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Mobile Beratung für Eltern und Kinder

Neben Informationen wurden in der Altstadt auch Spiel & Spaß rund um die Themen Prävention und Kinderschutz geboten.

Am Dienstag veranstaltete das Sozial-kulturelle Netzwerke casa e.V. ein Kinderfest auf dem Markt der Spandauer Altstadt. Familien konnten sich dabei über verschiedene Themen aus dem Bereich Kinderschutz informieren und durch Mitarbeiter des Projektes „Präventionsbus Mobiler Kinderschutz“ zu entsprechenden Angeboten in Spandau beraten lassen.

Auf dem Kinderfest stand neben Unterhaltung auch wissenswertes zur Verkehrssicherheit auf dem Programm.

Auf dem Kinderfest stand neben Unterhaltung auch wissenswertes zur Verkehrssicherheit auf dem Programm.

Sicher im Straßenverkehr

Auf die jungen Besucher warteten hingegen Angebote, bei denen immer etwas zum Thema Sicherheit gelernt werden konnte. So klärte etwa das Puppenspiel „Kasper und das Auto Brumm“ über Verkehrsregeln auf und bei einem Quiz konnte man erfahren, welche Ausstattung zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehört. Im Vordergrund stand jedoch der Präventionsbus des Vereins, welcher ständig in Spandau unterwegs ist. Kommt es beispielsweise zu familiären Krisensituationen, sind Kinder in der Regel meist die Leidtragenden und diejenigen welche sich zudem häufig nicht wehren oder auf ihre Situation aufmerksam machen können. Oft sind neben persönlichen oder finanziellen Gründen auch mangelnde Erziehungskompetenzen – verbunden mit dem Gefühl subjektiver Überlastung – Auslöser familiärer Krisen. Hier können die Mitarbeiter des Präventionsbusses beraten und Hilfen aufzeigen.

Marijana Bodrozic bietet mit dem Präventionsbus Beratung und Hilfen für Eltern und Familien.

Marijana Bodrozic bietet mit dem Präventionsbus Beratung und Hilfen für Eltern und Familien. Fotos (2): Patrick Rein

Präventionsbus berät vor Ort

Hauptziel des Projektes ’Präventionsbus Mobiler Kinderschutz’ ist es Erziehungskompetenzen von Eltern präventiv zu stärken und Krisensituationen somit entgegen zu wirken, sie zu mildern oder im besten Fall zu vermeiden. In Spandau existieren viele Informations-, Beratungs- und Anlaufstellen mit einem umfassenden Angebot an unterschiedlichen Unterstützungsangeboten für Familien und Kinder. Diese Spandauer ’Kompetenzorte’ mit ihren Angeboten zu erfassen und interessierten Bürgern in einer lokal- und themenzentrierten Aufbereitung zur Verfügung zu stellen, ist – neben einer Eingangsberatung und bei Bedarf Weitervermittlung an Fachberatungsstellen – die Aufgabe des Kinderschutzmobiles. Das Kinderschutzmobil mit Marijana Bodrozic an Bord kommt regelmäßig zu ausgewählten zentralen Orten und ist dadurch in vielen Sozialräumen und Ortsteilen Spandaus zu finden. Vor Ort können sich Bürgerinnen und Bürger dann vertraulich, individuell und auf Wunsch auch anonym über Unterstützungsangebote und Anlaufstellen in der unmittelbaren Umgebung informieren oder auch Termine in spezialisierten Beratungsstellen vereinbaren.

Durch die Inanspruchnahme präventiver Informationsangebote, Beratungsleistungen sowie Unterstützungsangebote konnten die Erziehungskompetenzen von Eltern deutlich gesteigert werden. In zahlreichen Fällen kommt es seitdem gar nicht erst zu Irritationen und Krisen. Sozial-kulturelle Netzwerke casa e. V. hat seine Wurzeln als gemeinnütziger Verein in der Stadtteilarbeit in Siemensstadt. In über 30 Jahren hat sich aus einer einzelnen Nachbarschaftsinitiative Schritt für Schritt ein bürgernahes soziales Dienstleistungsunternehmen entwickelt.

Patrick Rein

Frau aus Kladow wird vermisst!

Seit Sonntag wird eine Spandauerin vermisst, die Polizei bittet jetzt um Hilfe und fragt: Wer hat diese Frau gesehen?

Diese Frau aus Kladow wird vermisst. Wer hat sie seit Sonntag gesehen?

Diese Frau aus Kladow wird vermisst. Wer hat sie seit Sonntag gesehen?

