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Walpurgisnacht und Maifeiertag

Deutlich weniger als in den vergangenen Jahren aber dennoch Möglichkeiten den Feiertag zu genießen, gibt es auch in Spandau.

Der Tag der Arbeit steht unmittelbar bevor. Und auch dieser gesetzliche Feiertag hat seinen Ursprung nicht in Deutschland sondern in Australien und den USA – denn dort rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung 1886 zur Durchsetzung eines Achtstundentages zum 1. Mai auf, nachdem dies bereits 1856 in Australien versucht wurde. Weltweit wurde der 1. Mai mit Demonstrationen und Streiks als „Protest- und Gedenktag“ erstmals 1890 begangen. Erst nach dem 2. Weltkrieg 1946 wurde er in Deutschland zum Feiertag.

Zwar keinen Hexentanz, wie hier beim Musikschulfest auf der Zitadelle im letzten Jahr, dafür aber Alphorn und Jodler gibt es auf dem Hahneberg.

Zwar keinen Hexentanz, wie hier beim Musikschulfest auf der Zitadelle im letzten Jahr, dafür aber Alphorn und Jodler gibt es auf dem Hahneberg.

Krawalle und Ausschreitungen

Besonders in Berlin-Kreuzberg entwickelten sich in den 80er Jahren dann die politisch organisierten Demonstrationen, welche meist in erschreckenden Krawallen endeten und auch bis heute die Polizei mit einem Großaufgebot an diesem Tag in Atem halten. In Spandau geht es dabei deutlich friedlicher zu und niemand braucht beim traditionellen Tanz in den Mai mit Straßenschlachten in der Spandauer Altstadt zu rechnen. Denn auch das Basement lädt in diesem Jahr wieder mit Hits aus den 80er und 90ern ab 20 Uhr in den Ratskeller ein.

Ruhig geht es in der Walpurgisnacht und am Maifeiertag noch im Brauhaus zu, bis am Donerstag der Maibock angestochen wird.

Ruhig geht es in der Walpurgisnacht und am Maifeiertag noch im Brauhaus zu, bis am Donerstag der Maibock angestochen wird. Fotos (2): Patrick Rein

Walpurgisnacht auf dem Hahneberg

Eingeleitet wird der Maifeiertag ebenso traditionell mit der Walpurgisnacht – dem europaweiten Fest am 30. April einen Tag vor der Heiligsprechung von Walburga und den daraus resultierenden Festlichkeiten der Hexen auf dem Blocksberg (Brocken). Dem entsprechend kann auch in Spandau auf der höchsten Erhebung, dem Hahneberg, kostenlos ab 19 Uhr beim Alphorn- und Jodlertreffen gefeiert werden. Die noch im letzten Jahr durchgeführte Veranstaltung zur Walpurgisnacht auf der Zitadelle entfällt dieses Jahr.

Einfach faulenzen

Egal ob Tanz in den Mai oder Walpurgisnacht, den freien Tag genießen unter dem vielsagenden Motto „Lasst uns faulenzen“ kann man im Brauhaus Spandau. Spandauer Schwarzbier gibt es dazu die 0,4 Liter für günstige 2,50 Euro. Denn die Fässer müssen leer werden, da am Tag darauf zusammen mit Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank der Maibock angestochen wird. Zum Auftakt werden 50 Liter Freibier aus dem Holzfass ausgeschenkt.

Patrick Rein

Noch gehen zu wenig Spandauer am Stock

Nordic Walking Route am Hahneberg sucht noch Läufer

Aufgang zum Hahneberg (Foto: TSV)

Aufgang zum Hahneberg (Foto: TSV)

Im Oktober wurde eine neue Nordic Walking Strecke am Fuße des Hahnebergs eröffnet. Für die Planung ist eine Menge Zeit ins Land gegangen. Spandaus größter Sportverein, der TSV Spandau 1860, und die Bauabteilung des Bezirkes hatten sich gemeinsam über die Route am Hahneberg abgestimmt. Sechs Kilometer lang ist der Rundkurs, mit unterschiedlichen Anforderungen und Untergründen, geworden. Die Gemeinschaftsleistung des Vereins und des Bezirks wurde von Baustadtrat Carsten Röding und Vereinsmanager Michael Pape vom TSV 1860 e.V. vorgestellt und eröffnet.

