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Spart Kohle!

Schmutzige Aktion für saubere Bilanz

EnergieDie Klimawerkstatt Spandau bietet ab sofort Energieberatung an. Energieeinsparung und effiziente Energienutzung sind weiterhin aktuell und heiß diskutiert.

Wissen Sie beispielsweise, wie viel Heizenergie mit einer energetischen Sanierung eines Einfamilienhauses durchschnittlich eingespart werden kann? Die Klimawerkstatt hat nachgerechnet und das Ergebnis ist beeindruckend. bei einer konventionellen energetischen Sanierung einer Wohngebäudes aus den 60er Jahren lassen sich 95 kWh pro qm Wohnfläche und Jahr an Energie einsparen. Um dies einmal zu verbildlichen: bei einer Wohnfläche von 100 qm entspricht dies im Jahr 1,8 Tonnen Kohle!

Im Rahmen des Beratungsprojekts rund um das Thema Energie bietet die Klimawerkstatt Spandau Beratung, Orientierung und spezielle Angebote.

Wirtschafts- und Umweltstadtrat Carsten Röding ruft auf:

„Bei Interesse  einer Energieberatung wenden Sie sich bitte an die Klimawerkstatt Spandau. Einfach telefonisch unter (030) 3979 – 8669 oder per Mail an info@klimawerkstatt-spandau.de Kontakt aufnehmen.“

Achtung: Verkehrseinschränkung

Bauarbeiten auf Potsdamer Chaussee und Wilhelmstraße

StadtbaustelleVom 24.06. bis 13.07.2013 werden auf Teilen der Potsdamer Chaussee und der Wilhelmstraße Bauarbeiten ausgeführt.

Der Bauabschnitt hat eine Länge von 2km und reicht von der Einmündung Maximilian-Kolbe-Straße bis zum Weinmeisterhornweg. Im Zuge der Baumaßnahmen werden auch die Radwege an der Wilhelmstraße vom Weinmeisterhornweg bis zur Potsdamer Chaussee saniert. Eine Umleitung für den Straßenverkehr ist ausgeschildert. Die Zufahrt zu den Grundstücken bleibt während der Bauarbeiten gewährleistet.

Verkehr der Buslinien 135 und 638/639

Die Haltestelle „Karolinenhöhe“ (Bus 135) wird während der Bauphase nicht angefahren. Die Haltestellen „Weinmeisterhornweg“ und „Landschaftsfriedhof Gatow“ erhalten eine etwas verlegte provisorische Haltestelle. Die Busse der Linien 135 und 638/639 verkehren in Fahrtrichtung Alt-Kladow bzw. Potsdam/Seeburg wie folgt: Heerstraße – Hamburger Chaussee – recht Dallgower Chaussee – L20 – Potsdamer Chaussee – Seeburger Chaussee – Potsdamer Chaussee. Das Wohngebiet Seeburg wird durch Schleifenfahrten der Linie 639 bedient.

Bezirksstadtrat Carsten Röding zu den Baumaßnahmen:

„Durch die Zusammenlegung der Straßenbauarbeiten konnte die Gesamtbauzeit von 7 auf nur 3 Wochen reduziert werden. Die Einschränkungen für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer werden so auf ein Minimum begrenzt. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ist trotz der Ferienzeit mir Staus zu rechnen. Ich bitte alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Ihr Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme.“

Verkehrsbeeinträchtigungen in der Schönwalder

Rad- und Gehwegsanierungen in der Schönwalder Allee und ein neuer Fußgängerüberweg am Johannesstift führen in den nächsten Monaten zu Beeinträchtigungen.

In den folgenden Monaten bis Ende Juni 2013 wird in der Schönwalder Allee zwischen der Zufahrt zur Gaststätte „Heidis Landgasthaus“ am Johannesstift und der Hakenfelder Straße der  gesamte östliche Rad- und Gehweg grundlegend instand gesetzt.

Zwischen Johannesstift und Hakenfelder Straße wird dieser Radweg komplett instandgesetzt.

Zwischen Johannesstift und Hakenfelder Straße wird dieser Radweg komplett instandgesetzt.

