dem Workshop europäische Festungen zur Förderung lokaler nachhaltiger Entwicklung – ist als Regionalprojekt im Rahmen des ‚INTERREG IVC‘-Programms entstanden. Die „NDutch Waterline“ , Niederlande, ist dabei der führende Partner des Projekts. Die Partnerschaft bringt Vertreter von elf wichtigen europäischen Festungen und Weltkulturstätten zusammen, die überzeugt davon sind, dass die Erhaltung und wirtschaftliche Nutzung dieser Anlagen nur mit kreativen, kooperativen Ideen möglich ist.

Die Zitadelle Spandau ist mit im Projekt AT Fort vertreten.

Die Zitadelle Spandau ist mit im Projekt AT Fort vertreten. Foto: Patrick Rein

Voneinander profitieren

Dabei stützt man sich auf den gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Am 22. Mai 2012 wurde das AT FORT Partnerschaftsabkommen von acht Vertretern der elf AT FORT Partner unterzeichnet. In Vertretung von Bezirksstadtrat Gerhard Hanke unterzeichnete Kunstamtsleiterin Andrea Theissen die Vereinbarung für die Zitadelle Spandau. Peter Ros, Projektmanager des AT FORT Projekts: „Wir haben dieses Projekt initiiert, weil wir in die Tiefe gehen und intensiv zusammenarbeiten müssen, um die Probleme erhaltenswerter Festungen zu bewältigen. Wir haben die wichtigsten zehn Organisationen eingeladen, die sich mit erhaltenswerten Festungen innerhalb der EU befassen. Ich hoffe und erwarte, dass dieses Projekt erfolgreich sein wird.“

In bester Gesellschaft

Die drei Hauptthemen des AT FORT Projekts lauten daher Multifunktionale Nutzung, Schaffung besserer Rahmenbedingungen und Governance-Modelle. Neben der Zitadelle Spandau sind auch die Festungsanlagen Antwerpen Réduit National aus Belgien, die Suomenlinna aus Finnland, Vauban-Festungsanlagen (Réseau Vauban) aus Frankreich, die Festung Monostor aus Ungarn, Festung Marghera aus Italien, die Festung Kaunas aus Litauen,  Paola aus Malta, die ETCAEH (Economics and Techniques for the Conservation of the Architectural and Environmental Heritage), Slowenien,  Medway Council und seine Partner, Großbritannien sowie die New Dutch Waterline, Niederlande am Projekt beteiligt. Insgesamt werden für diese 11 Partner 2.170.753,80 Euro bereitgestellt. Der Finanzierungszeitraum bezieht sich seit Januar 2012 bis Dezember 2014.

Patrick Rein

Bruno-Gehrke-Halle, ein Phönix aus der Asche?

Endlich eine langfristige Perspektive in Aussicht

Bruno-Gehrke-Halle bald mit neuem Nutzungskonzept (Foto: ralf Salecker)

Bruno-Gehrke-Halle bald mit neuem Nutzungskonzept (Foto: Ralf Salecker)

Wir kennen sie noch, die immer wiederkehrenden Nachrichten zur Bruno-Gehrke-Halle. Sie war zu einem politischen Streitobjekt geworden. Nun scheint ein allgemeiner Konsens gefunden zu sein, der nicht nur eine langfristige Perspektive wahrscheinlich werden lässt, sondern, die dem Bezirk wohl auch keine zusätzlichen Kosten auf die Schultern lädt. Sportstadtrat Gerhard Hanke und Jürgen Kessling sind guten Mutes.

Ein kurzer Rückblick

Wir schreiben das Jahr 2010. Spandau hat einen Berg von Schulden und muss sparen. Mietkosten für Gebäude sind eine Einsparmöglichkeit. In der Folge kündigt der Bezirk auf Initiative der CDU und mit Unterstützung von FDP und PANTHER den Mietvertrag für die Bruno-Gehrke-Halle mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BimA) und verhandelte neu. Den Vereinen werden Alternativ-Standorte angeboten. Viele haben Probleme damit. Die Mietkosten können in der Folge, durch Nutzung von Teilflächen, auf einen deutlich geringeren Betrag (max. 30.000 Euro) gesenkt werden. Immer wieder warf die SPD der CDU vor, die Halle aus politischen Gründen nicht zu wollen. So wurde das Thema schnell zum Wahlkampfthema. Schon damals gab es Überlegungen, die Halle nicht nur als reine Sporthalle, sondern auch anderweitig zu nutzen. Genau dieser Punkt scheint nun wieder ins Gespräch zu kommen.

