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Mittels Zwangsräumung unbequeme Mieter los werden?

Am Montag fanden unter Polizeieinsatz und Protesten gleich zwei Zwangsräumungen in Spandau statt.

In erster Linie sind Zwangsräumungen das Ergebnis einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen Vermietern und Mietern. So hatte auch der Mieter im Pillnitzer Weg mehrere Kündigungen erhalten. Zunächst war er unverschuldet in Mietrückstand geraten, da das Jobcenter offenbar fällige Mietzahlungen versäumte. Doch im Folgenden wurde anscheinend versucht, ihn wegen seines Engagements in einer Staakener Mieterinitiative aus dem Haus zu bekommen.

Im Pillnitzer Weg im Gebiet Heerstraße Nord wurde unter Protesten eine Wohnung zwangsgeräumt.

Im Pillnitzer Weg im Gebiet Heerstraße Nord wurde unter Protesten eine Wohnung zwangsgeräumt. Foto: Patrick Rein

Polizeieinsatz bei Zwangsräumung

Beständig hatte der betroffene Mieter unter anderem auf die unhaltbaren Zustände im Haus, insbesondere der nicht nutzbaren Kellerräume, hingewiesen. Letztendlich wurde die Kündigung mit der Begründung, es habe einen gewalttätigen Zwischenfall mit einer anderen Mieterin gegeben, durchgesetzt. Dafür gab es jedoch außer der Aussage des „Opfers“ keinerlei Zeugen. Am Montag fand nun die Zwangsräumung statt. Zahlreiche Aktivisten und Anwohner versuchten diese durch eine Blockade zu verhindern. Die Polizei nahm daraufhin um zirka 9 Uhr den Eingangsbereich ein, wobei es einige Leichtverletzte und eine Festnahme gab.

Frühzeitig Antrag auf Aufschub gestellt

Dazu äußert sich die Bundestagsdirektkandidatin der Partei Die Linke Spandau Monika Merk in einer Presseerklärung: „Dieser Einsatz reiht sich ein in eine Kette von Polizeiübergriffen gegen Mieter und Mieterinnen dieser Stadt. Der betroffene Mieter erhielt während der Räumung aus den Händen der Gerichtsvollzieherin einen Gerichtsbeschluss, der ihm den beantragten Aufschubsantrag verweigerte. Das ist unverhältnismäßig.“ Der betroffene Mieter hatte angeblich bereits vor mehreren Wochen den Antrag gestellt um sich nach einer neuen Wohnung umzusehen. Der Ortsteil Staaken an der Heerstraße Nord ist nach Merk besonders von „Entöffentlichung im Wohnbereich“ betroffen. Erst die Privatisierung der Degewo ermöglichte dort die „Renditeorientierung“ im Vermietungsbereich. Die ehemaligen Sozialwohnungen werden seitdem anscheinend nicht mehr instandgehalten und verfallen. Die Eigentümerwechsel erfolgen nahezu monatlich und die Verwaltungen setzen die hohen Renditeerwartungen der Eigentümer aggressiv durch.

Pichelsdorfer Straße in der Spandauer Wilhelmstadt (Foto: Ralf Salecker)

Pichelsdorfer Straße in der Spandauer Wilhelmstadt (Foto: Ralf Salecker)

Auch „Zur Traube“ geräumt

Neben dem Pillnitzer Weg kam es auch in der Pichelsdorfer Straße zur Zwangsräumung einer Wohnung, eines Büroraumes sowie des Lokals „Zur Traube“. Dabei handelt es sich in allen drei Fällen um einen schwer behinderten 70-jährigen Mann, welcher durch die gesundheitliche Einschränkung in diese missliche Lage geraten ist. Sein Gesundheitszustand lies nur sehr eingeschränkt eine Verteidigung gegen die angedrohten Maßnahmen zu. Allerdings soll der Betroffene schon länger mit dem Vermieter in Streit über Mietrückstände gestanden haben. Auch erforderliche Anträge bei der Gewerbeaufsicht wurden nicht eingereicht.

Patrick Rein

Zwangsräumung in Spandau

Presseerklärung von Monika Merk

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DIE LINKE – Monika Merk – Bundestagsdirektkandidatin

Am 15.07.2013 fand in dem Spandauer Ortsteil Staaken im Pillnitzer Weg 15 eine Zwangsräumung statt. Zahlreiche Aktivisten und Anwohner versuchten diese durch eine Blockade zu verhindern. Ohne Vorwarnung jedoch stürmte die Polizei um etwa 9 Uhr mit Gewalt den Eingangsbereich, wobei es einige Leichtverletzte und eine Festnahme gab. Dazu erklärt die Bundestagsdirektkandidatin der Partei DIE LINKE Spandau Monika Merk:

„Dieser Einsatz reiht sich ein in eine Kette von Polizeiübergriffen gegen Mieter und Mieterinnen dieser Stadt. Der betroffene Mieter erhielt während der Räumung aus den Händen der Gerichtsvollzieherin einen Gerichtsbeschluss, der ihm den beantragten Aufschubsantrag verweigerte. Das ist unverhältnismäßig, da der betroffenen Mieter bereits vor mehreren Wochen diesen Antrag gestellt hatte, und erst am Räumungstag die Urkunde erhielt.

Der Orteilsteil Staaken ist besonders von Entöffentlichung im Wohnbereich betroffen. Erst die Privatisierung der degewo in Staaken gab den Startschuss für die radikale Renditeorientierung im Vermietungsbereich. Die ehemaligen Sozialwohnungen werden nicht mehr instandgehalten und verfallen zusehends. Die Eigentümerwechsel folgen im Monatstakt, die Verwaltungen setzen die hohen Renditeerwartungen der Eigentümer aggressiv durch. Deshalb fordere ich endlich vom Gesetzgeber den Umtrieben dieser Heuschrecken ein Ende zu setzen: ein Enteignungsgesetz muss sofort auf die politische Agenda, um dem Grundsatz ‚Wohnen ist keine Ware, sondern Menschenrecht‘ Geltung zu verschaffen.

Auch der Bezirk Spandau steht in Verantwortung und muss seinem Fürsorgeauftrag für alle Spandauer und Spandauerinnen Rechnung tragen. Es genügt nicht, wenn der SPD-Bürgermeister von einer ‚Wende‘ in der Spandauer Politik spricht, wenn er gar nicht mal in der Lage ist, die Missstände in vielen Wohnquartieren in Spandau zur Kenntnis zu nehmen. Das jedenfalls war das Ergebnis einer Anfrage unseres BVV-Verordneten Dirk Großeholz, in der das Bezirksamt angab, es habe keine Kenntnis von den Zuständen in Staaken. Ich fordere hiermit Bürgermeister Kleebank auf, endlich seine Autorität für die Arbeit seiner Verwaltung einzusetzen. Anscheinend hat er seine Verwaltung aber nicht im Griff.

DIE LINKE Spandau erklärt eindeutig, dass sie weiterhin Solidarität mit Mietern und Mieterinnen in Spandau und anderswo üben wird.“

Wer wird die Nummer 1 im Bezirk?

Nachdem der SC Staaken im letzten Jahr den Spandauer Bürgermeister Pokal gewinnen konnte, kommt es in den nächsten Wochen zum erneuten Kräftemessen.

