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Gedenken zum Bau der Berliner Mauer

Erinnerungsveranstaltung am 12. August 2013

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Am kommenden Montag findet zum 52. Mal die Veranstaltung zur Erinnerung an den Bau der Berliner Mauer statt. Das Bezirksamt wird gemeinsam mit der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. in einer Gedenkstunde an die Mauertoten erinnern. Der Bezirksstadtrat Carsten Röding und der Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. Karl-Heinz Bannasch werden jeweils eine Rede halten.

Wann & wo?

Montag, den 12.08.2013
um 16.00 Uhr
an der Heerstraße Ecke Bergstraße

Worte der Kritik von den Heimatkundlern

Jahreshauptversammlung im Bürgersaal

Erster Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. (HKV) Karl-Heinz Bannasch (Foto: Ralf Salecker)

Erster Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. (HKV) Karl-Heinz Bannasch (Foto: Ralf Salecker)

Die Versammlung begann mit einem traurigen Teil, dem ehrenden Gedenken an drei im letzten Jahr verstorbene Mitglieder der Heimatkundler. In seiner Einstiegsrede hielt sich der Erste Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. (HKV) Karl-Heinz Bannasch mit Kritik nicht zurück, als er die Jahreshauptversammlung im Bürgersaal eröffnete. Das Verhältnis zu Bildungsstadtrat Gerhard Hanke ist anscheinend etwas angespannt. Bannasch betonte, dass sie nur vorübergehend ihre Räumlichkeiten auf der Zitadelle verlassen hätten, um den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten während des Umbaus von Haus 8 nicht im Wege zu stehen. Er machte deutlich, dass die ausgesprochene Kündigung für die Vereinsräume in Haus 9 durch Gerhard Hanke wieder zurück genommen werden musste. „Wir kommen wieder zurück!“

Einige Veranstaltungen konnte die Vereinigung auch im vorangegangenen Jahr durchführen. Bannasch hob dabei die Gedenkveranstaltung für die Mauertoten und die umfangreiche Exponatübergabe an das Stadtgeschichtliche Museum im Schätzwert von rund 12000 Euro hervor.

Im Jahr 2013 starteten die Heimatkundler ihr Gedenktafelprogramm. Die erste Gedenktafel hat ihren Platz in der Filiale der Volksbank am Markt. An der Stelle des heutigen Volksbankgebäudes stand einst das alte Rathaus, in dem vor 100 Jahren die Entscheidung zum Bau des heutigen Rathauses getroffen wurde. Die Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. beteiligt sich an der Vorbereitung der Feierlichkeiten zum diesjährigen Jubiläumsprogramm und wird auch einige Programmpunkte aktiv bestreiten. Gerne, erklärte Bannasch, sind die Heimatkundler auch zukünftig bereit, mit Rat und Tat im Sinne des Bezirkes mitzuwirken – wenn man sie bittet.

Oft muss die HKV Besuchern und Anrufern und per E-Mail auf der Zitadelle Auskünfte erteilen zu Dingen, die eigentlich nicht in ihren Aufgabenbereich fallen, sei es zu Veranstaltungen oder Eintrittsgeldern. Aber sie machen es gerne, betonte der 1. Vorsitzende. Die Vereinigung sieht sich als Teil der Zitadelle. Nicht so gerne sehen sie Zeugnisse der DDR-Vergangenheit, die als Exponate in der großen Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ zu sehen sein werden.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein langer – ein wenig zu patriotischer – Vortrag von Manfred Schulze, der die Befreiung Spandaus vor 200 Jahren von den Franzosen thematisierte. Spannend war der Ansatz, den Blick auf Frauen und ihre Beteiligung an dieser Befreiung zu beleuchten, so gab es einige, die als Mann verkleidet in den Krieg zogen. Kritik wurde am Bezirk geäußert, der es versäumt hat, diesem wichtigen Jubiläumsdatum in der Bezirksgeschichte eine entsprechende Würdigung zu geben.

