RSSAlle Einträge markiert mit: "Partner für Spandau"

Pfingstfest an der Scharfen Lanke in Spandau

Partner für Spandau organisieren das Fest zum dritten Mal

Die Sonne scheint, der Blick auf die Scharfe Lanke lässt den Wunsch nach einem eigenen Segelboot aufkommen und auch morgens um zehn stehen schon die ersten Biergläser auf dem Tisch. Das Pfingstfest, organisiert von Partner für Spandau ist gut besucht. Das war zum Wecken mit Blasmusik um 8 Uhr leider noch nicht der Fall. „Wir haben die Zahl der Anwesenden in etwa verdoppelt“, erzählt ein Mitglied des Spandauer Blasorchesters. Etwa 20 Leute seien anwesend gewesen. Ab 8:30 hätten sich dann allerdings mehr eingefunden. Zwischen den Losverkäufern, Ständen mit Tand, Bier und vielfältigen Nahrungsangeboten drängen sich die Besucher. Ob Dampfnudeln, Flammkuchen oder Crêpes, hier ist für jeden etwas dabei.

Schlendernd oder sitzend genoss man die Sonne am Ufer

Schlendernd oder sitzend genoss man die Sonne am Ufer

Das Pfingstfest

Das Pfingstfest, als Entsendung des Heiligen Geistes 50 Tage nach Ostern, wird in vielen teilen Deutschlands mit Blasmusik und auch dem Wecken durch das Anblasen zu einer für Sonntag nachtschlafenden Zeit zwischen sieben und acht gefeiert. Die Gesellschaft für Bezirks- Marketing, Partner für Spandau, richtete das Fest nun im dritten Jahr aus.

Die Besucher

Das gefühlte Durchschnittsalter von 60 Jahren wird nur von vereinzelten jüngeren Vertretern gesenkt. So vertreten die jungen Damen am Ende der Reihe die Havellandhalle. Das Sportzentrum in Seeburg, möchte hier jedoch nicht nur Werbung machen, sondern sucht Testpersonen für eine Bundesweite Studie. „Wie fit ist Deutschland ?“, das wollen die Havelländer zusammen mit der Hochschule für Gesundheit und Sport in Berlin herausfinden.

Am anderen Ende des Ufers finden sich die vom Havelfest wohlbekannten Spiele für die Kinder. Das Trampolin mit Bungeeseilen und die Ballons auf dem mit Wasser gefüllten Planschbecken können die jüngsten auch hier wieder für sich erobern.

Der letzte junge Vertreter ist Florian vom Britzer Blasorchester. Er ist neun Jahre alt und zum ersten mal offiziell bei einem Auftritt am Schlagzeug mit dabei.

Das Britzer Blasorchester Berlin feiert in diesem Jahr sein 60 Jähriges Bestehen und beginnt seine Auftritte seit 20 Jahren mit der gleichen Erkennungsmelodie. Auf den Florentiner Marsch, bei dem sich die Musiker, laut Sprecher, regelmäßig fast die Zungen brechen, folgt ein Walzer. Die zum tanzen aufgeforderten Gäste bleiben jedoch lieber an ihren Tischen bei ihren Gläsern und schauen dem von Wolfgang Becker geleiteten Orchester zu.

Konrad Birkholz

Um 10:30 Uhr erscheint Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz auf der Bühne, der zuvor schon von einigen Spandauern

v.l. Wolfgang Becker, Sven-Uwe Dettmann, Konrad Birkholz, Carsten Röding

v.l. Wolfgang Becker, Sven-Uwe Dettmann, Konrad Birkholz, Carsten Röding

neben der Bühne entdeckt und begeistert begrüßt worden war. Vorgestellt von Sven-Uwe Dettmann von Partner für Spandau und begleitet von seinem Parteikollegen und Bezirksbürgermeisterkandidaten Carsten Röding, schwört er die Anwesenden auf die kommende Wahl ein. „Noch 98 Tage bis zur Wahl“, fordert er die Gäste auf. Er habe dieses Jahr zwei Bitten. Einerseits mögen die Spandauer eine sachliche Entscheidung treffen und zur Wahl gehen, andererseits appelliert er an die Volksvertreter im Berliner Abgeordnetenhaus etwas gegen den Wust der Verwaltungsaufgaben zu machen. Dort solle man nicht immer nur „sabbeln“, sondern etwas unternehmen.

