RSSAlle Einträge markiert mit: "Konsum"

Machen Schockbilder aus Rauchern Nichtraucher?

Seltsame Vorstellungen der EU

Rauchen kann  tödlich sein!

Rauchen kann
tödlich sein!

Rauchen ist ungesund. Man schätzt, dass jährlich 700.000 Menschen in Europa an den Folgen des Rauchens sterben. Das ist dreimal die Bevölkerung von Spandau. Diese banale Erkenntnis wird von immer weniger Menschen bezweifelt. Keiner mit gesundem Menschenverstand wird sich dem verschließen können. Trotzdem rauchen viele weiterhin. Auf Zigarettenpackungen steht heute schon in großen Lettern „Rauchen ist tödlich“. Hält das irgendjemanden vom Rauchen ab?

Wer mit der U-Bahn in Spandau und Berlin unterwegs ist, wird feststellen, dass Rauchen dort wieder auf dem Vormarsch ist. Unverblümt werden Glimmstängel gepafft – weil die BVG nichts dagegen unternimmt.

Vor einigen Jahren kam eine Zigarettenmarke heraus, die auf tiefschwarzer Verpackung den feinsinnigen Namen Tod trug. Sie wurde ein Verkaufsrenner. Gibt es also Dinge, die Raucher vom Rauchen abhalten können? Vor Jahrzehnten begann man in Schulen Filme zu zeigen, die auf drastische Art und Weise die körperlichen Folgen des Rauchens zeigten. Eine Raucherlunge ist ein wenig appetitlicher Anblick. Die Amputation eines Raucherbeins ebenso wenig. Hat es Menschen vom Rauchen abgehalten?

EU plant Zigarettenpackungen mit Schockbildern

Nachdem große Buchstaben mit unangenehmen Folgen kaum eine Wirkung zeigten, möchte die EU den Rauchern das Rauchen mit ekligen Bildern verleiden, die den größten Teil der Zigarettenverpackung bestimmen. Übersehen kann sie niemand mehr. Selbst wer des Lesens nicht mächtig sein sollte – die Bilder sprechen eine deutliche Sprache.

  • „Raucher sterben früher“ und dazu das Bild einer Leiche im Leichenschauhaus
  • „Raucher sterben früher“ und dazu das fast ästhetisch schöne Fotos mit dem Fuß einer Leiche, an dem das klassische Schildchen hängt.
  • „Rauchen verstopft die Arterien“ und dazu das Bild einer Operation am offenen Herzen.
  • „Rauchen verursacht Lungenkrebs“ und passend dazu der Vergleich von gesunder Lunge und Raucherlunge.
  • „Rauchen macht hochgradig abhängig“ und dazu entweder das Bild einer „Suchtspritze“.
  • „Rauchen schädigt ungeborenes Leben“ …
  • Rauchen lässt die Haut altern“ und passend dazu ein verschrumpelter Apfel oder eine extrem gealterte Haut.

Letzteres könnte möglicherweise diejenigen erreichen, die sich ein ewig jugendliches Aussehen auf die Fahnen geschrieben haben, weil die Werbung dies seit vielen Jahren als einzig wahres Lebensideal verkauft. Das dürfte wohl auch der einzig messbare Erfolg sein.

Ob Rauchen ungeborenes Leben schädigt oder ob es die eigenen Kinder sind, die tagtäglich im Dunst stehen, einem abhängigen Raucher, der sich darüber keine Gedanken machen will oder dem die „persönliche Freiheit“ wichtiger ist, als die Gesundheit von Schutzbefohlenen, den wird kein Bildchen davon abhalten – nicht in Spandau oder sonst wo in Europa.

Seit Anfang dieses Jahres dürfen Australier sich an solchen Bildern erfreuen. Die Zigarettenmarke ist dann nur noch als kleines unscheinbares Symbol gestattet. Werden nun alle spontan zu Nichtrauchern oder dürfen wir eher davon ausgehen, dass ein regelmäßiger Anblick abstoßender Bilder eher abstumpfend wirkt und somit das Gegenteil bewirkt? Die Zigarettenindustrie zog gegen die Einführung solcher Bilder vor Gericht – und scheiterte.

Auch die Zusatzstoffe sollen verschwinden. Sie machen den „Geschmack“ erst attraktiv.

Zigaretten werden durchaus wegen ihrer Marke geraucht. Tritt diese völlig in den Hintergrund, könnte es zukünftig egal sein, was geraucht wird. Wenn dies dann egal ist, nimmt möglicherweise auch die Zahl der Raucher ab. 2 % weniger in 5 Jahren, so hofft die EU-Kommission.

