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Wilhelmstadt um eine Attraktion reicher

Zwei Monate standen sechs Künstler der Potsdamer Creative Stadt GmbH um Hartmut Lindemann gegenüber des Metzer Platz auf dem Gerüst.

Beeindruckend wie aus einer unschönen Brandwand in der Spandauer Wilhelmstadt ein echter Hingucker wurde: Am 8. August 2013 weihte Spandaus Bezirksstadtrat Carsten Röding an der Pichelsdorfer Straße nun das Wandbild mit einer verblüffenden Zeitreise in die virtuellen Wilhelmpassagen ein.

Verschmelzung zwischen Realität und Virtuellem.

Verschmelzung zwischen Realität und Virtuellem.

Blick in die Geschichte

Das Wandbild enthält viele Details der Spandauer Geschichte: Links wirkt die Front des längst geschlossenen Kinos „Regina“ weit in die Wilhelmstraße hinein. Kaiser Wilhelm ist als Namenspate des ganzen Stadtteils vertreten. Der weithin bekannte Spandauer Kleinkünstler Sascha Grammel spielt mit seiner Puppe „Frederic“. Ein Kind läuft mit einem Schiffsmodell zur nahen Havel – in naher Zukunft soll hier ein kurzer Fußweg zum Havelufer führen. Bei dem Schiffsmodell handelt es sich um die „Prinzessin Charlotte von Preußen“, welche als erstes deutsches Motorschiff überhaupt 1816 in der heutigen Wilhelmstadt gebaut wurde.

Die Künstler vor ihrem Werk am Metzer Platz.

Die Künstler vor ihrem Werk am Metzer Platz.

Erfolg hat viele Väter

Als alteingesessener Projektpartner unterstützte beispielsweise das 1927 gegründete Spandauer Traditionsunternehmen Florida-Eis das Projekt „Wilhelmpassagen“. Kinder der nahen Christoph-Földerich-Grundschule weisen im Wandbild mit ihren orangefarbenen Westen auf den weiteren Projektpartner Berliner Stadtreinigung hin. Die BSR engagierte sich schon vor zwei Jahren mit der Aktion „Spandau bleibt sauber“ für das Quartier. Die Reaktionen der Spandauer auf das Kunstwerk während der Einweihung schwankten hingegen zwischen Begeisterung und der Sorge, irgendwer könnte das Wandbild beschädigen. Doch Lindemann konnte die Passanten beruhigen: Seiner Erfahrung nach begegnen die Bewohner seiner Arbeit mit Respekt. Was von den Künstlern der Creative Stadt GmbH in kurzer Zeit an die Fassade gezaubert wurde, hatte eine deutlich längere Vorbereitungsphase. Eine Voraussetzung war der Abschluss eines Gestattungsvertrags mit der Eigentümerin des Gebäudes Pichelsdorfer Straße 114, der Gate Consortium One GmbH, im Mai 2012. Die Eigentümerin unterstützte das Kunstprojekt an dem Neubau aus den 1990er Jahren, indem sie den Giebel auf eigene Kosten neu verputzen ließ. Der Bezirk sieht in dem Kunstwerk einen zukünftigen Ort der Identifikation der Bürger mit ihrer Wilhelmstadt.

"Wilhelmstadt bewegt".

„Wilhelmstadt bewegt“. Fotos (3): Patrick Rein

Weitere Projekte folgen

Im Frühjahr 2012 zeigte die Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH im Auftrag des Bezirksamtes Spandau in dem Gutachten „auftakt ! K U N S T“ für 125 Brandwände im „Aktionsraum plus Spandau-Mitte“ Möglichkeiten ihrer Aufwertung auf. Im Rahmen eines Workshops wurden bei der Abschlusspräsentation im Bezirksamt Spandau am 17. Februar 2012 daraus 36 Projekte ausgewählt und zehn von ihnen priorisiert. Die Pichelsdorfer Straße 114 bildet somit den Auftakt für eine breit angelegte Aufwertung des Stadtbildes.

Patrick Rein

Vergessene Schätze wiederbeleben

Die Hofstelle Havelmaten entwickelt sich zum Umwelt-Bildungszentrum Berlin-Gatow.

Neben der Entdeckung der Insel Eiswerder durch die Meilenwerk AG hat nach langer Verwahrlosung auch die Hofstelle Havelmaten am Kladower Damm eine neue Bedeutung gefunden. Bereits im Jahr 2003 wurde die Hofstelle als landwirtschaftlicher Betrieb aufgegeben. Für das bezirkseigene Grundstück mit der ehemaligen Hofstelle und Teile der anliegenden Landwirtschaftsfläche wurde eine Konzeption zur Vergabe ausschließlich an gemeinnützige Träger – die Zwecke des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie der Naturschutzbildung verfolgen – entwickelt.

Statt einer Grundsteinlegung wurde unter anderem von Bezirksstadtrat Carsten Röding eine Art "Zeitkapsel" in den Bestand eingelassen.

Statt einer Grundsteinlegung wurde unter anderem von Bezirksstadtrat Carsten Röding eine Art „Zeitkapsel“ in den Bestand eingelassen.

Altes bleibt erhalten, Neues kommt

Dementsprechend wurde ein Interessenbekundungsverfahren im Rahmen des Projektes Gatow (Strategisches Konzept zur Standortentwicklung Gatow) unter Beteiligung der anerkannten Naturschutzverbände in Berlin durchgeführt. Mit dem neugegründeten Umweltbildungszentrum Berlin sowie dem Naturschutzbund NABU – Landesverband Berlin e.V. konnte daraufhin ein Kooperationsvertrag geschlossen werden. In der Grundstruktur werden das ehemalige Scheunengebäude und Gesindehaus entkernt und in der ehemaligen Kubatur und Materialität erneuert sowie durch einen Neubau auf bestehenden Fundamenten nach dem neuesten Stand der Technik zu einem Dreiseitenhof ergänzt. Nach den Umbaumaßnahmen ist dann eine vielseitige Nutzung der Gebäude unter anderem als Gastraum, Lehrküche, Seminar- und Büronutzung sowie Gäste- und Wohnnutzung möglich. Der Abriss der nicht mehr verwendbaren Bauteile begann bereits im Oktober 2012.

Viel Neues aber auch Bestand vom alten Bauernhof "Havelmaten" findet seine neue Bestimmung.

Viel Neues aber auch Bestand vom alten Bauernhof „Havelmaten“ findet seine neue Bestimmung. Fotos (2): Patrick Rein

Vision wird Wirklichkeit

Der ehemalige Bauernhof „Havelmaten“, südlich von Gatow  und an der Havel gelegen , soll ein Ort für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ werden. Im Sommer 2012 hat der Bau des Umwelt-Bildungszentrums Berlin in Gatow begonnen. Damit wird, umgeben von landwirtschaftlicher Nutzfläche, auch ein Treffpunkt für Anwohner und andere Interessierte geschaffen. So wird auch an die erfolgreiche Veranstaltung im letzten Jahr, im damals noch provisorisch hergerichteten ehemaligen „Leutehauses“ angeboten, anknüpft. Schwerpunkt des Bildungsangebots wird jedoch nach der geplanten Eröffnung in 2014 in der Aus- und Weiterbildung gastronomischer Berufe für Menschen mit Handicap liegen. Zusätzlich werden Workshops und Seminare zu Ökologie, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung angeboten.

Neben dem Beispiel Eiswerder und Havelmaten schlummern in Spandau noch weitere vergessene Schätze und warten darauf wiederentdeckt zu werden.

Patrick Rein

Das Barfly zieht zur Ellipse

Im Rahmen der fete de la musique wird die Bühne in diesem Jahr vom „Plan B“ zur Ellipse verlegt.

Am Freitag ist wieder die längste Nacht des Jahres. Und auch in Berlin wird mittlerweile traditionell der Beginn des Sommeranfangs mit der fete de la musique eingeleitet. Lange machte dieses Ereignis vor den Toren Spandaus halt doch nun hält das Fest auch immer mehr Einzug in die Zitadellenstadt. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr veranstaltet das Barfly aus der Wilhelmstadt dabei nun an anderem Ort ein Novum.