Nach dem harten Winter und der damit verbundenen Verlängerung der Fußball-Saison in Berlin ist die kickerfreie Zeit in diesem Jahr äußerst kurz. Während sich Hertha BSC auf eine erneute und – dieses Mal hoffentlich länger anhaltende – Bundesliga-Saison vorbereitet, stehen auch die Spandauer Vereine den Vorbereitungen auf die Spielzeit 2013/2014 in nichts nach. Traditionell wird daher auch wieder der Spandauer Bürgermeister Pokal um die Nummer 1 im Bezirk ausgespielt.

Der SC Staaken geht als Titelverteidiger in den diesjährigen Spandauer Bürgermeister Pokal.

Der SC Staaken geht als Titelverteidiger in den diesjährigen Spandauer Bürgermeister Pokal. Foto: Patrick Rein

Zu Gast in Haselhorst

Bis auf die Endspielpaarungen in der Arena der Spandauer Kickers in Staaken West werden alle Vorrunden-, Viertel- und Halbfinalpartien im Stadion Haselhorst ausgetragen. Der SC Staaken ist dabei als einziger Verein gleich mit zwei Mannschaften vertreten, wobei Staaken II auch den Auftakt am Mittwoch gegen Kladow macht. Die erste Mannschaft als Titelverteidiger greift erst am Freitag ins Turniergeschehen gegen Schwarz-Weiß Spandau ein und den Abschluss der Vorrunde beschreitet am Samstag dann der Gastgeber Alemania Haselhorst gegen FFV Spandau bevor es Dienstag mit den Viertelfinalspielen weitergeht. Alle Informationen gibt es auf der neuen Homepage unter www.spandauer-ag.de und natürlich bleiben auch wir „am Ball“.

Plakat-SpandauDie Paarungen im Überblick:

Mittwoch 17.7. bis Finaltag Stadion Haselhorst
18 Uhr                  Kladow – Staaken II

19:50 Uhr        Galatasaray – Siemensstadt

Donnerstag 18.7.
18 Uhr                  Spandau 06 – Spd. Kickers

19:50 Uhr         Srbija – Veritas

Freitag 19.7.
18 Uhr                  Gatow – SSV                                 19:50 Uhr       Staaken I – SW Spd.

Samstag 20.07.

15 Uhr                  BW Spd. – Teutonia                       16:50 Uhr      Alemania – FFV Spd.

Viertelfinale Dienstag 23.7.
18 Uhr                  Sieger Kladow / Staaken II – Sieger Galatasaray / Siemensstadt
19:50 Uhr            Sieger Spandau 06 / Spd. Kickers  – Sieger Srbija / Veritas

Viertelfinale  Mittwoch 24.7.
18 Uhr                  Sieger Gatow / SSV – Sieger Staaken I / SW Spd
19:50 Uhr            Sieger BW Spd. / Teutonia – Sieger Alemania / FFV Spd.

Halbfinale Freitag 26.7.

18 Uhr und 19:50 Uhr

Endspiele Sonntag 28.7.

Spiel um Platz 3 um 11 Uhr und Finale 13 Uhr  Staaken West

Patrick Rein

Das Wochenende war sportlich

Neben dem Havelfest zogen auch die F-Games auf dem Parkdeck, der Lamborghini Cup in Staaken und das Bürger- und Familienfest der SPD die Besucher nach draußen.

Die Voraussetzungen waren optimal für ein erlebnisreiches Wochenende: Endlich Sonne und kein Regen. Dennoch war der Besucherzuspruch bei einigen Veranstaltungen überschaubar. Sicherlich führte die Vielzahl der Angebote am Samstag bei dem ein oder anderen zu Entscheidungsschwierigkeiten. Denn neben dem alles überragenden Havelfest – bei dem es kurz vorm großen Feuerwerk sogar zu Nachschubproblemen beim Bierausschank kam – luden drei andere Veranstaltungen zur sportlichen Betätigung auf.

Die Stars von Morgen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und Dänemark zum Fußballturnier nach Staaken.

Die Stars von Morgen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und Dänemark zum Fußballturnier nach Staaken.

Internationales Nachwuchsturnier

So hatte der SC Staaken zum bereits 3. Internationalen Lamborghini Berlin Fussball Cup des Jahrgangs 2004 (F-Jugend) in den Sportpark Staaken geladen, der ein erlesenes Teilnehmerfeld aus Nachwuchsmannschaften von Bundesligisten, Tradition- und Ausbildungsvereinen sowie zwei Vereinen aus Dänemark folgten. Letztendlich gingen der SC Staaken, Hertha BSC, 1.FC Union Berlin, Bredballe IF (DK), Boldklubben Søllerød-Vedbæk (DK), Potsdamer Kickers 94, RB Leipzig, 1.FC Magdeburg, Hallescher FC, LFC Berlin und der Weißenseer FC an den Start. Ein Kinderschmink- und Würfelstand sowie das schon fast obligatorische Speedschießen rundeten das Programm ab. Nach den abwechslungsreichen und fairen Partien setzte sich am Ende die Mannschaft des Bundesligaaufsteigers Hertha BSC gegen den Halleschen FC als Turniersieger durch. Den dritten Platz erspielten sich die Gäste aus Dänemark vom Boldklubben Søllerød-Vedbæk. Die Gastgeber vom SC Staaken beendeten das Turnier auf dem 5. Platz.

Ismail Öner (2. v. li.) erhielt für sein Projekt Mitternachtssport e.V. Fußbälle von Bezirksstadtrat Stephan Machulik (re.) und dem Bezirksverordneten Jürgen Keßling (li.).

Ismail Öner (2. v. li.) erhielt für sein Projekt Mitternachtssport e.V. Fußbälle von Bezirksstadtrat Stephan Machulik (re.) und dem Bezirksverordneten Jürgen Kessling (li.) überreicht.

Bürger- und Familienfest

Überwiegend unpolitisch ging es zeitgleich im Wilhelm-Schleusener-Stadion vor, obwohl hier die Abteilung Falkenhagener Feld der SPD zum Fest geladen hatte. Fußballturnier, laufen für den guten Zweck und die Footballer der Spandau Bulldogs standen im Vordergrund. Zudem wurde die Hans-Schultz-Ehrenmedaille an Heike Ließfeld, Detlef Schuster und Käthe Reiman verliehen. Allein der UNICEF Lauf über 100 Meter ermöglichte 500 Dosen gegen Masern, 4000 Wasserreinigungstabletten und 5000 Bleistifte für das Kinderhilfswerk. Und auch der Mitternachtssport e.V. wurde geehrt und erhielt anstatt Medaille nützlichere Fußbälle als Unterstützung.

Es war noch Platz zur sportlichen Betätigung auf dem Parkdeck der Spandau Arcaden hoch über den Dächern des Bezirks.