 

Ralf Salecker

200 Jahre ist es her

Gedenken und Erinnerung an die Befreiung Spandaus

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Am kommenden Samstag ist der Abzug der französischen Armee und die Befreiung Spandaus von den napoleonischen Truppen 200 Jahre her. Aus diesem Anlass werden die Heimatkundliche Vereinigung Spandau – Spandauer Geschichtsverein und die Spandauer Schützengilde gemeinsam eine Gedenkstunde abhalten. Treffpunkt hierzu ist,

am Samstag, den 27.04.2013
um 9.30 Uhr
vor dem Rathaus Spandau.

Von dort aus wird nach einem kleinen Platzkonzert Richtung Reformationsplatz gelaufen, wo vor dem Denkmal den Gefallenen von 1813 gedacht wird. Konrad Birkholz (Altbürgermeister), Dr. Klaus Leichter (Vorsteher der Spandauer Schützengilde) und Karl-Heinz Bannasch (1. Vorsitzender der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau) werden eine Ansprache halten.

Mit Leidenschaft einen Blick in die Vergangenheit wagen

Unterstützung für das Stadtgeschichtliche Museum in Spandau

Karl-Heinz Bannasch von der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau 1954 e. V.

Karl-Heinz Bannasch von der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau 1954 e. V.

Heute begebe ich mich wieder einmal auf die Zitadelle Spandau. Diesmal ist die Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e. V. das Ziel. Der etwas sperrige Name lässt bei vielen allzu leicht den Gedanken aufkommen, dies könnte ein etwas angestaubter Verein mit wenig Bodenhaftung in der Gegenwart sein.

Im Haus 9, nahe der Bastion Königin, hat die Vereinigung ihren Sitz. Karl-Heinz Bannasch empfängt mich. Er vermittelt das genaue Gegenteil des möglichen Klischees. Energiegeladen beginnt er zu erzählen. Wir schweifen schnell vom eigentlichen Thema des Gesprächs ab, was aber nichts ausmacht, dreht es sich doch trotzdem um Geschichte, die ganz offensichtlich seine Leidenschaft ist.

Eine alte Ausgabe von Volksblatt in Spandau.

700 Jahre Spandau: 1932 - Eine alte Ausgabe von Volksblatt in Spandau.

Der Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung zeigt sich offen enttäuscht über den allgemeinen Umgang mit der Vergangenheit. Die großen politischen Zusammenhänge verfolgen die Leute noch gerne, sind sie doch so schön fern und abstrakt. Der Spandauer ist stolz auf seine Vergangenheit. Trotzdem scheint es mit seinem Bezug zu eigenen Vergangenheit nicht weit her zu sein. Das ist kein alleiniges Spandau-Problem.

Viele Beispiele sprudelt Bannasch dazu heraus, um dies zu unterstreichen. Er spricht von den Schwierigkeiten, die es bei der Rückbenennung der ehemaligen Kinkel- in Jüdenstraße gab, weist auf das Verschwinden der Hochgerichtstraße in Klosterfelde hin. Beides Straßen, die eine jahrhundertelange Tradition hatten, wie es nur bei wenigen im Bezirk noch der Fall ist. Entscheidungen wurden und werden getroffen, die Spuren der Vergangenheit beseitigen, weil die, die darüber entscheiden, kein Verhältnis zu dieser Vergangenheit haben. Der alte Ortsteil Klosterfelde wurde einer bürokratischen Reform geopfert und die Krienicke, der Ort der Seeschlacht zwischen Berlin und Spandau wurde einfach in Spandauer See umbenannt – aus Marketinggründen.

Karl-Heinz Bannasch ist mit Leidenschaft dabei. Mit seiner Art hat er sich nicht immer Freunde gemacht. Neben der intensiven Beschäftigung mit der jüdischen Vergangenheit des Bezirks beschäftigt er sich mit Eduard Zimmermann, einem Bürgermeister Spandaus, der von 1839 bis 1850 die Geschicke der Stadt Spandau leitete. Kaum einer kennt diesen Namen. Bannasch möchte dessen Bedeutung als Wegbereiter der demokratischen Bewegung in Preußen unterstreichen.

