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Jeder fängt mal klein an

Eine Woche vor dem größten Jugendhandballturnier im Stadion Hakenfelde arrangierte Centrovital Schülern ein Schnuppertraining mit zwei Profispielern.

Schon ein Mal kamen Schülerinnen und Schüler der Wolfgang-Borchert-Oberschule in den Genuss mit zwei Handballprofis des Bundesligisten Füchse Berlin zu trainieren. Am letzten Freitag kamen nun wiederholt zwei Spieler nach Spandau, die selbst in der Jugend noch als SG Spandau/Füchse Berlin auf Torejagd gingen und danach den Sprung in den Profikader schafften: Johannes Sellin und Colja Löffler. Letzterer ist Spandauer Eigengewächs und nahm seine ersten Bälle bei der SG ASC/VfV Spandau in die Hand und spielte selbst bei dem am Wochenende wieder stattfindenden Bärlin-Cup im Stadion Hakenfelde.

Am Samstag und Sonntag treten wieder Groß und Klein aus dem gesamten Bundesgebiet beim Bärlin Cup im Stadion Hakenfelde an.

Am Samstag und Sonntag treten wieder Groß und Klein aus dem gesamten Bundesgebiet beim Bärlin Cup im Stadion Hakenfelde an.

Größtes Turnier der Region

Am Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr erwartet die SG ASC/VfV Spandauletztmalig als Spielgemeinschaft – wieder an die 150 Mannschaften aus Berlin und dem gesamten Bundesgebiet zum größten Jugendkleinfeldhandballturnier der Hauptstadt und Brandenburgs. Erstmalig werden auch Handballer des VfL Wolfsburg begrüßt, während Mannschaften aus Hamburg als auch vom MTV Lübeck schon seit Jahren zum Turnier nach Spandau kommen. Eine Herausforderung war in diesem Jahr auf Grund des Legionellen-Befalls einiger sanitären Hallenanlagen die Unterbringung der Gäste. Doch Schirmherr und Stadtrat für Schule und Sport Gerhard Hanke signalisierte: „Wir werden eine Lösung finden!“. Er als auch seine Mitarbeiter im Bezirksamt hielten Wort und stellten Räumlichkeiten zur Verfügung um allen Gastmannschaften eine Unterbringung zu gewährleisten.

Die Handballprofis Johannes Sellin (li.) und Colja Löffler spielten in der Jugend erfolgreich in der damaligen SG Spandau/Füchse Berlin.

Die Handballprofis Johannes Sellin (li.) und Colja Löffler spielten in der Jugend erfolgreich in der damaligen SG Spandau/Füchse Berlin. Fotos (2): Patrick Rein

Schüler waren begeistert

Nicht nur der Stadtrat möchte sich am Wochenende selbst ein Bild vom Turnier machen, auch Colja Löffler plant am Sonntag – wenn die älteren Jahrgänge antreten – an die alte Wirkungsstätte zurückkehren. Dabei müssen er als auch Johannes am Samstag selbst noch mal in Hannover beim letzten Saisonspiel ran. Neben dem Bärlin-Cup wird aber auch noch das Hinrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend in Berlin ausgetragen. Die Mannschaft der Füchse Berlin steht zum dritten Mal im Finale und konnte die letzten beiden Titel noch als SG Spandau/Füchse Berlin gewinnen. Die Entwicklung des Handballs in Berlin hat eine beeindruckende Entwicklung genommen, so überrascht es auch wenig dass der Deutsche Handballbund mittlerweile einen Umzug in die Hauptstadt beschlossen hat. Und auch beim  Probetraining der beiden Füchse – ermöglicht vom Gesundheitszentrum Centrovital – konnten wieder Schülerinnen und Schüler von der Sportart mit dem Ball in der Hand überzeugt werden.

Patrick Rein

Frauen verlieren Halbfinale

Die Handballerinnen der SG ASC/VfV Spandau unterliegen im Final-Four dem späteren Pokalsieger Berliner TSC.

Drei Oberligisten und ein Drittligist hatten sich für die Halbfinalpartien um den Berliner Pokal am Samstag im Horst-Korber-Zentrum qualifiziert. Bei Auslosung der Begegnungen erwischten die Spandauerinnen dabei mit dem eine Klasse höher spielenden TSC den scheinbar schwersten Gegner. Dementsprechend angespannt traten Mannschaft sowie Fangemeinde auch den Weg nach Charlottenburg an.

Die 1. Frauenmannschaft der SG ASC/VfV Spandau unterlag im Pokalhalbfinale.

Die 1. Frauenmannschaft der SG ASC/VfV Spandau unterlag im Pokalhalbfinale.

Schneller Rückstand

Fast erwartungsgemäß geriet das Team schnell mit 3:7 in Rückstand, doch bevor die Hoffnungen schwinden konnten, drehte sich das Spiel. Nach einer frühen Auszeit von Trainer Henry Germann wurde sogar der 10:10 Ausgleich erzielt bevor sich der Favorit dann mit dem Halbzeitpfiff und einer erneuten Dreitoreführung in die Pause rettete. In Durchgang zwei drehten die Spandauerinnen mit Unterstützung des zahlreichen und lautstarken Anhangs noch ein Mal auf und schafften wiederholt mit 17:17 den Ausgleich. Trotz einer couragierten Leistung setzte sich am Ende jedoch der Berliner TSC mit 28:23 durch und wurde am Sonntag Pokalsieger.

Oftmals stand das junge Schiedsrichtergespann im Mittelpunkt.

Oftmals stand das junge Schiedsrichtergespann im Mittelpunkt.

Wenig Pokalatmosphäre

Insgesamt hat das Final-Four-Turnier des Berliner Handballverbandes wenig Glanz zu bieten, so wird die 5000 Menschen umfassende Halle seit zwei Jahren mittels grauer Trennwand geteilt und somit die nie mehr als 500 Zuschauer auf einer Tribüne gebündelt. Eine schlechte Akustik und selten spannende Spiele lassen zudem wenig Pokalatmosphäre aufkommen. Auch dem jungen Schiedsrichtergespann, welches die Partie der SG ASC/VfV leitete, tat man mit deren Ansetzung sicherlich keinen Gefallen. Um dem Turnier seinem Stellenwert gerecht zu werden, sollten die Partien eher von erfahrenen Gespannen geleitet werden und nicht ausschließlich als Auszeichnung der Jungschiedsrichter verstanden werden.

Die graue Trennwand beengt das Spielfeld und ist von der Tribüne wenig ansehnlich.

Die graue Trennwand beengt das Spielfeld und ist von der Tribüne wenig ansehnlich. Fotos (3): Patrick Rein

Zwei Berliner Meister

Die Frauen können sich jetzt wieder voll und ganz auf die Oberliga-Ostsee-Spree konzentrieren, wo man zwar punktgleich aber dennoch erstmals in der Saison die Tabellenführung an Brandenburg West abgeben musste. Im letzten Jahr der Spielgemeinschaft von ASC und VfV konnten dennoch bereits zwei Titel gefeiert werden. So wurde sowohl die weibliche A-Jugend als auch die männliche B-Jugend Berliner Meister. Zudem kann immer noch ein Pokalsieg nach Spandau geholt werden: Am 20./21. April steht dann die männliche A-Jugend im Finale.

