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Das interessierte und passierte in Spandau 2012

Ein neues Jahr steht unmittelbar vor der Tür – Zeit um einen Rückblick aufs Vergangene zu werfen

Es war wieder viel los in Spandau. Tagtäglich informierten wir im Top-Thema ausführlich und aktuell über das was geschah, wie über den Großbrand in Haselhorst als auch am Brunnsbüttler Damm. Bei beiden Einsätzen kamen erfreulicherweise keine Menschen zu Schaden, dennoch war das Können der Berliner Feuerwehr mit einem Großaufgebot gefragt und diese hatte die Lage jeweils schnell unter Kontrolle. Wir widmeten uns daher auch einer genaueren Betrachtung der Feuerwache Nord und besuchten die abgebrannte Sporthalle einige Monate später nochmals.

Auch am Sonntag findet wieder eine Veranstaltung pro Ponyhof Staaken statt.

Zahlreiche Veranstaltungen fanden pro Ponyhof statt.

Zirkus, Schafe, Ponyhof

Viel Aufmerksamkeit und Diskussionen erregten in diesem Jahr besonders die Tiere. Das Vorgehen des bezirklichen Ordnungs- und Veterinäramtes bezeichneten die einen als vorbildlich, andere hingegen als willkürlich. Angefangen mit einem Auftrittsverbot des Zirkus Renz mit seinen Tieren an den Spandau Arcaden über die Schließung des Ponyhofes in Staaken bis hin zur Sicherstellung einer Schafherde wurde über jedes Ereignis mehrfach berichtet.

Mit der Nikolaikriche im Hintergrund kehrte bayrische Gemütlichkeit ein.

Mit der Nikolaikriche im Hintergrund kehrte  Gemütlichkeit ein beim Bayerntag.

Feste feiern wie sie fallen

Doch neben aller Dramatik und unterschiedlicher Ansichten zeichnete sich Spandau auch in 2012 wieder durch zahlreiche Veranstaltungen und Möglichkeiten zum Feiern aus, was auch Besucher und Touristen von außerhalb in die Zitadellenstadt zog: Altstadtfest, Weinsommer, Stadtteilfeste, Tag der offenen Tür, Sportfeste sowie Veranstaltungen auf der Zitadelle selbst. Leider war dabei das Wetter meist nicht so sommerlich. Und auch der gerade erst zu Ende gegangene Weihnachtsmarkt erfreute sich wieder großer Beliebtheit – wenn auch nicht bei allen. Doch nie wird es jedem gerecht gemacht werden können, so dass auch das nach Marzahn ausgewanderte Oktoberfest für Diskussionen sorgte.

Bereits seit der Bürgermeisterwahl herrscht selten Einigkeit im Rathaus.

Bereits seit der Bürgermeisterwahl herrscht selten Einigkeit im Rathaus.

Viel los im Rathaus

Politisch herrschte nicht immer Einigkeit im Rathaus nach dem Bürgermeisterwechsel in 2011. Angefangen über Flaggen-Gate war gerade in Haushaltsfragen anfangs die ein oder andere Hürde zu nehmen. Jetzt stehen die Zeichen aber auf Konsolidierungskurs und sollte diese erreicht werden, bietet sich dem Bezirk wieder mehr Handlungsspielraum um auch freie Träger der Jugendeinrichtungen – wie von allen Parteien gewünscht – finanzieren zu können. In der Umsetzung des ab 2013 gesetzlich  bestehenden Kitaplatzanspruches sind die Voraussetzungen bereits geschaffen. Grillen wird an öffentlichen Plätzen hingegen weiterhin verboten bleiben.

Tolle Show, super Sound, authentische Unterhaltung pur.

Tolle Show, super Sound, authentische Unterhaltung pur gab es nicht nur bei Jennifer Rostock beim citadel music festival 2012.

Generationen des Rock beim citadel music festival

Die Zitadelle hat sich nach etablierten Events wie Ritterfest, Lichterfest und Musikschulfest mittlerweile aber auch als Konzert-Location Berlins etabliert und so gaben sich die Stars wie Lou Reed, Soundgarden, Jennifer Rostock, Knorkator, Lynyrd Skynyrd und viele mehr den Burgschlüssel nahezu in die Hand. Und auch für 2013 kündigt Trinity-Music als Veranstalter wieder wahre Highlights an. So stehen bereits keine geringeren als Thirty Seconds to Mars (6. Juni), Dead Can Dance (17. Juni), Queens of the Stone Age (22. Juni), ZZ Top (1. Juli), CRO (9. August) und Silly (17. August) fest.

Spandauer Bezirkspokalsieger 2012: Der SC Staaken!

Spandauer Bezirkspokalsieger 2012: Der SC Staaken! Fotos (5): Patrick Rein

Sportlich, sportlich

Auch als Bezirk des Sports konnte sich Spandau wieder einen Namen machen. Angefangen von unseren erfolgreichen Olympionikinnen Britta Oppelt und Annika Schleu, konnte zum Ende der Spielgemeinschaft der SG ASC/VfV Spandau mit den Füchsen Berlin noch ein Mal der Deutsche Meistertitel in der A.Jugend beim Handball gewonnen werden. Ebenfalls Deutscher Meister wurden die Spandauer Kanupolo-Spieler und die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04. Im Fußball konnten die Mannen von Teutonia II Pokalsieger der unteren Mannschaften werden, der SC Gatow hingegen verlor bei den ersten Mannschaften erst im Finale. Der SC Staaken wurde Bezirkspokalsieger 2012.

Auch 2013 wird es in Spandau sicherlich nicht ruhiger zugehen. Die Redaktion freut sich darauf auch dann wieder aktuell zu informieren und wünscht allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!

Patrick Rein

Wasserfreunde Spandau 04 gewinnen die Deutsche Meisterschaft

moritz oeler

Deutsche Meister, zum 32. Mal

Die Spandauer sind Deutscher Meister – schon zum 32. Mal

Am Sonntag haben die Wasserfreunde Spandau 04 die Deutsche Meisterschaft gewonnen, jetzt schon zum 32. Mal seit 1979. Durch ein klares 11: 6 (2: 1, 1: 0, 4: 2, 4: 3) gegen den Dauerrivalen ASC Duisburg, haben die Spandauer die Finalserie mit 3:0 glänzend gewonnen. Die Duisburger konnten dieses Jahr nicht mithalten und verloren schon die zwei letzten Spiele mit 13: 7 und 14: 7. Die Saison fiel für die Spandauer makellos aus, die kein einziges der 21 Saisonspiele verloren. Auch der DSV-Pokal steht strahlend in der „Hall of Fame“ der Spandauer Mannschaft. Schon zum 27. Mal gelang es Ihnen eine Double (Meiserschaft und DSV) zu erringen. Doch ob sich die Wasserfreunde auch nächste Saison beweisen werden, ist noch nicht sicher. Denn es stehen viele Veränderungen bevor.