Die Beschilderung der Strecke hat der Bezirk nicht aus eigener Tasche bezahlt. Vielmehr gab es hierfür eine Förderung mit Mitteln der EU, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin aus dem Programm “Soziale Stadt”.

Noch hat der neue Weg nicht genügend begeisterte Fans gefunden. Das mag am Wetter liegen, sollte für einen sportlichen Menschen aber keine Entschuldigung sein. Die Umgebung bereitet im Wechsel der Jahreszeiten viel Spaß. Schnell vergisst man, am Rande einer Großstadt zu sein.

Hürden gleich zu Beginn

Den Weg zum Rundkurs zu finden ist nicht wirklich leicht. Von der Heerstraße kommend, auf der Höhe der Bergstraße, bewegt man sich einfach Richtung Parkplatz. Dann sollte das Hinweisschild ins Auge springen. Anscheinend haben einige Sportsfreunde den Sinn von Hinweisschildern falsch verstanden. Jedenfalls wurden schon einige Opfer von Vandalismus. Der möglichen Zerstörungswut geschuldet, sind die eigentlichen Wegmarkierungen dann leider recht hoch angebracht. In etwa 2,40 Meter Höhe befinden sich kleine weiße quadratische Schilder mit einem Durchmesser von 12 bis 13 cm. Ein flüchtiger Spaziergänger wird sie möglicherweise übersehen.

Nordic-Walking als kleines Erlebnis am 8.12.

Fragt man Tante Google nach Nordic-Walking in Spandau, muss es viele Interessierte geben, die sich alleine nicht überwinden können. Der innere Schweinehund ist einfach zu stark.

Am 8.12. gibt es die Möglichkeit zu einer Erlebnis-Schnupper-Tour am Hahneberg unter fachfraulicher Begleitung. Bei diesem kleinen Event haben Körper und Geist gleichermaßen etwas davon. Dagmar Steinmetzer ist schon lange Jahre mit dem Herzen beim Nordic-Walking dabei. Ihr ist daran gelegen, dass man nicht nur achtlos durch die Gegend läuft, sondern, dass die Nordic-Walking Einheiten mit ihr, als ein Erlebnis im Gedächtnis bleiben, von dem man noch lange was hat.

Wenn Dagmar Steinmetzer ihre Gruppe durch die Landschaft führt, an Kräutern, Bäumen und sonstigen Pflanzen entlang walkt, dann erfährt der sportlich Interessierte Mitwalker etwas über die Art und Beschaffenheit der Natur ringsherum, welche Kräuter wofür Verwendung finden, wie die Kräuter heißen und welche heilsamen Wirkungen sie haben.

Frau Steinmetzer ist daran gelegen, dass der sportlich interessierte Nordic Walker bewusst läuft, sich klar macht, welcher Schatz ihn umgibt und dass Natur nicht nur grün und braun ist, sondern lebt und ein wichtiger Teil des großen Ganzen ist. Die Übungsleiterin möchte ein Gefühl dafür entwickeln, dass dazu führt, die Natur die uns im Alltag umgibt wert zu schätzen und sie uns nutzbar zu machen.

  • Zeit: 8.12.2012
  • Ort: Heerstraße / Ecke Bergstraße (Parkplatz am Fuße des Hahnebergs)
  • 13591 Berlin

 

Ralf Salecker

 

 

Rinder und Schafe auf dem Hahneberg

Zusammenarbeit mit Landwirt Querhammer wird weiter ausgebaut

Morgan und Carlsson haben ihre Mädels fest im Griff. Auch wenn die beiden sich stark unterscheiden.

