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Denkmalpflege, wenn Unglück zum Glück führt

Teil 2 des Gesprächs mit Alt-Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz

Klaus Laschner, Spandaus Baustadtrat Carsten Röding und Spandaus Bürgermeister Konrad Birkholz (Foto: Ralf Salecker).

Klaus Laschner, Spandaus Baustadtrat Carsten Röding und Spandaus Bürgermeister Konrad Birkholz (Foto: Ralf Salecker).

Bleiben wir noch ein wenig bei der Villa Lemm, deren Wiederherstellung Konrad Birkholz als ein gutes Beispiel für die Denkmalpflege schilderte, wenn beide Seiten, also Besitzer und Denkmalpfleger vergleichbare Interessen, im Sinne eines Erhaltens von Kulturgütern haben. Das ist in Spandau nicht immer der Fall gewesen.

Die 1907/1908 erbaute Villa Lemm ist einer der wenigen Großbürgerlichen Wohnbauten aus der Kaiserzeit in Gatow. Sie gehörte vormals dem Charlottenburger Schuhcreme-Fabrikanten Otto Lemm. Der ungarische Arzt Janósch Plesch erwarb die Villa 1928 und machte sie zu einem Treffpunkt für Wissenschaft, Kultur und Politik. Albert Einstein war hier oft zu Gast und musizierte in der Villa. Der ruderte von seinem „Spandauer Schloss“ in Pichelsdorf herüber. Von 1945 an war sie Sitz des britischen Stadtkommandanten. Die Familie emigrierte in die USA. Ein Neffe von Frau Plesch bewohnte sie, bis die Villa 1939 von den Nazis beschlagnahmt wurde. 1993 erwarb der Unternehmer Hartwig Piepenbrock das Anwesen und ließ Haus und Garten 1995-98 mit Unterstützung der Denkmalpflege aufwändig sanieren.

Ein Wasserrohrbruch – Glück im Unglück?

Man erzählt sich, dass die Vorbesitzer die Villa immer im „laufenden“ Betrieb repariert hatten. Etwas unkonventionell wurde eine Wasserleitung über den Dachboden gezogen. Dieses Provisorium war so lange kein Problem, bis der Stadtkommandant auszog. Der erste harte Winter ließ die Wasserrohre platzen. Die Folgen für das leerstehende Haus kann sich jeder ausmalen.

Für den Bezirk war es damals finanziell nicht möglich, die Villa Lemm sachgemäß zu sanieren. In diesem Fall muss es durchaus als Glücksfall angesehen werden, als sich ein Investor fand, der Haus und Gartenanlage mit viel Geld und Mühe in einen denkmalgerechten Zustand versetzen ließ. Dabei wurden nachträgliche Veränderungen am Grundstück, wie z. B. ein Schwimmbecken, beseitigt, um den ursprünglichen Zustand zu erreichen. Ohne das Unglück eines Rohrbruchs hätte der Verfall des Gebäudes möglicherweise über einen langen Zeitraum stattgefunden.

Stadtgestaltung, nicht immer zur Freude aller

Das im Laufe der Jahrzehnte gewachsene Stadtbild in der Spandauer Altstadt erfreut nicht immer die Herzen der Menschen. Heute ist man sich der früheren Fehler durchaus bewusst, nur sind diese nicht so ohne weiteres zu korrigieren.

Die Umgestaltung des Marktplatzes in der Spandauer Altstadt war als Ensemble und Kunstwerk urheberrechtlich geschützt. Ein Schutz der inzwischen ausgelaufen ist. Viele haben nicht verstanden, wieso eine Baumreihe gerade auf der Schattenseite des Platzes gepflanzt wurde. Andere bauliche Veränderungen des Platzes lassen sich gedanklich immerhin nachvollziehen, schließlich wies der Platz einmal ein merkbares Gefälle auf. Wer das nicht weiß, der sieht heute nur einen Betonriegel, in dem der Dreck herumschwimmt. Für letzteres kann wiederum der Künstler nichts.

Erfahrung einbringen?

