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Boote zu Wasser gelassen

DLRG Spandau startet in Saison 2013

© DLRG LV Berlin Bezirk Spandau

© DLRG LV Berlin Bezirk Spandau

Die Saison der DLRG Spandau startet jedes Jahr im Mai und endet im Oktober. In dieser Zeit besetzen die Spandauer Lebensretter/innen vier Rettungsstationen an der Havel und am Glienicker See. Während der kalten Monate werden die Boote der DLRG eingelagert und im Trockenen gewartet und überholt.

Vor einer Woche war es dann soweit, die ersten drei Rettungsboote der DLRG wurden für die Saison 2013 zu Wasser gelassen – das vierte folgt dann Anfang Mai.

Ab auf die Havel!

Am 20. April lädt der Ruderverein Collegia1895 e.V. in Gatow zu einem Tag des Wassersports mit Schnupper-Rudern, Drachenboot-Paddeln und buntem Rahmenprogramm.

Zwischen 13 und 17 Uhr können sich die Besucher unter fachkundiger Anleitung der Ruderausbilder von Collegia in der abwechslungsreichen und gesunden Wassersportart ausprobieren – unverbindlich und kostenfrei. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, lediglich Sportkleidung sollte mitgebracht werden. Umkleideräume und Duschen sind vorhanden. Für alle, die beim Schnupper-Rudern auf den Geschmack kommen oder schon immer mal Rudern lernen wollten, starten am 21. April ein einmonatiger Ruderkurs für Kinder und Jugendliche sowie ein zweiter Kurs für Erwachsene. Infos und Anmeldung sind sowohl am Tag des Wassersports vor Ort oder per E-Mail an info@collegia.de möglich.

Der Ruderverein Collegia in Gatow lädt am Samstag zum Tag des Wassersports ein.

Der Ruderverein Collegia in Gatow lädt am Samstag zum Tag des Wassersports ein.

Kooperationspartner vor Ort

Mit von der Partie sind am Tag des Wassersports auch die mit Collegia kooperierende Ruder AG der Bertolt-Brecht-Oberschule, der benachbarte Paddelclub Wiking sowie die „Putzdrachen“ der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) mit ihrem Drachenboot, in dem ein Trommler vom BSR-Team den Paddel-Takt angibt. „Landratten“, die lieber festen Boden unter den Füßen haben, können beim Ergometer-Wettkampf ihre Kraft und beim Trockenangeln ihr Geschick unter Beweis stellen. Für kleine Gäste wird ein Spaß-Parcours auf dem Vereinsgelände organisiert. Grill- und Kuchenbuffet sorgen fürs leibliche Wohl.

Mit dem Boot raus auf die Havel.

Mit dem Boot raus auf die Havel. Fotos (2): Collegia

Breiten-, Leistungs- und Gesundheitssport

Collegia ist ein „Familienverein“ mit rund 130 Mitgliedern aller Altersstufen, denen ein breites Angebot an Ruder- und Ausgleichssportterminen zur Verfügung steht.  Spitzensportler wie Lars Wichert (Weltmeister 2012, Doppelweltmeister 2010) und  Thorsten Engelmann (Weltmeister 2006) haben hier das Rudern gelernt. Derzeit konzentriert sich der an der Unterhavel gelegene Verein auf das Rudern als Freizeit- und Gesundheitssport. Doch auch Ambitionierte kommen bei Collegia auf ihre Kosten: Während der Nachwuchs mit dem Ziel der Bundeswettbewerb-Teilnahme für den Landesentscheid trainiert, können die Erwachsenen beim sportlichen Frührudern an ihrer Technik feilen und sich bei Regatten wie „Quer durch Berlin“, „Rund um Wannsee“ oder dem achtstündigen Hamburger Staffelrudern ins Zeug legen.

Anfahrtsweg

Auf dem Landweg ist der Ruderverein Collegia im Pfirsichweg 9-11 in 14089 Berlin sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus X34 bis Emil-Basdeck-Straße oder Bus 134 bis Pfirsichweg) als auch per Auto (Zufahrt zum Parkplatz über Bardey- und Rothenbücherweg) gut zu erreichen.

Patrick Rein

Natürliches Schwimmen lernen

Rochenkinder stellt einzigartiges Konzept vor

Mutter-Kind-SchwimmenKinder sollen nach dem Konzept der „Rochen- kinder“ ohne Druck von Erwachsenen spielerisch schwimmen lernen. Es ist kein normaler Schwimm- kurs, in dem Kinder lernen zu schwimmen. Es ist eine Spielgruppe im Wasser, in der Babys und Kinder mit Spielmaterialien, Wasser und ihrem Körper vielseitige Erfahrungen machen können.