Wasserfreunde Spandau 04

Mehr Verantwortung für die jungen Spieler

Nachfolger gesucht

Zum einen werden die Nationalspieler Dennis Eidner, Moritz Oeler und Florian Naroska ab Ende des Sommers nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch Weltklasse-Torhüter Alexander Tchigir wird voraussichtlich seine Karriere beenden. Bei der Frage, ob das gewonnene Finale sein letztes Spiel gewesen sei, antwortet der 43-Jährige:

„Ja sicher. Zu 99 Prozent.“

Die Suche nach leistungsfähigen Nachfolgern wird eine schwere Aufgabe. Besorgt erklärt Manager Peter Röhle:

„Gleichwertigen Ersatz wird für Sie wohl nicht kommen. Wir müssen verjüngen […] Unsere jungen Spieler müssen jetzt mehr Verantwortung übernehmen. Wir haben doch schon Jahrzehnte bewiesen, dass das klappt.

Ausstieg von Hauptsponsor Vattenfall

Zum anderen fällt der Hauptsponsor Vattenfall aus, der seine Patenschaft aus strategischen Gründen zurückzieht. Der Energiekonzern war seit zehn Jahren der wichtigste Sponsor des Vereins. Durch den Ausstieg entsteht eine Lücke von mehr als 100 000 € im angekündigten Vereinshaushalt von 450 000 €. Die Neuigkeit war für den Verein insbesondere im Olympiajahr schwer zu verkraften. Vereinspräsident Hagen Stamm hofft das einer der bisherigen Sponsoren seinen Beitrag drastisch erhöht und die Rolle des Hauptsponsors übernimmt. Herr Stamm fügte hinzu:

„Es wird weiter gehen, dann eben mit engerem Gürtel. Wir haben doch schon öfter solche Situationen überstanden.“

Wasserfreunde Spandau 04

Wird die nächste Saison auch so erfolgreich ausgehen?

Von den Wasserfreunden zum Bundestrainer

Außerdem ist auch die Zukunft des aktuellen Trainers Martin Novoselac unsicher, der mit dem Gedanken spielt, Bundestrainer zu werden. Er würde nächstes Jahr gegebenenfalls die Stelle von Hagen Stamm einnehmen, der nach der verpassten Olympia-Qualifikation zurückgetreten ist. Trainer Novosalec könnte in der nächsten Saison in beiden Jobs tätig sein, um den Übergang zu erleichtern. Doch muss der Verein bald auch hier eine passende Lösung finden. Alles in allem wird die nächste Saison schwierig für die Wasserfreunde. Das Machtverhältnis mit dem ASC Duisburg wird sich womöglich verschieben, erklärt Präsident Stamer:

„Wenn Duisburg so zusammenbleibt, sind sie nächstes Jahr Favoriten“.

Die Redaktion

 

 

Wasserfreunde Spandau stehen im Endspiel

Spandauer ziehen durch einen deutlichen 13:4 Heimspielerfolg ins Finale um die Deutsche Wasserballmeisterschaft ein

Nach dem Auswärtssieg an Himmelfahrt mit 11:7 gegen Bayer Uerdingen haben die Wasserfreunde Spandau 04 auch das Halbfinalrückspiel am gestrigen Samstag in der Schwimmhalle Schöneberg gewonnen. Mit einem starken Torhüter Alexander Tchigir lag die Mannschaft stets in Führung und konnte diese kontinuierlich ausbauen (4:2, 2:0, 2:1, 5:1). Bester Schütze war – wie bereits vor zwei Tagen in Uerdingen – Moritz Oeller mit drei Treffern, mit je zwei Toren folgten Andreas Schlotterbeck und Erik Miers.

Ein anstrengendes und schweres Spiel im Wasser.

Spandaus Wasserballer (schwarze Kappen) dominieren seit Jahren. Foto: Patrick Rein

Wasserballer aus Spandau dominieren

Die Wasserfreunde bleiben auch in dieser Spielzeit das Maß aller Dinge. Schon im Viertelfinale besiegten die Männer um Trainer Nebojsa Novoselac nach einem 9:4 auswärts im darauffolgenden Heimspiel den SV Cannstatt deutlich mit 24:3. Seit Jahrzehnten ging kaum ein nationaler Titel an den Spandauern vorbei. In den letzten zwanzig Jahren ging die Meisterschaft lediglich zwei Mal nicht in die Zitadellenstadt. So stehen bisher 31 Deutsche Meistertitel und 28 Pokalsiege zu Buche. Dazu kommt vier Mal der Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Kaum ein anderer hat dabei den Erfolg so geprägt wie Hagen Stamm – ob als Trainer am Beckenrand oder jetziger Vereinspräsident.

Finale beginnt wieder auswärts

Sponsor Vattenfall zieht sich nach zehn Jahren Zusammenarbeit zurück.

Sponsor Vattenfall zieht sich nach zehn Jahren Zusammenarbeit zurück.

Die Finalserie im Best-of-Five Modus gegen den ASC Duisburg, der sich gegen die SGW 98/Waspo Hannover durchsetzte, beginnt am 30. Mai und endet spätestens am 9. Juni. Den Pokalsieg haben die Spandauer in dieser Saison bereits gegen denselben Gegner einfahren können. Nun soll auch noch die Meisterschaft folgen! Getrübt werden die sportlichen Erfolge jedoch momentan durch den Rückzug des Hauptsponsors Vattenfall nach zehn Jahren Zusammenarbeit zur neuen Spielzeit. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das überleben besonders bei Randsportarten von finanziellen Förderern abhängig. Bleibt zu hoffen, dass Spandaus Wasserfreunde schon bald einen neuen Hauptsponsor präsentieren können.

Patrick Rein

Wasserfreunde Spandau 04 verliert Hauptsponsor

Der Energiekonzern Vattenfall will die Zusammenarbeit beenden

Am Dienstag teilte der Sportverein Wasserfreunde Spandau 04 auf seiner Webseite mit, dass ihr Hauptsponsor, Energiekonzern Vattenfall, die Zusammenarbeit zum Ende der Saison beenden will. Der Grund dazu ist eine strategische Reorientierung des Konzerns. Vattenfall war nun schon seit zehn Jahren der wichtigste Sponsor der Wasserfreunde.

Für Vereinspräsident Hagen Stamm ist diese Neuigkeit insbesondere im Olympiajahr schwer zu verkraften. Doch wird der Verein auch weiterhin sein Bestes geben, um eine der Top-Mannschaft Deutschlands zu bleiben. Herr Stamm ergänzte:

„Dass die Mannschaft am vergangenem Wochenende beim Pokalfinale in der Höhle des Löwen bei Duisbrug den Pokal gewonnen hat, zeigt aber, dass sie Charakter hat. Ich denke, dass war ein positives Signal für die jetzt beginnenden Play-off-Spiele um die Deutsche Mannschaft.“

Wasserball-Nationaltrainer Stamm: „Das leichteste und erfolgloseste Spiel“


„Das Team hat gut gekämpft“

Nach dem überraschenden Olympia-Aus für die deutschen Wasserballer in Kanada meldet sich Bundestrainer und Wasserfreunde-Vereinspräsident Hagen Stamm bei Mein Spandau zu Wort. Das deutsche Team hatte schon vor dem Viertelfinale im Spiel gegen Mazedonien verloren. Nur die Halbfinalisten fahren zu den Olympischen Spielen nach London.