Sich selbst sieht der Bezirksbürgermeister schon im nächsten Jahr unter den anwesenden Gästen auf einem schattigen Plätzchen sitzen. Er blickt offenbar freudig auf seinen Ruhestand.

Zum Ende seiner Rede gibt er den Zuhörern noch einmal den Rat auf den Weg, „denken Sie auch an den tieferen Sinn des Pfingstfestes“. Er wünschte gesegnete Pfingsten.

Kirsten Stamer

Ulrich Funk, Leiter Freilichtbühne Spandau, im Gespräch

Am Sonntag findet das erste Konzert der Saison statt

Als Ulrich Funk in der Freilichtbühne an der Zitadelle eintrifft, fragt er sofort nach „seinen Jungs“. Die sind dabei die Bühne für den ersten Auftritt der Saison am Sonntag Betriebsfähig zu machen. „Sollen die Lautsprecher unter der Bühne nicht besser auf Paletten?“, gibt Funk zu bedenken. Aber nein, die Lautsprecher haben im letzten Jahr auch so gestanden und das Schallloch in der Verkleidung liegt auch in entsprechender Höhe. „Vor etwa 14 Tagen ist uns ein Ahornbaum aufs Dach gefallen“, erzählt der Leiter des Kulturhauses Spandau und der Freilichtbühne. Scheiben, Dach und Zaun mussten seit dem ausgewechselt werden. „Der 30 Meter hohe Baum hat uns im Zeitplan etwas zurückgeworfen“, gibt Funke zu. Aber am Sonntag sei man zum Auftritt des „Frauenblasorchester Berlin“ auf jeden Fall bereit. Das Orchester spielt in diesem Jahr im Rahmen der Reihe Umsonst & Draußen, die sich Leiter Funk extra zum 90 Jährigen Jubiläum der Bühne einfallen lassen hat.

Ulrich Funk am Eingang der Freilichtbühne

Ulrich Funk am Eingang der Freilichtbühne

„Ich habe Umsonst & Draußen immer gemocht, als es noch im Tempodrom gegeben wurde“, erklärt er, „also haben wir uns in diesem Jahr eine Reihe für die Freilichtbühne ausgedacht“. Vom Mai bis zum September sind hier an zwölf Terminen, meist Sonntag Morgens, Konzerte zu hören. Vom „Berliner Klarinettenchor“ bis zum „Magic of Gospel“ wird hier Vielseitigkeit gezeigt. „Nur so können kleine Institutionen überleben“, gibt Funk zu bedenken. Auch im restlichen Programm setzt der Leiter seit zwölf Jahren auf die Bunte Mischung. „Wenn man immer wieder die gleiche Oper gibt ist das zwar schön, aber wenn es einmal nicht gefällt, kommt die ganze Saison keiner“.

Noch sind die Reihen leer

Noch sind die Reihen leer

Bevor am 26. Juni 1921 der Theaterdirektor Otto de Nolte die Freilichtbühne mit der ersten Aufführung eröffnete, war das Gelände Sommerreitplatz der Spandauer Garnison. Seit dieser Zeit ist an der Bühne gar nicht allzu viel verändert worden. Nur die Ton- und Lichttechnik sei natürlich mit der Zeit anspruchsvoller geworden, erklärt Funk. Auch das Dach über der Bühne wurde nachträglich angebracht. „Aber ansonsten befindet sich das Theater fast im Ursprungszustand.“