Auf die Frage an Konrad Birkholz, ob er sich es vorstellen könne, seine Erfahrung aus den zurückliegende Jahrzehnten in gestaltende Projekte für Spandau einbringen wolle, reagierte er sehr verhalten.

„Da tue ich mich ein wenig schwer mit. Ich fand es schon zu meiner Dienstzeit furchtbar, wenn einige der „Alten“ nicht loslassen konnten. Ferner ist es natürlich immer unschön, wenn der Anschein aufkommt, man wisse alles besser und müsse immer seinen Senf dazugeben. Die anderen sind schließlich auch nicht auf den Kopf gefallen und tragen ihren Kopf nur für den Friseur. Die werden sich bei dem einen oder anderen schon etwas gedacht haben. Mitmachen also schon, wenn Erfahrung gewünscht wird, aber um Gottes Willen nicht danach drängen, sonst könnte es schließlich heißen – nicht der schon wieder. Im sozialen Bereich bleibt auch im Ruhestand die eine oder andere Ehrenamtstätigkeit. Im Rahmen der Parteiarbeit in Spandauer Süden, als Vorsitzender der Ortsteilgruppe Kladow, geht die Arbeit natürlich weiter. Zum Glück hat es in Kladow in all den Jahren immer viele gegeben, die sich selbstlos engagiert haben und es noch immer tun. Ohne das Engagement einiger Menschen würde heutzutage in unserer Gesellschaft vieles nicht mehr laufen. Ein gutes Beispiel ist auch das Engagement über den beruflichen Pflichten hinaus. So haben die Mitarbeiter im Rathaus aus dem Bereich Gesundheit und Soziales mit ihrer Arbeit – auch an Wochenenden, wenn z. B. „Das soziale und gesunde Spandau“ auf dem Markt veranstaltet wurde, tatkräftig mit anzupacken.“

Ende Teil 2 des Gesprächs mit dem Alt-Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz.

 

Ralf Salecker

Rentner betrogen – Tatverdächtige festgenommen

Wegen versuchten Trickbetruges muss sich nun eine 27-Jährige verantworten, die gestern Nachmittag in Kladow festgenommen wurde. Ein bisher unbekannter Komplize rief gegen 17 Uhr 40 bei einem 66-Jährigen im Pottensteiner Weg an, gab sich als dessen Enkel aus und bat um Geld. Der Angerufene schöpfte sofort Verdacht, ging auf die Forderung ein und alarmierte die Polizei. Kurze Zeit später erschien die 27-Jährige, um das Geld abzuholen, wurde festgenommen und dem zuständigen Fachkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt.

Kühle Drinks, heiße Musik und Spaß für die ganze Familie

Drei Tage „Jazz am Hafen“ im Spandauer Süden

Dieses Festgelände ist vom Wasser aus ebenso gut erreichbar wie von Land: der Hafen in Alt-Kladow an der Imchenallee. Am dritten Sommerferienwochenende trifft dort maritimes Flair auf feinste Jazzmusik: In unmittelbarer Nachbarschaft zum Fähranleger musizieren Berliner Jazzbands der Spitzenklasse – die Umbrella Jazzmen am Freitag ab 19 Uhr, Papa Binnes Jazz Band zur gleichen Zeit am Samstag und die Sir Gusche Band (12 Uhr) und die Tower Jazz Band (16 Uhr) am Sonntag.
Klassiker aus Rock und Pop bringen im Kontrast dazu „Beast and Gentle“ am Samstagnachmittag ab 14.30 Uhr zu Gehör.
Im Unterschied zu vielen anderen Stadtfesten dominiert ebenso vielfältige wie hochwertige Gastronomie die Gourmet-Meile: mit Scampipfanne und Rehragout oder den Produkten einer historischen Schaubäckerei, mit internationaler Cocktailbar und einem Weinguts aus dem Burgenland. Wer es deftiger mag greift zu Spanferkel und frisch gezapftem Bier!
Auch zahlreiche Handelsstände säumen den Weg vom Schiffsanleger zur Bühne an der Festwiese – zum Beispiel mit Schmuck und Kunsthandwerk. Für die jüngsten Festbesucher werden die verschiedensten Großspielgeräte aufgestellt.

