RSSAlle Einträge markiert mit: "Verkehr"

Direkter Draht ganz ohne Handy

Besonders bei medizinischen Notfällen können Autobahn-Notrufsäulen die bessere Alternative sein.

Ein Wochenende der Hitzerekorde liegt hinter dem gesamten Bundesgebiet, doch auch das nächste soll es nach kurzer Abkühlung wieder in sich haben. Zudem enden nicht nur in Berlin dann auch die Sommerferien. Bei Temperaturen von voraussichtlich über 30 Grad und gleichzeitig Ferien in allen Bundesländern, kann in alle Richtungen mit erheblichem Verkehr in den Urlaub oder bereits mit Rückreiseverkehr auf den Autobahnen gerechnet werden. Die extremen Bedingungen machen dabei vielen Reisenden gesundheitlich zu schaffen.

Die Notrufsäulen an den Autobahnen haben trotz Mobilfunks nicht ausgedient.

Die Notrufsäulen an den Autobahnen haben trotz Mobilfunks nicht ausgedient. Foto: Patrick Rein

Notrufsäule weiterhin gebraucht

Doch wer mit dem Kraftfahrzeug liegen bleibt, muss nicht auf Handyakku, Empfang oder Guthaben vertrauen. Trotz des Mobilfunkzeitalters betreibt der Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) die Autobahn-Notrufsäulen. Rund 80 Prozent der orangenen Säulen wurden allein im letzten Jahr in beansprucht und von der Zentrale fast 75.000 Notrufe entgegengenommen. Auch Notfälle von Hitzeopfern können jederzeit über die zahlreichen Notrufsäulen gemeldet werden und bringen Vorteile. „Über die Säulen können wir sofort die Notsituation exakt orten und den unmittelbaren Kontakt zur nächstgelegenen Polizei oder Rettungsleitstelle herstellen, die dann über ihre Rettungskräfte die schnelle Hilfe sichert“, erläutert Heiko Beermann, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH und verantwortlich für die Notruf-Zentrale. Technisch und personell, so Beermann weiter, sei die Notrufzentrale an diesen Wochenenden auf extreme Belastungen vorbereitet.

Warnweste an und Erste Hilfe leisten

Vor allem Säuglinge und kleine Kinder, chronisch Kranke sowie pflegebedürftige Menschen leiden bei extremer Hitze. „Bei langen Fahrten, in aufgeheizten Fahrzeugen, in Stresssituationen wie in langen Staus oder bei Flüssigkeitsmangel kann diese Belastung dramatisch zunehmen“, sagt Beermann. Sein nachdrücklicher Ratschlag: die heißesten Tageszeiten für Fahrten möglichst ganz meiden und vor allem große Getränkevorräte mitnehmen. Gleichzeitig empfiehlt der Notruf-Experte bereits bei den kleinsten Anzeichen von Schwäche oder Unwohlsein keinerlei Risiken einzugehen und sofort die nächste Raststätte oder den nächsten Parkplatz anzusteuern, um eine Pause einzulegen. Bei einem Notstopp an der Notrufsäule sollten die Reisenden mit einer Warnweste bekleidet das Auto verlassen und hinter der Leitplanke warten. Hitzeopfer sollen möglichst im Schatten gelagert und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit Erster Hilfe versorgt werden.

Doch auch die Notrufsäule kann mobil genutzt werden: Der gebührenfreie Handy-Notruf der deutschen Autoversicherer ist rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr unter der Nummer 0800 NOTFON D (0800 – 668366 3) erreichbar. Er ist die mobile Notrufsäule für jeden Kraftfahrer.

Patrick Rein

Mobile Beratung für Eltern und Kinder

Neben Informationen wurden in der Altstadt auch Spiel & Spaß rund um die Themen Prävention und Kinderschutz geboten.

Am Dienstag veranstaltete das Sozial-kulturelle Netzwerke casa e.V. ein Kinderfest auf dem Markt der Spandauer Altstadt. Familien konnten sich dabei über verschiedene Themen aus dem Bereich Kinderschutz informieren und durch Mitarbeiter des Projektes „Präventionsbus Mobiler Kinderschutz“ zu entsprechenden Angeboten in Spandau beraten lassen.

