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Der Ponyhof Staaken ist zurück

Am Sonntag öffnete der Ponyhof im Cosmarweg endlich wieder seine Tore – mit Tieren, Musik, Bratwurst und vielen Besuchern.

Nach vielen schlaflosen Nächten – wie es Unterstützer Manfred Forstreuter beschrieb – hatte das Warten der Staakener endlich ein Ende. Mit Hasen, Ziegen und natürlich Ponys feierte der Ponyhof Neueröffnung. Unter der Leitung von Harriet Apel folgten Kinder und Erwachsene der Einladung und begutachteten, was sich in den letzten Monaten verändert hat.

Mit neuen Tieren startet der Ponyhof Staaken in die Zukunft.

Mit neuen Tieren startet der Ponyhof Staaken in die Zukunft.

Voraussetzungen geschaffen

Bereits im Februar konnte Bezirksstadtrat Stephan Machulik (SPD) die notwendigen Unterlagen einer befristeten Genehmigung aushändigen, nachdem notwendige bauliche Veränderungen und Voraussetzungen für die Tierhaltung geschaffen wurden. Deren Fehlen war im letzten Jahr noch einer der Gründe für die Schließung des Hofes durch das Veterinäramt, was zu Protesten und auch politischen Diskussionen führte. Am Freitag konnte nun bei einer Begehung des Geländes die entsprechende Endabnahme seitens des Amtes erfolgreich abgeschlossen werden.

Großen Andrang gab es auch beim Bratwurststand.

Großen Andrang gab es auch beim Bratwurststand.

Neuer Betreiber, neue Tiere

Die ehemaligen Tiere konnten jedoch nicht zurückgeholt werden. Dafür haben jetzt fünf Ponys mit einem Fohlen, zwei Ziegen und Schafe sowie Hasen dort ihr neues zuhause gefunden. Weitere Tiere sollen noch folgen. Zur Eröffnung mit Musik, Bratwurst und Spielen für die Kinder erschienen zahlreiche Besucher im Cosmarweg, was selbst die Tochter der ehemaligen Ponyhofbesitzer Eisenblätter sowie neuer Betreiberin Harriet Apel als auch Manfred Forstreuter überraschte und den Bratwurstvorrat knapp an seine Grenzen brachte.

Betreiberin Harriet Apel und Unterstützer Manfred Forstreuter (re.) dankten für die Unterstützung seit der Schließung im letzten Jahr.

Betreiberin Harriet Apel und Unterstützer Manfred Forstreuter (re.) dankten für die Unterstützung seit der Schließung im letzten Jahr. Fotos (3): Patrick Rein

Erfolgreiche Zeiten

Besonders für das Gebiet Heerstraße Nord ist die Wiedereröffnung ein positives Zeichen. Dementsprechend groß war auch der Zuspruch der Spandauerinnen und Spandauer – allen voran der Kinder – bei der offiziellen Einweihung. Bleibt zu hoffen, dass die tierschutzrechtlichen Vorgaben auch zukünftig gewährleistet werden um einen erfolgreichen Betrieb zu ermöglichen. Zumindest haben sich bereits jetzt die Worte seit der Erteilung der Genehmigung im Februar zum Inhalt der gestrigen Eröffnungsansprache anscheinend wieder geändert. Vielleicht war dies aber lediglich den Strapazen der letzten Monate geschuldet, so dass nun allen vorangegangenen Widrigkeiten zum Trotz wieder der Weg in erfolgreiche Zeiten des traditionsreichen Ponyhofes beschritten werden kann.

Patrick Rein

Comeback des Ponyhof Staaken

Mit einer neuen Betreiberin und überzeugendem Konzept konnte dem Ponyhof endlich eine befristete Genehmigung erteilt werden

Der Ponyhof Staaken war eins der bestimmenden Themen des letzten Jahres. Auf jeden Sonnenschein folgten wieder Regentropfen – oder wie in diesem Fall Wehmutstropfen. Doch jetzt geht endgültig und nahezu unwiderruflich die Sonne auf: Stadtrat Stephan Machulik (SPD) überreichte gestern der neuen Betreiberin Apel im Beisein von Förderer und Berater Forstreuter die entsprechenden Unterlagen zur befristeten Genehmigung nach § 11 des Tierschutzgesetzes.

Stadtrat Stephan Machulik (Mitte) überreichte die befristete Genehmigung in Form einer passenden Mappe an die Betreiberin Apelt und Berater Forstreuter.

