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Gastwirt auf dem Heimweg überfallen

Polizei-SpandauZwei Räuber haben Mittwoch Abend einen Gastwirt auf seinem Weg nachhause in Spandau überfallen und leicht verletzt. Der 59-Jährige bezahlte gegen 21.40 Uhr seine Ware an der Kasse eines Lebensmitteldiscounters. Hierbei zog er sein gut gefülltes Portemonnaie aus der Tasche, was die beiden Räuber im Geschäft beobachten konnten. Die Unbekannten folgten dem Mann bis zum Hausflur seines Wohnhauses in der Seegefelder Straße und schlugen dort zunächst auf ihn ein. Nachdem sie auf den nun am Boden Liegenden eingetreten und die Geldbörse geraubt hatten, entrissen sie ihm eine Goldkette sowie zwei Ringe und flüchteten mit der Beute. Der 59-Jährige wurde mit einer Kopfverletzung in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 führt die Ermittlungen.

Ermittlung wegen Kindesvernachlässigung

Polizei-SpandauAm Dienstagabend gegen 18.30 Uhr bemerkten Anwohner in Staaken zwei Kinder, die an einem geöffneten Fenster eines Mehrfamilienhauses zu sehen waren. Die beiden saßen in der achten Etage auf der Fensterbank, so dass die Zeugen Polizei und Feuerwehr alarmierten. Da die Wohnungstür verschlossen war, mussten die Einsatzkräfte diese mit Gewalt öffnen. In der Vierzimmerwohnung fanden die Beamten einen siebenjährigen Jungen und dessen neun Jahre alte Schwester sowie zwei ausgewachsene Hunde mit fünf Welpen. Die gesamte Wohnung befand sich in einem desaströsen Zustand. Mülltüten, Tierhaare und Hundekot lagen auf den verdreckten und zugestellten Fußböden. Weder ausreichende Nahrungsmittel noch saubere Kleidung waren für die Kinder vorhanden. Während des Einsatzes kamen die Eltern mit einem weiteren dreijährigen Sohn nach Hause. Die drei Kleinen kamen in die Obhut des Jugendamtes. Die 28 Jahre alte Mutter sowie der 37-jährige Vater müssen sich nun wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht verantworten.

Kooperation statt Ombudsstelle beim Jobcenter

Spandau erschafft bei der Einführung einer Ombudsstelle ein berlinweit einzigartiges Kooperationsmodell.

Probleme mit den Bescheiden des Jobcenters sorgen immer wieder für Aufsehen und sind für die Betroffenen häufig unverständlich als auch oftmals existenzbedrohend. Hilfe und Beratung bieten dabei schon länger soziale Einrichtungen wie beispielweise die Sozialberatung Spandau, der Treffpunkt Regenbogen oder der Gemeinwesenverein Heerstraße Nord. Deren begrenzte Möglichkeiten wurden nun durch einen Kooperationsvertrag mit dem Jobcenter Spandau dermaßen gestärkt, dass ein bislang einzigartiges Ombudsmodell entstanden ist.

Im Beisein von Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (stehend) unterschrieben Vertreter der drei Beratungsstellen die Kooperationsvereinbarung mit dem Geschäftsführer des Jobcenter Spandau Winfried Leitke (re.).

Im Beisein von Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (stehend) unterschrieben Vertreter der drei Beratungsstellen die Kooperationsvereinbarung mit dem Geschäftsführer des Jobcenter Spandau Winfried Leitke (re.). Foto: Patrick Rein

Kurze Wege und direkter Draht

Unter Begleitung des Bezirksbürgermeisters entwickelte der Geschäftsführer des Jobcenter Spandau Winfried Leitke die Idee anstatt einer Ombudsperson diejenigen mit einzubeziehen, welche sich bereits in der Thematik fachliche Kompetenzen erworben haben. Bislang blieb Betroffenen nach einer Beratung und der Feststellung eines fehlerhaften Bescheides ausschließlich das Widerspruchsverfahren. Nun haben die drei benannten Beratungsstellen – deren Unabhängigkeit weiterhin gewährleistet ist – jedoch direkte Ansprechpartner beim Jobcenter wodurch bestenfalls Unklarheiten bis hin zu Fehlern einfach und schnell behoben beziehungsweise auch beseitigt werden können. Das Recht des Widerspruchs bleibt darüber hinaus ebenso weiter bestehen wie auch das eigene Beratungsangebot des Jobcenters.