Es war noch Platz zur sportlichen Betätigung auf dem Parkdeck der Spandau Arcaden hoch über den Dächern des Bezirks. Fotos (3): Patrick Rein

Über den Dächern von Spandau

Zu guter letzt fand als Auftakt zu den Sommerferien auf dem Parkdeck F der Spandau Arcaden eine Veranstaltung für Groß und Klein statt. Bei den “Deck F Games” sollten Kinder und Jugendliche zeigen, welcher Sportsgeist in ihnen steckt. An verschiedenen Stationen konnte an motorischen und koordinativen Fähigkeiten gefeilt werden. Neben Torwand und Soccercage standen erstmals auch eine Minigolf- und eine Biathlonanlage zur Verfügung. Lediglich die angekündigte Verpflegung war nicht zu entdecken und auch das Teilnehmerfeld gestaltete sich bei so vielen Aktionen im Bezirk eher dürftig.

Patrick Rein

8. Gastro Cup

Spandauer Gastronomie kickt für guten Zweck

Ohne sie wäre keine Sportveranstaltung möglich: Die Schiedsrichter.

Die Schiedsrichter des Gastro-Cup 2012

Am Samstag, den 08.06.2013 findet der bereits 8. Gastro Cup wie gewohnt im Wilhelm-Schleusener-Stadion am Askanierring statt. Nachdem der Gänsemarkt im letzten Jahr das Turnier zum dritten Mal in Folge gewinnen konnte und den eigentlich Wanderpokal nach den Statuten behalten durfte, erwartet den Gewinner dennoch wieder eine Trophäe. Zu Gunsten des Jona’s Haus in Staaken, dem wieder alle Einnahmen zukommen werden, kicken Wirte und deren Gäste vom Bricks, den Weißbier-Preußen, der Stadtrandklause, dem Il Vagabondo, dem Lanhaus Perle, des Tennisvereins Sutos, dem Casino Staaken, dem Alt-Spandau, des Zum ollen Seemann, aus Falkensee dem Schrääg rüber sowie natürlich dem Titelverteidiger Gänsemarkt sowie dem Norbert’s von Veranstalter Norbert Lis von 10 bis 16 Uhr. Bei einem Eintritt von 1,00 Euro wird neben Kids Fun auch „Schinken schätzen“ mit exklusiven Preisen geboten.

Angriff auf Bezirksverordneten

Nicht nur die Fraktion der GAL Spandau verurteilt tätlichen Angriff gegen Bezirksverordneten.

Am Abend des 15. Mai 2013 wurde ein Bezirksverordneter der GAL-Fraktion beim privaten Einkauf tätlich angegriffen. Ein Mann schlug ihm unvermittelt mehrfach ins Gesicht mit den Worten „Du bist Schuld, dass der Ponyhof geschlossen wurde“ und „Die Grünen sind Schuld, dass der Ponyhof geschlossen wurde.“ Später lauerte er ihm auf dem Heimweg auf, pöbelte, verfolgte und bedrohte ihn wiederholt. Auch eine Mitarbeiterin des Veterinäramtes wurde vor kurzem ebenfalls Opfer einer Attacke während ihrer Amtsausübung.

Gegen den Angreifer wurde Anzeige bei der Polizei erstattet.

Gegen den Angreifer wurde Anzeige bei der Polizei erstattet.

Kein Raum für Gewalt

Der Bezirksverordnete konnte einer weiteren Tätlichkeit nur durch das Betreten des nächsten Geschäftes entgehen. Anzeige wurde erstattet. Fast unglaublich, dass in Folge einer emotionalen und politisierten Auseinandersetzung einzelne Bezirksverordnete – gleich welcher Partei – tätlich angegriffen werden. Zumal besonders die Bezirksverordneten keine Vollzeitpolititker sind und ihre Tätigkeit ehrenamtlich zum Wohl des Bezirks ausüben. Doch auch sonst wäre der Vorgang ein weiteres Indiz für eine steigende Gewaltbereitschaft. Dies ist jedoch im gesellschaftlichen Zusammenleben ein nicht tolerierbares Verhalten. Diese Ansicht wird auch im Bezirk einstimmig geteilt, was die Reaktionen des BVV-Vorstehers sowie der anderen Fraktionen und jedes Einzelverordneten nach Bekanntwerden des Vorgangs verdeutlichten.

Kein Thema sorgte im letzten Jahr für so viel Diskussionen wie der Ponyhof Staaken.

Kein Thema sorgte im letzten Jahr für so viel Diskussionen wie der Ponyhof Staaken.

Unruheherd Ponyhof

Die GAL-Fraktion erklärt: „Der tätliche Angriff wird unsererseits ausdrücklich nicht der Betreiberin und dem Kreis der aktiven Unterstützer/innen des Ponyhofes Cosmarweg zugeordnet.“ Dennoch sollte es auch in deren Interesse liegen, weiterhin vermeintliche Sympathisanten/innen zur Mäßigung aufzurufen. Denn auch dieser Aktion reiht sich in die Vorgänge im Zusammenhang mit der emotionalen Diskussion um den Ponyhof Cosmarweg, der im Frühjahr 2012 seinen Anfang fand. Aufgrund der Missachtung erteilter Auflagen musste dieser amtlich geschlossen werden. In den darauffolgenden Monaten entstand eine öffentlich geführte Debatte, in der die Grenzen demokratischer Umgangsformen von verschiedenen Teilnehmern oftmals überschritten wurden. Insbesondere die Mitarbeiter/innen des Veterinäramtes sahen sich dabei teilweise einer Diffamierungskampagne ausgesetzt.

Zwar wurde der Ponyhof im Cosmarweg jetzt wiedereröffnet, manche Symphatisanten scheinen dennoch keine Ruhe zu finden.

Zwar wurde der Ponyhof im Cosmarweg jetzt wiedereröffnet, manche Symphatisanten scheinen dennoch keine Ruhe zu finden. Fotos (3): Patrick Rein

Schleppende Umsetzung

Bereits damals hatte auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank wiederholt appelliert, bei allem Engagement entsprechende Umgangsformen zu wahren und versicherte – sollten diese überschritten werden – Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter notfalls auch mittels rechtlicher Schritte zu schützen. In den eingeleiteten gerichtlichen Überprüfungen im Falle des Ponyhofes Staaken zumindest wurde die Handlungsweise des Veterinäramtes als rechtens bestätigt. Erst im Frühjahr 2013 wurde dem Bezirksamt dann ein genehmigungsfähiges Konzept vorgelegt und der erforderliche Nachweis der Sachkunde im Umgang mit den gehaltenen Tieren erbracht. Im April erfolgte die Eröffnung des Ponyhofes unter einer neuen Betreiberin. Bei der Abnahme des Betriebes vor der Eröffnung waren Bezirksverordnete aller Fraktionen anwesend. Hier wurde deutlich, „dass trotz der Vorgeschichte auch heute die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben und entsprechenden Auflagen nur schrittweise erfolgt, wodurch eine regelmäßige Kontrolle weiterhin erforderlich ist. Der Ermessenspielraum des Veterinäramtes ist im Interesse der Tiere begrenzt“, erklärt die GAL-Fraktion.

Patrick Rein

Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung

„Expertenrunde“ der Kita Wiesenweg plante den eigenen Wunschspielplatz in Staaken.

Normalerweise ist mindestens ein Architekturstudium oder ähnliches notwendig um einen Spielplatz zu planen. Ob das Ergebnis dann aber immer auch den Ansprüchen und Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer entspricht, ist jedoch fraglich. Ein ganz anderer Weg wurde daher bei den Planungen des Spielplatzes im Wiesenweg gegangen: Dort stellten letzten Freitag die Kinder der gleichnamigen Kita ihre Vorstellungen und Planungen des Wunschspielplatzes vor.