Patrick Rein

Frauen stehen im Final-Four

Mit einem 31:24 über den OSC Schöneberg-Friedenau erreichen die Handballerinnen der SG ASC/VfV Spandau das Pokalhalbfinale

Mit drei Niederlagen in Folge begann das neue Kalenderjahr äußerst erfolglos für den bis dahin souveränen Tabellenführer der Oberliga-Ostsee-Spree. Erst im Heimspiel Anfang Februar gegen die HSG Neukölln konnte wieder gewonnen werden. Zwar konnte auch weiterhin Platz 1 behauptet werden, doch der Vorsprung ist auf nur noch einen Punkt geschmolzen. Am vergangenen Samstag wartete nun im Pokalviertelfinale mit den Schönebergerinnen eine Mannschaft, gegen die man selbst erst im Januar knapp mit 26:28 verloren hatte und die mittlerweile zwei Punkte hinter den Spandauerinnen in der Tabelle steht.

Äußerst knapp ging es beim Pokalspiel zwischen Spandau und Schöneberg am vergangenen Samstag zu.

Äußerst knapp ging es beim Pokalspiel zwischen Spandau und Schöneberg am vergangenen Samstag zu.

Sicherheit verloren

Im Pokalspiel konnte das Trainerteam Henry Germann und Ines Herz auf alle Spielerinnen zurückgreifen. Bei einem generell für diese Spielklasse eng besetztem Kader standen auch die sich aus beruflichen Gründen eine Auszeit nehmende Rückraumspielerin Ronja Bohle ebenso wie die nach Bayern abwandernde Klara Bachmann zur Verfügung. Die Souveränität und Lockerheit aus der Hinrunde ist jedoch durch die Niederlagen verloren gegangen, so dass sich das Spiel bis zur Halbzeit ausgeglichen gestaltete. Beide Mannschaften konnten sich abwechselnd knappe Führungen erspielen. Nur langsam verschafften sich die Damen der SG ASC/VfV Spandau über die Tugenden Einsatz und Kampf einen kleinen Vorteil.

Ob in Liga oder Pokal sind die Heimspiele der Frauen am Falkenseer Damm stets gut besucht.

Ob in Liga oder Pokal sind die Heimspiele der Frauen am Falkenseer Damm stets gut besucht.

Knappe Führung zur Halbzeit

Mit einem Tor Vorsprung ging es dann in die Halbzeitpause. Durchgang zwei verlief ebenso ausgeglichen weiter, wobei die Heimmannschaft die Führung jedoch nicht mehr aus der Hand gab. Erst in den letzten Minuten waren dann die lang vermisste Sicherheit und das Selbstvertrauen wieder da, was zu dem am Ende doch deutlichen Ergebnis von 31:27 führte. Dementsprechend groß waren nach dem Abpfiff die Freude und Erleichterung über den Einzug ins Final-Four der Pokalmeisterschaft des Handball-Verbandes-Berlin.

Der Jubel war groß nach dem erreichen des Final-Fours am 23./24. März.

Der Jubel war groß nach dem erreichen des Final-Fours am 23./24. März. Fotos (3): Patrick Rein

Besser als die Männer

In diesem standen in der letzten Saison bereits die Männer der Spandauer Spielgemeinschaft – die sich zum Saisonende wie berichtet auflöst – und mussten sich jedoch da im Halbfinale geschlagen geben. Zwar steht der Gegner für die Frauen am Wochenende 23./24. März im Horst-Kober-Sportzentrum noch nicht fest, dennoch wollen sie es besser als die Männer machen und den Titel nach Spandau holen. Bereits diesen Samstag treten die Frauen wieder in der Liga gegen den Tabellenletzten aus Altlandsberg an. Anwurf ist um 17 Uhr in der Sporthalle Falkenseer Damm 20.

Patrick Rein

Spandaus Handballtraumpaar trennt sich

Ab der kommenden Saison löst sich die Spielgemeinschaft ASC/VfV Spandau auf – es bleibt Handball im VfV Spandau

Nachdem zum Beginn dieser Spielzeit bereits im männlichen Jugendbereich der Zusammenschluss SG Spandau/Füchse Berlin aufgelöst wurde, endet auch die 19-jährige Spielgemeinschaft zwischen ASC und VfV. Während mit der Trennung von den Füchsen wieder die eigene Identität in den Vordergrund treten sollte und man sich vom Leistungsgedanken des Handballbundesligisten distanzieren wollte, liegen die Gründe der innerspandauerlichen Trennung überwiegend im Mitgliederschwund.

Von der SG ASC/VfV Spandau bleibt der VfV als Heimat für HandballerInnen erhalten.

Von der SG ASC/VfV Spandau bleibt der VfV als Heimat für HandballerInnen erhalten.

ASCer werden zu VfV‘lern

Begonnen wurde die Spandauer Spielgemeinschaft im Jugendbereich, erst später kam auch der Erwachsenenbereich hinzu. Damals stellte der ASC noch die Mehrzahl der aktiven Handballer. Doch die Zeiten änderten sich und aus verschiedenen Gründen wuchs die Zahl der Mitglieder beim Verein für Volkssport (VfV) während der Askanische Sportclub (ASC) als Spartenverein immer weniger verzeichnete. Ein neuer Vorstand entschied sich nach weiteren Versuchen die Abteilung noch am Leben zu halten nun zu dem Entschluss, den verbliebenen Handballern einen Vereinswechsel zum SG-Partner nahezulegen.

Das Aushängeschild ist und bleibt die erste Frauenmannschaft mit momentanen Kurs auf 3. Liga

Das Aushängeschild ist und bleibt die erste Frauenmannschaft mit momentanen Kurs auf 3. Liga. Fotos (2): Patrick Rein

Erfolgreiche Zeiten

In den fast zwei Jahrzehnten konnte Spandaus größte Handballabteilung zahlreiche Erfolge feiern und sich als SG ASC/VfV Spandau auch überregional einen Namen verschaffen. In Berlin waren jährlich Meister- als auch Pokaltitel zu feiern. Nach langer Durststrecke waren es so auch die Spandauer Nachwuchshandballerinnen die es erstmals wieder zu einer Teilnahme, gekrönt mit einem dritten und vierten Platz im Final-Four, bei den Deutschen Meisterschaften schafften. Davon profitierte auch die erste Frauenmannschaft, welche nach längerem Aufenthalt in der 3.Liga nun eine Spielklasse darunter in der Oberliga Ostsee Spree momentan auf dem ersten Platz und somit Aufstiegskurs steht.

Neuen Namen machen

Ab der kommenden Saison werden dann Jugend und Erwachsene wieder unter dem Namen VfV Spandau auf Torejagd gehen. Sonst wird sich nichts ändern. Spielklassen, Spieler und Spielstätte bleiben bestehen. Doch es wird sicherlich eine Weile dauern bis nach 19 Jahren der neue Name mit den glorreichen Zeiten der SG ASC/VfV Spandau in Einklang gebracht wird.

