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200 Jahre ist es her

Gedenken und Erinnerung an die Befreiung Spandaus

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Am kommenden Samstag ist der Abzug der französischen Armee und die Befreiung Spandaus von den napoleonischen Truppen 200 Jahre her. Aus diesem Anlass werden die Heimatkundliche Vereinigung Spandau – Spandauer Geschichtsverein und die Spandauer Schützengilde gemeinsam eine Gedenkstunde abhalten. Treffpunkt hierzu ist,

am Samstag, den 27.04.2013
um 9.30 Uhr
vor dem Rathaus Spandau.

Von dort aus wird nach einem kleinen Platzkonzert Richtung Reformationsplatz gelaufen, wo vor dem Denkmal den Gefallenen von 1813 gedacht wird. Konrad Birkholz (Altbürgermeister), Dr. Klaus Leichter (Vorsteher der Spandauer Schützengilde) und Karl-Heinz Bannasch (1. Vorsitzender der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau) werden eine Ansprache halten.

Anzeige gegen ehemaligen Bezirksbürgermeister Birkholz

Das längst abgeschlossene Disziplinarverfahren gegen Stadtrat Gerhard Hanke erlebt eine neue Episode da dieser jetzt gegen Birkholz vorgeht

Bereits Mitte letzten Jahres wurden die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Stadtrat Gerhard Hanke (CDU) bezüglich Untreue und Bestechlichkeit entkräftet und die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen eingestellt. Doch der damalige CDU-Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz ließ damals ein bis dahin ruhendes Disziplinarverfahren wieder aufnehmen über dessen Ergebnis noch heute nichts bekannt geworden ist. Da durch die Anschuldigungen eine Kandidatur Hanke‘s als Bezirksbürgermeister scheiterte, reichte dieser nun Anzeige wegen falscher Anschuldigungen gegen Birkholz ein.

Bezirksstadtrat Gerhard Hanke erstattete laut Medienbericht nun Anzeige gegen Birkholz.

Bezirksstadtrat Gerhard Hanke erstattete laut Medienbericht nun Anzeige gegen den ehemaligen Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz. Foto: Patrick Rein

Hanke erstattet Anzeige

Durch Medienberichte wurde vor kurzem öffentlich, dass der auch erneute Stadtrat für Jugend, Bildung und Sport Gerhard Hanke Anzeige wegen falscher Verdächtigung gegen den ehemaligen Vorgesetzten und Parteifreund Birkholz als auch den damaligen Leiter des Rechtsamtes erstattet hat. Schon damals hielten sich Gerüchte, dass die Vorwürfe lediglich der Schädigung Hanke‘s dienen sollten um eine Kandidatur als Bezirksbürgermeister zu verhindern. Sollte dies das Ziel gewesen sein, so gelang zumindest das, denn nominiert wurde Carsten-Michael Röding aus dem Ortsverband von Birkholz. Laut Zeugen soll es in diesem Jahr zu Aussagen gekommen sein, dass Hanke‘s Nominierung erfolgreich verhindert worden sei.

Vollständig entlastet

Den damaligen Vorwürfen zu Folge sollte Hanke angeblich einem Mitarbeiter des ihm zugeordnetem Sportamtes über Scheinfirmen seines Sohnes Aufträge zugeschanzt haben. Zudem seien Reinigungsverträge für Gebäude verlängert anstatt neu ausgeschrieben worden. Darüber hinaus sollte für eine private Geburtstagsfeier in der ihm unterstellten Zitadellenschänke Sonderkonditionen gewährt worden sein. Bis zum Abschluss der Ermittlungen ruhten seine Ämter. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen Hanke im Juni 2011 ein und auch die anderen Beschuldigen von Zitadelle und Sportamt wurden vollständig entlastet.

Rehabilitierung ausgeschlossen?

Angeregt durch die Presse und das vor über einem Jahr eingeleitete interne Verfahren gegen Hanke, stellte nun der Bezirksverordnete Emilio Paolini von den Piraten in der November-BVV eine Große Anfrage zum Status und Ergebnis des Disziplinarverfahren. Die Antworten des Bezirksamts blieben jedoch dürftig. Dies lag angeblich daran, dass Personaleinzelentscheidungen nicht öffentlich bekannt gegeben oder diskutiert werden dürfen. Das zumindest stößt bei Paolini auf Unverständnis und so fragt dieser weiter: „Wie kann es aber sein, dass eine Eröffnung solcher Ermittlungen der Öffentlichkeit kommuniziert wird, das Ergebnis hingegen nicht? Am Betroffenen bleibt ohnehin immer ein Bedenken-Siegel kleben, dessen Reste sich nur schwer entfernen lassen. Wenn sich die interne Prüfung als haltlos herausstellt, muss es auch die Möglichkeit zur Rehabilitierung geben. Hier wird sich doch ein Modus Operandi finden lassen.“

Patrick Rein

Denkmalpflege, wenn Unglück zum Glück führt

Teil 2 des Gesprächs mit Alt-Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz

Klaus Laschner, Spandaus Baustadtrat Carsten Röding und Spandaus Bürgermeister Konrad Birkholz (Foto: Ralf Salecker).

Klaus Laschner, Spandaus Baustadtrat Carsten Röding und Spandaus Bürgermeister Konrad Birkholz (Foto: Ralf Salecker).

Bleiben wir noch ein wenig bei der Villa Lemm, deren Wiederherstellung Konrad Birkholz als ein gutes Beispiel für die Denkmalpflege schilderte, wenn beide Seiten, also Besitzer und Denkmalpfleger vergleichbare Interessen, im Sinne eines Erhaltens von Kulturgütern haben. Das ist in Spandau nicht immer der Fall gewesen.

Die 1907/1908 erbaute Villa Lemm ist einer der wenigen Großbürgerlichen Wohnbauten aus der Kaiserzeit in Gatow. Sie gehörte vormals dem Charlottenburger Schuhcreme-Fabrikanten Otto Lemm. Der ungarische Arzt Janósch Plesch erwarb die Villa 1928 und machte sie zu einem Treffpunkt für Wissenschaft, Kultur und Politik. Albert Einstein war hier oft zu Gast und musizierte in der Villa. Der ruderte von seinem „Spandauer Schloss“ in Pichelsdorf herüber. Von 1945 an war sie Sitz des britischen Stadtkommandanten. Die Familie emigrierte in die USA. Ein Neffe von Frau Plesch bewohnte sie, bis die Villa 1939 von den Nazis beschlagnahmt wurde. 1993 erwarb der Unternehmer Hartwig Piepenbrock das Anwesen und ließ Haus und Garten 1995-98 mit Unterstützung der Denkmalpflege aufwändig sanieren.

Ein Wasserrohrbruch – Glück im Unglück?

Man erzählt sich, dass die Vorbesitzer die Villa immer im „laufenden“ Betrieb repariert hatten. Etwas unkonventionell wurde eine Wasserleitung über den Dachboden gezogen. Dieses Provisorium war so lange kein Problem, bis der Stadtkommandant auszog. Der erste harte Winter ließ die Wasserrohre platzen. Die Folgen für das leerstehende Haus kann sich jeder ausmalen.

Für den Bezirk war es damals finanziell nicht möglich, die Villa Lemm sachgemäß zu sanieren. In diesem Fall muss es durchaus als Glücksfall angesehen werden, als sich ein Investor fand, der Haus und Gartenanlage mit viel Geld und Mühe in einen denkmalgerechten Zustand versetzen ließ. Dabei wurden nachträgliche Veränderungen am Grundstück, wie z. B. ein Schwimmbecken, beseitigt, um den ursprünglichen Zustand zu erreichen. Ohne das Unglück eines Rohrbruchs hätte der Verfall des Gebäudes möglicherweise über einen langen Zeitraum stattgefunden.