In diesem Jahr wird sich an der Bühne bei der Ellipse eher ein anderes Publikum einfinden.

In diesem Jahr wird sich an der Bühne bei der Ellipse eher ein anderes Publikum einfinden.

Ellipse zieht mit Mauerpark gleich

Die fete de la musique ist ein Straßenmusikfest bei dem ohne behördliche Genehmigung ausnahmsweise an öffentlichen Orten musiziert werden darf. Dabei steht der „unplugged“ Gedanke im Vordergrund. Elektrisch verstärkte Musik mittels Strom ist grundsätzlich nicht erlaubt. Bisher gab es lediglich eine Ausnahme: Den Mauerpark im Prenzlauer Berg. Doch in diesem Jahr erhält auch eine zweite Bühne dieses Privileg und wird sich in Spandau an der Ellipse befinden.

Menschenansammlungen am Plan B zur fete de la musique gehören vorerst der Vergangenheit an.

Menschenansammlungen am Plan B zur fete de la musique gehören vorerst der Vergangenheit an.

Nachbarschaftsstreit umgehen

Organisiert wird das Ganze vom Szenelokal Barfly, wo es bereits in den letzten zwei Jahren zu großen Feierlichkeiten im Rahmen der fete de la musique kam. Nach Lärmschutzbeschwerden aus deren Umgebung führten Jugendliche zur Durchführung der vergangenen Veranstaltung eine Unterschriftensammlung bei den Anwohnern durch. Mit Erfolg. Die Party mit Live-Musik an der Wilhelmstraße konnte stattfinden. Dennoch gab es wieder vereinzelte Beschwerden beim Ordnungsamt weshalb eine neue Lösung gefunden werden musste.

Bezirksamt unterstützte

Auf der Suche nach einer Möglichkeit sich dennoch wieder an dem Kulturevent beteiligen zu können, stießen Cornelia Ort und Lucie Friede vom Barfly auf tatkräftige Unterstützung der Stadträte Stephan Machulik (SPD) und Carsten Röding (CDU). Gemeinsam wurde der Ort an der Ellipse neben Florida Eis ausgewählt – wodurch die Veranstaltung unter dem Slogan „Eis mit Stil“ steht – und notwendige Anträge ausgefüllt. Organisatoren als auch Unterstützer versprechen somit ein unvergessliches Ereignis bei der längsten Nacht des Jahres. Und neben der Ellipse wird auch noch an anderen Orten des Bezirks musiziert.

Die Berliner Fête de la Musique ist eine Veranstaltung der Stadt Berlin, zu 25 Prozent finanziert durch die Senatskanzlei-Kulturelle Angelegenheiten sowie zusätzlich durch Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Das dezentrale Musikfest in allen Berliner Bezirken wird seit 1995 von Fete Company koordiniert. Die Finanzierung ab 2015 ist hingegen ungewiss. Im nächsten Jahr am Samstag, dem 21. Juni 2014, begeht die FeteBerlin ihr 20. Jubiläum.

Alt und Jung werden auch dieses Mal feiern, jedoch nicht in der Wilhelmstraße sondern an der Ellipse.

Alt und Jung werden auch dieses Mal feiern, jedoch nicht in der Wilhelmstraße sondern an der Ellipse. Fotos (3): Patrick Rein

Programm für Spandau:

Bühne Ellipse, Altstädter Ring 1, 13597 Berlin Spandau

16:00 SchneeWittchens (deep house), 17:30 Tonarmee (deep house), 19:00 Spanks (deep house), 20:00 Suburbians (deep house), 21:00 Gunshine (live, reggae electro)

Spandauer Altstadt

Musikstil(e): SingerSongwriter mit fünf (5) Standorten:
OPEN STAGES, 16:00 bis 18:00 Uhr: offene Bühnen auf denen spontan Künstler spielen können – vor dem Musikhaus Spandau (Moritzstr. 9b) und vor dem Restaurant Prima Luna (Moritzstr 3)

HOF DER STADTBIBLIOTHEK, Carl-Schurz-Str. 13, 16:00-18:30 Uhr: 16:00 Weezle, 16:40 Simone Oberstein (singersongwriter), 17:20 Millionenschulze (schlager, singerSongwriter), 18:00 Roadchat (pop, singersongwriter)

RAAB-PASSAGEN, Carl-Schurz-Str. 53, 16:00-19:00 Uhr: 16:00 Jan Frederik Warda (singersongwriter, dt.), 16:50 Tauchschemel (mittelalter, rock, folklore), 17:40 Fokko Wolkenstein (pop, schlager), 18:30 Paint Attack (folk, pop, country), 19:20 Anouschka Pearlmann (singersongwriter/ SE)

FREILICHTBÜHNE ZITADELLE, 16:00-23:00 Uhr:
Am Juliusturm 60, 13599 Berlin Spandau
16:00 – 23:00 Uhr (Open Air)
Programm: 16:00 tba, 17:00 Salt, 17:30 Berlin Community Ensemble feat. Queen Yahna (gospel/ US), 18:00 R.J. Schlagseite (liedermacher), 19:00 Sascha Gutzeit (singersongwriter & comedy), 20:00 Delta Q (a-cappella), 21:00 Icke & Band (akustik chillrock), 22:15 bis 23:00 Fernando Perez Molinari ( Lichtkunst-Vorführung)

Patrick Rein

Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung

„Expertenrunde“ der Kita Wiesenweg plante den eigenen Wunschspielplatz in Staaken.

Normalerweise ist mindestens ein Architekturstudium oder ähnliches notwendig um einen Spielplatz zu planen. Ob das Ergebnis dann aber immer auch den Ansprüchen und Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer entspricht, ist jedoch fraglich. Ein ganz anderer Weg wurde daher bei den Planungen des Spielplatzes im Wiesenweg gegangen: Dort stellten letzten Freitag die Kinder der gleichnamigen Kita ihre Vorstellungen und Planungen des Wunschspielplatzes vor.

An der Abstimmung zum Wunschspielplatz waren nicht nur die Kinder sondern auch Eltern beteiligt.

An der Abstimmung zum Wunschspielplatz waren nicht nur die Kinder sondern auch Eltern beteiligt.

Kita = Planwerkstatt

Auf der Fläche zwischen Helma-Bogen und Adelheid-Poninska-Straße soll ein neuer Spielplatz entstehen. Doch was sonst ausschließlich von den Erwachsenen geplant wird, wurde hier im Rahmen einer Kinder Beteiligung durch das Projekt ’Erlebnisräume’ der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ) zusammen mit den Kindern der Kita Wiesenweg in einer Planwerkstatt erarbeitet. Bezirksstadtrat Carsten Röding führt aus: „Gebaut wird der Spielplatz von den Auszubildenden des Fachbereichs Grünflächen des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes. Finanziert wird das Vorhaben durch das Spielplatzsanierungsprogramm des Bezirksamts Spandau und dem Bauträger GbR Heerstraße, der sich im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages verpflichtet hat, den Grünzug entlang der Bergstraße sowie den Spielplatz an der Adelheid-Poninska-Straße anzulegen.“

Selbst ein professionelles Modell wurde von den Experten der Kita Wiesenweg erstellt.

Selbst ein professionelles Modell wurde von den Experten der Kita Wiesenweg erstellt. Fotos (2): Patrick Rein

Expertenrunde stellte sich

Am 3. Mai stellte sich die „Expertenrunde“ bestehend aus den mitwirkenden Kindern jetzt den Eltern, Anwohnern und Presse. Wie im Erwachsenenleben wurden dabei nicht alle Vorgaben eingehalten und so überstieg die Zahl der im Modell eingebauten Elemente die zu verwirklichende Anzahl. Doch während des Projekts vermittelten Erzieher und Pädagogen den Nachwuchsplanern das Motto, welches im Chor wiedergegeben wurde: „ Nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung.“ Im Anschluss an die Präsentation wurden die Ergebnisse der Planwerkstatt den anwesenden Erwachsenen als auch Kindern zur Abstimmung gestellt.

