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Wie seniorengerecht ist der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin

Diskussion in einer Senioreneinrichtung in Spandau

Wie seniorengerecht ist der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin (Foto: Ralf Salecker)

Wie seniorengerecht ist der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin (Foto: Ralf Salecker)

Im Dr. Hermann-Kantorowicz-Haus in der Spandauer Neustadt kamen Senioren und Fachleute der BVG und des Senates zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie seniorengerecht die BVG ist. Der Bundestagsabgeordnete Sven Schulz moderierte.

Der Blick für Notwendigkeiten wandelt sich

Früher war alles anders, für Menschen mit Handycap war es eindeutig schlechter. So soll der ehemalige BVG-Chef Piefke einmal gesagt haben, um solche Menschen muss die BVG sich nicht kümmern, schließlich gäbe es ja den Telebus. Eine solche Aussage wäre heute nicht mehr denkbar. Die Teilhabe an alltäglichen Leben bedeutet auch eine möglichst uneingeschränkte Beweglichkeit, soweit sie technisch machbar ist. Der Blick auf Notwendigkeiten verändert sich also ständig.

Mit Hürden umgehen lernen

Wer jung und gesund ist, macht sich selten Gedanken darüber, dass es für andere schwierig sein kann, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Der Versuch, die räumliche Gestaltung der Busse immer mehr zu optimieren, bedeutet oft, das letzte Quäntchen Platz für einen weiteren Sitz herauszuschinden. So gibt es Busse, die im hinteren Bereich hohe Stufen aufweisen, die für Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, nur sehr schwer zu überwindende Hindernisse darstellen. Nutzer von Rollatoren und Rollstühlen haben erst recht keine Chance. Weil es nicht immer einfach ist, bietet die BVG ein 90minütiges Mobilitätstraining in Bus und Bahn für Fahrgäste mit Behinderungen an.

Busse neigen sich weiterhin automatisch

Vor einiger Zeit wurde die Überlegung der BVG öffentlich, das automatische Absenken der Busse an Haltestellen, das Kneeling, abzuschaffen. Zukünftig solle nur noch ein sogenanntes fahrgastbezogenes Bedarfs-Kneeling erfolgen. Ein Fahrgast muss seinen Wunsch, einsteigen zu wollen, per Knopfdruck auf die blaue „Komforttaste“ signalisieren. Man stelle sich einmal vor, dies würde für alle BVG-Benutzer der Normalfall. Der Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses machte deutlich, dass an der bisherigen Vorgehensweise, im Sinne der Fahrgäste, nichts geändert werden soll. Wie üblich waren wirtschaftliche Erwägungen der BVG Vater des Gedanken. Deutlich über eine Million an Dieselkosten ließen so einsparen. Eine Menge Geld. Die Frage stellt sich, ob das einzusparende Angebot nur ein netter Komfort ist, oder zum grundsätzlichen Gebot der Barrierefreiheit gehört. Neben Berlin gibt es das automatische Absenken der Busse nur noch in Bremen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Raed Saleh, betonte zu Beginn der Diskussion, dass am alten System des kneeling festgehalten würde.

Fahrstuhlprobleme

Spandaus U-Bahnen bedeuten für Menschen, die mit einem Rolly unterwegs sind, oft eine Endstation. Zu viele Stationen sind noch nicht mit Fahrstühlen ausgestattet. Wenn welche da sind, funktionieren sie nicht. So ist die Erfahrung einiger der anwesenden Senioren. Die beiden Vertreter der BVG versicherten, dass spätestens innerhalb von vier Stunden ein defekter Fahrstuhl repariert sei. Grund für diesen schnellen Service ist ein automatisches Meldesystem, welches Defekte sofort an eine Zentrale weiterleitet. Entwickelt wurde dieses System einst von der S-Bahn, die es aber nicht einsetzt. Einige Bahnhöfe hätten schon längst mit Fahrstühlen ausgestattet sein. Andere Bahnhöfe waren wichtiger, weil die BVG in den entsprechenden Spandauer Bahnhöfen ein zu geringes Fahrgästeaufkommen verzeichnet hätte. Nun heißt es, bis spätestens 2020 soll der letzte barrierefrei sein.

Kritik von den Senioren gab es bezüglich der beiden Buslinien 136 und 236, die in Stoßzeiten völlig überfüllt sind. Diese nicht neue Kritik hatte die BVG vor kurzen schon einmal zurückgewiesen. Es wäre alles im grünen Bereich. Wenn aber drei Busse nicht nutzbar sind, weil sie völlig überfüllt keine Fahrgäste mehr aufnehmen können, dann scheint an der tagtäglichen Erfahrung doch etwas dran zu sein.

In einem Punkt waren sich die Senioren alle einig, die vielgeschmähten Berliner BVG-Fahrer sind in der Regel erheblich besser als ihr Ruf. Meist sind diese ausgesprochen hilfreich.  Sehr schnell sind sie zur Stelle, um einem Rolly-Fahrer beim Ein- und Aussteigen zu helfen.

 

Ralf Salecker

Direkter Draht ganz ohne Handy

Besonders bei medizinischen Notfällen können Autobahn-Notrufsäulen die bessere Alternative sein.

Ein Wochenende der Hitzerekorde liegt hinter dem gesamten Bundesgebiet, doch auch das nächste soll es nach kurzer Abkühlung wieder in sich haben. Zudem enden nicht nur in Berlin dann auch die Sommerferien. Bei Temperaturen von voraussichtlich über 30 Grad und gleichzeitig Ferien in allen Bundesländern, kann in alle Richtungen mit erheblichem Verkehr in den Urlaub oder bereits mit Rückreiseverkehr auf den Autobahnen gerechnet werden. Die extremen Bedingungen machen dabei vielen Reisenden gesundheitlich zu schaffen.

Die Notrufsäulen an den Autobahnen haben trotz Mobilfunks nicht ausgedient.

Die Notrufsäulen an den Autobahnen haben trotz Mobilfunks nicht ausgedient. Foto: Patrick Rein

Notrufsäule weiterhin gebraucht

Doch wer mit dem Kraftfahrzeug liegen bleibt, muss nicht auf Handyakku, Empfang oder Guthaben vertrauen. Trotz des Mobilfunkzeitalters betreibt der Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) die Autobahn-Notrufsäulen. Rund 80 Prozent der orangenen Säulen wurden allein im letzten Jahr in beansprucht und von der Zentrale fast 75.000 Notrufe entgegengenommen. Auch Notfälle von Hitzeopfern können jederzeit über die zahlreichen Notrufsäulen gemeldet werden und bringen Vorteile. “Über die Säulen können wir sofort die Notsituation exakt orten und den unmittelbaren Kontakt zur nächstgelegenen Polizei oder Rettungsleitstelle herstellen, die dann über ihre Rettungskräfte die schnelle Hilfe sichert”, erläutert Heiko Beermann, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH und verantwortlich für die Notruf-Zentrale. Technisch und personell, so Beermann weiter, sei die Notrufzentrale an diesen Wochenenden auf extreme Belastungen vorbereitet.