Rinder auf dem Hahneberg

Die Rinder auf dem Hahneberg kürzen die Büsche und halten das Gelände frei.

Gallowaybulle Morgan bringt etwa 900 Kilo auf die Waage. Er ist Herr über sieben tragende junge Kühe, so genannte Färsen. Carlsson dagegen, ein Gotlandschafbock wiegt vielleicht 70 Kilo. Seine Herde besteht aus vier Mutterschafen und drei Lämmern. Zusammen beweiden sie seit Samstag eine 10 Hektar große Fläche auf dem Hahneberg.

Wie schon in Tiefwerder handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Landwirt Helmut Querhammer aus Potsdam, sowie dem bezirklichen Umwelt- und Naturschutzamt und dem Landschaftspflegeverband Spandau als Projektträger. Die Schafe kommen von einem mit Querhammer befreundeten Schafzüchter. Björn Hagge aus Schleswig Holstein will im nächsten Jahr in die Gegend um Spandau ziehen, zuhause hält er 65 der robusten Gotlandschafe.

Mahd drei Mal so teuer

Gotlandschafe

Acht Gotlandschafe helfen bei der Beweidung.

Auch hier sollen die Tiere das Gelände vor der Verbuschung bewahren und die Artenvielfalt durch Freihaltung der Fläche sichern. Eine Mahd wäre für den Bezirk deutlich teurer. Es entstünden etwa zwei- bis dreimal so hohe Kosten. Vor allem, da auf dem Hahneberg durch die vielen Hügel eine übliche Mahd  mit dem Traktor gar nicht möglich wäre.Wie die anderen Tiere von Querhammer werden auch diese Ende November von den Weiden nach Hause geholt. Die Schafe sollen zukünftig  auch die Weidefläche direkt an der Heerstraße beweiden. „Wir testen jetzt erst einmal, wie die Anwohner reagieren“, erklärt Landwirt Querhammer. Die Galloways, vor allem der große Bulle, trügen dazu bei, dass nicht jeder gleich über den Zaun springen wolle. „So schützen die Rinder sozusagen die Schafherde.“ Ein bisschen Angst hat er vor möglichem Vandalismus. Schon jetzt sind einige Isolatoren, an denen der Stromzaun befestigt ist, verbogen. Ein befreundeter Anwohner wird deshalb regelmäßig nach den Tieren sehen. Querhammer selbst ist jede Woche im Bezirk unterwegs.

Kalb schlief nur

Im Gegensatz zu den Wiesen in Tiefwerder handelt es sich auf dem Hahneberg um sandigen und teilweise lehmigen Boden.

Bulle Morgan

Bulle Morgan bringt 900 Kilo auf die Waage.

„Die Tiere finden hier viel mehr wohlschmeckende Süßgräser als auf den anderen Wiesen“, erklärt Querhammer. Auch der Artenreichtum sei höher. Wie die Rinder das zuwachsen der Fläche verhindern, ist bereits kurz nach dem Auftrieb zu sehen: Schon nach zwei Stunden sind die Spitzen der Robinien großflächig abgeknabbert.

Da er bis jetzt fast nur positive Erfahrungen mit der Beweidung in Spandau gemacht hat, kann Querhammer sich auch vorstellen noch weitere Flächen mit seinen Tieren zu kürzen. Obwohl er feststellen musste, dass viele Leute nur wenig Ahnung von Tieren haben. Von der Geburt eines Kalbes in den Tiefwerder Wiesen erfuhr er zum Beispiel durch das Veterinäramt. Ein Spaziergänger hielt es für tot und rief die Polizei , diese verständigte das Amt.  „Das Kalb hat einfach nur geschlafen“, sagt Querhammer und schmunzelt.

Kirsten Stamer

Entdeckungen im Wintersechseck

Quelle: www.webprinter.de


Freitag, 20. Januar 2012, 19.00 Uhr

-Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg – N u r – b e i – k l a r e m – H i m m e l –

Der Abendhimmel zeigt jetzt die schönen Herbst- und Wintersternbilder mit dem Orionnebel und weitern zahllosen Beobachtungsobjekten. Mit der neuen Steuerung des 610 mm Cassegrain- Teleskops der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch die Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim gucken!

– Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € –

Interstellares und intergalaktisches Gas: die diffuse Komponente des Universums

Quelle: www.webprinter.de


Freitag, 21. Oktober 2011, 19.00 Uhr

-Vortrag von Prof. Dr. Philipp Richter, Universität Potsdam-

Das Gas zwischen den Sternen und den Galaxien enthält weit mehr Materie als die vielen Milliarden Sterne im Universum.
Riesige Mengen von Gas wurden im Anfangsstadium des Universums unter dem gravitativen Einfluss der Dunklen Materie zusammengeballt und bildeten somit die erste Generation von Galaxien und Sternen. In diesem Vortrag werden die Eigenschaften dieser diffusen Materiekomponente im Kosmos vorgestellt und ihre Bedeutung für den kosmischen Materiekreislauf diskutiert.

– Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € –

Workshop Astronomie

Quelle: www.webprinter.de


Freitag, 14. Oktober 2011, 19.00 Uhr

In diesem Workshop geht es um die praktische Astronomie, um Qualitätsverbesserung und Justierung astronomischer Teleskope, die Techniken der Beobachtung und deren Dokumentation, um die Astrofotografie und Bildbearbeitung am Computer. Hier kann sich jeder astronomisch interessierte mit Beiträgen einbringen, praktische Erfahrungen oder Tipps weitergeben.

– Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € –

Von den ersten Lichtquellen bis zur Re- Ionisation des Universums

Quelle: www.webprinter.de


Freitag, 07. Oktober 2011, 19.00 Uhr

-Vortrag von Anne Hutter, Leibniz- Institut für Astrophysik Potsdam (AIP-)

In den sehr jungen Jahren des Universums ist der mit dem Urknall entstandene Wasserstoff zunächst ionisiert.
Als das Universum weniger als eine Million Jahre alt ist, kommt es aufgrund der Ausdehnung des Universums zur Rekombination des Wasserstoffes, d.h. der ionisierte Wasserstoff wird neutral. Die sogenannten „Dark Ages“ beginnen und dauern bis zur Entstehung der ersten Sterne und Galaxien an. Durch das Licht dieser Sterne und Galaxien wird der neutrale Wasserstoff allmählich wieder ionisiert; das Universum ist nun eine Milliarde Jahre alt.
Diese Phase des Universums wird als die Epoche der Reionisation bezeichnet und wir können durch sie etwas über die Strukturentwicklung im Universum lernen. Im Rahmen des Vortrags soll erläutert werden, wie die Reionisation verlief und wie sie erforscht werden kann.

– Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € –

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

Quelle: www.webprinter.de


Freitag, 30. September 2011, 19.00 Uhr

Treffpunkt in der BHB- Sternwarte Berlin auf dem Hahneberg
– N u r – b e i – k l a r e m – H i m m e l –

Der Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Sternbilder des Wintersechsecks und dem Großen Orionnebel.
Mit der Steuerung des 610 mm Cassegrain- Teleskops der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch die Nebel und Sternhaufen unternehmen.
Viel Spaß beim gucken!

– Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € –

Der Mond und seine Ringgebirge

www.webprinter.de


Freitag, 23. September 2011, 19.00 Uhr

Treffpunkt in der BHB- Sternwarte Berlin auf dem Hahneberg

– N u r – b e i – k l a r e m – H i m m e l –

Der Mond steht heute exakt im ersten Viertel. An der Schattengrenze zeigen sich viele Großkrater mit markanten Schattenwürfen und Wallebenen. Der Planet Mars ist schon vor Mitternacht ein lohnendes Beobachtungsobjekt.
Beobachtet wird mit dem leistungsfähigsten Spiegelteleskop Berlins. Viel Spaß beim gucken.

– Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € –

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

Quelle: www.webprinter.de


Freitag, 16. September 2011, 19.00 Uhr

– Treffpunkt in der BHB- Sternwarte Berlin auf dem Hahneberg
– N u r – b e i – k l a r e m – H i m m e l –

Der Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Sternbilder des Sommerdreiecks, helle Kugelsternhaufen und planetarische Nebel. Mit dem 610 mm Cassegrain- Teleskop der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch die Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim gucken!

– Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € –

Keine Langeweile in den Sommerferien in Spandau Teil 1


Im Ponyhof warten Spiel und Spaß auf pferdebegeisterte Kinder

Wer in den Sommerferien in Spandau zu Hause geblieben ist, braucht sich deshalb nicht zu langweilen. Mehrere Jugendeinrichtungen bieten Angebote für Schulkinder, vom Grundschüler bis zum Abiturienten. Ob ihr bei „Klang Holz“ auf der Zitadelle an Instrumenten baut, euch beim Sport Jugend Club Wildwuchs sportlich beim Klettern oder Kanufahren betätigt oder die Freizeitangebote am Aalemannufer nutzt, Langeweile sollte keine aufkommen. In den nächsten Wochen wollen wir euch einige Ferienangebote vorstellen, hier sollte für jeden etwas Interessantes dabei sein.

In dieser Woche waren wir auf dem Ponyhof am Weinmeisterhornweg und haben die Ankunft der Ferienkinder beobachtet.

Den Hahneberg direkt vor der Tür

Nach und nach treffen die Kinder mit ihren Eltern in der kleinen Blockhütte ein. Am Weinmeisterhornweg in Staaken wird

Diese acht Kinder werden in dieser Woche auf dem Ponyhof ihre Ferien verbringen

Diese acht Kinder werden in dieser Woche auf dem Ponyhof ihre Ferien verbringen

auch in diesen Sommerferien wieder ein Feriencamp angeboten. Ingrid Schmitt sitzt in der Hütte hinter ihrem schlichten Schreibtisch und begrüßt alle kleinen Gäste beim Namen. Die Wände der Hütte sind mit Bildern von Haflingern, Ziegen und Hunden behängt, einen freien Platz sucht man an der Wand vergebens. Hinter der Betreiberin des Ponyhofes stehen Fachliteratur und Reitkappen zum ausleihen. Die Reit- und Fahrwartin, die hier von allen nur Ingrid genannt wird, ist sich um ihren Vorteil bewusst. „Wir haben einfach eine sehr gute Lage“, erzählt Ingrid, „der nächste vergleichbare Betrieb ist in Dallgow-Döberitz und da muss man erst einmal hinkommen“. Zum Ponyhof im Weinmeisterhornweg könnten die Kinder jedoch radeln. Viele kämen direkt nach der Schule her. Und obwohl der Betrieb in Staaken liegt, ist das Ausreitgelände günstiger als zum Beispiel in Dallgow. „Wir können hier Ausritte machen ohne einmal eine Straße überqueren zu müssen, denn wir haben direkt den Hahneberg am Gelände“.

Artgerechte Pferdehaltung

Eine weitere Besonderheit am Ponyhof ist die Offenstallhaltung. Die 19 Pferde und Ponys stehen in großen Gruppenausläufen und können sich den ganzen Tag artgerecht bewegen. Keine Selbstverständlichkeit bei einem „Stadtstall“. Dabei wirkt der Hof

Ferienkinder auf ihren Ponys. Jedes darf sich ein Lieblingspony aussuchen und es pflegen.

