3

Alle Einträge unter "Themen & Service"

BarCamp in der Spandauer Neustadt

Der erste Versuch brachte nicht das gewünschte Ergebnis

Philippe Royer, Initiator des BarCamps (Foto: Ralf Salecker)

Philippe Royer, Initiator des BarCamps (Foto: Ralf Salecker)

Es sollte eine ambitionierte Veranstaltung werden, wie es sie bisher in Spandau nicht gegeben hat. Ein BarCamp, auf dem in konstruktiven Workshops praktikable Ideen für die Spandauer Neustadt entwickelt werden. Kreative, Gewerbetreibende, Freiberufler, Interessierte Anwohner, kurz alle, die realisierbaren Ideen Interesse haben, sollten für ein paar Stunden „in Klausur“ gehen. Der erste Versuch ist als misslungen anzusehen.  Die Ursachen liegen in der ungenügenden Vorbereitung konkreter Themen, wie auch der fehlenden Erfahrung der Teilnehmer, im gemeinsamen Austausch Ideen in kurzer Zeit zu einem im Ansatz verwirklichbaren Konzept zu entwickeln – trotz einer engagierten Diskussion.

Was ist ein BarCamp?

Der eine oder andere wird spontan an ein gemütliches Beisammensein an der Bar denken. Eine Freizeitveranstaltung ist eine solche Veranstaltung keineswegs. Ganz kurz gesagt, ist ein BarCamp eine „Unkonferenz“, eine „Nicht-Konferenz“. Das macht es nicht gerade verständlicher. Konferenzen sind hierarchisch angelegte Veranstaltungen. Genau dies will ein BarCamp nicht sein. Ein weiterer Punkt ist die Offenheit für alle. Kein elitärer Zirkel soll hier tätig sein. Jeder, der meint, eine gute Idee zu haben, kann diese in der Runde vorstellen.

Die Idee muss gut genug sein, um einige Anwesende in der Runde so begeistern. Uninteressante Themen fallen durch. dass sie sich gemeinsam für eine Zeit zurückziehen, um sich genau diesem Thema intensiv zu widmen. Das Wochenende füllt sich so mit vielen kurzen Workshops, Diskussionen, Vorträgen und Präsentationen, die sich die Teilnehmer auf dem BarCamp eigenständig erarbeitet haben. Wichtig ist immer das Prinzip der Gleichberechtigung und der aktiven Teilnahme aller – Wissen, Ideen und Erfahrungen zu teilen und nicht nur zu konsumieren.

Im Café Paule war es eher eine bunte Diskussion

Interesse und Begeisterung war im Café Paule durchaus vorhanden. Der Wunsch nach einem touristischen Konzept nahm einen großen Teil der Redezeit ein. Aus einem leerstehenden Hotel soll ein preiswertes Rucksackhotel für radelnde und nichtradelnde Besucher entstehen. Nahe am Radweg Berlin-Kopenhagen gelegen, könnte es der ideale Anlaufpunkt für Besucher werden. Mit einem Audioguide soll vor allem Neugierigen aus Berlin der Kiez näher gebracht werden. Geschichten aus dem Leben gegriffen und nicht historische Geschichten bilden dabei den Schwerpunkt. Der Verkauf  von Produkten aus der Umgebung ermöglicht es auch Kleinstunternehmern, sich eine Existenz aufzubauen. Urban Gardening , am Beispiel des gemeinschaftsgarten in der Mittelstraße weckte die Phantasie, damit auch wirtschaftliche Erträge erzielen zu können. Ernüchtert musste man sich eingestehen, dass hier kaum eine Existenz aufgebaut werden kann.

Insgesamt diskutierten etwas mehr als ein Dutzend Teilnehmer bunt durcheinander. Ein Thema beständig und konstruktiv zu verfolgen, schien nicht ganz einfach zu sein. Begeisterung und Engagement war vorhanden, aber nicht die ausgeprägte Motivation, eine Idee in ein konkretes Projekt münden zu lassen. Ein Anfang ist gemacht. Beim nächsten Mal müssen alle Seiten sich die grundlegende Idee des BarCamps verinnerlichen, um besser vorbereitet in die Runde zu gehen. Es liegt bei solchen Veranstaltung auch in der Verantwortung der Teilnehmer, ein nutzbares Ergebnis zu erzielen.

