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Hier geht’s zum Tatort!

Sonderkommission Klima – aktiv für die Stadtgestaltung

Klima - Pflanze - UmweltStopp! Am Tatort ist die „Soko Klima“ im Einsatz. Mit Materialkoffer, großen Plänen und viel Spürsinn ausgestattet sind die jungen Ermittler im Umfeld von Schulen unterwegs. Aber was hat das Ganze mit Klimaschutz und Klimawandel zu tun? Über diese Fragen informiert der Spandauer SPD-Abgeordnete und Umweltexperte Daniel Buchholz.

Stehen Veränderungen oder Planungen im Umfeld einer Schule an, können Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte jetzt aktiv werden und sich bei ‚Soko Klima – Stadt gestalten mit Plan‘ bewerben. Gesucht werden sieben Pilotprojekte für das Schuljahr 2013/2014, die Material und Anregungen nutzen, um bei der kommunalen Planung mitzureden. Das ‚Soko Klima‘-Team des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU) steht bereit, die jungen Ermittler bei ihrem ersten Fall zu unterstützen.

Interesse? Hier gibt`s mehr Infos

Interessierte Teams finden die Kontaktadressen und alle Informationen rund um das vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Projekt sowie die ersten Beispielvorhaben im Internet.

Tage des Handwerks in der Neustadt

Caiju e.V. startete am Donnerstag zum dritten Mal die Tage des Handwerks in Spandau.

„Nachwuchsförderung bedeutet Vielfalt!“ – heißt, die Menschen anzusprechen, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, die Hand zu reichen und sie einzuladen, sich zu beteiligen. Unter diesem Motto begannen am 1. August zusammen mit Netzwerk- und Kooperationspartnern zum dritten Mal die Tage des Handwerks in Spandau. Damit wird die erfolgreiche Projektreihe – welche sich an den bundesweiten Aktionstag „Tag des Handwerks“ anlehnt – nicht nur fortgesetzt, sondern auch in seinem bisherigen Umfang erweitert.

Besonders das Handwerk versucht immer wieder durch Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen und um Nachwuchs zu werben.

Besonders das Handwerk versucht immer wieder durch Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen und um Nachwuchs zu werben. Foto: Patrick Rein

Einblick in die Welt des Handwerks

In fünf verschiedenen Projekten „Von Beginn an“( Grundschüler und Kinder aus freien Einrichtungen der Spandauer Neustadt gestalten Bilder, Plakate und Kunstobjekte), „Früh übt sich“( Eine Vielzahl an unterschiedlichen Schülerfirmen zeigt, dass es sinnvoll ist, möglichst frühzeitig mit praxisbezogener Berufsorientierung anzufangen), „Kiezeinblicke!“(Filmprojekt mit Jugendlichen), „Auf Augenhöhe!“( Touren & Workshops für Jugendliche mit Handwerkern, Oberstufenzentren und Ausbildungsbetrieben ) und „Hand in Hand!“( intergenerativer Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen den Generationen ) verbindet Caiju die Themenfelder Bildung, Ausbildung, berufliche Vielfalt und Handwerk. Das Projekt möchte Kindern, Jugendlichen, Anwohnern und Interessierten Einblicke in die unterschiedlichen Arbeits- und Lebenswelten des Handwerks ermöglichen, Information und Beratung bieten, die Türen zu lokalen Werkstätten öffnen und zeigen, was es, insbesondere in der Spandauer Neustadt, zu entdecken gibt.

Abschlussveranstaltung auf dem Markt

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages stellen sich am 21. September 2013 die verschiedenen Projekte von Tage des Handwerks unter dem Titel „Vielfalt zeigen – vielfältig sein!“ auf dem Marktplatz in der Spandauer Altstadt vor. Zudem erhalten das lokale Handwerk, Bildungsträger und andere soziale Projekte die Möglichkeit, sich vor Ort zu präsentieren. Die Besucher können sich über die bunte, kreative und vielfältige Handwerkerlandschaft Spandaus informieren und diese kennen lernen. Weitere Informationen gibt es seit dem 1. August 2013 unter www.tagedeshandwerks.de.