Wasserball

Wasserball, hier die Wasserfreunde Spandau gegen Dubrovnik. Foto: Kirsten Stamer

Was waren die Besonderheiten des verlorenen Spiels gegen Mazedonien?

Es war eigentlich das „leichteste“ der bisherigen drei, aber leider das „erfolgloseste“.

Wie hat sich das Team ansonsten geschlagen? Gab es Probleme mit der Dauerbelastung?

Das Team hat gut gekämpft, konnte aber die Super-EM- Leistung von Eindhoven im Januar nicht wiederholen. Die deutsche Stärke „mental“ lässt sich anscheinend nicht beliebig häufig auf höchstem Niveau reproduzieren.
Die Dauerbelastung von einem Spiel pro Tag war für alle Teams gleich unmenschlich.

Wie war der Aufenthalt in Kanada? Hat Ihnen und dem Team etwas besonders gefallen?

In Kanada haben wir nur Edmonton Stadt und die Schwimmhalle und Winter gesehen. Es gibt ganz sicher schönere Regionen in Kanada, Montreal und Toronto waren viel schöner.

Stimmt es, dass Sie Ihren Trainerposten bald an Ihren Vizetrainer abgeben wollen?

Wir werden in den nächsten Wochen analysieren und dann in Ruhe die Weichen für die Zukunft stellen. Wir sind nicht unter Zeitdruck! Wir haben ja jetzt leider im Sommer Zeit, und mein Vertrag läuft bis Ende August.

Kirsten Stamer

Deutsche Wasserballer verpassen Olympia-Qualifikation


Nationaltrainer Stamm: „Wie ein Ruderboot ohne Ruder“

Die deutschen Wasserballer unterlagen überraschend Mazedonien 4:6 und verpassten so beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele im kanadischen Edmonton das Viertelfinale. Nur die Halbfinalisten fahren zu den Spielen nach London. Im Spiel gegen Mazedonien hätte ein Unentschieden gereicht doch nach einer anfänglichen Führung passte bei den deutschen Spielern nichts mehr zusammen. Die für Olympia qualifizierten Wasserballteams sind jetzt: Montenegro, Spanien,

Wasserball ist ein harter Sport

Wasserball ist ein harter Sport. Hier die Wasserfreunde Spandau gegen Dubrovnik.

Griechenland, Rumänien, Italien, Serbien, Kroatien und Ungarn. Die letzten vier Länder hatten sich bereits bei der WM 2011 qualifiziert. Dank ihren Erfolgen bei Kontinentalturnieren sind außerdem Australien, Kasachstan und die USA dabei. Außenseiter Großbritannien fungiert als Gastgeber.

Stamm sah es realistisch

Schon im Interview auf Mein Spandau im letzten Oktober schätzte Nationaltrainer Hagen Stamm, der auch als Präsident der Wasserfreunde Spandau aktiv ist, die Chancen kritisch ein. In den Mittelmeerländern habe der Sport einfach einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. „Ungarn, Italien, Kroatien und Serbien sind International ganz weit vorn“, sagte er damals. Eine Aussage, die sich nun bestätigt. Mit neun von 13 Spielern im nationalen Wasserballteam sind die Wasserfreunde Spandau gut vertreten. Der Verein wurde außerdem in 33 Jahren 31 Mal Deutscher Meister.

Auch gegenüber der Berliner Zeitung schätzte Stamm Mazedonien in der Mittwochsausgabe als harten Gegner ein. Das Team habe sich gerade mit fünf exzellenten Spielern verstärkt, die kürzlich noch Serben und Kroaten gewesen seien. Allerdings ging er zu dem Zeitpunkt noch von einem Sieg aus und beschrieb das Spiel gegen die Griechen als knifflig. Dann käme es natürlich auf das Viertelfinale an. Dazu kam es leider nicht mehr.

Bundestrainer Hagen Stamm

Bundestrainer Hagen Stamm, hier in seinem Fahrradgroßhandel. Fotos (2): Kirsten Stamer

Historische Chance verpasst

Der Schock bei den Verantwortlichen und Spielern sitze tief, schreibt der Team Manager und Assistenz-Trainer des Wasserball-Teams Deutschland, Michael Zellmer auf der Website wasserball-helden.de. Dort ist außerdem ein Interview mit ihm zum Olympia-Aus zu lesen. Eine historische Chance an medialer Aufmerksamkeit sei verpasst worden. Die Niederlage gegen Mazedonien sei verdient gewesen, denn nach der 3:0 Führung sei in der Mannschaft gar nichts mehr gegangen. Er zitiert Stamm: „In den letzten beiden Vierteln war die gesamte Angriffsarmada wie ein Ruderboot ohne Ruder“.

Nun soll eine Analyse des Spiels mit dem Deutschen Schwimm-Verband erfolgen.

Kirsten Stamer

Keine Medaille für die Wasserballhelden bei der EM


DSV-Auswahl verpasst das Halbfinale

Bei der diesjährigen Europameisterschaft hat es das Wasserball-Team Deutschland nicht über das Viertelfinale hinaus geschafft. Somit haben Sie auch die Chance verpasst, nach 17 Jahren eine EM-Medaille zu gewinnen. Nach einer dürftigen Leistung gegen den amtierenden Weltmeister Italien stand es am Ende 4:9 für den Gegner.

Der Grund für die Niederlage waren vor allem die vergebenen Einschussmöglichkeiten im Laufe des Spieles. Auch das starke Überzahlspiel aus vergangenen Matches kam in dieser Partie überhaupt nicht zustande.

Nach dem Spiel gab der Nationaltrainer Hagen Stamm zu, dass er insgeheim auf ein Weiterkommen gehofft hatte:

„Es hört sich komisch an, aber so einfach wie heute war es noch nie, die Italiener zu schlagen! Unser Auftritt heute glich leider dem einer Frauenmannschaft, die sich im Männerturnier verirrt hat.“

Der  Team-Manager Michael Zellmer äußerte sicht ebenfalls nach der verlorenen Partie:

„Unser Team hätte das Potenzial gehabt, bei dieser EM etwas Große zu erreichen, leider konnte heute kaum ein Spieler seine Normalform abrufen.“

Unsere Wasserballhelden haben jetzt noch die Chance auf den fünften Platz, was immer noch das beste deutsche EM-Ergebnis im Wasserball seit der Bronze-Medaille 1995 in Wien wäre. Am Samstag um 12 Uhr kommt es zum Abschluss der Europameisterschaft gegen die Auswahl von Griechenland.