An der Abstimmung zum Wunschspielplatz waren nicht nur die Kinder sondern auch Eltern beteiligt.

An der Abstimmung zum Wunschspielplatz waren nicht nur die Kinder sondern auch Eltern beteiligt.

Kita = Planwerkstatt

Auf der Fläche zwischen Helma-Bogen und Adelheid-Poninska-Straße soll ein neuer Spielplatz entstehen. Doch was sonst ausschließlich von den Erwachsenen geplant wird, wurde hier im Rahmen einer Kinder Beteiligung durch das Projekt ’Erlebnisräume’ der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ) zusammen mit den Kindern der Kita Wiesenweg in einer Planwerkstatt erarbeitet. Bezirksstadtrat Carsten Röding führt aus: „Gebaut wird der Spielplatz von den Auszubildenden des Fachbereichs Grünflächen des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes. Finanziert wird das Vorhaben durch das Spielplatzsanierungsprogramm des Bezirksamts Spandau und dem Bauträger GbR Heerstraße, der sich im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages verpflichtet hat, den Grünzug entlang der Bergstraße sowie den Spielplatz an der Adelheid-Poninska-Straße anzulegen.“

Selbst ein professionelles Modell wurde von den Experten der Kita Wiesenweg erstellt.

Selbst ein professionelles Modell wurde von den Experten der Kita Wiesenweg erstellt. Fotos (2): Patrick Rein

Expertenrunde stellte sich

Am 3. Mai stellte sich die „Expertenrunde“ bestehend aus den mitwirkenden Kindern jetzt den Eltern, Anwohnern und Presse. Wie im Erwachsenenleben wurden dabei nicht alle Vorgaben eingehalten und so überstieg die Zahl der im Modell eingebauten Elemente die zu verwirklichende Anzahl. Doch während des Projekts vermittelten Erzieher und Pädagogen den Nachwuchsplanern das Motto, welches im Chor wiedergegeben wurde: „ Nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung.“ Im Anschluss an die Präsentation wurden die Ergebnisse der Planwerkstatt den anwesenden Erwachsenen als auch Kindern zur Abstimmung gestellt.

Wie und ob von den Auszubildenden des Fachbereichs Grünflächen alles wie gewünscht umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Doch sicher ist, dass die „Experten“ der Kita Wiesenweg auch bei der Umsetzung ihrer Wünsche ein sorgsames Auge auf die Baustelle werfen werden. Und bei so viel planerischem Geschick wird der ein oder andere Experte sicherlich auch Samstag am KinderKunstFest in der Altstadt teilnehmen.

Patrick Rein

Auch Nachts ist in Spandau was los

Am 4. Mai findet nicht nur in Spandau die 3. Lange Nacht der Familie statt.

Gleich vier Angebote werden im Bezirk am morgigen Samstag für Unterhaltung bis in die späten Abendstunden sorgen. Bürgermeister Helmut Kleebank wird als Schirmherr der 3. Langen Nacht der Familie in Spandau die Veranstaltung im Kulturzentrum Gemischtes in Staaken eröffnen. Kleebank erläutert: „Es gibt in dieser Nacht einiges zu entdecken und zu erkunden, so dass sich unternehmungslustige Familien von den vielfältigen Angeboten inspirieren lassen können.“

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank ist Schirmherr der 3. Langen Nacht der Familien.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank ist Schirmherr der 3. Langen Nacht der Familien.

Veranstaltungsübersicht

Folgendes Programm wird dabei speziell für Familien mit Kindern bis 14 Jahren zwischen 17 Uhr und 23 Uhr angeboten:

Kulturzentrum Gemischtes (Eröffnungsveranstaltung), Sandstr. 41, 13593 Berlin

„Kinder spielen für Kinder – Tanz, Trommeln und Popmusik“ von 17 bis 19 Uhr

Im Anschluss daran wird es einen persönlichen Begleitdienst für Familien zu den anderen Spandauer Veranstaltungsorten geben.

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Towergebäude, Am Flugplatz Gatow 33, 14089 Berlin

„Nacht und Luftbrücke“ von 18 bis 22 Uhr

Jugend- und Familienberatungsstelle Kladow, Parnemannweg 22, 14089 Berlin

„Karibische Nacht“ von 18 bis 23 Uhr

Waldschule Spandau, Niederneuendorfer Allee 81, 13587 Berlin

„Frühlingsnachtlied und Moorgeruch“ von 20 bis 22:15 Uhr

Weitergehende Informationen zu den Veranstaltungen in Spandau erhalten Interessierte unter http://www.familiennacht.de/programm/.

Die Auftaktveranstaltung findet im Sandweg im Kulturzentrum Gemischtes in Staaken statt.

Die Auftaktveranstaltung findet im Sandweg im Kulturzentrum Gemischtes in Staaken statt. Fotos (2): Patrick Rein

AbenteuerPark Potsdam feiert

Wer die Bezirksgrenzen an diesem Tag jedoch ein Mal verlassen möchte, kann die Lange Nacht der Familien auch in Potsdam verbringen. Denn am Samstag den 04.05.2013 ist Gruseln angesagt! Zum außergewöhnlichen „Nachtklettern“ lädt der AbenteuerPark Potsdam alle großen und kleinen Monster im Rahmen der 3. Langen Nacht der Familie zu sich ein! Neben schaurigen Gruselgeschichten im Riesen-Tipi, spannenden illuminierten Spielen am Boden und leckerem Stockbrot-Essen am knisternden Lagerfeuer bietet das Gruselnacht-Pauschalpaket allen begeisterten Kletterfans 1,5 Stunden puren Kletterspaß bei Nacht (19-23 Uhr). Die passende Stärkung darf da natürlich nicht fehlen: Ein knuspriges Grillwürstchen mit Spuk-Sprudel-Getränk. Der Komplettpreis für die freie Nutzung aller Angebote beträgt für Kinder 18 Euro und für Erwachsene 22 Euro.

Weitere Informationen finden Interessierte ebenfalls hier im Internet unter  www.abenteuerpark.de/blog

Patrick Rein

Der Ponyhof Staaken ist zurück

Am Sonntag öffnete der Ponyhof im Cosmarweg endlich wieder seine Tore – mit Tieren, Musik, Bratwurst und vielen Besuchern.

Nach vielen schlaflosen Nächten – wie es Unterstützer Manfred Forstreuter beschrieb – hatte das Warten der Staakener endlich ein Ende. Mit Hasen, Ziegen und natürlich Ponys feierte der Ponyhof Neueröffnung. Unter der Leitung von Harriet Apel folgten Kinder und Erwachsene der Einladung und begutachteten, was sich in den letzten Monaten verändert hat.

Mit neuen Tieren startet der Ponyhof Staaken in die Zukunft.

Mit neuen Tieren startet der Ponyhof Staaken in die Zukunft.