Ergebnisorientierte Hilfe

Zudem ist ein regelmäßiger fachlicher Austausch vereinbart um den Bedürfnissen der allein in Spandau rund 46.000 Betroffenen besser gerecht zu werden. Im Jahr 2012 mussten vom Jobcenter  6410 Widersprüche bearbeitet werden. Die daraus resultierende Quote von rund 10 Prozent ist seit Jahren rückläufig, weshalb auch die maximale Reaktionszeit von drei Monaten momentan auf nahezu die Hälfte reduziert werden konnte. Zudem wurde in 72 Prozent der Fälle die vor dem Berliner Sozialgericht landeten der Bescheid des Jobcenters bestätigt. Um es zukünftig nicht so weit kommen zu lassen, versprechen sich Jobcenter als auch die sozialen Beratungsstellen von der nun unterzeichneten Vereinbarung eine „zügige und ergebnisorientierte Hilfe für die Betroffenen“. Auch Bezirksbürgermeister Kleebank – welcher den Prozess aktiv begleitete – ist überzeugt mit der Kooperation einen neuen Weg der Ombudsstelle gefunden zu haben, der sich auch andernorts durchsetzen könnte. Winfried Leitke: „Spandau war halt schon immer etwas innovativer als Berlin.“

Patrick Rein

Mehr Cafe als Mensa

Spandaus Ganztagsgymnasium setzte ein ganz eigenes Einrichtungskonzept bei seiner Mensa in die Realität um.

Am Mittwoch wurde die neue Mensa der Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule offiziell eingeweiht. Nach über einjähriger Bauzeit ist es den Verantwortlichen des Bezirks und der Schule gelungen ein wahres Schmuckstück zu errichten, welches in Berlin seinesgleichen sucht. So wurde bei der Inneneinrichtung der Mensa ein Weg gesucht und in Abstimmung mit dem Bezirksamt letztendlich auch gefunden: So erinnert die Einrichtung nun eher an eine „In-Lokalität“ im Bezirk Mitte als an eine einfache Schulmensa in Spandau.

Blick in den Speiseraum, ausgestattet mit nußbaumfarbenen Tischen und Stühlen im „Caféhaus-Charakter“

Blick in den Speiseraum, ausgestattet mit nußbaumfarbenen Tischen und Stühlen im „Caféhaus-Charakter“

Beeindruckendes Ergebnis

In seiner Ansprache ließ Bildungsstadtrat G. Hanke noch einmal die Geschichte Revue passieren, wie aus der Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule Spandaus erste Ganztagsschule wurde. Zwar hatte dieser anfangs eine zentral gelegene Schule im Bezirk dafür präferiert, doch wollte sich lediglich die Carl-Friedrich-von-Siemens der Herausforderung stellen. Aus seiner Sicht ist das Ergebnis der Umbauarbeiten beeindruckend, und dennoch sei es aber auch nur ein Teil von weiteren dringenden baulichen Erneuerungen und Veränderungen an der Schule. Zu der neuen Mensa führte Schulleiter Pohl aus: „Die neue Mensa ist toll geworden. Die Ausstattung ist viel ansprechender als die einer „normalen“ Mensa“. Ich hoffe, dass wir mit der Einrichtung der Mensa auch Vorreiter für andere Schulen in Berlin sein werden.“

Auch die ehemaligen Flure wurden für Steh-/Hochsitztische, wie in einer Bar, genutzt.

Auch die ehemaligen Flure wurden für Steh-/Hochsitztische – wie in einer Bar – genutzt. Fotos (2): C. Kaiser-Gernoth

Vorbehalte des Bezirksamtes

Dem konnte die stellvertretende Schulleiterin Kremer nur noch ergänzen: „Für den Ganztagbetrieb der Schule ist die Mensa ein wichtiger Punkt. „Es war ein gewisser „Kampf“ uns gegen einige Vorbehalte des Bezirksamts bei der Inneneinrichtung durchzusetzen. In vielen Abstimmungen mit den Verantwortlichen des Bezirksamts konnten wir jedoch dieses besondere Konzept verwirklichen. Ich bin froh und freue mich, dass unserer Schule hiermit etwas Einzigartiges in Berlin gelungen ist. Der Entwicklungsprozess des einzigen Spandauer Ganztagsgymnasium wird also auch im neuen Schuljahr mit einem erweiterten Angebot für die Schülerinnen und Schüler fortgesetzt und wir haben uns in den nächsten Jahren noch viel vorgenommen, wie zum Beispiel die Umgestaltung unseres Schulhofes.“

Patrick Rein

Kompetenzzentrum Spandau Inklusiv

Individuelle Kompetenzen von Behinderten in den Fokus stellen

Teilhabe ermöglichen (Foto: Ralf Salecker)

Teilhabe ermöglichen (Foto: Ralf Salecker)

In Spandau startet ein Projekt, welches sich der gesellschaftlichen Teilhabe von behinderten Menschen widmet. Es wendet sich an Arbeitgeber, wie Arbeitssuchende mit Behinderung gleichermaßen. Ziel ist es Behinderte langfristig in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Dabei sollen die mentalen Barrieren bei Arbeitgebern abgebaut werden. Noch werden an behinderte Menschen andere Maßstäbe angelegt als an nicht behinderte Menschen. Unterstützend werden Fördermöglichkeiten vorgestellt, um die Schaffung von regulären Arbeitsplätzen für Behinderte zu unterstützen.