Wir drücken der Nationalmannschaft und vor allem unseren Spandauern die Daumen und wünschen beim letzten Spiel dieser Europameisterschaft viel Erfolg.

Heute Daumen drücken für die Wasserballhelden bei der EM

Nach eine Berg- und Talfahrt bei der bisherigen EM geht es heute Samstag (20.30 Uhr) gegen Titelverteidiger Kroatien und am Montag (17.30 Uhr) gegen Rumänien

Krankheitswelle beim Wasserball-Team Deutschland! Nachdem bereits die beiden Torleute Alexander Tchigir und Roger Kong das Bett hüteten, fehlten beim Abschlusstraining vor dem Match gegen Kroatien mit Center Andreas Schlotterbeck und Routinier Tobias Kreuzmann zwei weitere Akteure. Ein alter Bekannter streifte sich dafür aber die Badehose über: Team-Manager Michael Zellmer sprang für die fehlenden Torhüter beim Training ein und stellte sich den Schüssen des verbleibenden Teams. Insbesondere vor dem Einsatz von ‚Kreuz‘ im morgigen Match steht ein dickes Fragezeichen.

Patzer, Niederlagen und grandioser Sieg

Bei der diesjährigen Wasserball Europameisterschaft in Eindhoven geht es für die deutschen Wasserballer  heiß her. Nach einem missglückten Start hat sich die Nationalmannschaft-  Spandau stellt die meisten Spieler- mittlerweile wieder gefangen und zeigte im letzten Spiel, was sie wirklich kann.

Fehlstart gegen Montenegro

Das Auftaktspiel bei der Wasserball Europameisterschaft 2012 war ein Desaster für den Deutschen Wasserballsport. Mit einer deutlichen 7:13-Niederlage musste sich Deutschland gegen Montenegro geschlagen geben. Besonders im dritten Viertel ließen die Deutschen einige große Chancen liegen. Gegen Ende des Spiels ließ der Spandauer Trainer Hagen Stamm seine Mannschaft etwas Risikoreicher agieren, aber die Spieler aus Montenegro konterten diese Aktionen einfach aus.

Knappe Niederlage gegen Serbien

Im zweiten Spiel der deutschen Nationalmannschaft zeigten unsere Wasserballhelden schon eher, wie gut sie wirklich sind. Leider reichte es auch dieses Mal nicht für einen Sieg und sie mussten sich mit 12:13 knapp geschlagen geben. Man konnte aber einen klaren Aufwärtstrend im Gegensatz zu dem Spiel gegen Montenegro erkennen. Sie spielten konzentrierter und besonders in der Abwehr konnte man eine Verbesserung erkennen. Diese stellte sich einfach besser auf den Gegner ein. Bester Mann war an diesem Spieltag der Team-Kapitän Marc Politze, der mit insgesamt vier Treffern überzeugte.

Der Nationaltrainer Hagen Stamm war trotz der knappen Niederlage zufrieden mit seinem Team:

„Das war heute ein anderes deutsches Team als bei der gestrigen Niederlage gegen Montenegro. Ein Unentschieden wäre möglich und auch gerecht gewesen, es war aber ein toller Kampf und eine tolle Moral meiner Mannschaft.“

Grandioser Sieg über Spanien

Unsere Wasserballer hielten am Aufwärtstrend fest und haben vorgestern gegen die Nationalauswahl aus Spanien mit 16:10 gewonnen. Die Spieler aus Spanien waren keine leichten Gegner, da sie teilweise überhart agierten. Sowohl der Spandauer Marko Stamm als auch der Duisburger Sven Roeßing mussten sogar wegen Platzwunden das Wasser verlassen.

Auch der Bundestrainer war sehr empört über die rüden Attacken der Gegner:

„Diese Gangart der Spanier hat in unserem Sport wirklich nichts zu suchen, zum Glück ist es bei kleineren Platzwunden meiner Spieler geblieben.“

Noch zwei Spiele in der Vorrunde

Um noch Platz drei in der Vorrundengruppe B und damit den Kampf um Edelmetall zu erreichen, muss die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) die nächsten beiden Spiele am heutigen Samstag (20.30 Uhr) gegen Titelverteidiger Kroatien und am Montag (17.30 Uhr) gegen Rumänien gewinnen und auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen. Zur Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier in Edmonton (1. bis 8. April) reicht Rang neun in der Endabrechnung.

Wir drücken der Nationalmannschaft und vor allem unseren Spandauern die Daumen und wünschen viel Erfolg.

Die Redaktion

Wasserfreunde holen ersten Punkt in der Champions League

WF Spandau

Die Wasserfreunde Spandau holen den ersten Punkt in Novi Sad. Foto (Archiv): Lars Wöllnitz

Die schlechte Nachricht zu Erst: Die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau warten in der  Champions League weiter auf den ersten Sieg. Aber die gute Nachricht lautet: Nach einer starken Leistung bei Serbiens Vizemeister VK Vojvodina Novi Sad holten die Spandauer durch ein 6:6 (2:1, 1:3, 1:2, 2:0) den ersten Punkt. Die Gäste liefen lange Zeit einem Rückstand hinterher, konnten erst eine halbe Minute vor dem Ende ausgleichen. Damit können sich die Wasserfreunde weiterhin Hoffnungen auf das Weiterkommen machen. Nach der knappen Auftaktniederlage (8:9) gegen den kroatischen Rekordmeister JUG Dubrovnik bleiben die Havelstädter weiter auf Platz drei und spielen in zwei Wochen gegen den Tabellenführer HAVK Mladost ZAGREB.

In der Wasserball Bundesliga ging es bislang nicht ganz so eng zur Sache. Nach drei Spielen stehen die Spandauer nach deutlichen Siegen an der Tabellenspitze. Am Samstag (16 Uhr) ist die SG Waspo Hannover zu Gast. Die Niedersachsen haben erst zwei Spiele auf dem Konto und konnten eines davon gewinnen. Die Favoritenrolle geht hier, anders als in der Champions League, klar an Gastgeber Spandau.

Lars Wöllnitz

E-Mail: sportnews@mein-spandau.info

Wasserfreunde Spandau setzen Siegesserie fort


2. Spieltag, Wasserball Bundesliga

Die Wasserfreunde Spandau haben ihre Siegesserie in der Wasserball Bundesliga eindrucksvoll fortgesetzt. Mit 21:5 (7:1, 2:1, 5:3, 7:0) siegte der Rekordmeister beim SV Würzburg 05.

Frühe Entscheidung

Alles andere als ein Sieg beim Tabellenvorletzten Würzburg wäre eine große Überraschung gewesen, doch zunächst lag Spandau mit 0:1 in Rückstand. Dann übernahmen die Gäste jedoch die Führung und setzten sich bis zum Ende des ersten Viertels bereits auf 7:1 ab. Der Vorletzte aus Würzburg hielt bis zum letzten Viertel besser mit, konnte den Rückstand gering halten. Entschieden war das Spiel dennoch und so machte die Gastgeber gegen Ende der Partie auf und bot Spandau Platz zum Kontern. Die Angriffe spielten die Wasserfreunde gut aus und bauten die Führung auf 21:5 aus.