Stadtgestaltung, nicht immer zur Freude aller

Das im Laufe der Jahrzehnte gewachsene Stadtbild in der Spandauer Altstadt erfreut nicht immer die Herzen der Menschen. Heute ist man sich der früheren Fehler durchaus bewusst, nur sind diese nicht so ohne weiteres zu korrigieren.

Die Umgestaltung des Marktplatzes in der Spandauer Altstadt war als Ensemble und Kunstwerk urheberrechtlich geschützt. Ein Schutz der inzwischen ausgelaufen ist. Viele haben nicht verstanden, wieso eine Baumreihe gerade auf der Schattenseite des Platzes gepflanzt wurde. Andere bauliche Veränderungen des Platzes lassen sich gedanklich immerhin nachvollziehen, schließlich wies der Platz einmal ein merkbares Gefälle auf. Wer das nicht weiß, der sieht heute nur einen Betonriegel, in dem der Dreck herumschwimmt. Für letzteres kann wiederum der Künstler nichts.

Erfahrung einbringen?

Auf die Frage an Konrad Birkholz, ob er sich es vorstellen könne, seine Erfahrung aus den zurückliegende Jahrzehnten in gestaltende Projekte für Spandau einbringen wolle, reagierte er sehr verhalten.

„Da tue ich mich ein wenig schwer mit. Ich fand es schon zu meiner Dienstzeit furchtbar, wenn einige der „Alten“ nicht loslassen konnten. Ferner ist es natürlich immer unschön, wenn der Anschein aufkommt, man wisse alles besser und müsse immer seinen Senf dazugeben. Die anderen sind schließlich auch nicht auf den Kopf gefallen und tragen ihren Kopf nur für den Friseur. Die werden sich bei dem einen oder anderen schon etwas gedacht haben. Mitmachen also schon, wenn Erfahrung gewünscht wird, aber um Gottes Willen nicht danach drängen, sonst könnte es schließlich heißen – nicht der schon wieder. Im sozialen Bereich bleibt auch im Ruhestand die eine oder andere Ehrenamtstätigkeit. Im Rahmen der Parteiarbeit in Spandauer Süden, als Vorsitzender der Ortsteilgruppe Kladow, geht die Arbeit natürlich weiter. Zum Glück hat es in Kladow in all den Jahren immer viele gegeben, die sich selbstlos engagiert haben und es noch immer tun. Ohne das Engagement einiger Menschen würde heutzutage in unserer Gesellschaft vieles nicht mehr laufen. Ein gutes Beispiel ist auch das Engagement über den beruflichen Pflichten hinaus. So haben die Mitarbeiter im Rathaus aus dem Bereich Gesundheit und Soziales mit ihrer Arbeit – auch an Wochenenden, wenn z. B. „Das soziale und gesunde Spandau“ auf dem Markt veranstaltet wurde, tatkräftig mit anzupacken.“

Ende Teil 2 des Gesprächs mit dem Alt-Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz.

 

Ralf Salecker

Ein Gespräch mit Konrad Birkholz, dem ehemaligen Bezirksbürgermeister von Spandau

Jeder freut sich, wenn er ein paar Spuren hinterlassen hat

 

Konrad Birkholz mi der Spandauer Stadtgarde (Foto. Ralf Salecker)

Konrad Birkholz mi der Spandauer Stadtgarde (Foto. Ralf Salecker)

Konrad Birkholz, 1948 geboren, begann seine berufliche Karriere als Sozialpädagoge. 1979 wurde er in die Bezirksverordnetenversammlung von Spandau gewählt und war schließlich von 1995 bis 2011, also 16 Jahre lang, Bezirksbürgermeister Spandaus. Damit war er Berlins dienstältester Bezirksbürgermeister.

Gibt es Pflichtaufgaben für Altbürgermeister?

  • Sie kommen gerade von der Beerdigung von Herrn Dr. Klaus Bodin. Gehört dies zu den Pflichten eines Bürgermeisters a. D. denen man auf immer verpflichtet ist? Gibt es mehr solcher Pflichtaufgaben, die zum Amt gehören?

Natürlich ist es auch ein offizieller Termin gewesen, schließlich war Klaus Bodin einer meiner Vorgänger im Amt als Bürgermeister. Er schied 1979 aus der Politik aus, als ich gerade im Rathaus anfing, aber wir haben persönlich immer einen guten Draht gehabt. Uns verband eine ganz besondere Hochachtung miteinander, da spielte Politik und die Mitgliedschaft in unterschiedlichen Parteien, nicht wirklich eine Rolle.

Wirkliche Pflichtveranstaltungen für ehemalige Bezirksbürgermeister gibt es nicht, auch wenn manch Politiker auch später nicht wirklich loslassen kann … .

Eigentlich ist man mit dem Amt draußen. Man ist in solch einer Position in erster Linie Wahlbeamter, Chef der Verwaltung.

Es ist nicht so, dass ich nichts vermisse

  • Haben Sie sich inzwischen in den “Unruhestand”, wie es so schön heißt, einleben können? Blicken Sie manchmal noch wehmütig zurück?

Ich habe fast 46 Dienstjahre hinter mir, davon fast zwei Jahrzehnte als Bezirksamtsmitglied. Als normaler Bezirksverordneter kann man die Tätigkeit noch quasi ehrenamtlich ausüben. Als Bezirksamtsmitglied geht das nicht mehr. Man muss sich dann voll dafür entscheiden und es hauptberuflich ausüben. Mit dem Ausscheiden aus dem Amt ist es endgültig vorbei.

Es ist nicht so, dass ich nichts vermisse … man entwickelt persönliche Bindungen zu Menschen, mit denen man tagtäglich, 7 Tage die Woche, umgeht.

Mir war immer wichtig, mit Anstand langfristig Erfolg haben, etwas auf den Weg bringen, ohne sich verbiegen zu müssen. Neben der politisch und praktisch gestaltendenden Arbeit gab es auch die angenehmen offiziellen Anlässe, die erfreuliche Abwechslung boten. Das alles gibt es nun natürlich nicht mehr.

Ich habe mir bewusst eine Auszeit genommen, nach dem Ausscheiden aus dem Amt. Als Altbürgermeister von Spandau muss ich nicht an jeder offiziellen Veranstaltung teilnehmen und ich werde auch nicht jedes politische Geschehen öffentlich kommentieren, auch wenn´s mich manchmal in den Fingern juckt.

Jeder freut sich, wenn er ein paar Spuren hinterlassen hat. Mich freut es, den Gutspark Neukladow aus seinem Dornröschenschlaf gerissen zu haben. Heute kann man entspannt die traumhafte Aussicht von oben auf die Havel oder auch auf ein Feuerwerk am Strandbad Wannsee genießen. Landschaftlich ist er eine der schönsten Ecken Berlins. Fast sechs Jahrzehnte war der Gutspark fast hermetisch abgeriegelt. Kaum einer konnte seinen Fuß dorthin setzen. Die Arbeiterwohlfahrt nutze das Gelände, bis sie es 1992 an den Bezirk verkaufte um es dann wieder anzumieten. Wir haben dem zugestimmt, unter der Bedingung, dass die Bürger dafür frei am Havelufer entlang spazieren dürfen, was anfangs nicht ganz problemlos möglich war.

Mir war es wichtig, dass der Bezirk das Grundstück erwarb, damit es nicht in irgendwelche privaten Hände geriet. Das Gelände sollte wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Ähnliches hätte sich der Bezirk bei der Villa Lemm damals nicht leisten können. Hier war es ein Glücksfall, einen Unternehmer gefunden zu haben, der sich der Sanierung von Haus und Grundstück widmen wollte und es mit Liebe wieder auf Vordermann gebracht hat. Heute ist es ein wahres Juwel geworden. Hier wurde etwas erhalten, was Spandau niemals möglich gewesen wäre.