Voraussetzungen geschaffen

Bereits im Februar konnte Bezirksstadtrat Stephan Machulik (SPD) die notwendigen Unterlagen einer befristeten Genehmigung aushändigen, nachdem notwendige bauliche Veränderungen und Voraussetzungen für die Tierhaltung geschaffen wurden. Deren Fehlen war im letzten Jahr noch einer der Gründe für die Schließung des Hofes durch das Veterinäramt, was zu Protesten und auch politischen Diskussionen führte. Am Freitag konnte nun bei einer Begehung des Geländes die entsprechende Endabnahme seitens des Amtes erfolgreich abgeschlossen werden.

Großen Andrang gab es auch beim Bratwurststand.

Großen Andrang gab es auch beim Bratwurststand.

Neuer Betreiber, neue Tiere

Die ehemaligen Tiere konnten jedoch nicht zurückgeholt werden. Dafür haben jetzt fünf Ponys mit einem Fohlen, zwei Ziegen und Schafe sowie Hasen dort ihr neues zuhause gefunden. Weitere Tiere sollen noch folgen. Zur Eröffnung mit Musik, Bratwurst und Spielen für die Kinder erschienen zahlreiche Besucher im Cosmarweg, was selbst die Tochter der ehemaligen Ponyhofbesitzer Eisenblätter sowie neuer Betreiberin Harriet Apel als auch Manfred Forstreuter überraschte und den Bratwurstvorrat knapp an seine Grenzen brachte.

Betreiberin Harriet Apel und Unterstützer Manfred Forstreuter (re.) dankten für die Unterstützung seit der Schließung im letzten Jahr.

Betreiberin Harriet Apel und Unterstützer Manfred Forstreuter (re.) dankten für die Unterstützung seit der Schließung im letzten Jahr. Fotos (3): Patrick Rein

Erfolgreiche Zeiten

Besonders für das Gebiet Heerstraße Nord ist die Wiedereröffnung ein positives Zeichen. Dementsprechend groß war auch der Zuspruch der Spandauerinnen und Spandauer – allen voran der Kinder – bei der offiziellen Einweihung. Bleibt zu hoffen, dass die tierschutzrechtlichen Vorgaben auch zukünftig gewährleistet werden um einen erfolgreichen Betrieb zu ermöglichen. Zumindest haben sich bereits jetzt die Worte seit der Erteilung der Genehmigung im Februar zum Inhalt der gestrigen Eröffnungsansprache anscheinend wieder geändert. Vielleicht war dies aber lediglich den Strapazen der letzten Monate geschuldet, so dass nun allen vorangegangenen Widrigkeiten zum Trotz wieder der Weg in erfolgreiche Zeiten des traditionsreichen Ponyhofes beschritten werden kann.

Patrick Rein

Gatower Freibad bleibt dieses Jahr geschlossen

Schließung des Kombibades Süd an der Gatower Straße auch über die Sommermonate sorgt für Empörung.

Zwar ist Spandau einer der wasserreichsten Bezirke Berlins, doch bei seinen Schwimmbädern läuft seit Jahren vieles schief. Nun teilten die Berliner Bäder-Betriebe im Rahmen der letzten Sitzung des Sportausschusses dem zuständigen Stadtrat Gerhard Hanke (CDU) mit, dass in diesem Jahr – im Gegensatz zu den bisherigen Planungen – keine Öffnung des Sommerbades im Kombibad Spandau Süd, besser bekannt als „Gatower“,  stattfinden wird.

Keine Öffnung des Sommerbads an der Gatower Straße in diesem Jahr möglich.

Keine Öffnung des Sommerbads an der Gatower Straße in diesem Jahr möglich.

Betrieb des Bades nicht möglich

In der Schwimmhalle des Kombibades Spandau Süd werden seit dem letzten Jahr Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, die zu einer voraussichtlichen Schließung bis 2014 führen. Geschlossen für den Schwimm- und Trainingsbetrieb war das Bad aber schon länger. Nun wurde bekannt, dass eine Trennung der Wasserkreisläufe zwischen Sommerbad und Schwimmhalle nicht bis zum Beginn der Badesaison hergestellt werden kann. Somit ist ein technischer Betrieb des Sommerbades infolge der Bauarbeiten nicht möglich und es kann kein Badebetrieb im Sommerbad angeboten werden. Stadtrat Gerhard Hanke führt aus: „Nachdem der Bezirk jahrelang mit der Sanierung der Schwimmhalle im Kombibad Spandau Süd hingehalten wurde und durch die Schließung sowohl die Öffentlichkeit als auch die Vereine erhebliche Einschränkungen hinnehmen mussten, sorgen die Berliner Bäder-Betriebe mit der Ankündigung der Nichteröffnung des Sommerbades in diesem Jahr für einen weiteren negativen Paukenschlag. Noch vor wenigen Wochen wurde uns auf Anfrage erklärt, dass der Betrieb des Sommerbades in diesem Jahr gewährleistet sei.“

Sanierungs- und Baumaßnahmen sorgen für eingeschränkten Badespaß.

Sanierungs- und Baumaßnahmen sorgen für eingeschränkten Badespaß. Fotos (2): Patrick Rein

Frühzeitiger Hinweis durch Bäder-Betriebe

Auf Nachfrage erklärte uns Matthias Oloew, Leiter Presse und Kommunikation der Berliner Bäder-Betriebe: „Wir hatten bereits im Dezember darauf hingewiesen, dass der zeitliche Rahmen äußerst eng ist und es demnach zu einer Nichtöffnung kommen könnte. Wir bedauern zutiefst diesen Schritt jetzt gehen zu müssen und wenn auch nur ein kleiner Trost wird das Bad in Staaken dafür in den Sommermonaten länger geöffnet haben.“ Zu den Verzögerungen kam es, da die Senatsverwaltung erst mit achtwöchiger Verspätung die entsprechenden Förderungsgelder zur Verfügung stellte. Die bezirkliche Baugenehmigung lag bereits vor. Außerdem konnten durch den ungewöhnlich harten und langen Winter bauliche Maßnahmen nicht fortgesetzt werden, was zu einem nicht mehr einzuholenden Rückstand führte. Geplant war, das Kombibad Süd für acht Wochen zu öffnen, ein Betrieb von lediglich einem Monat sei hingegen wirtschaftlich nicht zu vertreten.

Damit besteht für den gesamten Bezirk Spandau in diesem Jahr nur die Möglichkeit das Stadtbad Nord in der Radelandstraße und das Sommerbad in Staaken-West ab dem 11.05.2013 zu nutzen.

Patrick Rein

Aus Sonne Eis machen

Am Mittwoch wurde die neue und erste CO2 neutral produzierende Eismanufaktur Deutschlands der Spandauer Florida Eis GmbH offiziell eröffnet.

Nachdem bereits die Zulassungsbegehung erfolgreich verlief, wurde die Produktionsstätte feierlich eingeweiht. Dabei hatte Geschäftsführer Olaf Höhn gleich noch eine Überraschung parat: Neben Berlin und Brandenburg wird die Erfolgsgeschichte nun auch in Bayern zusammen mit dem Haus Wittelsbach und der eigens kreierten „König-Ludwig-Eiscreme“ fortgesetzt. Doch Prestigeobjekt bleibt neben dem Eiscafe in der Klosterstraße – wo vor fast dreißig Jahren alles begann -, dem Bau der Ellipse am Rathaus jetzt die erste umweltschonende Eisproduktion am Zeppelinpark in Staaken.