Auf dem Kinderfest stand neben Unterhaltung auch wissenswertes zur Verkehrssicherheit auf dem Programm.

Auf dem Kinderfest stand neben Unterhaltung auch wissenswertes zur Verkehrssicherheit auf dem Programm.

Sicher im Straßenverkehr

Auf die jungen Besucher warteten hingegen Angebote, bei denen immer etwas zum Thema Sicherheit gelernt werden konnte. So klärte etwa das Puppenspiel „Kasper und das Auto Brumm“ über Verkehrsregeln auf und bei einem Quiz konnte man erfahren, welche Ausstattung zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehört. Im Vordergrund stand jedoch der Präventionsbus des Vereins, welcher ständig in Spandau unterwegs ist. Kommt es beispielsweise zu familiären Krisensituationen, sind Kinder in der Regel meist die Leidtragenden und diejenigen welche sich zudem häufig nicht wehren oder auf ihre Situation aufmerksam machen können. Oft sind neben persönlichen oder finanziellen Gründen auch mangelnde Erziehungskompetenzen – verbunden mit dem Gefühl subjektiver Überlastung – Auslöser familiärer Krisen. Hier können die Mitarbeiter des Präventionsbusses beraten und Hilfen aufzeigen.

Marijana Bodrozic bietet mit dem Präventionsbus Beratung und Hilfen für Eltern und Familien.

Marijana Bodrozic bietet mit dem Präventionsbus Beratung und Hilfen für Eltern und Familien. Fotos (2): Patrick Rein

Präventionsbus berät vor Ort

Hauptziel des Projektes ’Präventionsbus Mobiler Kinderschutz’ ist es Erziehungskompetenzen von Eltern präventiv zu stärken und Krisensituationen somit entgegen zu wirken, sie zu mildern oder im besten Fall zu vermeiden. In Spandau existieren viele Informations-, Beratungs- und Anlaufstellen mit einem umfassenden Angebot an unterschiedlichen Unterstützungsangeboten für Familien und Kinder. Diese Spandauer ’Kompetenzorte’ mit ihren Angeboten zu erfassen und interessierten Bürgern in einer lokal- und themenzentrierten Aufbereitung zur Verfügung zu stellen, ist – neben einer Eingangsberatung und bei Bedarf Weitervermittlung an Fachberatungsstellen – die Aufgabe des Kinderschutzmobiles. Das Kinderschutzmobil mit Marijana Bodrozic an Bord kommt regelmäßig zu ausgewählten zentralen Orten und ist dadurch in vielen Sozialräumen und Ortsteilen Spandaus zu finden. Vor Ort können sich Bürgerinnen und Bürger dann vertraulich, individuell und auf Wunsch auch anonym über Unterstützungsangebote und Anlaufstellen in der unmittelbaren Umgebung informieren oder auch Termine in spezialisierten Beratungsstellen vereinbaren.

Durch die Inanspruchnahme präventiver Informationsangebote, Beratungsleistungen sowie Unterstützungsangebote konnten die Erziehungskompetenzen von Eltern deutlich gesteigert werden. In zahlreichen Fällen kommt es seitdem gar nicht erst zu Irritationen und Krisen. Sozial-kulturelle Netzwerke casa e. V. hat seine Wurzeln als gemeinnütziger Verein in der Stadtteilarbeit in Siemensstadt. In über 30 Jahren hat sich aus einer einzelnen Nachbarschaftsinitiative Schritt für Schritt ein bürgernahes soziales Dienstleistungsunternehmen entwickelt.

Patrick Rein

Baustelle auf dem Kladower Damm

Mit Verkehrseinschränkungen ist zu rechnen

StadtbaustelleAufgrund von Straßenbauarbeiten zur Aufrecht- erhaltung der Verkehrssicherheit, kommt es vom 15.07. – 08.08.2013 zu Verkehrseinschränkungen auf dem Kladower Damm.