Behindertenrechtskonvention

10 Prozent der Menschheit leben mit einer Behinderung. Man nimmt an, dass diese Zahl eher noch zunehmen wird, da Menschen immer älter werden. Behinderte Menschen haben es in unserer Gesellschaft noch immer nicht einfach. Das ist leider immer noch eine banale Erkenntnis. Daran auch das 2008 in Kraft getretene Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, gemeinhin auch Behindertenrechtskonvention genannt. Es wurde von 128 Staaten und der EU ratifiziert. Dieser völkerrechtliche Vertrag, der namentlich Menschenrechte für die Lebenssituation behinderter Menschen bestimmt, soll Behinderten eine gleichberechtigte Teilhabe bzw. Teilnahme am gesellschaftlichen Leben  ermöglichen.

Theoretische Rechte bedeuten noch immer nicht den Abbau von Vorbehalten, die in den Köpfen der Menschen existieren. An welchen Formalien sich manchmal Differenzen entwickeln können, zeigte schon der etwas missglückte Versuch, eine deutsche Übersetzung der englischsprachigen Version der Konvention zu verfassen. Betroffene in Deutschland, sowie deren Verbände kritisierten die deutsche Übersetzung des englischen Begriffs Inklusion mit Integration, da hierbei oft eine starke Forderung zur Anpassung im Raume steht. Bei der Integration geht es eher darum, Unterschiede wahrzunehmen und Getrenntes wiedereinzugliedern. Inklusion will dagegen den individuellen Bedürfnissen aller Menschen Rechnung tragen, sie bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe an der Gemeinschaft.

Drei Bausteine zum Erfolg

Baustein 1 des Projekt Kompetenzzentrum Spandau Inklusiv (KoSI) widmet sich den Arbeitssuchenden mit Behinderung. Sie sollen in allen Lebenslagen auf dem Weg in den regulären Arbeitsmarkt beraten und begleitet werden. Es gilt ihre Fähigkeiten zu finden und sie entsprechend bei der Berufsfindung zu unterstützen.

Baustein 2 wendet sich direkt an Unternehmen. Erfahrungsgemäß gibt es unzählige Vorbehalte bezüglich der Leistungsfähigkeit von Behinderten. Das Projekt will Vorurteile abbauen und Vorteile darstellen, die für eine Einstellung von Behinderten als durchaus qualifizierte und vollwertige Arbeitskräfte sprechen. Es gilt die optimalen Einsatzmöglichkeiten zu finden. Schulungen sollen die Unternehmer dabei unterstützen.

Baustein 3 widmet sich der Kommunikation. Alle gewonnenen Erfahrungen, Angebote wichtige LINKS und Informationen müssen auf einer barrierefreien Internetseite so aufbereitet werden, damit möglichst viele Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen davon profitieren. Das kann in Form von Videos, einfacher Sprache usw. geschehen.

Dabei sind sich die Projektausführenden durchaus ihrer Grenzen bewusst. Jemand, der nicht lesen kann, wird kaum den Computer und eine Suchmaschine bedienen können, um auf diese Internetseite zu gelangen. Insgesamt geht es immer wieder darum, die die Sicht auf Behinderte und die Haltung ihnen gegenüber zu verändern, nur so können Lösungen gefunden werden, die den Umständen entsprechen. Der Blick muss sich von einer reinen Leistungsorientierung hin zu einer Berücksichtigung von individuellen Kompetenzen verändern.

Weitere Informationen

  • Projektkoordinatorin Kathleen Schmidt, Tel. 264 76 20
  • Internet: www.evangelisches-johannesstift.de/die-wille/kompetenzzentrum-spandau-inklusiv
  • E-Mail: behindertenbeauftragter@ba-spandau.berlin.de
  • Beauftragtenbüro: Tel. 90279 3110

 

Ralf Salecker

Wie seniorengerecht ist der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin

Diskussion in einer Senioreneinrichtung in Spandau

Wie seniorengerecht ist der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin (Foto: Ralf Salecker)

Wie seniorengerecht ist der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin (Foto: Ralf Salecker)

Im Dr. Hermann-Kantorowicz-Haus in der Spandauer Neustadt kamen Senioren und Fachleute der BVG und des Senates zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie seniorengerecht die BVG ist. Der Bundestagsabgeordnete Sven Schulz moderierte.