Am letzten Sonntag, den 7. Juli 2013, verließ die 57-jährige Silvia Beate Fink aus Kladow gegen 15 Uhr die eheliche Wohnung. Sie nahm ihr schwarzes Fahrrad Marke „Centurion“ und eine daran angehängte Gepäcktasche „Ortlieb“ mit, diese war bepackt mit einer Strandmatte und Handtüchern. Typische Utensilien für einen Badeausflug. Doch seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihr.

Suizid möglich

Sie führte wahrscheinlich keine Personalpapiere, Geld oder Handy mit sich. Zwar gilt Silvia Beate Fink als sehr zuverlässig, doch nach Angaben der Polizei gibt es aber inzwischen Anzeichen dafür, dass sie einen Suizid begehen oder begangen haben könnte. Alle Ermittlungen und Nachfragen zu einem eventuellen Aufenthaltsort blieben bisher ohne Erfolg. Auch eine Absuche des Waldgebietes in Wohnortnähe am Dienstagnachmittag mit Polizeikräften und Spürhunden verlief ebenso erfolglos.

Das Fahrrad der Vermissten mit dem sie am Tag des Verschwindens unterwegs war.

Das Fahrrad der Vermissten mit dem sie am Tag des Verschwindens unterwegs war. Fotos (2): Polizei Berlin

Personenbeschreibung

Die Vermisste ist 165 Zentimeter groß, sehr schlank, hat halblange, blonde Haare und trug ein langes Sommerkleid. Die Polizei fragt: Wer hat Frau Fink seit Sonntagnachmittag gesehen oder hat eventuell das Fahrrad gefunden beziehungsweise wahrgenommen? Wer kann sonstige Angaben zu ihrem möglichen Aufenthaltsort machen?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Direktion 2 unter den Rufnummern 030 / 4664 – 272 517 oder 546, außerhalb der Dienstzeit unter 030 / 4664 – 27 10 10 als auch jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache entgegen.

Patrick Rein

15.000 Euro für Flutopfer in Deutschland

Der Freundeskreis des Evangelischen Johannesstifts hat 15.000 Euro für die vom Hochwasser betroffenen Menschen in Deutschland gespendet.

Damit ist der Freundeskreis einem Aufruf des Stiftsvorstehers und Vorstandsvorsitzenden Pfarrer Martin von Essen gefolgt: „ Menschen in Not brauchen Ihre Hilfe. Das Hochwasser hat vielen Menschen in Deutschland ihre Existenz genommen. Ich denke an alle, die Hab und Gut verloren haben. Jetzt gilt es, gemeinsam zu helfen.“ Die eingegangenen Spenden wurden an die „Diakonie Katastrophenhilfe“ weitergeleitet.

Johannisstift-Logo-SpandauVerzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Auch wenn die Flut an immer mehr Orten geht – bei den Betroffenen bleiben Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Gerade jetzt ist nachhaltige Hilfe gefragt. Dort, wo das Wasser schon wieder abgezogen ist, steht den Menschen das Schwierigste noch bevor: der mühsame Wiederaufbau. Bis zuletzt haben viele Menschen versucht, ihre Häuser gegen die Wassermassen zu schützen und ihre Möbel sowie andere Dinge in Sicherheit zu bringen. Dörfer, Städte und ganze Regionen mussten evakuiert werden. Noch immer können nicht alle in ihre Häuser zurückkehren. Mancherorts wurden Einrichtungen der Diakonie und der Kirche kurzfristig für Notunterkünfte frei geräumt. Neben einem Dach über dem Kopf sowie Essen und Trinken hat die Diakonie auch eine seelsorgerische Betreuung organisiert.

Der Evangelische Johannesstift an der Schänwalder Straße.

Der Evangelische Johannesstift an der Schänwalder Straße. Foto: Patrick Rein

Älteste diakonische Einrichtung

Das Evangelische Johannesstift zählt zu den ältesten diakonischen Einrichtungen in Berlin. Die Stiftung wurde 1858 von Johann Hinrich Wichern gegründet. Hauptsitz der Stiftung ist seit 1910 das 75 Hektar große Gemeinwesen in Spandau.  Heute engagiert sich die Stiftung an Standorten in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.  Die Stiftung bietet Hilfe und Begleitung, Pflege, Beratung und Förderung für Menschen mit Behinderung, Kinder, Jugendliche und deren Familien sowie ältere Menschen. Die Sozialen Fachschulen und das Wichern-Kolleg stellen Ausbildungsplätze in vielen sozialen Berufen zur Verfügung. Daneben unterstützt das Evangelische Johannesstift mit der Kampagne „Kinder beflügeln“ Bildungsangebote an sozialen Brennpunkten und unterhält den Besuchsdienst für vereinsamte Menschen „LeNa – Lebendige Nachbarschaft“. Die Zahl der Beschäftigten beträgt 3419 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinzu kommen 450 Ehrenamtliche, welche einen großen Beitrag für die Betreuung von älteren Menschen, Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Behinderung leisten.