Änderungen der BVG Linien

Linie X34 / N34 verkehren bauzeitlich in Richtung Kaserne Hottengrund von der Gatower Straße kommend – rechts Weinmeisterhornweg – links Wilhelmstraße – Potsdamer Chaussee – Ritterfelddamm – rechts Kladower Damm weiter planmäßig.

Linie 134 verkehrt während der Betriebszeit der Linie X34 Montag – Freitag von Betriebsbeginn bis 20.50 Uhr in beiden Fahrtrichtungen nur zwischen den Endhaltestellen Spandau, Wasserwerk und Alt-Gatow.

alle Fahrten der Linie X34 werden Montag – Freitag von Kaserne Hottengrund bis Kladow, Hottengrund verlängert. Außerhalb der oben aufgeführten Betriebszeiten der Linie X34 verkehren die Busse der Linie 134 über die Umleitungsstrecke der Linie X34 zur Endhaltestelle Kladow, Hottengrund.

Zusätzlich werden an allen Tagen ab ca. 20.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von Betriebsbeginn bis 9.00 bzw. 10.00 Uhr von der Linie 134 Fahrten zwischen Gatower Straße / Heerstraße und der Haltestelle Alt-Gatow durchgeführt. Samstag und Sonntag von 9.00 bzw. 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr werden diese Fahrten bis S+U Rathaus Spandau verlängert.

Die Linie 135 wird bauzeitlich mit allen Fahrten über die Endhaltestelle Alt-Kladow hinaus über den Kladower Damm und den Breitehornweg zur Endhaltestelle Waldschluchtpfad geführt und bindet das Vivantes Pflegeheim Haus Hohengatow an.

Somit werden bauzeitlich die in Richtung Kladow die Teilstrecken von der Heerstraße bis Alt-Gatow und vom Breitehornweg bis zur Endhaltestelle Kladow,Hottengrund bedient.

Die Linie 334 verkehrt während der Bauphase nur zwischen Alt-Gatow und Habichtswald bzw. entgegengesetzt. Die Anbindung der Endhaltestelle Waldschluchtpfad übernimmt die Linie 135, deren Fahrten ab Alt-Kladow über den Kladower Damm zum Waldschluchtpfad geführt werden.

Aufhebung der Vollsperrung

Ab 18.06.2013 wieder freie Fahrt auf Eiswerderbrücke (West)

StadtbaustelleAm 17.05.2013 ereignete sich auf der Eiswerderbrücke (West) ein Verkehrsunfall. Dabei wurde ein Zugband der Brücke stark beschädigt. Da durch das beschädigte Zugband ein Abriss der angehängten Fahrbahnplatte infolge der Verkehrs- belastung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Brücke für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt. Am 24.05.2013 erfolgte die genaue Schadensfeststellung unterhalb der Fahrbahnplatte vom Schiff aus.

Seither konnte die Brücke nur mit Einschränkung befahren werden. Damit die Belastung aus dem Kfz- und Fußgängerverkehr so gering wie möglich gehalten wird, ist auf Höhe des Unfallschadens die Fahrspur in Richtung Eiswerder Insel auf ca. 15 m Länge für den KFZ Verkehr gesperrt. Der Gehweg ist in diesem Bereich auf eine Laufbreite von 1,00 m eingeengt.

Die entsprechende verkehrsrechtliche Anordnung liegt vor, die Aufhebung der Vollsperrung erfolgt am 18.06.2013. Die Mitteilung an die Polizei und Feuerwehr erfolgt durch die Untere Straßenverkehrsbehörde.

Kein Schaden durch Biogasanlage

Am 5. Juni 2013 hat die neue Biogasanlage der BSR in Spandau ihren regulären Betrieb aufgenommen.

Die von den Berliner Haushalten getrennt gesammelten Bioabfälle werden endlich vollständig verwertet. Zwar freut sich der Spandauer SPD-Abgeordnete und Umweltexperte Daniel Buchholz über diesen großen Fortschritt für den Klima- und Umweltschutz, sieht aber dennoch weitere Potenziale für Verbesserungen. Die Befürchtungen der Bürgerinnen und Bürger sind hingegen angeblich haltlos.