 

Ralf Salecker

Mittels Zwangsräumung unbequeme Mieter los werden?

Am Montag fanden unter Polizeieinsatz und Protesten gleich zwei Zwangsräumungen in Spandau statt.

In erster Linie sind Zwangsräumungen das Ergebnis einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen Vermietern und Mietern. So hatte auch der Mieter im Pillnitzer Weg mehrere Kündigungen erhalten. Zunächst war er unverschuldet in Mietrückstand geraten, da das Jobcenter offenbar fällige Mietzahlungen versäumte. Doch im Folgenden wurde anscheinend versucht, ihn wegen seines Engagements in einer Staakener Mieterinitiative aus dem Haus zu bekommen.

Im Pillnitzer Weg im Gebiet Heerstraße Nord wurde unter Protesten eine Wohnung zwangsgeräumt.

Im Pillnitzer Weg im Gebiet Heerstraße Nord wurde unter Protesten eine Wohnung zwangsgeräumt. Foto: Patrick Rein

Polizeieinsatz bei Zwangsräumung

Beständig hatte der betroffene Mieter unter anderem auf die unhaltbaren Zustände im Haus, insbesondere der nicht nutzbaren Kellerräume, hingewiesen. Letztendlich wurde die Kündigung mit der Begründung, es habe einen gewalttätigen Zwischenfall mit einer anderen Mieterin gegeben, durchgesetzt. Dafür gab es jedoch außer der Aussage des „Opfers“ keinerlei Zeugen. Am Montag fand nun die Zwangsräumung statt. Zahlreiche Aktivisten und Anwohner versuchten diese durch eine Blockade zu verhindern. Die Polizei nahm daraufhin um zirka 9 Uhr den Eingangsbereich ein, wobei es einige Leichtverletzte und eine Festnahme gab.

Frühzeitig Antrag auf Aufschub gestellt

Dazu äußert sich die Bundestagsdirektkandidatin der Partei Die Linke Spandau Monika Merk in einer Presseerklärung: „Dieser Einsatz reiht sich ein in eine Kette von Polizeiübergriffen gegen Mieter und Mieterinnen dieser Stadt. Der betroffene Mieter erhielt während der Räumung aus den Händen der Gerichtsvollzieherin einen Gerichtsbeschluss, der ihm den beantragten Aufschubsantrag verweigerte. Das ist unverhältnismäßig.“ Der betroffene Mieter hatte angeblich bereits vor mehreren Wochen den Antrag gestellt um sich nach einer neuen Wohnung umzusehen. Der Ortsteil Staaken an der Heerstraße Nord ist nach Merk besonders von „Entöffentlichung im Wohnbereich“ betroffen. Erst die Privatisierung der Degewo ermöglichte dort die „Renditeorientierung“ im Vermietungsbereich. Die ehemaligen Sozialwohnungen werden seitdem anscheinend nicht mehr instandgehalten und verfallen. Die Eigentümerwechsel erfolgen nahezu monatlich und die Verwaltungen setzen die hohen Renditeerwartungen der Eigentümer aggressiv durch.

Pichelsdorfer Straße in der Spandauer Wilhelmstadt (Foto: Ralf Salecker)

Pichelsdorfer Straße in der Spandauer Wilhelmstadt (Foto: Ralf Salecker)

Auch „Zur Traube“ geräumt

Neben dem Pillnitzer Weg kam es auch in der Pichelsdorfer Straße zur Zwangsräumung einer Wohnung, eines Büroraumes sowie des Lokals „Zur Traube“. Dabei handelt es sich in allen drei Fällen um einen schwer behinderten 70-jährigen Mann, welcher durch die gesundheitliche Einschränkung in diese missliche Lage geraten ist. Sein Gesundheitszustand lies nur sehr eingeschränkt eine Verteidigung gegen die angedrohten Maßnahmen zu. Allerdings soll der Betroffene schon länger mit dem Vermieter in Streit über Mietrückstände gestanden haben. Auch erforderliche Anträge bei der Gewerbeaufsicht wurden nicht eingereicht.