Handballweltmeisterschaft

Passend beginnt heute – mit den Berliner Füchsen Silvio Heinevetter und Sven-Sören Christophersen – die Handballweltmeisterschaft der Männer in Spanien.

Patrick Rein

Das interessierte und passierte in Spandau 2012

Ein neues Jahr steht unmittelbar vor der Tür – Zeit um einen Rückblick aufs Vergangene zu werfen

Es war wieder viel los in Spandau. Tagtäglich informierten wir im Top-Thema ausführlich und aktuell über das was geschah, wie über den Großbrand in Haselhorst als auch am Brunnsbüttler Damm. Bei beiden Einsätzen kamen erfreulicherweise keine Menschen zu Schaden, dennoch war das Können der Berliner Feuerwehr mit einem Großaufgebot gefragt und diese hatte die Lage jeweils schnell unter Kontrolle. Wir widmeten uns daher auch einer genaueren Betrachtung der Feuerwache Nord und besuchten die abgebrannte Sporthalle einige Monate später nochmals.

Auch am Sonntag findet wieder eine Veranstaltung pro Ponyhof Staaken statt.

Zahlreiche Veranstaltungen fanden pro Ponyhof statt.

Zirkus, Schafe, Ponyhof

Viel Aufmerksamkeit und Diskussionen erregten in diesem Jahr besonders die Tiere. Das Vorgehen des bezirklichen Ordnungs- und Veterinäramtes bezeichneten die einen als vorbildlich, andere hingegen als willkürlich. Angefangen mit einem Auftrittsverbot des Zirkus Renz mit seinen Tieren an den Spandau Arcaden über die Schließung des Ponyhofes in Staaken bis hin zur Sicherstellung einer Schafherde wurde über jedes Ereignis mehrfach berichtet.

Mit der Nikolaikriche im Hintergrund kehrte bayrische Gemütlichkeit ein.

Mit der Nikolaikriche im Hintergrund kehrte  Gemütlichkeit ein beim Bayerntag.

Feste feiern wie sie fallen

Doch neben aller Dramatik und unterschiedlicher Ansichten zeichnete sich Spandau auch in 2012 wieder durch zahlreiche Veranstaltungen und Möglichkeiten zum Feiern aus, was auch Besucher und Touristen von außerhalb in die Zitadellenstadt zog: Altstadtfest, Weinsommer, Stadtteilfeste, Tag der offenen Tür, Sportfeste sowie Veranstaltungen auf der Zitadelle selbst. Leider war dabei das Wetter meist nicht so sommerlich. Und auch der gerade erst zu Ende gegangene Weihnachtsmarkt erfreute sich wieder großer Beliebtheit – wenn auch nicht bei allen. Doch nie wird es jedem gerecht gemacht werden können, so dass auch das nach Marzahn ausgewanderte Oktoberfest für Diskussionen sorgte.

Bereits seit der Bürgermeisterwahl herrscht selten Einigkeit im Rathaus.

Bereits seit der Bürgermeisterwahl herrscht selten Einigkeit im Rathaus.

Viel los im Rathaus

Politisch herrschte nicht immer Einigkeit im Rathaus nach dem Bürgermeisterwechsel in 2011. Angefangen über Flaggen-Gate war gerade in Haushaltsfragen anfangs die ein oder andere Hürde zu nehmen. Jetzt stehen die Zeichen aber auf Konsolidierungskurs und sollte diese erreicht werden, bietet sich dem Bezirk wieder mehr Handlungsspielraum um auch freie Träger der Jugendeinrichtungen – wie von allen Parteien gewünscht – finanzieren zu können. In der Umsetzung des ab 2013 gesetzlich  bestehenden Kitaplatzanspruches sind die Voraussetzungen bereits geschaffen. Grillen wird an öffentlichen Plätzen hingegen weiterhin verboten bleiben.

Tolle Show, super Sound, authentische Unterhaltung pur.

Tolle Show, super Sound, authentische Unterhaltung pur gab es nicht nur bei Jennifer Rostock beim citadel music festival 2012.

Generationen des Rock beim citadel music festival

Die Zitadelle hat sich nach etablierten Events wie Ritterfest, Lichterfest und Musikschulfest mittlerweile aber auch als Konzert-Location Berlins etabliert und so gaben sich die Stars wie Lou Reed, Soundgarden, Jennifer Rostock, Knorkator, Lynyrd Skynyrd und viele mehr den Burgschlüssel nahezu in die Hand. Und auch für 2013 kündigt Trinity-Music als Veranstalter wieder wahre Highlights an. So stehen bereits keine geringeren als Thirty Seconds to Mars (6. Juni), Dead Can Dance (17. Juni), Queens of the Stone Age (22. Juni), ZZ Top (1. Juli), CRO (9. August) und Silly (17. August) fest.

Spandauer Bezirkspokalsieger 2012: Der SC Staaken!

Spandauer Bezirkspokalsieger 2012: Der SC Staaken! Fotos (5): Patrick Rein

Sportlich, sportlich

Auch als Bezirk des Sports konnte sich Spandau wieder einen Namen machen. Angefangen von unseren erfolgreichen Olympionikinnen Britta Oppelt und Annika Schleu, konnte zum Ende der Spielgemeinschaft der SG ASC/VfV Spandau mit den Füchsen Berlin noch ein Mal der Deutsche Meistertitel in der A.Jugend beim Handball gewonnen werden. Ebenfalls Deutscher Meister wurden die Spandauer Kanupolo-Spieler und die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04. Im Fußball konnten die Mannen von Teutonia II Pokalsieger der unteren Mannschaften werden, der SC Gatow hingegen verlor bei den ersten Mannschaften erst im Finale. Der SC Staaken wurde Bezirkspokalsieger 2012.

Auch 2013 wird es in Spandau sicherlich nicht ruhiger zugehen. Die Redaktion freut sich darauf auch dann wieder aktuell zu informieren und wünscht allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!

Patrick Rein

Zwei Füchse auf dem Gelände von Centrovital

Zwanzig Schülerinnen und Schüler der Wolfgang-Borchert-OS absolvierten ein Schnuppertraining mit  Handballern der Füchse Berlin

Das Centrovital ist nicht nur Partner des Handballbundesligisten Füchse Berlin sondern pflegt auch eine Kooperation mit der Wolfgang-Borchert-Oberschule, die sich bislang überwiegend auf den Ausbildungsbereich bezog. Gestern jedoch waren zwanzig Schülerinnen und Schüler eingeladen mit Mark Bult und Evgeni Pevnov ein Handballtraining zu absolvieren.

Mark Bult und Evgeni Pevnov der Füchse Berlin gaben Einblick in den Handball.

Mark Bult (re.) und Evgeni Pevnov (li.) der Füchse Berlin gaben Einblick in den Handballsport.