Provisorische Ampelregelung

Dabei wird das bisher vorhandene Verbundsteinpflaster des Radweges gegen einen 2,5 Meter breiten Asphaltradweg ausgetauscht. Der östliche Radweg ist für die Dauer der Arbeiten komplett gesperrt. Südlich der Hakenfelder Straße wird eine provisorische Ampel für Fußgänger zur sicheren Überquerung der Schönwalder Allee eingerichtet. Zur Verbesserung und Erleichterung der Fahrbahnüberquerung für Fußgänger, insbesondere der Besucher und Patienten des Krankenhauses Evangelisches Johannesstift, wird ebenfalls in der Schönwalder Allee auf Höhe der Zufahrt zum Johannesstift ein Fußgängerüberweg eingerichtet. Im Bereich dieses Weges und der Zufahrt wird eine Asphaltbefestigung hergestellt, außerdem werden die Bushaltestelle zur barrierefreien Nutzung und die Ausleuchtung des Fußgängerüberwegs umgebaut.

Die Linienführung der BVG ist währen der Maßnahmen nicht betroffen, der Verkehr wird durch provisorische Ampeln geregelt.

Die Linienführung der BVG ist während der Maßnahmen nicht betroffen, der Verkehr wird durch provisorische Ampeln geregelt. Fotos (2): Patrick Rein

Einbahnstraße auf dem Johannesstift

Für die Umsetzung der Maßnahmen regelt  eine transportable Ampel in mehreren Abschnitten den Verkehr, so dass dieser während der Zeit auf der Schönwalder Allee halbseitig geführt wird. Auf dem Gelände des Johannesstifts wird zudem eine von der Schönwalder Allee wegführende Einbahnstraße eingerichtet, so dass Kraftfahrzeuge von dort zwar auf das Gelände einfahren aber in Richtung Wichernstraße ausfahren müssen. Für den LKW-Verkehr zum Johannesstift wird während des halbseitigen Baus der Zufahrt eine Umleitung über den Hohenzollernring, Streitstraße und Wichernstraße eingerichtet.

Die Linienführung der BVG bleibt unverändert, bis auf das zeitweise Verlegen der westlich liegenden Haltestelle in unmittelbarer Nähe der Bauarbeiten.

Die Durchführung dieser Maßnahmen wird ca. 160.000 Euro kosten, die aus Sonderprogrammen zur Verfügung gestellt werden. Baustadtrat Carsten Röding führt aus: „Die Verkehrsteilnehmer bitte ich um Verständnis für die Nutzungseinschränkungen der Straße. Nach Abschluss der Arbeiten wird für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, eine deutlich spürbare Verbesserung eintreten.“

Patrick Rein

Schulgelände auf dem neusten Stand

Im Spektefeld wurde das Gelände von Beerwinkel-GS und Martin-Buber-OS für rund 2 Millionen Euro umgestaltet

Nicht alles war bei der offiziellen Übergabe des großräumigen Geländes zu sehen, was in vier Jahren Bauarbeiten entstanden ist. Dies lag jedoch ausschließlich an der sich immer noch haltenden Schneedecke. Daher konnten die neu angelegten Wege und auch ebenerdigen Neuerungen nicht bestaunt werden. Dennoch zeigten sich die Schulleiter der Beerwinkel-Grund- als auch der Martin-Buber-Oberschule, Baustadtrat Carsten Röding sowie die Architekten begeistert von dem was in den vergangenen Jahren geschaffen wurde.

SchulleiterIn und Bezirksämtler waren begeistert vom neuen Gelände im Spektefeld.

SchulleiterIn und Bezirksämtler waren begeistert vom neuen Gelände im Spektefeld.

Umfangreiche Beteiligung

Bei den Planungen waren Schülerinnen und Schüler als auch die Schulleitung umfangreich beteiligt. So wurde das Gebiet mit einer Größe von 29.000 Quadratmetern nicht nur ansprechend, sondern auch funktionell an die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer angepasst. Ziel war es, die Aufenthaltsqualitäten auf den Geländen beider Schulen zu verbessern und den Ansprüchen der entsprechenden Altersgruppen gerecht zu werden. Bisher wurden dabei Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro in verschiedenen Phasen investiert, 200.000 Euro folgen noch in 2013 zur Erstellung eines multifunktionalen Kunststoffspielfeldes.