Ferienkinder auf ihren Ponys. Jedes darf sich ein Lieblingspony aussuchen und es pflegen.

sehr sauber. Obwohl es ein grauer, regnerischer Tag ist, ist hier, außer natürlich ein wenig Matsch, kein Dreck zu erkennen. Die Paddocks sind sauber abgeäppelt, der Reitplatz mit dem Spiegel ist gerade gezogen und die Stangen zum Springen sauber gestrichen hochgelegt. Alles hat hier seinen Platz, ob die Ausrüstung für die Pferde oder die mitgebrachten Sachen der Kinder. Zusätzlich zur Kleidung ist hier nämlich auch Geschirr mitzubringen, denn die Kinder essen auch hier zu Mittag. Von neun Uhr morgens bis sechs Uhr abends können die sie hier ihren Tag verbringen. Nur heute nicht, denn um halb vier kommen die Richter für eine Reitabzeichenprüfung. „Die mussten wir leider verschieben, sonst lege ich so etwas natürlich nicht auf einen Tag mit den Feriencamps“, versichert Ingrid. Auf dem Ponyhof erwarten die Kinder dann zwei Reitstunden am Tag, Ausritte, Ponyspiele, Schnitzeljagden und Kutschfahrten. „Wir beschäftigen die Kinder den ganzen Tag“, erzählt Ingrid. Auch wenn viele Anfänger dabei seien, könne viel gemacht werden. „Wir wollen für alle Sport, Spiel und Spaß“, erklärt die resolute Frau mit den kurzen, blonden Haaren. Zwischen acht und zehn Ferienkinder können in einem Camp betreut werden. Acht Jahre sollten die Kinder allerdings sein, obwohl das von den Kindern abhängt. „Es gibt sieben-jährige die sind wie neun und es gibt acht-jährige die sind wie sechs“, betont Ingrid. „Da muss man auch mal eine Ausnahme machen.“ Außerdem seien Kinder die schon voltigieren wesentlich weiter im Reiten und deshalb auch früher bereit an einem Camp teilzunehmen.

In diesen Sommerferien findet noch vom 1. bis zum 5. August und vom 8. bis zum 12. August ein Feriencamp am Weinmeisterhornweg statt.

Kirsten Stamer

50 Jahre nach dem Mauerbau – Heute ein Freizeit-Vergnügen

Eine Tour auf dem Mauerradweg in Spandau

Mauerradweg, Badestelle Bürgerablage

Mauerradweg, Badestelle Bürgerablage

Wir starten an der Bürgerablage in Richtung Kladow. Fast 30 Kilometer liegen vor uns. Heute ist es eine normale Badestelle mit rustikaler Gasstätte (Jagdhaus). Kaum ein Badender macht sich  Gedanken darum, wie es vor etwas über zwanzig Jahren hier aussah. Baden unter dem Blick der DDR-Grenzboote war angesagt. Wer hier in die falsche Richtung schwamm, konnte schnell Ärger bekommen. Nur wenige Schritte weiter begann die Grenze. Heute muss man erst ein Stück bis nach Niederneuendorf fahren, um ein Relikt der ehemaligen Grenzanlagen, einen Grenzturm, zu erblicken. Direkt an der ehemaligen Grenze weisen nur ein paar Hinweissäulen auf die Vergangenheit hin. Erlengrund und Fichtewiese waren zwei Westberliner Exklaven auf DDR-Gebiet. Ihre Bewohner konnten nur mit DDR-Sondergenehmigung über eine schmale Pforte das Gelände betreten.

Wir folgen dem ausgeschilderten Weg entlang der Niederneuendorfer Allee durch dichten Wald in Richtung Schönwalde. Dabei passieren wir den Oberjägerweg an dem ein Mahnmal auf den Mauertoten Adolf Phillip hinweist. Kurz danach wird das Gelände offener. Eine Stromtrasse führt entlang der ehemaligen Grenze. Damals sollte Berlin an das Westdeutsche Stromnetz angeschlossen werden.

Kurz vor Schönwalde können wir vom Laßzinsee nur über zwei Aussichtsplattformen etwas wahrnehmen. Seltene Vögel brüten hier. Nördlich davon befanden sich zu DDR-Zeiten Felder die unter einer „imperialistischen Kartoffelkäferplage“ litten – angeblich Nachts mit dem Flugzeug abgeworfen.