Patrick Rein

Energiewende im Unterricht

Ein Ideenwettbewerb für Schulen

Energie - WindkraftMit Mathematik den Stromverbrauch verstehen, zur Windenergie experimentieren, eine Talkrunde zur Finanzierung erneuerbarer Energien oder ein Rollenspiel zum Klimaschutz, so könnte eine Schulstunde zur Energiewende aussehen. Mit spannenden Unterrichtsideen und Materialien die Energiewende begreifbar in den Unterricht holen, das ist das Ziel eines Ideenwettbewerbs.

Daniel Buchholz wirbt für eine gute Sache:

„Die Energiewende ist in vollem Gange. Deutschland ist international Vorreiter und genau beobachtetes Vorbild. Welche Veränderungen Atomausstieg und Ausbau Erneuerbarer Energien tatsächlich für Energieversorger, Industrie und Haushalte mit sich bringen, wie viel Klimaschutz sich so erreichen lässt und was das letztlich kostet, das sind Themen, die Schülerinnen und Schüler sich mit den richtigen Unterrichtsmaterialien erschließen können.

Die Ideen können Stundenentwürfe oder Unterrichtseinheiten, Projektbeschreibungen, Arbeitsblätter, Lernaufgaben, Experimentier- oder Bauanleitungen für alle Schulstufen und Fächer sein. Bis zum 31. August 2013 können Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Schülerinnen und Schüler und andere Interessierte ihre Beiträge online über das Internet einreichen. Die Entscheidung fällt im September. Den besten Ideen winken Sachpreise im Gesamtwert von 500 Euro. 30 Schülerinnen und Schüler gewinnen tolle Schreibsets für die überzeugendsten Beiträge. Alle Informationen zum Wettbewerb gibt`s hier.“

Klettern und malen an der Schule

Wandgestaltungsprojekt an der Fassade der Lynar-Grundschule geht in die zweite Runde.

Nach einem langen Winterschlaf war es am Montag endlich wieder soweit. Gemeinsam mit 12 Grundschülern wurde damit begonnen eine Außenfassade des Schulgebäudes im Rahmen der Sanierung selbst zu gestalten. Dabei stehen den Kindern neben dem Projektleiter und angehenden Sozial-Pädagogen Sven Proske auch ein professioneller Theatermaler sowie ein gelernter Möbeltischler mit Rat und Tat zur Seite.

Nicht nur beim Kletterkurs am Gerüst stand die Sicherheit im Vordergrund.

Nicht nur beim Kletterkurs am Gerüst stand die Sicherheit im Vordergrund. Foto: Patrick Rein

Lebendige Lernwand

Neben der klassischen Wandgestaltung wird dieses Mal auch mit dem Werkstoff Holz gearbeitet und verschiedene Klang- & Experimentierelemente entwickelt sowie eigenhändig gebaut. Eine „lebendige Lernwand“ soll dadurch entstehen, welche in Zukunft dazu einladen soll sie zu berühren und zu erleben. Die Schüler selbst dürfen im Rahmen des Projektes alles mitmachen, was die erwachsenen Profis auch tun. Den Kindern soll Verantwortung übertragen und dadurch das Vertrauen in sich selbst gestärkt werden. Bei ihrer Tätigkeit gehen die Schüler auch auf das 8 Meter hohe Gerüst oder arbeiten neben dem Pinsel mit Säge und Hammer.

Entwurf des Wandbildes für die Außenfassade der Lynar-Grundschule.

Entwurf des Wandbildes für die Außenfassade der Lynar-Grundschule.

Sicherheit oberstes Gebot

Hohe Sicherheitsmaßnahmen und eine gründliche Einweisung waren daher selbstverständlich. Dafür wurde zum Auftakt am Montag extra ein Outdoorexperte und Erlebnispädagoge geladen, der vor Ort einen kleinen Kletterkurs am Gerüst abgehalten hat. Ängste sollten dabei thematisiert und genommen werden. Bereits bis Ende dieser Woche soll bei dem Projekt etwas entstehen, was sowohl im Stadtbild als auch bei den Kindern einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ausgewählt wurden die teilnehmenden Kinder von den Lehrkräften und sind für die Projektwoche freigestellt. Sven Proske hatte bereits ein ähnliches Projekt an der Carlo-Schmid-Oberschule mit Graffiti durchgeführt bevor er die Ausschreibung des Bezirksamtes für die Wandgestaltung an der Lynar-Grundschule in der Spandauer Neustadt für sich entschied.

