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DSV-Junioren zahlen Lehrgeld


Vom 11. – 18. September fand im kroatischen Rijeka die U17-EM der Wasserballer statt. Ohne großen Erwartungsdruck ging auch das deutsche Team unter Bundestrainer Röhle an den Start, das mit dem 14. Platz am Ende dennoch nicht zufrieden sein konnte.

Deutliche Klatsche zu Beginn

Schon das erste Vorrundenspiel stellte das DSV-Team vor arge Probleme. Immerhin ging es gegen den amtierenden Europameister Italien. Die Südeuropäer bewiesen, warum sie zu den Turnierfavoriten gehörten und siegten deutlich mit 24:2. Damit standen die DSV-Schützlinge bereits mächtig unter Zugzwang. Gegen Frankreich zeigte man sich zwar insgesamt verbessert, kassierte trotzdem in entscheidenden Spielabschnitten zu viele Tore und gab die Partie mit 7:13 ab. Im wegweisenden Aufeinandertreffen mit der Ukraine gelang zwar der erste Sieg (9:7), die Turnierkonstellation hielt so aber die starken Ungarn als nächsten Gegner bereit. Durch ein 5:14 wurde die Zwischenrunde verpasst, in den Platzierungsspielen konnte maximal noch Rang neun erreicht werden.

Das DSV-Team

Die DSV-Auswahl für Rijeka. Darunter die Spandauer: Hintere Reihe: 2.v.l. Vincent Hebisch, re. Peter Röhle. Mittlere Reihe: 4.v.l. Kolja Helfenbein. Vorne stehend: li. Stefan Pieske. Sitzend: 1.v.l. Phillipp Gottfried, 2.v.r. Steven Piotrowski.

Nur Bulgarien wurde besiegt

Die fehlende Reife (die deutschen Junioren waren das international unerfahrenste Team) sollte sich bei den abschließenden Spielen ebenfalls bemerkbar machen. Nach einem 6:9 gegen Russland konnte zwar mit einem 10:6-Sieg im Vergleich gegen Bulgarien der sportliche GAU vermieden werden, zu einem versöhnlichen Abschluss sollte es nicht mehr reichen – 5:9 gegen Slowenien und damit Platz 14.

Durch das schlechte Abschneiden verpasste die Mannschaft des DSV obendrein die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Das nächste Turnier mit deutscher Beteiligung wäre dann frühestens die Europameisterschaft 2013. Bis dahin steht der Auswahl altersbedingt ein Umbruch bevor. Ein Teil der Mannschaft wird in die U18 aufsteigen, jüngere Spieler rücken nach.

Neuer Titelträger ist mit Kroatien nun der Gastgeber der diesjährigen EM. Im Finale konnte der amtierende Meister Italien geschlagen werden.

Daniel Lehmann