Sein eigener Favorit in diesem Jahr ist „Ich suche deine Sterne und will nicht schlafen“. Hier trägt Adelheid Kleineidam, die schon häufiger für das Kulturhaus auftrat, zusammen mit fünf Musikern und der Sängerin Betty Vermeulen ihre liebsten Gedichte, Songs und Geschichten zur Liebe vor. Über die Bekanntschaft mit Kleineidam kam Funk dann auch an „The Capital Dance Orchestra“. Die Berliner Big-Band tritt in diesem Jahr zum ersten Mal in der Freilichtbühne auf. „Außerdem haben wir das Duo ‚Schwarzblond‘, die schon oft im Kulurhaus gespielt haben und nun auch einmal draußen auftreten wollten und ‚Fips Asmussen‘, wo immer alle Fragen – lebt der noch? – ja und er tritt auch noch auf“, erklärt Funk. Zusammen mit „Partner für Spandau“ veranstalte man außerdem „Gemeinsam sind wir hundert“ zum 90. beziehungsweise 10. Jubiläum. Mit Party und DJ bis Mitternacht können es sich die Spandauer hier bei einem kleinen Snack oder Bier der Gastronomie gut gehen lassen.

„Das einzige, dass wir in diesem Jahr nicht machen ist Punk“, stellt Funk fest. Ich bin erstaunt, dass es so etwas überhaupt schon gegeben hat. „Oh doch solche Veranstaltungen hatten wir, aber das Problem ist immer die Lautstärke, da wir hier im Freien nicht unbegrenzt die Musik hochdrehen können“. Ein weiteres Problem sei, dass die Punker immer mehr tränken als sie vertrügen. „Die drohen uns dann immer in der Havel zu ersaufen“, erklärt er das Dilemma.

Die Zuschauer kämen übrigens nur zu 30 Prozent aus Spandau. Weitere 30 Prozent kämen aus dem Umland und der Rest aus Berlin und „Sonstewo“.

Von dem Ufer an der Feilichtbühne bietet sich ein schöner Blick auf die Zitadelle

Am Ufer an der Feilichtbühne bietet sich ein schöner Blick auf die Zitadelle

„Auch immer mehr Touristen sehen unseren Internetauftritt und denken sich, da gehen wir hin“, erklärt Funk. Im Internet sind dann auch unter anderem die Karten für die Veranstaltungen zu bekommen und das Programm einzusehen. Wer lieber etwas in der Hand hat und das persönliche Gespräch schätzt bekommt die Karten aber natürlich auch im Kulturhaus oder im Gotischen Haus.

Ich gehe, das Team arbeitet weiter an der Vorzeigbarkeit des durch die Wintermonate gezeichneten Theaters. „Nach dem Winter warten ja auch immer wieder Überraschungen auf uns“, meint der Kulturhausleiter, „Waschbären, die sich im Theater wohlfühlen oder Nester von anderen Tieren, die Leisten der Bänke modern über den Winter durch und müssen ausgetauscht werden…“ Dann wünschen wir dem Team von der Freilichtbühne an der Zitadelle noch viele anpackende Hände, damit die Arbeit am Sonntag zum ersten Auftritt der Saison getan ist.

Kirsten Stamer

Urlaubsziel Brandenburg lockt auf den Marktplatz

Rekordteilnehmerzahl und attraktives Programm

Brandenburg Tag

Brandenburg Tag

Auch auf dem dritten Brandenburg-Tag zeigt das „Land um Berlin“ den Spandauern und ihren Gästen einmal mehr, warum sich das Spandauer und Berliner Umland sehr für einen Tagesausflug oder auch Urlaub lohnt. Im Vorjahr besuchten mehrere Zehntausend Bürger Spandaus das umfangreiche Programm auf dem Spandauer Marktplatz. In diesem Jahr werden vierzig Aussteller – zehn mehr als im Vorjahr – am Samstag, den 30. April von 11 bis 19 Uhr auf dem Spandauer Marktplatz anschaulich demonstrieren, wie reizvoll und erholsam Urlaub und Freizeit im benachbarten Bundesland Brandburg sein können.

„Wir freuen uns über die Rekordteilnehmerzahl und haben rund um diese Leistungsschau des Brandenburger Tourismus ein attraktives Paket mit Bühnenprogramm und Imbissversorgung organisiert, dass keine Wünsche offen lässt“, kommentiert Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer von Partner für Spandau Gesellschaft für Bezirksmarketing. Die Aussteller hätten gemerkt, dass Spandau ein gutes Pflaster für die Präsentation der Brandenburgischen Region ist. Auch gebe es zeitgleich keine ähnlichen oder konkurrierenden Veranstaltungen der brandenburgischen Anbieter in der Region.