Patrick Rein

Wenn der Bus aus allen Nähten platzt

Busfahren im Spandauer Schulverkehr wird zur Herausforderung

Anthony Mader, Schülervertretung der Martin-Buber-Oberschule

Anthony Mader, Schülervertretung der Martin-Buber-Oberschule

Die Situation in den Bussen der BVG in Spandau ist zum Haare raufen. Gedränge, stehen gelassene Fahrgäste, eingekeilte Kinderwagen und Busfahrer an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Und das ganze Spektakel jeden Tag zweimal: vor Schulbeginn und nach Schul- schluss. Die Situation muss sich schleunigst ändern, dieser Meinung ist auch der Schüler- vertreter der Martin-Buber-Oberschule, Anthony Mader. Sein Antrag für die Verbesserung der Spandauer Busproblematik liegt am 24.04.2013 in der 7. Spandauer Generationen-BVV vor.

Daniel Buchholz zur aktuellen Situation:

„Die Situation des Spandauer Bus- verkehrs zu Schulzeiten ist ärgerlich und nicht mehr hinnehmbar: Volle Busse, in denen sich Fahrgäste kaum noch bewegen können oder draußen bleiben. Wenn Schülerinnen und Schüler zu spät zur Schule kommen, Berufstätigen und Senioren die Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs massiv erschwert wird und die Fahrerinnen und Fahrer die Sicherheit kaum mehr gewährleisten können, ist es höchste Zeit für Korrekturen.“

Martin-Buber-Oberschule nach wie vor gefragt

Das Schuljahr 2012/2013 ist in vollem Gange und schon laufen die Planungen fürs kommende – ebenso wie bei Bauvorhaben von Sportanlagen

Der Anmeldezeitraum fürs Schuljahr 2013/2014 an die weiterführenden Schulen ist abgeschlossen. Demnach liegen 408 Anmeldungen für die Gymnasien und 1034 für die Integrierten Sekundarschulen (ISS) vor. Besonders beliebt sind bei den Schülerinnen und Schülern dabei die Martin-Buber-OS mit 286 Meldungen bei 156 Plätzen, der Berthold-Brecht-OS mit 199 Meldungen und 175 Plätzen sowie neu der Wolfgang-Borchert-OS mit 127 Meldungen und 104 Plätzen.

Nicht nur das moderne und im Dezember eingeweihte Schulgelände ist für den Zulauf an der Martin-Buber-OS verantwortlich.

Nicht nur das moderne und im Dezember eingeweihte Schulgelände ist für den Zulauf an der Martin-Buber-OS verantwortlich.

Ablehnungsbescheid im April

Übersteigt die Anmeldezahl die Aufnahmekapazitäten einer Schule ist unter den angemeldeten Schülerinnen und Schülern nach schulgesetzlich festgelegten Kriterien ein vorgegebenes Auswahlverfahren durchzuführen. Dabei werden verfügbare Plätze an „Härtefälle“ und über die Hälfte nach von der Schule selbst festgelegten Kriterien vergeben. Ein Drittel wird dann durch Losentscheid zugeteilt. Dabei bildet die Martin-Buber-Oberschule jedoch als Schule mit besonderer pädagogischer Prägung die einzige Ausnahme. Ende April erhalten die Erziehungsberechtigten der nicht aufgenommenen Kinder den Ablehnungsbescheid und werden zudem über das Ergebnis der Aufnahme an der angegebenen Zweit- oder Drittschule informiert. Im Schuljahr 2012/2013 konnte man damit in 98,6 Prozent der Fälle den Wünschen gerecht werden.

Meldeanlagen für Gefahrensituationen

Aus Mitteln des Schul- und Sportanlagensanierungsprogramms (SSSP) konnten mittlerweile nahezu alle Schulen im Bezirk mit Meldeanlagen ausgestattet werden. Diese sollen in den verschiedensten Gefahrensituationen zur Alarmierung dienen, werden aber hoffentlich einen geringen Bedarf erfahren. Ebenso erfreulich ist auch, dass eine Kooperation zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie dem Jugend- und Schulamt geschlossen wurde, wodurch die Zusammenarbeit intensiviert werden soll. Momentan arbeitet eine Arbeitsgruppe an den Themenfeldern Verringerung der Schuldistanz, Verbesserung des Übergangs von der Kita in den Hort sowie der Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe.