WF Spandau - Würzburg

Die Wasserfreunde Spandau (rechts) sicherten sich den dritten Saisonsieg. Foto: Lars Wöllnitz

Defensive noch ausbaufähig

Für Spandau war es der dritte Sieg im dritten Spiel und eine Frage stellt sich bereits früh in dieser Saison: Sind die Wasserfreunde auf dem Weg zur nächsten Meisterschaft überhaupt aufzuhalten? Mit der überragenden Torausbeute von 57 Treffern steht der Rekordmeister an der Tabellenspitze. Lediglich die Defensive ist angesichts der 14 Gegentreffer noch ausbaufähig. Auf nationaler Ebene scheint es derzeit keine ernsthafte Konkurrenz zu geben.

Mittwoch der nächste Härtetest in der Championsleague

Anders im internationalen Wettbewerb: In der Championsleague verloren die Wasserfreunde das Auftaktspiel gegen den kroatischen Meister JUG Dubrovnik. Am Mittwoch müssen die Havelstädter nach Serbien zum VK Vojvodina NOVI SAD und brauchen hier einen Sieg, um weiter gute Chancen auf das Wieterkommen zu haben.

Wasserfreunde Spandau: Chigir – Jüngling, Bukowski (2), Schrödter (1), Schulz, Gietz (2), Politze (5), Bolovic (1), Miers, Marcovic (2), Oeler (4), Eidner (2), Stamm (2).

Lars Wöllnitz

E-Mail: sportnews@mein-spandau.info

Spandauer Sportler auswärts gefragt


Interessante Auswärtsaufgaben warten am Wochenende auf Spandau

Unter Zugzwang: Die Oberliga-Handballerinnen der SG Spandau müssen am Sonntag (16 Uhr) zum Tabellenvorletzten HSG Neukölln. Nach drei sieglosen Spielen in Folge droht der SG der Absturz in die unterste Tabellenregion. Trainer Henry Germann appelliert daher an seine Mannschaft: „Wir müssen mal wieder gewinnen und eine konstante Leistung zeigen.“ Zuletzt gab es Licht und Schatten im Spiel der Spandauerinnen, doch die Ergebnisse waren enttäuschend. „Wir müssen jetzt aber versuchen, das positive mit in die Partie zu nehmen und unsere Favoritenrolle bestätigen“, so Germann.

Marko Stamm spielte zuletzt stark auf.

Marko Stamm spielte zuletzt stark auf. (www.spandau04.de)

Nach der unglücklichen Niederlage in der Championsleague gegen Dubrovnik haben sich die Wasserfreunde aus Spandau mit zwei Siegen in der Bundesliga eindrucksvoll die Spitzenposition gesichert. Der SV Würzburg 05 wird am Samstag (16:30 Uhr) in eigener Halle beweisen müssen, ob er gegen den Deutschen Meister bestehen kann. Nach der 2:13-Auftaktpleite gegen den letztjährigen Liga-Vize ASC Duisburg wartet also schon der nächste dicke Brocken auf die Heimmannschaft. Vor allem defensiv wird Würzburg alle Hände voll zu tun haben: Die WF-Akteure um Kapitän Pollitze erzielten bereits 36 Treffer.

 

Die Fußballer vom Spandauer SV sind ebenfalls auf fremdem Platz gefordert. Allzu weit müssen sie dafür am Sonntag (14 Uhr) allerdings nicht reisen. Das Lokalderby zwischen den Spandauer Kickers und dem SSV verspricht brisant zu werden. Zwar spricht die Tabellensituation klar für die Mannen von Trainer Murat Tik (sein Team führt mit neun Siegen aus neun Spielen das Klassement an), doch die Heimelf wird umso energischer auf einen Punktgewinn drängen. Sollten die Rot-Weißen jedoch ihren 10. Ligasieg einfahren, wäre das erneut ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz.

 

Daniel Lehmann & Lars Wöllnitz

E-Mail: sportnews@mein-spandau.info

Ohne Mühe: Wasserfreunde Spandau schlagen Potsdam


WF Spandau - OSC Potsdam

20:2 siegten die Wasserfreunde (schwarze Kappen) gegen den OSC Potsdam. Foto: Lars Wöllnitz

2. Spieltag, Wasserball Bundesliga

Saisonauftakt geglückt: Die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau haben am Mittwochabend den OSC Potsdam mit 20:2 (4:0, 3:0, 6:2, 7:0) geschlagen und damit den zweiten Saisonsieg im zweiten Spiel eingefahren.

 

Spandau eiskalt, Potsdam harmlos

Die erste Möglichkeit des Spiels hatten die Gäste aus Potsdam, die mit einem Überraschungssieg beim SV Bayer Uerdingen (8:7) in die Saison starteten. Danach hatte Spandau das Spiel aber im Griff. Nach drei Minuten erzielte Moritz Oeler die 1:0-Führung für die Wasserfreunde, die noch vor der Pause auf 4:0 erhöhten. Nach der Pause legten die Gastgeber drei Tore nach, ließen aber auch einige gute Möglichkeiten liegen oder scheiterten am Torgehäuse. Der OSC war bis zur 15. Spielminute harmlos, aber auch die zweite gute Möglichkeit brachte keinen Erfolg. So stand beim amtierenden Meister aus Spandau die Null zur Halbzeitpause.

Stamm wird Spieler des Spiels

Dann folgte der torreichste Abschnitt der Partie, an der auch Potsdam seinen Anteil hatte. Zunächst bauten die Wasserfreunde die Führung aber weiter aus (10:0). Dann kamen die Gäste zu ihren Ehrentreffern (2:11), bevor Spandau wieder auf 13:2 davonzog. Im letzten Viertel drehten die Wasserfreunde auf und konterten die weit aufgerückten Gäste ein ums andere Mal aus. Besonders WF-Akteur Marko Stamm lief zur Höchstform auf, erzielte gleich drei der sieben Treffer und wurde zum Spieler des Spiels gekürt.

WF Spandau - OSC Potsdam

Die Spandauer zeigten sich torhungrig und erspielten sich viele gute Möglichkeiten. Foto: Lars Wöllnitz

 

Die Lage

Nach zwei Saisonspielen haben die Spandauer ihre Favoritenrolle in der Liga bestätigt und übernehmen zumindest bis zum Wochenende die Tabellenführung. Wer die Wasserfreunde auf dem Weg zur nächsten Meisterschaft stoppen kann, ist fraglich. Potsdam konnte am Mittwochabend keinen Stolperstein darstellen. Am Samstag (16.30 Uhr) geht es zum SV Würzburg, der mit einer Niederlage in die Saison startete.