Patrick Rein

Carsharing in Spandau

Preiswert und umweltschonend zugleich Auto fahren

Mit Carsharing entspannter unterwegs ... (Foto: Ralf Salecker)

Mit Carsharing entspannter unterwegs … (Foto: Ralf Salecker)

Warum nutzen Sie ein privates Auto? Weil Sie mobil sein wollen! Warum würden Sie sich nie einen privaten PKW zulegen? Weil es zu teuer ist in der Anschaffung und im Unterhalt. Gegensätzlicher können die Standpunkte in diesem Vergleich kaum sein. Das eigene Auto ist, schaut man sich die Statistiken an, für jüngere Leute immer weniger attraktiv. Andere Dinge stehen im Vordergrund, die von Bedeutung scheinen. Ein anderer Grund, ein eigenes Auto abzulehnen, ist seine schlechte Umweltbilanz.

Ein Blick auf die reale Nutzung eines PKWs macht eines sofort klar. Das Fahrzeug steht den größten Teil des Tages ungenutzt herum. Nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing sind dies im Mittel 23 Stunden. Da wäre es doch praktischer, ein fast jederzeit verfügbares Fahrzeug nutzen zu können. In Spandau gibt es gleich drei Anbieter in diesem Marktbereich. Deutschlandweit sind es rund 140.

Autos teilen

Der Gedanke, ein Auto quasi zu „teilen“ liegt auf der Hand.  Nun müsste es nur noch leicht – wohnungsnah – erreichbar sein. Zwei unterschiedliche Konzepte teilen sich den Markt: Feste Stationen, an denen die Fahrzeuge abgeholt und abgestellt werden können auf der einen Seite und die fast völlig Freiheit auf der anderen Seite (innerhalb gewisser Gebietsgrenzen). Alles ist nur eine Frage, der flächendeckenden Verteilung.

Der Aufwand, ein CarSharing-Fahrzeug zu nutzen ist recht gering, anders als bei Mietwagen. Man meldet sich an und kann spontan oder länger im Voraus geplant, „sein“ Fahrzeug nutzen. Manch ein Anbieter verlangt eine monatliche Grundgebühr, andere nicht. Meist gleicht es sich über die zu entrichtende Gebühr, die im Minutentakt abgerechnet wird, wieder aus. PC und Smartphone sind die Buchungsmittel der Wahl. Man zahlt ausschließlich für die genutzte Zeit oder die gefahrenen Kilometer. Alle Kosten sind in den Minuten-/Kilometertarifen schon enthalten. Eine elektronische Fahrdatenerfassung gestaltet die Berechnung sehr komfortabel.

Warum Carsharing gut für die Umwelt ist

Nutzer von Carsharing verzichten mittel- und längerfristig teilweise oder vollständig auf das eigene Auto. Das ergab eine Diplomarbeit an der TU Dresden. Fahrten werden nur dann unternommen, wenn sie notwendig sind. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrades nimmt zu. Verbünde mit Verkehrsbetrieben machen diese Mischnutzung zum Teil ihres Angebots. Beide Seiten profitieren davon. Mit nur einer Karte, können so – leider bisher nur in Hannover – PKWs, der öffentliche Nah- und Fernverkehr und das Fahrrad genutzt werden.

Jeder aktive CarSharing-Nutzer entlastet durch sein Verkehrsverhalten die Umwelt um etwa 290 kg Kohlendioxid. Für ganz Deutschland hochgerechnet sind so fast 64.000 Tonnen Kohlendioxid nicht freigesetzt worden.

 

Ralf Salecker

 

CarSharing-Angebote in Spandau

  • CiteeCar (stationsbasiert): www.citeecar.com
  • Flinkster/DB Rent (stationsbasiert): www.flinkster.de
  • Car2go: www.car2go.com/de/berlin

Mietwohnung gekündigt – was ist zu tun

Die Frage: „Muss die Mietwohnung beim Auszug renoviert werden und wenn, in welchem Umfang?“ beschäftigt immer häufiger die Gerichte.