Neben der neuen Biogasanlage befindet sich ander Freiheit auch das Müllheizwerk der BSR.

Neben der neuen Biogasanlage befindet sich ander Freiheit auch das Müllheizwerk der BSR.

Entlastung um 12.000 Tonnen

Buchholz: „Der Berliner Klima- und Umweltschutz macht einen großen Schritt nach vorn. Aus den 60.000 Tonnen getrennt gesammelten Bioabfällen der Berliner gewinnt die BSR in ihrer brandneuen Anlage ab sofort Biogas, mit dem 150 Müllfahrzeuge der BSR angetrieben werden. Das spart 2,5 Millionen Liter Diesel – jedes Jahr. Für die Berlinerinnen und Berliner bedeutet das weniger Ruß und deutlich leisere Fahrzeuge auf den Straßen.“ Gleichzeitig fallen in der Biogasanlage Kompost und Flüssigdünger an, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden können. Die Anlage setzt damit deutschlandweit Maßstäbe und wurde im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen für rund 30 Millionen Euro errichtet. Das Klima wird durch die neue Anlage insgesamt um mehr als 12.000 Tonnen Kohlendioxid entlastet.

Rund 45 Fahrzeuge täglich liefern den Biomüll ganz berlins zur Anlage an.

Rund 45 Fahrzeuge täglich liefern den Biomüll ganz berlins zur Anlage an. Fotos (2): Patrick Rein

Bioabfall-Sammlung ausweiten

Das vom Abgeordnetenhaus 2011 beschlossene Berliner Abfallwirtschaftskonzept (AWK) sieht vor, die Bioabfall-Sammlung auf 100.000 Tonnen auszuweiten und ab dem Jahr 2015 keine kommunalen Bioabfälle mehr in einfachen Kompostierungsanlagen zu behandeln. Andere Großstädte sammeln mehr als doppelt so viel Biomüll pro Einwohner. Hier tritt die BSR seit mehreren Jahren auf der Stelle, weshalb eine Ausweitung der Bioabfall-Sammlung weiterhin erforderlich ist. Die in Betrieb genommene Anlage ‚An der Freiheit’ erfüllt aus Sicht der Genehmigungsbehörde auch hinsichtlich der eingesetzten Methan-Minderungstechnik den modernsten Stand der Technik. Der so genannte Methanschlupf liegt nach Aussagen der BSR unter 0,1 % und entspricht ungefähr der Menge, welche ein Kuhstall mit 350 Kühen im Jahr produziert. Eine weitere Minderung der Methan-Emissionen würde zu unverhältnismäßigen Mehrkosten führen.

Luftreinhaltung und Lärmschutz

Die Stichworte ‚Vergärung’ und ‚Bioabfall’ hatten bei einigen Bürgern in Spandau und Charlottenburg Skepsis hervorgerufen. Die nächsten Wohngebäude liegen mehr als 450 Meter entfernt an der Charlottenburger Chaussee. Laut BSR sind „keine erheblichen Luftschadstoff-, Geruchs-, Staub- oder Lärmemissionen zu erwarten“. Die Anlage arbeitet nach dem sogenannten Trockenvergärungsverfahren, welche es anderorts angeblich sogar in direkter Nachbarschaft zu Lebensmittelbetrieben und Restaurants gibt. Die gesamte Anlage wird gekapselt und unter einem leichten Unterdruck gehalten, damit keine Luft entweichen kann. Die entstehende Abluft wird mehrfach gewaschen und über Filter geführt. Eine zusätzliche Lärmquelle sind hingegen die täglich rund 65 Fahrten von Müllfahrzeugen. Der Verkehr wird über die ausgebauten Haupt-Durchgangsstraßen Spandauer Damm und Freiheit abgewickelt. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf der Freiheit von mehr als 11.000 Fahrzeugen pro Tag sieht die Genehmigungsbehörde die zusätzlichen 65 Fahrten als ‚nicht relevant‘ an. Aus Gründen des Lärmschutzes hat die Genehmigungsbehörde die An- und Ablieferungen nur werktags von 7 bis 18 Uhr erlaubt. Die Aufbereitung der Bioabfälle in der Anlage darf ebenfalls nur an Werktagen zwischen 6 und 22 Uhr erfolgen.