Stadtrat Stephan Machulik (Mitte) überreichte die befristete Genehmigung in Form einer passenden Mappe an die Betreiberin Apel und Berater Forstreuter.

Vergangenes ruhen lassen

Nachdem immer wieder Streitigkeiten aufkeimten, sich sogar eine Bürgerinitiative gegründet hatte und ständig neue Beschuldigungen – meist unsachlich und teils diffamierend – erhoben wurden, dauerte es seine Zeit bis letztendlich konstruktiv und gemeinsam an einer Lösung gearbeitet werden konnte. Seit September gingen Betreiberin und Förderer – bekannt durch das gleichnamige Autohaus – bereits in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Spandauer Veterinäramt ans neue Konzept. Im Ergebnis stehen jetzt eine neue Betreiberform, eine Neuordnung der nutzbaren Weide‑ und Auslaufflächen, ein Wirtschaftsplan und ein verbindlicher tierärztlicher Betreuungsplan, welche schließlich zur Antragstellung im Dezember führten.

Noch hütet ein unechtes Schwein den Ponyhof bis die neuen Bewohner nach und nach eintreffen.

Noch hütet ein unechtes Schwein den Ponyhof bis die neuen Bewohner nach und nach eintreffen. Fotos (2): Patrick Rein

Eröffnung am 7. April

Nach einer Vor-Ort-Begehung am 29. Januar konnte die Genehmigung schnell erteilt werden. Diese ist Voraussetzung um am Cosmarweg wieder gewerbsmäßig einen Ponyreitbetrieb für Kinder zu führen, sowie durch Haltung von Tieren – wie Schafe oder Ziegen – diesen Tierhaltung näher bringen zu können. So blickt nun auch Apelt positiv der Zukunft entgegen und freut sich auf die große Eröffnung am 7. April ab 14 Uhr. Bei freiem Eintritt und den bis dahin eingetroffenen Tieren – allen voran 7 Ponys – kann sich jeder selbst einen Überblick über die Veränderungen verschaffen.

Stadtrat froh und zuversichtlich

Damit kann das Spandauer Bezirksamt – nach der Bestätigung im Fall Schafherde und Auszeichnung des Veterinäramtes durch die Tierschutzorganisation PETA als Deutschlands Bestes – nun die Akte Ponyhof schließen. Der Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Ordnung Stephan Machulik führt aus: „Das Spandauer Veterinäramt und ich selbst haben stets die Unterstützung für die Erarbeitung eines neuen Konzeptes signalisiert und den Prozess wohlwollend begleitet, um die Voraussetzungen zu schaffen, eine Neueröffnung eines Ponyhofes an dieser Stelle zu ermöglichen. Den wenigen öffentlichen und politischen Akteuren, die sich kritisch und zum Teil diffamierend über das notwendige Vorgehen des Amtes geäußert haben, ist es nicht gelungen das Bemühen der neuen Betreiber um eine konstruktive Lösung in Kooperation mit dem Veterinäramt nachhaltig zu verhindern. Wir sind froh, dass die neue Betreiberin und der Förderer des Ponyhofs Staaken sich ausreichend Zeit genommen haben ihre Ideen zu entwickeln und nun die Möglichkeit erhalten haben, diese konsequent umzusetzen.“

Patrick Rein

Umstrukturierung der Spandauer Bürgerämter

Eröffnung von Bürgerbüros – Dienstleistung auf Termin

Umstrukturierung der Spandauer Bürgerämter

Das Spandauer Rathaus Foto: Ralf Salecker

Das Angebot der Spandauer Bürgerämter wurde umstrukturiert, um sich an den Personalmangel anzupassen. Die drei stationären Bürgerämter werden auf ein einziges reduziert. Die drei mobilen bürgeramtlichen Außenstellen in Kladow, Wasserstadt und Falkenhagener Feld werden in sogenannte Bürgerbüros umorganisiert und bedienen künftig nur noch per Termin. Der zuständige Stadtrat Stefan Machulik (SPD) erklärt das die Bürgerbüros fünf Tage in der Woche geöffnet sein werden. Personaldokumente kann man in den Bürgerbüros beauftragten, müssen jedoch im Spandauer Rathaus abgeholt werden.  Das seit Jahresanfang geschlossene Bürgeramt in Kladow soll ab Januar 2013 als Bürgerbüro wieder öffnen.

