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Riesen-Spaß beim familienfreundlichen Volksfest

Während in Spandau die Zukunft von Volksfesten noch offen ist, wird vor den Toren des Bezirks gefeiert

Die Oktoberfestzeit ist vorüber, dass berlinweit größte Zelt – welches, wie berichtet, letztes Jahr noch in Spandau an den Arcaden stand – hat sein Lager am Eastgate Center in Marzahn abgebaut. Doch wie es im nächsten Jahr aussieht, ist noch unklar. Bisher wurde lediglich bekannt, dass der Bezirk mit Veranstalter Thilo-Harry Wollenschlaeger aussichtsreiche Gespräche geführt habe. So wurde bereits ein Frühlingsfest für 2013 beantragt.

Spandauer können dennoch feiern

Doch wer nicht erst bis zum Frühling warten möchte, hat jetzt schon die Gelegenheit sich zu vergnügen. Zwar nicht im Bezirk, dafür aber vor den Toren: In Falkensee gibt es vom 19. bis 28. Oktober zum Saisonfinale Rummel pur beim 16. Falkenseer Herbstfest. Das abwechslungsreiche Angebot lädt dabei zum Familien-Ausflug ein. Rund 30 Schausteller bauen ihre Geschäfte vom kultigen Karussell „Break Dance“ bis zum beliebten „Auto Scooter“ auf. Die doppelstöckige Go-Kart-Bahn – eine der größten mobilen Go-Kart-Bahnen Europas – ist die Hauptattraktion. Eine Auswahl an Kinderkarussells fehlt ebenso wenig wie die Verlosung der „Penny-Pusher“ mit den neuesten und im Herbst-Trend liegenden Gewinnen für Jederman.

Kostenlose Riesen-Feuerwerke

An jedem Freitag spendiert Veranstalter Thilo-Harry Wollenschlaeger jeweils ein Riesen-Feuerwerk, welches gegen ca. 22.00 Uhr sowohl das Festgelände als auch ganz Falkensee in ein Meer aus Lichtern und Farben hüllt. „Wir möchten unseren Besuchern ein farbenfrohes Herbst-Feuerwerk bieten, das die Herzen höher schlagen lässt,“ beschreibt der Veranstalter seine Planung – und fügt hinzu: „Die Feuerwerke sind zum einen das „Dankeschön“ für unsere Besucher das ganze Jahr über und im Speziellen der Höhepunkt für alle Falkenseer und ihre Gäste!“

Freier Eintritt, echtes Löwenbräubier & Leckereien

Eine köstliche Erfrischung wird neben frisch zubereiteten Speisen und Getränken auf dem Festplatz angeboten: Echtes Löwenbräu-Bier aus München, stets frisch gezapft. Dazu gibt es Bratwurst, Boulette und andere Grill-Spezialitäten, Brezeln, Pommes, Zuckerwatte, kandierte Früchte oder gebrannte Mandeln und Lebkuchenherzen.

Geöffnet ist das 16. Falkenseer Herbstfest täglich von 14.00 bis 22.00 Uhr; der Eintritt ist an allen Tagen frei! Zum traditionellen Familien-Tag gibt es am Mittwoch Ermäßigungen auf allen Karussells und Geschäften sowie Sonder- und Überraschungs-Angebote für die ganze Familie. Direkt am Festgelände sind ausreichend kostenlose Parkplätze vorhanden.

Patrick Rein

Dirndl, Maß und Brezeln auch in Spandau

Auch wenn ein großes Oktoberfestzelt in diesem Jahr fehlt, wurde dennoch im Bezirk bayrisch gefeiert

Tausende pilgerten im letzten Jahr zum großen Festzelt an den Spandau Arcaden. Doch dieses Mal baute der Veranstalter Thilo-Harry Wollenschläger in Marzahn am Eastgate Center das berlinweit größte Partyzelt mit bayrischem Ambiente auf. Grund dafür war ein Mal mehr der Lärmschutz. Angeblich hatten zehn Beschwerden von Anwohnern ausgereicht um einen erneuten Aufbau zu verhindern.

