RSSAlle Einträge markiert mit: "Neustadt"

Audio-Tour durch die Spandauer Neustadt

Arbeitsgruppe traf sich für das touristische Projekt

Lutherkirche in der Spandauer Neustadt (Foto: Ralf Salecker)

Lutherkirche in der Spandauer Neustadt (Foto: Ralf Salecker)

Es scheint ein wenig vermessen, in der Spandauer Neustadt eine Audio-Tour anbieten zu wollen. Viele Spandauer haben ein festes Bild von der Neustadt. „Da gibt es doch nichts zu sehen“, oder, „da könnte mir ja etwas passieren“. Dieses Bild bekommen Berliner regelmäßig durch passende Medienberichte vermittelt. Wenn es Nachrichten gibt, dann sind es „selbstverständlich“ schlechte Nachrichten.

Zielgruppe

Wer könnte also das Zielpublikum sein, welches sich auf eine akustische Erkundungstour durch die Neustadt begeben will? Ein Vertreter der Firma „Stadt im Ohr“ konnte aus eigener Erfahrung darauf verweisen, dass es im Regelfall Berliner sind, die sich in die Bezirke begeben, um dort auf Spurensuche zu gehen. Manch einen überraschte dies doch, schließlich schienen die auswärtigen Touristen, das geeignete Publikum. Touristische Unternehmen stellen fest, dass inzwischen nicht nur die Innenstadtbezirke touristisch besucht werden, sondern ein schon kleiner Trend in Richtung Randbezirke geht. Noch hält sich diese Bewegung in Grenzen. Es dann meist die Berliner oder zugereisten, die mehr von ihrer Stadt wissen wollen. s

Technische Umsetzung

Klassische Möglichkeiten für individuelle Stadtführungen sind Datenträger, wie z.B. ein MP3-Spieler, die ein Anwählen einzelner Informationshäppchen möglich machen. Zeitgemäß dagegen ist die Nutzung eines Smartphones, welches in Kombination mit einer Geo-Lokalisation, also einer automatischen Kopplung zwischen besuchtem Ort und vermittelten Informationen.

Die geplante Audiotour soll kein reiner Vortrag trockener Informationen sein. Solche Formen akustischer Führungen verschwinden langsam und werden durch andere ersetzt, die eine Vielzahl von Elementen einsetzen, um ein sinnliches Hörvergnügen zu schaffen.

„Der klassische Audio-Guide ist out“, meinte ein Fachmann, der selbst akustische Führungen anbietet. Heute müssen lebendige Geschichten erzählt werden, die mit passender Musik, Hintergrundgeräuschen und O-Tönen angereichert sind.

Wie soll es losgehen?

Die Arbeitsgruppe will sich mehrgleisig an das Ziel heranarbeiten. Einerseits sind nun möglichst viele Informationen und interessante Orte zu sammeln, die in einem zweiten Schritt zu einer stimmigen Geschichte verknüpft werden. Andere versuchen sich einen möglichen roten Faden zu überlegen, der den Handlungsstrang für die Geschichte bietet. Im Idealfall finden sich „Interviewpartner“ im Kiez, die spannende Geschichten beizusteuern haben. Das, was andere als Problem sehen, die multikulturelle Mischung in der Neustadt, soll sich als Teil der Erzählung widerspiegeln. So werden die hier lebenden Menschen zum Teil der Führung.

Ohne Geld ist nichts zu machen. Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe waren sich schnell darüber einig, dass es sich nicht um ein gemütliches Freizeitprojekt handeln darf. Das konkrete, wirtschaftlich nutzbare Ergebnis steht im Vordergrund. Seine möglichst professionelle Umsetzung ist kaum ohne Geld möglich. Also gilt es Sponsoren zu gewinnen, die eine Verwirklichung des touristischen Projektes möglich machen.

 

Ralf Salecker

Tage des Handwerks in der Neustadt

Caiju e.V. startete am Donnerstag zum dritten Mal die Tage des Handwerks in Spandau.

„Nachwuchsförderung bedeutet Vielfalt!“ – heißt, die Menschen anzusprechen, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, die Hand zu reichen und sie einzuladen, sich zu beteiligen. Unter diesem Motto begannen am 1. August zusammen mit Netzwerk- und Kooperationspartnern zum dritten Mal die Tage des Handwerks in Spandau. Damit wird die erfolgreiche Projektreihe – welche sich an den bundesweiten Aktionstag „Tag des Handwerks“ anlehnt – nicht nur fortgesetzt, sondern auch in seinem bisherigen Umfang erweitert.

Besonders das Handwerk versucht immer wieder durch Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen und um Nachwuchs zu werben.

Besonders das Handwerk versucht immer wieder durch Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen und um Nachwuchs zu werben. Foto: Patrick Rein

Einblick in die Welt des Handwerks

In fünf verschiedenen Projekten „Von Beginn an“( Grundschüler und Kinder aus freien Einrichtungen der Spandauer Neustadt gestalten Bilder, Plakate und Kunstobjekte), „Früh übt sich“( Eine Vielzahl an unterschiedlichen Schülerfirmen zeigt, dass es sinnvoll ist, möglichst frühzeitig mit praxisbezogener Berufsorientierung anzufangen), „Kiezeinblicke!“(Filmprojekt mit Jugendlichen), „Auf Augenhöhe!“( Touren & Workshops für Jugendliche mit Handwerkern, Oberstufenzentren und Ausbildungsbetrieben ) und „Hand in Hand!“( intergenerativer Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen den Generationen ) verbindet Caiju die Themenfelder Bildung, Ausbildung, berufliche Vielfalt und Handwerk. Das Projekt möchte Kindern, Jugendlichen, Anwohnern und Interessierten Einblicke in die unterschiedlichen Arbeits- und Lebenswelten des Handwerks ermöglichen, Information und Beratung bieten, die Türen zu lokalen Werkstätten öffnen und zeigen, was es, insbesondere in der Spandauer Neustadt, zu entdecken gibt.

Abschlussveranstaltung auf dem Markt

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages stellen sich am 21. September 2013 die verschiedenen Projekte von Tage des Handwerks unter dem Titel „Vielfalt zeigen – vielfältig sein!“ auf dem Marktplatz in der Spandauer Altstadt vor. Zudem erhalten das lokale Handwerk, Bildungsträger und andere soziale Projekte die Möglichkeit, sich vor Ort zu präsentieren. Die Besucher können sich über die bunte, kreative und vielfältige Handwerkerlandschaft Spandaus informieren und diese kennen lernen. Weitere Informationen gibt es seit dem 1. August 2013 unter www.tagedeshandwerks.de.

Patrick Rein

Gemeinschaftsgarten in der Spandauer Neustadt

In die Mittelstraße ist Leben eingezogen

Gemeinschaftsgarten Mittelstraße (Foto: Maria Barth)

Gemeinschaftsgarten Mittelstraße (Foto: Maria Barth)

Ein paar unentwegte Menschen versuchen unter Anleitung der Gartentherapeutin Maria Barth seit dem Mai letzten Jahres in der Spandauer Neustadt einen Gemeinschaftsgarten zu betreiben. Das vom Quartiersmanagement geförderte und vom Grünflächenamt unterstützte Projekt möchte in einem unwirtlichen, fast vergessenen, Bereich wieder buntes Leben einkehren lassen. Neudeutsch nennt man so einen Versuch „urban gardening“. Montags 15:30 bis 17:30 Uhr und freitags 10 bis 12 Uhr kann hier gemeinschaftlich unter Anleitung gegärtnert werden. Interessierte sind herzlich willkommen. In vielen Großstädte ist dies ein Ausdruck dafür, sich ein Stück Natur zurückzuerobern. Die Prinzessinnen-Gärten am Moritzplatz in Kreuzberg sind ein beeindruckendes Beispiel dafür.