Damit kommen wir zu den unterschiedlichen Standbeinen der Heimatkundlichen Vereinigung. Gegründet wurde der Verein in der Nachkriegszeit, als nur wenig Geld für kulturelle Belange zur Verfügung stand. Die Einrichtung eines Heimatmuseums in der Moritzstraße scheiterte. Ein Förderverein wurde gegründet, um in Privatinitiative diesem Problem zu begegnen. Bis heute hat der Verein, mit seinen rund 500 Mitgliedern, dem Stadtgeschichtlichen Museum fast 250.000 Euro zukommen lassen – in Form von praktischer Hilfe, Geld und Exponaten. Diese Exponate wurden entweder käuflich erworben oder dem Verein als Nachlass überlassen, damit diese der Nachwelt erhalten bleiben. Viel zu viele Dinge landen auf dem Müll, obwohl sie von historischen Wert sind. Wer diese in guten Händen wissen möchte, kann sich gerne an die Vereinigung wenden. Heute wird gerade die finanzielle Unterstützung des ehrenamtlich tätigen Vereins für das Museum wieder bedeutsam. Die Sparmaßnahmen des Senats setzen dem Museum stark zu.

In einer Vielzahl von Publikationen beleuchtet der Verein die Facetten Spandauer Geschichte. Manche davon in wissenschaftlicher Manier, andere dagegen wieder populär und unterhaltsamer aufgemacht.

Neben dieser schriftlichen Tätigkeit unterhält der Verein einen Führungsdienst der Gruppen auf den Spuren Spandauer Geschichte begleitet, sei es in der Altstadt oder auf der Zitadelle. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, alle bekommen durch die Beschäftigung mit der regionalen Geschichte ein wenig mehr Bodenhaftung in der Gegenwart.

 

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e. V.

  • Am Juliusturm 64
  • Zitadelle Haus 9
  • 13599 Berlin
  • Telefon: (030) 334 62 70

 

 

Ralf Salecker

Spandau trauert um Wladimier Gall

„Retter der Spandauer Zitadelle“ verstorben

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Am 09. September 2011 ist der 92-jährige Wladimir Gall in Moskau verstorben. Wenige Tage vor Ende des zweiten Weltkrieges ermöglichte er eine kampflose Übergabe der Spandauer Zitadelle. Mit dieser Tat verdankt Spandau dem ehemaligen sowjetischen Soldaten den Erhalt dieser Festungsanlage. Somit ist ihr ein ähnliches Schicksal, wie der Zitadelle in Küstrin, erspart geblieben.

Karl-Heinz Bannasch, der erste Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau, erklärt:

„Die Zitadelle ist ein Zentrum der Begegnung, der Kultur und der Völkerverständigung geworden, dies alles haben wir Wladimir Gall zu verdanken. Wir Spandauer werden Wladimir Gall ein ehrendes Gedenken bewahren. Gall ist für eine friedfertige Verständigung zwischen den Menschen und Völkern eingetreten, daher ist Spandau aufgerufen, eine besondere Ehrung für Gall vorzubereiten“

Der Spandauer Geschichtsverein fordert entweder die Benennung einer Straße, eines Gebäudes oder einer Schule nach Wladimier Gall, denn nur eine solche Handlung würde die Lebensleistung von ihm gerecht werden.


50. Jahrestag des Mauerbaus – Gedenken an Tote in Spandau

Bewegende Worte von der Exzellenz, dem amtierenden britischen Botschafter Andrew Noble und der Spandauer Politikprominenz

Kranzniederlegung

Kranzniederlegung

Die Heimatkundliche Vereinigung Spandau lud am Freitag zu einer öffentlichen Zusammenkunft an der Spandauer Mauergedenkstätte ein. Neben gut 100 Menschen war auch Andrew Noble, Botschafter Großbritanniens,  der Einladung gefolgt  Der Botschafter sprach über die gemeinsame Geschichte der Deutschen und der Briten sowie der Freundschaft, die sich in den vielen Jahren, in denen die Berliner Mauer stand, entwickelt hat. „Spandau was for decades the home of my compatriots“, hauchte er sichtlich gerührt  von der großen Anteilnahme der Spandauer zum 50. Jahrestag des Mauerbaus am 13.  August 1961 ins Mikrofon. Er appellierte ebenso an die Vernunft und das Gewissen der Spandauer, die gekommen waren, um den insgesamt acht Mauertoten an der innerdeutschen Grenze Heerstraße/ Bergstraße zu gedenken.