Ungewöhnliche Spielstätte

Für dieses Ereignis wurde jedoch keine Sporthalle ausgewählt sondern eher unüblich die Veranstaltungsräume der ehemaligen Discothek „Starlight“, welche schon vor einigen Jahren wegen Lärmbelästigung seinen Betrieb einstellte. Wo nun sonst Firmenfeiern und Hochzeiten ihren Platz finden, stand dieses Mal direkt neben der Tanzfläche ein Handballtor. Zwar weckte das spielen mit dem Ball in der Hand weniger Interesse als Werdegang und Alltag der beiden Profisportler doch der Spaß war allen anzumerken.

Die meisten Jugendlichen hatten sich bisher nur auf den Fußball konzentriert.

Die meisten Jugendlichen hatten sich bisher nur auf den Fußball konzentriert.

Lange Tradition in Spandau

Nicht erst seit Olympia steht generell die Sportförderung auf dem Prüfstand. Häufig wird kritisiert, dass gerade im Schulsport das Vorstellen verschiedener Sportarten auf der Strecke bleibt und so Talente für Randsportarten in Deutschland oftmals unentdeckt bleiben. Dabei hat sich in Berlin der Handball durch die Erfolge der Füchse in Meisterschaft und Champions-League beeindruckend entwickelt und Spandau daran sogar großen Anteil als auch eine lange Tradition. So machte Stefan Kretschmar seine ersten Profischritte in der Halle am Falkenseer Damm – damals noch beim Zweitligisten Blau-Weiß Spandau.

TeilnehmerInnen und "Trainer" des Schnuppertrainings im Centrovital.

TeilnehmerInnen und „Trainer“ des Schnuppertrainings im Centrovital. Fotos (3): Patrick Rein

Erfolgreicher Jugendhandball

Noch bis zu dieser Saison waren die Handballabteilungen des VfV und ASC Spandau in der Spielgemeinschaft des männlichen Jugendbereichs mit den Füchsen zur SG Spandau/Füchse Berlin verknüpft und an der Nachwuchsausbildung beteiligt. Mehrere Deutsche Meistertitel konnten in dieser Verbindung errungen werden. Doch auch nach der Trennung arbeiten die Handballer freundschaftlich zusammen und die Spandauer bieten seitdem auch ohne die Füchse erfolgreichen Ballsport in jeder Alters- und Leistungsklasse.

Wo bleibt der Nachwuchs?

Durch die Ganztagsschulen fehlt es den Jugendlichen oftmals jedoch an der Zeit sich nach Schulbesuch und Hausaufgaben sportlich im Verein zu betätigen. Ob Handball als auch Fußball sowie jeder anderen Sportart fehlt es dadurch zunehmend an Nachwuchs. Dabei nehmen die engagierten Trainer und Betreuer ebenso eine soziale Förderung als auch pädagogische Arbeit – wie die mittlerweile zahlreichen freien oder finanzierten Einrichtungen – wahr. Zumindest den gestrigen Teilnehmern wurde durch das Centrovital nun ein Einblick in eine andere Sportart gewährt.

Patrick Rein

Handballerinnen weiterhin ungeschlagen

Die Frauen der SG ASC/VfV Spandau gewinnen auch das Berlin-Derby gegen die Füchse II und bleiben Tabellenführer

Auch nach der Auflösung der Spielgemeinschaft im männlichen Jugendbereich zwischen der SG Spandau und den Füchsen Berlin bleibt der Handballsport im Bezirk erfolgreich. Das Aushängeschild, die erste Frauenmannschaft, bleibt in der Oberliga Ostsee-Spree weiterhin mit lediglich einem Unentschieden in acht Spielen Tabellenführer und hält Aufstiegskurs auf die 3. Liga.

Die erste Frauenmannschaft lief zusammen mit dem Nachwuchs auf.

Die erste Frauenmannschaft lief zusammen mit dem Nachwuchs auf.

Handball in Berlin und Spandau

Nicht nur wegen der ehemaligen Spielgemeinschaft sind die Spiele gegen den Nachbarn aus Reinickendorf in allen Altersklassen von einer besonderen Brisanz geprägt. So war es nicht verwunderlich, dass die Heimspielhalle am Falkenseer Damm 20 fast bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die erste Frauenmannschaft der Füchse Berlin sind diese Saison in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Die Männermannschaft hat sich mittlerweile durch Champions-League und Top-Platzierungen in der stärksten Handballliga der Welt einen Namen gemacht und gehört zu den Spitzenklubs der Sportstadt. Doch auch die Spandauer sind durch jahrelange Erfolge im Jugendbereich, der Spielgemeinschaft und den ersten Frauen bundesweit nicht  unbekannt.

Mit großem Interesse wurde das Berlin-Derby der Oberliga verfolgt.

Mit großem Interesse wurde das Berlin-Derby der Oberliga verfolgt.

Knapp aber verdient

Die Damen der SG ASC/VfV Spandau taten sich zwar wie erwartet schwer gegen die zweite Mannschaft der Füchse, konnten sich am Ende aber in einer spannenden Partie verdient mit 28:26 durchsetzten und bleiben mit einem Punkt vor Neubrandenburg Tabellenführer. Auf Platz drei mit fünf Minuspunkten folgen die Reinickendorferinnen. Was beim Fußball nahezu unvorstellbar, ist bei Spandaus Handballerinnen dabei weiterhin Realität: Keine Spielerin erhält einen finanziellen Ausgleich, sie zahlen sogar den regulären Mitgliedsbeitrag um auflaufen zu dürfen. Obwohl der Bezirk weiterhin als einer der Wirtschaftsstandorte bekannt ist, haben nahezu alle Sportarten Probleme Sponsoren zu gewinnen.

Auch die A-Jugend geht seit dieser Saison wieder als SG ASC/VfV Spandau auf Torejagd.

Auch die A-Jugend geht seit dieser Saison wieder als SG ASC/VfV Spandau auf Torejagd. Fotos (3): Patrick Rein

Erfolgreiches Wochenende

Neben der Frauenmannschaft konnte im Anschluss auch die erste Männermannschaft von ASC und VfV Boden im Kampf um den Klassenerhalt in Berlins höchster Spielklasse, der Verbandsliga, gut machen. Trotz Rückstand wurde gegen Rotation Prenzlauer Berg am Ende mit 33:29 gewonnen. Lediglich die männliche A-Jugend musste in der Ostsee-Spree Liga gegen BSV 92 eine weitere Niederlage hinnehmen und sammelt weiter Erfahrung. Am Sonntag erreichten dann noch die männliche C- als auch die weibliche B-Jugend mit ihren Heimspielerfolgen das Viertelfinale im Berliner Pokal. Handball in Spandau bleibt somit auch weiterhin erfolgreich.

Patrick Rein

Erfolgreicher Saisonstart

Nach den Fußballern starteten am Wochenende auch Spandaus Handballer der SG ASC/VfV in die neue Saison

Die erfolgreiche Zusammenarbeit im männlichen Jugendbereich mit den Füchsen Berlin wurde zum Beginn dieser Spielzeit von Spandauer Seite aufgelöst. Dennoch soll auch weiterhin hochklassiger Handball neben der Konzentration auf das Breitensportangebot im Bezirk sein zu hause haben. So schaffte die A-Jugend die Qualifikation für die überregionale Ostsee-Spree-Liga, die B-Jugend verfehlte diese knapp. Im ersten Saisonspiel in der Verbandsliga konnten sich die B-Jugendlichen im Heimspiel knapp mit 31:28 im Heimspiel gegen den VfL Tegel durchsetzen, während die A-Jugend auswärts beim Polizei SV mit 23:20 unterlag.