Nicht alle Nutzer sind erwünscht

Im Laufe vieler Jahre hatte sich ein Stückchen Brache an der Mittelstraße zu einem eher ungeliebten Ort entwickelt. In der Nähe der alten Schule führen zwei schmale Wege zu einer Grünfläche, die ringsum von alten Häusern und Brandwänden umschlossen ist. Graffitis an den Wänden zeugen davon, dass jungen Menschen hier ihre „künstlerische Ader“ austobten, Dreck, dass es einigen Nutzern der Fläche nicht um eine nachhaltige Nutzung ging. Ein großes Holzgerüst gammelte damals vor sich hin. Man geht da nicht hin, sagten einige. Drogen sollen dort konsumiert werden. Ab und an werden Spritzen auf dem Kinderspielplatz gefunden. Abseits der Straße und unbeobachtet scheint dies ein „idealer Ort“ dafür zu sein.

Gerade darum ist das Gartenprojekt so wichtig, auch wenn es nur einen winzigen Teil der Brachfläche für sich nutzen darf. Nur wenn wieder regelmäßig frisches Leben einkehrt, kann sich das Stückchen Land zu einem gern besuchten lebendigen Ort entwickeln. Schon bald wird der Bezirk hier einen ansprechenden Spielplatz errichten. Eine Absicht, der einige Nachbarn nicht viel abgewinnen können. Sie haben anscheinend Angst vor einer lauten Zukunft: Kinder sind Lärm …

Ab und an wurden die liebevoll gesetzten Pflanzen herausgerissen. Sinnlose Zerstörungswut oder ein Zeichen nach dem Motto „wir wollen euch hier nicht haben“. Aber es scheint sich zu bessern.

Gärtnern als therapeutischer Ansatz

Es geht nicht vordergründig darum, einfach mal ein paar Blümchen zu pflanzen. Aktivitäten rund um Pflanzen sollen die körperliche, soziale und psychische Gesundheit und die Lebensqualität des Menschen erhalten und steigern. Das Gemeinschaftserlebnis stärkt auch den Einzelnen. Kinder, Jugendliche und auch ältere finden sich hier ein. Alle Teilnehmer sind stolz auf das erreichte. Die Produkte des Gartens werden auch weiterverarbeitet zu Sirup, Pflanzenfarben, „Kaffee“ aus Löwenzahnwurzel und vieles mehr.

Wer neugierig geworden ist, findet weitere Informationen auf der Internetseite des Quartiersmanagements in der Spandauer Neustadt http://qm-spandauer-neustadt.de

 

Ralf Salecker

BarCamp in der Spandauer Neustadt

Der erste Versuch brachte nicht das gewünschte Ergebnis

Philippe Royer, Initiator des BarCamps (Foto: Ralf Salecker)

Philippe Royer, Initiator des BarCamps (Foto: Ralf Salecker)

Es sollte eine ambitionierte Veranstaltung werden, wie es sie bisher in Spandau nicht gegeben hat. Ein BarCamp, auf dem in konstruktiven Workshops praktikable Ideen für die Spandauer Neustadt entwickelt werden. Kreative, Gewerbetreibende, Freiberufler, Interessierte Anwohner, kurz alle, die realisierbaren Ideen Interesse haben, sollten für ein paar Stunden „in Klausur“ gehen. Der erste Versuch ist als misslungen anzusehen.  Die Ursachen liegen in der ungenügenden Vorbereitung konkreter Themen, wie auch der fehlenden Erfahrung der Teilnehmer, im gemeinsamen Austausch Ideen in kurzer Zeit zu einem im Ansatz verwirklichbaren Konzept zu entwickeln – trotz einer engagierten Diskussion.

Was ist ein BarCamp?

Der eine oder andere wird spontan an ein gemütliches Beisammensein an der Bar denken. Eine Freizeitveranstaltung ist eine solche Veranstaltung keineswegs. Ganz kurz gesagt, ist ein BarCamp eine „Unkonferenz“, eine „Nicht-Konferenz“. Das macht es nicht gerade verständlicher. Konferenzen sind hierarchisch angelegte Veranstaltungen. Genau dies will ein BarCamp nicht sein. Ein weiterer Punkt ist die Offenheit für alle. Kein elitärer Zirkel soll hier tätig sein. Jeder, der meint, eine gute Idee zu haben, kann diese in der Runde vorstellen.

Die Idee muss gut genug sein, um einige Anwesende in der Runde so begeistern. Uninteressante Themen fallen durch. dass sie sich gemeinsam für eine Zeit zurückziehen, um sich genau diesem Thema intensiv zu widmen. Das Wochenende füllt sich so mit vielen kurzen Workshops, Diskussionen, Vorträgen und Präsentationen, die sich die Teilnehmer auf dem BarCamp eigenständig erarbeitet haben. Wichtig ist immer das Prinzip der Gleichberechtigung und der aktiven Teilnahme aller – Wissen, Ideen und Erfahrungen zu teilen und nicht nur zu konsumieren.

Im Café Paule war es eher eine bunte Diskussion

Interesse und Begeisterung war im Café Paule durchaus vorhanden. Der Wunsch nach einem touristischen Konzept nahm einen großen Teil der Redezeit ein. Aus einem leerstehenden Hotel soll ein preiswertes Rucksackhotel für radelnde und nichtradelnde Besucher entstehen. Nahe am Radweg Berlin-Kopenhagen gelegen, könnte es der ideale Anlaufpunkt für Besucher werden. Mit einem Audioguide soll vor allem Neugierigen aus Berlin der Kiez näher gebracht werden. Geschichten aus dem Leben gegriffen und nicht historische Geschichten bilden dabei den Schwerpunkt. Der Verkauf  von Produkten aus der Umgebung ermöglicht es auch Kleinstunternehmern, sich eine Existenz aufzubauen. Urban Gardening , am Beispiel des gemeinschaftsgarten in der Mittelstraße weckte die Phantasie, damit auch wirtschaftliche Erträge erzielen zu können. Ernüchtert musste man sich eingestehen, dass hier kaum eine Existenz aufgebaut werden kann.

Insgesamt diskutierten etwas mehr als ein Dutzend Teilnehmer bunt durcheinander. Ein Thema beständig und konstruktiv zu verfolgen, schien nicht ganz einfach zu sein. Begeisterung und Engagement war vorhanden, aber nicht die ausgeprägte Motivation, eine Idee in ein konkretes Projekt münden zu lassen. Ein Anfang ist gemacht. Beim nächsten Mal müssen alle Seiten sich die grundlegende Idee des BarCamps verinnerlichen, um besser vorbereitet in die Runde zu gehen. Es liegt bei solchen Veranstaltung auch in der Verantwortung der Teilnehmer, ein nutzbares Ergebnis zu erzielen.

 

Ralf Salecker

Kolk begrüßte deutsche Weinköngin

Bereits zum 10. Mal gab sich am Freitag die amtierende Weinkönigin die Ehre und besuchte den Sommergarten des Restaurants „Kolk“.