Das Parkplatzangebot am Kladower Hafen ist sehr begrenzt, das Festgelände ist mit den Bussen X34 und 135 bis Alt-Kladow und der BVG-Fähre F10 ab S-Bahnhof Wannsee sehr gut erreichbar.

Verlängerter Fährverkehr zwischen Wannsee und Kladow
Am 6. und 7. Juli zu „Jazz am Hafen“ kann man bis 22.30 Uhr übersetzen!

In Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und der BVG ist es Partner für Spandau Gesellschaft für Bezirksmarketing gelungen, dass am Wochenende der Premierenveranstaltung „Jazz am Hafen“ der Fährverkehr zwischen S-Bahnhof Wannsee und Alt-Kladow zeitlich ausgedehnt wird:

So verkehren jeweils am Freitag, 6. Juli, und Samstag, 7. Juli, die Schiffe der Fährlinie F10 zusätzlich:
– ab Anleger Wannsee um 20.00 Uhr, 21.00 Uhr und 22.00 Uhr
– ab Anleger Kladow um 20.31 Uhr, 21.31 Uhr und 22.31 Uhr

„Das unterstützt unsere Bemühungen, diese hochwertige Premierenveranstaltung auch den Gästen am östlichen Ufer der Havel über den gesamten Programmzeitraum anbieten zu können“, kommentiert Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer von Partner für Spandau – verbunden mit einem großen Dankeschön an den Senat und die BVG.

„Jazz am Hafen“ (Kladower Hafen / Imchenallee)
6. bis 8. Juli 2012, Fr. 17 bis 24 Uhr, Sa. 11 bis 24 Uhr, So. 11 bis 19 Uhr,
Live-Musik am Freitag und Samstag bis 22 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr

Bühnenprogramm:
Freitag, 6. Juli
19 Uhr: Umbrella Jazzmen; Dixieland aus Berlin

Samstag, 7. Juli
14.30 Uhr: BAG – Beast & Gentle; Klassiker aus Rock & Pop
19 Uhr: Papa Binnes Jazz Band; Traditional Jazz von Oldtime bis Swing

Sonntag, 8. Juli
12 Uhr: Sir Gusche Band; New Orleans Revival Jazz
16 Uhr: Tower Jazz Band; Swing zum Festausklang

mehr unter www.spandau-live.de
und http://www.partner-fuer-spandau.de/Jazz-am-Hafen_323_0.html

„Fotos auf der Wäscheleine“ – „Perspektiven“

Quelle: www.webprinter.de

Samstag, 25.08.2012 | 10-15 Uhr Ausstellung

„Fotos auf der Wäscheleine“ – „Perspektiven“

Präsentation des Arbeitskreises „Fotografie“ im Kladower Forum

auf dem Dorfplatz Berlin-Kladow, vor der evangelischen Kirche

Kladower Konzerte

Quelle: www.webprinter.de


Samstag, 18.08.2012 | 17 Uhr

Kladower Konzerte

Es spielt die „Imchen Combo“ aus der Werkstatt Musik d. Kladower Forum

im Festsaal d. Ernst-Hoppe-Haus, Lanzendorfer Weg 30, 14089 Berlin-Kladow

Jedem nach seiner Façon?

Sonntag, 05.08.2012 | 19 Uhr

Jedem nach seiner Façon?

Eine Rückschau mit Kladow im Blick
300 Jahre Geburt Friedrich II

(In Zusammenarbeit von: Kladower Forum e V. und Evangelischer Kirchengemeinde Kladow)

im Gemeindehaus der ev. Kirche Kladow, Kladower Damm 369, 14089 Berlin

8. Yoga Festival Berlin

8. Yoga Festival Berlin vom 15.06. bis 17.06.2012

„Fotos auf der Wäscheleine“ – „Perspektiven“

Samstag, 25.08.2012 – 10-15 Uhr

Ausstellung

„Fotos auf der Wäscheleine“ – „Perspektiven“

Präsentation des Arbeitskreises „Fotografie“ im Kladower Forum

auf dem Dorfplatz Berlin-Kladow, vor der evangelischen Kirche

Kladower Konzerte

Samstag, 18.08.2012 – 17 Uhr

Kladower Konzerte
Es spielt die „KF Combo“ aus der Werkstatt Musik d. Kladower Forum

Geplant im Gemeindehaus der ev. Kirche Kladow, Kladower Damm 369, 14089 Berlin

Jedem nach seiner Façon?

