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Keine einheitliche Weihnachtsbeleuchtung in der Pichelsdorfer Straße

Neues aus der Wilhelmstadt

Leerstand in der Wilhelmstadt (Foto: Ralf Salecker)

Leerstand in der Wilhelmstadt (Foto: Ralf Salecker)

Ein neues Treffen des Forum Geschäftsstraßenmanagement in der Spandauer Wilhelmstadt, bei dem Anwohner, Dienstleister, Vermieter, Interessierte, Einzelhändler, die Stadtteilvertretung, der Verein Meine Wilhelmstadt, Kunstschaffende und viele mehr zusammenkommen könnten, um sich über das Geschehen im Sanierungsgebiet Wilhelmstadt zu informieren. Einige Treffen hat es schon gegeben. Die Anzahl der Neugierigen hält sich in Grenzen. Immer wieder sind es die „üblichen Verdächtigen“, die sich informieren wollen. Ab und an kommen neue Gesichter hinzu. Dabei hätten sie diesmal wieder allen Grund gehabt, dabei zu sein.

Stadtteilzeitung für die Wilhelmstadt

Vor einiger Zeit wurde vom Bezirksamt Spandau die Suche nach einer Stadtteilzeitung für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt ausgeschrieben. Eine Person oder ein Team wurde gesucht, welches die komplette Abwicklung einer Zeitung übernehmen kann. Dies ist nun gefunden. Ulrike Steglich und Christoph Schaffelder, die auch schon drei andere Stadtteilzeitungen (Moabit, Wedding, Mitte) in ihrem Programm haben, bekamen den Zuschlag.

Beide stellten sich vor und beschrieben allgemein, wie die neue Zeitung inhaltlich aussehen könnte. In erster Linie geht es um die Information und Einbindung der Wilhelmstädter, speziell der Gewerbetreibenden und Dienstleister, in das Sanierungsgeschehen. Sie hoffen auf eine rege Beteiligung der unterschiedlichen Akteure im Kiez im Rahmen dieser gedruckten Diskussionsplattform, die später an den unterschiedlichsten Stellen zur kostenlosen Mitnahme ausliegen wird. Ambitioniertes Ziel ist die Stärkung der Verbundenheit der Bewohner mit ihrer Umgebung.

Manch Wilhelmstädter, wäre es lieber gewesen, ein Spandauer hätte den Zuschlag erhalten. Worauf das neue Team schlagfertig konterte, aus der Mitte Berlins bräuchten sie nur eine halbe Stunde, um nach Spandau zu gelangen. So müssten auch andere Berliner denken, wenn es darum geht, Spandau einen Besuch abzustatten.

Handwerkerführer für die Wilhelmstadt

Ein erstes Probeexemplar eines Handwerkerführers für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt wurde zur kritischen Begutachtung gezeigt. Das kleine Heftchen entstand anlässlich des „Tag des Handwerks“, der in der Neustadt und eben auch in der Wilhelmstadt durchgeführt wurde. Fast 70 Handwerksbetriebe in den Geschäftsstraßen des Sanierungsgebietes finden sich dort wieder. Nicht alle wollten dabei sein, mache, weil sie sich nicht als Handwerker sahen.

Natürlich kann so ein Heft nicht wirklich vollständig sein. Fehlende Betriebe waren schnell gefunden. Der eine oder andere war überrascht, gleichartige Betriebe in unterschiedlichen Rubriken wiederzufinden. Die Einteilung ergab sich aus der unterschiedlichen Selbsteinschätzung. Tattoo-Studios in der Rubrik „Schönheit & Gesundheit“ zu entdecken, rief ein wenig Schmunzeln hervor. Fehlende Bäckereien wurden bemängelt, stellten sich aber schnell als reine Aufback-Shops heraus, die als Einzelhändler zahlten, nicht als Handwerker. Um die ging es aber in diesem Heftchen.

Vergleichbare Hefte, mit anderen Schwerpunkten sind für die Zukunft geplant.

Lebendiger Adventskalender und Weihnachtsbeleuchtung

24 Tage im Dezember, 24 Türen des Kalenders und 24 Akteure aus der Wilhelmstadt, von der Kirche bis zum Dienstleister, sollen in einem begrenzten Zeitfenster des Tages ein besonderes Angebot präsentieren. Das kann von Glühwein reichen, über Musikeinlagen, bis zur Vorführung typischer berufsspezifischer Arbeiten. Fast ein Dutzend haben sich schon gefunden, weitere können sich gerne beim Geschäftsstraßenmanagement melden, welches die Aktion koordiniert.

Eine einheitliche Weihnachtsbeleuchtung wird es in der Pichelsdorfer Straße nicht geben. Zu gering scheint das allgemeine Interesse – oder zu hoch die Kosten. Selbst die Minimalversion eines kleinen Weihnachtsbaums vor den Geschäften, ausgestattet mit einer Lichterkette, zum Preis von etwa 25 Euro stieß auf wenig Resonanz. „Wir haben ja unsere eigene Dekoration“, hieß es da oft. Von der war aber im letzten Jahr nur wenig zu erkennen.

 

Ralf Salecker

Stadtteilfest für 2012 auf dem Földerich Platz in der Wilhelmstadt


Sonnabend, den 01.09.2012, in der Zeit von 11:00-19:30 Uhr

Für Kinder und Jugendliche:
Földerich-Grundschule und Boltzplatz: 11:00-16:00 Uhr:
Fußballturnier, Kleinkunstbühne mit buntem Programm: Musik, HIP HOP-Contest, Vorführungen, Sprayer-Wettbewerb, Clown, Hüpfburg, Kletterturm, viele Stände von Schulen, öffentlichen Trägern aus dem Jugendbereich, Vereinen, der Polizei, der Stadtteilvertretung, dem Geschäftsstraßenmanagement, dem Sanierungsbeauftragtem und unserem Verein als Veranstalter, Essens- u. Getränkestände.

Für Erwachsene:
Földerich Platz-Bürgerplatz 13:00-19:30 Uhr
Große Bühne mit Musikprogramm, Verleihung des Turnierpokals, Versteigerung der Sprayerkunst-werke. Spezial Gast: Anno Rock. Stände von Gewerbetreibenden aus der Wilhelmstadt sowie Stände von Künstlern. Essens- u. Getränkestand.