Warnweste an und Erste Hilfe leisten

Vor allem Säuglinge und kleine Kinder, chronisch Kranke sowie pflegebedürftige Menschen leiden bei extremer Hitze. “Bei langen Fahrten, in aufgeheizten Fahrzeugen, in Stresssituationen wie in langen Staus oder bei Flüssigkeitsmangel kann diese Belastung dramatisch zunehmen”, sagt Beermann. Sein nachdrücklicher Ratschlag: die heißesten Tageszeiten für Fahrten möglichst ganz meiden und vor allem große Getränkevorräte mitnehmen. Gleichzeitig empfiehlt der Notruf-Experte bereits bei den kleinsten Anzeichen von Schwäche oder Unwohlsein keinerlei Risiken einzugehen und sofort die nächste Raststätte oder den nächsten Parkplatz anzusteuern, um eine Pause einzulegen. Bei einem Notstopp an der Notrufsäule sollten die Reisenden mit einer Warnweste bekleidet das Auto verlassen und hinter der Leitplanke warten. Hitzeopfer sollen möglichst im Schatten gelagert und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit Erster Hilfe versorgt werden.

Doch auch die Notrufsäule kann mobil genutzt werden: Der gebührenfreie Handy-Notruf der deutschen Autoversicherer ist rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr unter der Nummer 0800 NOTFON D (0800 – 668366 3) erreichbar. Er ist die mobile Notrufsäule für jeden Kraftfahrer.

Patrick Rein

Carsharing in Spandau

Preiswert und umweltschonend zugleich Auto fahren

Mit Carsharing entspannter unterwegs ... (Foto: Ralf Salecker)

Mit Carsharing entspannter unterwegs … (Foto: Ralf Salecker)

Warum nutzen Sie ein privates Auto? Weil Sie mobil sein wollen! Warum würden Sie sich nie einen privaten PKW zulegen? Weil es zu teuer ist in der Anschaffung und im Unterhalt. Gegensätzlicher können die Standpunkte in diesem Vergleich kaum sein. Das eigene Auto ist, schaut man sich die Statistiken an, für jüngere Leute immer weniger attraktiv. Andere Dinge stehen im Vordergrund, die von Bedeutung scheinen. Ein anderer Grund, ein eigenes Auto abzulehnen, ist seine schlechte Umweltbilanz.

Ein Blick auf die reale Nutzung eines PKWs macht eines sofort klar. Das Fahrzeug steht den größten Teil des Tages ungenutzt herum. Nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing sind dies im Mittel 23 Stunden. Da wäre es doch praktischer, ein fast jederzeit verfügbares Fahrzeug nutzen zu können. In Spandau gibt es gleich drei Anbieter in diesem Marktbereich. Deutschlandweit sind es rund 140.

Autos teilen

Der Gedanke, ein Auto quasi zu „teilen“ liegt auf der Hand.  Nun müsste es nur noch leicht – wohnungsnah – erreichbar sein. Zwei unterschiedliche Konzepte teilen sich den Markt: Feste Stationen, an denen die Fahrzeuge abgeholt und abgestellt werden können auf der einen Seite und die fast völlig Freiheit auf der anderen Seite (innerhalb gewisser Gebietsgrenzen). Alles ist nur eine Frage, der flächendeckenden Verteilung.

Der Aufwand, ein CarSharing-Fahrzeug zu nutzen ist recht gering, anders als bei Mietwagen. Man meldet sich an und kann spontan oder länger im Voraus geplant, „sein“ Fahrzeug nutzen. Manch ein Anbieter verlangt eine monatliche Grundgebühr, andere nicht. Meist gleicht es sich über die zu entrichtende Gebühr, die im Minutentakt abgerechnet wird, wieder aus. PC und Smartphone sind die Buchungsmittel der Wahl. Man zahlt ausschließlich für die genutzte Zeit oder die gefahrenen Kilometer. Alle Kosten sind in den Minuten-/Kilometertarifen schon enthalten. Eine elektronische Fahrdatenerfassung gestaltet die Berechnung sehr komfortabel.

Warum Carsharing gut für die Umwelt ist

Nutzer von Carsharing verzichten mittel- und längerfristig teilweise oder vollständig auf das eigene Auto. Das ergab eine Diplomarbeit an der TU Dresden. Fahrten werden nur dann unternommen, wenn sie notwendig sind. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrades nimmt zu. Verbünde mit Verkehrsbetrieben machen diese Mischnutzung zum Teil ihres Angebots. Beide Seiten profitieren davon. Mit nur einer Karte, können so – leider bisher nur in Hannover – PKWs, der öffentliche Nah- und Fernverkehr und das Fahrrad genutzt werden.

Jeder aktive CarSharing-Nutzer entlastet durch sein Verkehrsverhalten die Umwelt um etwa 290 kg Kohlendioxid. Für ganz Deutschland hochgerechnet sind so fast 64.000 Tonnen Kohlendioxid nicht freigesetzt worden.

 

Ralf Salecker

 

CarSharing-Angebote in Spandau

  • CiteeCar (stationsbasiert): www.citeecar.com
  • Flinkster/DB Rent (stationsbasiert): www.flinkster.de
  • Car2go: www.car2go.com/de/berlin

Fahrgäste der BVG stinksauer

Aufzüge in Spandauer U-Bahnhöfen werden erst Jahre später als angekündigt eingebaut.

Mit Demonstrationen haben die Fahrgäste die Aufzüge für die U-Bahnhöfe in Spandau  vor mehreren Jahren erkämpft. Diese kamen dadurch sogar die Prioritätenliste. Doch jetzt ist das offizielle Dementi der BVG bekannt geworden: Die Aufzüge kommen erst mehrere Jahre später als zugesagt. Nicht nur für Daniel Buchholz, Spandauer Abgeordneter und Mitglied des Verkehrsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses, ist das nicht akzeptabel.

Lediglich der U-Bahnhof Rathaus Spandau steht bei der BVG ob bei Videoüberwachung als auch Barrierefreiheit hoch im Kurs.

Lediglich der U-Bahnhof Rathaus Spandau steht bei der BVG ob bei Videoüberwachung als auch Barrierefreiheit hoch im Kurs.

Barrierefreier Zugang

Buchholz: „Viele Spandauer Fahrgäste sind stinksauer. Der Einbau von Aufzügen in den Spandauer U-Bahnhöfen wird mehrere Jahre später erfolgen als bisher von der BVG zugesagt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass mit den ehemaligen Terminzusagen nur die mobilitätseingeschränkten Menschen ruhig gestellt werden sollten.“ Vor einigen Jahren gab es Demonstrationen von ‚ausgesperrten‘ Nutzern mit Rollstühlen, Kinderwagen und Rollatoren unter anderem am U-Bahnhof Haselhorst. Die Mehrzahl der Spandauer U-Bahnhöfe wurde daraufhin in die Prioritätenliste 2011-2016 des offiziellen Berliner Aufzugsprogramms aufgenommen. Diese Liste wird von der bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angesiedelten Arbeitsgruppe ‚Bauen und Verkehr – barrierefrei‘ gemeinsam mit den Behindertenverbänden, dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, der Senatsverwaltung für Soziales und der BVG erstellt als auch veröffentlicht.

Gerade bei Veranstaltungen auf der Zitadelle sind Fahrstühle für beeinträchtigte Menschen auch am entsprechenden U-Bahnhof unerlässlich.

