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Ein Hauch von Meisterfeier

Hertha BSC schafft ohne Heimniederlage den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Nach dem letztjährigem Abstieg in der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf spielte der Hauptstadtclub eine überragende Zweitligasaison: Frühzeitig den Aufstieg als auch die Zweiligameisterschaft perfekt gemacht und sogar noch den Punkterekord von Hannover 96 eingestellt. Mit Jos Luhukay ist Hertha BSC endlich wieder auf Erfolgskurs und will sich nun auch in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren.

Die Ostkurve im Berliner Olympiastadion sorgte schon lange vor Spielbeginn für Stimmung.

Die Ostkurve im Berliner Olympiastadion sorgte schon lange vor Spielbeginn für Stimmung.

Tore- und Spielerrückstand

Bereits vor Anpfiff herrschte Feierstimmung im Oval des Olympiastadions. Die Fans stimmten den Abschied aus der 2. Bundesliga ein, Cottbus hielt mit Pyrotechnik dagegen und Ikone Frank Zander gab wiederholt die blau-weiße Hymne „Nur nach Hause“ zum Besten. Es war angerichtet zum Finale der Saison 2012/2013 von deren Beginn an nur ein  Ziel herrschte: Aufstieg. Doch vor den Ehrungen und Feierlichkeiten stand noch 90. Minuten Fußball auf dem Programm. Das Lokalderby gegen Energie Cottbus erwies sich jedoch noch mal zur Geduldsprobe. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr und dementsprechend schleppend verlief das Gekicke. Nicht unbedingt verdient gingen die Gäste in Führung und Hertha geriet auch Mannschaftsmäßig nach einem Platzverweis von Maik Franz in Rückstand, beziehungsweise Unterzahl. Umso erfreulicher war für das fast ausverkaufte Stadion der Ausgleich in der 88. Minute durch Anthony Brooks. Somit war angerichtet für die Festlichkeiten.

"Nie mehr zweite Liga" ist die Erwartung der Fans.

„Nie mehr zweite Liga“ ist die Erwartung der Fans. Fotos (2): Patrick Rein

Das Warten hatte ein Ende

Was jedoch folgte hatte eher den Charme einer A-Jugendmeisterschaftsfeier als den Gewinn der Meisterfelge, welche natürlich auch nicht mit dem einer Schale gleichgesetzt werden kann. Dennoch waren die Festlichkeiten geprägt vom Warten: Erst warteten die Spieler auf die Aufstiegsshirts, die Ostkurve lange auf das Erscheinen der Mannschaft vorm Fanblock und dort die Spieler wiederum lange auf die Bierkrüge für die obligatorischen Duschen. Vielleicht hatte sich der ein oder andere mehr erwartet, doch es war halt auch „nur“ das Ende einer Mission die erfüllt wurde: Hertha ist nach nur einer Saison wieder erstklassig. Und was die Freude nach den Skandal-Relegationsspielen nur noch steigerte, Düsseldorf ist direkt wieder abgestiegen – ohne Relegation.

Und für die zahlreichen Hertha-Fans aus Spandau war der Heimweg an der Heerstraße ebenfalls noch mal mit warten verbunden, dieses Mal auf den Bus. In der kommenden Saison erwarten alle nun die Champions-League Finalisten aus Dortmund und Bayern wieder als Gäste im Olympiastadion.

Patrick Rein

Hertha verpasst Tabellenspitze

Bereits im Vorfeld zum Lokalderby im Olympiastadion zwischen dem Tabellenzweiten Hertha BSC und dem FC Union in der 2. Bundesliga war viel los

Seit Tagen war in ganz Berlin und Spandau, dem Bezirk mit angeblich den meisten Hertha-Fans, die Derbystimmung zu spüren. Zu dem besonderen Anlass präsentierte der United Colors Fanclub der Blau-Weißen sogar ein eigens komponiertes Lied. Doch bei einigen Anhängern stieg die Energie bedauerlicherweise bis ins kriminelle.

Ausverkauftes Olympiastadion beim Lokalderby. Mittlerweile ist auch der Fanprotest zum "Sicheres Stadionerlebnis" verstummt.