Auch weiterhin werden Schulgebäude und Sportanlagen saniert um sie auf einen Stand des aktuellen Jahrhunderts zu bringen.

Auch weiterhin werden Schulgebäude und Sportanlagen saniert um sie auf einen Stand des aktuellen Jahrhunderts zu bringen. Fotos (2): Patrick Rein

Bauvorhaben Schule und Sport

Nachdem zahlreiche Baumaßnahmen bereits umgesetzt und abgeschlossen werden konnten, herrscht dennoch weiterhin Handlungsbedarf. Insgesamt stehen dem Bezirk aus dem SSSP dafür im Jahr 2013 rund 4,7 Millionen Euro zur Verfügung, welche für unterschiedlichste Sanierungsmaßnahmen genutzt werden. Zudem hat der Bezirk im Rahmen der Haushaltsaufstellungen 195.000 Euro für energetische Maßnahmen bereitgestellt und aus dem Bereich Schule stehen Mittel in Höhe von 3.975.000 Euro zur baulichen Unterhaltung zur Verfügung.

Neue Hallen und Gebäude

Doch auch die Sportanlagen profitieren: Neben geplanten Um- und Erweiterungsbauten an Schulgebäuden sollen im Laufe der nächsten Jahre auch sieben neue Sporthallen entstehen. Bei den oftmals katastrophalen Zustände der Schulsporthallen auch für die Freizeitsportvereine eine erfreuliche Nachricht. Zudem sind auch größere Sanierungsarbeiten am Sportplatz Jaczostraße, dem Wassersportheim Gatow sowie der Sportanlage Grüngürtel vorgesehen.

Patrick Rein

Alle Mittel für 2012 verbaut

Schulanlagensanierungsprogramm vollständig genutzt

Bessere Bedingungen für Spandauer Schulen durch Schulsanierungsprogramm 2012

Bessere Bedingungen für Spandauer Schulen durch Schulsanierungsprogramm 2012

Die finanziellen Mittel des Schulsanierungsprogramms sowie die zusätzlich bewilligten Mittel der Senatsverwaltung für Finanzen für 2012, in Höhe von 3.592.00 €, wurden vollständig verbaut. Mit insgesamt 25 verschiedenen Baumaßnahmen wurden diese fristgemäß bis Ende 2012 verbraucht. Eingesetzt wurden die Gelder für energetische Sanierungen, Sporthallen- und Dachsanierungen sowie für den Einsatz von Anlagen zur Signalisierung besonderer Gefahrensituationen und zur datentechnischen Vernetzung von Schulen.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank hierzu:

„Als ehemaliger Schulleiter weiß ich, wie es um den baulichen Zustand von Spandaus Schulen bestellt ist. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass es uns, wenn auch mit großer Kraftanstrengung gelungen ist, alle Mittel für die Verbesserung der Situation in den Schulen genutzt zu haben.“

Wer lesen kann ist klar im Vorteil

Bildungsreport als auch EU-Bericht zum Analphabetismus stellen Deutschland erschreckende Ergebnisse aus

Der erste PISA-Schock, ein Vergleich über den Bildungsstand von Schülerinnen und Schülern in Europa, liegt bereits Jahre zurück. Danach wurde versucht mittels verschiedener Maßnahmen und Reformen dem wichtigsten Gut, der Bildung, wieder mehr Bedeutung zu geben. Doch die im Rahmen der Bemühungen aufkeimende Föderalismusdebatte hemmte umfangreiche Reformen. Zwar konnte der Gebäudebestand durch das Konjunkturprogramm saniert und erweitert werden, doch reicht dies nicht aus um nachhaltig bessere Bildung zu gewährleisten. Der neuste Bildungsreport weckt jetzt erneut wenig Hoffnung.

Achtung ist geboten um endlich der Bildungsnot Herr zu werden.

Achtung ist geboten um endlich der Bildungsnot Herr zu werden.