Das neugestaltete Pausengelände der Grundschule wird auch bei Schnee genutzt.

Das neugestaltete Pausengelände der Grundschule wird auch bei Schnee genutzt.

Schulhof lädt zum bewegen ein

Im ersten und dritten Bauabschnitt wurde der bis dahin eher trübselige Schulhof der Grundschule mit Leben erweckt. Seitdem genießen die SchülerInnen die umgestalteten Möglichkeiten der Spiel- und Bewegungslandschaft. Kletterwand, Sechseckschaukel, Hangrutsche, Spielburg, Balancierbalken, Reckstangen , Röhrentunnel, Amphitheater, Hügel aber auch Rückzugsräume bieten genügend Ausgleich in den Unterrichtspausen. Alle vier Bauabschnitte wurden vom Planungsbüro Teichmann LandschaftsArchitekten naturnah und ökologisch umgesetzt.

Insgesamt 2 Millionen Euro wurden in vier Bausphasen investiert.

Insgesamt 2 Millionen Euro wurden in vier Bausphasen investiert. Fotos (3): Patrick Rein

Brunnenplatz und Schulgarten

Die OberschülerInnen erhielten hingegen überwiegend Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Der zwischen Haupt- und Nebengebäude befindliche Brunnenplatz wurde so zu einer Aufenthaltsfläche mit Natursteinbrunnen in der Mitte umgestaltet. Im weitläufigen Bereich des ehemaligen Schulgartens entstand eine große, mit Sträuchern eingefassten und Obstbäumen bestandenen, Rasenfläche. Der von den Schülern eigenständig bewirtschaftete  Schulgarten befindet sich nun auf einer geschützten Fläche hinter dem Nebengebäude.

Voller Glanz im Frühjahr

Auch wenn besonders die Grundschüler ihre neuen Spielmöglichkeiten selbst bei Schnee nutzen, so wird jedoch erst im Frühjahr richtig erkennbar sein, was alles erschaffen wurde. Dann werden auch die Schüler selbst kreativ tätig und dem Gesamtwerk Leben einhauchen als auch die persönliche Note verleihen. Mit den ausgeschöpften Fördermitteln wurde planerisch und architektonisch zumindest schon der Grundstein gelegt.

Patrick Rein

Kaum ein Spandauer interessierte sich für die Schwimmbadsituation im Bezirk

„Wir wollen Schwimmen” – oder etwa doch nicht?

Bürgerversammlung "Wir wollen Schwimmen" (Foto: Ralf Salecker)

Bürgerversammlung „Wir wollen Schwimmen“ (Foto: Ralf Salecker)

Eine Bürgerversammlung im Bürgersaal sollte Licht ins Dunkel der Pläne der Berliner Bäder-Betriebe bezüglich des Standortes Kombi-Bad Spandau Süd geben. „Wir wollen Schwimmen” war der Titel der Veranstaltung. In Zeitungen und auf Mein Spandau wurde auf die Veranstaltung hingewiesen. Trotzdem verirrten sich gerade einmal 40 Besucher in den Bürgersaal.

Im Podium saßen u.a. Jürgen Kessling (SPD), als Bäderkunde, BBB-Regionalleiter Hans-Joachim Sell und der Pressesprecher der BBB, Matthias Oloew.

„Aufgrund von umfangreichen Sanierungsarbeiten bleiben die Schwimmhalle und die Sauna des Stadtbades Spandau Süd bis voraussichtlich 3. Quartal 2013. … oder: Die Sanierungsarbeiten im Kombibad Spandau-Süd werden in 2012 beginnen. … oder: Im Rahmen eines Sommerfestes im Bad am 24. Juni 2012 wird der Start der Bauarbeiten angekündigt.“ So steht es u.a. auf der Internetseite der Berliner Bäder-Betriebe zu lesen.