Darum geben sich die Lobbyisten der Tabakindustrie gerade bei den entscheidenden Herrschaften in der EU die Klinke in die Hand. Manch einer musste wegen Korruptionsverdacht schon gehen. Die Bilder wollen sie inzwischen kaum mehr verhindern, vielmehr geht es um die Größe ihrer LOGOS, ihrer Marken, denn diese bedeuten Geld.

–> Hilfestellung zur Rauchenentwöhnung auch unter Hypnose München 

Ralf Salecker

Weihnachten, mehr Konsum, als der Geldbeutel verträgt

Schuldenatlas zeigt für Spandau einen negativen Rekord

Konsum wird zur Schuldenfalle (Foto: Ralf Salecker)

Konsum wird zur Schuldenfalle (Foto: Ralf Salecker)

Während die ganze Welt mit den Problemen der Finanzkrise zu kämpfen hat, scheint Deutschland fast unbeeindruckt seine Wirtschaftsentwicklung steigern zu können. Sogar die Binnennachfrage ist inzwischen gestiegen. Anscheinend geben aber immer mehr Menschen Geld aus, was sie nicht haben. Die Untersuchungen der Creditreform betrachtet die Überschuldung von Erwachsenen in ganz Deutschland. Berlin kommt dabei auf Platz 2 der Schuldnerskala. Rund jeder 10. Erwachsene kann seine Verbindlichkeiten nicht mehr bestreiten. Schaut man sich die Bezirke an, dann weist Spandau die zweithöchste Schuldnerquote auf, Gatow und Kladow einmal ausgenommen.

Wie kann das sein?

Eine immer noch prosperierende Wirtschaft, dazu sinkende Arbeitslosenzahlen, da kann doch eigentlich nichts schiefgehen. Anscheinend doch! Denn, wie üblich, zeigen blanke Zahlen nur das, was man vorgaukeln will. In diesem Fall entwickelt sich der Arbeitsmarkt nicht für alle gleichermaßen positiv. Eine große Anzahl von Tätigkeiten sind entweder schlecht bezahlt, keine Vollzeitjobs oder beides. Arbeitgeber schalten die Betriebsräte aus, indem sie Arbeitskräfte nur noch über Werkverträge anstellen – nachdem im Bereich der missbrauchten Zeitarbeit nachgebessert werden musste. Das System prekärer Arbeitsverhältnisse scheint nicht zu stoppen.

Die prosperierende Wirtschaft in den letzten Jahren hat zu einem gewissen Nachholbedarf im Konsumverhalten geführt. Dabei sind besonders diejenigen besonders für Anschaffungen anfällig, über die eigene Leistungsgrenze hinausgehen, die in prekären Arbeitsverhältnissen sind. Neben dem Nachholbedarf greift auch die Vorstellung, das eigene Geld lieber in materielle Güter anzulegen, als es bei niedrigen Zinsen zu einem Opfer der Inflation werden zu lassen.

Konsumfalle

Die Feststellung, was als „wertvoll“ angesehen wird, ist dabei sehr unterschiedlich. Zudem führt der Drang nach elektronischen Statussymbolen zu einer „Lustbefriedigung“, die offensichtlich jegliche rationale Handlung blockiert.

Während in den Jahren zuvor Arbeitslosigkeit einer der Hauptauslöser für Überschuldung war, ist nun das aus dem Ruder laufende Konsumverhalten die Ursache mit dem größten Steigerungsfaktor. Im Vergleich zum Vorjahr, wird für das Konsumverhalten als Schuldenfalle eine Steigerung von 31 % prognostiziert. Besonders anfällig scheint die Altersgruppe der 20 bis 29-jährigen. Für den Faktor Arbeitslosigkeit ist dagegen ein Rückgang von 15 %, im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Fast gleichauf zum Konsumverhalten, nehmen auch Scheidungen und Trennungen einen besonderen Platz ein.

„Konsumterror“ Weihnachten

Nicht unerheblich wird der Anteil der kommenden Feiertage sein, wenn am Ende des Jahres Kassensturz gemacht wird und nur ein großes Minus auf dem Konto das niederschmetternde Ergebnis ist.

Entgehen Sie der Versuchung, den Wert eines Geschenkes unabhängig seines Kaufpreises zu betrachten? Schenken Sie bewusst oder auf den letzten Drücker – und dann natürlich teuer? Muss es in diesem Jahr der Fernseher mit 2 Meter Diagonale sein oder die neueste Handy- oder Tablet-PC-Generation?

 

Ralf Salecker