Ausverkauftes Olympiastadion beim Lokalderby. Mittlerweile ist auch der Fanprotest zum „Sicheres Stadionerlebnis“ verstummt. Foto: Patrick Rein

Schmierereien am Vereinsbus

Unbekannte verschafften sich unerlaubt Zutritt auf ein Betriebsgelände der Verkehrsbetriebe in Rudow auf dem der Vereinsbus der Unioner abgestellt war und besprühten diesen mit Hertha BSC Logo und Schriftzug. Zwar konnten die Schmierereien schnell wieder entfernt werden, dennoch wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Auch Hertha BSC drohte Konsequenzen an, sollten die Täter aus dem eigenen Umfeld stammen.

Emotionen ausgelöst

Auch Hertha Trainer Jos Luhukay versuchte mit einer Wutrede am Donnerstag die Emotionen seiner Spieler im Hinblick auf das Lokalderby sowie die anstehenden Aufgaben zum Wiederaufstieg zu wecken. Dies gelang anscheinend mehr als gewünscht, denn im Training gerieten Maik Franz und Michel Lasogga so heftig aneinander, dass beide aus dem Kader fürs Spiel gegen Union gestrichen wurden.

Früher Rückstand

Am Montagabend überraschte dann das Auftreten der Heimmannschaft aus Charlottenburg im ausverkauften Rund des Olympiastadions. Während die Eisernen locker aufspielten und gerade im Zweikampfverhalten überzeugten, wirkten die Herthaner verunsichert. Ergebnis war ein früher unglücklicher Rückstand den der FC in der zweiten Halbzeit sogar auf 2:0 ausbauen konnte. Erstmals in dieser Spielzeit lief der BSC einem Zweitorerückstand hinterher. Eine Viertelstunde vor Schluss konnte dann Ramos den Anschlusstreffer erzielen und fünf Minuten vor  Spielende gelang dem wieder ein Mal überzeugendem Ronny mit einem sehenswerten Freistoßtreffer der Ausgleich.

Hertha hält mit dem Unentschieden und Tabellenplatz zwei weiterhin Aufstiegskurs und auch die Unioner halten Anschluss an den Relegationsplatz, an dem Hertha BSC in der letzten Saison im Skandalspiel gegen Düsseldorf scheiterte und den bitteren Gang in die 2. Liga antreten musste.

Patrick Rein

Hertha BSC hält weiter Aufstiegskurs

Berlins Zweitligist überwindet trotz Rückstand das FSV Frankfurt Trauma und gewinnt das letzte Spiel dieses Jahres

"Bei aller Dialogbereitschaft habt ihr vergessen mit uns zu reden"

„Bei aller Dialogbereitschaft habt ihr vergessen mit uns zu reden“

Nach holprigen Start und der bisher einzigen Niederlage gegen den FSV Frankfurt sowie dem Aus im DFB-Pokal hat sich Hertha BSC gefangen und steht mit deutlichem Vorsprung auf einem Aufstiegsplatz. Dabei bot das letzte Heimspiel am vergangenen Samstag gegen eben diesen „Angstgegner“ aus der Mainmetropole erst wenig Erfreuliches: Nasskaltes Wetter und ein zerfahrenes Spiel.

Gleich eine Großchance zu Beginn der Partie führte noch nicht zum Torerfolg.

Gleich eine Großchance zu Beginn der Partie führte noch nicht zum Torerfolg.

Wieder Stille zu Beginn

Nachdem in der letzten Woche von der DFL das umstrittene Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ abgesegnet wurde, gaben auch an diesem Spieltag die Fans darüber ihren Unmut kund indem sie die ersten 12 Minuten und 12 Sekunden keine (oder kaum) Gesänge anstimmten. Auf einem Plakat der Mitgereisten Frankfurter Fans war währenddessen zu lesen: „So könnte es sein“. Nach den „Schweigeminuten“ kam dann doch wieder Stadionatmosphäre auf und auf der Rückseite des Transparents der hessischen Fangruppe war nun zu sehen: „Doch so soll es sein!“. Auch die Hertha-Fans kritisierten auf einem Banner das Fan-Clubs trotz ausgesprochener Dialogbereitschaft nicht einbezogen waren.

"Ob es regnet oder schneit, jeder hat für Hertha Zeit", heisst es passend in der Vereinshymne.

