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Kolk begrüßte deutsche Weinköngin

Bereits zum 10. Mal gab sich am Freitag die amtierende Weinkönigin die Ehre und besuchte den Sommergarten des Restaurants „Kolk“.

Spandau hat viele Traditionen und darüber hinaus sehenswert historisches zu bieten. Unter anderem gehört dazu auch der Kolk, das älteste Siedlungsgebiet des Bezirks unmittelbar an die Altstadt angrenzend auf der früheren Insel Behnitz.  Dort ist seit 1994 auch das „Restaurant Kolk“ unter der Leitung von Familie Richter beheimatet. Diese begrüßten im historischen Gefährt der Rennfahrerin Heidi Hetzer ankommend am Freitag die 64. Deutsche Weinkönigin Julia Bertram aus Neustadt an der Ahr.

Der Sommergarten des Restaurant Kolk. Im Hintergrund die alte Stadtmauer Spandaus.

Der Sommergarten des Restaurant Kolk. Im Hintergrund die alte Stadtmauer Spandaus.

Glanzpunkt zwischen Alt- und Neustadt

Das ursprüngliche Gebäude des Restaurants – welches heute mit seinem Sommergarten neben der alten Stadtmauer und direkt am Mühlengraben zum Verweilen einlädt – wurde 1873 als „Spritzenhaus“ beziehungsweise Feuerwache Spandau errichtet.  Da es zu klein geworden war wurde es jedoch 1882, nur knapp zehn Jahre später, wieder abgerissen. Im Dezember desselben Jahres wurde es in der jetzigen Größe wiedererrichtet und war bis April 1916 erneut das Domizil der Feuerwehr. In den darauf folgenden Jahren waren verschiedene Geschäfte in dem Haus untergebracht bis schließlich 1989 die Familie Richter den Betrieb übernahm und an die lange eigene gastronomische Tradition mit dem Bezirk anknüpfte.

Auf dem Heimweg ging es mit dem Oldtimer von Heidi Hetzer (Erste von links) nicht weiter. Neben ihr Weinkönigin Julia Bertram und Klaus-Dieter Richter vom "Kolk".

Auf dem Heimweg ging es mit dem Oldtimer von Heidi Hetzer (Erste von links) nicht weiter. Neben ihr Weinkönigin Julia Bertram und Klaus-Dieter Richter vom „Kolk“. Fotos (2): Patrick Rein

Autopanne auf dem Rückweg

Gemütliche Ecken und festliche Tische, erlesene Speisen und eine reichhaltige Auswahl von Getränken gestalten einen angenehmen Aufenthalt im traditionsreichen Haus, welches schon häufiger Erwähnung in namenhaften Restaurantführern fand. Die Küche des Kolk orientiert sich dabei an den kulinarischen Prägungen durch die Schlesier, Ostpreußen und Hugenotten Berlins seit dem 18. Jahrhundert. So sind auf der Speisekarte vorwiegend Gerichte aus diesen Regionen vertreten. Dazu gehören Spezialitäten wie z.B. Himmelreich, Mohnpielen, Ostpreußische Krautwickel, Aal, Königsberger Klopse, Enten- und auch vegetarische Gerichte. Der Küchenchef, Küchenmeister und Vizepräsident des Hotel- und Gaststättenverband Berlin e.V. (DEHOGA Berlin) ist Klaus-Dieter Richter. Dieser hieß dann auch die Weinkönigin Julia Bertram und ihre Fahrerin Heidi Hetzer mit dem 100-jährigen Oldtimer am und im Kolk willkommen.

Auf dem Rückweg ging es dann jedoch weniger erfreulich zu: Rallyefahrerin Hetzer blieb mit ihrem geliebten Oakland am Südwestkorso liegen.

Patrick Rein

Eiswerder wird „Insel der schönen Dinge“

Die Meilenwerk AG führt mit Investitionen von 80 Millionen Euro Spandau näher an Berlin ran

Lange Zeit war es ruhig geworden auf der Insel Eiswerder, fast wie im Dornröschenschlaf wurden die großen und restaurierten Gebäude der alten Pulverfabrik nur geringfügig genutzt. Doch jetzt wird das Inselleben durch die Meilenwerk AG, Forum für Fahrkultur, bis zum Frühjahr 2015 wachgeküsst. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 80 Millionen Euro soll Großes entstehen: Ausstellungsflächen für Oldtimer, Uferpromenade, Eventlocation, Hotel, Loftwohnungen, Ateliers, Einzelhandel – einfach alles was ästhetisch und schön ist, soll hier seinen Platz finden.

Martin Halder (zweiter von links) und Carsten Röding (rechts) bezeichnen das Projekt als Glücksfall für Spandau und Berlin.

Martin Halder (zweiter von links) und Carsten Röding (rechts) bezeichnen das Projekt als Glücksfall für Spandau und Berlin. Foto: Patrick Rein

Erarbeiteter Glücksfall

Bei der Präsentation des Projekts sprach Martin Halder, CEO der Meilenwerk AG, von einem Glücksfall: „Es ist unverständlich, dass bisher kein anderer die Insel mit allen seinen Vorteilen entdeckt hat. Gut für uns!“. Spandauerinnen und Spandauer wussten hingegen schon lange, was für ein Juwel sich dort befindet, doch bisher scheiterten alle Bemühungen Investoren zu überzeugen. Mit den durchgeführten Sanierungen und der vorhandenen Infrastruktur sieht Baustadtrat Carsten Röding (CDU) den jetzigen Erfolg jedoch auch als „erarbeiteten Glücksfall“ an.