Eine mögliche Öffnung ist theoretisch in Sicht …

Seit etwa zwei Jahren ist das Kombi-Bad Spandau Süd geschlossen. Eine mögliche Öffnung wird für den Sommer 2013 versprochen – zu 90 Prozent. Wieder bleibt ein Hintertürchen offen. Das Spiel um eine mögliche Öffnung des Kombibades läuft nun schon seit Jahren. Eine angekündigte Total-Sanierung, die praktisch einem Neubau gleich kommt, verschiebt sich immer wieder. Die Gelder seien da, heißt es. Da die Sanierung zum größten Teil mit Fördergeldern bestritten werden soll, deren Vergabe an bestimmte Bedingungen geknüpft ist, wird das Geld von den zuständigen Senatsverwaltungen nicht freigegeben. Dann sind wieder zu wenige oder zu niedrige Angebote eingetroffen, um Teilabschnitte der Sanierung in Angriff zu nehmen. Eine neue Ausschreibung muss gestartet werden …

Das Maß scheint voll

Nicht nur die normalen Spandauer Bürger haben die Nase voll. Wassersportvereine und DLRG weisen ständig auf die katastrophalen Zustände im Bezirk hin. Kinder bekommen fast keinen Schwimmunterrricht mehr. Wann und wo sollen sie Schwimmen lernen Manch eine Schule muss nach Marzahn ausweichen, um in den Genuss einer Schwimmhalle zu kommen, da haben es andere, die „nur“ nach Charlottenburg müssen, richtig gut.

Alles Schnee von Gestern

Die Situation ist nicht neu. „Bäder-Bredouille: In Berlin gibt es 83 Schwimmbäder, doch sie verfallen“, titelte der Tagesspiegel schon 30.06.2001, also vor mehr als 10 Jahren. Die Bäderbetriebe sind nach dem Bäderanstaltsgesetz von 2002 für „Planung, Errichtung, Betrieb, Unterhaltung und Verwaltung von Schwimmbädern“ verantwortlich. Die Aufgabe der BBB ist es, das bestehende Bäderangebot als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge für alle Bevölkerungsschichten zu sozialverträglichen Preisen aufrecht zu erhalten.

Schon 2008 hieß es, Schwimmbäder müssten geschlossen werden, weil die BBB sich eine Sanierung nicht leisten können. Über ein Förderprogramm sollen rund 75 Millionen Euro an Sanierungsgeldern die gröbsten Probleme beseitigen helfen.

Was bringt die Zukunft?

Wenn das Geld da ist, warum fließt es dann nicht, fragten Besucher der Veranstaltung. Jürgen Kessling wies ausdrücklich darauf hin, dass Spandau seine Hausaufgaben bestens gemacht habe. Der Bezirk trete nicht als Bremser auf. Vielmehr hätte gerade die Bauabteilung unter Baustadtrat Carsten Röding ihren Anteil für ein beschleunigtes Verfahren geleistet. Über alle Parteigrenzen herrscht seltene Einigkeit im Bezirk, was die Schwimmbadsituation angeht.

Sind nun die zuständigen Senatsverwaltungen zu pingelig, sehen sie nicht die Dringlichkeit der Probleme in Spandau, haben die Bäderbetriebe nicht ihre Hausaufgaben gemacht oder liefern die potentiellen Sanierer einfach nur unverschämt hohe Angebote auf die Ausschreibungsverfahren? Keine der Fragen wurde in der Runde wirklich geklärt.

Das Schwimmbad wurde in den 70er Jahren errichtet. Es ist für viele heute ein Wunder, dass es so lange gehalten hat. Manche Schwimmbad-Sanierung zeigt schon nach viel kürzerer Zeit Schäden. Wenn jetzt am falschen Ende gespart wird, u.a. weil durch die Langsamkeit des Verfahrens die Preise für die Sanierung nicht gerade fallen, dann können wir bald in eine düstere Zukunft blicken.

In näherer Zukunft könnte möglicherweise, wenn alles gut geht und nichts dazwischen kommt, das Schwimmbad zur Sommersaison 2013 wieder in Betrieb gehen. Daran wollte aber keiner der Besucher so richtig glauben. Zu oft wurden schon Fertigstellungsdaten genannt.

 

Ralf Salecker

Über 1000 Krippenplätze fehlen in Spandau

Kitaerweiterung in der Neustadt reicht nicht aus um den Bedarf zu decken

Bereits 2008 wurde ein Gesetz erlassen, wonach ab August 2013 Eltern einen Rechtsanspruch auf ein Betreuungsangebot von ein- bis dreijährigen Kindern haben. Doch allein in Spandau fehlen bei  Inanspruchnahme aller Berechtigten zirka 1500 Plätze. Die Räumlichkeiten sind einfach nicht vorhanden und schlimmer: Dem Bezirk sind zudem die Hände gebunden, da Kindertagesstätten privatisiert und nicht mehr staatlich organisiert sind.