„Ob es regnet oder schneit, jeder hat für Hertha Zeit“, heisst es passend in der Vereinshymne. Fotos (3): Patrick Rein

Wenig los in Durchgang eins

Doch es wurde auch Fußball gespielt. Und auch wenn die Hauptstädter klar spielbestimmend waren, so gelang die Führung in der zweiten Hälfte jedoch den Gästen. Viele Zuschauer glaubten bereits an die zweite Niederlage gegen den FSV bevor dann Marcel Ndjeng und der in dieser Spielzeit überragende Ronny mit ihren Toren das Spiel drehten und für einen erfreulichen Jahresausklang sorgten. Zumindest bis heute Abend ist Hertha sogar Tabellenführer. Erst dann trifft der bisherige Spitzenreiter Eintracht Braunschweig auf den zweiten Berliner Vertreter FC Union. Zumindest heute werden viele Spandauer, Berliner und Herthaner für 90 Minuten ausnahmsweise mal den Köpenickern die Daumen drücken um auf Platz 1 der Tabelle zu überwintern.

Lokalderby im Februar

Damit ist es nach der Winterpause dann aber auch wieder vorbei, denn bereits am zweiten Spieltag,  Montag den 11. Februar, kommt es im Berliner Olympiastadion zum nächsten Lokalderby zwischen dem BSC und den Eisernen. Mittlerweile sind dafür bereits über 60.000 Karten verkauft.

Patrick Rein

Schweden feiern im Olympiastadion

Die Deutsche Fußballnationalmannschaft spielte am Dienstagabend in Berlin nach 4:0 Führung nur unentschieden

Was für ein unvergessliches Ereignis, welches Spandauer, Berliner und Zugereiste im Olympiastadion sowie Millionen von Zuschauern an den Fernsehgeräten Dienstagabend verfolgen konnten. Schon im Vorfeld wurde das Spiel zwischen Deutschland und Schweden der Qualifikationsgruppe C für die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien zum Favoritentreffen erklärt. Was die Truppe von Bundestrainer Jogi Löw aber in den ersten 60. Minuten ablieferte, dürfte die ganze Fußballwelt erstaunt wenn nicht sogar vor Ehrfurcht erstarren lassen haben:  Gleich mit einem Pfostentreffer beginnend gelang alles, Resultat eine 3:0 Halbzeitführung die in der zweiten Hälfte sogar auf vier Tore ausgebaut wurde.

Im weiten Rund des Olympiastadions war alles bereit fürs Spitzenspiel.

Im weiten Rund des Olympiastadions war alles bereit fürs Spitzenspiel.

Fußball kurios

Spätestens da schien der Sack bereits zugemacht. Spieler schalteten einen Gang runter um sich für die anstehenden Aufgaben in den Vereinen zu schonen und das Publikum übte sich fortan in La-Ola-Welle und „Ohhh, wie ist das schön“-Gesängen. Der schwedische Anschlusstreffer durch Superstar Zlatan Ibrahimovic ging in all den Feierlichkeiten fast unter. Kurzzeitig wurde die Aufmerksamkeit wieder verstärkt aufs Spiel gerichtet, nachdem der Vorsprung durch Neuer’s Torwartfehler auf zwei Tore dahin geschmolzen war. Doch weiterhin herrschte die Überzeugung, dass die Nationalelf clever genug sei, die immer noch bestehende Führung zu verwalten.

Fanchoreographie und nahezu ausverkauftes Stadion warteten auf den Anpfiff.

Fanchoreographie und nahezu ausverkauftes Stadion warteten auf den Anpfiff.

Profis wie Amateure

Was jedem Freizeit- und Amateurtrainer bekannt aber immer ein Phänomen bleiben wird, unterlief in der verbleibenden Spielzeit nun auch den Vollzeitprofis der Nationalmannschaft: Nachdem beim klaren Stand von 4:0 – niemand hätte es bei glücklichem Ausgang verübelt – einen Gang runter geschaltet wurde, schaffte es das Team nicht nun notwendigerweise wieder „hochzuschalten“. Konzentration konnte nicht aufgebaut werden und die einzigen drei gelben Karten gab es in einer überaus fairen Partie einzig und allein fürs deutsche Team – doch nicht für Foulspiel sondern Spielverzögerung.

Während des Spiels noch schwarz-rot-gold, danach nur noch blau-gelbe Freude.

Während des Spiels noch schwarz-rot-gold, danach nur noch blau-gelbe Freude. Fotos (3): Patrick Rein

Schweden jubeln

Während sich Schwedens Fußballer in die Partie zurückgekämpft hatten und an das fast nicht mehr für möglich gehaltene glaubten, gelang der deutschen Mannschaft so gut wie nichts mehr. Die Leichtigkeit der ersten Stunde war dahin. Einzig und allein ist dem Bundestrainer dabei höchstens vorzuwerfen, dass anstatt die Defensive zu verstärken, alle Wechsel im Offensivbereich vorgenommen wurden. Unglaublich aber wahr gelang den Schweden nach dem 4:3 dann kurz vor Schluss sogar noch der wie einen Sieg gefeierte Ausgleichstreffer. Sprachlos hingegen war Jogi’s Elf.