Konzerte auf der Zitadelle haben sich mittlerweile etabliert.

Konzerte auf der Zitadelle haben sich mittlerweile etabliert.

Lösung wird gesucht

Nun lädt am 1. Oktober Stadtrat Carsten Röding (CDU) ins Rathaus um zusammen mit Wollenschläger nach anderen Standorten für Feste jeglicher Art im Bezirk zu suchen. Dabei wird es sicherlich schwer ein ähnlich geeignetes Gelände zum Festplatz an den Arcaden zu finden, denn als Verkehrsknotenpunkt sind die Anfahrtswege optimal und mit verhältnismäßig wenig Wohnhäusern und der angrenzenden Hauptstraßen Lärmbeeinträchtigungen vom Laien aus betrachtet minimal. Immer wieder ist der Lärmschutz ein Thema im Bezirk und stößt oftmals auf Unverständnis. Seien es Konzerte auf der Zitadelle, Weihnachtsmarkt und Feste in der Altstadt als auch andere Veranstaltungen in den Stadtteilen.

Feste in der Altstadt und anderswo locken immer wieder zahleiche Besucher an.

Feste in der Altstadt und anderswo locken immer wieder zahleiche Besucher an.

Grenzwerte einhalten

Lärmbeeinträchtigungen müssen sich immer innerhalb der vorgeschriebenen Werte befinden. Doch sind deren Messungen oftmals schwierig. Dennoch sollte ein Mittelweg auffindbar sein um auch weiterhin anziehungskräftige Veranstaltungen im Bezirk stattfinden zu lassen. Auch bei gestiegenem Verkehrsaufkommen muss jedem Neumieter klar sein, dass bei Bezug einer Wohnung an einer Hauptstraße dort auch Autos fahren werden. Ebenso eignet sich das Gelände an den Spandau Arcaden für Veranstaltungen wie dem Oktoberfestzelt, welches als einzige bislang auch in den Abendstunden zwei Wochen im Jahr stattfand. Einmalige Veranstaltungen wie Mieterfeste sollten doch an einem von 365 Tagen tolerierbar sein.

Auf dem Gelände hinter den Arcaden fand im letzten Jahr das Oktoberfest statt.

Auf dem Gelände hinter den Arcaden fand im letzten Jahr das Oktoberfest statt. Fotos (3): Patrick Rein

Oktoberfestchen in Spandau

Anstatt einer Großveranstaltung luden aber so bereits am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Bars und Kneipen zum schunkeln, Weißwürstln, Maß und Brenzeln ein. Auch im Brauhaus sowie beim Basement im Ratskeller stand und steht als im Zeichen des blau-weißen Partykults der sich mittlerweile vom südlichsten Bundesland über die ganze Republik ausgebreitet hat. Und wer dennoch in den Genuß eines typischen Festzeltes kommen möchte, muss nun in diesem Jahr entweder nach Tegel, zum Hauptbahnhof oder eben Marzahn.

Bleibt zu hoffen, dass am Montag eine Lösung gefunden wird um auch in Spandau wieder und weiterhin größere Veranstaltungen stattfinden zu lassen.

Patrick Rein

Oktoberfest in Spandau


Zur Eröffnung „Bombenstimmung“ im Großen Festzelt

Auf das Festzelt ist Thilo-Harry Wollenschlaeger besonders stolz. Allein der Boden habe so viel gekostet, wie manch eine Privatperson ihr Leben lang zusammenspare. „Jeder der hier reinkommt sagt erst einmal: was für ein schönes Zelt“, erzählt der Schausteller. Sogar der Fahrer vom Partner Löwenbräu aus Bayern sei begeistert gewesen. Und der muss ja schließlich wissen wie ein gutes Festzelt auszusehen hat. Das Oktoberfest hinter den Arcaden hat am Freitag begonnen und läuft noch bis

Thilo-Harry Wollenschlaeger bezeichnet sich selbst als Glückspilz.