 

Ende Teil 1 des Gesprächs mit Spandaus Altbürgermeister Konrad Birkholz.

 

Ralf Salecker

Asnières-sur-Seine / Spandau: Eine Städtepartnerschaft, die ihresgleichen sucht!


Mehr als 50 Jahre vorbildliche Partnerschaft

Spandau und die französische Stadt Asnières-sur-Seine blicken auf eine 50-jährige Partnerschaft zurück, deren deutsch-französische Projekte beide Städte über die letzten Jahrzehnte geprägt haben.

Konrad Birkholz enthüllt das Spandauer Ortsschild in Asnières-sur-Seine

Asnières-sur-Seine ist eine französische Kleinstadt, die in der Region Ils de France 10 km südlich von Paris liegt. Mit mehr als 80 000 Einwohnern ist Asnières eine dynamische Vorortsstadt des Pariser Ballungsgebietes und eine politische Kraft im Regierungsbezirk Haut-de-Seine.  Zu ihren Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem der „Cimetière des chiens“, der wahrscheinlich älteste Hundefriedhof der Welt, und das Schloss von Asnières, welches im Jahre 1750 von dem Grafen d’Argenson neben der Stadt errichtet wurde.

Überdies spielt Asnières auch in den Werken von Van Gogh eine einzigartige Rolle. Der Künstler hat mehrere seiner Bilder der Stadt gewidmet. Das bekannteste dieser Werke ist „Das Restaurant de la Sirène d’Asnières“, das derzeitig im Museum d’Orsay in Paris ausgestellt ist.

Was bedeutet diese Partnerschaft für Spandau?

Im Jahre 1959 sind Asnières und das Berliner Stadtviertel Spandau eine Partnerschaft eingegangen, die bis heute fortbesteht. Während dieser 50-jährigen Partnerschaft hat sich der kulturelle und wirtschaftliche Austausch zwischen diesen beiden Städten stetig weiterentwickelt.

Hauptsächlich ermöglicht die Partnerschaft die Schaffung ausgiebiger Schüler- und Studentenaustausche zwischen den zwei Städten und die Entwicklung deutsch-französischer Klassenprojekte. Diese schulische Zusammenarbeit ist ein positiver Schritt in der deutsch-französischen Freundschaft und steht im Einklang mit der wachsenden politischen Zusammenarbeit der beiden Länder.

Doch nicht nur das Bildungswesen profitiert von der Partnerschaft. Gemeinsame Musik- und Kunstprojekte sind dadurch ebenfalls entstanden. Eines der zahlreichen Beispiele ist die Begegnung des Jugendorchesters aus Asnières-sur-Seine mit dem Blasorchester der Spandauer Musikschule im Sommer 2011. Anlass dafür war ein gemeinsames Konzert, in dem sowohl klassische als auch zeitgenössische Werke vorgeführt wurden.

Die Asnièresstraße in Spandau

Die Asnièresstraße in Spandau

50 Jahre Partnerschaft hinterlässt Spuren

Im Jahre 2009 haben beide Städte den fünfzigjährigen Geburtstag ihrer Partnerschaft gefeiert. Symbolisch wurde unter dem Stadtnamenschild von Asnières-sur-Seine ein gelbes Namenschild von Spandau angebracht. Als Gegenleistung wurde im Berliner Viertel Spandau eine Straße umbenannt in „Asnièresstraße“.

Nach den Festlichkeiten hat die Stadtverwaltung  Asnières nochmals versichert, wie wichtig diese internationale Partnerschaft für beide Städte sei und dass die Qualität der gegenseitigen Zusammenarbeit die internationale Ausstrahlung beider Städte verstärke. Außerdem äußerte die Stadt ihre Entschlossenheit, die internationalen Austauschprojekte im Rahmen von Wirtschaft, Kultur, Kunst und Bildung weiter auszubauen.

Die 50-jährige Partnerschaft zwischen Spandau und Asnières-sur-Seine, die im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft zur Entwicklung gemeinsamer Projekte beiträgt, hat noch schöne Tage vor sich. Alles scheint darauf hinzudeuten, dass diese Zusammenarbeit sich in den nächsten Jahren immer stärker entwickeln wird und die Einwohner beider Städte immer mehr Möglichkeiten haben werden sich näher zu kommen.

Anstehende Veranstaltungen von Partnerschaften Spandau:

13. Februar 2012
Stammtisch AG-Wolgograd
Kulturhaus Spandau
Mauerstr. 6
Bistro (2. Etage) mehrmehr
Zeit: 19:00 Uhr

02. März 2012
Stammtisch Partnerschaftsverein
Kulturhaus Spandau
Mauerstr. 6
Galerie mehrmehr
Zeit: 19:00 Uhr

16. März 2012
Mitgliederversammlung
Kulturhaus Spandau
Mauerstr. 6
Galerie mehrmehr
Zeit: 19:00 Uhr

Auf der Homepage finden Sie mehr Informationen zu Partnerschaften in Spandau.

Jüdisches Gedenken 2011 in Spandau

Auch in diesem Jahr richtet das Bezirksamt Spandau eine Feierstunde zum Gedenken an die Progonacht vom 9. zum 10.11.1938 aus.

Diese Gedenkveranstaltung findet statt

am Mittwoch, dem 09. November 2011
um 10.00 Uhr
am Jüdischen Mahnmal in der Grünanlage am Lindenufer (neben dem Parkplatz Lindenufer)

Bereits zugesagt haben die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Frau Lala Süsskind, sowie der Kantor der Gemeinde, Herr Simon Zkorenblut. Der Ev. Kirchenkreis Spandau hat die inhaltliche Gestaltung der Gedenkveranstaltung übernommen.

Neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft sind alle Bewohnerinnen und Bewohner von Spandau eingeladen an dieser Feierstunde teilzunehmen.

Zum diesjährigen Jüdischen Gedenken führt Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz aus:

Die Zeichen der Ausgrenzung und Missachtung von Menschen in unserer Gesellschaft sind fast täglich sichtbar, die Ausübung körperlicher und psychischer Gewalt gehört schon fast zum Alltagsleben. Ich sehe es als unser aller – völlig egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund – Verpflichtung an, dieser bedauerlichen Entwicklung in friedlicher Form entgegenzuwirken.

Das unendliche Leid, dass der jüdischen Bevölkerung in unserem Land, unserer Stadt und unserem Bezirk während der Zeit des Nationalsozialismus widerfahren ist, war zu damaliger Zeit der Ausdruck dessen, was in der heutigen Zeit im gesellschaftlichen Zusammenleben leider wieder zu beklagen ist. Wir alle sind angehalten, vor allem unserer Jugend in aller Deutlichkeit aufzuzeigen, welche Gräueltaten in der Zeit des Nationalsozialismus an den jüdischen Mitmenschen in unserem Land begangen wurden und was Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus in der Geschichte unseres Volkes bewirkt haben, um derartigen Geschehnissen entgegen zu treten.

Ich lade daher alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, besonders aber die Jugendlichen unseres Bezirks, ein, an der Feierstunde am 09.11.2011 teilzunehmen und im Gedenken an die schrecklichen Geschehnisse, die die jüdische Bevölkerung während der Zeit des Nationalsozialismus in unserem Land erleiden musste, am Jüdischen Mahnmal zu verweilen.

Wenn Sie noch Fragen zur Durchführung des Jüdischen Gedenkens 2011 haben, erhalten Sie unter der Telefonnummer: 90279-3318 alle nötigen Informationen.