Wie und ob von den Auszubildenden des Fachbereichs Grünflächen alles wie gewünscht umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Doch sicher ist, dass die „Experten“ der Kita Wiesenweg auch bei der Umsetzung ihrer Wünsche ein sorgsames Auge auf die Baustelle werfen werden. Und bei so viel planerischem Geschick wird der ein oder andere Experte sicherlich auch Samstag am KinderKunstFest in der Altstadt teilnehmen.

Patrick Rein

Insolvenzen, sparen, informieren – alles rund um die Energie

Beim dritten Energiespar-Tag in den Spandau Arcaden informierten unter anderem Vattenfall, Gasag, Berliner Mieterverein und die Klimawerkstatt.

Seit einigen Wochen schockt die Insolvenz des Energiekonzerns TelDaFax Energy die Verbraucher. Auf Grund der hohen Gläubigerzahlen scheint eine Erstattung der oftmals geleisteten Vorauszahlungen eher unwahrscheinlich. Auch Spandaus Baustadtrat Carsten Röding bekannte sich gestern im Rahmen des 3. Spandauer Energiespar-Tages in den Arcaden zur Gruppe der Geschädigten zu gehören.

Thomas Bünger von Vattenfall (re.) gab Hinweise zum richtigen Verfahren für TelDaFax Geschädigte.

Thomas Bünger von Vattenfall (re.) gab Hinweise zum richtigen Verfahren für TelDaFax Geschädigte.

Kündigung erforderlich

„Trotz des eingeleiteten Insolvenzverfahrens müssen die Kunden ihre bestehenden Verträge kündigen“, erklärte Thomas Bünger, Leiter der Kundenbetreuung Nord von Vattenfall. Kein Verbraucher muss jedoch fürchten ohne Strom dazustehen, im Falle einer Liefereinstellung springt der örtliche Hauptanbieter  – in Berlin Vattenfall – mit einer Grundversorgung ein. Informationen über TelDaFax vom Insolvenz-verwalter finden Interessierte hier. Bünger hingegen gab auch bekannt, dass die Umstellung auf Fernwärme in Spandau von 58 Millionen Euro zügig voranschreitet.

Anschaulich wurde über alles aus dem Bereich Energie informiert.

Anschaulich wurde über alles aus dem Bereich Energie informiert.

Klimawerkstatt eröffnet Laden

In den Arcaden präsentierte sich auch die im letzten Jahr gegründete Spandauer Klimawerkstatt, welche sich mit Veranstaltungen als auch persönlichen Beratungen zur effizienten Energienutzung bereits etabliert hat. In diesem Zusammenhang soll noch in diesem Jahr ein eigener Laden in der Mönchstraße 8 eröffnen. Und für die anstehende „Woche der Sonne“ bietet die Klimawerkstatt noch ein besonderes Highlight: Am Donnerstag, 2. Mai, können Interessierte um 18 Uhr zusammen mit Stadtrat Carsten Röding den Rathausturm besteigen und erfahren dabei alles Wissenswerte über die umliegenden Solaranlagen. Eine telefonische Anmeldung unter 90279-3031 oder per Mail an info@klimawerkstatt-spandau.de ist erforderlich.

Wenn auch kleiner als im letzten Jahr nutzten Spandauerinnen und Spandauer den Energiespar-Tag in den Arcaden.

Wenn auch kleiner als im letzten Jahr nutzten Spandauerinnen und Spandauer den Energiespar-Tag in den Arcaden. Fotos (3): Patrick Rein

Früher aber kleiner

Generell fiel der diesjährige Energiespar-Tag kleiner als der letztjährige aus. Auf Nachfrage der Kreditinstitute wurde der Termin vorverlegt, doch gerade deren Beteiligung blieb aus. Zudem musste ein Spandauer Unternehmen kurzfristig seine Teilnahme absagen, da es aus mangelnder Zahlungsmoral von Großkunden Konkurs anmelden muss. Ein weiteres Unternehmen erschien trotz Anmeldung nicht. Dennoch ist Björn Martin, Leiter der Wirtschaftsförderung im Bezirksamt, optimistisch den nächsten Energiespar-Tag wieder im größeren Rahmen und über zwei Etagen durchführen zu können.

Patrick Rein

Verkehrsbeeinträchtigungen in der Schönwalder

Rad- und Gehwegsanierungen in der Schönwalder Allee und ein neuer Fußgängerüberweg am Johannesstift führen in den nächsten Monaten zu Beeinträchtigungen.

In den folgenden Monaten bis Ende Juni 2013 wird in der Schönwalder Allee zwischen der Zufahrt zur Gaststätte „Heidis Landgasthaus“ am Johannesstift und der Hakenfelder Straße der  gesamte östliche Rad- und Gehweg grundlegend instand gesetzt.

Zwischen Johannesstift und Hakenfelder Straße wird dieser Radweg komplett instandgesetzt.

Zwischen Johannesstift und Hakenfelder Straße wird dieser Radweg komplett instandgesetzt.

Provisorische Ampelregelung

Dabei wird das bisher vorhandene Verbundsteinpflaster des Radweges gegen einen 2,5 Meter breiten Asphaltradweg ausgetauscht. Der östliche Radweg ist für die Dauer der Arbeiten komplett gesperrt. Südlich der Hakenfelder Straße wird eine provisorische Ampel für Fußgänger zur sicheren Überquerung der Schönwalder Allee eingerichtet. Zur Verbesserung und Erleichterung der Fahrbahnüberquerung für Fußgänger, insbesondere der Besucher und Patienten des Krankenhauses Evangelisches Johannesstift, wird ebenfalls in der Schönwalder Allee auf Höhe der Zufahrt zum Johannesstift ein Fußgängerüberweg eingerichtet. Im Bereich dieses Weges und der Zufahrt wird eine Asphaltbefestigung hergestellt, außerdem werden die Bushaltestelle zur barrierefreien Nutzung und die Ausleuchtung des Fußgängerüberwegs umgebaut.

Die Linienführung der BVG ist währen der Maßnahmen nicht betroffen, der Verkehr wird durch provisorische Ampeln geregelt.

Die Linienführung der BVG ist während der Maßnahmen nicht betroffen, der Verkehr wird durch provisorische Ampeln geregelt. Fotos (2): Patrick Rein

Einbahnstraße auf dem Johannesstift

Für die Umsetzung der Maßnahmen regelt  eine transportable Ampel in mehreren Abschnitten den Verkehr, so dass dieser während der Zeit auf der Schönwalder Allee halbseitig geführt wird. Auf dem Gelände des Johannesstifts wird zudem eine von der Schönwalder Allee wegführende Einbahnstraße eingerichtet, so dass Kraftfahrzeuge von dort zwar auf das Gelände einfahren aber in Richtung Wichernstraße ausfahren müssen. Für den LKW-Verkehr zum Johannesstift wird während des halbseitigen Baus der Zufahrt eine Umleitung über den Hohenzollernring, Streitstraße und Wichernstraße eingerichtet.

Die Linienführung der BVG bleibt unverändert, bis auf das zeitweise Verlegen der westlich liegenden Haltestelle in unmittelbarer Nähe der Bauarbeiten.

Die Durchführung dieser Maßnahmen wird ca. 160.000 Euro kosten, die aus Sonderprogrammen zur Verfügung gestellt werden. Baustadtrat Carsten Röding führt aus: „Die Verkehrsteilnehmer bitte ich um Verständnis für die Nutzungseinschränkungen der Straße. Nach Abschluss der Arbeiten wird für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, eine deutlich spürbare Verbesserung eintreten.“

Patrick Rein

Auf dem Markt die „Glocken“ wieder erklingen lassen

Fast ein Jahr lang konnte die Klanghopse in der Altstadt nicht genutzt werden, jetzt lädt sie wieder zum „musizieren“ ein.