Grund für die Umstrukturierung und für den Personalmangel ist die hohe Verschuldung der Stadt Berlin. Ende 2015 wird der Schuldenberg die 65-Milliarden-Schwelle überschreiten, also 18600€ pro Einwohner. Deshalb wurde der Personalbestand der Berliner Bezirke in den letzten Jahren von 54.608 auf 24.117 Angestellte reduziert. Diese Tendenz wird auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

Bürgerbüros in Spandau, der Weg aus der Krise?

Bürgerämter leiden unter extremem Personalmangel

Stephan Machulik, Bezirksstadtrat Abteilung Bürgerdienste und Ordnung und sein Team (Foto: Ralf Salecker)

Stephan Machulik, Bezirksstadtrat Abteilung Bürgerdienste und Ordnung und sein Team (Foto: Ralf Salecker)

Wartezeiten in den Bürgerämtern und lange Schlangen sind seit Jahren nichts Neues. In Kladow und Haselhorst (Wasserstadt) hatten die kleineren Außenstellen fast häufiger geschlossen, als dass sie erreichbar waren. So empfanden es viele Bürger, die ihren Frust dann an den ohnehin überarbeiteten Mitarbeiter ausließen. Dabei ist Spandau nicht alleine. Viele Berliner Bezirke kämpfen mit ähnlichen Problemen. Da man mit den meisten Anliegen in jedem Bürgeramt Berlins sein Glück versuchen kann, entwickelte sich so etwas, wie ein kleiner „Touristenstrom ins Bürgeramt Kladow“ – die bequeme Fähre aus Wannsee machte es möglich.

Man spart sich zu Tode

Berlin hat kein Geld. Die Bezirke ebenso nicht. In der Folge gibt es seit Jahren erhebliche Personaleinsparungen im Land und den Bezirken. Manch einer meint, hier spart man sich zu Tode, weil immer weniger Leistungen erbracht werden können, die Anforderungen an die Mitarbeiter durch zusätzliche Aufgaben weiterhin zunehmen. Heinz Buschkowsky (SPD) meinte einmal: „Es ist irrsinnig, was die alles leisten sollen.“  Von 1998 bis 2010 wurde der Personalbestand aller Berliner Bezirke von 54.608 auf 24.117 reduziert, also mehr als halbiert. Die Personalprobleme werden sich kurz- und mittelfristig noch verschärfen, denn der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter lag 2010 bei 49 Jahre. Irgendwann gehen sie in Pension. Nachfolger fehlen, da kaum noch ausgebildet wird und keine geeigneten Fachkräfte existieren, die eingestellt werden könnten.

Bürgerbüro statt Bürgeramt

Bisher gab es das zentrale Bürgeramt im Rathaus, sowie die beiden Außenstellen in der Wasserstadt und Kladow. Dazu kamen drei mobile Bürgerämter und die Möglichkeit der Heim- und Hausbesuche. Da sich alle Bürgerämter ohne Personal schlicht und einfach nicht vollständig betreiben lassen, will man nun einen neuen Weg gehen, der aus der Misere der unregelmäßig geöffneten Bürgerämter führen soll. Aus den Außenstellen sollen zukünftig Bürgerbüros werden, die in neuen – kostengünstigeren – Liegenschaften untergebracht sind. Eine Kombination mit anderen Dienstleistungsangeboten des Bezirksamtes ist wünschenswert. In den Bürgerbüros werden keine Spontanbesuche mehr möglich sein. Ohne Termin geht dort nichts mehr.

Stephan Machulik, Bezirksstadtrat Abteilung Bürgerdienste und Ordnung, will so ein effizienteres Arbeiten ermöglichen, da während der Terminvergabe schon geklärt werden kann, was im Einzelfall benötigt wird, um so im Idealfall auch mehrere Besuche unnötig zu machen. Das Bürgeramt Kladow, welches seit einiger Zeit seine Pforten geschlossen hat, soll als Bürgerbüro Anfang 2013 wieder öffnen und an fünf Tagen in der Woche seinen Service anbieten.