Gerade in den letzten Jahren hat der Bundesgerichtshof in zahlreichen Urteilen die Mieterseite gestärkt. In vielen Mietverträgen werden Schönheitsreparaturen jedoch weiterhin den Mietern aufgebürdet. Allerdings sind dabei zahlreiche Klauseln unwirksam. Welche dies sind und was Mieter tun können, wenn sie dennoch renoviert haben, zeigt die D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Nach dem Auszug ist es bereits zu spät Schäden des Vormieters nachzuweisen.

Nach dem Auszug ist es bereits zu spät hinterlassene Schäden des Vormieters nachzuweisen. Foto: Patrick Rein

Unwirksame Klauseln in Mietverträgen

Schönheitsreparaturen umfassen verschiedene Maßnahmen zur Beseitigung normaler Abnutzungserscheinungen. „Grundsätzlich fallen sie in den Aufgabenbereich des Vermieters“, erläutert Anne Kronzucker, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung, „außer der Mietvertrag enthält andere Vereinbarungen.“ Dies ist regelmäßig der Fall – aber oft entsprechen die Vertragsklauseln nur teilweise den gesetzlichen und gerichtlichen Vorgaben. So sind Klauseln in Mietverträgen, welche den Mieter unangemessen benachteiligen, unwirksam. Das betrifft beispielsweise ein vertraglich festgelegtes Auswechseln von Teppichböden oder Abschleifen von Parkettböden – und zwar unabhängig von den bestehenden Gebrauchsspuren. Ebenso wenig dürfen Mieter mit einer Endrenovierungsklausel verpflichtet werden, grundsätzlich beim Auszug und damit unabhängig von der Wohndauer und vom Wohnungszustand zu renovieren. „Auch sogenannte ‚Fachhandwerkerklauseln‘ muss der Mieter nicht erfüllen“, ergänzt die Rechtsexpertin: „Denn Vermieter dürfen nicht verlangen, dass Mieter professionelle Handwerker mit der Renovierung beauftragen. Eine sorgfältige Renovierung durch den Mieter ist ausreichend (BGH, Az. VIII ZR 294/09).“

DAS-SpandauWas sind Schönheitsreparaturen?

Uneinigkeit besteht schon bei der Frage, was zu den Schönheitsreparaturen zählt und was nicht. Denn nicht alles, was der Vermieter gerne renoviert hätte, ist rechtlich auch erlaubt. Im Gesetz ist der Begriff nicht allgemeingültig definiert. Meist wird jedoch eine Regelung herangezogen, die sich eigentlich auf öffentlich geförderten Wohnraum („Sozialwohnungen“) bezieht: § 28 Abs. 4 der 2. Berechnungsverordnung (II. BV). Dort werden genannt: „das Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden und der Heizkörper einschließlich Heizrohre, der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen.“ Die Gerichte verstehen unter Schönheitsreparaturen in der Regel alle Maßnahmen zur Beseitigung normaler Abnutzungserscheinungen. Und das sind lediglich Tapezier-, Streich- und Lackierarbeiten sowie ggf. die Beseitigung kleiner Schrammen im Putz oder ähnlicher Nutzungsfolgen. Auch die notwendigen Vorarbeiten zählen dazu, wie etwa das Beseitigen von Dübellöchern. Wichtig: Vom Mieter verursachte regelrechte Schäden – wie beispielsweise stark verkratzte Türen – zählen nicht zu den Schönheitsreparaturen. Dafür muss der Mieter bei seinem Auszug in jedem Fall aufkommen (§ 280 BGB)! Schreibt der Vertrag vor, dass die Renovierung der Räume „im Allgemeinen“ oder „in der Regel“ innerhalb bestimmter Fristen erfolgen soll, so ist die Klausel wirksam. Die üblichen Fristen betragen während des Mietverhältnisses für Küchen, Bäder und Duschen drei Jahre, für Wohn- und Schlafräume, Flure, Dielen und Toiletten fünf Jahre und für sonstige Nebenräume sieben Jahre.

