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Wasserfreunde Spandau verpassen Achtungserfolg


Maurice Jüngling (mit Ball), kurz bevor er Kapitän Politze (Mitte) in Szene setzt.

Maurice Jüngling (mit Ball), kurz bevor er Kapitän Politze (Mitte) in Szene setzt.

Zum Auftakt der Champions League-Gruppenphase mussten sich die Spandauer gegen den amtierenden kroatischen Meister VK Jug Dubrovnik mit 8:9 (1:3, 3:2, 3:2, 1:2) geschlagen geben. Dabei überzeugte die Heimmannschaft durchaus mit einer starken kämpferischen Leistung,vergab aber im Gegensatz zu den Gästen insgesamt zu viele Chancen.

Dubrovnik kontert Spandauer Blitzstart

Bereits nach 23 Sekunden konnte Wasserfreunde-Kapitän Marc Politze einen Strafwurf zur Führung verwandeln. Dubrovnik, dass bereits fünf Spiele in der heimischen Liga absolviert hat, ließ in der Folge jedoch seine Klasse aufblitzen und kombinierte sich zum Ausgleich. Durch unnötige Überzahlsituationen für den Gegner geriet das Team von Trainer Nebojsa Novoselac mit zwei Toren ins Hintertreffen, eine ähnliche Szene auf der Gegenseite endete kurz zuvor nur mit einem Lattentreffer für Spandau.

Das zweite Viertel begann mit einer sehenswerten Passfolge zu Dennis Eidner, der Frano Vicon keine Chance ließ und auf 2:3 verkürzte. Nun konnte auch Spandau endlich einen Ausschlussfehler nutzen und nach Vorlage von Maurice Jüngling wiederum durch Politze das 3:3 erzielen. Davon unbeeindruckt, spulte der VK Jug sein Programm herunter und traf abermals nach Hinausstellungen für die Wasserfreunde zweifach. Spandau fehlte beim Abschluss eine solche Effizienz, beeindruckte aber mit gutem Einsatz. Eine der vielen Möglichkeiten nutzte erneut Eidner, nach einem weiteren Wurf an den Pfosten des VK-Tores ging es in die Halbzeit.

Nach starkem Viertel folgt die Ernüchterung

Nach dem Seitenwechsel wurde deutlich, dass sich beide Mannschaften langsam neutralisiert hatten. Erst Politze konnte den Bann mit seinem dritten Treffer an diesem Abend brechen. Wer dachte, der neuerliche Ausgleich würde nun Antrieb geben, sah sich zunächst getäuscht. Die Gäste präsentierten sich weiterhin als das cleverere Team und zogen auf 7:5 davon. In der wohl stärksten Phase der Wasserfreunde gegen Ende des dritten Viertels gelangen Moritz Oeler und Erik Bukowski durch kluges Überzahlspiel wichtige Tore. Mit einem 7:7-Gleichstandt ging es in den letzten Abschnitt.

Ein früher Treffer von Busijc nahm Spandau allerdings die Luft aus dem Spiel, eigene Chancen wurden trotz Überzahl versiebt oder vom starken Vicon entschärft. Das 9:7 für Dubrovnik (insgesamt 7 Tore durch Überzahl) ließ die Zuschauer kurzzeitig verstummen. Maurice Jüngling brachte Spandau zwar noch einmal heran, doch ohne Fortune (Schiedsrichter Birakis pfiff aussichtsreichen Konter ab) und Kapitän Politze (verpasste nach 3. Ausschlussfehler die letzten zwei Minuten) konnten die Kroaten die Partie ungefährdet zu Ende spielen.

Politze (Nr. 6), Bukowski (2), Stamm (12) und Eidner (11) beim Stand von 3:5.

Politze (Nr. 6), Bukowski (2), Stamm (12) und Eidner (11) beim Stand von 3:5. Fotos (2): Daniel Lehmann

Mit ähnlicher Leistung Punkte holen

Der Deutsche Meister hat es durch die Niederlage nicht gerade leichter die ohnehin schon schwere Gruppe zu überstehen. Allerdings dürfte mit einer ähnlich starken Darbietung auswärts gegen VK Vojvodina Novi Sad (9.11) durchaus was zu holen sein. Schließlich „wäre ein Remis gegen Dubrovnik nicht unverdient gewesen“, wie Teamleiter Peter Röhle bestätigt. Maurice Jüngling sieht ebenfalls noch Chancen auf das Viertelfinale: „Es kann ja nur noch besser werden.“

 

Wasserfreunde Spandau: Tchigir, Bukowski (1), Schrödter, Schulz, Gietz, Politze (3), Markovic, Miers, Schlotterbeck, Oeler (1), Eidner (2), Stamm, Jüngling (1) – Trainer: Novoselic Nebosja

VK Jug Dubrovnik: Vicon, Vranjes, Sutic (1), Janovic (2), Jokovic (2), Pavlovic, Markovic, Busijc (2), Karac (1), Dobud (1), Macah, Obradovic, Roreta – Trainer Elvis Fatoric

 

Daniel Lehmann

E-Mail: sportnews@mein-spandau.info