Die erste Frauenmannschaft der SG ASC/VfV Spandau.

Die erste Frauenmannschaft der SG ASC/VfV Spandau.

Frauen bleiben das Aushängeschild

Wie bereits in der letzten Saison starten auch die Frauen der Spandauer Spielgemeinschaft weiterhin in der vierthöchsten Spielklasse, der Ostsee-Spree-Liga, welche zuletzt als Tabellenzweiter beendet wurde. Mit Ronja Bohle von den Spreefüchsen konnten sich die Handballabteilungen von ASC und VfV wiederholt vielversprechend verstärken. Im ersten Spiel in der Heimhalle Falkenseer Damm 20 hieß der Gegner des ersten Saisonspiels TSG Wismar II und konnte mit einem deutlichen 35:14 bezwungen werden. Lediglich in den ersten Minuten hatte der Gastgeber Probleme seinen Rhythmus zu finden, fand dann aber schnell und souverän in die Partie.

Ein deutlicher Heimsieg der Frauen zum Saisonbeginn gegen die TSG Wismar II.

Ein deutlicher Heimsieg der Frauen zum Saisonbeginn gegen die TSG Wismar II.

Schmerzhafter Abgang

Im Anschluss bestritt dann noch die erste Männermannschaft des Vereins ebenfalls ihr erstes Saisonspiel und hatte es dabei wie die A-Jugend mit dem Polizei SV zu tun, die als einer der Aufstiegskandidaten in die Berliner Meisterschaft gehen. Bei der SG ASC/VfV Spandau heisst das erklärte Saisonziel mit einer jungen Mannschaft und dem Wechsel von Spielmacher Carsten Zander nach Neuruppin Klassenerhalt.

Auch die männliche Jugend spielt nach der Trennung von den Füchsen wieder in.

Auch die männliche Jugend spielt nach der Trennung von den Füchsen wieder in grün. Fotos: Patrick Rein

Alle Altersklassen vertreten

Spandaus Handballer sind auch in der neuen Spielzeit in allen Altersklassen und meist in der jeweiligen höchsten Spielklasse vertreten. Im Erwachsenenbereich gehen bei den Männern und Frauen jeweils drei Mannschaften jeden Leistungsstandes in die Saison. Dazu gibt es noch eine Alte Herren (ab 32 Jahren). Nicht nur aber besonders im Jugendbereich ist der Verein immer auf der Suche nach Handballinteressierten Nachwuchssportlern.

Patrick Rein

Göteborg und Spandau – ein Städtevergleich

Nicht nur bei der Pisa-Studie haben skandinavische Länder meist die Nase vor, daher wagen wir den etwas anderen Vergleich

Auch wenn Spandau keine Stadt sondern lediglich ein Bezirk der Stadt Berlin ist, so fühlen wir uns doch meist eigenständig. Ewig hält die Diskussion an, ob es nun Spandau bei Berlin oder Berlin bei Spandau heißen muss. Daher stellen wir uns heute dem Vergleich mit Göteborg, der zweitgrößten Stadt Schwedens.

Ein Blick vom Viermaster, der als Restaurant und Hotel im Hafen liegt.

Ein Blick vom Viermaster, der als Restaurant und Hotel im Hafen liegt.

Die Ausgangslage

Die schwedische Stadt an der Westküste hat zwar doppelt so viel Fläche und auch Einwohner, doch bei der Bevölkerungsdichte liegen wir gleich auf. Sie verfügt darüber hinaus über den größten Exporthafen Nordeuropas, da kann Spandau als einer der wasserreichen Bezirke Berlins nicht mithalten. Der Automobilhersteller Volvo ist einer der Hauptarbeitgeber, in unserem Vergleich also gleichbedeutend und prägend wie Siemens für Spandau. Mit mehreren Produktionsstätten gehören wir ebenso wie Göteborg trotz Eurokrise zu den wirtschaftlich stabilen „Städten“.

Architektonisch hat die Stadt an der Westküste Schwedens viel zu zeigen.

Architektonisch hat die Stadt an der Westküste Schwedens viel zu zeigen.

Architektonisches Highlight

Die skandinavischen Länder rühmen sich mit einer annähernden Vollbeschäftigung, bei einem sightseeing entsteht jedoch schnell ein gegenteiliger Eindruck. Denn bettelnden und alkoholisierten Personen begegnet man auch dort häufiger. Und das obwohl der Konsum alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit verboten ist. Wobei wirklich auf den Straßen kaum jemand mit einer „Flasche“ in der Hand zu sehen ist. Und auch im Jugendschutz gelten deutlich härtere Richtlinien. Noch professionalisierter als bei uns erscheint auch das Leergutsammeln, was jedoch auch hier ein aufstrebender Wirtschaftszweig geworden zu sein scheint. Architektonisch hat Göteborg die Nase wieder deutlich vorn. Restaurierte Fassaden der alten Gebäude laden ambitionierte Hobbyfotografen nahezu sekündlich zum auslösen ein. Hier ist deutlich bemerkbar, dass die Stadt von einer Bombardierung während der Weltkriege verschont war.

Straßenmusiker und Künstler an nahezu jeder Ecke gehören zum Stadtbild.

Straßenmusiker und Künstler an nahezu jeder Ecke gehören zum Stadtbild.

Kultur und Sport

Den wesentlichen Unterschied machen jedoch die Kultur und Sport aus. In den Fußgängerbereichen der Altstadt stehen an jeder Ecke Bands, Artisten oder Künstler, die dem Publikum ihr Können präsentieren. Es gehört zum Straßenbild und wird im Gegensatz zum deutschen Ordnungsbewusstsein gefördert oder zumindest toleriert. Die sanitären Anlagen als auch die gesamten Schulkomplexe samt Sportanlagen sowie öffentliche Gebäude machen einen gepflegten Eindruck. Da kann Spandau leider nicht mithalten. Mit zwei der größten internationalen Jugendturniere – ein Mal im Fußball und auch im Handball – scheint die Stadt solche Projekte tatkräftig zu unterstützen und zu fördern.

In Göteborg hat man uns "Spandauer" einfach zum fressen gern.

In Göteborg hat man uns „Spandauer“ einfach zum fressen gern. Fotos (4): Patrick Rein

Fazit

Es ist natürlich immer schwierig Äpfel mit Birnen zu vergleichen, doch schadet es nie einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Spandau braucht solche Gegenüberstellungen auch sicherlich nicht zu scheuen.

