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Kontrolle von verkehrswidrig abgestellten Autotransportern

Polizei stellt schwere Mängel an Fahrzeugen fest

© Polizei Berlin / Pressemeldung

© Polizei Berlin / Pressemeldung

Zwei verkehrswidrig abgestellte litauische Autotransporter mit insgesamt 16 verladenen Pkw sind am Mittwoch, den 25.07.2013  gegen 15.30 Uhr in der Neuendorfer Straße einer Streife des Verkehrsdienstes aufgefallen. Bei der Überprüfung wurden an den beiden baugleichen Lastkraftwagen diverse Mängel festgestellt.

Beide Lkw verloren erheblich Öl, das auch noch auf die durchrostete Abgasanlage tropfte, die jederzeit hätte abfallen können. Auch waren mehrere der transportierten Pkw so mangelhaft gesichert, dass diese hätten von der Ladefläche fallen können. Die Bolzen der Räder waren lose und ausgeschlagen. Ein Reifen war bis auf das Gewebe abgefahren. Im verrosteten Fahrzeugrahmen der Lkw befanden sich zahllose Risse. Die Druckluftschläuche waren porös und an Elektroleitungen und Bremszylindern wurde unzulässig manipuliert. Die Bolzen zur Sicherung des Oberdecks waren selbstgebastelt.

Eine Dolmetscherin wurde zum Ort gebracht, um den beiden litauischen Fahrern die Lage zu erklären. Zur Bearbeitung dieses Falles mussten weitere vier Streifen hinzugezogen werden, um beispielsweise den Verkehr zu regeln und weitere technische Mängel zu dokumentieren. Beide Lkw wurden für technische Gutachten sichergestellt und mussten von der Polizei eskortiert zur Ullsteinstraße in Tempelhof gefahren werden, weil es keine andere Möglichkeit gab, zwei vollbeladene Lkw dieser Größe abzuschleppen.

Den Fahrern droht je ein Bußgeld von 80,- Euro. Die Rechnung für die Sicherstellungs-, Gutachten- und Dolmetscherkosten wird dem Unternehmer nach Litauen zugestellt.

Zwangsräumung in Spandau

Presseerklärung von Monika Merk

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DIE LINKE – Monika Merk – Bundestagsdirektkandidatin

Am 15.07.2013 fand in dem Spandauer Ortsteil Staaken im Pillnitzer Weg 15 eine Zwangsräumung statt. Zahlreiche Aktivisten und Anwohner versuchten diese durch eine Blockade zu verhindern. Ohne Vorwarnung jedoch stürmte die Polizei um etwa 9 Uhr mit Gewalt den Eingangsbereich, wobei es einige Leichtverletzte und eine Festnahme gab. Dazu erklärt die Bundestagsdirektkandidatin der Partei DIE LINKE Spandau Monika Merk:

„Dieser Einsatz reiht sich ein in eine Kette von Polizeiübergriffen gegen Mieter und Mieterinnen dieser Stadt. Der betroffene Mieter erhielt während der Räumung aus den Händen der Gerichtsvollzieherin einen Gerichtsbeschluss, der ihm den beantragten Aufschubsantrag verweigerte. Das ist unverhältnismäßig, da der betroffenen Mieter bereits vor mehreren Wochen diesen Antrag gestellt hatte, und erst am Räumungstag die Urkunde erhielt.

Der Orteilsteil Staaken ist besonders von Entöffentlichung im Wohnbereich betroffen. Erst die Privatisierung der degewo in Staaken gab den Startschuss für die radikale Renditeorientierung im Vermietungsbereich. Die ehemaligen Sozialwohnungen werden nicht mehr instandgehalten und verfallen zusehends. Die Eigentümerwechsel folgen im Monatstakt, die Verwaltungen setzen die hohen Renditeerwartungen der Eigentümer aggressiv durch. Deshalb fordere ich endlich vom Gesetzgeber den Umtrieben dieser Heuschrecken ein Ende zu setzen: ein Enteignungsgesetz muss sofort auf die politische Agenda, um dem Grundsatz ‚Wohnen ist keine Ware, sondern Menschenrecht‘ Geltung zu verschaffen.

Auch der Bezirk Spandau steht in Verantwortung und muss seinem Fürsorgeauftrag für alle Spandauer und Spandauerinnen Rechnung tragen. Es genügt nicht, wenn der SPD-Bürgermeister von einer ‚Wende‘ in der Spandauer Politik spricht, wenn er gar nicht mal in der Lage ist, die Missstände in vielen Wohnquartieren in Spandau zur Kenntnis zu nehmen. Das jedenfalls war das Ergebnis einer Anfrage unseres BVV-Verordneten Dirk Großeholz, in der das Bezirksamt angab, es habe keine Kenntnis von den Zuständen in Staaken. Ich fordere hiermit Bürgermeister Kleebank auf, endlich seine Autorität für die Arbeit seiner Verwaltung einzusetzen. Anscheinend hat er seine Verwaltung aber nicht im Griff.

DIE LINKE Spandau erklärt eindeutig, dass sie weiterhin Solidarität mit Mietern und Mieterinnen in Spandau und anderswo üben wird.“

Frau aus Kladow wird vermisst!

Seit Sonntag wird eine Spandauerin vermisst, die Polizei bittet jetzt um Hilfe und fragt: Wer hat diese Frau gesehen?

Diese Frau aus Kladow wird vermisst. Wer hat sie seit Sonntag gesehen?

Diese Frau aus Kladow wird vermisst. Wer hat sie seit Sonntag gesehen?

Am letzten Sonntag, den 7. Juli 2013, verließ die 57-jährige Silvia Beate Fink aus Kladow gegen 15 Uhr die eheliche Wohnung. Sie nahm ihr schwarzes Fahrrad Marke „Centurion“ und eine daran angehängte Gepäcktasche „Ortlieb“ mit, diese war bepackt mit einer Strandmatte und Handtüchern. Typische Utensilien für einen Badeausflug. Doch seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihr.

Suizid möglich

Sie führte wahrscheinlich keine Personalpapiere, Geld oder Handy mit sich. Zwar gilt Silvia Beate Fink als sehr zuverlässig, doch nach Angaben der Polizei gibt es aber inzwischen Anzeichen dafür, dass sie einen Suizid begehen oder begangen haben könnte. Alle Ermittlungen und Nachfragen zu einem eventuellen Aufenthaltsort blieben bisher ohne Erfolg. Auch eine Absuche des Waldgebietes in Wohnortnähe am Dienstagnachmittag mit Polizeikräften und Spürhunden verlief ebenso erfolglos.

Das Fahrrad der Vermissten mit dem sie am Tag des Verschwindens unterwegs war.

Das Fahrrad der Vermissten mit dem sie am Tag des Verschwindens unterwegs war. Fotos (2): Polizei Berlin

Personenbeschreibung

Die Vermisste ist 165 Zentimeter groß, sehr schlank, hat halblange, blonde Haare und trug ein langes Sommerkleid. Die Polizei fragt: Wer hat Frau Fink seit Sonntagnachmittag gesehen oder hat eventuell das Fahrrad gefunden beziehungsweise wahrgenommen? Wer kann sonstige Angaben zu ihrem möglichen Aufenthaltsort machen?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Direktion 2 unter den Rufnummern 030 / 4664 – 272 517 oder 546, außerhalb der Dienstzeit unter 030 / 4664 – 27 10 10 als auch jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache entgegen.

Patrick Rein

Filmreife Verfolgungsjagd

Nachdem drei Männer in der Wilhelmstadt Kennzeichen gestohlen hatten, flüchteten sie vor der Polizei und verursachten dabei auf der Stadtautobahn einen Unfall.

Den Beamten einer Zivilstreife fiel gegen 2.30 Uhr in der Nonnendammallee ein „Opel Vectra“ aufgrund seiner verdächtigen Fahrweise auf. Der mehrfach haltende und wieder anfahrende Wagen fuhr kreuz und quer durch Spandau und beendete die Fahrt dann in der Winzerstraße. Dort stiegen drei Personen aus und bewegten sich zwischen ihrem und parkenden Fahrzeugen. Die Beamten hörten metallische Geräusche und sahen den Schein einer Taschenlampe. Mehr war aufgrund der Dunkelheit nicht zu erkennen.

Polizei-Autorennen-SpandauIllegaler Kennzeichenwechsel

Dann stieg das Trio wieder in das Auto und setzte die Fahrt über die Heerstraße, den Theodor-Heuss-Platz und den Kaiserdamm fort. Dabei bemerkten die Polizisten, dass an dem Wagen andere Kennzeichen als zuvor angebracht waren. Als der „Opel“ dann an der Knobelsdorffbrücke auf die Stadtautobahn fahren wollte, setzten die Beamten ihr Fahrzeug davor, zeigten die Polizeikelle und stiegen aus. In diesem Moment fuhr das verdächtige Auto einige Meter zurück, um dann an der Zivilstreife vorbei und auf die BAB A 100 in Richtung Wedding seine Flucht fortzusetzen. Die Polizisten verfolgten die Flüchtigen, die an der Ausfahrt Siemensdamm die Autobahn wieder verließen.

Polizei-SpandauZurück Richtung Spandau

In der dortigen Linkskurve verlor der Fahrer die Kontrolle über das Auto und prallte gegen mehrere Laternen, die Leitplanke sowie eine Betonmauer, bevor er auf der Fahrbahn zum Stehen kam. Die Beamten fuhren dieses Mal an dem Wagen vorbei, um eine weitere Flucht zu verhindern. Plötzlich öffnete der Beifahrer seine Tür, so dass es mit dem „Ford“ der Polizei zu einer Kollision kam, wodurch beide Autos beschädigt wurden. Verletzt wurde hingegen niemand. Die Beamten nahmen den 26-jährigen Fahrer, den 20 Jahre alten Beifahrer sowie deren 20-jährigen auf der Rückbank sitzenden Komplizen fest. Das Trio wurde nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung der Kriminalpolizei überstellt. Ersten Ermittlungen zufolge hatten die drei Männer die Kennzeichen in der Winzerstraße von dem „Skoda Fabia“ einer 47-Jährigen entwendet. In dem „Opel“ wurde diverses Einbruchswerkzeug gefunden, welches jedoch anscheinend nicht zum Einsatz kam. Die Verdächtigen müssen sich daher nun nur wegen Kennzeichendiebstahls, Urkundenfälschung sowie wegen des Verkehrsunfalls verantworten.

Patrick Rein

Polizei sucht Zeugen – helfen Sie mit

Betrifft: Verkehrsunfall vom 17.06.2013

Polizei-SpandauZu einem Verkehrsunfall, bei dem am 17.06.2013 in Spandau ein 26-jähriger Mann ums Leben gekommen ist, sucht die Polizei Zeugen.

Der „Passat“-Fahrer wollte gegen 12.15 Uhr von der Freiheit nach links in die Klärwerkstraße abbiegen und hielt dazu in der Mitte der Kreuzung an. Eine dahinter fahrende Sattelzugmaschine fuhr auf das haltende Fahrzeug auf. Der 26-Jährige erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Bitte melden

Der Verkehrsermittlungsdienst der Direktion 1, der die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen hat, bittet Zeugen des Unfalls, sich unter der Telefonnummer (030) 4664-181 800 zu melden.

Aufhebung der Vollsperrung

Ab 18.06.2013 wieder freie Fahrt auf Eiswerderbrücke (West)

StadtbaustelleAm 17.05.2013 ereignete sich auf der Eiswerderbrücke (West) ein Verkehrsunfall. Dabei wurde ein Zugband der Brücke stark beschädigt. Da durch das beschädigte Zugband ein Abriss der angehängten Fahrbahnplatte infolge der Verkehrs- belastung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Brücke für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt. Am 24.05.2013 erfolgte die genaue Schadensfeststellung unterhalb der Fahrbahnplatte vom Schiff aus.

Seither konnte die Brücke nur mit Einschränkung befahren werden. Damit die Belastung aus dem Kfz- und Fußgängerverkehr so gering wie möglich gehalten wird, ist auf Höhe des Unfallschadens die Fahrspur in Richtung Eiswerder Insel auf ca. 15 m Länge für den KFZ Verkehr gesperrt. Der Gehweg ist in diesem Bereich auf eine Laufbreite von 1,00 m eingeengt.

Die entsprechende verkehrsrechtliche Anordnung liegt vor, die Aufhebung der Vollsperrung erfolgt am 18.06.2013. Die Mitteilung an die Polizei und Feuerwehr erfolgt durch die Untere Straßenverkehrsbehörde.

Fremdenfeindlicher Zwischenfall im Bus

Nicht ein Fahrgast sondern der BVG-Fahrer selbst hat allem Anschein nach eine Mutter im Beisein der Kinder fremdenfeindlich beleidigt und die Tochter geschlagen.

Es klingt nahezu unglaublich und doch scheint es der Wahrheit zu entsprechen. Wie wir bereits unter den Polizeimeldungen veröffentlichten, ereignete sich bereits am Freitag in Spandau folgender Zwischenfall: Ersten Ermittlungen zu Folge wurde eine 51-jährige Frau, die mit ihren beiden Kindern gegen halb fünf am U-Bahnhof Rohrdamm in einen BVG-Bus der Linie 123 eingestiegen war und auf Grund der Überfüllung des Busses im vorderen Bereich des Fahrzeugs stand, von dem Fahrer fremdenfeindlich beleidigt.

Nicht nur nach Fußballspielen kommt es an Haltestellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Überfüllung.

Nicht nur nach Fußballspielen kommt es an Haltestellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Überfüllung.

Beleidigt, geschlagen, ausgesetzt

Daraufhin sprach die 20-jährige Tochter den 56-Jährigen Fahrer an und verbat sich die Beleidigungen gegenüber ihrer Mutter. Alle drei wollten den Bus anschließend wieder verlassen. Dabei schlug der Fahrer auf die Tochter ein, die gegen eine Haltestange stieß und sich am Rücken verletzte. Als der 12-jährige Sohn das Fahrzeug verlassen hatte, schloss der Fahrer die vordere Tür, wobei die 20-Jährige mit ihren Haaren zwischen den Türflügeln eingeklemmt wurde und mit ihrer Mutter zusammen den Bus nicht mehr verlassen konnte.

Die Videoüberwachung nicht nur in U-Bahnhöfen sondern auch in Bussen wird zur Klärung auch in diesem Vorfall beitragen.

Die Videoüberwachung nicht nur in U-Bahnhöfen sondern auch in Bussen wird zur Klärung auch in diesem Vorfall beitragen.

Fahrer freigestellt

Die beiden und andere Fahrgäste forderten den 56-Jährigen, der bereits angefahren war, zum Anhalten auf. Dieser stoppte aber erst nach einiger Zeit und ließ sie aussteigen. Die Aussage, dass auch ein Zivilbeamter Zeuge des Zwischenfalls war, konnte von der Polizei hingegen nicht bestätigt werden. Ein Eingreifen wäre auf Grund der Fülle an Personen im Fahrzeug jedoch auch kaum möglich gewesen. Der Busfahrer wurde von alarmierten Polizisten schließlich an der Endhaltestelle angetroffen und zur Durchführung einer freiwilligen Blutentnahme zur Dienststelle gebracht, nachdem eine erste Atemkontrolle auf Alkohol negativ ausfiel. Eine Sprecherin der BVG teilte indes mit, dass der Fahrer bis zur Klärung des Sachverhaltes vom Dienst freigestellt wurde. Die Videoaufzeichnungen aus dem Bus wurden der Polizei übergeben.

Die Polizei nahm den Fahrer an der Endhaltestelle in Gewahrsam.

Die Polizei nahm den Fahrer an der Endhaltestelle in Gewahrsam.

Unerklärlicher Einzelfall

Bisher gibt es nach Polizeiangaben keine Anzeichen dafür, dass sich der Vorfall anders ereignet hätte. Sollte sich der Verdacht erhärten, werden die Verkehrsbetriebe entsprechende Konsequenzen ziehen. Dennoch handelt es sich um einen Einzelfall. Bei der BVG arbeiten nach eigenen Angaben rund 30 verschiedene Nationalitäten, sowie Schwule und Lesben. Diskriminierungen seien intern als auch extern bisher noch nicht aufgetreten und werde im Unternehmen wenn dann auch in keinster Form toleriert. Das Verkehrsunternehmen stehe jedoch auch als Spiegelbild der Gesellschaft und das Verhalten eines Einzelnen dürfe nicht dazu beitragen ein falsches Gesamtbild entstehen zu lassen. Normalerweise ist das Fahrpersonal gerade durch die regelmäßigen Deeskalationsschulungen als Konfliktschlichter aktiv und öffentliche Verkehrsmittel bieten darüber hinaus eher Schutz bei Übergriffen.

Am Sonntag wurde ebenfalls in Spandau ein Bus von außerhalb während der Fahrt beschädigt.

Am Sonntag wurde ebenfalls in Spandau ein Bus von außerhalb während der Fahrt beschädigt. Fotos (4): Patrick Rein

Neben den eigentlichen Serviceleistungen sehen sich Busfahrer aber auch Gefahren ausgesetzt, wie der folgende Fall vom Sonntag zeigt: Ein Wurfgeschoß beschädigte in der Nacht einen Bus der BVG in Spandau. Gegen 23.45 Uhr hatte der Fahrer des mit einem Fahrgast besetzten Omnibusses die Neuendorfer Straße befahren, als er auf Höhe der Bismarckstraße einen lauten Knall wahrnahm und im Anschluss eine beschädigte Fensterscheibe im hinteren Bereich des Fahrzeuges feststellte. Verletzt wurde niemand. Hinweise auf die Täter oder das Tatmittel liegen bislang nicht vor.

Patrick Rein

Es brennt. Es wurde eingebrochen. Was tun?

Informationsveranstaltung für Senioren

Im Rahmen des Seniorenforums 2013 findet am 29.05.2013 eine Informationsveranstaltung zum Thema „Hilfe, wenn die Bude brennt und wie schütze ich mich gegen Diebstahl und Einbruch“ statt.

SeniorenHerr Böhme (Polizeiabschnitt 21) informiert darüber, zu welchen Tages-/Nachtzeiten die meisten Einbrüche begangen werden. Und wie man sich am Besten vor Einbruch und Diebstahl schützen kann. Als Mitarbeiter der Feuerwache Süd wird Herr Claasen darüber informieren, was zu tun ist, wenn`s  brennt und wie man sich im giftigen Rauch in Sicherheit bringt.

Es wird eine Gebärdendolmetscherin vor Ort sein. Für das leibliche Wohl wird mit Kaffee und Kuchen gesorgt.

Wann und wo?

15.00 bis 17.00 Uhr
im Seniorenklub Lindenufer
Mauerstraße 10a
13597 Spandau

Sicherer U-Bahnhof Rathaus Spandau

Als einer der ersten im Berliner Netz ist der U-Bahnhof Rathaus Spandau jetzt mit einem hochmodernen Kamera-Überwachungssystem ausgestattet worden.

Nicht nur der Spandauer SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz begrüßt diese technischen Verbesserungen: „Wir wollen den öffentlichen Berliner Nahverkehr so attraktiv wie möglich machen. Dazu gehört auch, den Fahrgästen bestmögliche Sicherheitsstandards zu bieten. Um Straftaten besser aufklären und damit in vielen Fällen verhindern zu können, verbessern wir die Sicherheitstechnik in den U-Bahnhöfen kontinuierlich.“ Im U-Bahnhof Rathaus Spandau ist jetzt als einem der ersten im Berliner Netz ein hochmodernes Kamera-Überwachungssystem in Betrieb genommen worden.

Der U-Bahnhof wurde als einer der ersten auf den neusten Sicherheitsstand gebracht.

Der U-Bahnhof wurde als einer der ersten auf den neusten Sicherheitsstand gebracht. Foto: Patrick Rein

Verbesserte Technik

Bereits heute sind sämtliche Berliner U-Bahnhöfe und alle 1.238 U-Bahnwagen mit Videotechnik ausgestattet – anders als bei der S-Bahn. Aber in der Praxis zeigt sich, dass nicht alle dunklen Ecken in U-Bahnhöfen mit der bisherigen Technik eingesehen werden können. Der U-Bahnhof Rathaus Spandau hat darum jetzt 43 schwenk-, neig- und zoombare Kameras erhalten. Mit ihrer hohen Auflösung vereinfachen sie die Aufklärung von Vorfällen und wirken abschreckend auf potenzielle Täter.

Auch die U-Bahnzüge sind mittlerweile videoüberwacht.

Auch die U-Bahnzüge sind mittlerweile videoüberwacht. Foto: BVG

Tatverdächtige erfolgreich ermitteln

Erst im vergangenen Jahr wurde die Speicherfrist der Videos bei der BVG von 24 auf 48 Stunden verdoppelt. Trotz regem Widerstandes der Oppositionsfraktionen und auch heute noch anhaltender Diskussionen. Zwar sollte der Datenschutz als auch das Persönlichkeitsrecht geschützt werden, jedoch ist nicht nur auf Grund der Vorfälle am S-Bahnhof Pichelsberg, wo nach dem Fußballspiel ein Junge stranguliert wurde, oder der Ermordung von Jonny K. am Alexanderplatz, ein nachvollziehbares Sicherheitsbedürfnis verstärkt in den Vordergrund zu setzen. Die Videoaufzeichnung und Speicherung im Rahmen der gesetzlichen Frist von 48 Stunden erfolgt für die U-Bahnhöfe durch die BVG, alle Daten werden der Sicherheits-Leitstelle übermittelt. Die Polizei fordert beim Anfangsverdacht einer Straftat die entsprechenden Filmausschnitte als Beweismaterial zur Auswertung an. Die Zahl dieser Video-Abfragen ist berlinweit deutlich gestiegen: Von 1.698 (2010) auf 2.517 (2012). Dadurch konnten im letzten Jahr allein 702 Tatverdächtige ermittelt werden und erhielten eine Strafanzeige.

Um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten, wurden bei der BVG im letzten Jahr 600 Sicherheits- und Servicekräfte eingesetzt, die sowohl für Fahrzeuge als auch für U-Bahnhöfe zuständig sind.

Patrick Rein

Illegales Autorennen auf dem Nonnendamm

Nach dem Erfolg der großangelegten Blitzer-Aktion im April sind die Spandauer jetzt wieder (zu) schnell unterwegs.

Aufgrund der überaus negativen Verkehrsunfallentwicklung hatte die Polizei am 16. April ihre Maßnahmen zur gezielten Geschwindigkeitsüberwachung erheblich intensiviert. 24 Stunden lang wurde die gesamte Messtechnik in einem Maße ausgelastet, wie es sonst wegen der enormen Aufgabenvielfalt im täglichen Dienst nicht möglich ist. Ziel der erstmals durchgeführten Schwerpunktaktion war es, die Öffentlichkeit durch größtmögliche Transparenz für die Gefährlichkeit des zu schnellen Fahrens zu sensibilisieren. Vor diesem Hintergrund war die Aktion damals offensiv angekündigt und sämtliche Kontrollstrecken im Vorfeld veröffentlicht worden.

Polizei-Autorennen-SpandauZiel wurde nur kurzweilig erreicht

Dieses Ziel schien zumindest an diesem Tag erreicht worden zu sein. Stadtweit war ein deutlich niedrigeres und damit sichereres Geschwindigkeitsverhalten wahrnehmbar, Passanten äußerten sich überwiegend erfreut über die polizeilichen Maßnahmen. Auch die Verkehrsteilnehmer, die sich in den Kontrollen für ihre zu schnelle Fahrweise verantworten mussten, zeigten meist Verständnis und gaben sich in den verkehrsaufklärerischen Gesprächen einsichtig. Trotz aller Transparenz und Offenheit der Maßnahmen im Vorfeld mussten jedoch zahlreiche Schnellfahrer angehalten werden: An insgesamt 249 Kontrollorten sowie durch die zahlreichen Kontrollstreifen wurde die Geschwindigkeit von mehr als 69.000 Fahrzeugen gemessen. Dabei sind 3.375 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert worden. 58 Schnellfahrer mussten mit einem teils mehrmonatigen Fahrverbot rechnen, weil sie die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten um mindestens 31 km/h überschritten hatten. Doch neben den Geschwindigkeitsverstößen wurden auch 244 andere Verkehrsverstöße festgestellt. Dabei wurden zwölf Kraftfahrzeugführer angetroffen, welche nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis waren und neun weitere, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen standen.

Polizei-SpandauAutorennen auf dem Nonnendamm

Klar war, dass die Geschwindigkeitsüberwachung auch künftig im Fokus der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit stehen würde. Täglich sind ungefähr 50 mobile Radar- und Laserkontrollen aufgestellt, meist an bekannten und immer wiederkehrenden Orten. Dazu gehört auch der Nonnendamm, auf dem sich am Sonntag durchaus ungewöhnliches abspielte: Denn vier Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg, mindestens drei Monate Fahrverbot und 680 Euro Bußgeld ist die „Siegesprämie“ eines Autofahrers nach einer dortigen Geschwindigkeitskontrolle. Mitarbeiter des Zentralen Verkehrsdienstes hatten gerade ihr Fahrzeug mit mobilen „Blitzer“ an der Nonnendammallee zwischen den Kreuzungen Rohrdamm und Paulsternstraße positioniert, als innerhalb von fünf Sekunden zwei „BMW“, ein „Chrysler“, ein „VW“ und ein „Smart“ vorbeischossen, die sich offensichtlich ein Rennen lieferten. Der Schnellste der Rennfahrer hinterließ einen immerhin respektablen „Highscore“ von 166 km/h bei erlaubten 50 km/h. Aber auch die weiteren Fahrer ließen sich nicht lumpen: sie lagen bei Geschwindigkeiten von 113 bis 134 km/h. Insgesamt wurden in der Zeit zwischen 11.15 Uhr und 14.30 Uhr 245 Geschwindigkeitsüberschreitungen an dieser Stelle festgehalten.

Patrick Rein

Stadtweiter Großeinsatz zur Verkehrsunfallbekämpfung

Am 16. April kommt es im gesamten Stadtgebiet unter dem Motto „24 Stunden konsequent gegen Schnellfahrer, 24 Stunden konsequent Leben retten“ zur größten Blitzeraktion.

Nicht angepasste und überhöhte Fahrgeschwindigkeiten waren im vergangenen Jahr im Berliner Straßenverkehr in 3.480 Fällen Hauptursache für Verkehrsunfälle. Dies bedeutet eine Zunahme von fast 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Keine andere Unfallursache hatte auch nur annähernd eine vergleichbare Steigerung zu verzeichnen. Bei mehr als jedem Dritten dieser Unfälle wurde ein Mensch verletzt – sechs verunglückten sogar tödlich.

Nicht nur an Schulen können Geschwindigkeitsbeschränkungen Leben retten.

Nicht nur an Schulen können Geschwindigkeitsbeschränkungen Leben retten. Foto: Patrick Rein

Geschwindigkeit ist gefährlich

Mit zunehmender Geschwindigkeit wird nicht nur der Anhalteweg deutlich länger, auch die Wucht des Aufpralls im Falle eines Zusammenstoßes verstärkt sich. Bereits wenige km/h zu viel können insbesondere für die schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Beispielsweise kann eine Geschwindigkeitsüberschreitung von nur 20 km/h in einer Tempo-30-Zone vor einer Schule oder in einem Wohngebiet für ein Kind tödlich sein, wenn es 15 Meter vor einem fahrenden Fahrzeug plötzlich auf die Fahrbahn läuft. Während der Fahrer bei vorschriftsmäßigen 30 km/h noch knapp vor dem Kind zum Stehen kommen kann, würde er bei 50 km/h das Kind voraussichtlich völlig ungebremst mit voller Wucht erfassen. Während bei einem Aufprall mit 50 km/h ca. 60% der Fußgänger überleben, sterben bei 70 km/h ca. 95%.

Allein 13 Kontrollpunkte der Polizei Berlin werden am Dienstag in Spandau eingerichtet.

Allein 13 Kontrollpunkte der Polizei Berlin werden am Dienstag in Spandau eingerichtet.

Großaktion am Dienstag

Vor diesem Hintergrund wird die Polizei Berlin am Dienstag, dem 16. April 2013, über einen Zeitraum von 24 Stunden ihre Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen in einem Maße intensivieren, wie es bisher noch nicht der Fall gewesen ist. Allein in Spandau werden 13 Kontrollpunkte eingerichtet. Ziel ist es, die Hauptunfallursache „Geschwindigkeit“ schon zum Jahresanfang verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und Fahrzeugführern im Rahmen von Kontrollaktionen das hohe Gefahrenpotential überhöhter Geschwindigkeiten zu verdeutlichen.

Aufklärung statt „Abzocke“

Dennoch möchte die Polizei dem typischen Vorwurf der „Abzocke“ durch besonders transparente Öffentlichkeitsarbeit begegnen. In diesem Sinne wird die Schwerpunktaktion nicht nur im Vorfeld offensiv angekündigt, sondern darüber hinaus sämtliche vorausgeplanten Kontrollorte veröffentlicht. Insgesamt werden an diesem Tag und in der Nacht weit mehr als 200 ständig wechselnde Radar- und Laserkontrollorte eingerichtet werden. Zusätzlich sind alle 21 Videofahrzeuge im Stadtgebiet und auf allen Autobahnstrecken unterwegs. Ein Großteil der Einsätze wird mit dem sofortigen Anhalten von Schnellfahrern verbunden sein, um in verkehrsaufklärerischen Gesprächen möglichst unmittelbar auf die Betroffenen zur Sensibilisierung einzuwirken. Auch im Land Brandenburg werden an diesem Tag die polizeilichen Maßnahmen zur Geschwindigkeitsüberwachung intensiviert. Im Rahmen der länderübergreifenden Zusammenarbeit wurden gemeinsame Kontrollstrecken im Bereich der Landesgrenze abgestimmt.

Zur Liste aller Kontrollorte

Patrick Rein

Opfer von Gewalt und Straftaten – was kann man tun?

Präventionsaktion für Senioren und Menschen mit Behinderung

Polizei-SpandauDer Polizeiabschnitt 23 bietet am Dienstag, den 09.04.2013 von 10.30 bis 13.30 Uhr eine Präventions- und Beratungsaktion an. Zielgruppe sind Senioren und Menschen mit Behinderung. Bei der Veranstaltung wird ein Opferschutzbeauftragter der Polizeidirektion 2 dabei sein, der nützliche Tipps zum Thema Gewalt geben wird. Und darüber informiert, welche Risiken bestehen Opfer von Straftaten zu werden.

Heerstraße Nord: Gewalt, Bedrohung, Sachbeschädigung

Bezirksamt richtet Sorgentelefon für den Bereich Heerstraße Nord ein. Auch dort wurden zudem die Mieten der Sozialwohnungen gedeckelt.

Nach der Attacke auf einen Jugendlichen im Wohngebiet Heerstraße Nord klagen immer mehr Anwohner über die Zustände im Quartier. Bezirksbürgermeister Kleebank: „Mit dem Sorgentelefon schaffen wir eine direkte Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger. Die zahlreichen Rückmeldungen zeigen bereits jetzt, dass sich viele Menschen im Quartier Heerstraße Nord nicht mehr sicher fühlen. Durch das Sorgentelefon können uns die Anwohnerinnen und Anwohner nun ihre Beobachtungen und Erfahrungen mitteilen.“

Wie hier beim Kinder- und Familienfest am Einkaufszentrum hat auch das Quartier Heerstraße Nord seine schönen Seiten.

Wie hier beim Kinder- und Familienfest am Einkaufszentrum hat auch das Quartier Heerstraße Nord seine schönen Seiten.

Angst durch rechtsfreien Raum?

Die Berichte der Anwohner werden zuerst vom Bezirksamt dokumentiert. „Die Ergebnisse sollen im Rahmen eines „Runden Tisches Heerstraße Nord“ Ende März beraten. Hierzu wird das Bezirksamt Vertreter von Anwohnern, Gewerbetreibenden, Ärzten, Polizei, Wohnungsbaugesellschaften, Kirchengemeinden, Quartiersmanagement usw. einladen.“ In den bisherigen Rückmeldungen bedanken sich die Bürgerinnen und Bürger für die Möglichkeit, endlich ihre Sorgen mal loszuwerden. Sie berichten darüber, dass körperliche Gewalt, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen auf der Tagesordnung stehen. Eltern teilen mit, dass sie ihre Kinder aus Angst nicht mehr alleine zum Spielplatz lassen. Rollstuhlfahrer und Besucher des Ärztehauses schildern Bedrohungen durch Jugendliche. Alle wüssten Bescheid und keiner tue etwas. Allerdings wurden die dargestellten Straftaten häufig nicht zur Anzeige gebracht, so dass sie in keiner Kriminalstatistik auftauchen. Bezirksbürgermeister Kleebank dazu: „Die Menschen fühlen sich offensichtlich zunehmend wie in einem rechtsfreien Raum. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Daher rufe ich zur aktiven Mitarbeit am Runden Tisch auf. Gemeinsam können wir eine Trendwende erreichen. Alle sollen sich in der Heerstraße Nord sicher fühlen.“

Das Sorgentelefon des Bezirksamtes mit der Nummer 90279 – 2990 wird noch bis zum Montag, dem 25. März, immer werktags von 9.00 bis 12.00 Uhr zur Verfügung stehen. Alternativ können sich die Bürgerinnen und Bürger per Email aber auch unter heerstrasse-nord@ba-spandau.berlin.de an das Bezirksamt Spandau wenden.

Nur selten kommt die Polizei zur Obstallee im Rahmen eines Festes ausschließlich zum Informieren.

Nur selten kommt die Polizei zur Obstallee im Rahmen eines Festes ausschließlich zum Informieren. Fotos (2): Patrick Rein

Sozialmieten gedeckelt

Heerstraße Nord ist einer der Problemkieze des Bezirks was auch durch die die geringen Mieten und dem damit verbundenem Zuzug sozialschwacher Familien gefördert wird. Nun wurden durch einen Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses die Mieten von Sozialwohnungen – auch der mehr als 5.000 Wohnungen  an der Heerstraße – auf höchstens 5,50 Euro pro Quadratmeter und Monat begrenzt. In Wohnungen des Sozialen Wohnungsbaus dürften grundsätzlich jedes Jahr zum 1. April die Mieten erhöht werden. Dabei handelt es sich um einen planmäßigen Förderabbau, der nach dem heute nicht mehr angewandten Kostenmietrecht möglich ist. Das Abgeordnetenhaus hat jetzt auf Vorschlag des Senats beschlossen, dass für rund 35.000 der insgesamt 145.000 Berliner Sozialwohnungen diese Erhöhungen für ein Jahr ausgesetzt werden. Die Kappung der Sozialmieten in den Wohnungen verursacht dem Land Berlin für ein Jahr insgesamt Kosten von rund 2,6 Millionen Euro.

Patrick Rein

Vorsicht an der Tür: Trickdiebe auch in Spandau unterwegs

Besonders ältere Bewohner sind wieder vermehrt Opfer von Trickdieben an der Haustür geworden

Die Maschen der Verbrecher sind meist nicht neu, dennoch stellen besonders Ältere immer noch ein gefundenes Fressen für kriminelle Energie dar. Dabei sind vermutlich verschiedene Tätergruppen in ganz Berlin und auch Spandau mit unterschiedlicher Taktik unterwegs. Skepsis und Vorsicht sollten daher geboten sein und im Sinne der Nachbarschaftshilfe besonders bei älteren Mitbewohnern ein zusätzliches Auge geworfen werden.

Sicherheitsvorkehrungen an der Tür bieten dennoch Platz um sich vom gegenüber ausweisen zu lassen.

Sicherheitsvorkehrungen an der Tür bieten dennoch Platz um sich vom gegenüber ausweisen zu lassen. Foto: Patrick Rein

Schornsteinfeger weisen sich immer aus

So klingelten beispielsweise am Mittwoch nach Neujahr zwei Männer gegen 11 Uhr an der Wohnungstür eines 81-Jährigen in Zehlendorf und gaben vor, den defekten Schornstein reparieren zu müssen. Nachdem das Duo wieder gegangen war, stellte der Mieter das Fehlen von Schmuck fest. Ebenso eine Woche später um fast dieselbe Uhrzeit erhielt auch eine 73-Jährige in Alt-Hohenschönhausen Besuch zweier angeblicher Schornsteinfeger. Während einer der Männer die Frau ablenkte, entwendete dessen Komplize Schmuck aus dem Schlafzimmer. Gerade Schornsteinfeger weisen sich immer aus und kündigen ihren Besuch auch frühzeitig an.

Telekommunikationsmitarbeiter in Spandau

In Staaken erschienen zur Mittagszeit bei einem 81-Jährigen im Magistratsweg zwei Männer, die sich als Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens vorstellten. Sie erbeuteten Geld, als sie den Mann ablenkten. Kurze Zeit später klingelten dann zwei Unbekannte mit derselben Masche bei einer 88-Jährigen im Bollmannweg in der Wilhelmstadt. Nachdem die Männer wieder gegangen waren, stellte die Frau fest, dass ihr Schmuck und Geld fehlten.

Falsche Nachbarschaftshilfe

Unter dem Vorwand, eine Nachricht für einen Nachbarn hinterlassen zu wollen, bat eine Unbekannte in Tempelhof um einen Zettel sowie einen Stift. Während die 88-jährige Mieterin die gewünschten Gegenstände aus der Küche holte, folgte ihr die Frau und hielt plötzlich ein großes Tuch hoch. Als die betagte Dame dann Geräusche aus dem Flur hörte, verscheuchte sie die Unbekannte aus der Wohnung. In diesem Fall wurde glücklicherweise nichts entwendet. Die Ermittlungen zu den Sachverhalten hat das zuständige Fachkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

Polizei-SpandauTipps der Polizei

Die Polizei rät, niemals Fremde in die Wohnung zu lassen, sich Dienst- bzw. Firmenausweise zeigen zu lassen, bei den jeweiligen Behörden oder Institutionen zur Bestätigung der Richtigkeit anzurufen und im Zweifelsfall Angehörige oder Nachbarn hinzuzuziehen. Wer ehrliche Absichten hat, hat dafür immer Verständnis.

Niemand verlangt von ihnen, selbst den Helden zu spielen und sich körperlich überlegenen Straftätern in den Weg zu stellen. Aber Sie können der Polizei helfen: Prägen Sie sich das Aussehen des Täters ein und alarmieren Sie so schnell wie möglich die Polizei. Von jedem öffentlichen Telefon aus können Sie auch ohne Münzen und ohne Telefonkarte die Notrufnummer 110 wählen – ebenso ist auch beim Handy der Notruf immer kostenfrei verfügbar.

Patrick Rein

Silvesterbilanz Polizei und Feuerwehr

Während es in Spandau eher ruhig war, stieg in Berlin die Zahl der Feuerwehr- und Polizeieinsätze deutlich an

Selbst auf Spandaus größter Silvesterveranstaltung auf der Zitadelle kam es laut Polizeiangaben zu keinen erwähnenswerten Zwischenfällen. Lediglich eine Party musste wegen des Brüllens rechtsradikaler Parolen polizeilich aufgelöst werden. In Berlin hingegen waren Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz.

Polizei-SpandauAnstieg gegenüber dem Vorjahr

Die Zahl der eingegangenen Notrufe lag bei 4.335 (Vorjahr 3.741). Daraus folgten 1.862 (1.722) Funkwageneinsätze. Davon entfielen auf spezifische Einsätze zum Jahreswechsel 98 Fahrten zu Schlägereien, 33 zu Streitigkeiten, 40 zu verletzten Personen, 102 zu Sachbeschädigungen und 108 wegen unsachgemäßen Umgangs mit Pyrotechnik. Durch die Feuerwehr mussten vor allem deutlich mehr Brände gelöscht werden, Großbrände blieben jedoch aus. Insgesamt wurden die Einsatzkräfte zu 607 Bränden gerufen. Das entspricht einer Zunahme um fast 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptursache für den deutlichen Anstieg dürfte die relativ milde Witterung sein. Die Notfallrettungseinsätze stagnierten mit 1.085 medizinischen Notfällen auf hohem Niveau. Leider gab es aber auch in diesem Jahr wieder schwere Amputationsverletzungen durch Feuerwerkskörper. Es mussten mindestens vier Personen mit abgetrennten Fingern in Krankenhäuser transportiert werden. In der Zeit von 0 Uhr bis 3 Uhr wurde der Notruf 112 fast 4.900 Mal angewählt. Das waren 2.000 mehr Anrufe als letztes Jahr.

Partymeile Brandenburger Tor

Die zentrale Silvesterfeier auf der Straße des 17. Juni und am Brandenburger Tor verlief aus polizeilicher und Sicht der Feuerwehr problemlos. Schon frühzeitig musste der Pariser Platz wegen Auslastung gesperrt und nach und nach die Kontrollstellen wegen des zu hohen Andrangs geschlossen werden. Die Polizei nahm sieben Männer unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz, wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vorübergehend fest. Zwei Polizeibeamte wurden während des Einsatzes verletzt. 332 Personen benötigten die Hilfe durch den Sanitätsdienst. Erfreulich: In nur 24 Fällen mussten Personen vom Rettungsdienst in Krankenhäuser transportiert werden. Das waren weniger als die Hälfte des Vorjahres (70).