Baustadtrat Carsten Röding, Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Geschäftsführer Olaf Höhn, Geschäftspartnerin Simone Gürgen mit der "König-Ludwig-Eiscreme" und Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank.

Baustadtrat Carsten Röding, Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Geschäftsführer Olaf Höhn, Geschäftspartnerin Simone Gürgen mit der „König-Ludwig-Eiscreme“ und Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (v. li.).

Abwanderung nach Brandenburg

Dabei war der Weg zur neuen Anlage in Spandau kein einfacher und schon fast spielte der Unternehmer mit dem Gedanken seine Produktion nach Brandenburg zu verlagern, da es schwierig war ein geeignetes Gelände zu finden. Diese scheinen im Bezirk mittlerweile knapp zu werden, wie uns auch andere Firmeninhaber bereits erzählten und ebenso mit Abwanderungsgedanken spielen. Im Fall von Florida Eis konnte dann mit dem aufstrebenden Standort am Zeppelinpark noch ein glückliches Ende gefunden werden. Somit blieben auch die Arbeitsplätze und für die Bezirkskasse dementsprechende Einnahmen erhalten.

Viel Applaus und Informationen für eine umweltschonende Zukunft bei der Eröffnung der CO2-neutralen Produktionsstätte in Staaken.

Viel Applaus und Informationen für eine umweltschonende Zukunft bei der Eröffnung der CO2-neutralen Produktionsstätte in Staaken.

Wirtschaftssenatorin bei Eröffnung

So ließen es sich am Mittwoch auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) als auch Baustadtrat Carsten Röding (CDU) nicht nehmen der Eröffnungsfeier beizuwohnen und dem mittelständischen Unternehmen zur eigenen Erfolgsgeschichte zu gratulieren und sich für die Bereicherungen für den Bezirk zu bedanken. Auch die Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) nahm an den Feierlichkeiten teil und stellte bei ihrer Rede die Bedeutung des Mittelstandes für Berlin nachmals in den Vordergrund.

Die Tiefkühlfahrzeuge werden über Nacht geladen und fahren tagsüber ohne zusätzliche Kühlung durch die Stadt.

Die Tiefkühlfahrzeuge werden über Nacht geladen und fahren tagsüber ohne zusätzliche Kühlung durch die Stadt. Fotos (3): Patrick Rein

Qualität und Ökologie vereinen

Mit der Produktionsstätte, bei der auch weiterhin auf den hohen Qualitätsanspruch Wert gelegt wird, konnten jedoch auch im Bereich des vieldiskutierten Umstiegs auf Erneuerbare Energien und CO2-Einsparungen neue Maßstäbe gesetzt werden. Perimeterdämmung durch Glasschaumschotter, Ausgleich der versiegelten Bodenfläche durch großflächiges Gründach, Photovoltaikanlage und eine noch zu errichtende Windkraftanlage machen Florida-Eis zum Vorreiter bei Qualität und Umweltverträglichkeit.

Um auch anderen Unternehmen einen Anreiz zu geben, hat Olaf Höhn einen Kurzfilm erstellen lassen den Interessierte hier sehen können:

Florida Eis Kurzfilm

Patrick Rein

35 Jahre Arbeitskreis Spandauer Künstler

Ein buntes Haus an der ehemaligen Grenze

Hella Zarski, die gute Seele des ASK (Foto: Ralf Salecker)

Hella Zarski, die gute Seele des ASK (Foto: Ralf Salecker)

Es ist kalt, verschorfter Schnee liegt auf dem Bürgersteig und die Autos rasen an dem flachen bunten Gebäude vorbei. Niemand scheint Notiz von dem Bau an der Heerstraße zu nehmen. Es ist noch nicht lange her, da mussten hier alle einen Stopp einlegen, ob sie wollte oder nicht. Heute kommen die Besucher gerne, nicht nur, um das 35-jährige Jubiläum zu feiern. Die ehemalige Zollstation an der Heerstraße ist heute die Heimstatt vieler Künstler, die sich hier einige Ateliers teilen.

1978 gründete der Spandauer Maler Otto Witte diese unentwegte Gruppe, von der damals kaum jemand annahm, dass sie so lange Bestand haben würde. Er selbst kann dieses Jubiläum nicht mehr feiern da schon 1984 verstarb. 1991 bezog der Arbeitskreis Spandauer Künstler die alte Zollstation an der Heerstraße. Der Einzug war gleichzeitig eine Rettungsaktion für das Gebäude. Eigentlich sollte es dem Bagger weichen. Mit Transparenten vor dem Rathaus setzten sie sich für den Erhalt des Gebäudes ein.

Bunte künstlerische Vielfalt in der Zollstation

Schon von außen macht der Flachbau deutlich, hier geht es künstlerisch zu. Tritt man hinein, ist kaum ein freies Fleckchen Wand zu entdecken. Bilder über Bilder in den unterschiedlichsten Malstilen schmücken die Wände und machen deutlich, hier wird mit viel Elan gemalt.

Die älteste Dame im Künstlerkreis ist stolze 92 Jahre alt, erzählt Hella Zarski, die Vorsitzende des ASK. Seit mehr als 10 Jahren leitet sie die Geschicke des Vereins. In vielen Ausstellungen präsentierten die Mitglieder die Ergebnisse ihrer Arbeit. Zuletzt unter dem Titel „Vielfalt statt Einfalt“ im Gotischen Haus.

Selbst in der Schweiz wurden Werke der Künstler schon präsentiert. Das aufregendste Erlebnis war aber eine große Ausstellung in der Petri-Kirche in Riga, erzählt mit großer Begeisterung Helga Zarski. Der ehemalige Kunstamtsleiter Gerd Steinmöller pflegte einen freundschaftlich-künstlerischen Austausch mit der Stadt in Lettland. Die Ausstellung des ASK dort war die erste deutsche Ausstellung nach 50 Jahren dort gewesen.

Offene Ateliers

Jeden 1. Und 3. Sonntag im Monat können Besucher sich von der Kunstfertigkeit im Haus überzeugen. Von 14 bis 17 Uhr sind diese bei freiem Eintritt gerne gesehen.

Kunst von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen ist hier präsent. Seit kurzem nutzt eine iranische Künstlerin ein Atelier dort. Ein Yankton-Sioux-Indianer, Robert Alan Packard, fertigt kunstvolle Skulpturen und Pfeifenköpfe aus einem speziellen blutroten Tonstein, dem Catlinit, der nur in seiner Heimat South Dakota vorkommt.

Die Bilder von Hella Zarski finden ihren Ursprung in der Natur – Steine am Ostseestrand oder von Wind und Wellen geformte Zweige. Ganz anders sind die Bilder von Karin Schulte – Götel. Sie war früher in der Modebranche tätig und gibt sich nun abstrakten Ölbildern mit warmen explosiven Farben hin. Klaus Linderhaus ist gleich in doppelter Art und Weise tätig. Als Flaneur durchwandert er die Stadt und beschreibt seinen Blick auf Berlin in Lesungen. Seine Bilder dagegen sind Skizzen der Stadt in Tusche und Aquarell.