Sonntag, 05.08.2012 – 19 Uhr

Jedem nach seiner Façon?
Eine Rückschau mit Kladow im Blick
300 Jahre Geburt Friedrich II

(In Zusammenarbeit von: Kladower Forum e V. und Evangelischer Kirchengemeinde Kladow)

im Gemeindehaus der ev. Kirche Kladow, Kladower Damm 369, 14089 Berlin

Kladower Konzerte

Quelle: www.webprinter.de


Sonntag, 29.07.2012 – 17 Uhr

Kladower Konzerte

Es spielen die Dozenten des 21. Internationalen Jazzworkshops Berlin

im Haus Kladower Forum, Kladower Damm 387, 14089 Berlin

Opera Gala Concert

Samstag, 16.06.2012 – 19 Uhr

Opera Gala Concert

Es spielt das Abonnenten-Orchester des DSO
im „Hangar 7“, Eingang Luftwaffenmuseum, 14089 Berlin

Anne Voorhoeve liest aus ihrem Werk „Unterland“

Quelle: www.webprinter.de


Samstag, 09.06.2012 – 17 Uhr

Lesung

Anne Voorhoeve liest aus ihrem Werk „Unterland“

Geschichte der Insel Helgoland und ihrer Bewohner

im Haus Kladower Forum, Kladower Damm 387, 14089 Berlin

Bürgerbüros in Spandau, der Weg aus der Krise?

Bürgerämter leiden unter extremem Personalmangel

Stephan Machulik, Bezirksstadtrat Abteilung Bürgerdienste und Ordnung und sein Team (Foto: Ralf Salecker)

Stephan Machulik, Bezirksstadtrat Abteilung Bürgerdienste und Ordnung und sein Team (Foto: Ralf Salecker)

Wartezeiten in den Bürgerämtern und lange Schlangen sind seit Jahren nichts Neues. In Kladow und Haselhorst (Wasserstadt) hatten die kleineren Außenstellen fast häufiger geschlossen, als dass sie erreichbar waren. So empfanden es viele Bürger, die ihren Frust dann an den ohnehin überarbeiteten Mitarbeiter ausließen. Dabei ist Spandau nicht alleine. Viele Berliner Bezirke kämpfen mit ähnlichen Problemen. Da man mit den meisten Anliegen in jedem Bürgeramt Berlins sein Glück versuchen kann, entwickelte sich so etwas, wie ein kleiner „Touristenstrom ins Bürgeramt Kladow“ – die bequeme Fähre aus Wannsee machte es möglich.

Man spart sich zu Tode

Berlin hat kein Geld. Die Bezirke ebenso nicht. In der Folge gibt es seit Jahren erhebliche Personaleinsparungen im Land und den Bezirken. Manch einer meint, hier spart man sich zu Tode, weil immer weniger Leistungen erbracht werden können, die Anforderungen an die Mitarbeiter durch zusätzliche Aufgaben weiterhin zunehmen. Heinz Buschkowsky (SPD) meinte einmal: „Es ist irrsinnig, was die alles leisten sollen.“  Von 1998 bis 2010 wurde der Personalbestand aller Berliner Bezirke von 54.608 auf 24.117 reduziert, also mehr als halbiert. Die Personalprobleme werden sich kurz- und mittelfristig noch verschärfen, denn der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter lag 2010 bei 49 Jahre. Irgendwann gehen sie in Pension. Nachfolger fehlen, da kaum noch ausgebildet wird und keine geeigneten Fachkräfte existieren, die eingestellt werden könnten.