Der Blick für Notwendigkeiten wandelt sich

Früher war alles anders, für Menschen mit Handycap war es eindeutig schlechter. So soll der ehemalige BVG-Chef Piefke einmal gesagt haben, um solche Menschen muss die BVG sich nicht kümmern, schließlich gäbe es ja den Telebus. Eine solche Aussage wäre heute nicht mehr denkbar. Die Teilhabe an alltäglichen Leben bedeutet auch eine möglichst uneingeschränkte Beweglichkeit, soweit sie technisch machbar ist. Der Blick auf Notwendigkeiten verändert sich also ständig.

Mit Hürden umgehen lernen

Wer jung und gesund ist, macht sich selten Gedanken darüber, dass es für andere schwierig sein kann, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Der Versuch, die räumliche Gestaltung der Busse immer mehr zu optimieren, bedeutet oft, das letzte Quäntchen Platz für einen weiteren Sitz herauszuschinden. So gibt es Busse, die im hinteren Bereich hohe Stufen aufweisen, die für Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, nur sehr schwer zu überwindende Hindernisse darstellen. Nutzer von Rollatoren und Rollstühlen haben erst recht keine Chance. Weil es nicht immer einfach ist, bietet die BVG ein 90minütiges Mobilitätstraining in Bus und Bahn für Fahrgäste mit Behinderungen an.

Busse neigen sich weiterhin automatisch

Vor einiger Zeit wurde die Überlegung der BVG öffentlich, das automatische Absenken der Busse an Haltestellen, das Kneeling, abzuschaffen. Zukünftig solle nur noch ein sogenanntes fahrgastbezogenes Bedarfs-Kneeling erfolgen. Ein Fahrgast muss seinen Wunsch, einsteigen zu wollen, per Knopfdruck auf die blaue „Komforttaste“ signalisieren. Man stelle sich einmal vor, dies würde für alle BVG-Benutzer der Normalfall. Der Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses machte deutlich, dass an der bisherigen Vorgehensweise, im Sinne der Fahrgäste, nichts geändert werden soll. Wie üblich waren wirtschaftliche Erwägungen der BVG Vater des Gedanken. Deutlich über eine Million an Dieselkosten ließen so einsparen. Eine Menge Geld. Die Frage stellt sich, ob das einzusparende Angebot nur ein netter Komfort ist, oder zum grundsätzlichen Gebot der Barrierefreiheit gehört. Neben Berlin gibt es das automatische Absenken der Busse nur noch in Bremen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Raed Saleh, betonte zu Beginn der Diskussion, dass am alten System des kneeling festgehalten würde.

Fahrstuhlprobleme

Spandaus U-Bahnen bedeuten für Menschen, die mit einem Rolly unterwegs sind, oft eine Endstation. Zu viele Stationen sind noch nicht mit Fahrstühlen ausgestattet. Wenn welche da sind, funktionieren sie nicht. So ist die Erfahrung einiger der anwesenden Senioren. Die beiden Vertreter der BVG versicherten, dass spätestens innerhalb von vier Stunden ein defekter Fahrstuhl repariert sei. Grund für diesen schnellen Service ist ein automatisches Meldesystem, welches Defekte sofort an eine Zentrale weiterleitet. Entwickelt wurde dieses System einst von der S-Bahn, die es aber nicht einsetzt. Einige Bahnhöfe hätten schon längst mit Fahrstühlen ausgestattet sein. Andere Bahnhöfe waren wichtiger, weil die BVG in den entsprechenden Spandauer Bahnhöfen ein zu geringes Fahrgästeaufkommen verzeichnet hätte. Nun heißt es, bis spätestens 2020 soll der letzte barrierefrei sein.

Kritik von den Senioren gab es bezüglich der beiden Buslinien 136 und 236, die in Stoßzeiten völlig überfüllt sind. Diese nicht neue Kritik hatte die BVG vor kurzen schon einmal zurückgewiesen. Es wäre alles im grünen Bereich. Wenn aber drei Busse nicht nutzbar sind, weil sie völlig überfüllt keine Fahrgäste mehr aufnehmen können, dann scheint an der tagtäglichen Erfahrung doch etwas dran zu sein.

In einem Punkt waren sich die Senioren alle einig, die vielgeschmähten Berliner BVG-Fahrer sind in der Regel erheblich besser als ihr Ruf. Meist sind diese ausgesprochen hilfreich.  Sehr schnell sind sie zur Stelle, um einem Rolly-Fahrer beim Ein- und Aussteigen zu helfen.