Konrad Birkholz: “Spandauer sind keine Berlin-Gegner”

Höhen und Tiefen einer Amtszeit als Bürgermeister

Frank Henkel, Konrad Birkholz, Eberhard Diepgen

Frank Henkel, Konrad Birkholz, Eberhard Diepgen

Ist Spandau das „kleine gallische Dorf“ in Berlin oder hinkt dieser Vergleich?

Der Vergleich hinkt nicht, er ist einfach falsch. Wir sind keine Berlin-Gegner und müssen auch nicht wie die tapferen Gallier gegen eine Besatzungsarmee kämpfen; außerdem fehlt selbst uns Hintergrunewäldlern auch der Zaubertrank!

Aber ernsthaft betrachtet, wollen wir einfach nur, dass wir die Entscheidungen vor Ort mit unserer besseren Sachkenntnis entscheiden dürfen und nicht vom „grünen Senatstisch“ ständig Belehrungen ertragen müssen. Das ist auch kein Spandauer-Problem, sondern betrifft natürlich alle Berliner Bezirke.

Sauer stößt auf, dass Berlin immer wusste wo Spandau liegt, wenn es darum ging, Müll oder Dreck abzuladen (Müllverbrennungskraftwerk in Ruhleben oder Klärwerk), aber bei „Gegenleistungen“ für die Infrastruktur herrschte dann immer eine Art Amnesie, so dass wir beim U- und S-Bahnanschluss die Letzten waren.

Gehen Sie wirklich „in Zorn“, wie es im Tagesspiegelartikel gesagt wurde?

Eher mit Wut im Bauch, da es mir nicht gelungen ist, die kommunale Politik-Ebene wach zu rütteln. Ich ärgere mich auch über mich selber, dass ich hier nicht penetrant und laut genug war, vor Hamburger Zentral-Verhältnissen zu warnen.

Insgesamt bin ich dankbar für viel gelungenes, vor allem über die guten menschlichen Kontakte, wobei es auch sehr unangenehme Zeitgenossen gab, aber die kratzen mich nicht wirklich!

Und letztendlich bleibe ich ja im Dorf und gehe ja nicht wirklich weg.

Autogrammstunde mit Konrad Birkholz und Carsten Röding

Autogrammstunde mit Konrad Birkholz und Carsten Röding

Wenn Sie die unangenehmste und die angenehmste Erfahrung (auch Misserfolge oder Erfolge) in den 16 Jahren als Bürgermeister beschreiben müssten, welche wären dies?

In einer so langen Amtszeit gab es natürlich Höhen und Tiefen und unser Spandau hat sich erheblich verändert. Alleine der Bau des Bahnhofs, der Spandau-Arcaden, der Ellipse, der Einkaufszentren in Kladow und Gatow, der Landstadt Gatow oder die Erschließung der Wasserstadt und der Gewerbegebiete West-Staaken und Siemens-Techno-Park sowie die Fertigstellung des Spekte- und des Bullengrabengrünzuges haben das neue Erscheinungsbild nachhaltig geprägt.

Negativ bleibt mir in Erinnerung, dass viele sinnvolle Projekte für Spandau, z.B. die nicht realisierte Siemens-Arena und Tivoli durch dümmliches und völlig unnötiges Parteigezänke und Egoismus – auch zwischen Spandau und Berlin – nicht realisiert werden konnten.

Was verbinden Sie Herr Birkholz mit dem Begriff „Dorfschulze“?

Mit diesem Begriff verbinde ich ausschließlich Positives. Bei meinem Amtsantritt 1995 habe ich mein Amtsverständnis mit den Worten „Bürgernähe hat einen Namen: nämlich Konrad Birkholz“ zu umschreiben versucht, und ich habe in den vergangenen Jahren durch vielfache Hinweise bestätigt bekommen, dass ich dieser eigenen Vorgabe im Wesentlichen auch gerecht werden konnte.

Als Dorfschulze muss man immer direkt vor Ort arbeiten und immer ansprechbar für die Sorgen und Nöte der Menschen sein.
Und ansprechbar sein heißt natürlich auch, bei den Problem helfen und Unterstützung gewähren und zwar aus tiefer Überzeugung für das Amt und nicht, weil man ein Karrieresprungbrett braucht, um nach Höherem zu streben.

Kommunalpolitik muss man mit Herzblut machen. Wer das nicht begreift, wird keinen Erfolg haben.

Spandau hat einige Baustellen zu verzeichnen. Dazu gehören Langzeitarbeitslosigkeit und daraus resultierenden Folgen, aber auch zunehmende Problemwohngebiete und soziale Entmischung im Bezirk. Was empfehlen Sie Ihrem Nachfolger.

v.l. Wolfgang Becker, Sven-Uwe Dettmann, Konrad Birkholz, Carsten Röding

v.l. Wolfgang Becker, Sven-Uwe Dettmann, Konrad Birkholz, Carsten Röding

Die genannten Problemlagen sind leider nicht neu, einige Problemkieze sind schon älter, andere kamen neu hinzu, weil man z.B. viel zu lange an der Fehlbelegungsabgabe festgehalten hat, und so eine vorhandene soziale Durchmischung, z.B. im Falkenhagener Feld, zerstört hat.

Sorge bereitet mir dabei die derzeitige gesamtberliner Entwicklung mit steigenden Mieten in der Innenstadt und daraus resultierenden Umzügen in die Randbezirke, wodurch die soziale Entmischung weiter verstärkt wird.

Aber auch allgemeine gesellschaftlich Fehlentwicklungen, wie zunehmender Egoismus und schlechte Erziehung, fallen uns hier auf die Füße.
Auch verspätete Reaktionen der Politik, z.B. bei dem Wildwuchs an Spielhallen, tragen zur Verschlechterung der Wohngebiete bei.

Ich werde meinem Nachfolger keine Empfehlungen mit auf den Weg geben; ich wünsche mir nur, dass im politischen Wettstreit in Spandau zukünftig Sachverstand und Pragmatismus im Sinne aller Spandauerinnen und Spandauer wieder in den Vordergrund treten werden.

Ich werde aber ganz genau beobachten, welche der im Wahlkampf erzeugten „Luftblasen“ abgearbeitet werden und vor allem, wie das geschehen wird.

Im Anschluss an manche Filme werden manchmal sogenannte „Nichtkopierer“ gezeigt. Welches war Ihr nettestes Missgeschick?

Ich denke, dass sollten andere beurteilen, die mich – hoffentlich – wohlwollend in den mehr als 16 Jahren Amtszeit als Bürgermeister begleitet haben. Fettnäpfchen gab es sicher genügend!

Welche drei Orte in Spandau würden Sie einem Besucher des Bezirks unbedingt ans Herz legen wollen?

Diese Frage ist mir schon sehr oft gestellt worden und da Spandau sehr viele schöne Ecken hat, versuche ich da immer flexibel zu antworten.
Empfehlen kann ich natürlich die Altstadt, ganz besonders, wenn der Weihnachtsmarkt läuft, die Zitadelle, auch für Konzertbesucher, oder eine Bootsfahrt am Havelufer entlang.

Herr Birkholz, ich danke Ihnen für das Gespräch!

Ralf Salecker

Ende Teil 2 von 2

Teil 1

Ein Spandauer Urgestein geht von Bord

Bürgermeister Konrad Birkholz blickt zurück

Konrad Birkholz lässt den Korken knallen.

Konrad Birkholz lässt den Korken knallen.

Rund 16 Jahre Bezirksbürgermeister sind eine selten erreichte Zeit unter Berliner und Spandauer Bezirks-Bürgermeistern, besonders, wenn man nur die Neuzeit betrachtet. Sie sind damit Berlins dienstältester Bezirksbürgermeister.

Vor ihrer politischen Karriere haben Sie als Sozialpädagoge gearbeitet. Was war Ihr Grund, in die Politik zu gehen?

In meiner Schulzeit gab es noch Gemeinschaftskundeunterricht. Die Grundlage dieses Faches war die „Verpflichtung“, etwas für die Allgemeinheit zu tun.
Und schon Friedrich der Große hat uns in seinem Testament zu Folgendem ermahnt:

„Unser Leben führt uns mit raschen Schritten von der Geburt bis zum Tode. In dieser kurzen Zeitspanne ist es die Bestimmung des Menschen, für das Wohl der Gemeinschaft, deren Mitglied er ist, zu arbeiten.“

Geprägt haben mich also ein sehr guter Lehrer und die Weisheit des wohl bedeutendsten Hohenzollern.

 

Konrad Birkholz

Konrad Birkholz

1995 lösten Sie Sigurd Hauff von der SPD als Bezirksbürgermeister ab. Seit 45 Jahren SPD stellte bisher die SPD den Bezirksbürgermeister in Spandau. Gelang Ihnen dies, weil Sie „linke Themen“ der SPD besser besetzten?

Mich stört etwas der Begriff „linke“ Themen. Was ist links, was ist rechts? Die Spandauerinnen und Spandauer interessieren sich nicht für dogmatische Festlegungen, sondern erwarten – völlig zu recht – pragmatische Lösungen!
Dabei erkennen die Menschen sehr schnell, ob nur sozial gefaselt wird, oder ob man sich ehrlich um die Probleme der „kleinen“ Leute kümmert.

Welches waren die deutlichsten Veränderungen zur Politik der SPD?

Nach 45 Jahren Gutsherren-Verwaltung war es wichtig, „frischen Wind“ ins Rathaus zu bringen und anstatt besserwisserischer Bevormundung besser dem Volk zuzuhören und „auf´s Maul zu schauen“.

Besonders wichtig sind und waren mir hierbei eine bürgerfreundliche und bürgernahe Verwaltung der kurzen Wege, eine wirtschaftsfreundliche und wirtschaftsfördernde, nicht gängelnde, Politik mit dem Schwerpunkt der Bestandspflege.

Für den bis dahin völlig vernachlässigten Süden Spandaus haben wir endlich eine vernünftige Infrastruktur installiert und mit den Spandau-Arcaden, der Ellipse, der Einkaufszentren in Kladow, Gatow und in Siemensstadt Akzente in der Standortpolitik gesetzt, denen sich die Spandauer SPD aus ideologischen Gründen stets verweigert hat.

Haben Sie in den 4 Amtsperioden Dinge über Spandau erfahren, die Sie überrascht haben? Sei es nun positiv oder negativ?

Überrascht nicht, da ich ja schon vor meiner Wahl zum Bürgermeister lange in der Kommunalpolitik aktiv war. Beeindruckt hat mich aber stets die Heimatverbundenheit der Spandauerinnen und Spandauer, ohne dabei eigenbrötlerisch zu sein.
Politisch hat mich in den ganzen Jahren die „Vetternwirtschaft“ der SPD im Bezirk beeindruckt, vielleicht aber auch einfach nur negativ überrascht.

 

Bezirksbürgermeister Birkholz betonte, wie wichtig Ehrenamtliche für die Spandauer Gesellschaft sind.

Bezirksbürgermeister Birkholz betonte, wie wichtig Ehrenamtliche für die Spandauer Gesellschaft sind.

Das „Word Wide Web – Internet für alle“ gibt es nun schon 18 Jahre. Hat sich Ihre Arbeitsweise hierdurch im Laufe der Zeit verändert? Sind Sie eher ein „digitaler“ oder „analoger“ Mensch?

Sicher habe auch ich diese Informationsquellen genutzt oder besser habe sie für mich nutzen lassen. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bürgermeister-Büro haben mich da mehr als tatkräftig unterstützt.

Von daher bin ich, was das eigene User-Verhalten anbelangt, sicher ein analoger Typ, beim Fernsehen dann aber doch schon ein digitaler Typ.

Sicher werde ich mich zukünftig als „Privatier“ mehr mit dieser Materie beschäftigen, aber unnützes Netzgeschwafel wie Twitter oder facebook werde ich bestimmt nicht mitmachen.

Die Amtskette, die Sie als Bezirksbürgermeister bei besonderen Anlässen trugen, ist ein Symbol der freiheitlichen Selbstverwaltung. Wie oft oder wo besonders mussten Sie die Grenzen „erdulden“? In einem Tagesspiegel-Artikel kritisierten Sie die „zentrale Regelungswut“ des Berliner Senats.

Meine Kritik in dem Tagesspiegel-Artikel betraf konkret die zentrale Regelungswut des Senats, der versucht, die Bezirke künstlich doof zu halten und dabei sehr oft arrogant und besserwisserisch auftritt. Die Bezirke müssen sich endlich wirklich weitgehend selber verwalten können und nicht als de facto „nachgeordnete Behörden“ am Wohlwollen des Senats hängen.

Dies betrifft Gewerbeansiedlungen und Großprojekte, wie die geplante Siemens-Arena. Hier hat der Senat ganz bewusst dafür gesorgt, dass in Spandau geplante Ansiedlungen „hinter das Brandenburger Tor“ gelenkt wurden, z.B. nach Adlershof. Und die Arena, die übrigens bei uns den Arbeitstitel, „Ersatzstandort Deutschlandhalle“ trug, heißt jetzt O2-World und steht weit weg von Spandau.

Auch was das bezirkliche Personal anbelangt, unterliegen die Bezirke so vielen Beschränkungen seitens des Senats, dass eine auskömmliche Personalausstattung der für den Bürger tätigen Verwaltungseinheiten gar nicht realisiert werden kann, selbst, wenn man das Geld dafür hat.
Der Witz ist, dass wir aufgrund dieser Vorgaben unsere Personalmittel nicht nutzen können und dann beim nächsten Haushaltsplan weniger Geld bekommen, dass die tatsächlichen Personalausgaben zwei Jahre davor die jeweilige die Grundlage für die entsprechende Zuweisung darstellen. So spart man durch „die kalte Küche“ die Bezirke kaputt. Im Jahr 2020 werden wir in den Bezirken nur noch das Personal für 9 von 12 Bezirksämtern haben. Mir ist völlig schleierhaft, wie sich der Senat dann eine Arbeit für die Menschen vor Ort vorstellt, aber vielleicht stellt ja dann der Regierende Bürgermeister persönlich Ausweise oder Gewerbegenehmigungen aus oder bewilligt Grundsicherung für sozial Bedürftige.

Gab es Situationen, auf die Sie – trotz Regelungswut – auch augenzwinkernd zurück schauen konnten?

Natürlich, Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

 

Ralf Salecker

Ende Teil 1 von 2

 

Teil 2 lesen Sie morgen, Samstag 22.10.2011, an gleicher Stelle.

Gemeinsam durch den Spandauer Stadtforst


24.09.2011: 82. Internationaler Wandertag

Logo des Wandervereins Spandau e.V.

Logo des Wandervereins Spandau e.V.

Am kommenden Samstag veranstaltet der Wanderverein Spandau den 82. Internationalen Wandertag. Im Rahmen der Veranstaltung werden alle Wanderfreunde gemeinsam den Stadtforst durchstreifen. Schirmherr der Veranstaltung ist der Spandauer Bürgermeister Konrad Birkholz und er hofft, „dass auch in diesem Jahr wieder viele Wanderfreunde auch nah und fern nach Spandau kommen und sich bei schönem Wetter an der Schönheit der Natur erfreuen können“. Die Wanderstrecke kann über verschiedene Distanzen absolviert werden. Jeder Wanderfreund kann sich anhand seiner Fitness eine Strecke von 5, 10 oder 16 km aussuchen. Jede Strecke kann im Rahmen der IVV-Wertung gewertet werden. Alle Teilnehmer, die einen IVV-Wertungsstempel erwerben möchten haben ein Startgeld in der Höhe von 1,50 € zu zahlen.

Organisatorisches

Start und Ziel,
Gaststätte „Die Sporthütte“
Hakenfelder Str. 29
13587 Spandau

Anfahrt,
Bus 136, Haltestelle „Wichernstraße“


Größere Kartenansicht

Ein Dankeschön für Spandaus Dorfschulzen Konrad Birkholz

Viel Prominenz kam zum scheidenden Bürgermeister

Autogrammstunde mit Konrad Birkholz und Carsten Röding

Autogrammstunde mit Konrad Birkholz und Carsten Röding

Die CDU Spandau veranstaltete am Freitag ein großes Dankeschönfest für den Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz auf dem Marktplatz in der Altstadt Spandau.

Als Konrad Birkholz Vormittag „sein“ Rathaus verließ, erklang von einer Militärkapelle “Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wieder haben” und “Muss I denn zum Städtele hinaus.” So erzählte es Eva, die Marketenderin der Spandauer Stadtgarde. “Ich war sehr gerührt. Nach 16 Jahren Dienst als Bürgermeister, ist dies eine ergreifende Szene.” Die Spandauer Stadtgarde selbst war auch später in ihren Uniformen auf dem Markt präsent.

Nach einer allgemeinen Begrüßung ließ er sich für eine längere Zeit an einem Biertisch nieder, um geduldig Autogramme zu schreiben. Viele, vorwiegend ältere Damen und Herren wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, ihren Bürgermeister persönlich zu sprechen. Manch einer hätte sich eine weitere Amtszeit des Dorfschulzen und dienstältesten Bürgermeisters Berlins gewünscht. “Ich bin ja nicht aus der Welt”, so seine lakonische Antwort.

Konrad Birkholz, im Schutz der Spandauer Stadtgarde

Konrad Birkholz, im Schutz der Spandauer Stadtgarde

Auch der neue Kandidat für den Bürgermeisterposten, Carsten Röding, musste immer wieder seinen Stift zücken, um den Autogrammwünschen nachzukommen.

Von der Bühne gab es während der ganzen Zeit Musik, mal von der Konserve, dann wieder live. Mit kräftigen Applaus wurde ein russischer Chor belohnt. Ein wenig schmerzhaft waren später die Berliner Gassenhauer zum Leierkasten. Leidenschaft allein reicht dann doch nicht aus.

Der anschließende orientalische Tanz versöhnte dann wieder. Gut gelaunt, ließ Konrad Birkholz sich zu ein paar abschließenden Tanzschritten hinreißen. Pünktlich zur Kaffeezeit gab´s kostenlosen leckeren Kuchen von der Konditorei Fester.

Die offizielle Ehrung des scheidenden Spandauer Bürgermeisters begann mit einer einleitenden Rede von Kai Wegener, dem Vorsitzenden der CDU Spandau:

Frank Henkel, Konrad Birkholz, Eberhard Diepgen

Frank Henkel, Konrad Birkholz, Eberhard Diepgen

Konrad Birkholz hat Spandau mit Herz und Verstand durch nicht immer ganz leichte Zeiten geführt. Der Dorfschulze, wie er sich gern selber nannte, zeichnete sich durch besondere Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern aus. Kurzum: Konrad Birkholz hat sich um Spandau verdient gemacht.“

Viel CDU-Prominenz betrat dann die Bühne. Frank Henkel, der CDU-Spitzenkandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters, Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister von Berlin a. D, Bodo Oehme, Bürgermeister von Schönwalde-Glien, Norbert Kopp, derzeitiger Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf und Herbert Weber, der frühere Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf. Alle betonten den unermüdlichen Einsatz von Konrad Birkholz für Spandau, aber nicht gegen Berlin – gemeinsam mit den Nachbarn jenseits der Havel und auch in Brandenburg.

Trubel auf dem Spandauer Marktplatz

Trubel auf dem Spandauer Marktplatz

Manchmal, so erzählte Konrad Birkholz augenzwinkernd, war auch eine kleine List notwendig, um „Spandaus Interessen“ durchzusetzen. So dürfte Spandau der einzige Bezirk Berlins sein, der nicht ganz regelgerecht, seine Bezirksfahne dauerhaft auf dem Rathaus flattern lässt.

Das Dankeschönfest wurde am Abend durch den Auftritt der Bands Mereyside und Rock 59 musikalisch beendet.

 

Ralf Salecker

Neue Bürgerstiftung gegründet

Rettung von Gutspark Neukladow unter Dach und Fach

Die Senatsverwaltung für Justiz hat nun die Bürgerstiftung Gutspark Neukladow rechtsfähig anerkannt und somit den Weg geebnet den Park denkmalgerecht zu sanieren und für die Öffentlichkeit zu erhalten. Der Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz wird gemeinsam mit dem Initiator dieser Stiftung, Baustadtrat Carsten Röding,

am Mittwoch, den 07. September 2011
um 12.15 Uhr
Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin

allen Vorstandsmitgliedern der neu gegründeten Stiftung offiziell eine Urkunde überreichen.

Der Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz äußerte sich auch zum Thema:

„Es freut mich ganz besonders, dass es durch den finanziellen Einsatz der privaten Stifter nun gelungen ist, diese Stiftung ins Leben zu rufen. Für das mit der Errichtung der Stiftung bewiesene gesellschaftliche Engagement danke ich den Stiftern von ganzem Herzen – nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Kladower Mitbürger, weil wir dadurch den Havel-Uferweg auf Dauer offen halten. Durch diese Stiftung wird es uns möglich sein, die Bau- und Gartendenkmäler des Gutsparks zu erhalten und die Förderung kultureller Zwecke mit der Förderung des Naturschutzes zu vereinen und dabei den Gutspark der Öffentlichkeit zugänglich zu erhalten.”

Gedenken an Eduard Zimmermann und Verabschiedung von Konrad Birkholz

Der Spandauer Geschichtsverein und das Bezirksamt von Spandau  laden ein

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Zum Gedenken an den Spandauer Bürgermeister Eduard Zimmermann (*04.09.1811 / +29.02.1880) anlässlich seines 200. Geburtstages und der Verabschiedung des Bezirksbürgermeisters Konrad Birkholz (1995 – 2011) lädt Sie das Bezirksamt Spandau und die Heimatkundliche Vereinigung Spandau recht herzlich ein,

am Sonntag, dem 04. September 2011, 18.00 Uhr,

Zitadelle Spandau, in den ital.Höfen,

am Juliusturm 64, 13599 Berlin

an der Veranstaltung teilzunehmen.

Eduard Zimmermann leitet von 1839 bis 1850 die Geschichte der Havelstadt. In der Zeit der deutschen Revulotion von 1848 wurde er ein Wegbereiter der demokratischen Bewegung in Preußen und gehörte dem ersten deutschen Parlament sowie der Deutschen Nationalversammlung von 1848 bis 1849 in Frankfurt an Main an.

Programmablauf zur Veranstaltung

Musikalische Einleitung

  • Begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden Karl-Heinz Bannasch
  • Begrüßung und einleitende Worte durch den Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz

Musikalischer Beitrag

  • Festvortrag – Karl-Heinz Bannasch
  • Spandauer Bürgermeister in der Zeit von 1839 bis 1850
  • Eduard Zimmermann-Parlamentarier, Häftling und Verurteilter

Musikalischer Beitrag

  • Einleitende Worte durch Karl-Heinz Bannasch
  • Laudatio durch Herrn Landrat Paul Breuer (Landkreis Siegen – Wittgenstein)

Musikalischer Beitrag

  • Stehempfang

Die Veranstaltung wird von Frau Anja Hufnagel mit Blockflöten und Frau Mira Lange mit einem Cembalo musikalisch begleitet.