Patrick Rein

Verkehrsbeeinträchtigungen in der Schönwalder

Rad- und Gehwegsanierungen in der Schönwalder Allee und ein neuer Fußgängerüberweg am Johannesstift führen in den nächsten Monaten zu Beeinträchtigungen.

In den folgenden Monaten bis Ende Juni 2013 wird in der Schönwalder Allee zwischen der Zufahrt zur Gaststätte „Heidis Landgasthaus“ am Johannesstift und der Hakenfelder Straße der  gesamte östliche Rad- und Gehweg grundlegend instand gesetzt.

Zwischen Johannesstift und Hakenfelder Straße wird dieser Radweg komplett instandgesetzt.

Zwischen Johannesstift und Hakenfelder Straße wird dieser Radweg komplett instandgesetzt.

Provisorische Ampelregelung

Dabei wird das bisher vorhandene Verbundsteinpflaster des Radweges gegen einen 2,5 Meter breiten Asphaltradweg ausgetauscht. Der östliche Radweg ist für die Dauer der Arbeiten komplett gesperrt. Südlich der Hakenfelder Straße wird eine provisorische Ampel für Fußgänger zur sicheren Überquerung der Schönwalder Allee eingerichtet. Zur Verbesserung und Erleichterung der Fahrbahnüberquerung für Fußgänger, insbesondere der Besucher und Patienten des Krankenhauses Evangelisches Johannesstift, wird ebenfalls in der Schönwalder Allee auf Höhe der Zufahrt zum Johannesstift ein Fußgängerüberweg eingerichtet. Im Bereich dieses Weges und der Zufahrt wird eine Asphaltbefestigung hergestellt, außerdem werden die Bushaltestelle zur barrierefreien Nutzung und die Ausleuchtung des Fußgängerüberwegs umgebaut.

Die Linienführung der BVG ist währen der Maßnahmen nicht betroffen, der Verkehr wird durch provisorische Ampeln geregelt.

Die Linienführung der BVG ist während der Maßnahmen nicht betroffen, der Verkehr wird durch provisorische Ampeln geregelt. Fotos (2): Patrick Rein

Einbahnstraße auf dem Johannesstift

Für die Umsetzung der Maßnahmen regelt  eine transportable Ampel in mehreren Abschnitten den Verkehr, so dass dieser während der Zeit auf der Schönwalder Allee halbseitig geführt wird. Auf dem Gelände des Johannesstifts wird zudem eine von der Schönwalder Allee wegführende Einbahnstraße eingerichtet, so dass Kraftfahrzeuge von dort zwar auf das Gelände einfahren aber in Richtung Wichernstraße ausfahren müssen. Für den LKW-Verkehr zum Johannesstift wird während des halbseitigen Baus der Zufahrt eine Umleitung über den Hohenzollernring, Streitstraße und Wichernstraße eingerichtet.

Die Linienführung der BVG bleibt unverändert, bis auf das zeitweise Verlegen der westlich liegenden Haltestelle in unmittelbarer Nähe der Bauarbeiten.

Die Durchführung dieser Maßnahmen wird ca. 160.000 Euro kosten, die aus Sonderprogrammen zur Verfügung gestellt werden. Baustadtrat Carsten Röding führt aus: „Die Verkehrsteilnehmer bitte ich um Verständnis für die Nutzungseinschränkungen der Straße. Nach Abschluss der Arbeiten wird für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, eine deutlich spürbare Verbesserung eintreten.“