 

Ralf Salecker

Investitionen, Sanierungen und Fehler an Schulen

Zwar wurden über das Konjunkturprogramm II zahlreiche Schulgebäude saniert dennoch wird die Zielgruppe nicht immer erreicht.

Nicht nur Bezirksbürgermeister Kleebank (SPD) machte gestern Station während seiner Bildungstour an der Robert-Reinick-Grundschule, auch CDU-Bundestagsabgeordneter Kai Wegner nahm diese und zwei weitere in Augenschein. Als Abgeordneter hatte Wegner zusammen mit der Bundesregierung den Weg zum Konjunkturprogramm II zur Sanierung von Schulgebäuden frei gemacht. Allein Spandau nahm aus den bereitgestellten Mitteln rund 15 Millionen Euro in Anspruch.

Die CDU-Politiker Stadtrat Gerhard Hanke, Bundestagsabgeordneter Kai Wegner und Abgeordneter Matthias Brauner (v. li) in Siemensstadt unterwegs.

Die CDU-Politiker Stadtrat Gerhard Hanke, Bundestagsabgeordneter Kai Wegner und Abgeordneter Matthias Brauner (v. li) waren in Siemensstadt unterwegs.

Unglaubliche Baumängel

Somit konnten unter anderem an der Schule an der Jungfernheide eine Haupt- und Realschule zur integrierten Sekundarschule zusammengelegt werden. Erste Umbaumaßnahmen sind bereits abgeschlossen, dennoch wird die Schülerschaft bis zur endgültigen Fertigstellung auch in einem provisorischen Container unterrichtet. Weitaus größere Probleme zeigten sich hingegen bei der Robert-Reinick-Grundschule. Hier offenbarte sich nach Abschluss eine ganze Reihe von Baufehlern. Während ein funktionsfähiges Wandtelefon auf der Bühne der Aula noch für Belustigung sorgt, sind die klimatischen Bedingungen im obersten Treppenaufgang sowie Luftabzüge in den naturwissenschaftlichen Räumen ein weitaus größeres Ärgernis. Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (CDU) ärgerte sich besonders über diesen Zustand, verwies jedoch darauf dass man das Gebäude erst nach Abschluss der Bauplanung vom Bezirk Charlottenburg „geerbt“ habe. Doch auch bei der Hans-Carossa-Oberschule wurden damals nach den Fertigstellung der Baumaßnahmen rund 1000 Mängel festgestellt.

Nicht nur Schulleiterin Ingrid Schmidt ärgert sich über Baumängel an der Robert-Reinick-Grundschule.

Nicht nur Schulleiterin Ingrid Schmidt ärgert sich über Baumängel an der Robert-Reinick-Grundschule. Fotos (2): Patrick Rein

Viel investiert

Bei der dritten Station an der Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule verliefen die Bauarbeiten weitaus erfreulicher und stolz präsentierte Schulleiter Pohl die neue Mensa, welche in den nächsten Wochen auch den Schülerinnen und Schülern zugänglich gemacht wird. Doch auch der Bezirk sowie das Land haben viel in die Schulen investiert um ein angenehmes Lernumfeld zu schaffen: Computerräume, modernste Beamer bis hin zu kreidelosen Unterrichtsräumen mittels digitaler Übertragungstechnik aber auch Tischfußball zur Freizeitgestaltung sind an vielen Schulen zu finden. Dennoch ist ein Erfolg weiterhin von der Lehrerschaft abhängig. Deren Ausbildung und Einstellungen in den Schulbetrieb sind entscheidender als nur Investitionen in Räumlichkeiten und Ausstattung.

Passend dazu wurden gestern Abend in einem Fernsehbeitrag zwei Spandauer Jugendliche gezeigt, welche frühzeitig ihre Schullaufbahn abgebrochen haben. Einem von beiden konnte erst ein  Schulsozialarbeiter eine Perspektive aufzeigen. Beide stammen laut Beitrag aus Hartz-IV Familien. Neben der Ausgliederung der Erziehungsarbeit an die Schulen bleiben demnach die Eltern Vorbilder – wenn auch negativ – und zeigen Lebensstile auf, von denen sich Jugendliche nur schwer distanzieren. Dem Beitrag nach gibt es in den Spandau Arcaden bereits eine Gruppierung der „center chiller“: Minderjährige die dort „abhängen“ und übermäßig Alkohol konsumieren.