Neues Nutzungskonzept für die Bruno-Gehrke-Halle ist gefragt

Da der Bezirk kein Geld hat, ist ein Kauf der Halle vom Bund ausgeschlossen, ein Tausch gegen ein anderes Objekt in Berlin dagegen schon. Damit fällt ein erhebliches Kostenhindernis schon einmal weg.

Zukünftig soll die Halle nicht mehr ausschließlich dem Sport dienen. Unterschiedlichste soziale Einrichtungen sind als zusätzliche neue Nutzer gewünscht. Gerhard Hanke könnte sich dabei den in der Spandauer Neustadt aktiven Verein „Stark ohne Gewalt“ wie auch das dort sehr aktive Quartiersmanagement vorstellen. Voraussetzung ist, dem Bezirk entstehen keine zusätzlichen Kosten. Diese wären vollständig von den Nutzern zu erbringen. Um dies zu gewährleisten, muss ein tragfähiges Nutzungskonzept her, welches Ende September 2013 stehen muss. Viel Zeit ist dafür nicht mehr. Eine Arbeitsgruppe hat sich der Sache angenommen.

Jürgen Kessling, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der BGH und  Stadtrat Gerhard Hanke betonten einmütig, dass es einen parteiübergreifenden Konsens gäbe, der die Zukunft der Bruno-Gehrke-Halle unter diesen Umständen positiv beurteilen würde.

Sportgemeinschaft Siemens Berlin zieht als neuer Mieter ein

Die Ballsporthalle der Bruno-Gehrke-Halle wird ab Januar 2013 wieder genutzt. Deren Dornröschendasein hat nach zwei Jahren ein Ende. Die SG Siemens Berlin, mit seinen 500 Mitgliedern, findet hier eine neue Unterkunft, da ihre alte auf dem Siemensgelände nicht mehr zur Verfügung steht. Bisher läuft der Nutzungsvertrag nur bis Ende September 2013.

 

Ralf Salecker

Schulgelände erstrahlt in neuem Glanz

Betrifft: Martin-Buber-Schule und Grundschule im Beerwinkel

© S. Hofschlaeger / pixelio.de

© S. Hofschlaeger / pixelio.de

Seit 2009 wurde im Rahmen des Stadtumbau-West das Gelände des Schulzentrums Spektefeld umge- staltet und nun sind die Umbaumaßnahmen abgeschlossen. Mit finanziellen Mitteln von 2.000.000 € haben das Büro “Teichmann Landschafts-Architekten” und das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt das Schulgelände zeitgemäß umgestaltet und sind dabei auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einge- gangen. Ein Maßnahme wird im kommenden Jahr noch nachträglich auf dem Schulhof der Martin-Buber-Oberschule realisiert: ein multifunktionales Kleinspielfeld.

Am kommenden Freitag, den 14.12.2012 wird Bezirksstadtrat Gerhard Hanke das neue Freigelände für die Schülerinnen und Schüler freigeben.

Gut zu wissen,

Freitag, den 14.12.2012
um 11.00 Uhr
Schulgelände
Im Spektefeld 33
13589 Spandau

Anzeige gegen ehemaligen Bezirksbürgermeister Birkholz

Das längst abgeschlossene Disziplinarverfahren gegen Stadtrat Gerhard Hanke erlebt eine neue Episode da dieser jetzt gegen Birkholz vorgeht

Bereits Mitte letzten Jahres wurden die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Stadtrat Gerhard Hanke (CDU) bezüglich Untreue und Bestechlichkeit entkräftet und die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen eingestellt. Doch der damalige CDU-Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz ließ damals ein bis dahin ruhendes Disziplinarverfahren wieder aufnehmen über dessen Ergebnis noch heute nichts bekannt geworden ist. Da durch die Anschuldigungen eine Kandidatur Hanke‘s als Bezirksbürgermeister scheiterte, reichte dieser nun Anzeige wegen falscher Anschuldigungen gegen Birkholz ein.