Für interessierte Eltern, denen es am Herzen liegt, dass ihre Kinder alleine und ohne Spielanregungen und Übungen die Umgebung Wasser zum experi- mentieren und erforschen kennenlernen, gibt es einen kostenlosen Infoabend.

Hier bekommen alle Eltern die Möglichkeit zu erfahren, wie Kinder sanft mit Wasser vertraut werden und wie sie intuitiv schwimmen lernen.

Weitere Informationen zu „Rochenkinder“ bekommen Sie hier oder unter (030) 890 657 09.

Wann und Wo?

Am Montag, den 25.03.13
um 18:00 Uhr

Eulalia Eigensinn
Lutherstr. 13
13585 Berlin-Spandau

Malerei von Elke Maes

10.01.2013: Ausstellungseröffnung in der Galerie Kulturhaus

Relikte von Elke MaesAm kommenden Donnerstag, den 10.01.2013 wird die Ausstellung „WASSER NAH“ von Elke Maes um 19.00 Uhr in der Galerie des Kulturhauses Spandau offiziell eröffnet.

Die Künstlerin malt Landschaftsbilder und stellt mit diesen ihre Heimat als lebendig und (er-) lebenswert dar. Auf unterschiedlichen Malgründen, mit verschiedenen Techniken und mit einer variablen Farbauswahl stellt Elke Maes die Natur als existenziellen Teil unseres Seins dar, belebend und voller Schönheit. Kommen Sie vorbei und erleben Sie die Faszination der Landschaft und des Farbenspiels.

 Öffnungszeiten der Ausstellung

11.01. – 03.02.2013
Montag bis Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 14.00 – 20.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Besichtigungsreihe „Geheime Orte“

Diesmal: Wasserwerk Spandau

Am 23.11.2012 ist der nächste Termin für die Besichtigungsreihe „Geheime Orte“ angesetzt. Diesmal geht es ins Wasserwerk Spandau. Das Wasser- werk an der Pionierstraße ist das drittgrößte Wasserwerk in Berlin. Mit 44 Vertikalbrunnen und einem Horizontalfilterbrunnen im Spandauer Forst kann hier eine maximale Förderleistung von 160.000 Kubikmeter erbracht werden.

Der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz hierzu:
„Wasser ist unser Lebensmittel Nummer 1. In großen Teilen von Spandau versorgt uns die Anlage der Berliner Wasserbetriebe (BWB) in der Pionierstraße mit Trinkwasser bester Qualität – und das schon seit 1897. Die mehrfach umgebaute und erweiterte Anlage ist heute das drittgrößte der neun Berliner Wasserwerke.“

Im Anschluss an die Besichtigung des Wasserwerks haben alle Teilnehmer die Möglichkeit mit einem Vertreter der Wasserbetriebe und dem SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz zu sprechen. Thematisiert werden steigende Grundwasserstände, vollgelaufene Keller u.ä. Themen.

Da die Besucherkapazitäten begrenzt sind, ist eine Anmeldung unumggänglich. Am Besten per Mail unter info@daniel-buchholz.de oder telefonisch unter (030) 23 25 22 80. Sie erhalten eine Anmeldebstätigung, ob Sie am 23.11.2012 an der Besichtigung teilnehmen dürfen.

Wasser, das Lebensmittel Nummer eins ist in aller Munde

Nicht nur Trinkwasser kommt ins Gerede

Probleme mit dem Trinkwasser

Probleme mit dem Trinkwasser

Trinkwasser, unser wichtigstes Lebensmittel wird zum Problem. Nach den Geschehnissen in letzter Zeit könnte man fast meinen, wieder im Mittelalter gelandet zu sein. Wasser, zumindest sauberes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Erst in der brandenburger Umgebung, dann auch in Spandau. Nur waren hier gleich 130.000 Menschen betroffen.

Im Spandauer Wasserwerk an der Pionierstraße wurden die meisten Trinkwasserbrunnen geschlossen. Dort werden nun häufiger Proben genommen. Zusätzlich erkunden die Berliner Wasserbetriebe die bis zu 100 Meter tiefen Brunnen mit Kameras, um mögliche Beschädigungen zu entdecken, durch die Erreger in Trinkwasser gelangen können. Bisher war die Suche ohne Erfolg.