Aus Sicherheitsgründen musste Spandaus beliebtestes Spielplatzgerät, die Glockenhopse auf dem Marktplatz, letzten Sommer gesperrt werden. Die Entscheidung stieß zwar auf Verständnis, denn gerade bei Spielgeräten von Kindern steht die Sicherheit im Vordergrund, dennoch wünschten sich viele Spandauerinnen und Spandauer die Klanghopse zurück. Mit Unterstützung der Berliner Sparkasse konnte die Klanghopse in den letzten Monaten nun aufwendig wiederhergestellt werden.

Jens Haupt von der Berliner Sparkasse (li.) und Baustadtrat Carsten Röding (re.) "eröffneten" die instandgesetzte Goclkenhopse.

Jens Haupt von der Berliner Sparkasse (li.) und Baustadtrat Carsten Röding (re.) „eröffneten“ die instandgesetzte Glockenhopse.

Strampeln für die Hopse

Im Rahmen des Spandauer Altstadtsommers 2012 und anlässlich der Olympischen Spiele in London präsentierten sich im Juli letzten Jahres zahlreiche Sportvereine auf dem Spandauer Markt. Doch neben der Präsentation verschiedenster Sportarten stand die Veranstaltung jedoch auch ganz im Zeichen des berlinweit einmaligen Projekts „Raum für Kinderträume“. So wurde auf der Bühne auf Spinning-Fahrrädern des Sportparks BUDOKAN, trotz der damaligen hohen Temperaturen, kräftig in die Pedalen getreten – und das für einen guten Zweck. Jeder konnte sportlich aktiv werden und für jeden „erstrampelten“ Kilometer spendete die Berliner Sparkasse 1 € für das Projekt „Raum für Kinderträume“. Dank der sportlichen Spandauerinnen und Spandauer wurde das erfahrene Kilometergeld als Scheck in Höhe von 500 € von Jens Haupt, Direktor in der Landesbank Berlin Region Spandau, an Bezirksstadtrat Carsten Röding übergeben.

Weit gereist ist die Glocken- beziehungsweise Klanghopse um nun auf dem Markt wieder zu begeistern.

Weit gereist ist die Glocken- beziehungsweise Klanghopse um auf dem Markt wieder zu begeistern. Fotos (2): Patrick Rein

Nach Bayern und zurück

Doch die 500,00 Euro reichten bei weitem nicht aus um die umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen der Hopse durchzuführen, zumal sich in Berlin kein Unternehmen finden ließ, welches die Arbeiten vollziehen konnte. Erst in Bayern wurde man fündig, wodurch die Hopse ein Mal durch die Republik transportiert werden musste. Insgesamt mussten 5000,00 Euro investiert werden, von denen die Berliner Sparkasse den Großteil übernahm. Jens Haupt dazu: „Der Berliner Sparkasse ist es ein großes Anliegen regional zu unterstützen. Auch in Spandau wollen und werden wir uns daher zukünftig noch stärker einbringen und dem Bezirk finanziell hin und wieder unter die Arme greifen.“

Patrick Rein

Schlaglöcher ohne Ende

Während die Zahl der Straßenschäden noch unüberschaubar ist, fehlt es im Bezirk an Grundstücken für den Mittelstand.

Nach dem langen und härtesten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen offenbart der langsam einkehrende Frühling was sich unter Schnee und Matsch verbirgt: Schlaglöcher und Straßenschäden. Zwar stehen dem Bezirk wieder Mittel aus dem Schlaglochsanierungsprogramm zur Verfügung, doch machen sich die jahrelangen Sparmaßnahmen im Tiefbau bemerkbar. Baustadtrat Carsten Röding: „Der Patient ist vorgeschädigt. Jetzt rächt sich, dass in den letzten Jahren nicht ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt wurden.“

Schlagloch auf der vielbefahrenen Falkenseer Chaussee mit Spuren einer früheren Reparatur.

Schlagloch auf der vielbefahrenen Falkenseer Chaussee mit Spuren einer früheren Reparatur.

Geschwindigkeits-

beschränkungen zum Schutz

Da die Straßen ihren Lebenszenit überschritten haben und lediglich notdürftig als auch kostensparend nur oberflächlich repariert wurden, ist der Unterbau stark beschädigt. Um dem weiteren Verfall entgegenzuwirken, wurden daher bereits einige Straßen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen versehen, was bei Autofahrern weiterhin auf Unverständnis stößt. Doch auch in diesem Jahr haben die Spandauerinnen und Spandauer wieder die Möglichkeit Straßenschäden über den sogenannten „Schlaglochmelder“ anzuzeigen. Dafür einfach eine Mail mit – wenn möglich – Straße bzw. Kreuzung, Hausnummer o.ä., Fahrtrichtung und Größe an schlaglochmelder@ba-spandau.berlin.de. Insgesamt stehen 4,5 Millionen Euro für die Sanierung zur Verfügung.

Langsam gibt der Schnee die entstanden Straßenschäden des harten Winters preis.

Langsam gibt der Schnee die entstandenen Straßenschäden des harten Winters preis. Fotos (2): Patrick Rein

Spandau gehen die Flächen aus

Während die Zahl der Schlaglöcher steigt, fehlt es im Bezirk mittlerweile an geeigneten Grundstücken für Firmen und Gewerbetreibende. Auch Olaf Höhn, Geschäftsführer von Florida-Eis, musste lange nach einem passenden Grundstück suchen. Gerade der Mittelstand leidet unter dem Mangel und immer häufiger wird daher eine Abwanderung nach Brandenburg in Betracht gezogen. Doch dem Bezirk sind die Hände gebunden, da es sich beim Großteil der Flächen um Liegenschaften des Landes handelt. Eine sinnvolle Kooperation im Rahmen einer vernünftigen Liegenschaftsanordnung zwischen Bezirk und Land konnte dabei immer noch nicht erarbeitet werden.

Eröffnung der Glockenhopse

Doch es gibt auch positives aus dem Rathaus zu berichten. So eröffnet am 10. April wieder das Glockenspiel auf dem Marktplatz und lädt gerade die Kinder wieder zum musizieren ein. Auch bei der Bürgerstiftung Neukladow geht es voran und nach einer Bestandsaufnahme wurde der entsprechende Fördermittelantrag gestellt. Die Arbeiten beginnen bereits im April. Bei den Havelmaten konnte eine Kooperationsvereinbarung mit dem Naturschutzbund NABU geschlossen werden, dort entsteht ein Schulumweltzentrum. Auch beim Landschaftspark – wo seit eineinhalb Jahren nichts mehr passiert ist – soll nun dem fortlaufenden Wertverfall entgegengewirkt werden.

Die am Ende des Jahres auslaufenden Pachtverträge der Steganlagen am Großglienicker See werden hingegen nicht verlängert. Mittlerweile hat sich eine entsprechende Bürgerinitiative gegründet. Für Juni hat das zuständige Bezirksamt eine Informationsveranstaltung angekündigt.

Patrick Rein

Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Am Jugendweg kann nun auch außerhalb der Schulzeiten wieder gespielt werden.

Bisher war die Spielfläche lediglich den Schülerinnen und Schülern vorbehalten. Nun wurde mit dem Wechsel zur Oberschule an der Jungfernheide diese durch einen Zaun vom Schulgelände abgetrennt und mit einer Tür zum Jugendweg für die Öffentlichkeit geöffnet. So soll die Fläche auch nach Schulschluss und am Wochenende von den Kindern aus der Siemensstadt besucht werden können.

Erzieher und Kinder der Kita "Immerfrech" versuchten in warmer Schneemontur den Frühling herbei zu singen.

Erzieher und Kinder der Kita „Immerfrech“ versuchten in warmer Schneemontur den Frühling herbei zu singen.

Patenschaft „Immerfrech“

Für die Auswahl der Spielgeräte wurden mehrere Planwerkstätten durchgeführt. Ziel war es, eine Spielgeräteauswahl zu finden die sowohl für Kita-Kinder als auch für die Jugendlichen der Oberschule interessant ist. So durften die Kinder der ‚Kita Immerfrech’, die auch die Patenschaft übernommen haben, als auch Kinder und Jugendliche mehrerer Jahrgänge der Oberschule an dem Planungsgeschehen mitarbeiten. Gemeinsam wurde dann auch am Freitag feierlich Eröffnung gefeiert: Während dabei die Oberschüler den Harlem Shake in Spandau präsentierten, versuchten die Kindergartenkinder den Frühling herbei zu singen. Zur Umsetzung der Planung hatten dann wieder Mal die Auszubildenden des Grünflächenamtes tatkräftig beigetragen.