Spandau hat viele Traditionen und darüber hinaus sehenswert historisches zu bieten. Unter anderem gehört dazu auch der Kolk, das älteste Siedlungsgebiet des Bezirks unmittelbar an die Altstadt angrenzend auf der früheren Insel Behnitz.  Dort ist seit 1994 auch das „Restaurant Kolk“ unter der Leitung von Familie Richter beheimatet. Diese begrüßten im historischen Gefährt der Rennfahrerin Heidi Hetzer ankommend am Freitag die 64. Deutsche Weinkönigin Julia Bertram aus Neustadt an der Ahr.

Der Sommergarten des Restaurant Kolk. Im Hintergrund die alte Stadtmauer Spandaus.

Der Sommergarten des Restaurant Kolk. Im Hintergrund die alte Stadtmauer Spandaus.

Glanzpunkt zwischen Alt- und Neustadt

Das ursprüngliche Gebäude des Restaurants – welches heute mit seinem Sommergarten neben der alten Stadtmauer und direkt am Mühlengraben zum Verweilen einlädt – wurde 1873 als „Spritzenhaus“ beziehungsweise Feuerwache Spandau errichtet.  Da es zu klein geworden war wurde es jedoch 1882, nur knapp zehn Jahre später, wieder abgerissen. Im Dezember desselben Jahres wurde es in der jetzigen Größe wiedererrichtet und war bis April 1916 erneut das Domizil der Feuerwehr. In den darauf folgenden Jahren waren verschiedene Geschäfte in dem Haus untergebracht bis schließlich 1989 die Familie Richter den Betrieb übernahm und an die lange eigene gastronomische Tradition mit dem Bezirk anknüpfte.

Auf dem Heimweg ging es mit dem Oldtimer von Heidi Hetzer (Erste von links) nicht weiter. Neben ihr Weinkönigin Julia Bertram und Klaus-Dieter Richter vom "Kolk".

Auf dem Heimweg ging es mit dem Oldtimer von Heidi Hetzer (Erste von links) nicht weiter. Neben ihr Weinkönigin Julia Bertram und Klaus-Dieter Richter vom „Kolk“. Fotos (2): Patrick Rein

Autopanne auf dem Rückweg

Gemütliche Ecken und festliche Tische, erlesene Speisen und eine reichhaltige Auswahl von Getränken gestalten einen angenehmen Aufenthalt im traditionsreichen Haus, welches schon häufiger Erwähnung in namenhaften Restaurantführern fand. Die Küche des Kolk orientiert sich dabei an den kulinarischen Prägungen durch die Schlesier, Ostpreußen und Hugenotten Berlins seit dem 18. Jahrhundert. So sind auf der Speisekarte vorwiegend Gerichte aus diesen Regionen vertreten. Dazu gehören Spezialitäten wie z.B. Himmelreich, Mohnpielen, Ostpreußische Krautwickel, Aal, Königsberger Klopse, Enten- und auch vegetarische Gerichte. Der Küchenchef, Küchenmeister und Vizepräsident des Hotel- und Gaststättenverband Berlin e.V. (DEHOGA Berlin) ist Klaus-Dieter Richter. Dieser hieß dann auch die Weinkönigin Julia Bertram und ihre Fahrerin Heidi Hetzer mit dem 100-jährigen Oldtimer am und im Kolk willkommen.

Auf dem Rückweg ging es dann jedoch weniger erfreulich zu: Rallyefahrerin Hetzer blieb mit ihrem geliebten Oakland am Südwestkorso liegen.

Patrick Rein

Mitarbeiter/in gesucht

Verstärkung für Projekt „Nachbarschaftszentrum Paul-Schneider-Haus“

Das Projekt "Nachbarschaftszentrum" verbindet.

Das Projekt „Nachbarschaftszentrum“ verbindet.

Die evangelische Luthergemeinde sucht in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmangement Spandauer Neustadt eine/n Mitarbeiter/in zur Koordination des Projekts „Nachbarschafts- zentrum Paul-Schneider-Haus“. Die Stelle ist ab 01.07.2013 zu besetzen, zunächst für 20 Stunden/Woche und befristet auf 18 Monate.

Aufgabengebiete

  • Koordination und Begleitung der im Paul-Schneider-Haus ansässigen Gruppen und Einrichtungen
  • Gewinnung von passenden Gruppen und Einrichtungen sowie Einzelvermietung für besondere Veranstaltungen an Organisationen, Einrichtungen und Privatpersonen
  • Weiterentwicklung der Konzeption für das Nachbarschaftszentrum in Zusammenarbeit mit den Neustädter Bewohnern, Akteuren und Einrichtung
  • Öffentlichkeitsarbeit für das Nachbarschaftszentrum
  • Zusammenarbeit mit der Diakonin, dem Pfarrer, dem Haus- und Kirchwart sowie den weiteren Mitarbeitenden der Luthergemeinde
  • Zusammenarbeit mit dem Projekt „LAIB und SEELE“, in dem an jedem Montag ca. 250 Familien und Einzelpersonen mit Lebensmitteln und anderem versorgt werden
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit den im Stadtteil ansässigen Einrichtungen, insbesondere dem Quarteiersmanagement Spandauer Neustadt, dem Verein Spandau Neustadt e.V., dem Projekt „Spax“ und anderen

Die Gemeinde wünscht sich eine begeisterte und begeisternde Persönlichkeit für eine vielseitige und abwechslungsreiche Tätigkeit.

Anforderungen

  • Interesse an der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen, auch in schwieriger sozialer Situation
  • Fähigkeit zum Vernetzen mit Institutionen, Einrichtungen und Vereinen im Stadtteil und Bezirk
  • Fähigkeit zur strukturierten Arbeit und Koordination
  • Wünschenswert wäre eine sozial- oder kulturpädagogische Ausbildung und Erfahrungen im Kultur- und Eventmanagement

Bewerbung schriftlich und per Mail bis zum 11.06.2013 an Hr. Wohlfahrt (Lutherplatz 3, 13585 Spandau / mathias.wohlfahrt@luthergemeinde-spandau.de) – die Auswahlgespräche sind für den 18.06.2013 geplant. Mehr Infos zur Gemeinde gibt`s unter: www.luthergemeinde-spandau.de

Repair-Café in der Spandauer Neustadt

Im Paul-Schneider-Haus wird nachhaltig gehandelt

Manchmal ist es Kräfte zehrend (Foto: Ralf Salecker)

Manchmal ist es Kräfte zehrend (Foto: Ralf Salecker)

Haben sie schon einmal etwas zur Reparatur gebracht? Oft ist diese teurer, als der Neukauf eines Gerätes. Mich treibt die Neugierde ins Paul-Schneider Haus. Im letzten Sonnenschein wirkt das Haus, mit der neu gestalteten roten Fassade des Cafés sehr einladend. Am Café vorbei geht es in den großen Veranstaltungssaal. Ich bin gespannt, was mich erwartet. Mit defekten Geräten kann man hier hineinspazieren und – mit ein wenig Glück – glücklich, mit reparierten wieder gehen. Früher war so etwa normal. Nur wenig wurde weggeworfen. Vieles, was man sich früher leisten konnte, riss größere Löcher in den Geldbeutel. Heute, gerade in Zeiten niedriger Zinsen, ist es viel einfacher, etwas Defektes gedankenlos wegzuwerfen und Neues zu kaufen: „Aus den Augen aus dem Sinn.“

Vieles kann zu neuem Leben erweckt werden

Ein paar Leute stehen um ein einige Tische herum. Unterschiedlichstes Werkzeug und ein paar Messgeräte warten auf ihre Aufgabe. Abseits davon stehen Tee und Kaffee. Nebenan betrachtet ein anderer eine defekte Kamera und kurz zuvor wurden einem Wasserkocher wieder Leben eingehaucht. Zwei Herren versuchen derweil einen alten Aktenschredder wieder in Ordnung zu bringen. Eine Frau brachte ihn vorbei, in der Hoffnung, dass es hier kundige Hände gibt. Zwanzig Minuten dauert nun schon der Kampf mit dem alten Gerät. Keine Schraube, die zu lösen wäre und auch kein Nippel, den man einfach nur beiseite drücken müsste, um das widerspenstige Gerät endlich öffnen zu können. Schraubenzieher, Stechbeitel und ein Messer ragen nun schon aus dem Schredder heraus. Die ersten krachenden Geräusche lösen anfangs Erleichterung aus. Doch die Freude währt nur kurz. Wie sich kräftezehrende Minuten später herausstellt, war das defekte Gerät innen vollständig verklebt. Es sollte nie repariert werden. Nun musste nur das gelockerte Kabel innen wieder befestigt werden und alles ging wieder. Nebenan ließ sich ein anderes Elektrogerät immerhin leicht öffnen. Der Defekt dort war schnell entdeckt. Nur ein durchgeschmurgelter Kondensator muss ausgetauscht werden. Das geht mangels Ersatz nicht sofort, ist für jeden, der einen Lötkolben an der richtigen Seite anzufassen weiß, kein Problem.

Import aus Holland

Nicht nur knapper gefüllte Geldbeutel bringen Menschen auf den Gedanken, Dinge reparieren zu wollen. Schwindende Ressourcen machen klar, dass wir mit unserer Umwelt etwas pfleglicher umgehen sollten. Reparierte Geräte tragen dazu bei: Weniger Rohstoffverbrauch, geringere Abfallmengen und weniger Kohlendioxidausstoß.

Die ursprünglich aus Holland stammende Idee findet in ganz Europa neue Mitstreiter. Jeder kann kommen, sei es um etwas repariert zu kommen, oder selbst mit Hand anzulegen. Im Idealfall gibt es viele unterschiedliche Helfer. Jeder trägt dass bei, was er kann.

Eine vorherige Anmeldung ist empfehlenswert. Schließlich wäre es recht ärgerlich, mit einer Waschmaschine unter dem Arm hereinzukommen und unverrichteter Dinge wieder gehen zu müssen. Nebenbei ist das Repair-Café eine gute Gelegenheit zu einem netten Plausch. Man pflegt ein nachbarschaftliches miteinander. So stört es nicht, wenn eine Reparatur einmal nicht gelingen sollte. An diesem ersten Tag klappte es gut. Fast alles konnte sofort repariert, manches immerhin auf den richtigen Weg gebracht werden.

Das Repair Café findet von nun an jeden letzten Montag im Monat statt! Über Werkzeugspenden und helfende Besucher – auch mit eigenem Werkzeug – würde sich das Repair-Café im Paul-Schneider Haus sehr freuen.

 

Ralf Salecker

 

Repair Cafe in Spandau             

  • Paul-Schneider Haus
  • Schönwalder Str. 23
  • 13585 Berlin-Spandau
  • Uhrzeit 17.30 – 20.00
  • Weitere Informationen unter info@klimawerkstatt-spandau.de oder telefonisch unter 3979 8669.

Gemeinsam für die Spandauer Neustadt

Neben der Eröffnung vom „Cafe Paule“ sollen drei weitere Projekte Jung und Alt in und für ihren Stadtteil mobilisieren.

Das Quartiersmanagement Spandauer Neustadt ist die jüngste Initiative aus dem Bereich Soziale Stadt im Bezirk. Als Nachzügler setzt der „Jüngling“ bei allen Maßnahmen auf das Motto: „Die Neustadt mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten“, wie es Quartiersmanager Öztürk Kiran beschreibt. Am Dienstag konnte mit der Eröffnung des Nachbarschaftscafes im Paul-Schneider-Haus – betrieben vom Spandau Neustadt e.V. – ein weiterer Schritt erfolgreich abgeschlossen werden. Auch dabei wirkte das Quartiersmanagement mit. Und ein Ende ist bei weitem nicht in Sicht. Allein drei neu gestartete Projekte sollen jetzt Jugendliche, Schülerinnen und Schüler als auch Geschäftsleute im Kiez zum „mitmachen“ bewegen.

Lotta Rüger vom Mädchenladen in der Lasiuszeile und Mitverantwortliche der Jugendjury.

Lotta Rüger vom Mädchenladen in der Lasiuszeile und Mitverantwortliche der Jugendjury.

Jugendjury

So hatte beispielsweise gestern Abend die Jugendjury ihren Auftakt. Hierbei sind alle Neustädter Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren aufgerufen, mitzuentscheiden welche Projekte finanziell gefördert werden sollen. Insgesamt stehen 3.000 Euro als „Startkapital“ für Bands, Wettbewerbe, Initiativen oder dem eigenen Film zur Verfügung. Durch die Jugendjury kann jede Idee Wirklichkeit werden, denn niemand wird hier sagen: „Dafür ist kein Geld da.“ Interessierte Juroren als auch Projektvorschläge sowie alle weiteren Informationen gibt es über Mail an Jugendjury.Neustadt@gmx.de.

Zusammen mit der Lynar-Grundschule sucht der Spandauer Jugend e.V. Mentoren für Schüler im Rahmen vom Education Point.

Zusammen mit der Lynar-Grundschule sucht der Spandauer Jugend e.V. Mentoren für Schüler im Rahmen vom Education Point.

Studenten gesucht

Nicht weniger innovativ ist das Projekt des Education Point vom Spandauer Jugend e.V.. Über ein Mentor-Programm werden hier nicht nur schulschwache sondern auch starke Schüler der Lynar-Grundschule in ihrer Entwicklung gefördert. Dafür werden noch Studenten aller Fachrichtungen, bevorzugt aus der Neustadt, gesucht, die dann Schüler in ihrer Laufbahn begleiten und unterstützen. Hierzu gehören sowohl leistungsschwache ebenso wie –starke Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassenstufe. Die Mentoren erhalten neben den sozialen Erfahrungen und der professionellen Einarbeitung auch eine Aufwandsent-schädigung. Informationen über info@spandauerjugend.com

Dr. Philippe Royer ist Initiator des Barcamp Spandauer Neustadt

Dr. Philippe Royer ist Initiator des Barcamp Spandauer Neustadt. Fotos (3): Patrick Rein

Innovation und Image-Offensive

Das dritte Projekt ist hingegen gänzlich anderer Natur: Das Barcamp Spandau Neustadt will Geschäftsleute und Kreative zusammenführen um Potenziale des Quartiers herauszuarbeiten. Diese sollen über ein mediales Netzwerk kommuniziert werden und somit auch Externe neugierig auf den Stadtteil machen. Hintergrund ist, dass weiterhin rund 50 Laden- beziehungsweise Geschäftsräume keinen Nutzer gefunden haben. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von Dr. Philippe Andre Royer der per Mail an info@kshaping.com für Interessierte zur Verfügung steht.

Dies sind nur drei Projekte, welche das Quartiersmanagement Spandau Neustadt aktuell auf den Weg gebracht hat. Auch zukünftig sind alle Neustädterinnen und Neustädter aufgerufen, sich beim Quartiersmanagement einzubringen und mitzuentscheiden, wie zur Verfügung stehende Fördermittel sinnvoll verwendet werden sollen.

Patrick Rein

Nachbarschaftszentrum bald mit Cafe

Im Paul-Schneider-Haus in der Spandauer Neustadt eröffnet in zwei Wochen das Nachbarschaftscafe.

Der erste Bauabschnitt des traditionsreichen Paul-Schneider-Hauses in der Schönwalder Straße ist endlich abgeschlossen. Mit neuen Ideen und Vorstellungen geht Mathias Wohlfahrt, Pfarrer der Luthergemeinde, seit zwei Jahren ans Werk um den stetig sinkenden Kirchenmitgliedszahlen entgegenzuwirken. Dem folgend eröffnet nun in zwei Wochen direkt vorne am Eingang ein neues Cafe, welches nicht nur die Gemeindemitglieder ansprechen soll.

Inge Clausert, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Mathias Wohlfahrt, Pfarrer der Luther-Gemeinde, und Ulrike Herrmann, Leiterin des Quartiersmanagements Neustadt.

Inge Clausert, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Mathias Wohlfahrt, Pfarrer der Luther-Gemeinde, und Ulrike Herrmann, Leiterin des Quartiersmanagements Neustadt (v. li.).

Zentrum der Neustadt

Und nicht nur die Gemeinde sieht im Cafe als auch dem gesamten Paul-Schneider-Haus großes Potenzial um sich nicht nur als Nachbarschaftszentrum sondern sogar Mittelpunkt der gesamten Spandauer Neustadt zu profilieren. So fand auch Ulrike Herrmann, Leiterin des entsprechenden Quartiersmanagements, ausschließlich lobende Worte  und würdigte das „das Zentrum der Neustadt als ein offenes Haus“. Dritter im Bunde ist der Betreiber des am 14. Mai um 15 Uhr eröffnenden Cafes: der Spandau-Neustadt e.V.

Alle fürs Cafe: Mitglieder von Gemeinde, Spandauer neustadt e.V. und Quartiersmanagement.

Alle fürs Cafe: Mitglieder von Gemeinde, Spandau Neustadt e.V. und Quartiersmanagement.

Kein Konkurrenzunternehmen

Alle Beteiligten betonten jedoch, dass mit dem Cafe keine Konkurrenz zu Gewerbetreibenden geschaffen werden soll. Demnach werden auch nur Speisen im kleinen Umfang angeboten und ausschließlich Dinge, die bisher in der Umgebung nicht zu finden sind – wie beispielsweise Suppen, Bockwurst und ähnliches. Darüber hinaus sollen natürlich auch Kaffee-Variationen sowie Kuchen und Eis auf der kleinen Karte zu finden sein. Es soll ein Ort der Zusammenkunft und des interkulturellen Austausches werden, zudem auch die Terrasse zur Schönwalder hin einlädt.

Das Paul-Schneider-Haus als Nachbarschaftszentrum und Mittelpunkt der gesamten Neustadt,

Das Paul-Schneider-Haus als Nachbarschaftszentrum und Mittelpunkt der gesamten Neustadt. Fotos (3): Patrick Rein

Zweiter Bauabschnitt: Großer Saal

Der Spandau Neustadt e.V. begibt sich mit dem Cafe auf neues Terrain, ist aber ebenso wie der Gemeindekirchenrat als Bauträger sowie dem Quartiersmanagement zuversichtlich mit dem neuen Angebot auf Interesse im Sanierungsgebiet zu stoßen. Das Projekt ist vorerst für eine Laufzeit von einem halben Jahr mit Option der unbefristeten Verlängerung vorgesehen. Im zweiten Bauabschnitt wird nun auch der große Saal des seit 1961 bestehenden Paul-Schneider-Hauses instandgesetzt und soll dann noch vermehrt auch für private Vermietungen sowie bisher von Einrichtungen als auch Vereinen genutzt werden.

Nach seiner offiziellen Eröffnung am Dienstag, den 14. Mai, soll das Cafe dann Dienstag, Donnerstag und Freitag von 12 bis 18 Uhr sowie Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Patrick Rein

Klettern und malen an der Schule

Wandgestaltungsprojekt an der Fassade der Lynar-Grundschule geht in die zweite Runde.

Nach einem langen Winterschlaf war es am Montag endlich wieder soweit. Gemeinsam mit 12 Grundschülern wurde damit begonnen eine Außenfassade des Schulgebäudes im Rahmen der Sanierung selbst zu gestalten. Dabei stehen den Kindern neben dem Projektleiter und angehenden Sozial-Pädagogen Sven Proske auch ein professioneller Theatermaler sowie ein gelernter Möbeltischler mit Rat und Tat zur Seite.

Nicht nur beim Kletterkurs am Gerüst stand die Sicherheit im Vordergrund.

Nicht nur beim Kletterkurs am Gerüst stand die Sicherheit im Vordergrund. Foto: Patrick Rein

Lebendige Lernwand

Neben der klassischen Wandgestaltung wird dieses Mal auch mit dem Werkstoff Holz gearbeitet und verschiedene Klang- & Experimentierelemente entwickelt sowie eigenhändig gebaut. Eine „lebendige Lernwand“ soll dadurch entstehen, welche in Zukunft dazu einladen soll sie zu berühren und zu erleben. Die Schüler selbst dürfen im Rahmen des Projektes alles mitmachen, was die erwachsenen Profis auch tun. Den Kindern soll Verantwortung übertragen und dadurch das Vertrauen in sich selbst gestärkt werden. Bei ihrer Tätigkeit gehen die Schüler auch auf das 8 Meter hohe Gerüst oder arbeiten neben dem Pinsel mit Säge und Hammer.

Entwurf des Wandbildes für die Außenfassade der Lynar-Grundschule.

Entwurf des Wandbildes für die Außenfassade der Lynar-Grundschule.

Sicherheit oberstes Gebot

Hohe Sicherheitsmaßnahmen und eine gründliche Einweisung waren daher selbstverständlich. Dafür wurde zum Auftakt am Montag extra ein Outdoorexperte und Erlebnispädagoge geladen, der vor Ort einen kleinen Kletterkurs am Gerüst abgehalten hat. Ängste sollten dabei thematisiert und genommen werden. Bereits bis Ende dieser Woche soll bei dem Projekt etwas entstehen, was sowohl im Stadtbild als auch bei den Kindern einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ausgewählt wurden die teilnehmenden Kinder von den Lehrkräften und sind für die Projektwoche freigestellt. Sven Proske hatte bereits ein ähnliches Projekt an der Carlo-Schmid-Oberschule mit Graffiti durchgeführt bevor er die Ausschreibung des Bezirksamtes für die Wandgestaltung an der Lynar-Grundschule in der Spandauer Neustadt für sich entschied.

Patrick Rein

Kiezläufer in der Neustadt unterwegs

Neben dem Ordnungsamt achten seit Jahresbeginn auch die Kiezläufer auf Sauberkeit und Ordnung um das Wohnumfeld aufzuwerten.

Seit 2005 gibt es die Kiezläufer bereits im Bezirk Mitte, jetzt haben sie ihren Weg auch nach Spandau gefunden. Ziel ist es, in sozialen Brennpunkten einen Beitrag zur Verbesserung des Stadtbildes und des sozialen Miteinanders im öffentlichen Raum zu leisten. Dabei arbeiten die Kiezläufer im Rahmen von Beschäftigungsförderungen und erhalten eine Mehraufwandsentschädigung für ihre wöchentlich 30 stündigen Rundgänge.

Seit Anfang des Jahres sind die Kiezläufer wie hier in Berlin Mitte auch in der Spandauer Neustadt unterwegs.