Patrick Rein

Spandauer Lebensretter

Junger Polizeitbeamter zum „Spandauer des Monats“ geehrt

Spandauer des Monats 01/13Am 20. Dezember 2012 war der Polizeibeamte Wojchiech W., an seinem freien Tag,  mit seiner Familie unterwegs, als sich auf der Potsdamer Chaussee der Verkehr staute. Grund für die Verkehrsstockung war ein Bestattungswagen, der mitten auf der Fahrbahn hielt. Hinter dem Steuer war der Fahrer, der zuvor einen Herzinfarkt erlitt, am Steuer zusammengebrochen. Ohne zu zögern zog der junge Polizeibeamte den bewusstlosen Fahrer mit Hilfe des Beifahrers aus dem Wagen und begann sofort mit Reani- mationsmaßnahmen, die sich als lebensrettend heraus stellten.

Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit, wusste  Wojciech W. genau was zu tun war, denn die regelmäßigen Unterweisungen in Erster Hilfe sind Teil des Berufs. Nachdem die Feuerwehr an der Unglücksstelle eingetroffen war um die weitere Versorgung und den Abtransport ins Krankenhaus zu übernehmen ergriff der Polizeibeamte ein weiteres Mal die Initiative. Er regelte vorläufig den Verkehr, damit dieser schnell wieder fließen konnte.

Jetzt wurde der 28-jährige Polizeibeamte für seine Tat mit der Auszeichnung „Spandauer des Monats“ geehrt, die er von Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank feierlich und mit persönlichen Dank überreicht bekam.

Bezirksbürgermeister Kleebank zur guten Tat des Lebensretters:

„Durch das schnelle und selbstverständliche Eingreifen des Polizeibeamten in dieser Notsituation konnte er das an einem seidenen Faden hängende Leben eines Mitmenschen retten. Dieses Verhalten der gegenseitigen Unterstützung in Notsituationen ist beispielhaft.“

Seniorensicherheit im Verkehr

Kiezspaziergang am 30. Oktober 10.00-11.30 Uhr

Die Spandauer Seniorenvertretung lädt alle Seniorinnen und Senioren in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei zu einem Kiezspaziergang

am Dienstag, dem 30. Oktober 2012
von 10.00 bis ca. 11.30 Uhr

ein.

Treffpunkt: Kulturhaus Spandau, Mauerstraße 6

Die Vertreter der Polizei werden die Teilnehmer mit Tipps und Informationsmaterialien versorgen, die dazu dienen, sich noch besser auf die Gefahren des Straßenverkehrs einstellen zu können.

Privatautos sind für Berlin einfach nicht geeignet

Verkehr in Berlin

Manchmal ist der Nahverkehr schneller und prakischer als das Auto ©  Johannes Vortmann / PIXELIO

Autofahren in Berlin ist nicht immer eine einfache Sache und oft wird das Auto für die kurzen Strecken auch gar nicht benötigt. Öffentliche Verkehrsmittel sind da viel schneller und auch billiger und vermeiden einem die frustrierenden Staus. Für viele Berliner lohnt es sich also gar nicht ein Auto zu kaufen, geschweige denn eine Garage oder ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe zu mieten. Und wenn man dann doch Mal Auto fahren will, kann man sich beim Carsharing anmelden. Auf Anfrage oder per Handy-Suche findet der Nutzer schnell ein Auto in nächster Nähe und spart zusätzlich auch noch eine Menge Geld.

Car2Go Smart wartet auf Nutzer

© Alex Stanhope / wikipedia.org

 

 