Baustadtrat Carsten Röding übergab die Patenschaftsurkunde.

Baustadtrat Carsten Röding übergab die Patenschaftsurkunde.

Erfolgreicher Spendenaufruf

Mittels zahlreicher Spenden – zu der das Sozial-kulturelle Netzwerk casa e.V. und das Stadtteilbüro Siemensstadt bereits im Sommer 2011 aufgerufen hatten – konnte dem Kinderspielplatz auf dem Gelände der Schule an der Jungfernheide neues Leben eingehaucht und für alle Siemensstädter Kinder sowie deren Eltern wieder nutzbar gemacht werden. Auch hier beteiligte sich der Bezirk mit 30.000 Euro. Nach Abschluss der Bauarbeiten übergaben Baustadtrat Carsten Röding gemeinsam mit Bildungsstadtrat Gerhard Hanke (beide CDU) den Spielplatz wieder den künftigen Nutzern.

Neben einem Harlem-Shake präsentierten die Oberschüler auch eine Musikeinlage samt Beatbox.

Neben einem Harlem-Shake präsentierten die Oberschüler auch eine Musikeinlage samt Beatbox. Fotos (3): Patrick Rein

„Mein Lieblings-Spielplatzgerät“

Und Spandaus Spielplatzerneuerung gehen weiter. Daher startet das Projekt „Raum für Kinderträume“ mit Unterstützung von Florida-Eiscafé eine neue Aktion „Mein Lieblings-Spielplatzgerät“. Kinder sind aufgerufen ihr Lieblings-Spielplatzgerät zu basteln und zu gestalten. Erwünscht ist was gefällt: wie müsste es aussehen unter Nutzung von Materialien, die man zu Hause findet. Modelle können bis 07. Juni 2013 mit Angabe von Namen, Alter und Adresse (auch Schulklassen und Kitagruppen können sich beteiligen) in beiden Spandauer Florida-Filialen abgeben oder ans

Bezirksamt Spandau, Abt. Bauen, Planen, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung
Stichwort: Spielplatzgerät, Carl-Schurz-Str. 2/6, 13578 Berlin

geschickt werden.

Eine Jury entscheidet über die Spielplatzgeschichten und prämiert die Plätze 1. bis 5. mit Florida-Eisgutscheinen sowie bis zu 1.000,- Euro zur Verbesserung/Aktion auf einem Spandauer Spielplatz.

Patrick Rein

Die rote Telefonzelle ist zurück

Jahrzehnte lang war sie ein Wahrzeichen und beliebter Treffpunkt bis sie wegen Vandalismus ihren Platz vorm Rathaus räumen musste.

So ziemlich jede Spandauerin und jeder Spandauer kannte sie: Die englische Telefonzelle vorm Rathaus. Nicht nur Jugendlichen diente sie vorm Mobilfunkzeitalter als Treffpunkt. Markant und beliebt prägte sie das Stadtbild, bis sie schließlich wegen des zunehmenden Vandalismus an ihrem alten Standort vor dem Rathaus abgebaut werden musste. Nachdem immer mehr Bürgerinnen und Bürger die Rückkehr der „alten Lady“ unter anderem in sozialen Netzwerken gefordert haben, nahmen sich das Bezirksamt Spandau, die Berliner Volksbank und die Kameradschaft der German Security Unit (GSU) – ein Verein welcher die mehreren Tausend ehemaligen Wachpolizisten vertritt, die zwischen 1950 und 1994 die damaligen britischen Militärobjekte bewachten – der Sache an.

Nicht mehr vor jedoch wenigstens im Rathaus ist die rote Telefonzelle nach 18 Jahren zurück.

Nicht mehr vor jedoch wenigstens im Rathaus ist die rote Telefonzelle nach 18 Jahren zurück.

Kein Anschluss

Da die Telekom es abgelehnt hatte, die Telefonzelle wieder als Fernsprecher zu aktivieren, wurde die Idee einer Bücherbox entwickelt. Mittels finanzieller Unterstützung der Berliner Volksbank und liebevoller Handarbeit in über 120 Arbeitsstunden durch die Firma Lutz Hegert aus Dallgow-Döberitz wurde die Telefonzelle grundlegend restauriert. Gestern war es dann so weit. Baustadtrat Carsten Röding, Stadtrat Stephan Machulik, Sascha Schönheit, Leiter des FinanzCenter Spandau der Berliner Volksbank und Gerhard Zellmer, Vereins Vorsitzende der GSU sowie Susanne Helbig, GSU-Schatzmeisterin, haben die legendäre Telefonzelle nicht vor sondern im Rathaus im Wartebereich des Bürgeramtes eingeweiht.

Umfunktioniert zur Bücherbox bietet sie den Wartenden im Bürgeramt Abwechslung.

Umfunktioniert zur Bücherbox bietet sie den Wartenden im Bürgeramt Abwechslung. Fotos (2): Patrick Rein

Bücherbox statt Fernsprecher

Seit 1995 war die Telefonzelle aus dem Stadtbild entschwunden. Seitdem lagerte sie in ihren Einzelteilen auf der Zitadelle. An ihrem neuen Standort werden von ihr zwar keine Telefonate mehr geführt werden und auch als Treffpunkt wird die innerhalb der Räumlichkeiten des Rathauses kaum als Treffpunkt dienen. Die Gefahr an ihrem alten Platz wieder Opfer von Vandalismus werden würde, war zu groß, so dass sie nun unter anderem englische Zeitschriften und Bücher enthält, die kostenlos gegen andere ausgetauscht werden können und somit die Wartezeit beim Bürgeramt verkürzen. Baustadtrat Carsten Röding führt aus: „Ich bin sicher, dass sich dieses einzigartige Modell in einem Berliner Rathaus durchsetzen wird und zugleich dankbar für die gemeinsamen Bemühungen, die zu diesem prachtvollen Ergebnis geführt haben.“

Patrick Rein

Aus Sonne Eis machen

Am Mittwoch wurde die neue und erste CO2 neutral produzierende Eismanufaktur Deutschlands der Spandauer Florida Eis GmbH offiziell eröffnet.

Nachdem bereits die Zulassungsbegehung erfolgreich verlief, wurde die Produktionsstätte feierlich eingeweiht. Dabei hatte Geschäftsführer Olaf Höhn gleich noch eine Überraschung parat: Neben Berlin und Brandenburg wird die Erfolgsgeschichte nun auch in Bayern zusammen mit dem Haus Wittelsbach und der eigens kreierten „König-Ludwig-Eiscreme“ fortgesetzt. Doch Prestigeobjekt bleibt neben dem Eiscafe in der Klosterstraße – wo vor fast dreißig Jahren alles begann -, dem Bau der Ellipse am Rathaus jetzt die erste umweltschonende Eisproduktion am Zeppelinpark in Staaken.

Baustadtrat Carsten Röding, Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Geschäftsführer Olaf Höhn, Geschäftspartnerin Simone Gürgen mit der "König-Ludwig-Eiscreme" und Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank.

Baustadtrat Carsten Röding, Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Geschäftsführer Olaf Höhn, Geschäftspartnerin Simone Gürgen mit der „König-Ludwig-Eiscreme“ und Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (v. li.).

Abwanderung nach Brandenburg

Dabei war der Weg zur neuen Anlage in Spandau kein einfacher und schon fast spielte der Unternehmer mit dem Gedanken seine Produktion nach Brandenburg zu verlagern, da es schwierig war ein geeignetes Gelände zu finden. Diese scheinen im Bezirk mittlerweile knapp zu werden, wie uns auch andere Firmeninhaber bereits erzählten und ebenso mit Abwanderungsgedanken spielen. Im Fall von Florida Eis konnte dann mit dem aufstrebenden Standort am Zeppelinpark noch ein glückliches Ende gefunden werden. Somit blieben auch die Arbeitsplätze und für die Bezirkskasse dementsprechende Einnahmen erhalten.