Seit Anfang des Jahres sind die Kiezläufer wie hier in Berlin Mitte auch in der Spandauer Neustadt unterwegs. Foto: Michael Becker

Kooperation mit dem Bezirksamt

In Abstimmung mit der Abteilung Bürgerdienste und Ordnung des Bezirksamtes als auch in Zusammenarbeit mit den Quartiersmanage-mentgebieten des Bezirks sind die Kiezläufer in verschiedenen Gebieten unterwegs. Den Anfang machte für die 14 Männer und eine Frau die Neustadt, schon bald sollen Falkenhagener Feld West  und auch die Wilhelmstadt als Einsatzorte folgen. Dabei erledigen sie auftrags- und projektbezogene Aufgaben zur Kontrolle des Wohnumfeldes, der Park-, Spiel- und Sportanlagen sowie deren Sauberhaltung. Träger der Maßnahme ist die Schildkröte GmbH.

Die Freude über den Projektbeginn ist bei den Vertreterinnen der Schildkröte GmbH sowie des Quatiersmanagements Spandauer Neustadt groß.

Die Freude über den Projektbeginn ist bei den Vertreterinnen der Schildkröte GmbH sowie des Quatiersmanagements Spandauer Neustadt groß.Foto: Patrick Rein

Arbeitskreis „Bleib sauber Spandau“

Mit den Kiezläufern wird die Idee des seit 2004 existierenden Arbeitskreises „Bleib sauber Spandau“ erfolgreich fortgesetzt. So stellte auch Ordnungsamtsstadtrat Stephan Machulik fest: „Die Kiezläufer passen damit bestens in die bereits vorhandene Initiative Saubere Stadt.“ Und auch Baustadtrat Carsten Röding fügte an wie wichtig es sei, dass „das Augenmerk von der Metropole Berlin wieder auf die Kieze gelegt wird.“ Der Arbeitskreis selbst organisiert zudem in diesem Jahr noch den sogenannten „Hundekottag“ an verschiedenen Orten wie Wröhmännerpark, Koeltzepark und am Földerichplatz in dessen Rahmen Hundehalter für die ordnungsgemäße Entsorgung der Ausscheidungen ihres Vierbeiners belohnt werden.

Einwirken und aufwerten

Auch die Kiezläufer sollen auf ihren Wegen auf Hundehalter einwirken. Ohne mit besonderen Befugnissen wie Polizei oder Ordnungsamt ausgestattet, bleibt ihnen nur das Wort um Verständnis zu erwecken. Müllablagerungen werden demnach an die zuständige Behörde gemeldet. Dennoch ist nicht jeder für die vielfältigen Aufgaben geeignet. Christiane Liedholz von der Schildkröte GmbH führt dazu aus: „Kiezläufer identifizieren sich mit ihrer Aufgabe, dem Bezirk und ihrem Stadtteil. Durch die neue Tätigkeit wird diese Bindung noch verstärkt.“ Und auch die Stadträte Machulik und Röding hoffen, dass durch das Projekt weitere Nachahmereffekte entstehen.

Patrick Rein

Bürgersprechstunde mit dem Bezirksbürgermeister

Zum ersten Mal „inklusiv“

Helmut Kleebank

Helmut Kleebank

Am kommenden Donnerstag findet in der Spandauer Neustadt die nächste offene Bürgersprechstunde statt. Hierbei wird erstmalig eine Gebärden- dolmetscherin teilnehmen, sodass es auch gehör- losen Menschen möglich ist an der Sprechstunde teilzunehmen.

Helmut Kleebank zur ersten inklusiven Bürgersprechstunde:

„Inklusion liegt Spandau sehr am Herzen. So sollte die Barrierefreiheit der künftigen Bürgersprechstunden vor Ort erhalten bleiben. Gleichzeitig rufe ich dazu auf, mit einer Spende dazu beizutragen, dass dieses Serviceangebot dauerhaft etabliert werden kann und Spandau damit eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet einnehmen kann.“

Wann und wo?

Am 18.04.2013 von 16.00 bis 18.00 Uhr

Gelber Salon
(Alte Schule Eiswerder)
Eiswerderstraße 13
13585 Spandau

Kiezväter in der Spandauer Neustadt

Starke Väter braucht der Kiez

Kiezvater Israfil- Yldizkan (Foto: Ralf Salecker)

Kiezvater Israfil- Yldizkan (Foto: Ralf Salecker)

Oft ist Erziehung Sache der Frauen, nicht nur in unserem Kulturkreis. Erziehung ist kein Zuckerschlecken. Es ist keine neue Erkenntnis, dass ein großer Anteil des uns prägenden Lernprozesses im Kreis der Familie stattfindet. Es können Probleme auftreten, die Eltern überfordern. Das trifft insbesondere Alleinerziehende. Dann erfordert es viel Mut, sich dies einzugestehen und nach Wegen zur Problemlösung zu suchen obwohl das Rollenverständnis des eigenen Kulturkreises eine solche Entscheidung nicht gerade erleichtert. Eltern benötigen ebenso Stärkung, wie Kinder. Seit rund eineinhalb Jahren existiert in der Spandauer Neustadt eine Gruppe, deren Namen neugierig macht – die Kiezväter. Sie bieten Beratungsangebote zu sozialen und Erziehungsfragen. Mit regelmäßigen Veranstaltungen werden alltägliche Dinge des Lebens zum Thema gemacht aber eben auch Konflikte, die sich aus der eigenen Kultur ergeben.

In Neukölln existieren solche Projekte seit vielen Jahren

Gerade im Problembezirk Neukölln entstanden die ersten Kiezväter-Gruppen. In den Medien wurde immer wieder über die sehr erfolgreiche Idee berichtet. Väter, die Angst davor hatten, ihren Kindern und Frauen gegenüber gewalttätig zu werden oder es sogar waren, wie solche, die sich ein Herz fassten und sich allgemeinen Erziehungsproblemen widmen wollten, die sie deutlich überforderten. Dort wurden die Kiezväter als Multiplikatoren ausgebildet, damit sie ihre Erfahrungen weiter tragen konnten, sei es in den Freundes- und Verwandtenkreis, der oft kein Verständnis für alleinerziehende Väter aufbrachte oder gar in die Teehäuser.

In der Spandauer Neustadt wird ähnliches versucht

Initiator der Spandauer Kiezväter ist Baljan Moradli. Der sytemische Paar- und Familientherapeut turkmenischer Herkunft arbeitete 18 Jahre in der Familienberatung. Einen großen Schatz an Erfahrungen kann man also voraussetzen. In der Neustadt möchte man in dem Projekt u.a. „Scouts“ ausbilden, die Informationen zu scheinbar alltäglichen Probleme weitergeben sollten.

Probleme mit der Schule, Ernährungsberatung, die Heranführung an Kultur über Lesestunden (Leseväter), Erziehungsberatung, der Umgang mit Behörden, Tipps zu Sportvereinen und auch Computerkurse, Rechtsberatung und ein Väter-Café (als regelmäßigen Treffpunkt) sind nur einige Beispiele für das bunte Spektrum.

Dabei gehört die intensive Zusammenarbeit mit Initiativen, die ähnliches versuchen, zum wichtigen Standbein. Es sollen keine Einzelkämpfer herangebildet werden.

Weiterhin geht es nicht darum, Konflikte zwischen Müttern und Vätern, die ihre Kinder und das Sorgerecht betreffen zu verstärken. Ganz im Gegenteil. Konfliktmoderation soll gerade diese Hürden für das Miteinander überwinden helfen.

Schade nur, dass diesem besonderen projekt nicht der Erfolg seines Neuköllner Vorbildes beschieden ist. Sind die Väter hier weniger mutig oder problembewusst?