Ein Besuch im Haus an der Heerstraße lohnt sich also in jedem Fall.

 

Termine

17. März: Lesung der Autorengruppe Dichtung und Wahrheit um 15 Uhr

26. Mai: Kunst und Maibowle von 14 bis 19 Uhr

11. August: Sommerfest von 14 bis 19 Uhr

Weiteres auf: http://www.ask-galerie-berlin.de/

Comeback des Ponyhof Staaken

Mit einer neuen Betreiberin und überzeugendem Konzept konnte dem Ponyhof endlich eine befristete Genehmigung erteilt werden

Der Ponyhof Staaken war eins der bestimmenden Themen des letzten Jahres. Auf jeden Sonnenschein folgten wieder Regentropfen – oder wie in diesem Fall Wehmutstropfen. Doch jetzt geht endgültig und nahezu unwiderruflich die Sonne auf: Stadtrat Stephan Machulik (SPD) überreichte gestern der neuen Betreiberin Apel im Beisein von Förderer und Berater Forstreuter die entsprechenden Unterlagen zur befristeten Genehmigung nach § 11 des Tierschutzgesetzes.

Stadtrat Stephan Machulik (Mitte) überreichte die befristete Genehmigung in Form einer passenden Mappe an die Betreiberin Apelt und Berater Forstreuter.

Stadtrat Stephan Machulik (Mitte) überreichte die befristete Genehmigung in Form einer passenden Mappe an die Betreiberin Apel und Berater Forstreuter.

Vergangenes ruhen lassen

Nachdem immer wieder Streitigkeiten aufkeimten, sich sogar eine Bürgerinitiative gegründet hatte und ständig neue Beschuldigungen – meist unsachlich und teils diffamierend – erhoben wurden, dauerte es seine Zeit bis letztendlich konstruktiv und gemeinsam an einer Lösung gearbeitet werden konnte. Seit September gingen Betreiberin und Förderer – bekannt durch das gleichnamige Autohaus – bereits in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Spandauer Veterinäramt ans neue Konzept. Im Ergebnis stehen jetzt eine neue Betreiberform, eine Neuordnung der nutzbaren Weide‑ und Auslaufflächen, ein Wirtschaftsplan und ein verbindlicher tierärztlicher Betreuungsplan, welche schließlich zur Antragstellung im Dezember führten.

Noch hütet ein unechtes Schwein den Ponyhof bis die neuen Bewohner nach und nach eintreffen.

Noch hütet ein unechtes Schwein den Ponyhof bis die neuen Bewohner nach und nach eintreffen. Fotos (2): Patrick Rein

Eröffnung am 7. April

Nach einer Vor-Ort-Begehung am 29. Januar konnte die Genehmigung schnell erteilt werden. Diese ist Voraussetzung um am Cosmarweg wieder gewerbsmäßig einen Ponyreitbetrieb für Kinder zu führen, sowie durch Haltung von Tieren – wie Schafe oder Ziegen – diesen Tierhaltung näher bringen zu können. So blickt nun auch Apelt positiv der Zukunft entgegen und freut sich auf die große Eröffnung am 7. April ab 14 Uhr. Bei freiem Eintritt und den bis dahin eingetroffenen Tieren – allen voran 7 Ponys – kann sich jeder selbst einen Überblick über die Veränderungen verschaffen.

Stadtrat froh und zuversichtlich

Damit kann das Spandauer Bezirksamt – nach der Bestätigung im Fall Schafherde und Auszeichnung des Veterinäramtes durch die Tierschutzorganisation PETA als Deutschlands Bestes – nun die Akte Ponyhof schließen. Der Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Ordnung Stephan Machulik führt aus: „Das Spandauer Veterinäramt und ich selbst haben stets die Unterstützung für die Erarbeitung eines neuen Konzeptes signalisiert und den Prozess wohlwollend begleitet, um die Voraussetzungen zu schaffen, eine Neueröffnung eines Ponyhofes an dieser Stelle zu ermöglichen. Den wenigen öffentlichen und politischen Akteuren, die sich kritisch und zum Teil diffamierend über das notwendige Vorgehen des Amtes geäußert haben, ist es nicht gelungen das Bemühen der neuen Betreiber um eine konstruktive Lösung in Kooperation mit dem Veterinäramt nachhaltig zu verhindern. Wir sind froh, dass die neue Betreiberin und der Förderer des Ponyhofs Staaken sich ausreichend Zeit genommen haben ihre Ideen zu entwickeln und nun die Möglichkeit erhalten haben, diese konsequent umzusetzen.“

Patrick Rein

Vorsicht an der Tür: Trickdiebe auch in Spandau unterwegs

Besonders ältere Bewohner sind wieder vermehrt Opfer von Trickdieben an der Haustür geworden

Die Maschen der Verbrecher sind meist nicht neu, dennoch stellen besonders Ältere immer noch ein gefundenes Fressen für kriminelle Energie dar. Dabei sind vermutlich verschiedene Tätergruppen in ganz Berlin und auch Spandau mit unterschiedlicher Taktik unterwegs. Skepsis und Vorsicht sollten daher geboten sein und im Sinne der Nachbarschaftshilfe besonders bei älteren Mitbewohnern ein zusätzliches Auge geworfen werden.

Sicherheitsvorkehrungen an der Tür bieten dennoch Platz um sich vom gegenüber ausweisen zu lassen.

Sicherheitsvorkehrungen an der Tür bieten dennoch Platz um sich vom gegenüber ausweisen zu lassen. Foto: Patrick Rein

Schornsteinfeger weisen sich immer aus

So klingelten beispielsweise am Mittwoch nach Neujahr zwei Männer gegen 11 Uhr an der Wohnungstür eines 81-Jährigen in Zehlendorf und gaben vor, den defekten Schornstein reparieren zu müssen. Nachdem das Duo wieder gegangen war, stellte der Mieter das Fehlen von Schmuck fest. Ebenso eine Woche später um fast dieselbe Uhrzeit erhielt auch eine 73-Jährige in Alt-Hohenschönhausen Besuch zweier angeblicher Schornsteinfeger. Während einer der Männer die Frau ablenkte, entwendete dessen Komplize Schmuck aus dem Schlafzimmer. Gerade Schornsteinfeger weisen sich immer aus und kündigen ihren Besuch auch frühzeitig an.

Telekommunikationsmitarbeiter in Spandau

In Staaken erschienen zur Mittagszeit bei einem 81-Jährigen im Magistratsweg zwei Männer, die sich als Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens vorstellten. Sie erbeuteten Geld, als sie den Mann ablenkten. Kurze Zeit später klingelten dann zwei Unbekannte mit derselben Masche bei einer 88-Jährigen im Bollmannweg in der Wilhelmstadt. Nachdem die Männer wieder gegangen waren, stellte die Frau fest, dass ihr Schmuck und Geld fehlten.