Lehrkräftemangel

Nach unserem Bericht über den Schuljahresbeginn erreichten uns zahlreiche Zuschriften, wo uns Spandauer Eltern als auch Schülerinnen und Schüler bereits wieder über Unterrichtsausfälle auf Grund von Lehrpersonalmangel erreichten. Selbst Leistungskurse zum Abitur mussten demnach zusammengelegt werden. In einem Gespräch mit Stadtrat Gerhard Hanke für Jugend, Bildung und Sport kannte dieser die Problematik, da es sich jedoch um eine Innere Schulangelegenheit handelt, ist die Senatsverwaltung dafür zuständig. Diese argumentiert mit einer ausreichenden Ausstattung an Lehrerinnen und Lehrern über den Bedarf hinaus. Dass dieser jedoch keinesfalls ausreicht ist dem selbst dem Laien klar. Die Verantwortlichen wissen sicherlich auch Bescheid, müssen sich aber bei knappen Kassen im Spagat üben.

Steigender Analphabetismus

Dabei erregte jetzt noch eine weitere Untersuchung öffentliches Interesse: Nach einem EU-Bericht kann in Deutschland jedes fünfte Kind nicht mehr lesen und schreiben. Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang. Immer häufiger versuchen private Trägerschaften und soziale Einrichtungen dieser Entwicklung mit Hausaufgabenhilfe und ähnlichen Angeboten entgegenzuwirken. Eltern scheint entweder die Zeit zu fehlen oder der Aufgabenbereich Bildung ausschließlich den Schulen und Kindertagesstätten zugeordnet werden. Nicht immer förderlich ist dabei auch der steigende Konsum von Computern und Internet während das Lesen von Büchern an Bedeutung verliert. Auch die soziale Herkunft beim Zugang zum Allgemeingut Bildung ist weiterhin nicht gelöst.

Überforderte Pädagogen

Immer wieder wird beklagt, dass die universitäre Ausbildung im pädagogischen Bereich nicht zeitgemäß und den Anforderungen angepasst ist. Dieser Umstand ist länger bekannt, einschneidende Reformen aber vollziehen sich mehr als schleppend. Mittlerweile ist nach dem Bildungsreport über die Hälfte der Unterrichtenden über 50 Jahre alt. Steigende Klassenfrequenzen, differenzierte Leistungsstände und höheres Konfliktpotenzial sind auch für Lehrkräfte psychisch und physisch steigende Belastungen. Folgen sind Langzeiterkrankungen bis hin zur Berufsunfähigkeit. Während Geld in die Gebäude gesteckt wurde, fehlt eine intensive Betreuung des Personalbestands. Engagierte Schulleiter sind sich jedoch dem Problem bewusst und versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem Kollegium entsprechende Hilfestellungen zu geben.

So lange sich die finanzielle Lage Berlins nicht gebessert hat und notwendige Reformen umgesetzt sind, sollten alle Beteiligten wie Eltern, Kollegen und Schülerschaft versuchen, mit dem vorhandenen Bestand pfleglich umzugehen.

Patrick Rein

Schüler zeigen die historischen Staakener Schätze

Schüler zeigen die historischen Staakener Schätze

Das Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen

Die Schule „Am Kleeblatt“ lädt zu einer historischen Zeitreise ein

Am Mittwoch den 5. September organisiert die Schüler der Schule am Staakener Kleeblatt einen Wandertag rund um das Schulgebäude und die unmittelbare Umgebung. Im Rahmen des Modellprogramms „Kulturagenten für kreative Schulen“ haben die Schüler nämlich eine Fotoausstellung, eine Soundcollage und einen historischen Rundgang entwickelt, der die Teilnehmer in die ästhetischen und künstlerischen Schätze des Kiez einweihen soll. Der Rundgang geht entlang des ehemaligen Fliegerhorsts zum Flugfeld und ins Zentrum von Staaken zurück. Der alte Zeppelin-Flughafen wird durch die Schüler zu neuem Leben erweckt.

Während dem Rundgang werden die Schüler an markanten Stellen anhalten und Experten und Zeitzeugen anhand einer von den Schülern entwickelten Soundcollage zu den historischen Begebenheiten abfragen.  Teilnehmer können zum Beispiel mehr über die Nutzung der Schule als Kaserne und später als Krankenhaus erfahren. Auch Fotogalerien und ein selbst gebauter Zeppelin werden die Zuschauer in die damalige Zeit wahrheitsgetreu zurückversetzen. Die Schätze von Staaken sind zum Greifen nahe.

Die Schulwegpläne sind wieder da

Die Schulwegpläne sind wieder da

Für Erstklässler ist Montag der Große Tag © knipseline / PIXELIO

Für Erstklässler ist Sicherheit auch auf dem Weg zur Schule wichtig

Nächsten Montag fangen auch die Erstklässler mit der Schule an. Mit Schultüten ausgestattet werden sich die Kinder für das erste Mal in ihre neuen Schulen begeben. Doch wie findet man sicher zur Schule? Um diese Frage möglichst präzise zu beantworten, können Eltern auf die sogenannten Schulwegpläne zurückgreifen. Für jede Grundschule in Berlin wurde ein Plan erstellt, der eine Übersicht der verschiedenen Anfahrtsmöglichkeiten und der nahen Umgebung der Schule liefert. Die Pläne entstammen einer Zusammenarbeit des Bezirksamts und der Gesellschaft für Arbeitsförderung in Köpenick mBH (Cöga). Das Projekt wurde auch durch die Firma BMW unterstützt.

Am 11. August um 10:30 Uhr in der Linden-Grundschule wird Bezirksstadtrat Gerhard Hanke höchstpersönlich den Neulingen die Pläne aushändigen. Auch die diesjährigen Schulwegpläne wurden überarbeitet, um den verkehrstechnischen Neuerungen der Schulumgebung gerecht zu werden.

Die Schulwegpläne 2011 finden Sie hier.

Ferienende und Schulbeginn

Für über 300.000 Schülerinnen und Schüler in ganz Berlin beginnt heute wieder der Ernst des Lebens

Die ruhige Zeit an den Schulen ist mit dem heutigen Schuljahresbeginn vorbei.

ie ruhige Zeit an den Schulen ist mit dem heutigen Schuljahresbeginn vorbei.

An Spandaus Gymnasien, Integrierten Sekundarschulen und Grundschulen startet das Schuljahr 2012/2013. Lediglich die Erstklässler haben noch ein paar Tage Zeit bis auch für sie mit der Einschulung ab dem kommenden Wochenende die Schullaufbahn beginnt.

Nur noch Ganztagsschulen

Alle Grundschulen und Integrierten Sekundarschulen als auch Gemeinschaftsschulen haben dabei den Schulbetrieb auf Ganztagsschulen umgestellt, bei den Gymnasien ist die Umstellung noch nicht überall vollzogen. Für das neue Schuljahr wurden zudem berlinweit 1172 neue Lehrkräfte eingestellt und ihre Zahl ist somit von 26.380 im Jahr 2011/12 auf 26.429 gestiegen. Dazu kommen noch über 4000 Beschäftige Erzieherinnen und Erzieher.

Erhöhte Aufmerksamkeit ist jetzt auch wieder von den Autofahrern gefordert.

Erhöhte Aufmerksamkeit ist jetzt auch wieder von den Autofahrern gefordert. Fotos (2): Patrick Rein

Einschulung am 13. August

Besonders für die Erstklässler stellt der Schulbeginn ein erstes einschlägiges Erlebnis ihres noch jungen Lebens dar. „Die Einschulung ist ein besonderes und unvergessliches Erlebnis für ein Kind. Zugleich beginnt für die ganze Familie ein weiterer Lebensabschnitt: Die neue Umgebung erfordert neue Orientierung, die ersten kleinen Pflichten stehen an, Aufgaben in der Schule und Daheim müssen erledigt werden. Von den ersten Erfahrungen in der Schule hängt es ab, ob Kinder später mit Optimismus neue Situationen angehen, sich etwas zutrauen und selbstbewusst auf Anforderungen reagieren. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern, dass sie neugierig, fröhlich und optimistisch durch ihre Schulzeit gehen und bitte die Eltern, ihre Kinder bei Erfolgen und Misserfolgen gleichsam positiv zu begleiten“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres. „Ich wünsche allen Schulen, Lehr- und Erzieherkräften einen guten Schulstart!“

Viele Veränderungen

Im Laufe der Jahre hat sich im Zuge der Schulreform einiges verändert. Unter anderem findet ein Schuleignungstest mit einer Prüfung der Deutschkenntnisse statt. Dadurch soll eine bessere Förderung von Beginn an erreicht werden. Doch auch der Ganztagsbetrieb wird weiter vorangetrieben. Es ist also alles vorbereitet für ein reibungsloses neues Schuljahr. Ob die Entwicklungen so positiv verlaufen wird sich zeigen. Doch nicht nur den Erstklässlern sondern allen Schülerinnen und Schülern wünschen wir an dieser Stelle einen erfolgreichen Schulstart! Und: Mit den Herbstferien steht die nächste freie Zeit ja schon praktisch vor der Tür.

Patrick Rein

Einweihung des umgebauten Schulhofes der B.-Traven-Oberschule!

Quelle: www.webprinter.de


Am 2. Dezember 2009 feierten die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, der Bezirk und die Schule mit Lehrern, Eltern und Schülern den Baubeginn zur Neugestaltung des Schulhofs. Anlass war auch die feierliche Enthüllung des Kunstwerks „Ranken und Mythen der Identität“ im Eingangsbereich der B.-Traven–Oberschule (BTO), welches ebenfalls aus Mitteln des Stadtumbaus finanziert werden konnte.

Seither wurde in einer intensiven Planungs- und Ideenfindungsphase die Neu-gestaltung des Außenbereichs der BTO durch das Büro Teichmann Landschaftsarchitekten nach und nach umgesetzt.

Nun werden Herr Wolf Schulgen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Herr Bildungsstadtrat Gerhard Hanke und Baustadtrat Carsten Röding gemeinsam den neuen Schulhof seiner Nutzung übergeben:

Donnerstag, den 16. Juni 2011
11:00 – 13:00 Uhr
Schulhof der B.-Traven-Oberschule
Recklinghauser Weg 24-32
13589 Berlin

Musicalgala der Freiherr-vom-Stein-Oberschule

Die Highlights der vergangenen Musical-Produktionen präsentiert die Musical AG der Freiherr-vom-Stein-Oberschule. Es werden Stücke aus folgenden Musicals zu hören sein: „Der kleine Horrorladen“, „Linie 1“, „Oliver“, „Tanz der Vampie“, Jekyll and Hyde“, „Les Miserable“, „Die Schöne und das Biest“, „Dracula“ und „Rebecca“. Beginn: 20:00 Uhr

Nicht jedes Kind bekommt den gewünschten Schulplatz in Spandau

Nie eine Wahl ohne Alternative treffen

Thomas Nack: Leiter Fachbereich Schule in Spandau

Das Jahr 2010 war nicht so, wie die letzten Jahre. Zumindest dann nicht, wenn man die sich Zahl der Übergänge – nicht nur in Spandau – an die Oberschulen anschaut. Es stellt sich die bange Frage, in wieweit streitbare Eltern vor Gericht bestehende Entscheidungen kippen und so noch zusätzliche Unruhe ins System bringen.

Was führte zu den hohen Zahlen an Schülern, die in die 7. Klasse wechseln? Jetzt macht sich eine Entscheidung bemerkbar, die vor vielen Jahren getroffen wurde. Kinder werden nämlich schon mit 5 ½ Jahren eingeschult. Dieser zusätzliche „halbe“ Jahrgang (20 Prozent mehr Schüler) schwappt nun in die weiterführenden Schulen. Diese versuchen sich darauf einzustellen, indem sie einen oder mehrere neue Klassen an einer Schule installieren, was aber nicht wirklich einfach ist. So verfügt die Bertot-Brecht-Oberschule schon über 8 Klassenzüge. Die Planung wird erschwert, da es in Berlin die freie Schulwahl gibt. Schüler aus Köpenick könnten durchaus in Spandau zur Schule gehen wollen, was wegen der Randlage Spandaus nicht sehr wahrscheinlich ist –. trotz gut ausgebauter öffentlicher Verkehrsmittel.

Ein weiterer Umstand, der enormen Einfluss auf die Wahl des Schulplatzes hat, ist eine Folge der Schulstrukturreform im Bezirk Spandau. Die Einführung eines zweigliedrigen Schulsystems, in dem Hauptschule, Realschule und Gesamtschule zur „Integrierten Sekundarschule“ (IS) zusammengefasst werden. Während im klassischen Gymnasium jetzt 12 Schuljahre zum Abitur führen, sind es in der IS noch 13 Jahre. Viele Eltern wollen ihren Kindern den Stress (bei 36 Wochen-Unterrichtsstunden) der kurzen Zeit bis zum Abi ersparen und melden diese auf den Integrierten Sekundarschulen an. Ein Verdrängungswettbewerb hat begonnen. An der Martin-Buber-Oberschule (MBO) hatten sich 177 Schüler mit gymnasialer Empfehlung angemeldet.

Spandau verfügt seit 2010 über 9 IS. Die Martin-Buber-Oberschule (MBO) war schon – wegen ihres besonderen pädagogischen Konzepts – in den letzten Jahren höchst begehrt. Es wurden auch zuvor viele Schüler, die hier gerne zur Schule gegangen werden abgelehnt. Dies war so lange kein Problem, wie es dort ein vorgezogenes Anmeldeverfahren gab. Nach einer erfolgten Ablehnung war dann immer noch ausreichend Zeit, das eigene Kind bei anderen Schulen anzumelden.

Das Auswahlverfahren sieht wie folgt aus:

  • 10 % Härtefälle
  • 60 % Schuleigene Kriterien (Leistung, Perspektive …)
  • 30 % über Losentscheid

Insgesamt wurden 377 Ablehnungsbescheide verschickt. Allein die MBO musste 235, die Bertolt-Brecht-Oberschule 106 und die Hans-Carossa-Oberschule 31 Ablehnungen erteilen. Schon sehr kurz darauf erfolgten die ersten anwaltlichen Schritte der Eltern. 22 haben Widerspruch eingelegt. Es können durchaus mehr werden.

Andererseits haben 82 Prozent der Schüler ihren Wunschplatz bekommen. Berücksichtigt man den Zweit- und Drittwunsch, dann wären es sogar 92 Prozent. Probleme bereiten die Eltern, die bewusst oder unbewusst nur eine Schule gewählt haben. Deren Kinder werden per Bescheid auf einen freien Schulplatz verteilt werden müssen, was einige sicherlich nicht hinnehmen wollen. Ein Rechtsstreit kann dauern, was durchaus zu Lasten des Kindes gehen kann, wenn nach einigen Monaten dann doch ein Wechsel an eine andere Schule anstehen kann.

Es gibt Schulen in Spandau, wie das Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium (100 freie Plätze), die noch über freie Kapazitäten verfügen. „Auch Siemensstadt gehört zu Spandau“, dieser Satz während der Pressekonferenz macht deutlich, dass nicht alle Schulen gleichermaßen attraktiv sind – was ganz bestimmt nicht an deren Qualität liegt. Schüler aus Gatow oder Kladow möchten anscheinend den „weiten“ Anfahrtweg vermeiden.

Weite Anfahrtwege werden möglicherweise Schüler aus Berlin auf sich nehmen müssen, wenn sie freiwillig oder unfreiwillig eine Entscheidung für eine Spandauer Schule getroffen haben.

Selbst wenn irgendwann alle Schüler einen Schulplatz haben, kann es nach dem nicht bestandenen Probejahr (nicht mehr ein halbes Jahr) an den Gymnasien zu weiteren Schülern kommen, die gezwungen sind, sich einen Platz an einer Integrierten Sekundarschule zu suchen. Möglicherweise müssen auch dann zusätzliche Klassen eingerichtet werden.

So bleibt nur die Hoffnung auf das nächste Jahr. Dann werden rund 600 Schüler in Spandau weniger erwartet, was die „Verteilungskämpfe“ beruhigen könnte. Trotzdem werden die begehrten Schulen weiterhin begehrt bleiben!

Nicht nur der Start in die Oberschule ist ein Problem für viele Schüler. Wie sieht die Perspektive nach dem Schulabschluss aus? Der Berufsorientierung widmet sich in Spandau der CASA e. V. unter dem Motto „Fit für die Ausbildung“, in dem er versucht, Schüler neigungsgerecht in Ausbildung und Beruf zu führen.

Am 19. Mai 2011 werden Berliner und Brandenburger Schülerinnen und Schüler während der Berufsfindungsbörse auf der Zitadelle, veranstaltet vom CASA e.V.,  wieder die Gelegenheit haben, sich über Berufe, Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengänge zu informieren und mit Personalverantwortlichen direkt ins Gespräch zu kommen.

Ralf Salecker