Berlin ist für Carsharing wie gemacht

In Berlin gibt es statistisch gesehen nur drei Autos für zehn Einwohner und daher boomt Carsharing regelrecht. Der Markt ist jedoch von den acht Berliner Car-Sharing Anbieter (Cambio, Car2Go, DriveNow, Flinkster, Granwheel, Hertz-on-Demand, Stadtmobil und Multicity) hart umkämpft. Jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile und bietet verschiedene Preise an. Da kann jeder Kunde etwas finden, was zu seinen Bedürfnissen passt. Mit seinen 1.000 Smart-Fahrzeugen ist Car2Go der Daimler AG der größte Berliner Anbieter. Car2Go Nutzer bezahlen 29 Cent pro Minute und können ihre Autos einfach per Handy-App finden. Wenn man die 500 Fahrzeuge von der Carsharing Firma DriveNow von BMW dazu zählt, teilen sich rund 39.ooo Berliner 1.500 Autos. Ein großer Schritt für die Umwelt und für die Verkehrsentlastung der Innenstadt. In Spandau findet man momentan nur drei Carsharing-Anbieter: zwischen dem Rathaus und den Spandau Arcaden haben Herz-on-Demand und Flinkester ihre „Tausch-Parkplätze“ und seit Neustem auch den Anbieter Car2Go-Autos im Spandauer Stadtteil Wilhelmsstadt. Die Nachfrage wächst ständig und in den nächsten Jahren wird Carsharing wohl auch in Spandau immer populärer werden.

Das Privat-Auto passt nicht mehr in die Großstadt

Sich für Carsharing zu entscheiden ist nicht immer einfach, denn viele Leute haben Angst davor nicht mehr spontan Auto fahren zu können. Besonders geeignet ist Carsharing für den sogenannten „urbanen Lebensstil“, also für Stadtbewohner, insbesondere Familien, die nur kurze Strecken fahren und etwas mehr Zeit aufbringen können. Carsharing ist nämlich auch eine gemeinschaftliche Einstellung und ein Weg sich für Umwelt und Verkehrsentlastung in seiner Stadt einzusetzen. Denn Autos passen weltweit einfach immer weniger zu modernen Großstädten. Und so betont Dieter Schnaas, ein Berliner Car-Sharing Nutzer:

„Ich glaube, dass Privatautos in der Großstadt bald überholt sind.“

Multicity, der neueste Berliner Anbieter

Carsharing hat auch was Avantgardistisches an sich. So bietet Multicity, das neueste Berliner Carsharing-Unternehmen, ausschließlich sogenannte E-Cars an. 100 Aufladegeräte und 100 Citroën C-Zeros werden seit dem 30. August von Multicity angeboten. In ein paar Jahren soll die Flotte sogar auf 500 Fahrzeuge vergrößert werden. Momentan findet man Multicity nur im Berliner S-Bahn-Ring. Doch mit seiner am Spandauer Rathaus liegenden Ladestation, ist es gut möglich das Multicity auch schon bald Elektrofahrzeuge in Spandau anbieten wird.

Umbau der Nieder Neudorf Allee in Spandau

Umbau der Nieder Neudorf Allee in Spandau

Selbst einspurig wird die Baustelle den Verkehr beträchtlich verlängern © Grey59 / PIXELIO

Der Bauanfang in 2015 wird den Verkehr stark beeinträchtigen

Die Nieder Neuerdorf Allee in Spandau soll auf einer Länge von drei Kilometern neu gestaltet werden. Die Bauarbeiten werden schätzungsweise erst 2015 anfangen. Momentan prüfen die zuständigen Ämter die Voraussetzungen eines solchen Umbaus, der insbesondere naturschutzrechtliche Probleme hervorheben könnte. Das Spandauer Amt für Tiefbau- und Landschaftsplanung wird die Bezirksverordneten im September über den Stand des Vorhabens informieren.

Eines der größten Probleme ist die Verkehrsführung während der Bauarbeiten. Alternativ zur Neudorfer Allee können Autofahrer entweder auf die Stadtautobahn oder über Falkensee und Schönwald umgeleitet werden. In beiden Fällen verlängern die Umwege beträchtlich die Fahrtdauer. Die Strecke im Bereich Nieder Neuendorf ist zurzeit eine der meist befahrenen Straßen des Bezirks. Mit 7800 Autos täglich (Stand 2010) ist auch die Lösung eine einspurige Bahn neben der Baustelle offen zu lassen für den Autofahrer zeitaufwendig.