 

Ralf Salecker

 

 

Kiezväter:

  • Lutherstraße 17, 13585 Berlin
  • Baljan Moradli: moradli@jugendwohnen-berlin.de

 

Öffnungszeiten Kiezväter-Treff

  • Dienstag 12.00-14.00 Uhr – Allgemeine Beratung
  • Dienstag 14.00-16.00 Uhr – Rechtsberatung
  • Dienstag 16.00-18.00 Uhr – Väter-Café, Computer-Väter (Anfänger)
  • Donnerstag 15.00-18.00 Uhr – Allgemeine Beratung
  • Weitere Termine nach Vereinbarung (Tel: 030-22194583)

Spandauer Neustadt e.V. – Gemeinsam für die Neustadt

Viel Engagement in einem nicht unproblematischen Kiez

Christine Tezlaff und Uwe Bröckl vom Spandauer Neustadt e.V. (Foto: Ralf Salecker)

Christine Tezlaff und Uwe Bröckl vom Spandauer Neustadt e.V. (Foto: Ralf Salecker)

In manchen Ortsteilen Spandaus existieren Vereine, die sich die Belange ihres Kiezes auf die Fahnen geschrieben haben. Beim „Spandauer Neustadt e.V.“ sind Aktionsfeld und Name identisch. Einem Aufruf der evangelischen Luthergemeinde folgend, kamen 2001 Gewerbetreibende und Bewohner zusammen um unter dem Motto „Gemeinsam für die Neustadt“ u. a. etwas gegen Verwahrlosung, Dreck in den Straßen und Alkoholismus mit seinen Auswüchsen zu unternehmen. Rund zwei Dutzend aktive Mitglieder hat der Verein. Der Anteil von Mitgliedern mit Migrationshintergrund etwa 25 Prozent.

Mit unterschiedlichsten Aktionen die Probleme angehen

Schon früh begann man mit Aktionstagen, wie dem „Tag der Bildung“, dem „Tag des Handels“ oder dem „Tag der Integration“ in denen sich die Vielfalt der Bedürfnisse im Ortsteil widerspiegeln. Den Abschluss bildeten Diskussionsveranstaltungen im Paul-Schneider-Haus. Themen wie Hartz-IV und Sozialhilfe standen naturgemäß immer wieder auf dem Programm. Ganz bewusst kooperierte man mit anderen engagierten Gruppen und Institutionen in der Umgebung, wie z.B. der evangelischen Luthergemeinde, dem Regenbogen, Spax oder auch Stark ohne Gewalt. Kindertagesstätten und Schulen werden in gemeinsame Aktionen eingebunden.

„Wir unterstützen Anwohner bei sozialen, beruflichen und familiären Problemen und leiten sie an die zuständigen Stellen weiter“, meint Uwe Bröckl, der Vorsitzende des Vereins. „Im Projekt >Auf die Straßen, fertig, los…< sorgen Kinder und Jugendliche für Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum. Sie sorgen selbst dafür, dass ihr direktes Umfeld sauber gehalten wird. Durchgeführt werden diese Veranstaltungen in einem Rhythmus von 4 Wochen von April bis Ende Oktober eines jeden Jahres.“

Von der Aufstellung von Hundetoiletten, der Begleitung bei Besuchen im Jobcenter, dem Umgang mit Alkoholismus, dem gemeinsamen Fastenbrechen oder auch gemeinsamen Frühjahrsputzen reicht der bunter Strauß an Aktionen in der Neustadt. Was anderswo kaum funktionierte, war hier anscheinend erfolgreich. Mit der Aufstellung der Hundetoiletten nahm die Verschmutzung der Gehwege merkbar ab. Durch die Zusammenarbeit mit Spax wurde ein Teil des Alkoholismusproblems gemindert.

Ausblick auf das Jahr 2013

Zum Osterfest beginnen die ersten Aktionen in diesem Jahr. Im Koeltzepark wird ein Ostereiersuchen für Groß und Klein veranstaltet. Mitte April geht es zum Frühjahrsputz durch die Neustadt. Ende Mai richtet sich das Spielplatzfest im Koeltzepark besonders an die Kleinen. Neben den vergnüglichen Dingen veranstaltet die AG-Gewerbe einige Aktionstage im Jahr, beim denen die Geschäfte in der Neustadt im Mittelpunkt stehen. Mit diesen Veranstaltungen will der Verein die Gewerbetreibenden ins Blickfeld der Kiezbewohner rücken. Schließlich kann man Leerstand von Geschäften am besten verhindern, indem bewusst gemacht wird, was das eigene Umfeld an Möglichkeiten zu bieten hat – die es dann auch zu nutzen gilt.

Feste für alle sollen die Bewohner näher zusammenrücken lassen: Wer gemeinsam feiert, pflegt auch weniger Vorurteile. Neben dem Sommerfest will ganz besonders das Multikulturelle Fest „Miteinander-Nachbarn mit dem Herzen erreichen“. Auch in diesem Jahr werden Veranstaltungen zur Adventszeit für einen besinnlichen Ausklang sorgen.

 

Ralf Salecker

 

Spandauer Neustadt e.V.“

  • Lynarstraße 38
  • 13585 Berlin
  • http://www.spandau-neustadt-ev.homepage.t-online.de/1,000000884776,8,1

Mobil zur wachsenden Trinkerszene

Mit einem neuen Fahrzeug sollen die Streetworker von SPAX noch effizienter zu ihrer Klientel gelangen

Jeder kennt mindestens eine Stelle im Bezirk, an der sich Gruppierungen zum gemeinsamen Verweilen und Alkoholkonsum versammeln. Besonders beliebt sind dabei Örtlichkeiten in Nähe einer dementsprechenden Verkaufsstelle wie Supermärkten, was in den letzten Jahren auch durch die variablen Ladenöffnungszeiten gefördert wird. Um die Situation in den Spandauer Ortsteilen Altstadt, Wilhelmstadt und Neustadt zu verbessern, wurde Fixpunkt e. V. vom Bezirksamt Spandau mit einem Projekt zur aufsuchenden Sozialarbeit für diese Zielgruppe beauftragt.

Bezirksstadtrat Jürgen Vogt übergab das neue Kraftfahrzeug der SPAX

Bezirksstadtrat Jürgen Vogt übergab das neue Kraftfahrzeug der SPAX.

Aufsuchen und Kontaktstelle

Seit 2010 versuchen die Mitarbeiter von SPAX – dem entsprechenden Projekt der aufsuchenden Sozialarbeit zur Problematik des Alkoholmissbrauchs in der Spandauer Öffentlichkeit – dem entgegenzuwirken und die Betroffenen, meist krankheitsbedingten Konsumenten, zu einem sozialverträglichen Trinkverhalten zu bewegen. Bisher ist SPAX einmalig in Berlin. Aus bezirklichen und Landesmitteln der sozialen Stadt steht nun neben den Räumlichkeiten zum Betrieb einer Kontaktstelle in der Schönwalder Straße 27 auch ein eigenes Fahrzeug zur Verfügung. Am Mittwoch übergab Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit Jürgen Vogt (CDU) das Auto offiziell den Nutzern. Dadurch entfällt die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und es können schneller und einfacher bekannte Sammelpunkte aufgesucht werden.