Gerade bei Veranstaltungen auf der Zitadelle sind Aufzüge für beeinträchtigte Menschen auch am entsprechenden U-Bahnhof unerlässlich. Fotos (2): Patrick Rein

Vertrösten dann verschaukeln

Die damaligen Terminzusagen hält die BVG nicht ein und bringt dafür nur unzureichende Begründungen vor. Der U-Bahnhof Haselhorst soll anstatt 2012 jetzt ‚Ende 2014‘ Aufzüge erhalten und der U-Bahnhof Siemensdamm anstatt 2013 jetzt „Ende 2015“. Für den U-Bahnhof Zitadelle, der gerade auch bei Veranstaltungen auf der gleichnamigen starkfrequentiert ist, wird weiterhin das Jahr 2016 angegeben, woran nach Buchholz schon heute gezweifelt werden kann. „Fahrgäste erst vertrösten, dann verschaukeln – das ist nicht akzeptabel!“, führt dieser weiter aus.

Zur Information:

Im Bezirk Spandau hat bisher nur der U-Bahnhof Rathaus Spandau Aufzüge. Auf der U-Bahnlinie 7 hat die BVG folgende Investitionen vorgesehen (alle Aufzüge mit Blindenleitsystem und Höhenregulierung, Angaben 2013):

U-Bahnhof Haselhorst: 2,2 Millionen Euro, 2 Aufzüge

U-Bahnhof Siemensdamm: 1,3 Millionen Euro, 1 Aufzug

U-Bahnhof Zitadelle: 3,6 Millionen Euro, 3 Aufzüge

Patrick Rein

Fremdenfeindlicher Zwischenfall im Bus

Nicht ein Fahrgast sondern der BVG-Fahrer selbst hat allem Anschein nach eine Mutter im Beisein der Kinder fremdenfeindlich beleidigt und die Tochter geschlagen.

Es klingt nahezu unglaublich und doch scheint es der Wahrheit zu entsprechen. Wie wir bereits unter den Polizeimeldungen veröffentlichten, ereignete sich bereits am Freitag in Spandau folgender Zwischenfall: Ersten Ermittlungen zu Folge wurde eine 51-jährige Frau, die mit ihren beiden Kindern gegen halb fünf am U-Bahnhof Rohrdamm in einen BVG-Bus der Linie 123 eingestiegen war und auf Grund der Überfüllung des Busses im vorderen Bereich des Fahrzeugs stand, von dem Fahrer fremdenfeindlich beleidigt.

Nicht nur nach Fußballspielen kommt es an Haltestellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Überfüllung.

Nicht nur nach Fußballspielen kommt es an Haltestellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Überfüllung.

Beleidigt, geschlagen, ausgesetzt

Daraufhin sprach die 20-jährige Tochter den 56-Jährigen Fahrer an und verbat sich die Beleidigungen gegenüber ihrer Mutter. Alle drei wollten den Bus anschließend wieder verlassen. Dabei schlug der Fahrer auf die Tochter ein, die gegen eine Haltestange stieß und sich am Rücken verletzte. Als der 12-jährige Sohn das Fahrzeug verlassen hatte, schloss der Fahrer die vordere Tür, wobei die 20-Jährige mit ihren Haaren zwischen den Türflügeln eingeklemmt wurde und mit ihrer Mutter zusammen den Bus nicht mehr verlassen konnte.

Die Videoüberwachung nicht nur in U-Bahnhöfen sondern auch in Bussen wird zur Klärung auch in diesem Vorfall beitragen.

Die Videoüberwachung nicht nur in U-Bahnhöfen sondern auch in Bussen wird zur Klärung auch in diesem Vorfall beitragen.

Fahrer freigestellt

Die beiden und andere Fahrgäste forderten den 56-Jährigen, der bereits angefahren war, zum Anhalten auf. Dieser stoppte aber erst nach einiger Zeit und ließ sie aussteigen. Die Aussage, dass auch ein Zivilbeamter Zeuge des Zwischenfalls war, konnte von der Polizei hingegen nicht bestätigt werden. Ein Eingreifen wäre auf Grund der Fülle an Personen im Fahrzeug jedoch auch kaum möglich gewesen. Der Busfahrer wurde von alarmierten Polizisten schließlich an der Endhaltestelle angetroffen und zur Durchführung einer freiwilligen Blutentnahme zur Dienststelle gebracht, nachdem eine erste Atemkontrolle auf Alkohol negativ ausfiel. Eine Sprecherin der BVG teilte indes mit, dass der Fahrer bis zur Klärung des Sachverhaltes vom Dienst freigestellt wurde. Die Videoaufzeichnungen aus dem Bus wurden der Polizei übergeben.

Die Polizei nahm den Fahrer an der Endhaltestelle in Gewahrsam.

Die Polizei nahm den Fahrer an der Endhaltestelle in Gewahrsam.

Unerklärlicher Einzelfall

Bisher gibt es nach Polizeiangaben keine Anzeichen dafür, dass sich der Vorfall anders ereignet hätte. Sollte sich der Verdacht erhärten, werden die Verkehrsbetriebe entsprechende Konsequenzen ziehen. Dennoch handelt es sich um einen Einzelfall. Bei der BVG arbeiten nach eigenen Angaben rund 30 verschiedene Nationalitäten, sowie Schwule und Lesben. Diskriminierungen seien intern als auch extern bisher noch nicht aufgetreten und werde im Unternehmen wenn dann auch in keinster Form toleriert. Das Verkehrsunternehmen stehe jedoch auch als Spiegelbild der Gesellschaft und das Verhalten eines Einzelnen dürfe nicht dazu beitragen ein falsches Gesamtbild entstehen zu lassen. Normalerweise ist das Fahrpersonal gerade durch die regelmäßigen Deeskalationsschulungen als Konfliktschlichter aktiv und öffentliche Verkehrsmittel bieten darüber hinaus eher Schutz bei Übergriffen.

Am Sonntag wurde ebenfalls in Spandau ein Bus von außerhalb während der Fahrt beschädigt.

Am Sonntag wurde ebenfalls in Spandau ein Bus von außerhalb während der Fahrt beschädigt. Fotos (4): Patrick Rein

Neben den eigentlichen Serviceleistungen sehen sich Busfahrer aber auch Gefahren ausgesetzt, wie der folgende Fall vom Sonntag zeigt: Ein Wurfgeschoß beschädigte in der Nacht einen Bus der BVG in Spandau. Gegen 23.45 Uhr hatte der Fahrer des mit einem Fahrgast besetzten Omnibusses die Neuendorfer Straße befahren, als er auf Höhe der Bismarckstraße einen lauten Knall wahrnahm und im Anschluss eine beschädigte Fensterscheibe im hinteren Bereich des Fahrzeuges feststellte. Verletzt wurde niemand. Hinweise auf die Täter oder das Tatmittel liegen bislang nicht vor.

Patrick Rein

Radfahrer wurde in Spandau vom LKW überfahren

Kreuzung Klosterstraße „fordert“ wieder ein Opfer

Gedenken an tote Radfahrer (Foto: Ralf Salecker)

Gedenken an tote Radfahrer (Foto: Ralf Salecker)

Vor ein paar Tagen bog ein LKW von der Klosterstraße kommend, in die Ruhlebener Straße ein. Dabei übersah er anscheinend einen Radfahrer, der im gleichen Moment geradeaus wollte. Der Radfahrer wurde noch viele Meter mitgeschleift, bis der LKW zum Stehen kam. Er starb kurz darauf. Möglicherweise befand der Radfahrer sich im toten Winkel des LKW-Fahrers, ein Problem, welches immer noch nicht zufriedenstellend geregelt ist. Die Kreuzung Klosterstraße, Ruhlebener und Brunsbütteler Damm ist ein gefährliches Pflaster für Fußgänger und Radfahrer. Immer wieder kommen Menschen dort zu Schaden oder sterben an den Folgen von Unfällen. Immer wieder ist das „Rechtsabbiegen“ die Todesursache.