Nicht nur bei IKEA Spandau dürften nach diesem denkwürdigem Fußballabend nach dem Midsommar-Fest nun wahrscheinlich auch das Berlinwundar ins Programm aufgenommen werden. Vielleicht in Form eines Regals, welches nach vier stabilen Brettern und null verbliebenen Schrauben in sich zusammenbricht.

Patrick Rein

Polizei bittet Hertha-Fans um Hilfe

Versuchtes Tötungsdelikt am S-Bahnhof Olympiastadion – Polizei sucht weiter Zeugen

Nach dem holprigen Saisonstart hat Berlins Zweitligist Hertha BSC seinen Tritt gefunden und konnte nach Pokalaus und der Niederlage gegen den FSV Frankfurt zuletzt gegen 1860 München klar mit 3:0 gewinnen und steht seitdem auf einem Aufstiegsplatz. Bereits am 26. September konnte auch die SG Dynamo Dresden im heimischen Olympiastadion bezwungen werden. Dennoch ereignete sich nach dem Spiel ein tragisches Ereignis.

Zeugen gesucht

Wegen eines versuchten Tötungsdeliktes am S-Bahnhof Olympiastadion bittet das Kommissariat für Sportgewalt des Landeskriminalamtes die Öffentlichkeit nun um Mithilfe. Mit der Veröffentlichung eines Überwachungsvideos und Bildern mehrerer noch unbekannter Männer hoffen die Ermittler des Landeskriminalamtes, der Aufklärung des Verbrechens einen Schritt näher zu kommen. Dabei handelt es sich bei den gezeigten Personen ausschließlich um vermeidliche Augenzeugen und stehen in keinem Tatverdacht, sondern werden lediglich gesucht um den wahren Tätern doch noch auf die Spur zu kommen.

Geschlagen und Drangsaliert

Unbekannte Täter hatten am 26. September 2012 nach dem Zweitligaspiel Hertha BSC Berlin gegen SG Dynamo Dresden einen 31-Jährigen auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Olympiastadion zunächst geschlagen und dann mit seinem um den Hals fest verknoteten Hertha-Schal sitzend zurückgelassen. Das Opfer lebt mit einem Down-Syndrom und war nicht mehr in der Lage, sich selbst aus der Situation zu befreien. Der Mann war bereits stark benommen als er gegen 20 Uhr von Beamten der Bundespolizei auf dem Bahnsteig bemerkt wurde.

Im Zuge der Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Aufnahmen einer Überwachungskamera ausgewertet, auf denen die unbekannten Männer zu sehen sind, die sich zur Tatzeit im Bahnhofsbereich in der Nähe des Opfers bewegt haben und möglicherweise Hinweise zu den Umständen, Ereignissen oder auch Personen geben können, die mit dem versuchten Tötungsdelikt in Zusammenhang stehen könnten.

Die Kriminalpolizei fragt:

  • Wer kennt die abgebildeten Personen, die ausschließlich als mögliche Tatzeugen gesucht werden?

Sie werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden! Hinweise nimmt das Landeskriminalamt (LKA 712) im Columbiadamm 4 in Tempelhof unter der Rufnummer (030) 4664 – 977 210 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Selbstverständlich sind auch alle anderen Hertha- und Fußballfans aufgerufen sich zu melden die Hinweise zum Sachverhalt geben können um die Täter einer gerechten Strafe zuzuführen. Gewalt hat in der Gesellschaft als auch im und ums Stadion keinen Platz!

Patrick Rein

Alte Dame feiert Geburtstag

Hertha BSC verliert im 120-jährigen Jubiläumsspiel gegen Juventus Turin mit 2:0

Nach dem Skandalspiel in Düsseldorf und den darauffolgenden Niederlagen vorm DFB-Sportgericht muss Berlins Hauptstadtclub in der anstehenden Saison erneut in der 2. Bundesliga spielen. Doch Spandaus Fußball- als auch Sportsbarszene ist positiv gestimmt nach den getätigten Transfers. Im Mittelpunkt steht dabei der neue Trainer Jos Luhukay, der zuletzt beim FC Augsburg tätig und maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt war.

Nach Juventus Turin heißen die Gegner nun Paderborn und Sandhausen.