Viel Applaus und Informationen für eine umweltschonende Zukunft bei der Eröffnung der CO2-neutralen Produktionsstätte in Staaken.

Viel Applaus und Informationen für eine umweltschonende Zukunft bei der Eröffnung der CO2-neutralen Produktionsstätte in Staaken.

Wirtschaftssenatorin bei Eröffnung

So ließen es sich am Mittwoch auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) als auch Baustadtrat Carsten Röding (CDU) nicht nehmen der Eröffnungsfeier beizuwohnen und dem mittelständischen Unternehmen zur eigenen Erfolgsgeschichte zu gratulieren und sich für die Bereicherungen für den Bezirk zu bedanken. Auch die Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) nahm an den Feierlichkeiten teil und stellte bei ihrer Rede die Bedeutung des Mittelstandes für Berlin nachmals in den Vordergrund.

Die Tiefkühlfahrzeuge werden über Nacht geladen und fahren tagsüber ohne zusätzliche Kühlung durch die Stadt.

Die Tiefkühlfahrzeuge werden über Nacht geladen und fahren tagsüber ohne zusätzliche Kühlung durch die Stadt. Fotos (3): Patrick Rein

Qualität und Ökologie vereinen

Mit der Produktionsstätte, bei der auch weiterhin auf den hohen Qualitätsanspruch Wert gelegt wird, konnten jedoch auch im Bereich des vieldiskutierten Umstiegs auf Erneuerbare Energien und CO2-Einsparungen neue Maßstäbe gesetzt werden. Perimeterdämmung durch Glasschaumschotter, Ausgleich der versiegelten Bodenfläche durch großflächiges Gründach, Photovoltaikanlage und eine noch zu errichtende Windkraftanlage machen Florida-Eis zum Vorreiter bei Qualität und Umweltverträglichkeit.

Um auch anderen Unternehmen einen Anreiz zu geben, hat Olaf Höhn einen Kurzfilm erstellen lassen den Interessierte hier sehen können:

Florida Eis Kurzfilm

Patrick Rein

Eiswerder wird „Insel der schönen Dinge“

Die Meilenwerk AG führt mit Investitionen von 80 Millionen Euro Spandau näher an Berlin ran

Lange Zeit war es ruhig geworden auf der Insel Eiswerder, fast wie im Dornröschenschlaf wurden die großen und restaurierten Gebäude der alten Pulverfabrik nur geringfügig genutzt. Doch jetzt wird das Inselleben durch die Meilenwerk AG, Forum für Fahrkultur, bis zum Frühjahr 2015 wachgeküsst. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 80 Millionen Euro soll Großes entstehen: Ausstellungsflächen für Oldtimer, Uferpromenade, Eventlocation, Hotel, Loftwohnungen, Ateliers, Einzelhandel – einfach alles was ästhetisch und schön ist, soll hier seinen Platz finden.

Martin Halder (zweiter von links) und Carsten Röding (rechts) bezeichnen das Projekt als Glücksfall für Spandau und Berlin.

Martin Halder (zweiter von links) und Carsten Röding (rechts) bezeichnen das Projekt als Glücksfall für Spandau und Berlin. Foto: Patrick Rein

Erarbeiteter Glücksfall

Bei der Präsentation des Projekts sprach Martin Halder, CEO der Meilenwerk AG, von einem Glücksfall: „Es ist unverständlich, dass bisher kein anderer die Insel mit allen seinen Vorteilen entdeckt hat. Gut für uns!“. Spandauerinnen und Spandauer wussten hingegen schon lange, was für ein Juwel sich dort befindet, doch bisher scheiterten alle Bemühungen Investoren zu überzeugen. Mit den durchgeführten Sanierungen und der vorhandenen Infrastruktur sieht Baustadtrat Carsten Röding (CDU) den jetzigen Erfolg jedoch auch als „erarbeiteten Glücksfall“ an.

Eiswerder wird zur "Insel der schönen Dinge"

Eiswerder wird zur „Insel der schönen Dinge“ Foto: Meilenwerk AG

Vom Oldtimer bis zum Neuwagen

Das eigentliche Meilenwerk Berlin entsteht dabei in den Gebäuden des denkmalgeschützten preußischen „Königlichen Feuerwerkslaboratoriums“. Für die Nutzung werden die Übergänge zwischen den Backsteinhallen jeweils als Atrium überdacht, so dass sich eine Bruttogeschossfläche von rund 18.000 Quadratmetern für das Meilenwerk ergibt, von denen etwa 14.500 Quadratmeter vermietbar sind. Zusätzlich wird ein Neubau für moderne Liebhaberfahrzeuge und Sportwagen geschaffen. Die Oldtimer-Immobilie wird Händler und Dienstleister für Freunde der klassischen Fahrkultur beherbergen. Hier findet sich das bereits in Moabit bewährte Angebot: vom Fahrzeugaufbereiter über Werkstätten und Handelsbetriebe für Fahrzeuge und Ersatzteile bis hin zu Gutachtern, Automobilfotografen und sonstigen Anbietern rund um das Thema Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge.

Entwurf der neuen Präsentationshallen nei der zwei bestehende Gebäude durch Glasdach verbunden werden.

Entwurf der neuen Präsentationshallen nei der zwei bestehende Gebäude durch Glasdach verbunden werden. Foto: Meilenwerk AG

JWD, Kleingärten und Vereine bleiben

Wie auch bei den anderen beiden aktuellen Meilenwerk-Projekten Hamburg und am Zürichsee wird das Unternehmen das Standortmanagement und die Markenführung langfristig selbst übernehmen und nicht aus der Hand geben. Eine Besonderheit des neuen Meilenwerks Berlin wird das rund 3.500 Quadratmeter große Eventufer auf der bereits vorhandenen Freifläche mit direktem Havelanschluss und einem eigenem Schiffsanleger sein. So können Besucher auch mit Privatboot oder Ausflugsschiff die „Insel der schönen Dinge“ erreichen. Auch die Kleingärtner, Wassersportvereine sowie die Discothek JWD haben vorerst nichts zu befürchten. Gerade die im Norden befindlichen Grundstücke sind Liegenschaften des Bundes und somit nicht betroffen. Das JWD befindet sich ebenfalls in einem anderen Gebäude. Der Großteil der Insel ist jedoch ins Konzept mit einbezogen und die Verträge mit den wenigen verbliebenen Pächtern bereits aufgelöst.

Patrick Rein

Es kommt Licht ins Dunkle

Der Gewinnerentwurf zur Umgestaltung der Bahn-Unterführung an der Klosterstraße steht fest

Sie ist schon lange ein Dorn im Auge der Spandauerinnen und Spandauer aber auch Besucher schreckt sie ab: Die Unterführung an der Klosterstraße zwischen Rathaus und Arcaden. Aus drei eingereichten Vorschlägen hat die Jury nun den Gewinner ermittelt. Dieser als auch die anderen beiden Entwürfe können noch bis zum 24. Februar im Untergeschoss der Spandauer Arcaden begutachtet werden. Die finanziellen Mittel werden aus dem Programm „Aktive Stadtzentren“ zur Verfügung gestellt.

Baustadtrat Carsten Röding erläuterte die Entscheidung der Jury für den Gewinnerentwurf.

Baustadtrat Carsten Röding erläuterte die Entscheidung der Jury für den Gewinnerentwurf.