Die Unfallkommission Berlin zählt diese Kreuzung zu den Unfallhäufungsstellen in Berlin. Diese werden wie folgt definiert:

  • 3 Unfälle mit schwerem Personenschaden oder getöteten Personen in 3 Jahren oder
  • 5 Unfälle mit mindestens leichtem Personenschaden in 3 Jahren oder
  • Bei den Kategorien a. und b. sind Unfälle mit verletzten, ungeschützten Verkehrsteilnehmern (Fußgänger, Zweirad-Fahrer) gesondert zu untersuchen.

Sonderuntersuchung „Radverkehrsunfälle“ in Berlin 2012

2012 kam in Spandau ein Radfahrer bei einem Unfall ums Leben. 30 erlitten schwere Verletzungen. Jeder 3. Verkehrstote bei einem Verkehrsunfall war im Jahr 2012 ein Radfahrer. Ähnliches gilt, wenn man auf die Zahl der Schwerverletzten schaut. Verkehrsunfälle mit Radfahrer enden zu drei Viertel mit Personenschäden. Das Ergebnis verwundert nicht. Schließlich sind Radfahrer nicht von schützendem Blech umgeben – auch wenn manche dies zu vergessen scheinen. Insgesamt scheint Spandau, was Radverkehrsunfälle anbelangt, noch zu den harmloseren Bezirken zu gehören. Gerade einmal 4 Prozent aller berlinweiten Radunfälle finden hier statt.

Gerne unterstellt man Radfahrer generell, sie wären Rowdies im Straßenverkehr. Immerhin sind sie zur Hälfte Haupt- oder Mitverursacher. Die andere Hälfte entfällt hauptsächlich auf den motorisierten Verkehr, also PKW und LKW. Insbesondere sind jüngere diejenigen, denen man alle denkbaren Verstöße anlastet. Dementsprechend müssten auch sie zu den häufigsten Opfern zählen. Dem ist aber nicht so. Schaut man sich die Untersuchungsergebnisse der „Sonderuntersuchung „Radverkehrsunfälle“ in Berlin 2012“ an, muss man feststellen, dass die Opfer meist ältere Menschen oder Frauen sind, die, gemäß der Statistik, eben nicht zu den Haupt- und Mitverursachern gehören.

Falsches Verhalten beim Abbiegen gehört mit deutlichem Abstand zu den Hauptunfallursachen durch PKW- Und LKW-Fahrer. Gerade diesem Problem sieht sich die Polizei „hilflos“ ausgesetzt. Während Radfahrer immer wieder mit Kontrollen im Straßenverkehr rechnen müssen, ist dies bei falsch abbiegenden Autofahrern nicht der Fall. Die Polizei hat dafür einfach nicht genügend Personal. Manch Autofahrer scheint dies als „Freibrief“ zu verstehen. Aus eigenem Empfinden muss ich sagen, die Zahl solch „Rechtsabbiegerprobleme“ nimmt deutlich zu. Nur bewusst defensives Fahren und „rechnen mit dem Schlimmsten“ hilft hier, nicht überfahren zu werden.  Was nützt es, recht zu haben, wenn man am Schluss unter den Rädern liegt …

 

Ralf Salecker

Ein Dank an alle Schülerlotsen

Mit einem großen Sommerfest auf der Zitadelle dankte der Bezirk allen Schülerlotsen, Konfliktlotsen- und Streitschlichterteams der Spandauer Grundschulen.

Während die einen mit dem Aufbau der Bühne zum diesjährigen citadel music festival beschäftigt waren – bei dem Thirthy Seconds To Mars nächsten Donnerstag den Auftakt machen – wurde über 500 Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz gedankt. Bezirksstadtrat Gerhard Hanke hatte dafür ein Mal mehr ins Spandauer „Wohnzimmer“ geladen, wie er selbst die Räumlichkeiten auf der Festungsanlage Zitadelle gerne tituliert. Doch altersgerecht standen Ansprachen eher im Hintergrund der Veranstaltung, vielmehr sollte den engagierten Kindern ein unvergessliches Ereignis geboten werden.

Voll gefüllter Saal auf der Zitadelle und eine Tanzvorführung der Schülerschaft von der Carl-Schurz-Grundschule.

Voll gefüllter Saal auf der Zitadelle und eine Tanzvorführung der Schülerschaft von der Carl-Schurz-Grundschule.

Hoch hinaus

Schnell wurden die Schüler/-innen auch in ihren ganz speziellen Erlebnistag „entlassen“. Gleich zwei Mal ging es dabei hoch hinaus: Zum einen konnte mit einem Hubkran der Bühnenaufbau von oben betrachtet und zum anderen auch der Juliusturm erklommen werden. Zudem war auch der Fledermauskeller geöffnet. Die Polizei stellte den treuen Schulweg-Gehilfen ihre Arbeit genauer vor und mit einem Boot konnte eine Rundfahrt um die Zitadelle gemacht werden. Neben Speis und Trank sorgte dann noch Oliver Grammel mit Zauberei für Unterhaltung. Unterstützt wurde das Fest wieder von der Fa. Niederberger, der Fischerei Latendorf, der Berliner Polizei, dem Berliner Artenschutzteam und dem Sport Club Siemensstadt.

Neben dem Juliusturm ging es auch mit dem Hubkran hoch hinaus.

Neben dem Juliusturm ging es auch mit dem Hubkran hoch hinaus. Fotos (2): Patrick Rein

Deutlich weniger Unfälle

Es ist auch für Kinder keine Selbstverständlichkeit sich zu engagieren, zumal die Tätigkeit als Schülerlotse keineswegs nur ein Vergnügen darstellt. Noch früheres Aufstehen ist ebenso Bestandteil der Aufgabe wie bei Wind und Wetter den Mitschülern einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Im stetig wachsenden Verkehrsaufkommen manchmal auch mit einem persönlichen Sicherheitsrisiko verbunden. So wurde den jungen Verkehrslotsen von der Deutschen Verkehrswacht e.V. deren Erfolg verdeutlicht: Statistisch nachgewiesen sind die Schulwege mit Schülerlotsen deutlich sicherer. Zum Dank erhält jeder Lotse daher eine Dankesurkunde.

Bereits eine Woche vorher wurden ebenfalls auf der Zitadelle schon ehrenamtlich engagierte Eltern für ihren Einsatz an Spandaus Schulen geehrt. Es gibt sie also, Menschen die breit sind sich für andere ohne Gegenleistung einzusetzen.

Patrick Rein

Sicherer U-Bahnhof Rathaus Spandau

Als einer der ersten im Berliner Netz ist der U-Bahnhof Rathaus Spandau jetzt mit einem hochmodernen Kamera-Überwachungssystem ausgestattet worden.

Nicht nur der Spandauer SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz begrüßt diese technischen Verbesserungen: „Wir wollen den öffentlichen Berliner Nahverkehr so attraktiv wie möglich machen. Dazu gehört auch, den Fahrgästen bestmögliche Sicherheitsstandards zu bieten. Um Straftaten besser aufklären und damit in vielen Fällen verhindern zu können, verbessern wir die Sicherheitstechnik in den U-Bahnhöfen kontinuierlich.“ Im U-Bahnhof Rathaus Spandau ist jetzt als einem der ersten im Berliner Netz ein hochmodernes Kamera-Überwachungssystem in Betrieb genommen worden.