Patrick Rein

Die Welt zu Gast in Schweden

SG ASC/VfV Spandau nimmt zum zweiten Mal am größten Jugendhandballturnier der Welt teil

Ein Mal im Jahr kommt die Handballjugend von allen Kontinenten zum Partille Cup nach Göteburg. Mit mehr als 1000 Mannschaften und rund 14000 Teilnehmern aus über 40 Nationen ein beeindruckendes Ereignis. Die ganze Stadt scheint in diesen Tagen im Handballfieber: Die Straßen gesäumt von Partille Cup Flaggen und überall Handballer in Trikots mit den entsprechenden Schlüsselbändern des Turniers.

Das größte Jugendhandballturnier der Welt: der Partille Cup in Göteburg.

Das größte Jugendhandballturnier der Welt: der Partille Cup in Göteburg. Foto: Patrick Rein

Acht Spandauer Mannschaften

Zum zweiten Mal hintereinander organisierte auch die SG ASC/VfV Spandau für acht ihrer männlichen und weiblichen Jugendmannschaften eine Teilnahme an diesem spektakulären Ereignis. Das Abenteuer begann dabei für Aktive und deren Betreuer mit einer gut zwölfstündigen Anreise mittels Bussen und Fähre am letzten Sonntag. Untergebracht werden die Teams aller Länder dafür in unterschiedlichen Schulkomplexen Göteborgs. Mit der all inclusive card sind sowohl die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sowie Frühstück, Mittag und Abendessen in einer Messehalle als auch freier Eintritt in den Lieseberg – Skandinaviens größtem Freizeitpark – enthalten.

Alle über 100 Teilnehmer der SG ASC/VfV Spandau.

Alle über 100 Teilnehmer der SG ASC/VfV Spandau. Foto: Patrick Rein

Sportliche Herausforderung

Bereits am Dienstag startete das Turnier. Auf Grund des hohen Zuspruchs in Nordeuropa im Handballsport werden die Spieler im Gegensatz zu Deutschland in Staffeln nach Geburtsjahr eingeteilt. In Gruppen mit mindestens 6 Mannschaften wird anfangs im Modus jeder gegen jeden bis einschließlich Donnerstag die Platzierung zur Teilnahme am A- oder B-Turnier, welches dann im k.o.-Modus ausgetragen wird, erspielt. Dabei erreichten 3 Spandauer Teams das A-Turnier, die restlichen spielten in der schwächeren „Trostrunde“, wobei jedoch die Jungs bis 15 Jahre dort erst im Halbfinale ausschieden.

Beeindruckend wie eine ganze Stadt einzig und allein im Zeichen einer Sportart steht.

Beeindruckend wie eine ganze Stadt einzig und allein im Zeichen einer Sportart steht. Foto: Patrick Rein

Kleberverbot in Berlin

Besondere Regelungen im deutschen Handballsport, wie beispielsweise eine offensive Abwehrvariante in den jüngeren Spielklassen, als auch ein gerade in Berlin herrschendes „Kleberverbot“ erschwerten den Jungs und Mädels dabei vorerst das Mitspielen. Wer im Handball nicht so vertraut ist: Mit Kleber wird ein heute meist synthetisches Haftmittel bezeichnet, welches das Fangen erleichtert, aber auch den Wurf äußerst beeinträchtigt. Zudem wurde eine deutlich härtere internationale Spielweise von den Gästen aus Spandau wahrgenommen. Alles in allem ein ungewohntes Kräftemessen.

Spaß im Vordergrund

Doch neben der sportlichen Herausforderung, die sich bis zu den Finalspielen am Samstag erstrecken kann, standen das Erleben eines internationalen Zusammenkommens sowie der Spaß im Vordergrund der einwöchigen Reise. Neben einer großen Eröffnungsfeier mit olympiareifem Showprogramm und allen Teilnehmern im Scandinavium fand von Mittwoch bis Freitag ein players club statt – ausschließlich für die Kinder und Jugendlichen und ohne Alkohol, wie beim gesamten Turnier. Für alle Mitgereisten in diesem Jahr war es wieder ein unvergessliches Ereignis mit vielen neuen und bleibenden Eindrücken. Zudem ist es beeindruckend wie eine ganze Stadt so ein Jugendturnier unterstützt und zelebriert.

Patrick Rein

Spandau in Schweden vertreten

Die Jugendabteilung der SG ASC/VfV Spandau nimmt auch in diesem Jahr am größten Handballturnier der Welt teil

Mit rund 100 Kindern und Jugendlichen in insgesamt acht Mannschaften haben sich Spandaus Handballerinnen und Handballer im Alter von 13 bis 18 Jahren samt Betreuern auf den Weg in Schwedens zweitgrößte Stadt Göteborg gemacht. Los ging es mit Reisebussen bereits am Sonntagabend während der Turnierauftakt beim sogenannten Partille Cup am Dienstag erfolgte. Doch wie den Profis musste auch dem Nachwuchs ein zeitlicher Vorlauf zur Akklimatisierung gegeben werden.

Ganz Göteborg, zweitgrößte Stadt Schwedens, zeigt Flagge zum Partille Cup.

Ganz Göteborg, zweitgrößte Stadt Schwedens, zeigt Flagge zum Partille Cup. Foto: Patrick Rein

Eröffnungsveranstaltung à la Olympia

Bereits abends stand dann nach dem ersten von fünf Turniertagen auch gleich ein weiteres Highlight auf dem Programm: Die Eröffnungsfeier im Scandinavium, einer der größten Mehrzweckhallen Nordeuropas, mit gut 12.000 Plätzen. Dort werden die insgesamt über 1000 Mannschaften und Handballer aus der ganzen Welt wie die Teilnehmer und Gäste bei den Olympischen Spielen offiziell begrüßt. Ein Erlebnis welches die Spandauer Spielgemeinschaft schon im letzten Jahr genießen konnte und auf Grund der großen Begeisterung von Alt und Jung nun wiederholt.

Die Eröffnungsfeier im Scandinavium hat den Hauch von Olympia.

Die Eröffnungsfeier im Scandinavium hat den Hauch von Olympia. Foto: Patrick Rein

Spiele auf höchstem Niveau

Der Partille Cup mit dem Untertitel „A world of handball“ ist, neben einem internationalen Jugendfußballturnier, das Sportereignis in Göteborg. Beeindruckend wie die Stadt den Nachwuchssport fördert und unterstützt. Über Unterkunft in Schulgebäuden, der Verpflegung aller Teilnehmer als auch dem sportlichen Bereich ist das Turnier professionell organisiert und geplant. Dennoch hat alles den typisch nordischen Charme und nahezu familiäres Ambiente. Spielerisch haben die Spandauer dabei gegen die skandinavischen Mannschaften meist jedoch wenig entgegenzubringen. Aber im Sport ist ja bekanntlich vieles wenn nicht sogar alles möglich.

Das größte Handballturnier der Welt und ein Kräftemessen der Nationen.

Das größte Handballturnier der Welt und ein Kräftemessen der Nationen. Foto: Patrick Rein

Facebook für Daheimgebliebene

Für alle die nicht bei diesem besonderen Ereignis dabei sein können, bieten die Spandauer dabei einen ganz besonderen Service: Während des fünftägigen Spielbetriebs können die Ereignisse in Schweden auf einer eigens eingerichteten Facebook-Seite „Ikea wir kommen“ oder auch über den Blog unter www.handball-in-spandau.de verfolgt werden. Darüber hinaus sind auch wir auf einen Nachbericht hier bei mein-spandau.info nach der Rückkehr gespannt!