An der Steinernen Brücke bei Schönwald erinnert ein Denkmal an den Mauerfall. Uns zieht es weiter, am Nieder-Neuendorfer Kanal entlang in Richtung Eiskeller. Eis wird hier schon lange nicht mehr gelagert. Der zu Mauerzeiten äußerst beliebte 5 Kilometer lange Rundweg ist ein „Opfer“ des Mauerfalls geworden.

Mauerradweg: für Radler, Wanderer und Skater gleichermaßen

Mauerradweg: für Radler, Wanderer und Skater gleichermaßen

Darum radeln wir nun direkt durch den Spandauer Forst, immer auf einem asphaltierten Weg. Den alten Grenzstreifen kann man nur noch erahnen. Seit 1999 und 2000 sind beide Seiten des Waldes zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Kleine steile Steigungen machen die Tour hier zu einem besonderen vergnügen, geht es danach doch immer wieder rasant bergab.

Auf der Höhe Falkenseer Chaussee hat uns die Großstadt wieder. Zwischen „Geschichtspark“ Falkensee, dem ehemaligen KZ-Außenlager Sachsenhausens und der Spektelake hindurch führt uns die Strecke über den Finkenkruger Weg an der Gartenstadt Staaken vorbei bis zur Dorfkirche Alt Staaken am Nennhauser Damm.

Hier biegen wir links ab in den Weg am Bullengraben, um dann gleich wieder links über die Bergstraße zu den beiden Hahnebergen zu gelangen. Einer „versteckt“ eine Festung, der andere, 70 Meter hoch aus Schutt errichtet, ist beliebtes Ausflugsziel mit einen grandiosen Ausblick in die Umgebung – auch in die Sterne, wenn man das Fernrohr der Sternwarte nutzt. Der alte Grenzübergang Heerstraße ist fast spurlos verschwunden.

Weiter geht es entlang der Potsdamer Chaussee an den ehemaligen Rieselfeldern vorbei zum Gutspark Groß-Glienicke. Das Luftwaffenmuseum auf dem ehemaligen Flugplatz Gatow lassen wir dabei links liegen. Hier könnten wir einen ganzen Tag zubringen, um alte Militärtechnik zu betrachten. Der See selbst war zu Mauerzeit geteilt. Eine Hälfte kam über einen Gebietstausch zum Westen. Wer als Schwimmer bewusst oder unbewusst die unsichtbare Grenze in der Mitte überschritt, musste damit rechnen, von den Grenzern „eingesammelt“ zu werden. Manch einer machte sich einen Spaß daraus … In jüngster Vergangenheit haben Auseinandersetzungen mit einigen Anrainern eine Passage am See unmöglich gemacht.

Uns zieht es weiter durch den Wald über die Sakrower Landstraße bis zum Fraenkelschen Garten am Lüdicke Steig. Am Wochenende kann man hier selbstgebackenen Kuchen im Café genießen. Ein Katzensprung weiter und schon sind wir am Ende der Tour. Die Uferpromenade in Kladow an der Imchenallee ist ein Tummelplatz für viele Berliner, die mit der BVG-Fähre von Wannsee kommend eine gemütliche Zeit am Hafen verbringen möchten.

Ralf Salecker

Astronomische Exkursion

© Carsten Przygoda / pixelio.de

© Carsten Przygoda / pixelio.de

Heute veranstaltet die Bruno H. Bürgel Sternwarte eine astronomische Exkursion mit Teleskopen nach Ribbeck. Treffpunkt ist an der Sternwarte auf dem Hahneberg. Die Abfahrt der Teilnehmer, mittels Fahrgemeinschaften erfolgt um 19.00 Uhr. Teleskope und sonstige Ausrüstung ist mitzubringen. Ansonsten wird angeraten heiße Getränke mitzunehmen – die Frühlingsabende sind mitunter doch sehr kühl. Die Veranstaltung ist kostenlos, jeder der gerne mitmachen möchte ist herzlichst eingeladen. Kleine Anmerkung noch zum Ende: die Exkursion findet nur bei klarem Himmel statt. Weitere Informationen zur Sternwarte können Sie hier nachlesen.