Viel los

Sicherlich wieder viel los an den Ständen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht in diesem Jahr die Präsentation der Regionen Havelland und Ruppiner Land sowie der Havel-Radweg. Das westlich Spandaus gelegene Havelland bietet eine eindrucksvolle Kombination von viel Wasser, Wald und Naturschutzgebieten. Aeronautisch Interessierte lockt der Gollenberg in Stölln, wo Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche unternahm und das Flugmuseum in der Gemeinde Stölln bei Rhinow. In der „Stadt der Optik“ Rathenow informiert das Optik Industrie Museum Rathenow mit einer Vielzahl von Sammlerstücken zur optischen Industrie wie an keinem anderen Ort in Deutschland. Die Schlösser Ribbeck, Paretz, Nennhausen oder Kleßen entführen den Besucher in die Zeiten Fontanes & Co. Zahlreiche Kulturveranstaltungen und Restaurants laden zum Genießen und Verweilen ein.

Nicht minder attraktiv ist das Ruppiner Land, welches sich nördlich von Spandau und Berlin auf etwa 6000 Quadratkilometern erstreckt und so reizvolle Ausflugsziele wie das Teichland Linum, das Havelländische Luch, die Tonstichlandschaft oder den Naturpark Uckermärkische Seen beheimatet. Neben beschaulichen Städten mit historischen Stadtkernen, finden sich idyllische Schlösser und Gutshäuser umgeben von großzügigen Landschaftsgärten. Eine ausgeprägte Kulturszene bietet über klassische Konzerte bis hin zu traditionellen örtlichen Veranstaltungen alles was das Herz im Kurzurlaub begehrt.

Das Bindeglied zwischen diesen beiden Regionen bildet auf dem Brandenburgtag in Spandau der Havel-Radweg. Aus dem an der Elbe gelegenen Gnevsdorf kommend kann der Fahrradtourist in gut einer Woche 240 Kilometer auf zwei Rädern überwinden und kommt dann angefüllt von den Reizen der Landschaft und Kultur am Mühlensee bei Pieverstorf heraus. Dabei führt der Weg von Potsdam kommend durch Kladow, Gatow, Wilhelmstadt über die Spandauer Altstadt und Neustadt und Hakenfelde hinaus nach Norden.

Aber auch von Spandau oder Berlin weiter entfernte Reisegebiete wie das zwischen den Flüssen Elbe, Dosse und Havel gelegene Prignitz, die dünnstbesiedelte und damit extrem ruhige Uckermark bis hin zum „Gurkenland“ Spreewald demonstrieren mit Ihrem vielfältigen Angeboten für Sportler, Kultur- oder Wellnessinteressierte ihre Gastfreundschaft.

Der lange Kerl erzählt Anekdoten

Der lange Kerl erzählt Anekdoten

Musikalisch unterhalten „Los Rapidos“ aus Premnitz die Gäste auf dem Spandauer Marktplatz mit mitreißender Rockabilly & Surf-Musik. Ein historisch gekleideter „Langer Kerl“ erzählt Anekdoten und animiert das Spandauer Publikum. Mehrmals am Tag werden an verschiedenen Stellen der Veranstaltung auf dem Spandauer Marktplatz an Glücksrädern und durch den Langen Kerl Eintrittskarten und andere touristischen Leistungen der Brandenburger Aussteller verlost.

Für das leibliche Wohle der Spandauer und der Gäste aus Berlin und Brandenburg ist natürlich auch gesorgt. Mit „Eberswalder“ präsentiert sich die wahrscheinlich bekannteste Fleisch- und Wurstwarenmarke des Landes Brandenburg als Imbiss-Anbieter in der Zitadellenstadt Spandau. Die vielen Besuchern vom Havelländischen Land- und Bauernmarkt bekannte Bäckerei Plentz aus Schwante ist mit eigenem Backofen dabei. Darin entsteht unter anderem der „Krämer Fladen“, ein deftiger Hefeteigkuchen mit Butter und Zucker. Neben den süßen und herzhaften Versuchungen locken Kremserfahrten und Bungeetrampolin die großen und kleinen Besucher des 3. Brandenburg-Tages nach Berlin-Spandau.