Geschäftsführerin Susanne Çokgüngör und Stadtrat Gerhard Hanke

Geschäftsführerin Susanne Çokgüngör und Stadtrat Gerhard Hanke eröffneten den Neubau der Kita Lasiuszeile.

Neueröffnung am Koeltzepark

Nachdem die Juwo-Kita GmbH im März bereits den sanierten Altbau in der Lasiuszeile eröffnete und damit 54 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren Platz bot, wurde am Freitag ein Neubau eingeweiht der weiteren 32 Kinder ein Betreuungsangebot schafft. Zur feierlichen Eröffnung kam auch Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (CDU) und richtete seinen Dank an den vorbildlichen Träger: „Nicht nur, dass der Bau sowohl finanziell als auch zeitlich in den Vorgaben blieb – was heutzutage ja keine Selbstverständlichkeit mehr ist – zeigte der Träger auch schon bei der Sanierung viel Mut. Jetzt bräuchten wir nur noch 30 weitere solcher Einrichtungen.“ Doch Spandau steht damit nicht allein, bundesweit fehlt es an über 100.000 Betreuungsplätzen.

Nach der Sanierung im März konnte jetzt der Neubau eröffnet werden.

Nach der Sanierung im März konnte jetzt der Neubau eröffnet werden. Fotos (2): Patrick Rein

Lobende Worte

In der Neustadt zumindest trägt die Juwo-Kita GmbH mit der Kita Lasiuszeile zum notwendigen Ausbau der Betreuungsplätze in Spandau bei. Der gemeinnützige Träger begreift Kitas als Bildungs- und Sozialisationseinrichtungen, welche die gesamte Familie mit einbeziehen und im Sozialraum verwurzelt sind. Bei 70-80 Prozent der Kinder liegt ein Migrationshintergrund vor. Mit dem Konzept der offenen Arbeit stehen die Interessen der Kinder im Vordergrund und die bisherigen Erfahrungen weisen positive Lernerfolge auch im sozialen Miteinander auf, wie die Geschäftsführerin Susanne Çokgüngör erzählte. Der Architekt Steffen Keinert berichtete hingegen von seinen Erfahrungen mit der Kosteninformationsstelle der Senatsverwaltung um die Vorgaben im Rahmen der Fördermittel in Höhe einer halben Million Euro einzuhalten. Lobende Worte fand er hingegen für die Spandauer Bezirksverwaltung Bau, mit der eine konstruktive Zusammenarbeit stattfand und immer ein Ansprechpartner zur Verfügung stand. Das sollte doch auch weiteren Trägern Mut machen um dem fehlenden Betreuungsangebot im Bezirk entgegenzuwirken.

Patrick Rein

Sanierung der Sakrower Landstraße

Sanierung der Sakrower Landstraße

Die Straße wird nur halbseitig gesperrt werden © Marianne J. / PIXELIO

2700 m² sind von den Bauarbeiten betroffen

Die Sakrower Landstraße wird im August vom Haus Nr. 3 bis zur Kindlebenstraße erneuert. Die Bauarbeiten werden Ende des Jahres fertig sein. Der Kreuzungsbereich Sakrower Landstraße / Parnemannweg / Kampnitzer Weg ist nicht von den Bauarbeiten betroffen.

Die Bauarbeiten sind in zeitliche Bauabschnitte unterteilt. Der Verkehr wird daher nur auf maximal 100 m Länge halbseitig gesperrt sein und von einer provisorischen Ampel geführt werden. Fußgänger können gegebenenfalls in geschützten Bereichen an den jeweiligen Baustellen vorbeigeführt werden. Die Sanierung betrifft eine ca. 2700m² große Fläche und wird rund 370 000€ kosten. Die finanziellen Mittel stammen aus dem sogenannten Schlaglochsonderprogramm.