Patrick Rein

Deutscher Meister 2012

Die Sg Spandau/Füchse Berlin behauptet den Titel in der A-Jugend und ist wieder Deutscher Handballmeister

Nach dem Erfolg in der Saison 2011/2012 konnte die Spandauer Spielgemeinschaft ASC/VfV mit den Füchsen Berlin mit einem 39:35 Auswärtssieg in Gummersbach den Deutschen Meistertitel der A-Jugend gewinnen. Durch die Auflösung der erfolgreichen Zusammenarbeit wird es aus Spandauer Sicht sicherlich der letzte Titel in dieser Größe gewesen sein. Dennoch können alle auf eine von Erfolgen gekrönte und schöne Zeit zurückblicken und werden auch in der Zukunft partnerschaftlich zum Wohl des Berliner Handballs agieren.

Gratulation dem alten und neuen Deutschen Meister in der A-Jugend.

Gratulation dem alten und neuen Deutschen Meister in der A-Jugend.

Der THW Kiel des Jugendhandballs

Bob Hanning, Trainer der A-Jugend als auch Geschäftsführer der Füchse Berlin, hat mit dem Nachwuchs sowie dem Bundesligahandball mit den Füchsen Berlin großes auf die Beine gestellt. Auch ohne den Spandauer Teil werden sie auch weiterhin erfolgreich den Berliner Handball repräsentieren. In diesem Moment möchte jedoch auch die Redaktion von mein-spandau der gesamten Mannschaft zu diesem großartigen Erfolg gratulieren.

Patrick Rein

Handballjugend zu Gast in Spandau

Beim größten Kleinfeld-Jugendhandballturnier Berlin und Brandenburgs waren über 120 Mannschaften im Stadion Hakenfelde

Die SG ASC/VfV Spandau lud am vergangenen Wochenende bereits zum 16. Mal zum Bär’lin Cup ins Stadion Hakenfelde ein. Nachdem im letzten Jahr das Wetter kein Freund des Turniers zu sein schien und die Spiele durch sintflutartige Regenfälle häufig unterbrochen werden mussten, meinte es Petrus dieses Mal wieder gewohnt gut mit den Veranstaltern.

Bei den jüngsten Teilnehmern geht niemand leer aus.

Bei den jüngsten Teilnehmern geht niemand leer aus. Foto: Patrick Rein

Die Kleinsten machten den Anfang

Am Samstag starteten die jüngeren Jahrgänge von den Minis bis einschließlich zur D-Jugend sowohl im männlichen als auch weiblichen Bereich. Traditionell wird bei den Kleinsten auf die Ausspielung von Platzierungen verzichtet, denn der Spaß soll im Vordergrund stehen. So erhielt auch jede Mannschaft eine Urkunde mit Mannschaftsfoto und alle eine Medaille. Sonntag griffen dann die Jugendlichen der A- bis C-Jugend ins Turniergeschehen ein, nachdem noch am Vorabend in großer Runde gemeinsam der Sieg der Deutschen Fußballnationalmannschaft im Vereinsheim des VfV Spandau verfolgt wurde.

Der Gastgeber überaus erfolgreich

Tolle Spiele, tolle Atmosphäre beim Bär'lin Cup im Stadion Hakenfelde.

Tolle Spiele, tolle Atmosphäre beim Bär'lin Cup im Stadion Hakenfelde. Foto: Patrick Rein

Nach der Auflösung der Spielgemeinschaft im männlichen Jugendbereich mit den Füchsen Berlin zur kommenden Saison zeigte die SG ASC/VfV Spandau beim eigenen Turnier, dass sie dennoch auch weiterhin erfolgreich sein werden. In A-, B-, C- und D-Jugend belegten die Jungs jeweils den ersten Platz und behielten den Pokal somit in Spandau. Im weiblichen Bereich ließen die Gastgeber hingegen den Gästen den Vorrang und begnügten sich in der B- als auch C-Jugend mit dem zweiten und in der A-Jugend mit dem dritten Rang. Alle Ergebnisse finden sich im Internet unter baerlin-cup.de.

Bei bestem Wetter fanden auch wieder zahlreiche Zuschauer den Weg zum Turnier.

Bei bestem Wetter fanden auch wieder zahlreiche Zuschauer den Weg zum Turnier. Foto: Patrick Rein

Zufriedene neue und alte Gäste

Tolle Atmosphäre, faire Preise bei Essen und Trinken, wenig Verzögerung und hilfsbereite Helfer werden seit Jahren von den Gästen geschätzt, wodurch viele Vereine immer wieder gerne nach Spandau kommen. Besonders stolz sind die Organisatoren auch darauf, dass auf dem gesamten Gelände Alkoholverbot herrscht und daher auch nicht verkauft wird. Zwar musste durch den frühen Ferienbeginn und der damit in einigen Bundesländern noch nicht abgeschlossenen Qualifikationsrunde ein Teilnehmerrückgang auf 120 Mannschaften nach rund 150 im vergangenen Jahr verzeichnet werden, doch erstmals waren auch Vereine aus Nordrhein Westfalen sowie dem Sauerland zu Gast und versprachen auch im nächsten Jahr wiederzukommen. Denn nicht nur Berlin sondern auch Spandau ist immer eine Reise wert.

Patrick Rein

Spandauer Füchse – Ein Neuer Pokal in Sicht

Einer Qualifikation für die Finale steht nichts mehr im Wege

Die SG Spandau/Füchse Berlin, die amtierende Deutsche Handball meister der männlichen Jugend-A sind, haben das Hinspiel der Halbfinale im Stadion der TV Großwallstadt Junioren mit 35 zu 29 gewonnen. Ein Sieg im Rückspiel, das im eigenen Stadion stattfindet, würde die Spandauer Füchse für die Finale qualifizieren. Ein möglicher Gegner in der Finale ist der VfL Gummersbach, der das Hinspiel gegen den GWD Minden mit 34 : 32 gewann. Beim Rückspiel muss der Handballverein jedoch aufpassen, da sich der momentane Punktestand schnell gegen sie wenden kann.

Die Redaktion Mein-Spandau.info wünscht den Spandauer Füchsen auch weiterhin viel Erfolg in der Deutschen Meisterschaft.

Handballerinnen sind Vizemeister

Die Frauenmannschaft der SG ASC/VfV Spandau gewinnt die Vizemeisterschaft in der Ostsee-Spree-Liga, die Männer beenden die Saison auf dem 5. Platz

Nach dem Abstieg aus der 3. Liga in der vergangenen Spielzeit war zu Saisonbeginn nicht klar, wohin der Weg eine Klasse tiefer in der Ostsee-Spree-Liga führen würde. Abgänge als auch eine Verjüngung der Mannschaft stellten das Trainerteam um Henry Gehrmann vor eine ungewisse Zukunft. Umso erfreulicher ist, dass am Ende mit der Vizemeisterschaft und einem 38:32 Heimspielsieg über die HSG OSC Friedenau ein erfolgreiches Ende verbucht werden kann.

