RSSAlle Einträge markiert mit: "hertha"

Polizei bittet Hertha-Fans um Hilfe

Versuchtes Tötungsdelikt am S-Bahnhof Olympiastadion – Polizei sucht weiter Zeugen

Nach dem holprigen Saisonstart hat Berlins Zweitligist Hertha BSC seinen Tritt gefunden und konnte nach Pokalaus und der Niederlage gegen den FSV Frankfurt zuletzt gegen 1860 München klar mit 3:0 gewinnen und steht seitdem auf einem Aufstiegsplatz. Bereits am 26. September konnte auch die SG Dynamo Dresden im heimischen Olympiastadion bezwungen werden. Dennoch ereignete sich nach dem Spiel ein tragisches Ereignis.

Zeugen gesucht

Wegen eines versuchten Tötungsdeliktes am S-Bahnhof Olympiastadion bittet das Kommissariat für Sportgewalt des Landeskriminalamtes die Öffentlichkeit nun um Mithilfe. Mit der Veröffentlichung eines Überwachungsvideos und Bildern mehrerer noch unbekannter Männer hoffen die Ermittler des Landeskriminalamtes, der Aufklärung des Verbrechens einen Schritt näher zu kommen. Dabei handelt es sich bei den gezeigten Personen ausschließlich um vermeidliche Augenzeugen und stehen in keinem Tatverdacht, sondern werden lediglich gesucht um den wahren Tätern doch noch auf die Spur zu kommen.

Geschlagen und Drangsaliert

Unbekannte Täter hatten am 26. September 2012 nach dem Zweitligaspiel Hertha BSC Berlin gegen SG Dynamo Dresden einen 31-Jährigen auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Olympiastadion zunächst geschlagen und dann mit seinem um den Hals fest verknoteten Hertha-Schal sitzend zurückgelassen. Das Opfer lebt mit einem Down-Syndrom und war nicht mehr in der Lage, sich selbst aus der Situation zu befreien. Der Mann war bereits stark benommen als er gegen 20 Uhr von Beamten der Bundespolizei auf dem Bahnsteig bemerkt wurde.

Im Zuge der Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Aufnahmen einer Überwachungskamera ausgewertet, auf denen die unbekannten Männer zu sehen sind, die sich zur Tatzeit im Bahnhofsbereich in der Nähe des Opfers bewegt haben und möglicherweise Hinweise zu den Umständen, Ereignissen oder auch Personen geben können, die mit dem versuchten Tötungsdelikt in Zusammenhang stehen könnten.

Die Kriminalpolizei fragt:

  • Wer kennt die abgebildeten Personen, die ausschließlich als mögliche Tatzeugen gesucht werden?

Sie werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden! Hinweise nimmt das Landeskriminalamt (LKA 712) im Columbiadamm 4 in Tempelhof unter der Rufnummer (030) 4664 – 977 210 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Selbstverständlich sind auch alle anderen Hertha- und Fußballfans aufgerufen sich zu melden die Hinweise zum Sachverhalt geben können um die Täter einer gerechten Strafe zuzuführen. Gewalt hat in der Gesellschaft als auch im und ums Stadion keinen Platz!

Patrick Rein

Kicken gegen Gewalt in Spandau

Hertha-Spieler bei Mitternachtssport

Sport- und Politprominenz bei MitternachtsSport in der Berthold-Brecht-Oberschule (Foto: Ralf Salecker)

Sport- und Politprominenz bei MitternachtsSport in der Berthold-Brecht-Oberschule (Foto: Ralf Salecker)

Heute ist es nicht ganz so, wie an allen anderen Freitagen im Jahr, wenn sich Mitternachtssport in der Berthold-Brecht-Oberschule trifft. Vertreter der Bundesliga-Stiftung und einige Hertha-Spieler haben sich angesagt.

Es ist gegen 21 Uhr und dunkelt schon, als ich den Weg zum Seiteneingang der Sporthalle wähle. Außen ist alles fast leer. Ein paar Kids in Trikots haben anscheinend den gleichen Weg. In der Sporthalle selbst tobt der Bär. Von oben habe ich einen guten Blick auf das Spielfeld. Mehr als ein Dutzend Jugendliche spielen sich gerade warm, andere warten darauf, dass sie dran sind. Im oberen Bereich der Sporthalle, warten viele junge Zuschauer ungeduldig darauf dass es losgeht.

“MitternachtsSport e.V. – Verein für interkulturelle Jugendsozialarbeit Berlin”

MitternachtsSport hat sein Büro im neuen Stadtteilbüro in der Adamstraße 39. Der Name klingt ziemlich sperrig. Schnell mag der eine oder andere auf den Gedanken kommen, dass es sich wieder einmal um eine gutgemeinte Kopfgeburt handelt, um Problemjugendlichen etwas Gutes zu tun. Weit gefehlt!

Initiator des Vereins ist der 34jährige Sozialarbeiter Ismail Öner. Rund fünf Jahre gibt es das Projekt nun schon. 30.000 Jugendliche hat es bisher erreicht, eine stolze Zahl. Die Idee ist bestechend einfach und wirkungsvoll. Problemjugendliche, die sich nachts auf Spandaus Straßen herumtrieben und Unsinn anstellten sollten genau dann eine Alternative geboten bekommen. Anfangs zogen viele Zweifler die Stirn kraus. Das kann nicht klappen, hieß es schnell.

Der Erfolg gibt Ismail Öner Recht. Die Jugendkriminalität ist merklich zurück gegangen. Prominente Sportler, wie der Nationalspieler Jerome Boateng vom FC.Bayern München, Änis Ben-Hatira, von Hertha BSC sowie der der Ur-Spandauer Manuel Schmiedebach, von Hannover 96 unterstützen den 2010 gegründeten Spandauer Verein tatkräftig. Die Bundesliga-Stiftung kürte das Projekt 2010 zum besten Jugendprojekt Berlins. Ende 2011 wurde der Verein und das Hauptprojekt als eines von drei weltweiten Sozialen Jugendprojekten für den Oscar des Sports, dem Laureus-Award, nominiert.

Autogrammstunde und gute Nachrichten

Die Turnierspiele in der Halle nehmen inzwischen ihren Gang. Routiniert treten die Spieler gegeneinander an. Hart im Einsatz aber fast immer fair im Umgang miteinander. Ein Schiedsrichter ist nicht nötig. Kommt ein Spieler zu Fall, ist der Verursacher schnell bei ihm und reicht ihm die Hand. Fairniss und Rücksichtnahme werden hier fast beiläufig gelernt. Mit viel Spaß und Energie geht es hier zur Sache. Während die Spieler in ihr Spiel vertieft sind, beginnt oben schon die Autogrammstunde. Die Spieler von Hertha BSC Änis Ben-Hatira und Patrick Ebert sind umlagert von Fans. Alle wollen mit ihnen fotografiert werden.

Dann geht´s auch schon runter in die Halle. Alle sind gespannt und brechen in Begeisterung aus, als ein Vertreter der Bundesliga-Stiftung die finanzielle Förderung des Vereins für die nächsten Jahre zusichert. Das bedeutet wieder ein wenig mehr Sicherheit für die praktische Jugendsozialarbeit des Vereins.

 

Ralf Salecker

Sport vom Wochenende (23. – 25. April)

26.04.2011: Mission erfüllt und Herzlich Willkommen zurück im Fußball-Oberhaus: Hertha BSC reichte am Montagabend eine durchschnittliche Leistung beim MSV Duisburg, um den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu sichern. Die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau siegten im ersten Spiel des des Play-Off-Halbfinale mühelos mit 9:3 in Würzburg und sind damit weiter auf Meisterschaftskurs. Insgesamt ein erfolgreiches Oster-Wochenende aus Berliner-Sicht.

 

Wasserball:

SV Würzburg 05 – WF Spandau 04   3:9 (1:1), (0:5), (0:3), (2:0).

Ohne drei Leistungsträger und in einer flachen, heißen Halle hatte der Favorit aus Spandau im ersten Play-Off Halbfinalspiel zunächst Startschwierigkeiten. „Zu Beginn haben uns die Gegebenheiten in der Halle ein wenig Probleme bereitet“, meinte WF-Teammanger Peter Röhle. „Nach dem 1:1 im ersten Viertel lief es dann aber besser.“ Die Spandauer erzielten in den nächsten beiden Vierteln acht Tore in Folge und das Spiel war damit entschieden. „Wir haben den Gegner im Griff gehabt. Im letzten Viertel haben wir uns aber ein wenig geschohnt“, so Röhle. Die Gastgeber konnten dadurch auf 3:9 verkürzen.

In dem zweiten Spiel der Best-of-Five-Serie haben die Wasserfreunde ein Heimspiel. Mit großen Problemen rechnet Röhle aber auch diesmal nicht: „Es sollte eigentlich kein Problem werden.“ Der Finaleinzug ist fest geplant…

 

Fußball:

MSV Duisburg – Hertha BSC Berlin 0:1 (0:1).

Hertha BSC Berlin spielt in der kommenden Saison wieder erstklassig: Das Team von Trainer Markus Babbel gewann am Montagabend in Duisburg und machte damit den Aufstieg klar. Es war der Auftakt zu einer langen Nacht.