Der U-Bahnhof wurde als einer der ersten auf den neusten Sicherheitsstand gebracht.

Der U-Bahnhof wurde als einer der ersten auf den neusten Sicherheitsstand gebracht. Foto: Patrick Rein

Verbesserte Technik

Bereits heute sind sämtliche Berliner U-Bahnhöfe und alle 1.238 U-Bahnwagen mit Videotechnik ausgestattet – anders als bei der S-Bahn. Aber in der Praxis zeigt sich, dass nicht alle dunklen Ecken in U-Bahnhöfen mit der bisherigen Technik eingesehen werden können. Der U-Bahnhof Rathaus Spandau hat darum jetzt 43 schwenk-, neig- und zoombare Kameras erhalten. Mit ihrer hohen Auflösung vereinfachen sie die Aufklärung von Vorfällen und wirken abschreckend auf potenzielle Täter.

Auch die U-Bahnzüge sind mittlerweile videoüberwacht.

Auch die U-Bahnzüge sind mittlerweile videoüberwacht. Foto: BVG

Tatverdächtige erfolgreich ermitteln

Erst im vergangenen Jahr wurde die Speicherfrist der Videos bei der BVG von 24 auf 48 Stunden verdoppelt. Trotz regem Widerstandes der Oppositionsfraktionen und auch heute noch anhaltender Diskussionen. Zwar sollte der Datenschutz als auch das Persönlichkeitsrecht geschützt werden, jedoch ist nicht nur auf Grund der Vorfälle am S-Bahnhof Pichelsberg, wo nach dem Fußballspiel ein Junge stranguliert wurde, oder der Ermordung von Jonny K. am Alexanderplatz, ein nachvollziehbares Sicherheitsbedürfnis verstärkt in den Vordergrund zu setzen. Die Videoaufzeichnung und Speicherung im Rahmen der gesetzlichen Frist von 48 Stunden erfolgt für die U-Bahnhöfe durch die BVG, alle Daten werden der Sicherheits-Leitstelle übermittelt. Die Polizei fordert beim Anfangsverdacht einer Straftat die entsprechenden Filmausschnitte als Beweismaterial zur Auswertung an. Die Zahl dieser Video-Abfragen ist berlinweit deutlich gestiegen: Von 1.698 (2010) auf 2.517 (2012). Dadurch konnten im letzten Jahr allein 702 Tatverdächtige ermittelt werden und erhielten eine Strafanzeige.

Um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten, wurden bei der BVG im letzten Jahr 600 Sicherheits- und Servicekräfte eingesetzt, die sowohl für Fahrzeuge als auch für U-Bahnhöfe zuständig sind.

Patrick Rein

Stadtweiter Großeinsatz zur Verkehrsunfallbekämpfung

Am 16. April kommt es im gesamten Stadtgebiet unter dem Motto „24 Stunden konsequent gegen Schnellfahrer, 24 Stunden konsequent Leben retten“ zur größten Blitzeraktion.

Nicht angepasste und überhöhte Fahrgeschwindigkeiten waren im vergangenen Jahr im Berliner Straßenverkehr in 3.480 Fällen Hauptursache für Verkehrsunfälle. Dies bedeutet eine Zunahme von fast 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Keine andere Unfallursache hatte auch nur annähernd eine vergleichbare Steigerung zu verzeichnen. Bei mehr als jedem Dritten dieser Unfälle wurde ein Mensch verletzt – sechs verunglückten sogar tödlich.

Nicht nur an Schulen können Geschwindigkeitsbeschränkungen Leben retten.

Nicht nur an Schulen können Geschwindigkeitsbeschränkungen Leben retten. Foto: Patrick Rein

Geschwindigkeit ist gefährlich

Mit zunehmender Geschwindigkeit wird nicht nur der Anhalteweg deutlich länger, auch die Wucht des Aufpralls im Falle eines Zusammenstoßes verstärkt sich. Bereits wenige km/h zu viel können insbesondere für die schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Beispielsweise kann eine Geschwindigkeitsüberschreitung von nur 20 km/h in einer Tempo-30-Zone vor einer Schule oder in einem Wohngebiet für ein Kind tödlich sein, wenn es 15 Meter vor einem fahrenden Fahrzeug plötzlich auf die Fahrbahn läuft. Während der Fahrer bei vorschriftsmäßigen 30 km/h noch knapp vor dem Kind zum Stehen kommen kann, würde er bei 50 km/h das Kind voraussichtlich völlig ungebremst mit voller Wucht erfassen. Während bei einem Aufprall mit 50 km/h ca. 60% der Fußgänger überleben, sterben bei 70 km/h ca. 95%.

Allein 13 Kontrollpunkte der Polizei Berlin werden am Dienstag in Spandau eingerichtet.

Allein 13 Kontrollpunkte der Polizei Berlin werden am Dienstag in Spandau eingerichtet.

Großaktion am Dienstag

Vor diesem Hintergrund wird die Polizei Berlin am Dienstag, dem 16. April 2013, über einen Zeitraum von 24 Stunden ihre Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen in einem Maße intensivieren, wie es bisher noch nicht der Fall gewesen ist. Allein in Spandau werden 13 Kontrollpunkte eingerichtet. Ziel ist es, die Hauptunfallursache „Geschwindigkeit“ schon zum Jahresanfang verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und Fahrzeugführern im Rahmen von Kontrollaktionen das hohe Gefahrenpotential überhöhter Geschwindigkeiten zu verdeutlichen.

Aufklärung statt „Abzocke“

Dennoch möchte die Polizei dem typischen Vorwurf der „Abzocke“ durch besonders transparente Öffentlichkeitsarbeit begegnen. In diesem Sinne wird die Schwerpunktaktion nicht nur im Vorfeld offensiv angekündigt, sondern darüber hinaus sämtliche vorausgeplanten Kontrollorte veröffentlicht. Insgesamt werden an diesem Tag und in der Nacht weit mehr als 200 ständig wechselnde Radar- und Laserkontrollorte eingerichtet werden. Zusätzlich sind alle 21 Videofahrzeuge im Stadtgebiet und auf allen Autobahnstrecken unterwegs. Ein Großteil der Einsätze wird mit dem sofortigen Anhalten von Schnellfahrern verbunden sein, um in verkehrsaufklärerischen Gesprächen möglichst unmittelbar auf die Betroffenen zur Sensibilisierung einzuwirken. Auch im Land Brandenburg werden an diesem Tag die polizeilichen Maßnahmen zur Geschwindigkeitsüberwachung intensiviert. Im Rahmen der länderübergreifenden Zusammenarbeit wurden gemeinsame Kontrollstrecken im Bereich der Landesgrenze abgestimmt.

Zur Liste aller Kontrollorte

Patrick Rein

Verkehrsbeeinträchtigungen in der Schönwalder

Rad- und Gehwegsanierungen in der Schönwalder Allee und ein neuer Fußgängerüberweg am Johannesstift führen in den nächsten Monaten zu Beeinträchtigungen.

In den folgenden Monaten bis Ende Juni 2013 wird in der Schönwalder Allee zwischen der Zufahrt zur Gaststätte „Heidis Landgasthaus“ am Johannesstift und der Hakenfelder Straße der  gesamte östliche Rad- und Gehweg grundlegend instand gesetzt.

Zwischen Johannesstift und Hakenfelder Straße wird dieser Radweg komplett instandgesetzt.

Zwischen Johannesstift und Hakenfelder Straße wird dieser Radweg komplett instandgesetzt.