Periodische Schlangenbildung

Im Rathaus kam es immer wieder vor, dass im Laufe des Tagesverlaufs keine Wartemarken mehr ausgegeben wurden. In der Folge kam es zu dem Phänomen, dass sich besonders dienstags und donnerstags schon lange vor Öffnung des Bürgeramtes eine Warteschlange bildete. Ein Weilchen nach Schalteröffnung entspannt sich die Lage dann wieder deutlich. Hier wäre also durchaus ein späteres Erscheinen zu empfehlen, mit weniger Wartezeit doch ans Ziel zu kommen …

 

Ralf Salecker

  • 115: Neue Nummer der Spandauer Bürgerämter

Zirkus statt Theater

Der gestern gefundene Kompromiss zwischen Bezirksamt und Zirkus Julius Renz ist offiziell

Nachdem in den letzten Tagen viel über Tierschutz und Zirkus diskutiert wurde, erteilte das Bezirksamt Spandau nun unter Auflagen eine vorläufige Auftrittsgenehmigung (siehe auch Bericht hier). Auch wenn nicht eindeutig zu klären ist, wo genau die Wahrheit liegt, ist es nun an der Zeit, das menschliche Schicksal in den Vordergrund zu rücken: Denn eine 16-köpfige Zirkusfamilie steht nach den Ausfällen der vergangenen Tage vor dem Ruin.

Die Tiere werden sich in Spandau nicht mehr dem Publikum zeigen.

Die Tiere werden sich in Spandau nicht mehr dem Publikum zeigen. Foto: Patrick Rein

Vorstellung ohne Tiere

Bereits heute mit zwei Vorstellungen um 15 Uhr und 18 Uhr möchten sich die Zirkusleute wieder dem Publikum präsentieren. Die Tiere, so besagt es der Kompromiss, dürfen nicht gezeigt werden, wodurch Akrobatik als auch Feuershow noch mehr in den Vordergrund rücken. Im artistischen Teil begeistert Svetlana Trechina, damals im Moskauer Staatszirkus ausgebildet, auf Drahtseil und RolaRola. Und für die humorvolle Unterhaltung sorgt der Clown Sergey. Da auf die Tiere verzichtet wird, wurden die Preise auf 12 bzw. 10 Euro ermäßigt gesenkt. Am Sonntag beginnen die Vorstellungen um 11 Uhr und 15 Uhr, unter der Woche (außer Dienstag ist Ruhetag) um 17 Uhr. Der Zirkus Renz gastiert noch bis zum 20. Mai auf dem Gelände am Brunsbüttler Damm, weit entfernt von den Spandau Arcaden.

Tierschutz versus Existenzverlust

Dunkle Wolken über dem Zirkus Renz. Das große Zelt wurde abgebaut.

Dunkle Wolken über dem Zirkus Renz. Das große (hintere) Zelt wurde abgebaut. Foto: Patrick Rein

Die Meinungen über Zirkustiere gehen weit auseinander. Generell hat sich in den letzten Jahrzehnten die Haltung dem Zirkus gegenüber geändert – Raubtiere und Elefanten sind kaum noch zu finden. Dennoch hat diese Art der Unterhaltung eine lange Tradition und auch seine Daseinsberechtigung. Selbstverständlich müssen die Gesetze zum Schutz der Tiere eingehalten werden. Ob der Zirkus Renz hier tatsächlich gegen verstoßen hat, kann an dieser Stelle nicht geklärt werden. Doch egal welche Einstellung vertreten wird – es geht jetzt um das menschliche Schicksal. Spandau sollte nicht Schuld am Ende des Zirkus Renz sein. Jeder ist aufgerufen, sich selbst ein Bild über die Zirkusfamilie zu machen und dafür zu sorgen, dass neben den Tieren auch die Kinder weiter versorgt werden können.

Die Lamas als auch alle anderen Zirkustiere blicken in eine ungewisse Zukunft.

Die Lamas als auch alle anderen Zirkustiere blicken in eine ungewisse Zukunft. Foto: Patrick Rein

Spandau in der Vorreiterrolle

Durch das Vorgehen des Veterinäramtes und dem daraus entstandenem öffentlichen Interesse, ist die Debatte über Zirkus und Tierhaltung neu entfacht. Das Bezirksamt Spandau hat im Rahmen der geltenden Gesetze gehandelt und wird es auch weiterhin so handhaben. Das ist richtig und gut im Sinne des Tierschutzes. Doch nachdem die strengen Augen des Ordnungsamtes ihre Bedenken relativiert haben, sollten die Spandauer Bürgerinnen und Bürger dem Zirkus Julius Renz mit ihrem Besuch auch eine Chance geben. Und wenn für jeden Künstler der Applaus die schönste Anerkennung ist, so macht dieser niemanden satt.