Botschafter Andrew Noble

Botschafter Andrew Noble

„The disregard of the right of every person on freedom, shall never be legitimised“. Rührende Worte sprach er in seiner knapp 30-minütigen Rede, die ihn selbst sehr nachdenklich stimmten und an die grausame Unterdrückung des Deutschen Volkes, welches viele Mauertote zu beklagen hatte, erinnerten.

Als weitere Redner traten Bezirskstadtrat Carsten Röding sowie der Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V., Karl-Heinz Bannasch und der amtierende Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz, der wie auch sein Vorredner Andrew Nobles auf die Mauertoten und die Unterdrückung eines ganzen Volkes einging, an das Rednerpult. „Es ist immer noch unverständlich, mit welchen Mitteln ein Staat die freie Beweglichkeit der eigenen Bevölkerung unterbunden hat.“

Nachdem die Redebeiträge beendet waren, ging es an die Kranzniederlegung. Andrew Noble, Konrad Birkholz, Carsten Röding und Karl-Heinz Bannasch traten nach vorne an die wunderschön geschmückten Kränze und gedachten in einem Schweigemoment den Mauertoten. Zum Abschluss wurde den Maueropfern in zwei gemeinsamen Gebeten, dem „Vater Unser“ und „Herr, erbarme dich“ gedacht, bevor sich jeder für sich mit seinen eigenen Gedanken zum Berliner Mauerbau wieder auf den Heimweg machte.

 

Hinweis: Auf Anregung der Heimatkundliche Vereinigung Spandau e.V. wurdeim letzen Jahr vom Bezirksamt die Spandauer Mauergedenkstätte an der Heerstraße/Bergstraße eingeweiht.  Weitere Informationen zum Mauerbau finden Sie hier:  Eine Stadt erinnert sich.

Nadine Mittag

Gedenkstätte Spandau © Sammlung Bannasch

Gedenkstätte Spandau © Sammlung Bannasch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heerstraße, Ecke Bergstraße
Bus: M37 oder M49 bis Haltestelle „Hahneberg“


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50 Jahre später – Gedenkstunde für Mauertote

12.08.2011: Heimatkundliche Vereinigung Spandau erinnert an den Mauerbau

Gedenkstätte Spandau © Sammlung Bannasch

Gedenkstätte Spandau © Sammlung Bannasch

Die Heimatkundliche Vereinigung Spandau veranstaltet am 12.August eine öffentliche Zusammenkunft an der Spandauer Mauergedenkstätte. Beginn ist um 16.00 Uhr. Konrad Birkholz, Bezirksbürgermeister der Stadt Spandau sowie Bezirksstadtrat Carsten Röding als auch Karl-Heinz Bannasch, Vorsitzender der Heimatkundlichen Vereinigung, werden vor Ort sein. Sie werden sich in einer einleitenden Rede zur Begrüßung an alle Gäste der Veranstaltung wenden. Zudem sind auch einige Ehrengäste geladen unter ihnen auch Andrew Noble, der amtierende Botschafter des Vereinten Königreiches von Großbritannien.

Auch Kränze des Gedenkens werden entsprechend dem Anlass der Zusammenkunft niedergelegt. Winfried Augustat, evangelischer Pastor und der katholische Priester Monsignore Tobias Przytarski vom Erzbistum Berlin werden sich anschließend mit geistlichen Worten an die Gäste richten.

Die Heimatkundliche Vereinigung Spandau hofft auf zahlreiches Erscheinen, um gemeinsam der Mauertoten zu gedenken und an ein Stück Zeitgeschichte zu erinnern. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Staaken.

So kommen Sie zur Veranstaltung,

Heerstraße, Ecke Bergstraße
Bus: M37 oder M49 bis Haltestelle „Hahneberg“


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