Falsche Nachbarschaftshilfe

Unter dem Vorwand, eine Nachricht für einen Nachbarn hinterlassen zu wollen, bat eine Unbekannte in Tempelhof um einen Zettel sowie einen Stift. Während die 88-jährige Mieterin die gewünschten Gegenstände aus der Küche holte, folgte ihr die Frau und hielt plötzlich ein großes Tuch hoch. Als die betagte Dame dann Geräusche aus dem Flur hörte, verscheuchte sie die Unbekannte aus der Wohnung. In diesem Fall wurde glücklicherweise nichts entwendet. Die Ermittlungen zu den Sachverhalten hat das zuständige Fachkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

Polizei-SpandauTipps der Polizei

Die Polizei rät, niemals Fremde in die Wohnung zu lassen, sich Dienst- bzw. Firmenausweise zeigen zu lassen, bei den jeweiligen Behörden oder Institutionen zur Bestätigung der Richtigkeit anzurufen und im Zweifelsfall Angehörige oder Nachbarn hinzuzuziehen. Wer ehrliche Absichten hat, hat dafür immer Verständnis.

Niemand verlangt von ihnen, selbst den Helden zu spielen und sich körperlich überlegenen Straftätern in den Weg zu stellen. Aber Sie können der Polizei helfen: Prägen Sie sich das Aussehen des Täters ein und alarmieren Sie so schnell wie möglich die Polizei. Von jedem öffentlichen Telefon aus können Sie auch ohne Münzen und ohne Telefonkarte die Notrufnummer 110 wählen – ebenso ist auch beim Handy der Notruf immer kostenfrei verfügbar.

Patrick Rein

Ein Abend mit Weihbischof i.R. Weider

Freitag, 9. November 2012 | um 19 Uhr

Ein Abend mit Weihbischof i.R. Weider
Weihbischof i.R. Wolfgang Weider berichtet über Erlebnisse im geteilten Bistum Berlin und in Staaken

Kriminalität in Spandau steigt

Nach dem in der letzten Woche vorgestellten Kriminalitätsatlas für Berlin 2011 steigen Straftaten im Bezirk

Nicht nur beim Bevölkerungswachstum steigen die Zahlen für Spandau, auch im jetzt veröffentlichten  Kriminalitätsatlas wird ein Zuwachs an kriminellen Handlungen verzeichnet. Schon in den letzten Jahren hatte Spandau neben Tiergarten und Mitte einen der vorderen Plätze eingenommen. Während die beiden zentralen Bezirke gerade Touristenschwerpunkte als auch Veranstaltungstechnisch deutlich stärker genutzt werden, liegen die Ursachen des Anstiegs in unserem Randbezirk an anderen Stellen, was die folgenden Auszüge verdeutlichen.

Auf nahezu allen Veranstaltungen informiert die Polizei über Präventionsmaßnahmen.

Auf nahezu allen Veranstaltungen informiert die Polizei über Präventionsmaßnahmen. Foto: Patrick Rein

Spandau

Dem Kriminalitätsatlas liegen wie allen statistischen Erhebungen verschiedene Indikatoren zu Grunde, die einen Vergleich möglich machen. Demnach werden so wohl Bevölkerungsdichte als auch Einwohnerzahl und ähnliches mit einbezogen. Die besonders starken Belastungen Spandaus sind bei nahezu allen betrachteten Delikten ob Raub, Körperverletzung oder Diebstahl festzustellen. Gerade der Ladendiebstahl macht rund ein Drittel aller Diebstähle ausmacht. Dafür dürften das Einkaufcenter Spandauer Arcaden und die Altstadt mit seinen vielen Geschäften verantwortlich sein. In der Adventszeit zieht unser stadtweit bekannter Weihnachtsmarkt eine Vielzahl von nicht hier wohnenden Personen an, was sich mit einer eher durchschnittlichen Einwohnerzahl in der Gesamtheit auf die Häufigkeitszahl auswirkt.

 Neustadt

Die Spandauer Neustadt gehört zu den Bereichen Berlins mit der höchsten Bevölkerungsdichte und einer eher schlechten Wohnlagen. Die dort vorhandene ungünstige Sozialstruktur hat ebenfalls Einfluss auf die Anzahl der registrierten Straftaten. Da mit dem Fernbahnhof sowie überbezirklich attraktiven Veranstaltungen aber auch Ortsfremde zu Gast sind, steigt auch die angezogene kriminelle Energie. Dennoch sind die Ergebnisse beunruhigend und kein schönes Zeichen, sollten aber auch dennoch relativ betrachtet werden.

Die Polizei hat in Spandau viel zu tun.

Die Polizei hat in Spandau viel zu tun.

Siemensstadt

In Siemensstadt sind nennenswerte Zunahmen bei den Diebstählen rund um Kraftfahrzeuge und beim Ladendiebstahl zu verzeichnen. Für das Letztgenannte ist die Eröffnung des Einkaufszentrums „Siemensstadt-Park“ an der Nonnendammallee Mitte 2010 verantwortlich. Als Erklärung für die Kraftfahrzeugdiebstähle wird die Nähe zum Flughafen Tegel angeführt, da sich die Delikte bei Fluggästen die ihr Fahrzeug in angrenzenden Gebieten parken um die Gebühren zu sparen in den letzten Jahren gestiegen ist.

Staaken

Hinsichtlich der Entwicklung in den einzelnen Ortsteilen von 2006 zu 2011 ist festzustellen, dass insbesondere Staaken eine ungünstige Entwicklung im Verhältnis zu Berlin insgesamt aufweist. Staaken setzt sich aus mehreren Hochhaussiedlungen zusammen und die Mieterstruktur ist eher sozial schwach. Der Migrantenanteil liegt zwischen 30 und 40%. Die Gegebenheiten der Hochhäuser bieten gute Fluchtmöglichkeiten und aufgrund der Anonymität findet eine Sozialkontrolle kaum statt. Insbesondere im Bereich der Heerstraße-Nord halten sich straffällig gewordene Jugendliche auf, die auch Raubüberfälle auf Geschäfte begehen. Hier wird bereits mit Mehrfach- und Intensivtäterprogrammen der Polizei reagiert.

Patrick Rein

Schüler zeigen die historischen Staakener Schätze

Schüler zeigen die historischen Staakener Schätze

Das Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen

Die Schule „Am Kleeblatt“ lädt zu einer historischen Zeitreise ein

Am Mittwoch den 5. September organisiert die Schüler der Schule am Staakener Kleeblatt einen Wandertag rund um das Schulgebäude und die unmittelbare Umgebung. Im Rahmen des Modellprogramms „Kulturagenten für kreative Schulen“ haben die Schüler nämlich eine Fotoausstellung, eine Soundcollage und einen historischen Rundgang entwickelt, der die Teilnehmer in die ästhetischen und künstlerischen Schätze des Kiez einweihen soll. Der Rundgang geht entlang des ehemaligen Fliegerhorsts zum Flugfeld und ins Zentrum von Staaken zurück. Der alte Zeppelin-Flughafen wird durch die Schüler zu neuem Leben erweckt.

Während dem Rundgang werden die Schüler an markanten Stellen anhalten und Experten und Zeitzeugen anhand einer von den Schülern entwickelten Soundcollage zu den historischen Begebenheiten abfragen.  Teilnehmer können zum Beispiel mehr über die Nutzung der Schule als Kaserne und später als Krankenhaus erfahren. Auch Fotogalerien und ein selbst gebauter Zeppelin werden die Zuschauer in die damalige Zeit wahrheitsgetreu zurückversetzen. Die Schätze von Staaken sind zum Greifen nahe.