 

Aktionstag – Handwerk in Spandau hautnah erleben

„Hinter jeder Dienstleistung steckt ein Handwerk“

Das Logo zur bundesweiten Veranstaltung

Das Logo zur bundesweiten Veranstaltung

Am 3. September findet der bundesweite Tag des Handwerks“ statt . Auch in Spandau wird sich an diesem Tag alles rund um das Thema Handwerk drehen, sowie alle damit verbundenen Themen. Von 11.00 bis 16.00 Uhr können Interessierte und Schaulustige im Hostel Reiter die Veranstaltung besuchen. Veranstalter sind der Caiju e.V. mit seinem TeenKom Projekt, die Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V., die Planungsgruppe des Quatiermanagements und natürlich dem Anlass entsprechend die Handwerkskammer.

Programmablauf gespickt mit Highlights

Um 11.15 Uhr wird Konrad Birkholz, Bezirksoberbürgermeister von Spandau gemeinsam mit dem Vize-Präsident der Berliner Handwerkskammer Karsten Berlin und Gabriele Fliegel, der Vorsitzenden des Spandauer Wirtschaftshofs die Veranstaltung mit einleitenden Worten eröffnen.Im Anschluss daran präsentieren Jugendliche Blitzjobber des Projekts TeenKom ihre selbst erstellten Kurzfilme über einige Handwerksbetriebe aus der Region – einen kurzen Vorgeschmack finden Sie im weiteren Verlauf des Artikels.

Um 12 Uhr starten die Besucher in Kleingruppen zu einem Rundgang im Kiez. Unter der Leitung von jugendlichen Tourguides werden einige örtliche Handwerksbetriebe abgeklappert. Hier wird informiert, handwerkliches Geschick gezeigt und eingeladen das eigene handwerkliche Können einmal unter Beweis zu stellen. Das Programm ist vielfältig. Vom Fahrradmuseum über die Wollwerkstatt und Betriebe für Glasgravur bis hin zur Polsterei und Tischlerei ist alles vertreten was ortsansässig ist und ein Handwerk ausübt. Während dem Rundgang können die Besucher an einem Quiz teilnehmen, alle später vergebenen Gewinne sind von den Handwerksbetrieben gespendet.

Gegen 14.30 Uhr ist die Rückkehr im Hostel Reiter geplant. Hier können sich die Teilnehmer bei Snacks und Getränken nach dem Rundgang erstmal stärken.
Seinen Abschluss findet der Tag des Handwerks dann im Rahmen der Preisverleihung des veranstalteten Quiz.

Was wären wir ohne das Handwerk?

Was wären wir ohne das Handwerk?

Was die Zukunft auch bringen mag

Der Tag des Handwerks bietet außerdem ein großes Angebot an Jobinformationen. Durch Workshops und Spezialisten vor Ort, die für Fragen jeder Art zur Verfügung stehen, versucht man hier den Jugendlichen das Handwerk ein Stück weit näher zu bringen. Zukünftige Schulabgänger oder auch einfach Interessierte Jugendliche können sich hier vielerlei Information rund um das Thema Ausbildung, Handwerksberufe und Einstiegschancen einholen. Neben den lokalen Betrieben sind außerdem noch das JobKiosk.plus, die Berufsberatung der Agentur für Arbeit sowie die BIWAK-Akademie und Coopolis vor Ort.

Sehen und gesehen werden – wer alles mitmacht

Alle beteiligten Handwerksbetriebe kommen sind in der Spandauer Neustadt ansässig oder aus der näheren Umgebung. Mit dabei sind die Wollwerkstatt, G & G Friseursalon, Friedbert Schneider Modedesign, Dachdecker Wolfgang Blum, Die Seifenengel, Ullis Fahrradmuseum, Karrasch Bau, Neuberger Gebäudereiniger, Klangholz e.V. Instrumentenbau und viele viele andere.

Von TeenKom unter die Lupe genommen

© Christina Woodman / pixelio.de

© Christina Woodman / pixelio.de

Im Rahmen von Tag des Handwerks haben die Jugendlichen des Projekts TeenKom schon vorab einzelne Handwerksbetriebe genauer inspiziert. Einer davon ist das Einzelunternehmen von Petra Fabig, die Berliner Kuchen- & Tortenmanufaktur. Der Betrieb befindet sich in der Lynarstraße 35. Dort führt die Geschäftsinhaberin seit drei Jahren den Betrieb gemeinsam mit vier weiteren Mitarbeiterinnen. Hier ist Frauenpower angesagt und die wird hier auch benötigt. Die Kuchen- & Tortenmanufaktur hat mit über 130 Produkte ein vielseitig und vor allem zuckersüßes Sortiment. Petra Fabig ist stolz auf ihr Schaffen und versucht immer noch ein Stückchen besser zu sein, denn „man sollte nie zufrieden sein, denn in dem Moment, wo man zufrieden ist, geht man einen Schritt zurück“, so die Geschäftsinhaberin.

Unser Redaktionsfazit: Das Handwerk hat goldenen Boden, natürlich auch uns insbesondere in Spandau.

Ihre Melanie Krisch

CDU Spandau sagt “Danke, Konrad Birkholz!”


Großes Dankeschönfest am 09.09.2011 in der Altstadt Spandau

Die CDU Spandau veranstaltet am Freitag, den 09.09.2011 ein großes Dankeschönfest für den Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz auf dem Marktplatz in der Altstadt Spandau.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Konrad Birkholz entschieden, nicht erneut für das Amt des Bezirksbürgermeisters von Spandau zu kandidieren. Er blickt auf eine 16-jährige Amtszeit zurück.

“Konrad Birkholz hat Spandau mit Herz und Verstand durch nicht immer ganz leichte Zeiten geführt. Der ‘Dorfschulze’, wie er sich gern selber nannte, zeichnete sich durch besondere Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern aus.
Kurzum: Konrad Birkholz hat sich um Spandau verdient gemacht”, sagt Kai Wegner, Vorsitzender der CDU Spandau.

Gemeinsam mit den Spandauerinnen und Spandauern will die CDU daher dem scheidenden Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz Dankschön sagen.

Zum Dankeschönfest in der Altstadt Spandau werden u.a. erwartet:

  • Frank Henkel, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU Berlin, CDU-Spitzenkandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters,
  • Carsten Röding, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Umweltschutz, Bezirksbürgermeisterkandidat der CDU Spandau
  • Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister von Berlin a.D.

In der Zeit von 11:30 bis 21:00 Uhr ist für ein kulinarisches Angebotgesorgt. Zur Kaffee- und Kuchenzeit zwischen 15:00 und 16:00 erhalten insbesondere Senioren einen Kaffee und ein Stück Kuchen gratis.

Der zu ehrende Konrad Birkholz bittet von Blumengeschenken abzusehen und statt dessen während des Dankeschönfestes für die Legends, dem Chearleader-Team des SC Staaken, zu spenden. Diese werden Ende November gemeinsam den ‘Aces’ als Team ‘Germany’ an der Cheerleading WM in Hong Kong teilnehmen und benötigen hierfür noch finanzielle Unterstützung. Konrad
Birkholz selbst wird unter dem Motto “Eine Legende sammelt für die Legends” dem Team um 16 Uhr einen Spendenscheck überreichen.

Ein Höhepunkt des Tages wird neben der Ehrung von Konrad Birkholz eine öffentliche Autogrammstunde von Konrad Birkholz und Carsten Röding um 17 Uhr sein.