Heller, leiser, schöner

Bei der Ausstellungseröffnung am 14. Februar erläuterte Baustadtrat Carsten Röding die Entscheidungskriterien. Dabei sollte die Unterführung nicht nur augenscheinlich aufgewertet, sondern auch im Rahmen der beschränkten Umgestaltungsmöglichkeiten – die Unterführung ist Eigentum der Deutschen Bahn – der Verkehrslärm gedämmt und heller werden. Dies wird durch eine Mittelwand und Schallisolierung sowie LED-Leuchten erreicht. Die zahlreichen Interessierten bei der Ausstellungseröffnung äußerten dennoch Bedenken in Bezug auf Reinigung durch die zahlreichen Waben, dem anhaltenden Tauben-Problem sowie Verunstaltung durch Graffiti. Sicherlich können nicht alle Probleme ausreichend gelöst werden, doch wird die Unterführung aufgewertet und dadurch voraussichtlich verstärkt genutzt werden statt den Umweg durch die Bahnhofshalle zu nehmen.

Neben Center-Manager Bernd Muchow (re.) interessierten sich auch viele Besucher der Arcaden für die Ausführungen Rödings.

Neben Center-Manager Bernd Muchow (re.) interessierten sich auch viele Besucher der Arcaden für die Ausführungen Rödings. Fotos (2): Patrick Rein

Großzügige Beteiligung

Bei allen Bedenken zeigten sich Röding als auch Center-Manager Bernd Muchow – die Arcaden beteiligen sich finanziell an der Umgestaltung – überaus zufrieden mit dem Gewinnerentwurf und stellten zudem fest, dass es jetzt noch an die Feinheiten der Maßnahmen geht. In idesem Zusammenhang werden auch Gespräch mit der DB AG als Eigentümer der Brücke sowie der Ströer AG als Ansprechpartner der Werbetafeln bezüglich Beteiligungen und Unterstützung geführt. Mit der Umsetzung ist nun das Bearbeitungsteam von aletja plus GmbH, livebau solutions GmbH und AiR Ingenieurbüro GmbH betraut, die den Gewinnerentwurf eingereicht hatten. Bereits Ende 2014 soll die Umgestaltung vollzogen sein. Welche Verkehrsbeeinträchtigungen die Bürgerinnen und Bürger während dieser Zeit erwarten, ist noch nicht abzusehen.

Neben den Arcaden ist auch hier bei uns der Gewinnerentwurf komplett anzuschauen:

Gewinnerentwurf_Unterführung

Patrick Rein

Spandau hat gewonnen!

Beim Wettbewerb MittendrIn Berlin! gehört Spandauer Altstadtmeile-Kunst zu den Gewinnern

Eine erfreuliche Nachricht hat der Bezirk letzte Woche erhalten. Im Wettbewerb „MittendrIn Berlin!“ ist Spandau unter die letzten drei Bewerber gewählt worden und gehört somit zu den Preisträgern. Gewonnen werden konnte ein Betrag von insgesamt 35.000 € mit dem die entsprechende Aktion realisiert und mitfinanziert werden soll.

Umsetzung einer Kunstmeile

In der von Partner für Spandau, Gesellschaft für Bezirks-Marketing mbH und der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. eingereichten Bewerbung ist eine „Kunstmeile“ geplant, die vom Bahnhof Spandau über die Altstadt zur Zitadelle führen soll. An dieser markierten Meile sollen verschiedene Veranstaltungen und Aktionen stattfinden. So werden z.B. verschiedene Bühnen für Auftritte und Aufführungen aufgebaut und in Schaufenstern wird Kunst ausgestellt. Außerdem wird es Angebote zum Mitmachen für Besucher geben.

Verbindung zwischen Künstlern und Bürgern

Es wird drei Veranstaltungstage geben, zu denen eine lange Nacht der Kunst und des Shoppings gehören wird. Es soll damit eine nachhaltige Verbindung zwischen Bürgern, Künstlern und Gewerbetreibenden geschaffen werden. In einzelnen Arbeitsgruppen werden nunmehr die verschiedenen Programmpunkte geplant, damit im Spätsommer des nächsten Jahres den Besuchern und Teilnehmern eine eindrucksvolle Veranstaltung geboten werden kann. Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank führt aus: „Es ist ein großartiger Erfolg, dass das eingereichte Konzept überzeugen konnte und somit eine weitere beeindruckende und außergewöhnliche Veranstaltung in unserer schönen Altstadt stattfinden wird.“

Im Januar geht’s los

Auch der zuständige Bezirksstadtrat Carsten Röding ist erfreut und erläutert die weitere Vorgehensweise: „Ich gratuliere herzlich der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau und Partner für Spandau. Mit dem Konzept „Spandauer Altstadtmeile – Kunst verbindet“ wird sich Spandaus Zentrum überraschend und anziehend für Künstler und Kunstschaffende und alle Gäste präsentieren. Spandau lädt ein zum Mitmachen. Am Montag, den 14. Januar 2013 findet um 19.00 Uhr im Bürgersaal des Spandauer Rathauses eine Informations- und Auftaktveranstaltung statt zu der Künstler, Gewerbetreibende und alle interessierten Bürger herzlich eingeladen sind.“

Patrick Rein

 

Jugendliche kickten im Parkhaus

Am Mittwoch fand der 1. Spandauer Arcaden Parkhaus Futsal Cup der Bolzliga Berlin statt

Da wo sonst Autos parken und der Einkaufsbummel in den Arcaden beginnt, stand dieses Mal alles im Zeichen des Sports. Die Bolzplatzliga hatte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 16 Jahren zum Kicken in ungewohnter Atmosphäre geladen. Drei Spielfelder wurden auf der Parebene aufgebaut um die besten Teams in zwei Altersklassen zu ermitteln.

Im "kleinen" Finale standen sich Team Westerwald und FC Nike gegenüber.

Im „kleinen“ Finale standen sich Team Westerwald und FC Nike gegenüber.

Spandauer Vorzeigeprojekt

Das Projekt Bolzplatzliga ist ein kostenloses soziales Sport- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche in Spandau unter der Trägerschaft des 1. FFV Spandau e. V. und der Schirmherrschaft von Baustadtrat Carsten Röding. Im Mittelpunkt stehen dabei neben der sportlichen Betätigung die Förderung sozialer Kompetenzen wie Toleranz, Fairness und Gewaltfreiheit. Seit 2006 können in den drei Stadtteilmanagementgebieten Falkenhagener Feld – Ost, – West und Heerstraße Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren in ihrer eigenen Straßenfußballliga spielen. Die Liga soll eine Plattform für alle Kinder und Jugendliche bieten, die sich mit Gleichaltrigen sportlich messen wollen sowie gegebenenfalls das Interesse an einem Mannschaftsport so geweckt und die Kinder an lokale Vereine vermittelt werden.

Soziale Kompetenzen erwerben steht ebenso im Vordergrund wie das Bolzen.

Soziale Kompetenzen erwerben steht ebenso im Vordergrund wie das Bolzen.

Soziale Kompetenzen erlernen

Durch den Fußball sollen die Jugendlichen lernen strukturiert zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen, sich selbst organisieren – so müssen beispielsweise die Mannschaften selbstständig gebildet werden – zu den Spieltagen pünktlich zusammentreffen und auf dem Spielfeld eine Taktik wählen und einhalten. Straßenfußball ist ein Sport mit sehr viel Körper- und Verbalkontakt zum Gegner, wodurch es wichtig ist Selbstdisziplin und Fairness auszustrahlen. In der Bolzplatzliga werden Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Mitbestimmung, Flexibilität, Toleranz und Offenheit gegenüber anderen „spielerisch“ erlernt und ausgebaut. Dabei sollen jedoch nicht nur Jungen angesprochen werden, und bereits seit 2007 gibt es demnach Mädchenmannschaften. Neben dem Ligabetrieb werden auch immer wieder Turniere angeboten und so kam es erstmalig zu der außergewöhnlichen Veranstaltungsstätte des Parkhauses der Spandau Arcaden.

Erst im Elfmeterschießen konnte sich das Team FC Nike durchsetzen.

Erst im Elfmeterschießen konnte sich das Team FC Nike durchsetzen. Fotos (3): Patrick Rein

Spannende Spiele

In den zwei Altersklassen der 8 bis 12-jährigen und 13 bis 16-jährigen lieferten sich an die 20 Mannschaften hart umkämpfte und meist ausgeglichene Spiele. In der jüngeren Altersklasse konnte somit auch das Finale erst im 7-Meterschießen durch das FC Nike Team gegen Westerwald entschieden werden. Besonders auffällig fiel dem neutralen Beobachter auf, dass die Mannschaften nicht in einheitlichen Trikots aufliefen und auch Jeans als Spielkleidung dienten. Ein beeindruckendes Projekt welches sich fern ab von Stadionatmosphäre im Parkhaus präsentierte.