Eine Stadtteilzeitung für die Wilhelmstadt

Redaktionsteam wird gesucht

Schon ab Ende 2012 wird Spandau-Wilhelmstadt eine Stadtteilzeitung mit sieben geplanten Ausgaben pro Jahr herausgeben. Das Bezirksamt sucht jedoch noch nach einem kompetenten und fähigen Redaktionsteam. Das unabhängige Team wird für die gesamte Herausgabe der Zeitung verantwortlich sein: Ausgaben planen, Recherchen und Interviews führen, Artikel schreiben, Bild- und Grafikbeiträge erstellen, Layout und Druck organisieren und den Vertrieb verwalten.

Das Bezirksamt hat beschlossen sich auf die Kreativität und den Unternehmensgeist der Wilhelmstädter zu verlassen und wartet nun gebannt auf die Vorschläge und Bewerbungen. Wer also an einem solchen Projekt interessiert ist, kann bis zum 10. August einen formlosen Teilnahmeantrage im Bezirksamt Spandau, Stadtentwicklungsamt -Fachbereich Stadtplanung- stellen. Gesucht werden Journalist(inn)en, Fotograf(inn)en und / oder Gestalter(inn)en mit Erfahrung in der Herausgabe von regelmäßig erscheinenden Publikationen. Bewerber haben dann drei Wochen um mit Ihren Teams ihre Ideen auszuarbeiten und ein Angebot am 5. September im Bezirksamt einzureichen.

Mehr Informationen dazu erhalten Sie unter www.vergabeplattform.berlin.de und unter www.spandau.de

Grüne Höfe für eine grüne Wilhelmsstadt

Hofbegrünungsprojekte können bis 1000€ Fördergelder bekommen

Die Wilhelmstadt veranstaltet einen Wettbewerb zur Förderung der Begrünung von Höfen. Interessenten können Begrünungsprojekte für Ihren Hof bis zum 31.07.2012 an die KoSP GmbH (Schwedter Straße 34 a, 10435 Berlin, z. Hd. Frau Tennert-Guhr) einsenden. Zu gewinnen ist eine finanzielle Unterstützung des Projekts in Höhe von 1000€. Gesucht werden interessante und nachhaltige Ideen und Konzepte von Bewohnern und Vereinen.

Im Rahmen der Sanierung des Aktive-Zentren-Gebiet Wilhelmstadt können Eigentümer eine Mitfinanzierung von bis zu 1000€ pro Hof bekommen, um die Begrünungsprojekte durchzusetzen. Die eigene Investition muss jedoch mindestens 50% der Fördersumme betragen. Ziel ist es, das Stadtklima zu verbessern und den Artenreichtum der Stadt zu stabilisieren.

Um mitzumachen, einfach das folgende Teilnahmeformular auf der Startseite des Bezirks ausfüllen: zum Formular. Die Voraussetzungen zur Beteiligung sind ein ausgefülltes Antragsformular, eine Planung und Maßnahmenbeschreibung und eine Kostenschätzung des Projekts. Auch Bilder, Fotos, Kollagen und Beschreibungen können mitgeschickt werden.

 

Zwischen Träumen, bewährten Ideen und echten Neuerungen

Interessierte Bürger beim Geschäftsstraßenmanagement in der Spandauer Wilhelmstadt

Ein Urgestein in der Wilhelmstadt - Opfer extremer Mietsteigerungen? (Foto: Ralf Salecker)

Ein Urgestein in der Wilhelmstadt - Opfer extremer Mietsteigerungen? (Foto: Ralf Salecker)

Ein weiteres Treffen mit dem interessierter Bürger mit dem Geschäftsstraßenmanagement der Spandauer Wilhelmstadt im neuen Stadtteilladen in der Adamstraße. Es ist Fußballzeit. Trotzdem kamen doch einige zur zweimonatlich stattfindenden Veranstaltung am Földerichplatz um sich über neue Entwicklungen und Ansätze zu informieren.

Jetzt schon an den Winter denken

Es mag überraschen, mitten im Sommer an Schnee und Eis zu denken. Verträge mit den Dienstleistern werden selten spontan und über einen kurzen Zeitraum geschlossen. Das nicht mehr ganz so neue Berliner Winterdienstgesetz lastet den Hauseigentümer die Verantwortung für die richtige Durchführung der Räumpflicht auf. Was geschieht wenn kein Verantwortlicher da ist, hat der strenge Winter 2009/2010 gezeigt. Bisher haben die meisten Eigentümer eher ein Einzelkämpferdasein geführt. Jeder schloss einen Vertrag mit seinem Dienstleister über ein paar Meter Bürgersteig ab. Das ist erstens nicht besonders ökonomisch, noch hat man als Einzelperson eine gute Verhandlungsposition. Einige Geschäftsleute und Vermieter in der Wilhelmstadt streben nun einen gemeinsamen Weg an, der Kosten minimiert und die Qualität der gebotenen Leistung verbessern soll. Jeder profitiert von dieser neuen Gemeinsamkeit, bei noch einige Punkte zu klären sind. Ein erster Schritt ist getan.

Informationen und Aktionen

Es scheint fast widersinnig, „dem Elend des Leerstands“ mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Trotzdem! Den Ursachen auf den Grund gehen und gleichzeitig, neben den Problemlösungsansätzen auch dem Positiven einen Raum geben ist ein vernünftiger Ansatz, sich wieder mit seiner Umgebung identifizieren zu können. Wegschauen und Ignorieren hat noch nie etwas gebracht!

Sind explodierende Gewerbemieten ein Grund für das Ende vieler eingesessener Geschäfte? Eine anonymisierte Umfrage soll endlich einen Überblick für das Sanierungsgebiet der Wilhelmstadt bringen. Je mehr sich daran beteiligen, umso aussagekräftiger sind die Ergebnisse.

Nicht nur das bemerken, was fehlt, sondern den Blick auf vorhandene attraktive Angebote richten, ist das Motto für eine Aktion im September. Es gibt mehr Dienstleister, als viele annehmen. Am Tag des Handwerks führen „Stadtrundgänge“ zu Handwerkern und Ausbildern im Kiez. Ähnliches bezweckt die Woche der Sprache und des Lesens mit Lesungen in Geschäften und Institutionen. So soll ein zusätzlicher Anreiz geboten werden, die eigene Umgebung einmal ganz anders zu entdecken. Im Bezirk Neukölln wurde diese Veranstaltung schon dreimal erfolgreich durchgeführt. In diesem Jahr findet sie erstmals berlinweit statt.

Wie ist mit Leerstand umzugehen?

Rund 40 Geschäftsräume stehen im Sanierungsgebiet leer. Besonders kleine Flächen und solche abseits der Hauptstraße sind betroffen. Nicht wenige gehören Eigentümern ohne regionalen Bezug. An manchen fehlen die Kontaktdaten für potentielle Interessenten.

Ziel muss es sein, einerseits eine Aufwertung des Erscheinungsbildes zu erreichen und andererseits den Leerstand auf eine besondere Art und Weise ins Bewusstsein zu bringen. Dabei lassen sich unterschiedliche Wege gehen. Mit Hilfe einer attraktiven Schaufenstergestaltung durch Künstler, Schulen und Vereine lassen sich Leerstände positiv kaschieren. Der notwendige Aufwand hält sich für alle – Vermieter, wie temporäre Nutzer – in Grenzen. Damit sich der positive Effekt nicht abnutzt, sind regelmäßig neue Gestaltungen unumgänglich.

Anders sieht es bei der offensiven – kunstvollen – Vermarktung von Leerstand aus. So wäre eine vollständige Beklebung von Schaufenstern möglich, die Aufmerksamkeit weckt, bei der nur ein definiertes Guckloch (z. B. ein ausgeschnittenes Wort?) den Blick in das Innere gestattet. Dort lassen sich Kunst, wie auch positive Werbung für den Standort unterbringen. Zu viele davon dürften eher störend oder gar verstörend wirken. Eine gleichzeitige anderweitige Nutzung der Räume wird durch solch eine Nutzung eher erschwert.

Zwischennutzung wird besonders in Neukölln seit Jahren erfolgreich praktiziert. Zwei positive Beispiele bietet die Spandauer Neustadt. Über lange Jahre leerstehende Räume konnten nach einer begrenzten Zwischennutzung dauerhaft vermietet werden. Ein Erfolg ist also durchaus belegbar, auch wenn manch einer Schwierigkeiten hat, eine künstlerisch-kulturelle Nutzung als ein positves Signal anzusehen. Einerseits lässt sich so der Kiez durch vorher fehlende kulturelle und sonstige Angebote bereichern, andererseits besteht so die Chance, etwas gegen den Leerstand zu unternehmen. Zu den „Kreativen Köpfen“ in der Spandauer Neustadt kamen Besucher und Teilnehmer aus ganz Berlin. Das spricht für sich.

Nicht jeder in der Runde konnte sich mit dieser Idee anfreunden: Neue Ideen sollten her, nicht „Kopien“ der Wilhelmstadt „übergestülpt“ werden. Warum aber sollte man das Rad neu erfinden wollen, wenn es praktikable anpassbare Beispiele gibt? Das gilt es immer wieder abzuwägen!

Bei Befragungen nach den Wünschen für die Zukunft der Wilhelmstadt kommen nicht immer verwirklichbare Ideen zu Tage. Solche Ideen erst einmal zuzulassen und ihnen einen Diskussionsraum zu bieten, ist ein erester Ansatz, um zu realisierbaren Ansätzen zu kommen. Alle Akteure in der Wilhelmstadt sind aufgerufen, gestaltend und handelnd mitzuwirken, sei es als Ideengeber, praktischer Unterstützer oder Motivator. Die potentielle Nutzung des Leerraumes muss für alle Beteiligten UND den Standort Vorteile bringen, dann wäre sie nachhaltig angelegt und nicht ein Strohfeuer, welches schnell wieder erlischt. Ohne eine Öffentlichkeitsarbeit, die möglichst viele im Kiez erreicht geht fast nichts …

 

Ralf Salecker

Aktiv in Spandau mitmachen

Zwei Möglichkeiten, um aktiv in Spandau mitzumachen

Mein-Spandau.info ist nicht nur ein Blog der über aktuelle Themen in Spandau berichtet. Wir probieren auch in einem gewissen Maße das Miteinander im Kiez zu fördern. In diesem Artikel wollen wir auf zwei Möglichkeiten hinweisen, aktiv in Spandau mitzumachen.

Ehrenamtliche Hilfe für Gratulationsdienst gesucht

Der Seniorenbereich des Sozialamtes sucht ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um alten Menschen in Spandau bei hohen Geburtstagen und Ehejubiläen zu Gratulieren und Urkunden und kleine Präsente zu übergeben. Teilnehmer sind automatisch haftpflicht- und unfallversichert und eine Aufwandsentschädigung gibt es auch. Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit Jürgen Vogt erläutert:

„Es handelt sich um eine sehr schöne Aufgabe […] Selbstverständlich kommen Sie nur auf Wunsch und nach vorheriger Anmeldung. Spezialkenntnisse sind nicht erforderlich. Es genügt die Bereitschaft zum sozialen Engagement und etwas Zeit.“

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Rufnummer 902 79 6021

Freie Plätze im Sportjugendklub

Der SportJugendklub Wildwuchs in Wilhelmstadt hat noch Plätze frei für einen Wochenkurs im Klettern an künstlichen Kletteranlagen. Teilnehmer können auch selbstständig Kajak fahren. Vom 2. Juli bis zum 6. Juli können Kinder unter 10 Jahren für einen Tagespreis von 50€ daran teilnehmen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite sjcwildwuchs.de oder unter der Nummer 030 364 13556.

 

 

Freybrücke: Drei Jahre Stau über der Havel

Abriss und Neubau sind unvermeidbar, Staus sind vorprogrammiert

Der Senat hat vor ein paar Tagen den endgültigen Abriss der Spandauer Freybrücke verordnet. Seit 102 Jahre steht die Brücke nun über der Havel und verbindet Spandau mit der Innenstadt. Mehr als 50 000 Fahrzeuge überqueren sie täglich, also insgesamt 18,25 Millionen Autos im Jahr. Eine Sanierung der Brücke wäre, nach Ansicht der Experten, zu kostspielig. Der Abriss und der Bau einer neuen Brücke soll insgesamt 33 Millionen € kosten, von denen die Stadt Berlin 5,4 Millionen € übernimmt. Das Projekt wird am Ende des Jahres gestartet und soll voraussichtlich drei Jahre lang dauern.

Freybrücke: Drei Jahre Stau

Die Freybrücke nach ihrer Fertigstellung in 1909

Ein wenig Geschichte

Die Freybrücke ist ein Wahrzeichen Spandaus und sichert die Verbindung zwischen Wilhelmstadt-Spandau und dem Rest der Hauptstadt. Sie wurde zwischen 1908 und 1909 vom Bauingenieur Karl Bernhard geplant und gebaut. Als eine direkte Weiterführung der Heerstraße beherbergt die 174 Meter lange Stahlkonstruktion fünf befahrbare Spuren. Benannt wurde sie nach dem Bauleiter der Heerstraße, Adolf Frey. Das damalige Brückenbauprojekt kostete insgesamt 1,14 Millionen Mark.

Während dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke am südlichen Pfeiler gesprengt, was das Hauptfeld in die Havel stürzen ließ. Der Sprengsatz wurde höchstwahrscheinlich von der Deutschen Wehrmacht platziert um den Fortschritt der Sovjetischen Truppen zu verlangsamen. Von 1948 bis 1951 wurde die Brücke wieder aufgebaut, wobei die Trümer und Fundamente der ursprünglichen Brücke weitgehend wiederverwendet wurden.

Freybrücke: drei Jahre Stau

Die Geländer werden für den Neubau nicht wiederverwendet

Eine marode Stahlkonstruktion

Die Schäden der Sprengung sind noch heute vorhanden und die wiederverwendeten Elemente der Ursprungskonstruktion sind teilweise marode, was die Stabilität der Struktur gefährdet. Auch das Alter der Brücke stellt ein wahrhaftiges Risiko dar. So wurden, 2008, beträchtliche Korrosionsschäden an den Längs- und Querträgern festgestellt. Demzufolge wurde die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt und der Zugang für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ausschließlich auf die Rechte Spur beschränkt. Eine hundertprotzentige Sanierung der historischen Brücke wäre daher mit unkalkulierbaren Kosten verbunden.

Außerdem ermöglicht der Neubau, die Brücke an heutige Standarte anzupassen und ein Hauch Modernität in die Heerstraße zu bringen. Deswegen werden wenige Elemente der historischen Brücke für den Neubau übernommen. Die Geländer entsprechen zum Beispiel nicht den heutigen Sicherheitsstandarten und werden daher entsorgt.

Freybrücke: drei Jahre Stau

Die Entstehung von Staus ist vorprogrammiert © M.E. / PIXELIO

Drei Jahre vorprogrammierter Stau

Durch den Abriss der Freybrücke wird die Heerstraße abrupt am Ufer der Havel enden und den Autofahrern nur wenig Möglichkeiten bieten den Fluss zu überqueren. Eine etwas nördlicher gelegene Behelfsbrücke soll ab Beginn der Bauarbeit geöffnet werden. Doch wird sie nicht imstande sein den gesamten Verkehrsstrom der Freybrücke zu überbrücken und Staus nur teilweise vermeiden. Auch die dort verkehrenden Buslinien sind von der Staugefahr betroffen.

Schließlich muss man betonen, dass der Neubau auch auf Landesebene eine Rolle spielt. Ursprünglich plante die Bundesregierung die Brücken der Havel anzuheben und zu erneuern, um die Wasserstraße Havel-Oder zu erweitern. Das Vorhaben stieß jedoch auf starken Widerstand und begrenzt sich jetzt ausschließlich auf die Freybrücke. Die Charlottenbrücke und die Schulenburgbrücke bleiben daher momentan unverändert.

Die Redaktion

Heute, Donnerstag, den 26.04.2012, gibt es drei Eröffnungen in der Wilhelmstadt zu feiern!


Heute, Donnerstag, den 26.04.2012, gibt es drei Eröffnungen in der Wilhelmstadt zu feiern:

1) Eröffnung um 16 Uhr des neuen Stadtteilladens (ehemalige Postfiliale) Adamstr. 39.
2) Eröffnung um 14 Uhr des neuen Frischemarktes auf dem Földerichplatz
3) Eröffnung nach 17 Uhr einer Bücherbox auf dem Földerichplatz

zu 1)
Unser Verein hat die Idee eines Stadtteiladens ins Leben gerufen, welche durch das Bezirksamt aufgegriffen und nun umgesetzt wird. Da im Sanierungsgebiet der Wilhelmstadt sowieso ein Vorortbüro für den Sanierungsbeauftragten und das Geschäftsstraßenmanagement vorgesehen war, konnten wir als Verein diesen Prozess positiv begleiten und so auch als zukünftige Nutzer dort eine neue erste Geschäftsstelle beziehen. Zu den oben genannten Nutzern, wird auch der Mitternachtssport e.V. dort ein Büro als Geschäftssitz haben und die Stadtteilvertretung des Sanierungsgebiet dort regelmäßig tagen. Siehe auch: www.meine-wilhelmstadt.de

Regelmäßige Öffnungszeiten sollen den Bürgern und Gewerbetreibenden die Möglichkeit zur Information über das Sanierungsgebiet geben. Unser Verein Meine Wilhelmstadt e.V. wird, gestützt durch einen zusätzlichen Kooperationsvertrag mit dem Bezirksamt, der Hauptnutzer sein und sich um die Belange der Wilhelmstädter kümmern. Wir hoffen durch den neuen Anlaufpunkt noch mehr Bürger und Gewerbetreibende für unseren Verein gewinnen zu können und das bürgerschaftliche Engagement auch im Sinne unserer Satzungsziele zu fördern.

zu2)
Der Frischemarkt soll nur frische Waren (Lebensmittel, Blumen – keine Handtaschen, Socken etc.) anbieten.
Die. 8-13 Uhr u. Do. 14-18 Uhr. Zusätzlich gibt es zum Verweilen einen Kaffeestand, Crepés und frisch gepressten Orangensaft für Kinder. Gesucht werden, um alle 12 Standplätze zu belegen, noch ein Käseanbieter u. ein Blumenhändler.

zu3)
Die Bücherbox (ehemaligen Telefonzelle) steht probeweise vom 26.04.2012-09.05.2012 am Földerichplatz/Adamstr. Das Konzept sieht die Betreuung durch unseren Verein vor. Ausgestattet soll sie werden, mit Büchern aus dem Kiez, für den Kiez. Wer also ein interessantes Buch dort findet, kann es mitnehmen und lesen. Die Lücke sollte möglichst mit einem eigenen Buch gleich wieder gefüllt werden.

Siehe auch: http://www.mein-ecologic-projekt.de/projects/4f71c4f1b3586f1fd100000a

Thomas Claudius
1. Vorsitzender des Vereins Meine Wilhelmstadt e.V.
u. Sprecher der Stadtteilvertretung für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt
info@meine-wilhelmstadt.de
Meine Wilhelmstadt e. V.
gemeinnütziger Stadtteilverein
Adamstr. 39
13595 Berlin

vertr.d.d. Vorstand
Rechte-Inh. u. Redaktion Meine-Wilhelmstadt e.V. www.meine-wilhelmstadt.de
Feststellung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt für Körperschaften,
Bredtschneiderstr. 5, 14057 Berlin, vom April 2012;
Steuernummer: 27/672/6473

Es tut sich was in der Wilhelmstadt

Eine Telefonzelle wird zu einer BücherboxXX umgebaut

Es tut sich was in der Wilhelmstadt

Eine neue BücherboXX für die Wilhelmstadt

Der Földerichplatz ist seit November 2011 fertig, der erste Stadtteilladen Spandaus wird am 26.04.2012 in der Adamstraße 39 – der ehemaligen Postfiliale – feierlich eröffnet und nun wird es auch noch eine so genannte „BücherboXX“ geben.

Zunächst als Testprojekt geplant, wird diese am 26.04. auf dem Földerichplatz aufgestellt und anlässlich der Eröffnung des Stadtteilladens vorgestellt.

Die BücherboXX ist eine umgebaute Telefonzelle und eine Idee von INBAK Berlin, dem Institut für Nachhaltigkeit in Bildung, Arbeit und Kultur. Unter dem Motto „Bring ein Buch, nimm ein Buch, lies ein Buch“ wird die Möglichkeit geschaffen, seine gelesenen Bücher anderen zur Verfügung zu stellen und sich seinerseits mit neuem Lesestoff zu versorgen, einfach so – bei einem Spaziergang, nach dem Einkaufen, abends, sonntags; eben wann immer man möchte.

Es tut sich was in der Wilhelmstadt

Die Telephonzelle wurde durch Schüler, Schülerinnen und Auszubildenen umgebaut

Aus dem „Leitfaden zum Aus- und Umbau einer alten Telefonzelle zur BücherboXX“:

„Schüler und Schülerinnen bzw.  Auszubildende Spandauer Oberstsufenzentren werden den Aus- und und Umbau der Straßenbibliothek gestalten.  Vom Metallbauer, Tischler, Maler und Lackierer bis zum Elektroniker für die Solaranlage sind mehrere Berufsrichtungen beteiligt. Bei dem mehrfach ausgezeichneten Projekt geht es vor allem darum, fachliche und fachübergreifende Kompetenzen im Hinblick auf eine „nachhaltige Entwicklung“ zu erwerben. Von der Um-Nutzung  des Kulturguts „Telefonzelle“ bis zur Wiederentdeckung des Buches ist alles drin, eine kreative „Wertschöpfung“ und Motivation für alle.“,

erklärt Projektleiter Konrad Kutt. Um die BücherboXX mit „Leben zu füllen“ sammelt Meine Wilhelmstadt e.V. Bücher, die nach Möglichkeit gut erhalten sein sollten. Gesucht werden Kinder- und Jugendbücher – schließlich steht die Box in unmittelbarer Nähe zweier Grundschulen -, Romane, Biografien und Lyrik. Auch türkische Literatur ist sehr erwünscht, denn gerne werden der sonnige Bürgerplatz und der Spielplatz von türkischen Familien besucht. Die Bücher können am Eröffnungstag im Stadtteilladen abgegeben oder direkt in die BücherboXX eingestellt werden.

Meine Wilhelmstadt e.V. betreut und begleitet die Testphase. Damit die BücherboXX in Zukunft einen festen Platz in der Wilhelmstadt erhält, muss von den Wilhelmstädtern reger Gebrauch davon gemacht werden. Es spricht natürlich nichts dagegen, dass die Staakener, Gatower, Kladower, Neustädter und Siemensstädter die Wilhelmstadt besuchen und ebenfalls ihre Bücher tauschen. Schließlich lohnt sich ein Besuch in der Wilhelmstadt immer. Man kann sich mit seinem neuen Schmöker zum Beispiel direkt auf dem Bürgerplatz niederlassen, in den Südpark zurückziehen oder sich an der Scharfen Lanke ans Wasser setzen. Über den folgenden Link kann man für die BücherBoXX votieren, wenn man das Projekt gut findet: http://www.mein-ecologic-projekt.de/projects.

Es tut sich eben was in der Wilhelmstadt.

Petra Mühlenstädt

Eifrige Diskussion im Forum Geschäftsstraßen-Management in der Wilhelmstadt


In Spandaus Sanierungsgebiet hält das Interesse an

Nadine Walter und Torsten Wiemken von „die raumplaner“ (Foto: Ralf Salecker)

Nadine Walter und Torsten Wiemken von „die raumplaner“ (Foto: Ralf Salecker)

Ein erster Besuch im neuen Stadtteilladen in der Wilhelmstadt. Ende letzten Jahres wurde der Földerichplatz – als neues Herz, direkt vor der Haustüre eingeweiht. Nun gab es hier eine erste öffentliche Veranstaltung. Nadine Walter und Torsten Wiemken von „die raumplaner“  luden zur Fortsetzung der Veranstaltung zum Geschäftsstraßenmanagement. Wir berichteten.

Die Luft war noch geschwängert vom Duft der frischen Farbe. Keine Spur wies mehr auf die alte Post hin, die hier viele Jahrzehnte gewohnter und geschätzter Anlaufpunkt für die Wilhelmstädter war. Eine Menge Vermieter waren unter den Neugierigen, aber auch Geschäftsleute, Anwohner und Vertreter des Vereins „Meine Wilhelmstadt e. V“. Letztere werden wohl bald ihr Büro in den Räumlichkeiten beziehen können.

Nach einer Präsentation und Erläuterung der gesammelten Ideen aus der letzten Veranstaltung griff das Team der Raumplaner vier ausgewählte Punkte heraus, die von besonderer Bedeutung sein könnten:

Leerstandsmanagement

Besonders in der Pichelsdorfer Straße fällt der Geschäfts-Leerstand sofort ins Auge. Ein Leerstandsmanagement unternimmt den Versuch, über eine kreative und/oder temporäre Nutzung wieder zur dauerhaften Vermietung zu gelangen. Nicht jeder Vermieter konnte mit dem Gedanken etwas anfangen. Vorbehalte standen überdeutlich im Raum. Eine kurzzeitige Nutzung schien Quell unzähliger Probleme zu sein. Etwas provokant warf jemand aus dem Publikum ein, das „immerhin kurz vor Silvester eine Zwischennutzung problemlos zu funktionieren scheine …“.

Viele Vorschläge kamen dazu aus dem Publikum. Temporäre Nutzer könnten Schüler sein, die Ergebnisse ihrer Schulprojekte in leerstehenden Räumen präsentieren. Vor Jahren war einmal ein Fotoprojekt im Gespräch. Künstler bekämen die Möglichkeit ihre Werke in temporären Galerien den Wilhelmstädtern nahezubringen. Kleine Musik-Events und vieles mehr schien denkbar.

Jetzt schon an Weihnachten denken

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten. In der Abwandlung eines alten Spruchs und eingedenk längerer Vorlaufzeiten für die Planung also ein vernünftiger Ansatz. Will man potentiellen Kunden ein qualitativ ansprechendes Bild präsentieren, muss die Gestaltung der Beleuchtung einheitlich sein, um ihre Wirkung zu entfalten. Bedenken wurden geäußert: dies wäre zu teuer und nur ein kleiner Teil würde mitmachen wollen. Optimisten erwiderten, man müsse mit gutem Beispiel voran gehen.

Von den türkischen Mitbürgern nahm man an, sie hätten kein Interesse an weihnachtlicher Deko, ein Vorurteil, das schnell ausgeräumt wurde. Die Adamstraße hätte sogar noch einheitlichen Weihnachtsschmuck, der müsste nur gefunden werden. Anfallende Kosten/Gebühren einer Beleuchtung „im Straßenland“ in Höhe von etwa 28,- Euro pro Geschäft könnten auf eine einmalige Zahlung in gleicher Höhe reduziert werden, wenn der Verein „Meine Wilhelmstadt“ diese  anbieten würde.

Einkaufsführer

Wie soll er aussehen, wer wäre das Zielpublikum für einen Einkaufsführer? Sind es die Bewohner der Wilhelmstadt oder das kaufkräftige Publikum aus Gatow und Kladow? Aus dem Publikum kam die Feststellung, die Wilhelmstadt steht mit vielen aus der Umgebung in Konkurrenz: „Die Altstadt ist nicht unser Freund!“

Service – Schlechter Service in der Wilhelmstadt?

Viele aus dem Publikum nickten sofort mit dem Kopf, doch kaum einer konnte Beispiele bieten. „Läden, die schlechten Service geliefert hätten, würden jetzt nicht mehr existieren“, hieß es. Wenn dem so ist, sollte also ein verbessertes Angebot für eine Kundenbindung aber auch für neue Kunden sorgen können.

Für bessere Barrierefreiheit ist nicht überall zu sorgen. Kleine steile Treppenstufen lassen sich nicht einfach aus der Welt schaffen. Mehr Aufmerksamkeit der Ladenbesitzer und eine aktive Hilfe für weniger mobile oder Rollstuhlfahrer könnte also ein Weg sein.

Manches erschien als reines Wunschdenken. Ältere Mitbürger würden sich einen Lieferservice wünschen – nur kosten darf er nichts, schließlich liefern auch Apotheken kostenlos. Hier sind kreative Lösungen gefragt. „Das wäre doch eine Gründeridee“, kam gleich der Vorschlag. Der beliebte Eiermann wurde als positives Beispiel für den „fast“ Haustürservice genannt.

Das Interesse war immer noch ausgesprochen hoch. Neugierde und Diskussionsbereitschaft sind vorhanden. Jetzt gilt es konkrete Ansatzpunkte zu finden …

 

Ralf Salecker

Geschäftsstraßen-Management startet für die Wilhelmstadt


Wir packen an! Die Bereitschaft scheint da zu sein.

Pichelsdorfer Straße in der Spandauer Wilhelmstadt

Pichelsdorfer Straße in der Spandauer Wilhelmstadt

Der Kudamm Spandaus wurde die Pichelsdorfer Straße in der Spandauer Wilhelmstadt einmal genannt. Von überall her strömten die Menschen zum Einkaufen und Flanieren hierher. Das ist bekanntlich lange her. Nachdem es lange Zeit einen fast fatalistischen Dornröschenschlaf gegeben hatte, trat der Verein „Meine Wilhelmstadt e. V.“  an, um die Initiative zu ergreifen. Auch die Politik begann ein Auge auf den in Schieflage geratenen Kiez zu werfen.

Geschäftstraßenmanegement

Anfang 2011 wurde die Wilhelmstadt zum Sanierungsgebiet erklärt. In den nächsten 15 Jahren fließen 29 Millionen Euro hierher. Das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt im Berliner Bezirk Spandau umfasst eine Fläche von 104 ha mit 591 Grundstücken. Hier leben 12.215 Einwohner. Mit Hilfe des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ geht es u. a. um Maßnahmen zur Aufwertung der Wilhelmstädter Geschäftsstraßen.

Im Straßenzug Klosterstraße, Pichelsdorfer Straße, Metzer Straße, Weißenburger Straße und Adamstraße, dem eigentlichen Gebiet für das Geschäftsstraßenmanagement,  versorgen etwa 500 Ladengeschäfte die Wilhelmstadt. Das Planungsbüro „die raumplaner“  präsentierte einen kurzen Überblick zu den geplanten Maßnahmen im Geschäftsstraßenmanagement und gab eine Übersicht des derzeitigen Ist-Zustandes.

Nur gemeinsam geht es voran

Ohne die gemeinsame aktive Zusammenarbeit von Anwohnern, Gewerbetreibenden, Dienstleistern, Vereinen und Vermietern ist nur wenig möglich. Die Bandbreite der Befragten bewegte sich von frustriertem „ich mache in drei Monaten dicht“ und einem durchaus begründeten Optimismus. Bemängelt wurde ein nicht mehr ausreichender Branchenmix, zu viel Leerstand, nur wenig hochqualitative Angebote und eine Verwahrlosung des öffentlichen Raumes. Postschließung und Verlagerung einer Buslinie, die einmal durch die Pichelsdorfer Straße führte, lassen viele Kunden anderswo ihr Glück suchen. Trotzdem gibt es immer noch viele, die sich in ihrem Kiez wohlfühlen und ihn um keinen Preis verlassen wollen.