Thilo-Harry Wollenschlaeger bezeichnet sich selbst als Glückspilz.

zum 9. Oktober. Am ersten Tag sei eine „Bombenstimmung“ gewesen, erzählt Wollenschlaeger, „der Ausnahmezustand am ersten Tag“; das erwartet er sich natürlich jetzt auch für die kommenden Tage. Denn hinter dem großen Fest steht für den Veranstalter auch ein großes Risiko. Allein das Lärmprognosegutachten kostet etwa 6000 Euro und ist vorgeschrieben. „Wir haben ein sehr kompliziertes Lärmschutzgesetz“, stellt Wollenschlaeger fest. Alles sei genauestens eingepegelt und ab einer gewissen Uhrzeit fahre sich die Lautstärke der Musik automatisch herunter. Das gefällt nicht jedem. Als „geschäftsschädigend für alle“ bezeichnet es ein Schausteller. „Hören Sie Musik ?- Ich nicht, das lockt doch keine Leute her“, beschwert er sich.

Der Franz Beckenbauer der Schausteller

„Spandau kann jedenfalls stolz auf das tolle Festzelt sein“, meint Wollenschlaeger. Im ganzen Umland sei Werbung für das Event gemacht worden, „Und wir haben schon viele Reservierungen“. Gruppen und die Belegschaften von ganzen Firmen würden Tische im Zelt reservieren. Momentan ist das Festzelt noch mäßig besetzt, das tut der Stimmung aber keinen Abbruch. Die Bedienung – in Dirndl und Turnschuhen die Frauen, mit Filzhut die Männer – tanzen sich schon einmal zur Volksmusik ein und auch das Publikum reagiert schon auf den Animateur. „Das ist das Publikum was wir wollen“, erklärt Wollenschlaeger, „Familienpublikum nicht die Leute die Randale machen“. Den nächsten Tagen sieht er jedenfalls positiv entgegen, denn seiner Meinung nach ist er ein Glückspilz. „Vor kurzem meinte ein Freund zu mir, ich sei der Franz Beckenbauer der Schausteller“, meint er. „Das war sehr Schmeichelhaft,

Die ersten Gäste sind schon passend gekleidet.

Die ersten Gäste sind schon passend gekleidet.

aber natürlich macht man sich auch viele Gedanken und trägt das volle Risiko“.

Historischer Jahrmarkt – alles für einen Euro

Rund um das große Festzelt gibt es einen Jahrmarkt mit Fahrgeschäften und Süßigkeitenbuden aller Art. Im historische Teil kostet jede Fahrt einen Euro, hierfür kann an der Kasse ein Goldtaler erworben werden, der dann im historischen Jahrmarkt als Währung gilt. Hier gibt es etwa eine Mini- Eisenbahn, eine Würfelbahn, das Kettenkarussell und vieles mehr. Natürlich darf auf einem solchen Fest auch der Breakdancer nicht fehlen. Die jungen Spandauer stehen schon Schlange um sich durchschütteln zu lassen. Noch sind viele Familien mit Kindern auf dem Platz, aber heute Abend soll es im Zelt wieder hoch hergehen. Die Maß kostet hier 7,90 Euro und liegt somit etwas unter dem Preisniveau auf den Wiesn.

Das Oktoberfest hat von Montag bis Samstag ab 15 Uhr geöffnet und an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr. Freitag und Samstag ist bis 24 Uhr geöffnet, ansonsten bis 22 Uhr. Der Eintritt kostet 2 Euro, Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt.

Weitere Impressionen vom Fest:

Kirsten Stamer

Oktoberfest Berlin – Brandenburg

Quelle: www.webprinter.de

23. September 2011 – 9. Oktober 2011
Das einzigartige Oktoberfest mit nostalgischem 1€-Jahrmarkt direkt am Bahnhof Spandau (Brunsbütteler Damm/neben den Spandau Arcaden)

Riesengaudi im Festzelt (über 1000 Sitzplätze u.a.: mit den „Löwen“ und DJ Alphorn
Jeden Freitag weiß-blaue Höhenfeuerwerke

Eintritt 2 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei!