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Eröffnung eines Zentrums für Plastische Chirurgie

Neue Abteilung des Spandauer Waldkrankenhauses, geleitet von Dr. Habild

Eröffnung eines Zentrum für Plastische Chirurgie

Dr. Goetz Habild

Mitte April wird das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau ein eigenes Zentrum für Plastische Chirurgie eröffnen. Dr. Götz Habild, der bislang leitender Oberarzt an dem Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg ist, wird die Führung der neuen Abteilung übernehmen.  Das neue Zentrum befasst sich mit Gebieten, die von der rekonstruktiven Chirurgie bis hin zur ästhetischen Chirurgie reichen. Schwerpunkt der Abteilung ist die Handchirurgie, für die in modernste Technologien investiert wurde. In Berlin besteht nämlich eine große Nachfrage, da nur wenige Abteilungen in der Lage sind die komplexen Eingriffe anzubieten. Zusätzlich bringt Dr. Habild die benötigte Erfahrung mit. Das Berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus Hamburg, in dem er bisher leitend arbeitete, ist in diesem Gebiet bundesweit führend.

Neben seinen Verantwortungen im Krankenhaus ist Dr. Habild auch im gemeinnützigen Verein Interplast Germany tätig. Der Verein organisiert plastische Chirurgien in Entwicklungsländern, um Menschen unentgeltlich zu versorgen.

In der Vergangenheit hat Dr. Habild schon öfters mit dem Waldkrankenhaus Spandau zusammengearbeitet. Er unterstützte während der letzten Jahre oftmals aufwendige Operationen durch seine Expertise. Seine Frau Dr. Susan Fenner ist schon mehrere Jahre als Brustrekonstruktionsspezialistin im Waldkrankenhaus tätig.

„Umso mehr freuen wir uns, ihn nun in seiner neuen Funktion dauerhaft im Haus zu begrüßen“,

betonte der Geschäftsführer des Waldkrankenhaus Carsten Schaulinski. Wir wünschen Herrn Habild und dem neuen Zentrum für Plastische Chirurgie einen guten Start.

Nicht nur in Spandau gilt: Arme Eltern – Kranke Kinder


Gesundes Aufwachsen verhindert Kranksein im Erwachsenenalter!

Der ehemalige britische Botschafter Sir Peter Torry bei einem Vergleich mit dem britischen Gesundheuitssystem (Foto: Ralf Salecker)

Der ehemalige britische Botschafter Sir Peter Torry bei einem Vergleich mit dem britischen Gesundheuitssystem (Foto: Ralf Salecker)

Weltweit weisen viele Studien, einen Zusammenhang von Armut und schlechtem Gesundheitszustand bei Kindern und Jugendlichen nach. Das „Netzwerk Präventionsmedizin und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter“, kurz KiJu Fit, widmet sich in Spandau diesem Problemfeld. Das Falkenhagener Feld, mit seinen rund 38.000 Einwohnern, wird dabei besonders in Augenschein genommen.

Kinder und Jugendliche werden schon in sehr jungen Jahren geprägt. Weichen, die man jetzt stellt, führen auf einen Weg, der später, in höherem Alter, nur sehr schwer zu korrigieren ist. Investitionen in frühzeitige Prävention sind also nicht nur wirtschaftlich ökonomischer, sondern der gesundheitlichen Entwicklung unmittelbar und nachhaltig förderlich.

Carsten Röding brachte dies auf den Punkt, indem er „gesunde Kieze“ als wichtiges Ziel ansprach. Die Veränderung der sozialen Struktur in einigen Problemgebieten Berlins ist mehr als augenfällig. Langzeitarbeitslosigkeit, Migrationshintergrund und Armut sind eng miteinander verwoben. Verdrängt aus der Berliner Mitte, findet ein steter Zuzug ärmerer Bevölkerungsschichten nach Spandau statt.

Fettleibigkeit als Symptom

Immer häufiger auftretende Krankheitsbilder, wie z. B. Adipositas, also Fettleibigkeit, sind äußere Zeichen des Zusammenhanges von schwierigen ökonomischen Verhältnissen und gesundheitlichen Problemen. Ein vergleichender Blick ins ökonomisch besser gestellte Zehlendorf, zeigt, dass dort vergleichbare Probleme kaum existieren. Prof. Dr. med. Frank Jochum, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau, bringt die notwendige Handlungsweise für die Zukunft folgendermaßen auf den Punkt: „Wir wollen nicht die Erkrankungen behandeln, sondern aktiv dazu beitragen, dass sie gar nicht erst entstehen.“

In der ersten Projektphase von „KiJu Fit“ fand eine umfassende Bestandsaufnahme des Falkenhagener Feldes statt. Eine Erkenntnis dabei mag erst einmal überraschen. Beobachter in den Institutionen, wie auch die Betroffenen selbst kommen, unabhängig voneinander, zu einem vergleichbaren Ergebnis.

Besonders augenfällige Probleme sind: „Ernährung, Bewegung und Körpergewicht, Sucht besonders im Zusammenhang mit Medienkonsum und Substanzmissbrauch, Verhaltensauffälligkeiten inklusive Mobbing, sowie die Sprachentwicklung“. Weniger ein Ergebnis der Eigenbeobachtung ist die Feststellung, dass etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen schlecht versorgte Zähne aufweisen.

Es besteht ein großer Bedarf an präventiven Maßnahmen

Vor allem Sport- und Jugendangebote für Jugendliche, sowie Angebote der Sprachförderung für Kita- und Grundschulkinder gibt es, diese sind jedoch nicht ausreichend. Ausgesprochen lückenhaft sind Hilfestellungen im Bereich Suchtprophylaxe und Verhaltensstörungen für Jugendliche. Beratende Angebote zur Gesundheit, im Gegensatz zu Vorsorgeuntersuchungen werden wenig gekannt oder vermisst.

Die zweite, nun anschließende Projektphase widmet sich den erkannten Problemen und versucht durch eine bessere Vernetzung aller Akteure vor Ort und durch Schaffung passender Angebote, den Problemen im Falkenhagener Feld Herr zu werden.

Ralf Salecker

Spandauer Waldkrankenhaus stolz auf drei Qualitätssiegel

Zusätzlich Startschuss für den Ausbau gefallen

Drei Qualitätssiegel für das Spandauer Waldkrankenhaus

Drei Qualitätssiegel für das Spandauer Waldkrankenhaus

Passend zum fünften Geburtstag ist das Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg wieder einmal für seine hohen Qualitätsstandards ausgezeichnet worden. Die Einrichtung hat das Qualitätszertifikat zum zweiten Mal in Folge, von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG), der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA), erhalten. Zeitgleich mit der Zertifizierung des Standorts im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau fiel hier auch der Startschuss für den Ausbau: Für die Patienten des Hauses bedeutet das bessere Behandlungsabläufe und kürzere Wartezeiten.

Geschäftsführer Carsten Schaulinski ist sehr erfreut über die erneute Zertifizierung:

„Die Zertifizierung bestätigt uns darin, unseren Weg konsequent weiterzugehen, mit unseren interdisziplinären Mediziner-Teams für jeden Patienten die individuell beste Behandlung zu entwickeln.“

Dr. Torsten Heldmann

Dr. Torsten Heldmann

Hier stehen die Bedürfnisse des Patienten im Vordergrund

Das Erfolgskonzept des Gefäßzentrums ist recht einfach erklärt. Gefäßchirurgen, Angiologen und Radiologen arbeiten intensiv zusammen.  Neben regelmäßigen Videokonferenzen mit Kollegen aus dem Evangelische Krankenhaus Hubertus, welches den anderen Standort des Zentrums bildet, findet ein reger Austausch über Diagnose, Eingriff und weitere Behandlung statt. So können beispielsweise Patienten mit gewissen Vorerkrankungen ganz anders behandelt werden als Patienten ohne Vorgeschichte.

Ausbau des Gefäßzentrums

Damit in Zukunft die Patienten aus Spandau und des westlichen und nördlichen Umland Berlins noch besser versorgt werden können, wird das Waldkrankenhaus die Kapazitäten der Gefäßmedizin ausbauen. Hier wird mit einer Investition in Millionenhöhe für Personal, Apparate und Räume als auch für die Vernetzung mit Haus- und Fachärzten ausgegangen. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sogar schon eingestellt und eine kürzlich erworbene Angiographie-Anlage ist schon im Einsatz. Weiterhin wird in Kürze ein neues MRT-Gerät mit besonders großer Öffnung im Gefäßzentrum erwartet.

Dr. Günter-Fritz Heinisch

Dr. Günter-Fritz Heinisch

Chefarzt Dr. Günter-Fritz Heinisch schwärmt von der technischen Weiterentwicklung:

„Die Patienten profitieren von unserer High-Tech-Offensive durch geringere körperliche Belastungen und bessere Abläufe.“

Zur Verbesserung der Abläufe wird das Zentrum ab dem Sommer zusätzlich räumlich komplett neu strukturiert, um- und ausgebaut. Der Angiologe und leitende Oberarzt Dr. Torsten Heldmann führt dazu aus:

„Wir wollen Räume und Terminmanagement bestmöglich auf die medizinischen und persönlichen Bedürfnisse der Erkrankten abstimmen.“

Dass die Patientenanzahl stetig steigt, sieht man an den Zahlen der vergangenen Jahre. Im letzten Jahr wurden beispielsweise an diesem Standort rund 800 Patienten stationär und 2500 ambulant behandelt.