Die 1. Frauenmannschaft der SG ASC/VfV Spandau

Die 1. Frauenmannschaft der SG ASC/VfV Spandau ist erfolgreich in der Ostsee-Spree-Liga unterwegs. Foto: Sven Hasper/Patrick Rein

Langfristiges Konzept

Nach eigenen Angaben war ein sofortiger Wiederaufstieg auch nicht das Ziel. „Die Mannschaft ist auf einem guten Weg, benötigt aber noch Zeit um Taktik und Spielabläufe zu verinnerlichen. Ein weiteres Jahr Ostsee-Spree-Liga ist dafür genau richtig und wenn dann am Saisonende ein Aufstieg möglich ist, sind wir auch bereit für die 3. Liga“, erklärt Henry Gehrmann. Wichtiger Baustein um auch längerfristig erfolgreich zu sein, ist dabei die Jugendarbeit. Frühzeitig werden die jungen Spielerinnen schon als A-Jugendliche integriert und sind somit fester Bestandteil der Zukunftsplanung.

Wimpel und Sekt vom Verband für den Vizemeister.

Wimpel und Sekt vom Verband für den Vizemeister. Foto: Patrick Rein

Zweite Mannschaft als Aufbaumannschaft

Neben der 1. Frauenmannschaft bietet die ebenso erfolgreiche 2. Frauenmannschaft in der Verbandsliga – lediglich eine Spielklasse unter der Ostsee-Spree-Liga angesiedelt – Perspektiven für Spielerinnen die nicht auf Anhieb den Sprung zu meistern scheinen oder sich erst selbst anderweitig verwirklichen und daher zeitlich nicht so eingebunden sein möchten. In der kommenden Saison will die Mannschaft jedoch ein Wörtchen in der Berliner Meisterschaft mitreden. Der Clou: bei einem Aufstieg der 1. Frauenmannschaft könnte dann sogar deren Platz in der höheren Liga eingenommen werden.

Carsten Zander (Nr. 2) verlässt zur neuen Saison die Spielgemeinschaft.

Carsten Zander (Nr. 2) verlässt zur neuen Saison die Spielgemeinschaft. Foto: Sven Hasper/Patrick Rein

Männer belegen Platz 5

In den letzten Jahren meist unter den ersten drei Mannschaften in der Verbandsliga zu finden, werden die Männer der SG ASC/VfV Spandau die Saison bei noch einem ausstehenden Spiel wohl auf Platz 5 abschließen. Im letzten Heimspiel konnten die Männer aber noch mal den OSC Schöneberg-Friedenau II mit 39:30 bezwingen. Einziger Wehmutstropfen an diesem Tag: Carsten Zander, Leistungsträger der vergangenen Jahre, möchte noch ein Mal eine neue Herausforderung suchen und wird den Verein zur neuen Saison verlassen. Doch auch im männlichen Bereich haben die Spandauer nach der Auflösung der Spielgemeinschaft mit den Füchsen (siehe Bericht hier) bekanntlich weiterhin großes vor und ein Ersatz wird somit sicherlich schnell gefunden sein.

Patrick Rein

Verkehrte Welt: Spandau spielt gut und verliert

17. Spieltag, Handball Oberliga Ostsee-Spree

Gut gespielt, trotzdem verloren: In den letzten Spielen lief es bei den Oberliga-Handballerinnen der SG Spandau eher umgekehrt, aber diesmal verlor die SG beim MTV Altlandsberg II mit 28:33 (13:16).

Mit Dana Baerns (Krankheit) fiel Spandau kurzfristig eine Leistungsträgerin aus, zudem verstärkten sich die Gastgeberinnen aus ihrer ersten Mannschaft. Die Voraussetzungen waren nicht ideal, trotzdem gab es von SG-Betreuerin Ines Herz lobende Worte: „Im Angriff waren wir sehr gut, außerdem haben wir viele Trainingsinhalte umgesetzt. Insgesamt eine sehr gute Leistung!“  Bis zum 8:8 war die Partie absolut ausgeglichen, dann setzte sich der Altlandsberg zum ersten Mal ab und ging mit leichten Vorteilen in die Halbzeitpause. „Wir haben es nicht geschafft, die Konter zu unterbinden“, erklärte Herz.

Nach der Pause sorgte dann die eigene Abschlussschwäche dafür, dass die Gastgeberinnen ihre Führung weiter ausbauen konnten (24:16). Spandau kämpfte sich zwar auf 23:27 ran, doch zu mehr reichte es nicht mehr. Bitter, denn: „Aus dem Spiel heraus stand unsere Abwehr gut, Altlandsberg hat fast alle Tore durch Konter erzielt“, berichtete Herz.

Die Spandauerinnen bleiben trotz der Niederlage auf dem zweiten Tabellenplatz, sind nun allerdings punktgleich mit Altlandsberg und Rostock. Es wird also spannend im Kampf um Platz zwei, doch nun steht erst einmal eine vierwöchige Spielpause an.

SG Spandau: Winkler, Knauer – Bachmann (7/1), Meinecke, Funk (3), Otto (5/3), Güdde, Rehberg (6), Frahm (1), Sarah Herz (6/1), Sophie Herz.

Saisonziele im Blick: Spandauer Teams wollen punkten



Den eigenen Ausrutscher vorerst vergessen lassen und die Patzer der Konkurrenz umgehend genutzt: Für den Spandauer SV hätte es am vergangenen Wochenende nicht besser laufen können. Nach dem 5:1 gegen den SV Stern Britz ist man inzwischen mit satten 12 Punkten Tabellenführer der Bezirksliga Staffel 3. Doch Trainer Murat Tik warnt zu Recht vor erneuten Rückschlägen, die Hinrunde wird aufgrund der Personalsituation kaum zu wiederholen sein. Als Gast spielt der SSV nun am Sonntag (14:30 Uhr) beim TSC Rudow 88 II. 65 Punkte will Tik mit seiner Mannschaft holen, um ganz sicher Meister zu werden. Dazu fehlen momentan noch 15. Gibt es gegen Rudow (Hinspiel 8:0) die ersten drei?

Die Handball-Damen der SG Spandau haben in der Oberliga den zweiten Tabellenplatz durch einen 30:27-Sieg gegen die HSG Neukölln zurückerobert. Den gilt es nun zu verteidigen: Spandau gastiert am Sonntag (16 Uhr) beim MTV Altlandsberg II, der nun zwei Punkte hinter der SG auf Platz vier rangiert. „Ein Sieg wäre daher sehr wichtig“, sagt SG-Betreuerin Ines Herz. Schließlich wollen die Spandauerinnen ihr Saisonziel erreichen: „Am besten wäre der zweite Tabellenplatz, aber es sollte mindestens Platz drei werden“, erklärt Herz. Im Hinspiel siegte Spandau übrigens deutlich mit 25:19 – das soll nun wiederholt werden.