Mit Hilfe eines intensiven Marketings sollen neue Anbieter ins Gebiet geholt, die alten hier gehalten und über ein zu schaffendes besseres Angebot auch wieder Laufkundschaft in die Wilhelmstadt kommen. Dazu sind sogenannte Magnetbetriebe gefragt, die – wie früher – die Leute von weiter her locken. Ein positiver Effekt wird den Anbietern aus dem Bereich Gesundheit und Wellness zugesprochen. Wer zum Arzt geht, nimmt auch gleich die Gelegenheit wahr, einkaufen zu gehen. Eine Arztpraxis soll so 50 potentielle Kunden pro Tag bringen.

Angebote ausbauen

Das Angebot für die jüngere Generation, aber auch für die Rentner ist auszubauen. Barrierefreiheit ist angesagt. Ein gesunder Mix mit vielen jungen Familien im Kiez, wäre eine gesunde Basis für eine gute Entwicklung, vorausgesetzt, die Infrastruktur stimmt.  Aus diesem Grund ist der Erholungs- oder Wohlfühlcharakter eine ernst zu nehmende Größe. Viele wünschten sich eine bessere Anbindung der Wilhelmstadt an die nahe Havel, die ein Alleinstellungsmerkmal sein kann, wenn es denn entwickelt und beworben wird.
Das große Interesse der Wilhelmstädter an einer zu gestaltenden Zukunft zeigte sich in der regen Beteiligung, als es darum ging Ideen und Maßnahmen für die künftige Arbeit des Geschäftsstraßenmanagements zu sammeln. Insgesamt lagen die Vorstellungen recht nahe beieinander.

Wie der Handlungsrahmen, basierend auf den Erhebungen vor Ort und den Ideen der ersten Veranstaltung, zukünftig aussehen könnte, wird das Planungsbüro in einem Monat im neuen Büro in der Adamstraße vorstellen. Eine ähnlich hohe Beteiligung, wie bei der Auftaktveranstaltung ist nicht nur zu wünschen, sondern zeigt auch, wie sehr der angestoßene Prozess angenommen wird.

 

Ralf Salecker

 

 

 

SPD Bürgerstammtisch in Wilhelmstadt

Am Freitag, den 27.01.2012 um 20.00 Uhr, führt die SPD Wilhelmstadt in der Restaurantkneipe „Metz“ ein Bürgerstammtisch statt.

Mit dabei sind unser Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, das Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin Daniel Buchholz und der Vorsitzende der SPD Wilhelmstadt und SPD Fraktionsvorsitzender in der Bezirksverordnetenversammlung Spandau Christian Haß.

Hier finden Sie den Bürgerstammtisch:

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Die Spandauer Wilhelmstadt hat ihren Bürgerplatz

Einweihung des Földerichplatzes

Schulleiter Horst John, Landschaftsarchitektin Frau Lechner, Baustadtrat Carsten Röding, Vorsitzender Meine Wilhelmstadt e. V. Thomas Claudius

Schulleiter Horst John, Landschaftsarchitektin Frau Lechner, Baustadtrat Carsten Röding, Vorsitzender Meine Wilhelmstadt e. V. Thomas Claudius

Am 1. Dezember wurde das letzte Teilstück am Földerichplatz in der Spandauer Wilhelmstadt eingeweiht. Baustadtrat Carsten Röding und die verantwortliche Landschaftsarchitektin Frau Lechner illuminierten gemeinsam den Weihnachtsbaum. Schulklassen der Christoph-Földerich-Grundschule stimmten zur Feier des Tages mehrere Lieder an und unterstrichen so auch die Bedeutung, die der direkt vor ihrer eigenen Haustüre gelegenen Platz hat. Der Vorgarten der Schule wurde während der Bauarbeiten gleich mit gestaltet. Ein besonderes Kunstobjekt, eine etwa zwei Meter hohe Stele ziert jetzt diesen Garten. Mehr als ein Dutzend Kinder unter Anleitung einer Künstlerin waren an der Gestaltung von Reliefs zum Thema Himmel beteiligt.

2005 gab es eine erste Beteiligung der Kinder und Anwohner des an der Gestaltung des Földerichplatzes. Seit 2007 wurde hier in drei Bauabschnitten gearbeitet. Rund 920.000 Euro, inklusive Fördermittel, wurden für alle Bauabschnitte investiert. Der vormals sehr unansehnliche Platz besteht nun, nach seiner Fertigstellung aus 3 Teilbereichen. Einem Spielplatz mit hohem Zaun für Ballspiele, einem Kinderspielplatz mit Sandkasten und Kinderspielgeräten, sowie den heute seiner Bestimmung übergebenen letzten Teil, einem offenen barrierefreien Platz, der für vielfältigste Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Wilhelmstadt hat hier ein neues Zentrum bekommen, welches nun mit Leben gefüllt werden muss. Nicht alle Anwohner freuen sich über das Leben, welches hier nun tobt. Immer wieder kommt es zu Anzeigen wegen ruhestörenden Lärms. Schade eigentlich.

Die mögliche Nutzung des Platzes als Veranstaltungsort wurde schon beim Ausbau berücksichtigt. Eine 4×4 Meter große Bühne, die vom Bezirksamt finanziert wurde, kann an vier Punkten im Boden sicher verankert werden. Wind und Wetter können ihr nichts mehr anhaben. Anschlüsse für Strom und Wasser existieren gleich daneben. Auch der Weihnachtsbaum aus dem Spektefeld steht sicher in einer Verankerung im Boden.

Aus dem Publikum kam eine Frage, die offensichtlich nicht so einfach zu beantworten ist. Sie hätte gerne gewusst, wann der Wochenmarkt hier seine Stände aufbauen wird. Diskutiert darüber wird schon seit längerer Zeit in der Wilhelmstadt. Anscheinend ist der Drang der Teilnehmer des Wochenmarktes gleich um die Ecke nicht so ausgeprägt, einen Umzug an diesen Ort in Erwägung zu ziehen. Möglicherweise genügt ein Besuch, um sich von den Vorteilen des neuen Platzes überzeugen zu lassen. Für die notwendige Infrastruktur ist gesorgt. Jahrelange Gewohnheiten legt man nicht so leicht ab. Die Angst, Kunden zu verlieren, weil sie den etwas weiteren Weg scheuen, mag ein Grund dafür sein. Eine endgültige Entscheidung darüber wird vom zuständigen Stadtrat und der BVV getroffen.

Thomas Claudius, der Vorsitzende des Vereins „Meine Wilhelmstadt e. V.“ nutzte die Gelegenheit, sich bei Carsten Röding und allen Beteiligten für ihr Engagement zu bedanken. Auch er möchte gerne einen Wochenmarkt an dieser Stelle.

Carsten Röding sprach in seiner Rede einen wichtigen Aspekt der Neugestaltung an. Gerade die offene Bebauung und die Gelegenheit einer vielfältigen Nutzung für Kinder und Familien, sowie das Fehlen von „Angstecken“ sollte einer möglichen unerwünschten Zweckentfremdung des Ortes entgegen wirken. Was vom Polizeibeamten des zuständigen Abschnitts nur bestätigt werden konnte. Rampen an den Seiten ermöglichen es auch Rollstuhlfahrern, diesen Platz problemlos zu nutzen. Auch für Sehbehinderte gibt es taktile Orientierungselemente. Jung und Alt haben so die Gelegenheit den neuen zentralen Platz gemeinsam zu nutzen.

Gleich neben dem Földerichplatz, in den Räumen der alten Post, eröffnet Anfang nächsten Jahres der Stadtteilladen der Wilhelmstadt. Der Verein „Meine Wilhelmstadt e. V.“, der überlegt, eine Patenschaft für den Földerichplatz zu übernehmen, wird dort wahrscheinlich als Untermieter sein Büro eröffnen. Noch müssen ein paar kleine Punkte mit dem Bezirksamt geklärt werden. Damit hätte die Wilhelmstadt in mehrfacher Hinsicht einen zentralen Anlaufpunkt. Die Adamstraße selbst dürfte dadurch erheblich an Attraktivität gewinnen. Mehr Leben bedeutet auch die Chance für einen geringeren Geschäfteleerstand. Das wäre für die Wilhelmstadt mehr als wünschenswert.

Bis vor einiger Zeit zierte die Fassade der alten Post noch ein eiserner Postadler. Dieser ist anscheinend unbemerkt davongeflogen. Niemand konnte Auskunft über seinen Verbleib geben.

 

Ralf Salecker

 

 

 

Neubau des Földerichplatzes beendet

Bürgerplatz lädt zum Empfang

Alle drei Bereiche die den Földerichplatz in der Wilhelmstadt zu einem Bürgerplatz werden ließen sind nun fertiggestellt. Der Spandauer Baustadtrat Carsten Röding wird zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Christoph-Földerich-Schule den neuen Bürgerplatz mit der Aufstellung des Weihnachtsbaumes einweihen.

Donnerstag, den 01. Dezember 2011
10.30 Uhr
Földerichplatz, 13595 Berlin

Advents-Verkaufsausstellung der Blumenboutique Vergissmeinnicht


Wie bereits im Vorjahr, präsentiert die “ Kleine Blumenboutique Vergissmeinnicht“ in der Pichelsdorfer Straße in Spandau, eine Advents-Verkaufsausstellung.

Zu sehen sind die mit viel Liebe zum Detail arrangierten geschmackvollen Advents-und Weihnachtsgestecke der Floristin Frau Eckstein – Teich. Jedes der ausgestellten handgefertigten Gestecke zaubert auf seine Art und Weise weihnachtliche Stimmung in die Herzen und Räumlichkeiten. Die Inhaberin der “ Kleinen Blumenboutique „Vergissmeinicht“, fertigt individuelle Adventsdekorationen nach den Wünschen der inspirierten Kunden, für das Büro oder für das heimische Wohnzimmer.

Die Advents-und Weihnachtsverkaufsaustellung ist zu sehen am 19.11 und am 20.11.2011 jeweils von 09:00 bis 15:00 Uhr in der Pichesdorfer Straße 123.

Nähere Informationen zum Blumenladen in Spandau, erhalten Sie auch auf der Webseite http://www.blumenboutique-vergissmeinnicht.de

Neue Bäume für die Wilhelmstadt

Das Spandauer Naturschutz- und Grünflächenamt veranlasste die Pflanzung von insgesamt 13 Bäumen in der Pichelsdorfer Straße.

Die Linden haben ihren Platz in den bisher leeren Baumscheiben eingenommen und werden im nächsten Frühjahr mehr Grün in die Wilhelmstadt bringen.

Der Baustadtrat Carsten Röding wird im Rahmen eines Rundganges die neuen „Bewohner“ begrüßen und gleichzeitig für eine Patenschaft bei den ansässigen Gewerbetreibenden werben:

Mittwoch, den 09. November 2011
11:30 Uhr
Metzer Platz
13595 Berlin

Bunte Wilhelmstadt: Ein Kiez erfindet sich neu

Der Phönix als Symbol für die Erneuerung der Wilhelmstadt

Buchausgabe der Ergebnisse des Schülerwettbewerbs zum Thema Feuervogel Phönix, Symbol der Erneuerung in Wilhelmstadt.

Im Rahmen des 2010 veranstalteten Stadtteilfestes für Kinder und Jugendliche „Stärken vor Ort“ wurde ein Schülerwettbewerb mit der Bertolt-Brecht-Oberschule ins Leben gerufen. Veranstalter war die damalige AG Meine Wilhelmstadt und der heutige Verein Meine Wilhelmstadt e.V. Thema des Wettbewerbs war der Feuervogel Phönix, als Symbol der Erneuerung. Die Teilnehmer sollten das Thema in Wort oder Bild bearbeiten. Eine Jury kürte dann am Ende des Stadtteilfests die Gewinner in den Sparten Text, Prosa und bildnerische Darstellung. Für einen eingereichten Comic gab es einen Sonderpreis.

Dieses 76 Seiten starke Büchlein faßt nun die kreativen Arbeiten dieses Wettbewerbs zusammen. Man findet hier Nachdenkliches wie Amüsantes und ist erstaunt über die Fantasie und Tiefgründigkeit der Schüler. Das „Werk“ wurde mit historischen Bildern und mit geschichtlich erläuternden Texten über die Wilhelmstadt ergänzt. Der Erlös kommt dem Verein Meine Wilhelmstadt zugute und fördert damit die Arbeit im Kiez.