FW-SpandauIllegale Party in Tempelhof

In Tempelhof beendeten Polizeibeamte gegen 2 Uhr 10 eine illegale Party. Rund 2000 Personen waren über eine Mauer und Lücken im Zaun auf ein stillgelegtes Industriegelände in der Bergholzstraße gelangt und feierten dort eine im Vorfeld offenbar gut organisierte Party. Mehrere Musik- und Lichtanlagen wurden von benzinbetriebenen Stromaggregaten versorgt und Eintrittsgelder erhoben sowie Getränke verkauft. Der 28-Jährige, der sich gegenüber der Polizei als Verantwortlicher zu erkennen gab, ist in der Vergangenheit bereits mehrfach als Betreiber illegaler Veranstaltungen in Erscheinung getreten. Die alkoholisierte Menschenmenge zeigte wenig Verständnis als sie aufgefordert wurde das Gelände wieder zu verlassen. Vereinzelt kam es zu Widerstandshandlungen und Beleidigungen gegenüber den eingesetzten Polizisten. Vier Personen wurden festgenommen. Ein Polizist wurde leicht verletzt.

Angriffe auf Polizeibeamte

Vereinzelt sind Polizeibeamte während ihres Dienstes angegriffen oder ihre Fahrzeuge beschädigt worden: Gegen 1 Uhr warfen bisher unbekannte Täter Böller gegen das Gebäude des Polizeiabschnitts 56 im Zwickauer Damm. Außerdem wurden von einem nebenan gelegenen Grundstück Raketen auf das Polizeigelände geschossen. Im Wilhelmsruher Damm in Reinickendorf wurde gegen 1 Uhr 30 ein Einsatzfahrzeug des Polizeiabschnitts 12 durch Unbekannte aus einer Menschenmenge heraus mit einem unbekannten Gegenstand beschossen. Die Täter flüchteten. Beide Polizisten erlitten durch die Explosion ein Knalltrauma und beendeten ihren Dienst.

Patrick Rein

Nachts im Teppichladen

Polizei-SpandauAnstatt der Feierlichkeiten zum Jahreswechsel beizuwohnen versuchten drei Einbrecher in der Nacht vom 31.12.2012 auf den 01.01.2013 den Geldschrank eines Spandauer Teppichladens zu entwenden. Die Bemühungen den Gelschrank in einem Teppichgeschäft am Juliusturm zu knacken bzw. mitzunehmen blied jedoch erfolglos. Ein 27-Jähriger sowie ein 31-Jähriger wurden in Tatortnähe von der Polizei festgenommen. Bei der Festnahme wehrte sich einer der beiden mit einem Schraubendreher. Die Polizisten blieben bei dem Versuch unverletzt. Der dritte Einbrecher konnte unerkannt flüchten. Beider Festgenommenen müssen sich nun wegen Einbruchs und einer der beiden zusätzlich noch wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstand verantworten.

Polizei warnt vor Betrug beim Onlinebanking

In den letzten Wochen sind beim Landeskriminalamt Berlin vermehrt Strafanzeigen wegen betrügerischen Geldabbuchungen eingegangen

Onlinebanking ist nur eine der vielfältigen Alltagserleichterungen, welche das Internet zu bieten hat. Doch alles hat seine Tücken. So erklärt die Polizei Berlin, dass Bankkunden, die am SMS-TAN-/mTAN-Verfahren teilnehmen, Opfer von betrügerischen Geldabbuchungen geworden sind. In allen Fällen wurde die über SMS übermittelte notwendige mTAN für das Online-Banking abgefangen beziehungsweise umgeleitet. Betroffen waren bislang überwiegend Bankkunden, die ein Smartphone mit Android-Betriebssystem nutzen.

Onlinebanking birgt auch weiterhin viele Gefahren,

Für Betrugsfälle ist durch das Onlinebanking keine Karte notwendig. Foto: Nils Fabisch_pixelio.de

Unerkannter Trojaner

Die Täter spähen mittels eines Schadprogramms, sogenannten Trojaner, – der auf dem Computer des Bankkunden unerkannt installiert wurde – die Kontoverbindung, also Kontonummer und Zugangs-PIN, aus und erreichen so den Zugriff auf das Onlinebankkonto. Weiterhin wird durch die Schadsoftware dem Nutzer ein Fenster mit der Aufforderung zu einem zwingend notwendigen Sicherheitsupdate für das mTAN-Verfahren angezeigt, für das der Betroffene seine Handynummer und das Handymodell angeben soll. Folgt der Bankkunde der Aufforderung und gibt die „erforderlichen“ Daten ein, wird eine aktive SMS mit einem Link zum Sicherheitsupdate auf sein Smartphone geschickt, das er mit „Bestätigen“ ausführen muss.

Die notwendige mTAN wird per SMS ans Handy versendet.

Die notwendige mTAN wird per SMS ans Handy versendet. Foto: Niko Korte_pixelio.de

TAN wird umgeleitet

Sofern das vermeintliche Sicherheitsupdate ausgeführt wurde, installiert sich eine Schadsoftware auf dem Smartphone, durch welche die Täter Zugriff auf die an das Smartphone geschickten SMS – wie auch die mTAN welche per SMS übermittelt wird – bekommen. Ab sofort werden alle SMS, die eine mTAN enthalten, vom Bankkunden unbemerkt an das Handy des Täters umgeleitet. Somit können nun Überweisungen vom Konto des Bankkunden in Auftrag gegeben und durch die umgeleitete mTAN autorisiert werden. Auf diese Weise wird das Konto meist vollständig, inklusive des verfügbaren Überziehungsrahmens, geleert. Eine Rückbuchung ist nicht möglich.

Die Polizei rät

Wenn Sie Onlinebankkunde sind und über Ihren PC eine vermeintliche Aufforderung Ihrer Bank zu einem Sicherheitsupdate für Ihr Handy bekommen, folgen Sie dieser keinesfalls, sondern erkundigen Sie sich sofort bei ihrer Bank, ob diese Aufforderung zum Sicherheitsupdate tatsächlich von dieser kommt. Dies gilt grundsätzlich auch für alle anderen per Mail versandten und scheinbar von Bank- und Kreditinstituten stammenden Anfragen.

Darüber hinaus verringert eine aktuelle Virenschutzsoftware auf PC und Smartphone, die Nutzung der Firewall sowie ein vorsichtiges Besuchen von Internetseiten die Gefahr der Infizierung des eigenen Rechners mit Schadsoftware.

Patrick Rein