Der TÜV Rheinland und die ARD-Sendung Plusminus stellten gerade erst in einem bundesweiten Test starke Keimbelastung im Trinkwasser fest. 50 Wasserproben in Toiletten in öffentlichen Gebäuden wurden untersucht. Jede zweite Probe wurde als belastet identifiziert. Dumm nur, dass hier Pfusch am Werk war. Wer Proben nimmt und diese nach der Trinkwasserverordnung, die die Qualität von Trinkwasser regelt, beurteilt, der sollte Proben auch, wie vorgeschrieben nehmen. Das wurde „bewusst“ nicht getan. Vorschrift ist, den Wasserhahn vorher abzuflammen, also zu sterilisieren. Man hätte also gleich Proben aus der Kloschüssel nehmen können. Naja, nicht ganz …

Das Problem ist also in diesem Fall nicht das Wasser, sondern die Umgebung. Der Umgang vieler Menschen mit der Hygiene ist auch nicht unbedingt vorbildlich zu nennen. Ein großer Teil verlässt das Klo, ohne sich die Hände zu waschen. Dumm nur, wenn´s gerade der Fleischer ist, oder der Koch im Restaurant um die Ecke.

In Babelsberg kamen die Erreger durch tote Kleinsäuger ins Wasser. Wo sie in Spandau herkamen wird noch recherchiert. Wir dürfen gespannt sein.

Viele kauften in den letzten Tagen große Mengen Mineralwasser, um sich und die Familie mit dem wichtigen Nass versorgen zu können. Eine anscheinend trügerische Sicherheit. Mehr als 500 verschiedene Mineralwässer gibt es in Deutschland. Die Mineral- und Tafelwasserverordnung verlangt, dass im Verarbeitungsprozess die ursprüngliche Reinheit des Mineralwassers nicht beeinträchtigt werden darf. Öko-Test hatte im Juni festgestellt, das es mit der Reinheit nicht weit her ist. Zwar wurden mehr als die Hälfte der Wässer mit Sehr gut bis Gut bewertet, doch fanden sich Abbauprodukte von Pestiziden, die über dem zulässigen Grenzwert lagen. In jedem 10. Wasser wurden zu viele Keime entdeckt …

Vor mehr als einem Monat lernten wir alle eine für die meisten noch unbekannte Abkürzung kennen. EHEC, steht für Enterohämorrhagische Escherichia coli, also für einige Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli (E. Coli). EHEC haben die unangenehme Eigenschaft, blutige Durchfallerkrankungen auszulösen. Glücklicherweise scheint man sich dieses Kürzel erst einmal nicht mehr merken zu müssen. Das Problem hat sich erst einmal „erledigt“.

Sehr schnell wurden die Bakterien durch Kollegen abgelöst. Diesmal ging es um coliforme Keime. Bequem, wie wir Menschen nun einmal sind, neigen wir zu Verkürzungen. So wurde aus den coliformen Bakterien ganz schnell Coli-Bakterien. Für manche Medien mutierte Spandau damit zum Seuchengebiet. Okay, es herrscht Saure-Gurken-Zeit und das Sommerloch muss auch gefüllt werden. Aber zurück zum Thema. Unter coliforme Bakterien fasst man solche Bakteriengattungen zusammen, die bestimmte Eigenschaften aufweisen, nämlich u. a. Lactose, also Milchzucker, fermentieren zu können. Sie sind ein Zeichen für eine mögliche fäkale Verschmutzung. Nicht alle von ihnen lösen Krankheiten aus. E. Coli, kommt als wichtiges Bakterium im menschlichen Darm vor. Dort ist es nützlich, weil es die Ausbreitung schädlicher Mikroorganismen hemmt. Außerhalb dagegen kann er Infekte hervorrufen.

Ein großes Hin und her gab es in den letzten Tagen um die Frage, wie lange Wasser abgekocht werden muss, um wieder keimfrei zu sein. Die Wasserbetriebe und Berlin nahmen einen anderen Standpunkt ein, als Spandau. Aber! Drei bis fünf Minuten sind in der Regel völlig ausreichend um Bakterien zu töten, es sei denn, Sporen sind ins Wasser gelangt. Prost!

 

Ralf Ralecker

Wasser, ein teures Nass in Berlin-Spandau

Volksentscheid zur Offenlegung des Wasservertrages.

Alle Spandauer Haushalte werden den grauen Umschlag inzwischen erhalten haben. Er enthält die Abstimmungsbenachrichtigung für den Volksentscheid über die Veröffentlichung der Wasserverträge am 13. Februar.