 

Wasserfreunde Spandau: Tchigir – Bukowski (3), Schrödter, Schulz, Gietz (2), Politze (2), Markovic (1), Miers (1), Schlotterbeck (4), Oeler (3), Eidner, Stamm (4), Jüngling. – Trainer: Novoselic Nebosja

 

Lars Wöllnitz

E-Mail: sportnews@mein-spandau.info

Lockerer Auftaktsieg für Spandauer Wasserballer


1. Spieltag, Wasserball Bundesliga

Die Wasserfreunden Spandau starteten mit einem Sieg in die neue Wasserball-Saison. Beim SC Wedding gewann das Team von Trainer Nebojsa Novoselac klar mit 16:7 (2:2, 5:2, 3:1, 6:2). Der amtierende Deutsche Meister tat sich zu Beginn jedoch schwer.

Spandau zunächst mit Problemen

moritz oeler

Moritz Oeler steuerte 6 Tore zum 16:7-Sieg bei. Quelle: spandau04.de

Gehemmt durch das enge Schwimmbecken an der Seestrasse konnten sich die Spandauer im Derby zunächst nicht absetzten (2:2).Dabei sind die Gegebenheiten eigentlich bekannt und führten in den vergangenen Jahren zu keinerlei Problemen. „Zudem hatten wir auch das Championsleague-Spiel gegen Dubrovnik noch in den Knochen. Auch beim Gegner lagen Welten dazwischen, sodaß wir uns ersteinmal umstellen mussten“, erklärt Spandaus Teammanager Peter Röhle. Immerhin: Die Gäste fingen sich schnell und blieben im zweiten Viertel ohne Gegentor (5:2).

Spandau lässt Möglichkeiten liegen

Die Führung baute der Favorit in der Folge weiter aus und hätte sogar noch höher gewinnen können. Die Chancenverwertung der Wasserfreunde war allerdings noch verbesserungswürdig. Die besten Torschützen auf Seiten der Spandauer waren Moritz Oeler (6) und Marc Politz (5). Für die Gastgeber und Vorjahresvierten war es bereits die zweite Saisonniederlage. Spandau startet dagegen perfekt in die neue Saison. Röhle war zufrieden: „Es war der erhoffte Pflichtsieg und der erste Schritt zur Titelverteidigung.“

Mittwoch kommt  Potsdam

Bereits am Mittwoch (20 Uhr) geht es für die Wasserfreunde weiter. In der Schwimmhalle Schöneberg geht es gegen den OSC Potsdam, die überraschend mit einem knappen Sieg (8:7) beim SV Bayer Uerdingen in die Saison starteten.

 

Wasserfreunde Spandau: Tchigir, Bukowski (2), Schrödter, Schulz, Gietz, Politze (5), Markovic, Miers, Schlotterbeck, Oeler (6), Eidner, Stamm, Jüngling. – Trainer: Novoselic Nebosja

Lars Wöllnitz

E-Mail: sportnews@mein-spandau.info

Hagen Stamm und das Wasserball Nationalteam: Auf dem Sprungbrett nach Olympia?

Spandauer Wasserfreunde stellen 9 von 13 Spielern

Erotische Fotos des Nationalteams:  hier >>>

Hagen Stamm und das Wasserball Nationalteam

Hagen Stamm und das Wasserball Nationalteam

Die Geschichte von Hagen Stamm und den Wasserfreunden Spandau 04 e. V. liest sich wie ein großes Familienepos. Schon der Großvater war Schwimmmeister, die Mutter Schwimmerin, der Vater Ringer. „Die logische Kombination daraus ist doch Wasserball“, meint Stamm. Konsequenterweise lernte er auch seine Zukünftige – die Chef-Schwimmtrainerin – bei den Wasserfreunden kennen. Genauso lief es bei seinen Eltern, die über Stamms Onkel – einen Turmspringer – bei den Wasserfreunden zueinander fanden. Die Krönung der Familiengeschichte sind die Kinder: die Tochter ist lange geschwommen, der Sohn und der Schwiegersohn spielen zusammen in der Nationalmannschaft der Wasserballer. Bundestrainer ist seit 2001 Hagen Stamm. Ebenfalls – wie könnte es anders sein – seit 1994 Präsident der Wasserfreunde

Spandau. „Das ist eine Generationenverpflichtung“, meint Stamm dazu. „Wenn man selbst als Jugendlicher eine schöne Zeit erlebt hat, gibt man das an die nächste Generation weiter.“

Hagen Stamm

Hagen Stamm vor seinen Fahrrädern.

Hauptberuflich im Fahrradgroßhandel

Neben seiner Tätigkeit als Bundestrainer und Vereinspräsident leitet er einen Fahrradgroßhandel. Die BBF Bike GmbH mit Sitz in Hoppegarten ist natürlich ebenfalls ein Familienunternehmen. „Die Großmutter meiner Frau hatte einen Fahrradladen, der sollte verkauft werden“, erzählt Stamm. Nach seinem Sportstudium auf Lehramt habe er gefragt ob er es denn nicht einmal probieren könnte. Das Probieren war sehr erfolgreich, heute hat der BBF sieben Filialen in ganz Deutschland, 200 Mitarbeiter und liefert an Fahrradhändler in Österreich, Tschechien und Polen. Hier, bei seiner Arbeit, treffe ich den 51-jährigen blonden Hünen. Viel Zeit um für ein Gespräch nach Spandau zu kommen, bleibt bei so viel Engagement natürlich nicht. Nach zehn Minuten im Büro mit Katzenhai („Den habe ich auf Kuba als Torschützenkönig gewonnen und im Flugzeug 11 Stunden auf dem Schoß transportiert, danach wollte ihn mir der Zoll nach so viel Mühe auch nicht mehr abnehmen. Und weil er nun schon mal tot war, konnte ich ihn ja auch aufhängen.“) geht es im großen BMW auf den Weg nach Hause. In Britz wartet seine Frau, die sich heute extra freigenommen hat, was Stamm bei unserer Verabredung aber leider gerade nicht auf der Liste hatte.

„Das geht nur, weil meine Frau auch so verrückt ist“

Hagen Stamm

Hagen Stamm in seinem Büro mit Katzenhai.

Etwa 80 bis 100 Tage im Jahr ist er wegen des Wasserballs auf Reisen. Wie man das mit einer eigenen Firma und dem Präsidentenamt hinbekommt frage ich mich. „Man braucht auf jeden Fall eine verständnisvolle Familie“, meint Stamm, „das geht ja alles nur, weil meine Frau auch so verrückt ist“. Außerdem habe er eine gute zweite Reihe, sowohl in der Firma als auch im Verein. „Wenn einem alles Spaß macht ist man außerdem Leistungsfähiger“, erklärt er mir das Erfolgsrezept.