 

Besorgniserregender Anstieg von Masernerkrankungen


Auch in Spandau vermehrt Krankheitsfälle

© seedo / pixelio.de

Deutschlandweit gibt es in diesem Jahr deutlich mehr Masernerkrankungen zu verzeichnen als in den vergangenen Jahren. Es scheint, als sei diese Krankheit trotz allgemeiner Impfempfehlung wieder auf dem Vormarsch. Ärzte kritisieren die allgemeine Impfmüdigkeit der Deutschen.

Das es sich bei den Masern nicht um eine „harmlose“ Kinderkrankheit handelt, zeigt ein besonders tragischer Fall in Aschaffenburg. Dort liegt derzeit ein sechsjähriges Mädchen mit den Spätfolgen einer Masern-Erkrankung im Sterben. Das Kind hatte sich im Alter von sieben Monaten bei einem Erwachsenen angesteckt und als Folge der Infektion fünf Jahre später eine chronische und unheilbare Gehirnentzündung entwickelt.

Auch in Berlin wurde in diesem Jahr, laut Robert-Koch-Institut, ein rasanter Anstieg von Masernerkrankungen verzeichnet. 159 Fälle wurden 2011 bisher registriert. 2010 waren es noch 92 und 2009 sogar nur 33 Krankheitsfälle, so berichtete die Berliner Morgenpost letzte Woche.

Diese Entwicklung kann auch in Spandau beobachtet werden. Das Evangelische Waldkrankenhaus hat in diesem Jahr bereits 5 Masernerkrankungen festgestellt, während innerhalb der letzten fünf Jahre höchstens eine Erkrankung pro Jahr erfolgte.  Als Hauptgrund für den bundesweiten Anstieg der Masernerkrankungen wird die zunehmende Impfmüdigkeit in Deutschland genannt.

Die weitverbreitete Impfmüdigkeit

Priv.-Doz. Dr. med. Frank Jochum

Der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Priv.-Doz. Dr. med. Frank Jochum zur allgemeinen Impfmüdigkeit:
„Aus unserer Sicht ist diese Situation sehr problematisch. Wir haben den Eindruck, dass viele die Schrecken vergessen haben, die durch Krankheiten ausgelöst werden, gegen die eine Impfempfehlung besteht. Gerade bei wohlhabenden und gut gebildeten Familien, die sich Gedanken machen, für alternative Ideen empfänglich sind und eine möglichst natürliche Lebensweise anstreben, ist die Impfmüdigkeit häufig zu verzeichnen. In diesem Zusammenhang bedeutet das Streben nach einer möglichst natürlichen Lebensweise aber auch, dass bei einem Anteil dieser Menschen beispielsweise schwere Erkrankungen ausbrechen und dauerhafte gesundheitliche Schäden entstehen können. Wie man das beim aufmerksamen Beobachten der Bevölkerung in manchen Ländern feststellen kann, in denen Impfungen noch nicht flächendeckend zur Verfügung stehen. Dort sind die möglichen Schäden durch erlittenene Erkrankungen teilweise deutlich erkennbar, z.B. humpelnde Menschen infolge von Kinderlähmung (Polio) o.a.“

© Maria Lanznaster / pixelio.de

Masern – eine der ansteckendsten Krankheiten

Der Krankheitsverlauf bei einer Masernerkrankung beginnt mit Symptomen wie Husten, Schnupfen und Fieber. Nach einigen Tagen zeigt sich dann ein dunkelroter Hautausschlag. Mit Ausbrechen der ersten Symptome kann der Erkrankte bereits andere anstecken. Die Übertragung erfolgt beim Husten und Sprechen über Speicheltröpfchen. Die Masern gelten zwar als Kinderkrankheit, mittlerweile erkranken jedoch auch vermehrt Jugendliche und Erwachsene. Mediziner warnen besonders vor den Spätfolgen, die diese Krankheit auslösen kann.

Die Risiken des Nicht-Impfens

„Für jede der Erkrankungen, gegen die eine allgemeine Impfempfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) besteht, sind sehr schwere Erkrankungsverläufe beschrieben. Bei einem Teil der Menschen, welche die Erkrankungen durchleben, entstehen dauerhafte Gesundheitsschäden wie z.B. bei der Polio (Kinderlähmung) bleibende Lähmungen oder bei Masern die gefürchtete Gehirnentzündung. Diese kann zu dauerhaften Schäden der Neurologie und des Intellektes bis hin zu schweren dauerhaften Behinderungen führen“, so Priv.-Doz. Dr. med. Frank Jochum vom Evangelischen Waldkrankenhaus in Spandau.

Allen Personen, denen die gängigen Impfungen fehlen, sei empfohlen, wenigstens die Impfungen gegen
die gefährlichsten Erkrankungen nachzuholen. Konsultieren Sie dazu Ihren Haus- oder Kinderarzt.

Ute Kempf