Eiswerder wird zur "Insel der schönen Dinge"

Eiswerder wird zur „Insel der schönen Dinge“ Foto: Meilenwerk AG

Vom Oldtimer bis zum Neuwagen

Das eigentliche Meilenwerk Berlin entsteht dabei in den Gebäuden des denkmalgeschützten preußischen „Königlichen Feuerwerkslaboratoriums“. Für die Nutzung werden die Übergänge zwischen den Backsteinhallen jeweils als Atrium überdacht, so dass sich eine Bruttogeschossfläche von rund 18.000 Quadratmetern für das Meilenwerk ergibt, von denen etwa 14.500 Quadratmeter vermietbar sind. Zusätzlich wird ein Neubau für moderne Liebhaberfahrzeuge und Sportwagen geschaffen. Die Oldtimer-Immobilie wird Händler und Dienstleister für Freunde der klassischen Fahrkultur beherbergen. Hier findet sich das bereits in Moabit bewährte Angebot: vom Fahrzeugaufbereiter über Werkstätten und Handelsbetriebe für Fahrzeuge und Ersatzteile bis hin zu Gutachtern, Automobilfotografen und sonstigen Anbietern rund um das Thema Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge.

Entwurf der neuen Präsentationshallen nei der zwei bestehende Gebäude durch Glasdach verbunden werden.

Entwurf der neuen Präsentationshallen nei der zwei bestehende Gebäude durch Glasdach verbunden werden. Foto: Meilenwerk AG

JWD, Kleingärten und Vereine bleiben

Wie auch bei den anderen beiden aktuellen Meilenwerk-Projekten Hamburg und am Zürichsee wird das Unternehmen das Standortmanagement und die Markenführung langfristig selbst übernehmen und nicht aus der Hand geben. Eine Besonderheit des neuen Meilenwerks Berlin wird das rund 3.500 Quadratmeter große Eventufer auf der bereits vorhandenen Freifläche mit direktem Havelanschluss und einem eigenem Schiffsanleger sein. So können Besucher auch mit Privatboot oder Ausflugsschiff die „Insel der schönen Dinge“ erreichen. Auch die Kleingärtner, Wassersportvereine sowie die Discothek JWD haben vorerst nichts zu befürchten. Gerade die im Norden befindlichen Grundstücke sind Liegenschaften des Bundes und somit nicht betroffen. Das JWD befindet sich ebenfalls in einem anderen Gebäude. Der Großteil der Insel ist jedoch ins Konzept mit einbezogen und die Verträge mit den wenigen verbliebenen Pächtern bereits aufgelöst.

Patrick Rein

Auch Falkenhagener Feld feiert

Stadtteilfest auf den Wiesen am Wasserwerk mit BVG-Shuttleservice im Oldtimer

Es ist viel los an diesem Samstag in Spandau: Die Feuerwehr Spandau Nord veranstaltet ihren Tag der offenen Tür und die Neustadt lädt zum Stadtteilfest in den Wröhmännerpark. Doch auch das Falkenhagener Feld feiert heute. Nach 2009 und 2010 findet das Stadtteilfest zum dritten Mal auf dem großräumigen Areal der Wiesen am Wasserwerk von 15 bis 20 Uhr statt. Highlight in diesem Jahr ist sicherlich das Finale des Kiez-Song-Contest der Gewobag zu dem auch ein Auftritt von Ben samt Autogrammstunde vorgesehen ist.

Shuttleservice im Oldtimer

Neben zahlreichen Ständen und Aufführungen wie Schülerbands, Trommeln mit Klangholz oder kurdischer Musik zum tanzen, gibt es auch ein Torwandschießen mit den Eisbären Berlin. Wie schon beim Stadtteilfest 2010 wird es wieder einen Shuttle-Dienst zum Stadtteilfest mit einem alten BVG-Bus geben. Versehen mit der alten Bezeichnung “5 E Nervenklinik” wird ein BVG-Doppeldecker des Vereins Traditionsbus Berlin  aus den 60er Jahren zwischen 15 und 18 Uhr entlang der Falkenseer Chaussee zwischen Freudstraße und Askanierring verkehren. Die gesamte Fahrt dauert ca. 15 bis 20 Minuten. Nach einer kurzen Pause geht es dann wieder los, so dass ungefähr mit einem halbstündlichen Rhythmus zu rechnen ist. Der Bus hält an allen BVG-Haltestellen entlang der Strecke. Das Mitfahren ist gratis.

Kiez Song Contest

Beim diesjährigen Stadtteilfest präsentieren sich ebenso die Finalisten des von der Gewobag ausgerufenen Song-Contest. Mit mehreren Stücken präsentieren sich die drei Finalteilnehmer, die sich in der Vorauswahl gegen insgesamt 24 Konkurrenten durchgesetzt haben auf der großen Bühne. Noch am selben Tag wird der Gewinner gekürt, in der Jury sitzt wieder der Popsänger Ben.

Ohne Alkohol

Erweitert wird das kulinarische Angebot in diesem Jahr durch leckere Cocktails ohne Alkohol. Bereits am 11.8.2012 übten sich 16 Teilnehmer auf dem Workshop im Schwedenhaus im Mixen von Cocktails. Ermöglicht wurde diese Aktion durch Mittel aus dem Quartiersfonds 1 der Sozialen Stadt. Besonderen Zuspruch fand der Sahne-Cocktail „Virgin-Colada“ auf Kokos-Basis.

Bei so vielen Festen im Bezirk fällt die Auswahl nicht leicht. In Spandau ist halt immer was los. Zum Glück sind die Tage lang und jede Veranstaltung freut sich über zahlreiche Besucher!

Patrick Rein