Bürgerbüro statt Bürgeramt

Bisher gab es das zentrale Bürgeramt im Rathaus, sowie die beiden Außenstellen in der Wasserstadt und Kladow. Dazu kamen drei mobile Bürgerämter und die Möglichkeit der Heim- und Hausbesuche. Da sich alle Bürgerämter ohne Personal schlicht und einfach nicht vollständig betreiben lassen, will man nun einen neuen Weg gehen, der aus der Misere der unregelmäßig geöffneten Bürgerämter führen soll. Aus den Außenstellen sollen zukünftig Bürgerbüros werden, die in neuen – kostengünstigeren – Liegenschaften untergebracht sind. Eine Kombination mit anderen Dienstleistungsangeboten des Bezirksamtes ist wünschenswert. In den Bürgerbüros werden keine Spontanbesuche mehr möglich sein. Ohne Termin geht dort nichts mehr.

Stephan Machulik, Bezirksstadtrat Abteilung Bürgerdienste und Ordnung, will so ein effizienteres Arbeiten ermöglichen, da während der Terminvergabe schon geklärt werden kann, was im Einzelfall benötigt wird, um so im Idealfall auch mehrere Besuche unnötig zu machen. Das Bürgeramt Kladow, welches seit einiger Zeit seine Pforten geschlossen hat, soll als Bürgerbüro Anfang 2013 wieder öffnen und an fünf Tagen in der Woche seinen Service anbieten.

Periodische Schlangenbildung

Im Rathaus kam es immer wieder vor, dass im Laufe des Tagesverlaufs keine Wartemarken mehr ausgegeben wurden. In der Folge kam es zu dem Phänomen, dass sich besonders dienstags und donnerstags schon lange vor Öffnung des Bürgeramtes eine Warteschlange bildete. Ein Weilchen nach Schalteröffnung entspannt sich die Lage dann wieder deutlich. Hier wäre also durchaus ein späteres Erscheinen zu empfehlen, mit weniger Wartezeit doch ans Ziel zu kommen …

 

Ralf Salecker

  • 115: Neue Nummer der Spandauer Bürgerämter

CDU-Fraktion vor Ort im Spandauer Süden

CDU-Spandau

Bezirksverordnete im Gespräch mit Gatow und Kladow

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ besuchen die Bezirksverordneten der CDU-Fraktion in der BVV Spandau am kommenden Montag, den 7. Mai 2012, den Spandauer Süden. Einmal im Quartal findet die Fraktionssitzung statt im Rathaus in einem der Ortsteile des Bezirkes statt. Vorher besuchen die Fraktionsmitglieder Einrichtungen und Vereine und suchen das Gespräch mit deren Vertretern, um sich vor Ort und persönlich über mögliche Anliegen, Ideen und auch Probleme und mögliche Hilfeangebote zu informieren.

Arndt Meißner, Vorsitzender der CDU-Fraktion erklärt dazu:

„Es ist inzwischen zu einer guten Tradition geworden, die Spandauerinnen und Spandauer in ihrem Lebens- und Wirkungsumfeld zu besuchen. Unsere Terminanfragen werden sehr gern angenommen. In den allermeisten Fällen stellt sich heraus, dass unsere Ansprechpartner den Schritt ins Rathaus nur noch nicht gewagt, aber doch einiges auf dem Herzen haben.

Im Spandauer Süden treffen wir uns dieses Mal mit Vertretern der Gewerbegemeinschaft Havelbogen in Kladow, der Evangelischen Kirchengemeinde Kladow, des Rudervereins Collegia 1895 e.V. in Gatow sowie mit dem Geschäftsführer der caleus capital investors gmbh (cci), der unseren Bezirksverordneten aus dem Stadtentwicklungsausschuss die Pläne für das kürzlich erworbene Areal am Kladower Damm vorstellen wird.

Zudem werden wir zwischen 17 und 18 Uhr mit einem Infostand am netto-Markt, Alt-Gatow für Gespräche zur Verfügung stehen.