Patrick Rein

FF: Brandstiftung in Treppenhaus

Polizei-SpandauIm Ortsteil Falkenhagener Feld setzten Unbekannte Sonntag Abend einen Briefkasten und einen Kinderwagen in Brand. Ein 35 Jahre alter Bewohner des Hauses in der Zeppelinstraße bemerkte gegen 22 Uhr Brandgeruch und alarmierte Feuerwehr und Polizei. Anwohnern und den zuerst eingetroffenen Polizisten gelang es, die Flammen zu löschen. Verletzt wurde niemand. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes ermittelt.

Der Jugendarbeitslosigkeit entgegenwirken

Auf dem anhaltenden Programm der Bildungstour des Bezirksbürgermeisters Helmut Kleebank stand der Besuch der bbw Berufsvorbereitungs- und Ausbildungsgesellschaft mbH in Spandau.

Der Standort am Brunsbütteler Damm 143-147 wurde bereits im Jahr 2006 vom Jugendaufbauwerk als Bildungseinrichtung übernommen. Seitdem werden hier Jugendliche angesprochen, für die nach dem zehnten Schuljahr die Wahl des Ausbildungsplatzes ansteht und die es besonders schwer haben eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden. Nun verschaffte sich Bezirksbürgermeister Kleebank – vor seiner jetzigen Tätigkeit selbst Schulleiter – auf seiner fortwährenden Bildungstour durch den Bezirk selbst einen Eindruck.

Bezirksbürgermeister Kleebank (Mitte) wurde beim Besuch der bbw vom SPD-Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (li.) begleitet.

Bezirksbürgermeister Kleebank (Mitte) wurde beim Besuch der bbw vom SPD-Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (li.) begleitet. Foto: Bezirksamt Spandau

Erfolgreiche Eingliederung

Um die Jugendlichen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu unterstützen und auf die Ausbildung vorzubereiten, führt die bbw in Berlin und Spandau seit dem Schuljahr 2006/2007 erfolgreich das Senatsprojekt MDQM (Modulare Duale Qualifizierungs-Maßnahme) durch. Dieses gehört zum Regelangebot schulischer Leistungen gemäß dem Berliner Schulgesetz. Das mit Hilfe des Landes Berlin mitfinanzierte Projekt wurde als Modellprojekt mit ESF-Förderung entwickelt. Berlinweit befinden sich derzeit an zwei Standorten ca. 3900 Schülerinnen und Schüler in insgesamt 20 Gewerken, darunter des kaufmännischen Bereichs, des Handwerks, technischer und gestalterischer Berufe.

Finanzierung ungewiss

Allein in Spandau werden zirka 400 Schülerinnen und Schüler von 35 pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Die Erfolgsbilanz dieser Bildungseinrichtung spricht dabei für ein gutes Ausbildungspersonal, dass in der Lage ist, die Jugendlichen trotz fehlender Ausbildungsvergütung, so zu motivieren, dass bei Wettbewerben bereits Bundes- und Landessieger aus den verschiedensten Berufsfeldern hervorgingen. Zudem finden über 80 Prozent der Jugendlichen im Anschluss einen Arbeitsplatz. Doch zum Bedauern des Geschäftsführers Herrn Velten musste dieser mitteilen, dass die ESF- Förderung des Projektes im August 2015 eingestellt wird.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank hierzu: „Das erfolgreiche Konzept dieser Bildungseinrichtung in Spandau spricht dafür, dass dieser Standort unbedingt erhalten werden muss. Die Tatsache, dass die Jugendarbeitslosigkeitsquote des Bezirkes Spandau im berlinweiten Vergleich im letzten Drittel liegt, bekräftigt meine volle Unterstützung für die Entwicklung und Realisierung der weiteren qualifizierten Fortführung dieser Berufsausbildungsvorbereitung an diesem Standort. Derzeit erarbeitet der Bezirk Spandau zusammen mit dem Jobcenter und der Arbeitsagentur einen Masterplan gegen Jugendarbeitslosigkeit.“

Patrick Rein

FF: Festnahme eines Fahrraddiebes

Polizei-SpandauEin Jugendlicher konnte in der Nacht zum Sonntag im Falkenhagener Feld durch Zivilpolizisten des Abschnitts 21 festgenommen werden. Ein 27 Jahre alter Mann sah gegen 22.30 Uhr im Pirmasenser Weg den 16-Jährigen, wie dieser das Schloss eines Fahrrades aufsägte und anschließend versuchte, das Hinterrad eines weiteren Drahtesels auszubauen. Die alarmierten Polizeibeamten konnten den Jugendlichen am Ort festnehmen. In der Nähe fanden die Polizisten weitere Hinterräder sowie aufgebrochene Fahrradschlösser, die sich der Jugendliche offenbar bereitgestellt hatte. Der Langfinger wurde nach Personalienfeststellung seinen Eltern übergeben.