Auf Nachfrage zählt er mir seine Titel auf: Europameister 1981 und 1989, Bronze bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles, 14 deutsche Meistertitel, vier Europacupsiege der Landesmeister ( die Championsleague des Wasserballs). Insgesamt spielte er in 323 Länderspielen. „Und immer im gleichen Verein“, erzählt er stolz, dass sei ja auch nicht selbstverständlich. Obwohl, wenn man bedenkt, dass die Wasserfreunde Spandau in 33 Jahren 31 Mal deutscher Meister im Wasserball wurden (eine einzigartige Serie im europäischen Ballsport) und auch heute neun der 13 Wasserballer im Nationalteam Spandauer sind – warum wechseln?

Olympia 2012?

Mit zwölf Jahren kam er 1972 zum Wasserball in den Verein, nachdem das Schwimmen ohne Ball zu langweilig wurde. „Außerdem macht Mannschaftssport mehr Spaß.“ Seit 2001 ist er nun Bundestrainer und peilt die Olympiaqualifikation 2012 an. Das ist allerdings nicht so einfach, denn auf eine solche Vorreiterrolle wie in Deutschland, kann das Wasserball Nationalteam International nicht zurückgreifen. „Ungarn, Italien, Kroatien und Serbien sind International ganz weit vorn.“ In den Mittelmeerländern habe der Wasserball einfach einen ganz anderen Stellenwert, dort sei der Sport früher viel in Hafenbecken gespielt worden, „in Italien wird jede Woche Wasserball im Fernsehen übertragen“, erzählt Stamm.

Gefährlich sei der Sport vor allem für Trommelfell und Nasenbein, erzählt Stamm noch. Beim Nasenbein hatte er Glück, beim Trommelfell zwei Mal Pech. „Bei Wasser im Ohr ist der kleinste Schlag fatal.“ Die Spieler sind meist Studenten oder werden von der Bundeswehr freigestellt. So ist es auch bei seinem Schwiegersohn (Student) und Sohn (Soldat). „Aber man verdient auch was im Wasserball“, meint Stamm, „man wird nicht Reich, aber der Wasserballer kann seinen Lebensunterhalt bestreiten.“

Zum Ende lädt er mich zum Spiel am Samstag in die Schwimmhalle Schöneberg ein. „Der Sport ist ja auch schön für Frauen“, meint er. Obwohl man heutzutage immer erst einmal fragen müsse, ob die Frau sich überhaupt für Männer interessiere. „In keiner Sportart haben die Männer so wenig an wie im Wasserball – und die sehen gut aus“.

Und zum Schluss noch ein Highlight der besonderen Art: Spektakuläres Foto-Shooting: Wasserball-Team Deutschland kämpft mit Top-Model Schenkenberg

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Fotos von QVC. Danke an Michael Zellmer Deutsches Wasserball-Nationalteam (Herren) Team-Manager / Assistenz-Trainer für die Erlaubnis die Bilder verwenden zu dürfen

Kirsten Stamer

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DSV-Junioren zahlen Lehrgeld


Vom 11. – 18. September fand im kroatischen Rijeka die U17-EM der Wasserballer statt. Ohne großen Erwartungsdruck ging auch das deutsche Team unter Bundestrainer Röhle an den Start, das mit dem 14. Platz am Ende dennoch nicht zufrieden sein konnte.

Deutliche Klatsche zu Beginn

Schon das erste Vorrundenspiel stellte das DSV-Team vor arge Probleme. Immerhin ging es gegen den amtierenden Europameister Italien. Die Südeuropäer bewiesen, warum sie zu den Turnierfavoriten gehörten und siegten deutlich mit 24:2. Damit standen die DSV-Schützlinge bereits mächtig unter Zugzwang. Gegen Frankreich zeigte man sich zwar insgesamt verbessert, kassierte trotzdem in entscheidenden Spielabschnitten zu viele Tore und gab die Partie mit 7:13 ab. Im wegweisenden Aufeinandertreffen mit der Ukraine gelang zwar der erste Sieg (9:7), die Turnierkonstellation hielt so aber die starken Ungarn als nächsten Gegner bereit. Durch ein 5:14 wurde die Zwischenrunde verpasst, in den Platzierungsspielen konnte maximal noch Rang neun erreicht werden.

Das DSV-Team

Die DSV-Auswahl für Rijeka. Darunter die Spandauer: Hintere Reihe: 2.v.l. Vincent Hebisch, re. Peter Röhle. Mittlere Reihe: 4.v.l. Kolja Helfenbein. Vorne stehend: li. Stefan Pieske. Sitzend: 1.v.l. Phillipp Gottfried, 2.v.r. Steven Piotrowski.

Nur Bulgarien wurde besiegt

Die fehlende Reife (die deutschen Junioren waren das international unerfahrenste Team) sollte sich bei den abschließenden Spielen ebenfalls bemerkbar machen. Nach einem 6:9 gegen Russland konnte zwar mit einem 10:6-Sieg im Vergleich gegen Bulgarien der sportliche GAU vermieden werden, zu einem versöhnlichen Abschluss sollte es nicht mehr reichen – 5:9 gegen Slowenien und damit Platz 14.

Durch das schlechte Abschneiden verpasste die Mannschaft des DSV obendrein die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Das nächste Turnier mit deutscher Beteiligung wäre dann frühestens die Europameisterschaft 2013. Bis dahin steht der Auswahl altersbedingt ein Umbruch bevor. Ein Teil der Mannschaft wird in die U18 aufsteigen, jüngere Spieler rücken nach.

Neuer Titelträger ist mit Kroatien nun der Gastgeber der diesjährigen EM. Im Finale konnte der amtierende Meister Italien geschlagen werden.

Daniel Lehmann

Hoffen auf die Überraschung der U17-Wasserballer

Wenn am 11. September im kroatischen Rijeka die U17-EM der Wasserballer beginnt, ist auch die deutsche Auswahl unter Trainer Peter Röhle dabei. Nach der zumindest von den Ergebnissen her souveränen Qualifikation, die die Junioren als Gruppensieger abschlossen, warten allerdings ganz andere Herausforderungen auf die Mannschaft.

Das DSV-Team

Die DSV-Auswahl für Rijeka. Darunter: Hintere Reihe: 2.v.l. Vincent Hebisch, re. Peter Röhle. Mittlere Reihe: 4.v.l. Kolja Helfenbein. Vorne stehend: li. Stefan Pieske. Sitzend: 1.v.l. Phillipp Gottfried, 2.v.r. Steven Piotrowski.

Viel Arbeit bis zum Turnier

Gut zwei Wochen verbleiben noch für den letzten Feinschliff, dann startet die Endrunde. Bis dahin liegt jedoch weiterhin viel Arbeit vor den jungen Wasserballern. Bereits Ende Juli nutzte man neun Tage Aufenthalt in Hamburg für ein intensives Training, spielte zudem bei Turnieren in Hannover und Istanbul. Nun gilt es im Duell gegen Holland einen vorläufigen Leistungsstand zu ermitteln, ehe es Anfang September (02.-04) in Freundschaftsspielen gegen Montenegro, Slowenien und erneut Holland geht.