Wir freuen uns auf gute Gespräche und hoffen, dass wir mit entsprechenden Initiativen den einen oder anderen in seinem Engagement für Spandau unterstützen können.“

Ausstellung Manfred Kempen „BACK TO THE ROOTS“

Ausstellung Manfred Kempen „BACK TO THE ROOTS“

vom 22.04.2012 bis 05.05.2012
Freitags und samstags von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Sonntags von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Vernissage am 22.04.2012, 14.00 Uhr

Enteignungen am Groß Glienicker See?


In Spandaus Ortsteil Kladow erhitzen sich die Gemüter

Erwartet auch das Ostufer ein solcher Streit?

Erwartet auch das Ostufer ein solcher Streit?

Groß titelten die Schlagzeilen in manchen Medien „bis zu 100 Anrainer auf der Kladower Seite des Sees sollen von Enteignung bedroht sein“. Was ist geschehen? In der BVV-Sitzung im Rathaus Spandau am 28.3. stimmte die BVV mit 27 Ja- gegen 25 Nein-Stimmen für den Bau eines Wanderweges auf der östlichen Seite des Glienicker Sees. „Der Groß Glienicker See gehört allen Spandauern“, so Christian Hass, der SPD-Fraktionsvorsitzende in der BVV. SPD und GAL wollen dort zukünftig einen 2,3 Kilometer langen Wanderweg einrichten. Zum Schutz des Sees soll ein 15 Meter breiter Uferstreifen frei von menschlicher Nutzung sein. Dazu müssten bestehende Anlagen abgebaut werden. Ein Teil der 15 Meter ist wegen des in den letzten Jahren gesunkenen Wasserspiegels quasi schon vorhanden.

Der Streit begann schon viel früher

Reisen wir ein wenig in die Vergangenheit. Schon 2008 forderte die SPD eine Beseitigung der unrechtmäßig errichteten Steganlagen und sonstigen Uferbebauungen. Im Zuge dieser Forderung gründeten etwa 60 Anrainer die „Initiative Pro Groß Glienicker See“. In der Folge gab es einige Gespräche mit dem Spandauer Natur- und Grünflächenamt, die offensichtlich nicht besonders erfolgreich verliefen.

Auf der Westseite des Sees, die einmal „im Osten“ lag, tobt derweil ein Streit um den dortigen Uferweg. Einige Anwohner errichteten Barrikaden auf dem Mauerradweg. Inzwischen beginnt dort das Enteignungsverfahren in einer niedrigen Stufe. Letztendlich geht es nur um die „Eintragung der Dienstbarkeit“, um den vor Jahren im Bebauungsplan festgelegten Weg durchzusetzen. Auf der 4. Groß-Glienicker-See-Konferenz wurde über die Zukunft der Uferwege referiert.

Der Bezirk erwirbt einen Teil des Glienicker Sees

Auf der Spandauer Seite gelangt bisher nur an zwei Badestellen an den See heran. Alle anderen Bereiche sind Privatbesitz. Anfang 2011 erwarb der Bezirk Spandau für 255.000 Euro einen größeren Teil der östlichen Uferseite von einem privaten Besitzer. Baustadtrat Carsten Röding sah den Kauf als „ein Zeichen für die Natur und das Naturerlebnis durch die Allgemeinheit“. Ein Streit, wie er auf der anderen Seite eskalierte, sollte in Spandau vermieden werden. Diese Ansicht teilte die „Initiative Pro Groß Glienicker See“ nicht. Sie hatte noch versucht, den Kauf zu verhindern.

Jahre werden ins Land gehen

Ganz so schnell wird es diesen Weg nicht geben. Die Anrainer wollen sich mit allen juristischen Mittel widersetzen: „jetzt müssen wir kämpfen. Bisher weist der Flächennutzungsplan nur eine etwa 20 Meter breite Grünfläche aus. In einem Bebauungsplan müsste weiteres geregelt werden. Das Verfahren, inklusive Bürgerbeteiligung, wird Jahre in Anspruch nehmen.

Den Vorwurf der „geplanten Enteignung“ weist die SPD zurück. In erster Linien sollen nur die Uferbereiche renaturiert werden. Letztendlich wolle sich der Bezirk nur das Vorkaufsrecht für die Grundstücke sichern. Man hätte viel Zeit.

 

Ralf Salecker