Dirndl, Maß und Brezeln auch in Spandau

Auch wenn ein großes Oktoberfestzelt in diesem Jahr fehlt, wurde dennoch im Bezirk bayrisch gefeiert

Tausende pilgerten im letzten Jahr zum großen Festzelt an den Spandau Arcaden. Doch dieses Mal baute der Veranstalter Thilo-Harry Wollenschläger in Marzahn am Eastgate Center das berlinweit größte Partyzelt mit bayrischem Ambiente auf. Grund dafür war ein Mal mehr der Lärmschutz. Angeblich hatten zehn Beschwerden von Anwohnern ausgereicht um einen erneuten Aufbau zu verhindern.

Konzerte auf der Zitadelle haben sich mittlerweile etabliert.

Konzerte auf der Zitadelle haben sich mittlerweile etabliert.

Lösung wird gesucht

Nun lädt am 1. Oktober Stadtrat Carsten Röding (CDU) ins Rathaus um zusammen mit Wollenschläger nach anderen Standorten für Feste jeglicher Art im Bezirk zu suchen. Dabei wird es sicherlich schwer ein ähnlich geeignetes Gelände zum Festplatz an den Arcaden zu finden, denn als Verkehrsknotenpunkt sind die Anfahrtswege optimal und mit verhältnismäßig wenig Wohnhäusern und der angrenzenden Hauptstraßen Lärmbeeinträchtigungen vom Laien aus betrachtet minimal. Immer wieder ist der Lärmschutz ein Thema im Bezirk und stößt oftmals auf Unverständnis. Seien es Konzerte auf der Zitadelle, Weihnachtsmarkt und Feste in der Altstadt als auch andere Veranstaltungen in den Stadtteilen.

Feste in der Altstadt und anderswo locken immer wieder zahleiche Besucher an.

Feste in der Altstadt und anderswo locken immer wieder zahleiche Besucher an.

Grenzwerte einhalten

Lärmbeeinträchtigungen müssen sich immer innerhalb der vorgeschriebenen Werte befinden. Doch sind deren Messungen oftmals schwierig. Dennoch sollte ein Mittelweg auffindbar sein um auch weiterhin anziehungskräftige Veranstaltungen im Bezirk stattfinden zu lassen. Auch bei gestiegenem Verkehrsaufkommen muss jedem Neumieter klar sein, dass bei Bezug einer Wohnung an einer Hauptstraße dort auch Autos fahren werden. Ebenso eignet sich das Gelände an den Spandau Arcaden für Veranstaltungen wie dem Oktoberfestzelt, welches als einzige bislang auch in den Abendstunden zwei Wochen im Jahr stattfand. Einmalige Veranstaltungen wie Mieterfeste sollten doch an einem von 365 Tagen tolerierbar sein.

Auf dem Gelände hinter den Arcaden fand im letzten Jahr das Oktoberfest statt.

Auf dem Gelände hinter den Arcaden fand im letzten Jahr das Oktoberfest statt. Fotos (3): Patrick Rein

Oktoberfestchen in Spandau

Anstatt einer Großveranstaltung luden aber so bereits am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Bars und Kneipen zum schunkeln, Weißwürstln, Maß und Brenzeln ein. Auch im Brauhaus sowie beim Basement im Ratskeller stand und steht als im Zeichen des blau-weißen Partykults der sich mittlerweile vom südlichsten Bundesland über die ganze Republik ausgebreitet hat. Und wer dennoch in den Genuß eines typischen Festzeltes kommen möchte, muss nun in diesem Jahr entweder nach Tegel, zum Hauptbahnhof oder eben Marzahn.

Bleibt zu hoffen, dass am Montag eine Lösung gefunden wird um auch in Spandau wieder und weiterhin größere Veranstaltungen stattfinden zu lassen.

Patrick Rein

Geld sparen, Umwelt schonen

Beim 2. Energiespartag in den Spandau Arcaden zeigen Unternehmen, Verbände und Institutionen Möglichkeiten für Geldbeutel und Umwelt auf

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist von der Bundesregierung beschlossen, momentan ist jedoch der Umstieg auf erneuerbare Energien und deren Kosten tagtägliches Thema. Zudem ist bei diesem Sommer Klimawandel ein ebenso oftmals verwendeter Begriff wie CO2-Reduzierung. Auch wenn Spandau im Alleingang wahrscheinlich nicht die Welt retten kann, so zeigen sich Bezirksverwaltung und die Arcaden ihrer Verantwortung bewusst und organisierten bereits zum zweiten Mal den Energiespartag in der Shoppingmeile.

Eröffnung des Energiespartags in den Spandau Arcaden.

Eröffnung des Energiespartags in den Spandau Arcaden durch Stadtrat Carsten Röding (re.) und Center-Manager Bernd Muchow (li.).

Baustadtrat Röding begeistert

Von 10 bis 17 Uhr präsentierten sich an Informationsständen unter anderem der Energiekonzern Vattenfall – der in Spandau CO2-Emissionen durch die großräumige Umstellung auf Fernwärme einspart -, die Investitionsbank Berlin, der Mieterverein, die Vereinigung Spandauer Schornsteinfeger sowie die GASAG. Auch wenn vorrangig aufgezeigt wurde, wo die Bürgerinnen und Bürger selbst Energie und damit auch Geld sparen können, zeigte sich besonders Baustadtrat Carsten Röding (CDU) interessiert an weiteren Impulsen.

Die Bezirksschornsteinfeger warnten vor Trickbetrügern und weckten Interesse.

Die Bezirksschornsteinfeger warnten vor Trickbetrügern und weckten Interesse.

Rathaus in der Vorreiterrolle

„Spandau braucht sich nicht zu verstecken und ist auf dem richtigen Weg. Die Umstellung auf Fernwärme und auch die Installierung von  Bewegungssensoren bei der Beleuchtung sind erste wichtige Schritte im Rathausgebäude gewesen.“, erläuterte Röding bei der Präsentation des Gebäudeatlas für Spandau, an dessen Erstellung sich der Bezirk verantwortungsvoll seit einigen Jahren beteiligte. Die KEBAB gGmbH führt dieses Projekt zusammen mit dem Hochbauamt  durch, worin aufzeigt wird wie hoch der Verbrauch beispielsweise von Strom ist und wo somit Einsparpotenziale liegen.

Informative Gespräche nicht nur wie hier am Stand von Vattenfall.

Informative Gespräche nicht nur wie hier am Stand von Vattenfall. Fotos (3): Patrick Rein

Warnung vor Trickbetrügern

Doch auch der Mieterverein gab hilfreiche Hinweise zur gerade anstehenden Mietnebenkostenabrechnung und war zudem mit einem unabhängigen Energieberater vertreten. Die Schornsteinfeger-Innung warnte hingegen auch vor Trickbetrügern, die sich in berufstypischer Kleidung als diese ausgeben um so Zutritt zur Wohnung oder dem Haus zu erlangen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die „echten“ Bezirksschornsteinfeger ihren Besuch immer Tage vorher ankündigen und nie plötzlich vor der Tür stehen. Zudem sind diese immer in Besitz eines offiziellen Ausweises.

Beginn einer Tradition

Wie der erste so konnte auch der zweite Energiespartag mit informativen und hilfreichen Impulsen für Verbraucher und Entscheider aufwarten. Der Erfolg der letztjährigen Veranstaltung ließ sich damit wiederholen und schon bei der Eröffnung stellten Centermanager Bernd Muchow als auch der stellvertretende Bürgermeister Röding eine Fortsetzung im nächsten Jahr in Aussicht. Eventuell der Beginn einer Tradition im Zeichen der Umwelt und des Energiesparens.

Patrick Rein