Das Dankeschönfest wird am Abend durch den Auftritt der Bands ‘Mereyside’ und ‘Rock 59’ abgerundet.

Programm:

  • 11.30 Uhr Begrüßung
  • 12:20 Uhr Autogrammstunde
  • 13:00 Uhr Pause
  • 14:30 Uhr Orientalischer Tanz
  • 15:00 – 16:00 Uhr Kaffeklatsch mit Live-Musik
  • 15:30 Uhr Rede Frank Henkel
  • 16:00 Uhr “Eine Legende sammelt für die Spandau Legends”
    anschließend Ehrung von Konrad Birkholz
  • 16:30 Uhr Gespräch mit Weggefährten
  • 17:00 Uhr Autogrammstunde mit Konrad Birkholz und Carsten
    Röding
  • 18:30 Uhr Mereyside Band
  • 20:00 Uhr Rock 59

Summer Summit der German Security Unit e.V.

Vereinsmitglieder in traditioneller Uniform © Kameradschaft GSU e.V.

Vereinsmitglieder in traditioneller Uniform © Kameradschaft GSU e.V.

Am vergangenen Samstag, den 13. August 2011 veranstaltete die Kameradschaft ehemaliger britischer Wachpolizisten (GSU) ihr alljährliches Sommerfest. Bei angenehm sommerlichen Temperaturen feierten die Vereinsmitglieder mit hunderten Gästen auf dem Gelände der ehemaligen Smuts Kaserne. Auch der Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz, sowie der Spandauer Bezirksstadtrat Carsten Röding befanden sich unter den Gästen. Neben dem traditionellen Fahnenappell und den historischen Uniformen wurde das Sommerfest der GSU mit schottischer Dudelsackmusik abgerundet. Auch gedachte man zum 50. Jahrestag des Mauerbaus gemeinsam der Mauertoten.

Für mehr Informationen über die Kameradschaft der German Security Unit e.V. besuchen Sie doch einmal den Internetauftritt des Vereins.

50. Jahrestag des Mauerbaus – Gedenken an Tote in Spandau

Bewegende Worte von der Exzellenz, dem amtierenden britischen Botschafter Andrew Noble und der Spandauer Politikprominenz

Kranzniederlegung

Kranzniederlegung

Die Heimatkundliche Vereinigung Spandau lud am Freitag zu einer öffentlichen Zusammenkunft an der Spandauer Mauergedenkstätte ein. Neben gut 100 Menschen war auch Andrew Noble, Botschafter Großbritanniens,  der Einladung gefolgt  Der Botschafter sprach über die gemeinsame Geschichte der Deutschen und der Briten sowie der Freundschaft, die sich in den vielen Jahren, in denen die Berliner Mauer stand, entwickelt hat. „Spandau was for decades the home of my compatriots“, hauchte er sichtlich gerührt  von der großen Anteilnahme der Spandauer zum 50. Jahrestag des Mauerbaus am 13.  August 1961 ins Mikrofon. Er appellierte ebenso an die Vernunft und das Gewissen der Spandauer, die gekommen waren, um den insgesamt acht Mauertoten an der innerdeutschen Grenze Heerstraße/ Bergstraße zu gedenken.

Botschafter Andrew Noble

Botschafter Andrew Noble

„The disregard of the right of every person on freedom, shall never be legitimised“. Rührende Worte sprach er in seiner knapp 30-minütigen Rede, die ihn selbst sehr nachdenklich stimmten und an die grausame Unterdrückung des Deutschen Volkes, welches viele Mauertote zu beklagen hatte, erinnerten.

Als weitere Redner traten Bezirskstadtrat Carsten Röding sowie der Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V., Karl-Heinz Bannasch und der amtierende Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz, der wie auch sein Vorredner Andrew Nobles auf die Mauertoten und die Unterdrückung eines ganzen Volkes einging, an das Rednerpult. „Es ist immer noch unverständlich, mit welchen Mitteln ein Staat die freie Beweglichkeit der eigenen Bevölkerung unterbunden hat.“

Nachdem die Redebeiträge beendet waren, ging es an die Kranzniederlegung. Andrew Noble, Konrad Birkholz, Carsten Röding und Karl-Heinz Bannasch traten nach vorne an die wunderschön geschmückten Kränze und gedachten in einem Schweigemoment den Mauertoten. Zum Abschluss wurde den Maueropfern in zwei gemeinsamen Gebeten, dem „Vater Unser“ und „Herr, erbarme dich“ gedacht, bevor sich jeder für sich mit seinen eigenen Gedanken zum Berliner Mauerbau wieder auf den Heimweg machte.

 

Hinweis: Auf Anregung der Heimatkundliche Vereinigung Spandau e.V. wurdeim letzen Jahr vom Bezirksamt die Spandauer Mauergedenkstätte an der Heerstraße/Bergstraße eingeweiht.  Weitere Informationen zum Mauerbau finden Sie hier:  Eine Stadt erinnert sich.

Nadine Mittag

Gedenkstätte Spandau © Sammlung Bannasch

Gedenkstätte Spandau © Sammlung Bannasch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heerstraße, Ecke Bergstraße
Bus: M37 oder M49 bis Haltestelle „Hahneberg“


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Die Trachten waren los. Video vom Bayern-Tag 2011 in Spandau

Am Wochenende waren die Trachten los. Samstag pünktlich um 11 Uhr begrüßten traditionelle Dirndl sowie Lederhosen die Spandauer in der Altstadt. Das alljährliche Bayernfest strahlte zum 29. Mal bei „sagenhaften“ 26° C. Auf dem Marktplatz zwischen Woolworth und Kaisers wurde das Publikum in die Heimat der Bayern entführt. Bierzeltgarnituren und weitere typisch bayerische Spezialitäten warteten auf ihre neugierigen Besucher.

Ganz schön viel los

Eröffnung Bayern Tag Spandau 2011 durch Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz (Bildmitte)

Eröffnung Bayern Tag Spandau 2011 durch Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz (Bildmitte)

Von Weißwurst, Brezeln bis hin zum Weißbier fand der Bayernfan so ziemlich alles. Ein Stück Spandau vereinte sich ebenfalls mit der bayerischen Heimat. Das Eiscafé Florida lud zum Vanille-Eis in den Freistaatsfarben Blau und Weiß ein. Ausgelassene Stimmung herrschte schon nach Beginn der Eröffnung durch Konrad Birkholz. Nach dem Auftritt der Schuhplattler-Gruppe des Vereins Bayern in Berlin hielten es nur noch wenige auf den Bänken und alle genossendie ausgelassen Stimmung.Trotz der großen Baustelle am Falkenseer Platz  fanden viele den Weg zu Fuß oder per Umleitung der BVG zum Fest.

Fichtelgebirge Partnerregion 2011

Gute Stimmung und gutes Wetter auf dem Bayerntag 2011 in Spandau

Gute Stimmung und gutes Wetter auf dem Bayerntag 2011 in Spandau

In diesem Jahr präsentierte sich erstmals das Fichtelgebirge als Partnerregion mitten in Berlins größter zusammenhängender Fußgängerzone. Das Kurzentrum und die Touristeninformation Weißenstadt waren auch vor Ort und luden herzlichst in Ihre Heimat ein.

Viele glückliche Gesichter gab es bei der stündlichen Reiseverlosung. Für tolle Musik und rhythmische Töne sorgten das Duo “Feuer & Eis” und die Gruppe der drei Franken von BaHoPa. Jung und Alt wurden von der Kunst der mobilen Schmiede und Porzellanwerkstatt begeistert.

 

Web-Reporterin Sarah Fedke

PS:  Wir danken Spandau TV für die Bereitstellung des Videos und die zukünftige Kooperation.