Bewährung für tödlichen Verkehrsunfall

Der Angeklagte bereute seine Tat zutiefst

Herr M. wurde letzte Woche zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt um letztes Jahr einen Autounfall verursacht zu haben, bei dem eine Frau ums Leben kam. Am 14. April 2011 gegen 6 Uhr morgens fuhr der 22-Jährige mit dem Auto seiner Mutter, betrunken von einer Feier zurück und verursachte auf der Landstraße 20 in Falkensee, Spandau einen Verkehrsunfall. Eine gute Sozialprognose und die ehrliche Reue des Angeklagten waren in der Verhandlung ausschlaggebend und führten zu einer Verurteilung für fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässiger Verkehrsgefährdung von nur einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.

„Ein Mensch ist tot. Es gibt dafür keine Entschuldigung. Ich kann nur sagen, es tut mir wahnsinnig leid“

Die Nacht vor dem Unfall verbrachte der Täter bei seinem Bruder, der seinen Geburtstag in Spandau feierte. Herrn M. wurde bereits zwei Monate zuvor der Führerschein für Geschwindigkeitsüberschreitung entzogen. Seine Schwägerin hatte ihn mit dem Auto seiner Mutter zum Geburtstag gefahren. Am frühen Morgen wurde M. dann klar das seine Mutter das Auto brauchte, um zur Arbeit zu fahren, worauf er sich entschloss, nach Hause zu fahren. Mit 0,89 Promille, ohne Führerschein und mit 20 bis 42 km/h über der erlaubten Geschwindigkeitsgrenze kam es in einer Linkskurve zum Unfall. Das Auto kam ins schleudern und kollidierte mit zwei anderen Autos. Eine Frau wurde getötet, ein anerer Autofahrer verletzt. Der Sachverständige erklärte:

„Entweder Unaufmerksamkeit des Fahrers oder Sekundenschlaf könnten die Ursache gewesen sein.“

 

Strassenzustand in Spandau besorgniserregend


Mehr öffentliche Mittel gefordert

Trotz des bisher milden Winters 2011/12 ist der Zustand der öffentlichen Straßen in Berlin besorgniserregend. Die nasse Witterung hat vielen provisorisch befestigten oder unbefestigten Straßen erheblich zugesetzt. Kommt jetzt noch Frost hinzu, ist mit weiteren Schäden am Fahrbahnbelag zu rechnen.

Für die Unterhaltung der Straßen stehen jedoch seit Jahren zu wenige Mittel zur Verfügung, obwohl die notwendig werdenden Ausbesserungsarbeiten bekannt sind. Um die Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur zu erreichen, müssten für die knapp 500 km Straße Spandaus die Unterhaltungsmittel von für 2012 vorgesehenen 2,122 Mio Euro mindestens auf das Doppelte erhöht werden. Und nur durch die Beibehaltung dieser Mehrausgaben über einen längeren Zeitraum hinweg, könnte der Instandhaltungsrückstau von Berlin weit geschätzten 600 Mio Euro innerhalb von 2 bis 3 Jahren beseitigt werden kann.

Im vergangenen Jahr sind dem Bezirk Spandau über den so genannten Schlaglochmelder (schlaglochmelder@ba-spandau.berlin.de) über 260 große und kleine Schäden an den Fahrbahnen gemeldet worden. Dies betrifft im Besonderen Hauptstraßen wie die Seegefelder Straße, den Ritterfelddamm und den Kladower Damm, aber auch Nebenstraßen die aufgrund ihrer Beschaffenheit lediglich provisorisch hergerichtet werden konnten bzw. noch gar nicht befestigt sind.

Baustadtrat Carsten Röding zum Thema:

„Im Bereich der Investitionsmaßnahmen für die grundhafte und nachhaltige Sanierung müssen die Mittelzuweisungen durch das Land Berlin erhöht werden. Um Schäden größeren Ausmaßes nicht entstehen zu lassen wäre eine bedarfsgerechte Zumessung der Unterhaltungsmittel sowie dauerhafte Investitionen in den Ersatzbau erforderlich. Das Sonderprogramm aus dem letzten Jahr war für die Momentaufnahme hilfreich, hat aber bei weitem nicht dazu beigetragen den Straßenzustand nachhaltig zu verbessern.“