Bezirksstadtrat Gerhard Hanke erstattete laut Medienbericht nun Anzeige gegen Birkholz.

Bezirksstadtrat Gerhard Hanke erstattete laut Medienbericht nun Anzeige gegen den ehemaligen Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz. Foto: Patrick Rein

Hanke erstattet Anzeige

Durch Medienberichte wurde vor kurzem öffentlich, dass der auch erneute Stadtrat für Jugend, Bildung und Sport Gerhard Hanke Anzeige wegen falscher Verdächtigung gegen den ehemaligen Vorgesetzten und Parteifreund Birkholz als auch den damaligen Leiter des Rechtsamtes erstattet hat. Schon damals hielten sich Gerüchte, dass die Vorwürfe lediglich der Schädigung Hanke‘s dienen sollten um eine Kandidatur als Bezirksbürgermeister zu verhindern. Sollte dies das Ziel gewesen sein, so gelang zumindest das, denn nominiert wurde Carsten-Michael Röding aus dem Ortsverband von Birkholz. Laut Zeugen soll es in diesem Jahr zu Aussagen gekommen sein, dass Hanke‘s Nominierung erfolgreich verhindert worden sei.

Vollständig entlastet

Den damaligen Vorwürfen zu Folge sollte Hanke angeblich einem Mitarbeiter des ihm zugeordnetem Sportamtes über Scheinfirmen seines Sohnes Aufträge zugeschanzt haben. Zudem seien Reinigungsverträge für Gebäude verlängert anstatt neu ausgeschrieben worden. Darüber hinaus sollte für eine private Geburtstagsfeier in der ihm unterstellten Zitadellenschänke Sonderkonditionen gewährt worden sein. Bis zum Abschluss der Ermittlungen ruhten seine Ämter. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen Hanke im Juni 2011 ein und auch die anderen Beschuldigen von Zitadelle und Sportamt wurden vollständig entlastet.

Rehabilitierung ausgeschlossen?

Angeregt durch die Presse und das vor über einem Jahr eingeleitete interne Verfahren gegen Hanke, stellte nun der Bezirksverordnete Emilio Paolini von den Piraten in der November-BVV eine Große Anfrage zum Status und Ergebnis des Disziplinarverfahren. Die Antworten des Bezirksamts blieben jedoch dürftig. Dies lag angeblich daran, dass Personaleinzelentscheidungen nicht öffentlich bekannt gegeben oder diskutiert werden dürfen. Das zumindest stößt bei Paolini auf Unverständnis und so fragt dieser weiter: „Wie kann es aber sein, dass eine Eröffnung solcher Ermittlungen der Öffentlichkeit kommuniziert wird, das Ergebnis hingegen nicht? Am Betroffenen bleibt ohnehin immer ein Bedenken-Siegel kleben, dessen Reste sich nur schwer entfernen lassen. Wenn sich die interne Prüfung als haltlos herausstellt, muss es auch die Möglichkeit zur Rehabilitierung geben. Hier wird sich doch ein Modus Operandi finden lassen.“

Patrick Rein

Hortbetrieb startet

Neues Hortgebäude der Mary-Poppins-Grundschule

© Rainer Sturm / pixelio.de

© Rainer Sturm / pixelio.de

Am kommenden Montag, den 3.12.2012 wird das neue Betreuungsgebäude der Mary-Poppins-Grundschule eröffnet. Um 9.30 Uhr wird Bezirks- stadtrat Gerhard Hanke gemeinsam mit der Schulleiterin der Mary-Poppins-Grundschule, Irmgard Schadach die ersten Schülerinnen und Schüler im neuen Gebäude begrüßen.

Mit Mitteln des Bundes wurde der Bau des neuen Gebäudes für den Hortbetrieb finanziert und trägt zur verbesserten schulischen Infrastruktur der Stadt bei. Ein offizielles Einweihungsfest wird noch folgen.