Am Bahnhof vorerst gescheitert

Das ist auch notwendig, denn wie an der Flankenschanze – einem auch der Polizei bekannten Treffpunkt – befindet sich in unmittelbarer Nähe der Zugang zur Charlie-Rivel-Grundschule. Neben dem Konsum von Alkohol kommt es bereits während der Schulzeit auch zum urinieren, was von Eltern, Bezirksverordneten als auch den  Streetworkern nicht begrüßt jedoch auch nicht unterbunden werden kann. Auch das Herauslösen einzelner Personen aus dem vertrauten Trinkumfeld am Bahnhof Spandau mussten die Sozialarbeiter vorerst als gescheitert erklären.

Die Sozialarbeiter sind nun deutlich mobiler und schneller im Bezirk unterwegs.

Die Sozialarbeiter sind nun deutlich mobiler und schneller im Bezirk unterwegs. Fotos (2): Patrick Rein

Zuwachs an Obdachlosen

Generell steigt die Zahl an Alkoholkranken aber auch Wohnungslosen Personen im Bezirk. Zumindest für die erste Gruppe sind die neben Marzahn in Spandau weiterhin äußerst geringen Mieten ein Anziehungspunkt. Dem entgegenzuwirken ist schwierig und auch nicht förderlich, zudem die bezirklichen Einflussmöglichkeiten gering sind. Umso wichtiger ist die Erhaltung sozialer Einrichtungen wie der SPAX, deren Devise im Umgang mit alkoholischen Getränken in der Kontaktstelle „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ lautet. Neben Gesprächen können Betroffene dort auch ihre Wäsche und sich selbst waschen, da durch die Alkoholkrankheit und damit verbundenen finanziellen Nöten zwar Mieten gezahlt werden, jedoch die Energieversorgung abgestellt wurde. Immer häufiger geraten Personen auch in Obdachlosigkeit. Ziel ist es zudem eine geregelte Tagesstruktur, unter anderem auch durch die Vermittlung von Hilfstätigkeiten, zu schaffen. In den meisten Fällen hat das Jugendamt betroffenen Eltern die Erziehung der Kinder bereits entzogen.

Patrick Rein

Lichter gegen Gewalt und Intoleranz

Seit zwei Tagen wird der Koeltzepark einen Monat lang von Laternen mit einer klaren Botschaft erleuchtet: In Spandau ist kein Platz für Gewalt!

Im Paul-Schneyder-Haus wurde am Freitag eine besondere Aktion des mittlerweile bundesweit bekannten Projekts „Stark gegen Gewalt“ eröffnet: Über 200 Teilnehmer hatten unter der Leitung des Künstlerpaares Sofia Camargo und Thomas Klasen Laternen gebastelt, die teils mit klaren Botschaften versehen waren. Seit der Eröffnung erhellen diese nun und noch bis zum 15. Februar als „Lichter des Respekts und der Gewaltfreiheit“ den Koeltzepark.

Dies sind nur einige der selbstgebastelten Lichter die nun den Koeltzepark erhellen.

Dies sind nur einige der selbstgebastelten Lichter die nun den Koeltzepark erhellen.

Für ein gewaltfreies Spandau

Das Präventionsprojekt „Stark ohne Gewalt“ setzt sich neben den Kiezstreifen immer wieder auch für kulturelle Auseinandersetzungen mit dem Themenschwerpunkt einer gewaltfreien, von Respekt, Toleranz  und Anerkennung geprägten Gesellschaft ein. Der Eröffnungsveranstaltung wohnten so auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) sowie die Stadträte Stephan Machulik (SPD) und Gerhard Hanke (CDU) bei. Dieser zollte dem Engagement größten Respekt und regte an: „Ich hoffe, dass die Lichter nicht nur in Spandau ein Zeichen gegen Gewalt und Intoleranz setzen, sondern bald auch ganz Berlin erhellen.“

Mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und kalren Positionierungen wurde die Gallerie eröffnet.

Mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und klaren Positionierungen wurde die Gallerie eröffnet.

Vorreiterrolle

So wie das Jugend- und Präventionsprojekt berlinweit bekannt geworden ist, hofft nicht nur Hanke, dass auch diese Aktion wieder die Aufmerksamkeit findet, die es verdient. Jugendliche berichteten von ihren Erfahrungen im Koeltzepark und bedauerten, dass sich Bürgerinnen und Bürger nachts kaum noch durch den schwach beleuchteten Park trauen. Mit den Laternen soll nun zumindest für einen Monat etwas Licht ins Dunkel kommen und die Botschaften ein Gefühl von „Miteinander stehen wir gemeinsam gegen Gewalt ein“ entwickeln.

Große und Kleine, Junge und Alte "Neustädter" nahmen an der Veranstaltung im Paul-Schneyder-Haus teil.

Große und Kleine, Junge und Alte „Neustädter“ nahmen an der Veranstaltung im Paul-Schneyder-Haus teil. Fotos (3): Patrick Rein

Gelungener Auftakt

Immer wieder ist in den Medien von Gewaltexzessen, Verbrechen aber auch Perspektiv- und Respektlosigkeit von Jugendlichen als Begründung zu lesen. Projekte wie „Stark ohne Gewalt“ aber auch andere Initiativen und Einrichtungen kämpfen dagegen jedoch an und zeigen deutlich, dass die Heranwachsenden klare Zeichen gegen falsches Verhalten der oftmals Gleichaltrigen setzen wollen. Wenn diese positiven Ereignisse auch in der Öffentlichkeit stärker in den Vordergrund gestellt werden, kann auch gesellschaftlich optimistischer in die Zukunft geblickt werden.

Spandau legt im Koeltzepark jetzt zumindest für einen Monat ein klares und deutliches Bekenntnis gegen Gewalt, Rassismus und Intoleranz ab!

Patrick Rein

Haben Sie sowas schonmal erlebt?

Der lebendige Adventskalender in Spandau

© Dagmar Zimmermann / pixelio.de

© Dagmar Zimmermann / pixelio.de

Pünktlich am 1.Dezember wird in der Spandauer Neustadt und im Spandauer Stadtteil Wilhelmstadt der lebendige Adventskalender eröffnet.

Im Zeitraum vom 1. bis 24. Dezember wird jeden Tag ein Geschäft oder eine Einrichtung eine kleines Aktionangebot haben. Alle Spandauerinnen und Spandauer sind herzlich eingeladen an den Aktionen teilzunehmen.

In der Spandauer Wilhelmstadt

Der Wilhelmstädter Adventskalender wird am 1.12.2012 um 17.00 Uhr feierlich durch Baustadtrat Carsten Röding eröffnet.

Wo? Weinladen Spandau, Metzer Straße 2

Das Angebot des Wilhelmstädter Adventskalenders reicht von gemeinsamen Weihnachtssingen über Plätzchen backen und Bastelaktionen bis hin zu kleinen Quizshows für Jung und Alt.

 In der Spandauer Neustadt

Der Adventskalender der Spandauer Neustadt wird am 1.12.2012 um 16.00 Uhr eröffnet.

Wo? Quartiersbüro, Kurstraße 5

Die Eröffnung wird mit einem „Advent to go“ Zuckerschmaus, einer Ausstellungsführung und dem Weihnachtspostamt gefeiert. Weitere Highlights der kommenden vier Wochen werden sein:

  • Weihnachtströdel im Vivantes-Krankenhaus
  • „Entspannte Momente“ im Hotel Centrovital
  • „Türkisch“ im Feinkostladen der Familie Gögce
  • Weihnachtsgeschichten der Sparkasse Berlin
  • u.v.m.

Mehr Informationen zu den lebendigen Adventskalendern finden Sie unter www.wilhelmstadt-bewegt.de und www.qm-spandauer-neustadt.de – eine schöne Adventszeit!