Baustadtrat Carsten Röding führt aus:

„Die Anlieger bitte ich um Verständnis für die notwendigen Sperrungen. Doch nach Abschluss der Arbeiten wird nicht nur für die Fahrzeugführer, sondern insbesondere auch für die Anwohner eine deutliche Verbesserung eintreten. Weiterhin gute Fahrt durch Spandau!“

Freybrücke: Drei Jahre Stau über der Havel

Abriss und Neubau sind unvermeidbar, Staus sind vorprogrammiert

Der Senat hat vor ein paar Tagen den endgültigen Abriss der Spandauer Freybrücke verordnet. Seit 102 Jahre steht die Brücke nun über der Havel und verbindet Spandau mit der Innenstadt. Mehr als 50 000 Fahrzeuge überqueren sie täglich, also insgesamt 18,25 Millionen Autos im Jahr. Eine Sanierung der Brücke wäre, nach Ansicht der Experten, zu kostspielig. Der Abriss und der Bau einer neuen Brücke soll insgesamt 33 Millionen € kosten, von denen die Stadt Berlin 5,4 Millionen € übernimmt. Das Projekt wird am Ende des Jahres gestartet und soll voraussichtlich drei Jahre lang dauern.

Freybrücke: Drei Jahre Stau

Die Freybrücke nach ihrer Fertigstellung in 1909

Ein wenig Geschichte

Die Freybrücke ist ein Wahrzeichen Spandaus und sichert die Verbindung zwischen Wilhelmstadt-Spandau und dem Rest der Hauptstadt. Sie wurde zwischen 1908 und 1909 vom Bauingenieur Karl Bernhard geplant und gebaut. Als eine direkte Weiterführung der Heerstraße beherbergt die 174 Meter lange Stahlkonstruktion fünf befahrbare Spuren. Benannt wurde sie nach dem Bauleiter der Heerstraße, Adolf Frey. Das damalige Brückenbauprojekt kostete insgesamt 1,14 Millionen Mark.

Während dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke am südlichen Pfeiler gesprengt, was das Hauptfeld in die Havel stürzen ließ. Der Sprengsatz wurde höchstwahrscheinlich von der Deutschen Wehrmacht platziert um den Fortschritt der Sovjetischen Truppen zu verlangsamen. Von 1948 bis 1951 wurde die Brücke wieder aufgebaut, wobei die Trümer und Fundamente der ursprünglichen Brücke weitgehend wiederverwendet wurden.

Freybrücke: drei Jahre Stau

Die Geländer werden für den Neubau nicht wiederverwendet

Eine marode Stahlkonstruktion

Die Schäden der Sprengung sind noch heute vorhanden und die wiederverwendeten Elemente der Ursprungskonstruktion sind teilweise marode, was die Stabilität der Struktur gefährdet. Auch das Alter der Brücke stellt ein wahrhaftiges Risiko dar. So wurden, 2008, beträchtliche Korrosionsschäden an den Längs- und Querträgern festgestellt. Demzufolge wurde die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt und der Zugang für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ausschließlich auf die Rechte Spur beschränkt. Eine hundertprotzentige Sanierung der historischen Brücke wäre daher mit unkalkulierbaren Kosten verbunden.

Außerdem ermöglicht der Neubau, die Brücke an heutige Standarte anzupassen und ein Hauch Modernität in die Heerstraße zu bringen. Deswegen werden wenige Elemente der historischen Brücke für den Neubau übernommen. Die Geländer entsprechen zum Beispiel nicht den heutigen Sicherheitsstandarten und werden daher entsorgt.

Freybrücke: drei Jahre Stau

Die Entstehung von Staus ist vorprogrammiert © M.E. / PIXELIO

Drei Jahre vorprogrammierter Stau

Durch den Abriss der Freybrücke wird die Heerstraße abrupt am Ufer der Havel enden und den Autofahrern nur wenig Möglichkeiten bieten den Fluss zu überqueren. Eine etwas nördlicher gelegene Behelfsbrücke soll ab Beginn der Bauarbeit geöffnet werden. Doch wird sie nicht imstande sein den gesamten Verkehrsstrom der Freybrücke zu überbrücken und Staus nur teilweise vermeiden. Auch die dort verkehrenden Buslinien sind von der Staugefahr betroffen.