Eilmeldung: Zirkus Renz bittet um Entschuldigung

Auftrittsverbot bestand trotz anderslautender Meldung der Zirkusfamile weiterhin, Familie Renz bangt um Existenz

Am heutigen Nachmittag verschickte der Zirkus Julius Renz, welcher seine Zelte momentan auf dem Gelände an den Spandauer Arcaden aufgeschlagen hat, eine Meldung dass das vom Bezirksamt Spandau erteilte Auftrittsverbot ausgesetzt wurde. Pünktlich zum Veranstaltungsbeginn strömten jedoch nicht die Zuschauer sondern Ordnungsamt, Polizei und der zuständige Stadtrat Stephan Machulik (SPD) zum Veranstaltungsort. Der Grund: Das Verbot war, wie wir am Mittwoch ausführlich berichteten („Kein Zirkus an den Arcaden“), weiterhin in Kraft.

Statt Zuschauern stand das Ordnungsamt vorm Zirkus Renz.

Statt Zuschauern stand das Ordnungsamt vorm Zirkus Renz. Foto: Patrick Rein

Hitzige Diskussion

Es folgten sachliche als auch emotional geführte Gespräche zwischen Bezirksleitung, Ordnungshütern, Vermittlern und den um ihre Existenz fürchtenden Zirkusleuten. Gegenstand der Diskussion sind wie so oft Paragraphen, Gutachten und Bürokratie. Das Veterinäramt stellte bei seiner Untersuchung an den Zirkustieren Mängel fest, die bei einer zweiten unabhängigen tierärztlichen Untersuchung ausgeräumt wurden. Diese war vom Bezirksamt selbst in Auftrag gegeben. War aber nicht wie verbreitet von einem Amtstierarzt Berlin durchgeführt – denn diesen gibt es nicht. Dadurch behielt auch die Entziehung der Auftrittsgenehmigung ihre Gültigkeit.

Kompromiss gefunden

Stadtrat Stephan Machulik (SPD) und Familie Renz suchten Kompromiss.

Stadtrat Stephan Machulik (SPD) und Familie Renz suchten Kompromiss. Foto: Patrick Rein

Mittlerweile konnte die Zirkusleitung jedoch anfangs fehlende Impfpässe vorlegen und auch eine allgemeine Unterernährung der Tiere muss zurückgenommen werden. Stadtrat Stephan Machulik war daher gemeinsam mit der am Nervenzusammenbruch stehenden Familie Renz mehrere Stunden um einen Kompromiss bemüht. Dieser scheint jetzt gefunden und wir werden morgen früh ausführlich berichten, ob er auch offiziell zustande kommt. Generell bleibt festzuhalten, dass die Spandauer Behörden ausschließlich im Sinne des Tierschutzes gehandelt haben. Es bestanden zwar auch baurechtliche Beanstandungen bezüglich des großen Zeltes, die aber erklärt wurden.

Schutz der Tiere war die Prämisse, die Pferde dürften auftreten.

Schutz der Tiere war die Prämisse, die Pferde dürften auftreten. Foto: Patrick Rein

Renz braucht die Spandauer

Dadurch steht jedoch eine 16-köpfige Zirkusfamilie kurz vor dem Ruin. Es liegt an den Spandauern ihnen jetzt zu helfen, denn der Kompromiss sieht eine vorläufige Auftrittserlaubnis mit Pferden und Tauben vor. Der Schwerpunkt hingegen wird auf Akrobatik und der atemberaubenden Feuershow liegen. Wenn die Erlaubnis erteilt wird, würden sich die Zirkusleute über jeden Zuschauer freuen. Denn sie wollen keine Almosen sondern sich jeden Cent verdienen. Wie oben angekündigt werden wir morgen früh ausführlich über den Kompromiss als auch das Schicksal des Zirkus Renz berichten.

115: Neue Nummer der Spandauer Bürgerämter

Ab sofort schneller und besser zu erreichen

Die Spandauer Bürgerämter werden ab dem 2. Mai 2012 über die einheitliche Behördennummer 115 erreichbar sein. Die 115 kann über das Festnetz zum Ortstarif gewählt werden und ist auch flatratefähig.

Bezirksstadtrat Stephan Machulik freut sich über diese Maßnahme, da sie zu einer eindeutigen Verbesserung des Bürgeramtes führt.

„Außerdem kann der Anruf 115 oftmals den Gang zur Behörde bzw. mehrmalige Anrufe ersparen. Bei Anliegen, die nicht sofort telefonisch geklärt werden können, erhalten die Bürger/innen eine kostenfreie Rückmeldung.“