Nicht selten stellen Mieter nach getaner Arbeit fest, dass die der Arbeit zu Grunde liegende Schönheitsreparaturklausel unwirksam war und sie die Renovierung nicht hätten ausführen müssen. Ist dies der Fall kann vom Vermieter ein Ersatz der Renovierungskosten verlangt werden.

Patrick Rein

Wilhelmstadt: Gesichtsfrakturen nach Tritten

Polizei-SpandauMit Frakturen mehrerer Gesichtsknochen kam Freitag früh ein 29-Jähriger ins Krankenhaus, der in Wilhelmstadt aus einer Gruppe heraus geschlagen und getreten worden war. Der Mann war zusammen mit einem 31-Jährigen gegen 3.45 Uhr in einer Parkanlage an der Pichelsdorfer Straße unterwegs, als den beiden eine etwa zehnköpfige Gruppe entgegen kam. Aus bisher nicht bekannten Gründen geriet das Duo mit den anderen in Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung mündete. Bei der Attacke ging der Jüngere zu Boden, wo er von den Angreifern mehrfach gegen den Kopf getreten und dabei schwer verletzt wurde. Er kam zur stationären Behandlung in eine Klinik. Lebensgefahr besteht nach Aussage der Ärzte jedoch nicht. Sein Begleiter musste seine leichten Verletzungen ambulant behandeln lassen. Alarmierte Polizisten nahmen in der Nähe drei 16-Jährige sowie einen 19-Jährigen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung fest. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Jugendlichen den Erziehungsberechtigten übergeben, der 19-Jährige aus dem Gewahrsam entlassen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei der Direktion 2 dauern an.

Damit beim Auslandsaufenthalt nichts „schief“ läuft

Wer als Au-pair oder Student ins Ausland geht, gewinnt viele wertvolle Erfahrungen, doch wie sieht es dabei mit dem Versicherungsschutz aus?

In Zeiten der Globalisierung werden Fremdsprachenkenntnisse immer wichtiger. Zunehmend mehr junge Menschen nutzen daher die Möglichkeit, als Au-pair gleich nach dem Abitur oder später als Student eine längere Zeit im Ausland zu verbringen: Das Leben weitab von zuhause genießen, viele neue Eindrücke, ein großes Stück Selbstständigkeit. Doch bei aller Begeisterung sollten Reisewillige die Risiken eines Auslandsaufenthalts nicht ignorieren. Denn Missgeschicke, Krankheit und Unfälle passieren in der Ferne genauso wie zu Hause.

Birgit Dreyer ist studierte Betriebswirtin und ausgebildete Reiseverkehrskaufrau und seit vielen Jahren in der ERGO Versicherungsgruppe tätig.

Birgit Dreyer, studierte Betriebswirtin und ausgebildete Reiseverkehrskaufrau, ist seit vielen Jahren in der ERGO Versicherungsgruppe tätig. Foto: ERGO

Nur bedingt abgesichert

Birgit Dreyer von der Europäischen Reiseversicherung erläutert, warum sich Au-pairs und Studenten schon im Vorfeld Gedanken über den passenden Versicherungsschutz machen sollten. Denn: Die gesetzliche Krankenversicherung greift während eines längeren Auslandsaufenthaltes nur bedingt. Dabei macht es zunächst einen Unterschied, wo der Student sein Auslandssemester absolviert oder in welchem Land die Gastfamilien der Au-pairs leben. Gerade in besonders beliebten Ländern wie den USA, Kanada oder Australien gibt es keine Erstattung der Behandlungskosten. Innerhalb der EU greift der Versicherungsschutz zwar grundsätzlich, allerdings wird nur das erstattet, was den vor Ort Versicherten auch gezahlt werden würde – und das ist oft deutlich weniger. Weitere Einschränkungen: Viele Leistungen sind im Ausland gar nicht versichert, wie beispielsweise der Transport ins nächste Krankenhaus. Diese Kosten müssten Studenten und Au-pairs aus eigener Tasche zahlen.

In europäischen Ländern - wie hier in Schweden/Göteborg - greift grundsätzlich erst Mal der heimische Versicherungsschutz.