Nach Juventus Turin heißen die Gegner nun Paderborn und Sandhausen.

Offensivere Ausrichtung

Nach eigenen Angaben sollen mit schnellem Kombinationsspiel viele Tore erzielt werden . Die Ausrichtung ist offensiv. Mit dazu beitragen wollen auch die Neuverpflichtungen Peer Kluge (Schalke), Elias Kachunga (Gladbach), Marcel Ndjeng (FC Augsburg), Sami Allagui (Mainz 05), Ben Sahar (Espanyol Barcelona) und Sandro Wagner (Werder Bremen). Die Fans aus Spandau und Berlin dürften diese Worte freuen und noch übt sich die Fangemeinschaft in Zweckoptimismus hinsichtlich des erneut ausgesprochenen Ziels des direkten Wiederaufstiegs.

Ein mäßig gefülltes Olympiastadion beim Spiel der beiden Alten Damen.

Ein mäßig gefülltes Olympiastadion beim Spiel der beiden Alten Damen.

Niederlage gegen Turins B-Elf

Neben den Verstärkungen konnten aber auch zahlreiche Stammspieler gehalten werden, allen voran Thomas Kraft (nach Düsseldorf jedoch die ersten vier Spiele gesperrt), Roman Hubnik, Fabian Lustenberger, Peter Niemeyer, Michel Lassoga (fällt die Hinrunde verletzt aus), Ronny (Bruder Raffael wechselte nach Kiew) und auch Adrian Ramos darf bislang weiterhin in Berlin nach der Form vergangener Tage suchen. Allesamt sollten sie sich zum 120-jährigen Clubjubiläum der Alten Dame aus Berlin mit der ebenfalls so genannten Alten Dame aus Italien messen. Zwar verpflichtete sich Juventus mit all seinen Stars nach Berlin zu kommen, doch Trainer Conte ließ fast die komplette erste Elf zu Hause. Die aufgebotene zweite Garde reichte jedoch um eine bemühte Hertha mit 2:0 zu besiegen.

Noch halten die Fans - allen voran die Ostkurve - Hertha die Treue.

Noch halten die Fans – allen voran die Ostkurve – Hertha die Treue. Fotos (3): Patrick Rein

Same procedure

Vor knapp über 30.000 Zuschauern im Olympiastadion hatte der Zweitligist mehr Spielanteile, schaffte es aber wieder ein Mal nicht den Ball auch ins Tor zu bringen. Der italienische Rekordmeister hingegen wirkte lustlos und verrichtete Dienst nach Vorschrift. Vielleicht sogar besser für die Heimmannschaft denn zwei Tempoerhöhungen führten jeweils zu Toren für Juve. Es wartet somit noch einige Arbeit auf das Trainerteam um Jos Luhukay bis zum Saisonauftakt am kommenden Freitag um 20.30 Uhr im Berliner Olympiastadion gegen den SC Padernborn. Noch hat die Alte Berliner Dame Kredit bei den Fans – dieser sollte jedoch nicht gleich verspielt werden und den Worten des offensiven und torreichen Fußballs schnellstmöglich Taten folgen. Auf geht’s Hertha.

Patrick Rein

Exklusive Besichtigung des Berliner Erdgasspeichers

Exklusive Besichtigung des Berliner Erdgasspeichers

Vorraussetzung für die Vernetzung mit dem russischen Gasnetz. © Rainer Sturm / PIXELIO

135 Millionen Kubikmeter Erdgas in 800 Meter Tiefe

Am 20. Juni 2012 um 15 Uhr öffnet der Berliner Erdgasspeicher seine Türen, im Rahmen der Besichtigungsreihe „Geheime Orte“, die vom Spandauer SPD-Abgeorneten Daniel Buchholz organisiert wird:

„Mitten in Berlin, aber tief im Untergrund befindet sich der Berliner Erdgasspeicher. Er liegt unter einem Gebiet, das westlich des Olympiastadions beginnt und sich bis in den Grunewald und die anliegenden Gewässer erstreckt. Wer die an der Oberfläche gelegenen Anlagen und Sicherheitseinrichtungen des GASAG-Erdgasspeichers kennenlernen will, ist bei meiner Besichtigungstour genau richtig.“