Patrick Rein

Kinder aus Tschernobyl wieder im Johannesstift

Das Reaktorunglück von Tschernobyl jährt sich heute zum 29. Mal, das Johannesstift hilft auch weiterhin den Betroffenen.

Die Hilfewelle nach der Nuklearkatastrophe am 26. April 1986 war enorm – doch wie in den meisten Fällen nicht immer von langer Dauer. Das Evangelische Johannesstift hingegen engagiert sich auch in diesem Jahr wieder für Kinder und deren Eltern aus Weißrussland, die unmittelbar mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen haben.

Auch in diesem Jahr werden auf dem Stiftsgelände wie Kinder und deren Eltern aus Tschnerobyl betreut.

Auch in diesem Jahr werden auf dem Stiftsgelände wie Kinder und deren Eltern aus Tschnerobyl betreut. Foto: Patrick Rein

Hilfe seit fast 20 Jahren

Seit 1994 lädt das Johannesstift jeden Sommer ca. 30 Kinder und deren Eltern zu einem Erholungsurlaub ein. Sie werden während dieser Zeit von Mitarbeitenden des Johannesstifts und dem Verein „Kinder aus Tschernobyl“ betreut. Die Kinder und deren Eltern stammen vorwiegend aus dem Gebiet um Gomel, das von den radioaktiven Niederschlägen nach der Katastrophe am stärksten belastet war. Andere kommen aus Minsk, wo es einen  Bezirk gibt, der nur für die Umsiedler aus den belasteten Gebieten eingerichtet wurde. In Weißrussland gibt es nur eine notdürftige medizinische Versorgung für krebskranke Patienten, weshalb viele auf die Hilfe der Vereine und Organisationen – unter anderem aus Deutschland – angewiesen sind.

Nächste Generation erkrankt

Während des diesjährigen Aufenthaltes im Johannesstift vom 12.07. – 02.08. kommen Kinder, die bereits in der 2. Generation an Krebs erkrankt sind. Diese werden von ihren Müttern oder Vätern begleitet, welche sich in Weißrussland ausschließlich der Pflege und Betreuung ihrer Kinder widmen und kaum Unterstützung bekommen. Zudem kommen junge Erwachsene der 1. Generation Krebskranker, die schon kurz nach dem Reaktorunglück hier behandelt wurden. Alle Kinder und jungen Erwachsenen werden medizinisch nachbetreut und erhalten hier spezielle Untersuchungen und Behandlungen, wie beispielsweise MRT, Überprüfung und Erneuerung der Prothesen, Physiotherapie, Blutuntersuchungen.

Das Evangelische Johannesstift: sozial und engagiert auch fast 30. Jahre nach der Katastrophe.

Das Evangelische Johannesstift: sozial und engagiert auch fast 30. Jahre nach der Katastrophe.

Über die Medizin hinaus

Der medizinische Teil der drei Wochen ist nur ein Inhalt des Aufenthaltes, denn alle sollen sich auch erholen. Daher besteht ein weiterer Teil aus einem bunten Freizeit- und Erholungsprogramm für die Patienten und deren Eltern. Dazu gehören aktive Erholung im Johannesstift und Besuche verschiedener Institutionen wie Museen, Zoo und Sehenswürdigkeiten in Berlin und Spandau. Das Programm ist nicht nur für die Kinder eine Abwechslung, sondern bietet gerade den Müttern und Vätern eine Erholung, da sie die Betreuung ihrer erkrankten Kinder meist alleine bewerkstelligen. Das Projekt des Johannesstifts für die Kinder und deren Eltern aus Tschernobyl ist in Deutschland einzigartig, denn nur hier werden die Mütter oder Väter mit eingeladen.

Jeder kann helfen

Dabei ist das Evangelische Johannesstift auf Spenden angewiesen, ohne die ein Aufenthalt der Kinder und deren Eltern nicht zu realisieren wäre.

Spendenkonto bei der Berliner Bank:

Evangelisches Johannesstift

Spendenzweck Tschernobyl

Konto-Nr.: 523306916

BLZ: 100 708 48

Patrick Rein