Provisorische Ampelregelung

Dabei wird das bisher vorhandene Verbundsteinpflaster des Radweges gegen einen 2,5 Meter breiten Asphaltradweg ausgetauscht. Der östliche Radweg ist für die Dauer der Arbeiten komplett gesperrt. Südlich der Hakenfelder Straße wird eine provisorische Ampel für Fußgänger zur sicheren Überquerung der Schönwalder Allee eingerichtet. Zur Verbesserung und Erleichterung der Fahrbahnüberquerung für Fußgänger, insbesondere der Besucher und Patienten des Krankenhauses Evangelisches Johannesstift, wird ebenfalls in der Schönwalder Allee auf Höhe der Zufahrt zum Johannesstift ein Fußgängerüberweg eingerichtet. Im Bereich dieses Weges und der Zufahrt wird eine Asphaltbefestigung hergestellt, außerdem werden die Bushaltestelle zur barrierefreien Nutzung und die Ausleuchtung des Fußgängerüberwegs umgebaut.

Die Linienführung der BVG ist währen der Maßnahmen nicht betroffen, der Verkehr wird durch provisorische Ampeln geregelt.

Die Linienführung der BVG ist während der Maßnahmen nicht betroffen, der Verkehr wird durch provisorische Ampeln geregelt. Fotos (2): Patrick Rein

Einbahnstraße auf dem Johannesstift

Für die Umsetzung der Maßnahmen regelt  eine transportable Ampel in mehreren Abschnitten den Verkehr, so dass dieser während der Zeit auf der Schönwalder Allee halbseitig geführt wird. Auf dem Gelände des Johannesstifts wird zudem eine von der Schönwalder Allee wegführende Einbahnstraße eingerichtet, so dass Kraftfahrzeuge von dort zwar auf das Gelände einfahren aber in Richtung Wichernstraße ausfahren müssen. Für den LKW-Verkehr zum Johannesstift wird während des halbseitigen Baus der Zufahrt eine Umleitung über den Hohenzollernring, Streitstraße und Wichernstraße eingerichtet.

Die Linienführung der BVG bleibt unverändert, bis auf das zeitweise Verlegen der westlich liegenden Haltestelle in unmittelbarer Nähe der Bauarbeiten.

Die Durchführung dieser Maßnahmen wird ca. 160.000 Euro kosten, die aus Sonderprogrammen zur Verfügung gestellt werden. Baustadtrat Carsten Röding führt aus: „Die Verkehrsteilnehmer bitte ich um Verständnis für die Nutzungseinschränkungen der Straße. Nach Abschluss der Arbeiten wird für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, eine deutlich spürbare Verbesserung eintreten.“

Patrick Rein

Neue Straßenverkehrsordnung (k)ein Aprilscherz?

Neue Schilder braucht das Land

Verordnung zur Neufassung der Straßenverkehrsordnung (Foto: Ralf Salecker)

Verordnung zur Neufassung der Straßenverkehrsordnung (Foto: Ralf Salecker)

Mit dem 1. April 2013 ist die „Verordnung zur Neufassung der Straßenverkehrsordnung“ in Kraft getreten. Betroffen sind alle, die am Verkehr teilnehmen, seien es Fußgänger, Radfahrer, Inline-Skater oder Führer von Kraftfahrzeugen.  Viele Bußgelder erhöhen sich.

Radfahrer aufgepasst!

Eine ganze Reihe von „Preiserhöhungen“ kommen auf die Ignoranten unter den Radfahrern zu. Es ist schon erstaunlich, wie leichtfertig manche ihre Gesundheit durch ihr eigenes Fehlverhalten riskieren. Der Schrecken der Autofahrer, Radfahrer ohne Licht, dürfen mit 20 Euro doppelt so viel bezahlen, wie zuvor. Wer eine Einbahnstraße in falscher Richtung nutzt, muss je nach Schwere der Behinderung bis zu 35 Euro „auf den Tisch legen“. Vorgeschriebene Radwege zu ignorieren kostet nun 20 Euro. Erfreulich ist dagegen ein Hinweiszeichen, welches auf eine Weiterfahrmöglichkeit für Radfahrer am Ende ein Sackgasse hinweist.

Falschparken für Autofahrer wird teurer!

Manch Autofahrer hat in der Vergangenheit bewusst ein kleines Knöllchen in Kauf genommen, weil er absichtlich die Parkzeit an der Parkuhr ignoriert hat. Mit fünf Euro war er bisher dabei. Das war billiger als manches Parkhaus, billiger als ein Strafzettel für Falschparken in jedem Fall. Jetzt kostet es grundsätzlich 10 Euro, bei einer Überschreitung der Parkzeit unter 30 Minuten. Darüber gibt es Staffelungen bis zu 30 Euro. Passend zur aktuellen winterlichen Witterung ist die Neuerung, nach der bei glatten Straßenverhältnissen Reifen genutzt werden müssen, die den Eigenschaften für Winterreifen entsprechen..

Die Behinderung von Radfahrern kostet nun ebenfalls mehr. Ein Fahrstreifen für Radfahrer auf Straßen zu blockieren ist nun mit 20 Euro doppelt so teuer, wie bisher. Wer bisher gerne auf Radwegen geparkt hat, ist nun mit 15 anstatt von 15 Euro dabei. Wer, wie bisher, leichtsinnig die Autotür öffnet und damit Radfahrer gefährdet, darf zukünftig 20 Euro bezahlen.

Noch mehr Schilder im Straßenverkehr

Der Schilderwald in deutschen Straßen wächst und wächst. Experten haben immer wieder festgestellt, dass die große Anzahl zur Gefahr werden kann, weil nicht mehr alle wahrgenommen werden. Nun kommen noch ein paar hinzu, bei sehr vielen ändert sich nur ein wenig das Aussehen. Dafür verschwindet das Zeichen für den beschrankten Bahnübergang. Skater dürfen sich über klare Hinweise freuen: Neu hinzugekommen ist ein Schild, dass es Inline-Skatern und Rollschuhfahrern gestattet, Radwege und Fahrbahnen zu nutzen.

Bei einigen der Änderungen mag sich manch einer verwundert die Augen reiben, bei anderen stellt sich die Frage, ob gleichzeitig eine große Anzahl von Neueinstellungen erfolgt, um die Änderungen auch durchzusetzen. Die Antwort gleich vorneweg: Es werden NICHT mehr Leute eingestellt. Verstärkte Kontrollen kann es also nicht geben. Ein Papiertiger? Mehr Verkehrssicherheit will Bundesverkehrsminister Ramsauer damit erreichen. Der ADAC bemängelte, dass höhere Bußgelder kein Umdenken der Autofahrer bewirken würde.

 

Ralf Salecker

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Schlaglöcher ohne Ende

Während die Zahl der Straßenschäden noch unüberschaubar ist, fehlt es im Bezirk an Grundstücken für den Mittelstand.

Nach dem langen und härtesten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen offenbart der langsam einkehrende Frühling was sich unter Schnee und Matsch verbirgt: Schlaglöcher und Straßenschäden. Zwar stehen dem Bezirk wieder Mittel aus dem Schlaglochsanierungsprogramm zur Verfügung, doch machen sich die jahrelangen Sparmaßnahmen im Tiefbau bemerkbar. Baustadtrat Carsten Röding: „Der Patient ist vorgeschädigt. Jetzt rächt sich, dass in den letzten Jahren nicht ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt wurden.“

Schlagloch auf der vielbefahrenen Falkenseer Chaussee mit Spuren einer früheren Reparatur.