Schließlich muss man betonen, dass der Neubau auch auf Landesebene eine Rolle spielt. Ursprünglich plante die Bundesregierung die Brücken der Havel anzuheben und zu erneuern, um die Wasserstraße Havel-Oder zu erweitern. Das Vorhaben stieß jedoch auf starken Widerstand und begrenzt sich jetzt ausschließlich auf die Freybrücke. Die Charlottenbrücke und die Schulenburgbrücke bleiben daher momentan unverändert.

Die Redaktion

Der Abriss der Freybrücke ist unvermeidbar

Nur eine Behelfsbrücke führt über die Havel

Der Abriss der Freybrücke ist unvermeidbar

Die Freybrücke über der Havel

Die 102 Jahre alte Freybrücke wird am Ende 2012 abgerissen und neu gebaut, entschied der Senat bezüglich der Anfrage vom Spandauer SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz. Eine Sanierung wäre zu kostspielig gewesen. Es handelt sich hier nicht nur um das Alter der Brücke, sondern auch um Materialschäden und Vorschädigung, die durch den schnellen Wiederaufbau der Brücke nach Kriegsende entstanden sind.

Der Abriss und der Bau einer neuen und sicheren Freybrücke wird um die 33Mio.€ kosten, von denen Berlin 5,4Mio.€ selbst übernehmen wird. Die Bauarbeiten werden insgesamt drei Jahre dauern. Die neue Brücke wird leider nur wenig Elemente der alten Freybrücke übernehmen. Die alten Geländer sind beispielsweise an heutige Sicherheitsanforderungen nicht mehr angepasst.

Das Projekt wird den Verkehr über die Havel stark beeinträchtigen, da der Fluss bis zur Fertigstellung nur über eine Behelfsbrücke überquerbar sein wird. Die Behelfsbrücke soll nördlich von der bestehenden Brücke, gleich bei Anbeginn der Arbeiten entstehen. Der Spandauer SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz erklärt:

„Der Neubau der Freybrücke ist unvermeidbar. Das ist nach den Antworten des Senats auf meine aktuelle Anfrage nun endgültig klar. […] Staus sind praktisch vorprogrammiert, auch für die dort verkehrenden Buslinien„.

Gerhard Hanke macht Berliner Bäder-Betrieben Druck


Unterstützung für das Spandauer Stadtbad-Süd?

Bei der letzten Sitzung des Ausschusses für Sport der Bezirksverordnetenversammlung wurde unter anderem über die Sachlage der geplanten Sanierung der Schwimmhalle im Stadtbad-Süd in der Gatower Straße diskutiert.

Dabei hat unser Sportstadtrat Gerhard Hanke ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass Spandau endlich Gewissheit braucht wie der tatsächliche Ablauf und die zeitlichen Rahmenbedingungen für diese Umbauarbeiten geplant sind. Schon lange ist die Nutzung der Schwimmhalle für die Öffentlichkeit nicht mehr möglich.

Sanierungsrückstaus in den Berliner Bädern und die große Mittelknappheit sind zwei Hauptgründe dafür, dass die Sanierungen der Wasseraufbereitung, der Badewassertechnik, die Modernisierung von Fassaden und Dach sowie der Trennung der Wasserkreisläufe von Hallen- und Sommerbad im Stadtbad Spandau-Süd bisher nicht umgesetzt wurden.

Die aktuelle Planung der Berliner Bäder-Betriebe sieht den Abschluss aller nötigen Maßnahmen für Ende 2013 vor.

Bezirksstadtrat für Jugend, Bildung, Kultur und Sport Gerhard Hanke äußert sich wie folgt:

„Bei allem Verständnis für die finanzielle Notlage der Stadt und der Berliner Bäder-Betriebe ist es nicht weiter hinnehmbar, dass eine Großstadt wie Spandau mit über 220.000 Einwohnern seit Jahren insbesondere in den Wintermonaten kein ausreichendes Angebot zum Schwimmen bereitstellen kann. Ich fordere insbesondere alle Spandauer Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus auf, im Rahmen der beginnenden Haushaltsberatungen darauf zu achten, dass die für die Sanierung notwendigen Gelder dieses Mal auch tatsächlich für diese Maßnahmen etatisiert und bereitgestellt werden, damit der voraussichtliche Fertigstellungstermin Ende nächsten Jahres auch wirklich eingehalten werden kann.“