Ganztags- und Wochenendbetreuung für Kinder

Jugendhilfeausschuss lenkt ein und unterstützt weiter alle Spandauer Einrichtungen

Es wirkt schon ein wenig paradox: Während ab dem kommenden Schuljahr neben einem gesetzlichen Kitaplatz auch ein Anspruch auf Hortbetreuung besteht, werden nach ursprünglich geplanten Kürzungen nun alle Jugendeinrichtungen weiter unterstützt. Die bei ohnehin schon knappen Bezirkskassen zusätzliche Viertel Million Euro stellte Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (CDU) jedoch in Aussicht, was zu einer äußerst knappen Zustimmung des CDU-Vorschlags zur weiteren Finanzierung aller Projekte im Jugendhilfeausschuss führte.

Immer häufiger sind Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert.

Immer häufiger sind Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert. Foto: Souza_pixelio.de

Lückekinderprojekt gerettet

Somit konnte auch das Lückekinderprojekt, welches durch die neue Gesetzeslage eine Dopplung des Angebots dargestellt hätte, vorerst gerettet werden. Um jedoch kein Überangebot darzustellen, wird deren Konzept überarbeitet und Angebote werden auch auf die Wochenenden ausgedehnt  um sich weiterhin den Problemen der Kinder von erziehungsüberforderten Eltern widmen zu können. Noch mehr Geld müsste jedoch in Angebote für Eltern investiert werden, um nicht nur als Reparateur zu agieren sondern  eine Hilfestellung in Erziehungsfragen zu bieten und das Problem an der Wurzel zu lösen. Zumindest für eine notwendige Übergangszeit konnte somit ein weitreichendes und umfangreiches Angebot sichergestellt werden. Auch die Schließung der drei Familienzentren – über die bis vor kurzem noch diskutiert wurde – ist vom Tisch.

Kinder- plus Betreuungsgeld

Darüber hinaus wird erziehungsüberforderten Eltern  durch die anhaltende Debatte über das Betreuungsgeld auf Bundesebene gerade noch eine zusätzliche Förderung für die eigenverantwortliche Erziehung des Nachwuchses in Aussicht gestellt. Während auf Bezirksebene eine von freien Trägern ausgeübte Rundumbetreuung gewährleistet wird, würden Eltern dann durch Kinder- und Betreuungsgeld ohne Ausübung der Erziehung finanzielle Leistungen beziehen.

Trotz knappen Haushalts können alle Projekte des Jugendhilfeauschusses weiter

Trotz knappen Haushalts können alle Projekte des Jugendhilfeauschusses weiterfinanziert werden. Foto: Lupo_pixelio.de

Geld im Überfluss?

Finanziell scheint im Bezirk der Rahmen noch nicht ausgeschöpft. So kündigt Janine Schneider, jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, an: „Wir sind an einem Punkt, an dem man von den verbliebenen Jugendprojekten keine weiteren kürzen kann, wie es der von der rot-grünen Zählgemeinschaft beschlossene Haushalt aber impliziert. Vor allem haben wir uns dafür eingesetzt, dass die beiden Lückekinderprojekte über den Schuljahreswechsel im Sommer 2013 mit einem dem Bedarf angepassten Konzept weiterarbeiten können. Auch wenn Kinder der 5. Klassen den Hort besuchen können, wird es schließlich noch Kinder der 6. Klassen geben, die nachmittags betreut werden müssen. Ein für uns als CDU-Fraktion wichtiger Punkt war bereits in der Vorschlagsliste enthalten: Die etablierten Familienzentren werden weiter finanziert und bleiben bestehen. Wir wünschen uns für die Kinder und ihre Familien, dass wir mit unseren Argumenten auch noch für andere Projekte erfolgreich sein werden.“  Um zumindest über den finanziellen Ausgleich im Bereich der Jugendhilfe informiert zu werden, lässt der Vorsitzende der Piraten-Partei Emilio Paolini nun Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (CDU) zum Haushaltsausschuss einladen.

Patrick Rein