Alle bestehenden und künftigen Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden im Zusammenhang mit der Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe sind mit Ausnahme personenspezifischer Daten vorbehaltlos offen zu legen. …

Eine weitere Forderung ist mit dem Volksentscheid verbunden. Sollte die Offenlegung nicht erfolgen, sind alle Vertragsbestandteile als unwirksam anzusehen. Oberstes Ziel des Volksentscheides ist es, die Wasserbetriebe wieder in die kommunale Hand zu überführen. 612 000 Ja-Stimmen, das sind 25 Prozent der Wahlberechtigten, sind für einen Erfolg notwendig. Eine große Hürde, die bisher noch nie genommen wurde. Für das vorangegangene Volksbegehren kamen in ganz Berlin 280887 Ja-Stimmen zustande (11697 in Spandau).

Volksentscheid Wasser

Volksentscheid Wasser

1999 veräußerte die große Koalition unter Eberhard Diepgen 49 Prozent der Berliner Wasserbetriebe an zwei private Firmen, Veolia und RWE, in der Hoffnung Geld in die klammen Kassen zu spülen. Der Kaufpreis betrug 1,7 Milliarden Euro. 1,3 Milliarden Euro sind Veolia und RWE inzwischen als Gewinn zurückgeflossen. Kaum ein Abgeordneter wusste, welch einem Vertragswerk er zustimmte. Allein der Umfang lässt einen schon schwindelig werden. 180 Ordner soll das Mammutwerk füllen. Ein Kernpunkt des Vertrages ist eine Gewinngarantie für Veolia und RWE. Erst 2029 läuft dieser Vertrag aus. Schon 1999 hatte das Berliner Verfassungsgericht die Gewinngarantie für verfassungswidrig und damit für ungültig erklärt.

Die umfangreichen Verträge wurde lange Zeit geheim gehalten. Im Herbst letzten Jahres wurde ein winziger Teil der Verträge, etwa 700 Seiten, aufgrund eines erheblichen Drucks aus der Bevölkerung veröffentlicht. Dabei wurde klar, dass es den beiden privaten Firmen gelungen war, Einfluss auf Gesetze zu nehmen, um ihren erheblichen Gewinn zu sichern. Sollte dieser Gewinn einmal geringer ausfallen, müsste das Land, auf seinen Anteil verzichten, oder sogar den Steuerzahler damit belasten – eine Maschine zum Geld drucken. Klar ist inzwischen auch, dass damit nur ein kleiner Teil der Wahrheit ans Tageslicht kam. In noch geheimen Vereinbarungen wird die zukünftige Höhe des Wasserpreises bestimmt.

Der rot-rote Senat zeigt kein Interesse an weiteren Veröffentlichungen. Vielmehr zweifelt er teilweise sogar die Rechtmäßigkeit der Forderungen an.

Unser Wasser ist uns Gut und Teuer. Dieser doppeldeutige Satz ist nicht nur den Spandauern in den letzten Jahren immer bewusster geworden. Berlin hat von allen Großstädte in Deutschland die höchsten Wasserpreise. Der Preis für diese lebensnotwendige Flüssigkeit steigt und steigt. Gründe dafür waren lange Zeit nicht ersichtlich. Seit 2001 sind die Preise um rund 35 Prozent gestiegen.

Schaut man sich die bisher veröffentlichten Vertragsbestandteile an, dann scheint klar, warum die Preise stiegen.

Die Diskussionen um die Veröffentlichung der vollständigen Vertragsinhalte hatte einen bemerkenswerten Nebeneffekt. RWE konnte sich einen Verkauf seiner Anteile an das Land Berlin vorstellen – für den stolzen Preis von 850 Millionen Euro. Stellt man dazu den damaligen Verkaufspreis und den inzwischen erzielten Gewinn dazu in Relation, ist das Angebot mehr als fragwürdig.

Zusammensetzung des Wasserpreises

Mit dem Wasserpreis wird nicht nur das Wasser bezahlt, welches als Trinkwasser aus der Leitung kommt. Mehr als die Hälfte des Wasserpreis wird für den Teil ausgegeben, der als Abwasser wieder im Gully verschwindet. Für das Trinkwasser gilt ein zusätzlicher Aufschlag von 7 Prozent Mehrwertsteuer. Wir zahlen zusätzlich für Wasser, welches mit der Wohnung nichts zu tun hat. Wenn es regnet, landet der größte Teil des Niederschlags in der Kanalisation – und muss bezahlt werden.

Ralf  Salecker