Siemensstadt: Fremdenfeindlicher Übergriff

Polizei-SpandauEin Fall von Hasskriminalität und dessen Folgen beschäftigte am Donnerstag die Polizei in Siemensstadt. Gegen 16.50 Uhr hatte eine 32-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen ihren „Audi“ im Popitz- Ecke Jungfernheideweg in zweiter Reihe angehalten, um ihre 18-jährige Schwester aussteigen zu lassen. Offenbar ohne erkennbaren Grund wurde sie kurz darauf von einem Mann fremdenfeindlich beleidigt und bedroht. Nachdem er eine volle Bierflasche in Richtung des teilweise geöffneten Fensters der Fahrertür geworfen hatte – die 32-Jährige wurde nicht verletzt -, griffen mehrere Passanten ein. Einem 28-Jährigen, der dazwischen gehen wollte, schlug der Mann ins Gesicht und warf ihn zu Boden. Anschließend flüchtete der Täter, konnte aber von zwei Zeugen eingeholt und bis zum Eintreffen alarmierter Polizisten festgehalten werden. Die Beamten nahmen den 57-Jährigen vorübergehend fest und leiteten gegen ihn Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ein. Er wurde nach Identitätsfeststellung entlassen. Auch gegen zwei Zeugen wird wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt, da sie den 57-Jährigen vor Eintreffen der Polizei getreten haben sollen. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes wegen des Verdachts der Hasskriminalität übernommen.

Direkter Draht ganz ohne Handy

Besonders bei medizinischen Notfällen können Autobahn-Notrufsäulen die bessere Alternative sein.

Ein Wochenende der Hitzerekorde liegt hinter dem gesamten Bundesgebiet, doch auch das nächste soll es nach kurzer Abkühlung wieder in sich haben. Zudem enden nicht nur in Berlin dann auch die Sommerferien. Bei Temperaturen von voraussichtlich über 30 Grad und gleichzeitig Ferien in allen Bundesländern, kann in alle Richtungen mit erheblichem Verkehr in den Urlaub oder bereits mit Rückreiseverkehr auf den Autobahnen gerechnet werden. Die extremen Bedingungen machen dabei vielen Reisenden gesundheitlich zu schaffen.

Die Notrufsäulen an den Autobahnen haben trotz Mobilfunks nicht ausgedient.

Die Notrufsäulen an den Autobahnen haben trotz Mobilfunks nicht ausgedient. Foto: Patrick Rein

Notrufsäule weiterhin gebraucht

Doch wer mit dem Kraftfahrzeug liegen bleibt, muss nicht auf Handyakku, Empfang oder Guthaben vertrauen. Trotz des Mobilfunkzeitalters betreibt der Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) die Autobahn-Notrufsäulen. Rund 80 Prozent der orangenen Säulen wurden allein im letzten Jahr in beansprucht und von der Zentrale fast 75.000 Notrufe entgegengenommen. Auch Notfälle von Hitzeopfern können jederzeit über die zahlreichen Notrufsäulen gemeldet werden und bringen Vorteile. „Über die Säulen können wir sofort die Notsituation exakt orten und den unmittelbaren Kontakt zur nächstgelegenen Polizei oder Rettungsleitstelle herstellen, die dann über ihre Rettungskräfte die schnelle Hilfe sichert“, erläutert Heiko Beermann, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH und verantwortlich für die Notruf-Zentrale. Technisch und personell, so Beermann weiter, sei die Notrufzentrale an diesen Wochenenden auf extreme Belastungen vorbereitet.

Warnweste an und Erste Hilfe leisten

Vor allem Säuglinge und kleine Kinder, chronisch Kranke sowie pflegebedürftige Menschen leiden bei extremer Hitze. „Bei langen Fahrten, in aufgeheizten Fahrzeugen, in Stresssituationen wie in langen Staus oder bei Flüssigkeitsmangel kann diese Belastung dramatisch zunehmen“, sagt Beermann. Sein nachdrücklicher Ratschlag: die heißesten Tageszeiten für Fahrten möglichst ganz meiden und vor allem große Getränkevorräte mitnehmen. Gleichzeitig empfiehlt der Notruf-Experte bereits bei den kleinsten Anzeichen von Schwäche oder Unwohlsein keinerlei Risiken einzugehen und sofort die nächste Raststätte oder den nächsten Parkplatz anzusteuern, um eine Pause einzulegen. Bei einem Notstopp an der Notrufsäule sollten die Reisenden mit einer Warnweste bekleidet das Auto verlassen und hinter der Leitplanke warten. Hitzeopfer sollen möglichst im Schatten gelagert und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit Erster Hilfe versorgt werden.