Schlagloch auf der vielbefahrenen Falkenseer Chaussee mit Spuren einer früheren Reparatur.

Geschwindigkeits-

beschränkungen zum Schutz

Da die Straßen ihren Lebenszenit überschritten haben und lediglich notdürftig als auch kostensparend nur oberflächlich repariert wurden, ist der Unterbau stark beschädigt. Um dem weiteren Verfall entgegenzuwirken, wurden daher bereits einige Straßen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen versehen, was bei Autofahrern weiterhin auf Unverständnis stößt. Doch auch in diesem Jahr haben die Spandauerinnen und Spandauer wieder die Möglichkeit Straßenschäden über den sogenannten „Schlaglochmelder“ anzuzeigen. Dafür einfach eine Mail mit – wenn möglich – Straße bzw. Kreuzung, Hausnummer o.ä., Fahrtrichtung und Größe an schlaglochmelder@ba-spandau.berlin.de. Insgesamt stehen 4,5 Millionen Euro für die Sanierung zur Verfügung.

Langsam gibt der Schnee die entstanden Straßenschäden des harten Winters preis.

Langsam gibt der Schnee die entstandenen Straßenschäden des harten Winters preis. Fotos (2): Patrick Rein

Spandau gehen die Flächen aus

Während die Zahl der Schlaglöcher steigt, fehlt es im Bezirk mittlerweile an geeigneten Grundstücken für Firmen und Gewerbetreibende. Auch Olaf Höhn, Geschäftsführer von Florida-Eis, musste lange nach einem passenden Grundstück suchen. Gerade der Mittelstand leidet unter dem Mangel und immer häufiger wird daher eine Abwanderung nach Brandenburg in Betracht gezogen. Doch dem Bezirk sind die Hände gebunden, da es sich beim Großteil der Flächen um Liegenschaften des Landes handelt. Eine sinnvolle Kooperation im Rahmen einer vernünftigen Liegenschaftsanordnung zwischen Bezirk und Land konnte dabei immer noch nicht erarbeitet werden.

Eröffnung der Glockenhopse

Doch es gibt auch positives aus dem Rathaus zu berichten. So eröffnet am 10. April wieder das Glockenspiel auf dem Marktplatz und lädt gerade die Kinder wieder zum musizieren ein. Auch bei der Bürgerstiftung Neukladow geht es voran und nach einer Bestandsaufnahme wurde der entsprechende Fördermittelantrag gestellt. Die Arbeiten beginnen bereits im April. Bei den Havelmaten konnte eine Kooperationsvereinbarung mit dem Naturschutzbund NABU geschlossen werden, dort entsteht ein Schulumweltzentrum. Auch beim Landschaftspark – wo seit eineinhalb Jahren nichts mehr passiert ist – soll nun dem fortlaufenden Wertverfall entgegengewirkt werden.

Die am Ende des Jahres auslaufenden Pachtverträge der Steganlagen am Großglienicker See werden hingegen nicht verlängert. Mittlerweile hat sich eine entsprechende Bürgerinitiative gegründet. Für Juni hat das zuständige Bezirksamt eine Informationsveranstaltung angekündigt.

Patrick Rein

Neuer Punktekatalog für Verkehrsrowdys kommt

Ab 8 Punkten ist der Führerschein weg!

Das Verkehrszentralregister wird in Fahreignungsregister umbenannt.  (Bild: Ralf Salecker)

Das Verkehrszentralregister wird in Fahreignungsregister umbenannt. (Bild: Ralf Salecker)

Am 12. Dezember 2012 beschloss das Bundeskabinett einen Gesetz- und Verordnungsentwurf über die Neuregelung für das Punktsystem. Hiermit soll mehr Verkehrssicherheit und Gerechtigkeit erreicht werden. Erstmals konnte sich die Öffentlichkeit über das Internet an dem Gesetzgebungsverfahren beteiligen. Etwa 30.000 Bürger hatten aktiv daran teilgenommen.

Zum Februar 2014 soll die Reform in Kraft treten. Angedacht war früher einmal Anfang 2013. Der neue Name ist Programm: Das Verkehrszentralregister wird in Fahreignungsregister umbenannt. Schließlich bewertet das neue System die Fahreignung des Verkehrsteilnehmers. Augenfällig ist die Umstellung des Punktesystems. Punkte gibt es nur noch für solche Verstöße, die wirklich verkehrssicherheitsrelevant sind. Zukünftig sind drei Punkte in Flensburg pro Vergehen das Maximum.

Das bedeutet nicht, es kann nun doppelt so häufig über die Stränge geschlagen werden, schließlich waren zuvor bis zu 7 Strafpunkte möglich. Die bestehenden Punkte in der Verkehrssünderkartei werden in das neue System umgerechnet. Das „Abbummeln“ der Punkte in speziellen Schulungen ist dann nicht mehr möglich, zu oft stellte sich die Unwirksamkeit des Verfahrens heraus. Das Fahrverhalten änderte sich dadurch nicht.

Jeder Verstoß verjährt für sich

Während früher ab 40 Euro Punkte in Flensburg fällig waren, gibt es diese mit der neuen Reform erst ab einem Bußgeld von 60 Euro. Besonders schwere Verstöße erleichtern mit der Neuregelung spürbarer den Geldbeutel: Wer gerne während der Fahrt mit dem Handy telefoniert oder, passend in dieser Jahreszeit, bei Schnee und Glätte ohne Winterreifen unterwegs ist, zahlt ein höheres Bußgeld.

Wer vier bis fünf Punkte in Flensburg erreicht hat, bekommt eine Ermahnung, bei sechs bis sieben Punkten erfolgt eine Verwarnung und mit acht Punkten ist der Führerschein weg.

Kategorien für Verstöße

  • Straftaten (z.B. Fahrt unter Alkoholeinfluss mit Fahrerflucht) kosten drei Punkte, die nach 10 Jahren gelöscht werden
  • „besonders schwere“ Verstöße (innerhalb von Ortschaften ab 31 km/h zu schnell gefahren) kosten zwei Punkte, die nach 5 Jahren gelöscht werden
  • „schwere“ Verstöße kosten einen Punkt, der nach 2 Jahren gelöscht wird
  • Leichte Verstöße (Fahren ohne Kennzeichen, unerlaubtes Befahren der Umweltzone), die nicht die Verkehrssicherheit gefährden, werden nicht mehr mit Punkten geahndet und sogar rückwirkend gelöscht

Jeder Verstoß verjährt für sich. Bisher sorgen neue Verstöße u. U. für eine Hemmung in der automatischen Tilgung der Punkte. Dies wird es ab 2014 nicht mehr geben, ein Umstand der von einigen stark kritisiert wird. Dafür steigt insgesamt die Tilgungsfrist für die Punkte. Bisher verlieren rund 5000 Autofahrer jährlich ihren Führerschein, mit der Änderung sollen 10 Prozent dazu kommen.

 

Ralf Salecker

Privatautos sind für Berlin einfach nicht geeignet

Verkehr in Berlin

Manchmal ist der Nahverkehr schneller und prakischer als das Auto ©  Johannes Vortmann / PIXELIO

Autofahren in Berlin ist nicht immer eine einfache Sache und oft wird das Auto für die kurzen Strecken auch gar nicht benötigt. Öffentliche Verkehrsmittel sind da viel schneller und auch billiger und vermeiden einem die frustrierenden Staus. Für viele Berliner lohnt es sich also gar nicht ein Auto zu kaufen, geschweige denn eine Garage oder ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe zu mieten. Und wenn man dann doch Mal Auto fahren will, kann man sich beim Carsharing anmelden. Auf Anfrage oder per Handy-Suche findet der Nutzer schnell ein Auto in nächster Nähe und spart zusätzlich auch noch eine Menge Geld.

Car2Go Smart wartet auf Nutzer

© Alex Stanhope / wikipedia.org

 

 

Berlin ist für Carsharing wie gemacht

In Berlin gibt es statistisch gesehen nur drei Autos für zehn Einwohner und daher boomt Carsharing regelrecht. Der Markt ist jedoch von den acht Berliner Car-Sharing Anbieter (Cambio, Car2Go, DriveNow, Flinkster, Granwheel, Hertz-on-Demand, Stadtmobil und Multicity) hart umkämpft. Jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile und bietet verschiedene Preise an. Da kann jeder Kunde etwas finden, was zu seinen Bedürfnissen passt. Mit seinen 1.000 Smart-Fahrzeugen ist Car2Go der Daimler AG der größte Berliner Anbieter. Car2Go Nutzer bezahlen 29 Cent pro Minute und können ihre Autos einfach per Handy-App finden. Wenn man die 500 Fahrzeuge von der Carsharing Firma DriveNow von BMW dazu zählt, teilen sich rund 39.ooo Berliner 1.500 Autos. Ein großer Schritt für die Umwelt und für die Verkehrsentlastung der Innenstadt. In Spandau findet man momentan nur drei Carsharing-Anbieter: zwischen dem Rathaus und den Spandau Arcaden haben Herz-on-Demand und Flinkester ihre “Tausch-Parkplätze” und seit Neustem auch den Anbieter Car2Go-Autos im Spandauer Stadtteil Wilhelmsstadt. Die Nachfrage wächst ständig und in den nächsten Jahren wird Carsharing wohl auch in Spandau immer populärer werden.

Das Privat-Auto passt nicht mehr in die Großstadt

Sich für Carsharing zu entscheiden ist nicht immer einfach, denn viele Leute haben Angst davor nicht mehr spontan Auto fahren zu können. Besonders geeignet ist Carsharing für den sogenannten “urbanen Lebensstil”, also für Stadtbewohner, insbesondere Familien, die nur kurze Strecken fahren und etwas mehr Zeit aufbringen können. Carsharing ist nämlich auch eine gemeinschaftliche Einstellung und ein Weg sich für Umwelt und Verkehrsentlastung in seiner Stadt einzusetzen. Denn Autos passen weltweit einfach immer weniger zu modernen Großstädten. Und so betont Dieter Schnaas, ein Berliner Car-Sharing Nutzer:

“Ich glaube, dass Privatautos in der Großstadt bald überholt sind.”

Multicity, der neueste Berliner Anbieter

Carsharing hat auch was Avantgardistisches an sich. So bietet Multicity, das neueste Berliner Carsharing-Unternehmen, ausschließlich sogenannte E-Cars an. 100 Aufladegeräte und 100 Citroën C-Zeros werden seit dem 30. August von Multicity angeboten. In ein paar Jahren soll die Flotte sogar auf 500 Fahrzeuge vergrößert werden. Momentan findet man Multicity nur im Berliner S-Bahn-Ring. Doch mit seiner am Spandauer Rathaus liegenden Ladestation, ist es gut möglich das Multicity auch schon bald Elektrofahrzeuge in Spandau anbieten wird.

Bauarbeiten am Ritterfelddamm

Bauarbeiten am Ritterfelddamm

Nur eine Spur wird befahrbar sein © Marianne-J. / PIXELIO

Bis zum Ende des Jahres ist nur eine Spur befahrbar

Ab September wird es erneut Bauarbeiten auf dem Ritterfelddamm zwischen Kladower Damm und Schwabinger Straße geben. Damit der Verkehr trotzdem erhalten bleibt, werden die Arbeiten jeweils nur auf einer Straßenseite erfolgen. Eine Umleitung ist leider nicht möglich. Die Verkehrsregelung wird durch ein Baustellenampelsystem geleitet. In Zukunft wird der nördliche Gehweg ausfallen um eine Erweiterung der Fahrbahn um 0,80 Meter bis zur abgrenzenden Baumreihe zu ermöglichen. Das Projekt wird durch ein Sonderprogramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Höhe von 490.000 Euro finanziert. Ende des Jahres müssten die Bauarbeiten dann abgeschlossen sein. Baustadtrat Carsten Röding betont:

“Ich bin für die zur Verfügung stehenden Mittel aus dem sogenannten Schlaglochsonderprogramm zwar dankbar, doch macht dies auch deutlich, dass für die grundhafte und nachhaltige Sanierung der bezirklichen Straßen die Mittelzuweisungen durch das Land Berlin erhöht werden müssen. Für die anstehenden Einschränkungen bitte ich die Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Weiterhin gute Fahrt durch Spandau!”

 

Ein neues Wartehäuschen für den Földerichplatz

Nach der Umgestaltung wurde das Häuschen anscheinend vergessen

Der vor nicht allzu langer Zeit umgebaute Földerichplatz wird spätestens am 30. September mit einem Buswartehäuschen ausgestattet werden. Swen Schulz, der von Bürgern auf das fehlende Wartehäuschen aufmerksam gemacht wurde, hat sich mit dem BVG in Kontakt gesetzt. Der BVG antwortete schriftlich dass,

“uns die Fertigstellung der Umbauarbeiten vom zuständigen Bereich des Bezirksamtes bisher nicht mitgeteilt wurde. […] Wir werden die Nachrüstung der Haltestelle mit einer Wartehalle veranlassen. Die Realisierung durch die Firma Wall wird spätestens bis 30.09.2012 erfolgen.”

Swen Schulz führt aus:

“Ich freue mich, wenn ich den Spandauerinnen und Spandauern durch meine Initiativen helfen kann.”

Sanierung der Sakrower Landstraße

Sanierung der Sakrower Landstraße

Die Straße wird nur halbseitig gesperrt werden © Marianne J. / PIXELIO

2700 m² sind von den Bauarbeiten betroffen

Die Sakrower Landstraße wird im August vom Haus Nr. 3 bis zur Kindlebenstraße erneuert. Die Bauarbeiten werden Ende des Jahres fertig sein. Der Kreuzungsbereich Sakrower Landstraße / Parnemannweg / Kampnitzer Weg ist nicht von den Bauarbeiten betroffen.

Die Bauarbeiten sind in zeitliche Bauabschnitte unterteilt. Der Verkehr wird daher nur auf maximal 100 m Länge halbseitig gesperrt sein und von einer provisorischen Ampel geführt werden. Fußgänger können gegebenenfalls in geschützten Bereichen an den jeweiligen Baustellen vorbeigeführt werden. Die Sanierung betrifft eine ca. 2700m² große Fläche und wird rund 370 000€ kosten. Die finanziellen Mittel stammen aus dem sogenannten Schlaglochsonderprogramm.

Baustadtrat Carsten Röding führt aus:

“Die Anlieger bitte ich um Verständnis für die notwendigen Sperrungen. Doch nach Abschluss der Arbeiten wird nicht nur für die Fahrzeugführer, sondern insbesondere auch für die Anwohner eine deutliche Verbesserung eintreten. Weiterhin gute Fahrt durch Spandau!”