Spandau mehrfach vertreten

Unter den momentan 16 Spielern (13 dürfen final gemeldet werden) befinden sich übrigens mit Steven Piotrowski, Kolja Helfenbein, Philip Gottfried und Vincent Hebisch gleich vier Nachwuchstalente der Wasserfreunde Spandau 04. Längst bekannt dürfte dem Quartett ihr Trainerstab sein. Peter Röhle ist neben seiner Funktion als Bundestrainer nämlich gleichzeitig für die sportliche Leitung des Vereins zuständig, sein Assistent Stefan Pieske ist als Fachwart der Abteilung Wasserball tätig. Vorteile ergeben sich dabei für niemanden, die Aufstellung erfolgt ausschließlich nach dem Leistungsprinzip.

Wundertüte DSV-Team

Trotz der starken Qualifikation, die Deutschland auf Platz eins beendete, haben andere Nationen die Favoritenrolle inne. Zum einen natürlich Titelverteidiger Italien, aber auch Serbien, Griechenland und Ungarn sind namhafte Gegner. Ein Platz unter den besten Acht wäre daher schon ein beachtenswerter Erfolg. Der aktuelle Kader spielt in der Konstellation ohnehin erst seit März gemeinsam in Länderspielen, wenig Zeit also, um sämtliche Mechanismen einzustudieren. „Normalerweise braucht ein Team zwei Jahre, ehe es homogen ist“, bestätigt Trainer Röhle. Angesichts der fehlenden Konstanz in den bisherigen Auftritten darf man gespannt sein, wie sich die DSV-Junioren schlagen werden.

Daniel Lehmann

Sport vom Wochenende (19. – 22.5.)

Im Abstiegskampf setzte der Spandauer SV mit einem 7:2 ein Ausrufezeichen. Für den FC Spandau wird es nach der Niederlage dagegen eng. Die Wasserballer aus Spandau konnten sich mit dem Pokalsieg am Wochenende das Double sichern.

Fußball:

FC Spandau – VfB Hermsdorf 0:4 (0:4).

Die Berlin-Liga Fußballer vom FC haben den Klassenerhalt nicht mehr in der eigenen Hand: Durch ein frühes Gegentor (6. Minute) geriet Spandau in Rückstand. Nach drei weiteren Gegentoren war die Partie dann bereits zur Halbzeit entschieden.

Der Konkurrent vom BFC Preussen siegte überraschend mit 2:1 gegen den Tabellenzweiten VSG Altglienicke und überholte den FC damit in der Tabelle. Am letzten Spieltag kann sich Spandau dadurch nur noch mit einem Sieg retten und braucht auch noch Schützenhilfe.

Aufstellung FC Spandau: Schulze – Niroomand, Gültekin, Gerhardt, Binting, Sun, Pitarevic, Gellner, Schöwel, Weglinski (45. Rübner), Bautzki (65. Güllu).

Tore: 0:1 (6.) Warwel, 0:2 (25.) Trebess, 0:3 (31.) Trebess, 0:4 (44.) Bornfleth.

 

SSV Köpenick-Oberspree – Spandauer SV  2:7 (0:3).

Mit einem Kantersieg schafften die Landesliga-Fußballer aus Spandau den Sprung vom Abstiegsplatz – weil Konkurrent BFC Alemannia Wacker mit 3:4 bei Tasmania Gropiusstadt verlor.

Spandau wartete zu Beginn ab, ließ die Gastgeber kommen und konterte gefährlich. Mit Erfolg: In der 24. Minute erzielte Nart Kovulmaz bereits seinen zweiten Treffer zur 2:0-Führung. Danach waren die abstiegsgefährdeten Spandauer die spielbestimmende Mannschaft. Für die Vorentscheidung kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte Özkan Inanc mit einem Kopfballtreffer zum 3:0. Köpenick war sichtlich geschockt und leistete nach der Pause in der Defensive kaum noch Gegenwehr. „Eigentlich ist das ihre Stärke, aber nach unserem 3:0 mussten sie hinten aufmachen. Wir haben unsere Chancen aber auch gut genutzt“, lobte SSV-Trainer Murat Tik.

Und deshalb ging es dann auch munter weiter: Torjäger Serdar Kucak nutzte die Nachlässigkeiten der Köpenicker-Verteidigung, erhöhte kurz nach der Pause auf 4:0 und markierte nach dem Anschlusstreffe der Gastgeber das 5:1. Das Spiel war längst entschieden, da trug sich auch Arif Karatas mit zwei Treffern in die Torschützenliste ein (7:2). „Wir haben sehr ruhig und konzentriert gespielt. Phasenweise waren dann auch gute Kombinationen dabei und vor dem Tor waren wir eiskalt“, freute sich Tik, der den Patzer der Konkurrenz einen Tag später live mitverfolgte: „Mein Dank gilt Tasmania, die wirklich eine gute Leistung gezeigt haben und verdient gewonnen haben. Jetzt haben wir es in der eigenen Hand.“

Tore: 0:1 (13.) Kovulmaz, 0:2 (24.) Kovulmaz, 0:3 (45.) Inanc, 0:4 (50.) Kucak, 1:4 (56.) Voigt, 1:5 (64.) Kucak, 1:6 (79.) Karatas, 2:6 (80.) Müller, 2:7 (85.) Karatas.

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Wasserball:

Die Wasserfreunde Spandau haben das Double perfekt gemacht und eine Woche nach der Deutschen Meisterschaft, erneut  gegen den ASC Duisburg, den Pokalsieg klar gemacht. Im Final-Four-Turnier vor knapp 300 Zuschauern blieb für den SV Cannstadt und den SV Würzburg nur das Spiel um Platz drei, den sich Cannstadt sicherte. Ebenso wie im Meisterschaftsfinale war es auch diesmal wieder knapp. Am Ende hieß es aber 11:10 (4:3, 2:1, 1:3, 4:3) für Gastgeber Spandau.

 

 

Basketball: Das Playoff-Halbfinale zwischen Alba Berlin und den Frankfurt Skyliners ist wieder ausgeglichen. Die Gäste aus Frankfurt konnten im zweiten Spiel der „Best of Five“-Serie mit 80:72 (38:46) gewinnen. Allerdings deutete zunächst alles auf den zweiten Sieg der Berliner, bei denen Superstar Julius Jenkins (13 Punkte) ein gutes Comeback gab, hin: Alba dominierte die Partie bis zum letzten Viertel und verpasste es, für eine frühe Entscheidung zu sorgen. So reichte eine gute Schlussoffensive der Gäste, um das Spiel zu drehen. Alba-Coach Muli Katzurin war bedient: „Durch die hohe Führung haben wir uns zu selbstsicher gefühlt. Das haben die Skylines ausgenutzt und am Ende verdient gewonnen.“

Lars Wöllnitz

Auch sein Comeback konnte die Niederlage nicht abwenden: Alba-Superstar Julius Jenkins (13 Punkte)