Doch auch die Notrufsäule kann mobil genutzt werden: Der gebührenfreie Handy-Notruf der deutschen Autoversicherer ist rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr unter der Nummer 0800 NOTFON D (0800 – 668366 3) erreichbar. Er ist die mobile Notrufsäule für jeden Kraftfahrer.

Patrick Rein

FF: Hund bringt Radlerin zu Fall

Polizei-SpandauInfolge eines Verkehrsunfalls im Falkenhagener Feld erlitt eine Frau gestern Abend schwere Verletzungen. Die 71-Jährige war nach eigenen Angaben gegen 19.50 Uhr mit ihrem Fahrrad am Bullengraben unterwegs, als ihr ein nicht angeleinter Hund vor das Rad lief. Es kam zu einer Berührung mit dem Vierbeiner, infolgedessen die 71-Jährige stürzte und mit Verdacht auf Beinbruch und mit diversen Schürfwunden zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus kam. Hund und Halter sind flüchtig.

Kajakfahrer retten Frau vor dem Ertrinken

Polizei-SpandauHeute Vormittag rettete ein Ehepaar in Hakenfelde eine ältere Frau vor dem Ertrinken. Gegen 9.50 Uhr hörten eine 56-Jährige und ihr 68-jähriger Ehemann, die auf der Havel mit einem Kajak unterwegs waren, an der Wasserstadtbrücke Hilferufe einer Frau. Diese klammerte sich an einen Ast, der ins Wasser hineinragte, und geriet immer wieder mit dem Kopf unter Wasser. Das Ehepaar paddelte zu der 85-Jährigen und schleppte sie zum Ufer. Wie die Seniorin ins Wasser gelangt war, ist nicht bekannt. Sie kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Tankstelle überfallen

Polizei-SpandauEin unbekannter Räuber hat gestern Abend eine Tankstelle in der Zeppelinstraße überfallen. Gegen 20.25 Uhr bedrohte er den 44-jährigen Angestellten mit einem Messer und verlangte die Herausgabe des Kasseninhalts und einiger Zigarettenschachteln. Er ließ sich die Beute in eine Tüte packen und flüchtete in Richtung Spekteweg.

Verdächtige Gegenstände veranlassen Evakuierung

Polizei-SpandauEin Koffer und ein Karton waren in der Nacht zu Sonntag der Grund dafür, dass eine Vielzahl von Mietern ihre Wohnungen verlassen mussten. Die beiden Gegenstände standen gegen 23 Uhr vor einem Wohnhaus in der Jagowstraße und wurden nach der ersten Begutachtung von Kriminaltechnikern des Landeskriminalamtes als gefährlich eingestuft. Nachdem die Straße zwischen Lutherplatz und Kurstraße gesperrt worden war, weckten Polizisten ab 1.45 Uhr rund 270 Personen in sieben Wohnhäusern und forderten diese auf, ihre Wohnungen in den Vorderhäusern sicherheitshalber zu verlassen. Gegen 3.15 Uhr konnten die Spezialisten abschließend feststellen, dass sowohl von dem Koffer als auch von dem Karton keine Gefahr ausging. Die Mieter, die zum Teil auch in einem Bus der Feuerwehr warteten, konnten daraufhin wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch die Straßensperrung wurde aufgehoben. Aufgrund von Ermittlungen nahmen Polizisten zwei tatverdächtige Männer fest. Die beiden 39- und 20-Jährigen wurden für den zuständigen Polizeiabschnitt eingeliefert und müssen sich nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten verantworten. Während der Jüngere nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen wurde, soll der Ältere heute im Laufe des Tages einem Richter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Kradfahrer übernimmt sich

Polizei-SpandauMit schweren Verletzungen kam Samstag Abend ein Motorradfahrer ins Krankenhaus, der sich bei einem Fahrmanöver übernommen hatte. Der 35-Jährige fuhr gegen 19 Uhr mit seinem Krad an der Kreuzung Neuendorfer Straße Ecke Bismarckstraße an. Nach Zeugenaussagen soll der Mann mit hoher Geschwindigkeit losgefahren sein und versucht haben, das Vorderrad seiner Maschine nach oben zu ziehen. Offensichtlich verlor der Mann dabei die Kontrolle über die „Ducati“, kam von der Fahrbahn ab und stieß gegen den Bordstein. Anschließend überschlug sich das Gefährt zweifach, so dass der 35-Jährige stürzte, über die Fahrbahn rutschte und auf einer angrenzenden Rasenfläche zum Liegen kam. Er kam mit multiplen Verletzungen zur stationären Behandlung in eine Klink. An der Unfallstelle kam es bis etwa 21 Uhr zu Verkehrsbehinderungen.