Der Erdgasspeicher, der in 800 Metern ein Speichervolum von circa 135 Millionen Kubikmeter Erdgas aufweißt, ist seit 1992 in Betrieb. Ende der 80, war der Speicher die notwendige Voraussetzung des Anschlusses von West-Berlin an das russische Gasnetz. Heute steht es für Versorgungssicherheit und gleicht die saisonalen Verbrauchsschwankungen aus. Das Gas wird unter großen Druck in eine poröse Sandsteinschicht gepresst, aus der das Wasser gepumpt wurde. An der Oberfläche ist das Gas durch eine Ton- und Salzschicht dann abgesichert. Besucher werden mehr zu den Vorteilen, Risiken und Verfahren dieser Technik erfahren. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung erfolgt unter der E-Mail info@daniel-buchholz.de oder telefonisch unter der 21 25 22 80 (Name und Telefonnummer hinterlassen).

Foyer des Berliner Erdgasspeichers,
Glockenturmstraße 18,
14053 Berlin

Hertha verliert gegen Düsseldorf

Hauptstadtclub verfällt im Relegationshinspiel gegen Fortuna Düsseldorf in alte Tugenden und verliert nach Führung mit 1:2

Die Zuversicht war groß nach dem letzten Heimauftritt gegen Hoffenheim, wo die alte Dame von der Spree mit einer engagierten und kämpferischen Leistung noch an Köln auf den Relegationsplatz vorbeizog (Bericht hier). Nahezu euphorisch fanden sich dadurch gestern Abend fast 70.000 Zuschauer im Rund des Olympiastadions ein, um dabei zu sein wenn gegen Düsseldorf der erste von zwei Schritten zum Verbleib in Liga 1. getan werde.

Hoffnungsvolle erste Halbzeit

Einmarsch der Akteure zum Relegationshinspiel im Berliner Olympiastadion.

Einmarsch der Akteure zum Relegationshinspiel im Berliner Olympiastadion. Foto: Patrick Rein

Natürlich fanden auch wieder viele Spandauer den Weg ins Stadion, gibt es doch in kaum einem anderen Bezirk so viele Hertha-Fans wie hier. Die Stimmung war schon vor Anpfiff ausgezeichnet, was aber nicht zuletzt auch an den zahlreich mitgereisten Anhängern der Rheinmetropole lag. Zum Beginn der Partie erarbeiteten sich beide Mannschaften Chancen bis Roman Hubnik in der 19. Minute nach einem Eckball das 1:0 für die Berliner erzielte. Alles lief nach Plan und die Hausherren schienen das Spiel jetzt durchaus im Griff zu haben.

Ein fast ausverkauftes Stadion und ausgelassene Stimmung.

Ein fast ausverkauftes Stadion und ausgelassene Stimmung nicht nur in der Ostkurve. Foto: Patrick Rein

Hertha schlägt sich selbst

Im zweiten Durchgang lies der BSC die Gäste jedoch immer besser ins Spiel kommen. Völlig unverständlich konnte kurz nach der Pause (64. Minute) der Düsseldorfer Bröker durch den Berliner Strafraum marschieren und den nun nicht unverdienten Ausgleich erzielen. Wie so oft in der abgelaufenen Saison wirkte das Team von König Otto danach verunsichert. Lediglich sieben Minuten später war das Debakel dann perfekt: Die Fortuna ging mit 2:1 in Führung. Was eigentlich ein Grund zur Freude sein müsste, passte ins Bild: Nach langer Zeit erzielte Hertha’s Ramos wieder mal einen Treffer – leider allerdings ins eigene Tor.

Kämpfen und siegen

Vor einer Woche noch gefeiert, jetzt mit hängenden Köpfen.

Vor einer Woche noch gefeiert, jetzt mit hängenden Köpfen: Die Spieler der Hertha. Foto: Patrick Rein

Gerade Ramos läuft seit Wochen, wenn nicht sogar Monaten, seiner Form hinterher, die beständig einen Schritt schneller zu sein scheint. Doch bis auf Thomas Kraft im Tor gilt dies mittlerweile für fast die gesamte Mannschaft. Daher fragt man sich nicht nur in Spandaus Kneipenszene wer denn am Dienstag die Tore schießen soll? Noch ein Mal kommt es jetzt – wie schon gegen Hoffenheim – zum Spiel des Jahres. Auch wenn nach der Partie gestern erstmals einige Becher flogen und auch vereinzelt Pfiffe zu hören waren, klammert sich die Fangemeinde ans letzte Fünkchen Hoffnung. Dienstag um 20.30 Uhr heißt es nun noch ein Mal in Spandau und Berlin Daumen drücken.