In europäischen Ländern – wie hier in Schweden/Göteborg – greift grundsätzlich erst Mal der heimische Versicherungsschutz. Foto: Patrick Rein

Kostendeckung bei Zahnbehandlung

Da sich Studenten und Au-pairs über einen längeren Zeitraum in fremden Ländern aufhalten, sichert eine spezielle Studenten- und Au-pair-Versicherung die jungen Reisenden während des gesamten Auslandsaufenthalts bei Unfällen und akuten Erkrankungen ab. Außerdem kümmert sie sich – wenn nötig – um einen Rücktransport ins Heimatland. Das kann eine große finanzielle Entlastung sein, da ein Heimtransport leicht einen fünfstelligen Betrag ausmacht. Bei den im Alltag häufigeren, kleineren Unfällen mit oftmals teuren Folgen springt die Versicherung ebenfalls ein: Wer sich zum Beispiel eine Ecke vom Zahn ausbeißt, müsste sich auch fern der Heimat um die Kosten einer Zahnbehandlung keine Sorgen machen.

Auch eine Haftplichtversicherung kann bei entstehenden Schäden im Ausland hilfreich sein.

Auch eine Haftplichtversicherung kann bei entstehenden Schäden im Ausland hilfreich sein. Foto: Patrick Rein

Erkrankung von Familienmitgliedern

Nach Ansicht der Expertin ist es ebenso sinnvoll, die Auslandskrankenversicherung um einen weiteren Auslandsschutz zu ergänzen, beispielsweise ein Paket aus Unfall-, Haftpflicht- und Unterbrechungs-Versicherung. Angenommen, das Au-pair lässt die teure Vase aus dem Familienerbe fallen: Dann bleibt er oder sie nicht auf den Kosten sitzen – die Versicherung kommt für den entstandenen Schaden auf. Vorteil der Unterbrechungs-Versicherung ist, wenn aus wichtigen Gründen – beispielsweise schwere Erkrankung eines Familienmitglieds – eine schnelle Heimreise nötig wird. Dann trägt die Versicherung die Kosten für die Rückreise und bei Unterbrechung sogar für die erneute Anreise.

Patrick Rein

Wilhelmstadt: Geldbote mit Reizgas besprüht

Polizei-SpandauEin bislang unbekannter Räuber versuchte Donnerstagabend einen Geldboten in Wilhelmstadt zu überfallen. Gegen 19.35 Uhr griff der Unbekannte den 39-Jährigen auf dem Gehweg in der Pichelsdorfer Straße an, sprühte ihm Reizgas ins Gesicht und versuchte dem Mann die Bauchtasche vom Körper zu reißen. Dem 39-Jährigen gelang es sich von dem Unbekannten zu entfernen und in ein nahegelegenes Internetcafé zu flüchten. Der Räuber und ein in der Nähe stehender Komplize, der „Schmiere“ stand, flüchteten ohne Beute in Richtung Franzstraße. Der 39-Jährige musste mit Augenreizungen in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Ein Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 führt die Ermittlungen.

FF: Supermarktangestellte mit Messer verletzt

Polizei-SpandauMit einem Messer verletzte heute Morgen ein Unbekannter zwei Angestellte eines Supermarktes im Falkenhagener Feld. Gegen 7.30 Uhr wollte ein Mann das Geschäft in der Falkenseer Chaussee mit mehreren zuvor eingesteckten Gläsern Instantkaffee verlassen, ohne zu bezahlen. Als sich ihm eine 40-jährige Angestellte in den Weg stellte, zog der Mann ein Messer und machte eine Stichbewegung in ihre Richtung. Sie wurde hierbei nur leicht verletzt, da sie noch ausweichen konnte. Ein 55-jähriger Angestellter, der den Mann nun festhalten wollte, wurde von dem Täter durch Stiche am Arm und am Oberkörper verletzt. Mit der Beute konnte der Unbekannte flüchten. Während die Angestellte keine ärztliche Behandlung benötigte, musste ihr Kollege stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Die weiteren Ermittlungen hat ein Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 übernommen.

Anscheinend durstig: Bierfässer gestohlen

Polizei-SpandauBeamte des Polizeiabschnitts 23 nahmen in der Nacht zu Dienstag vier Männer in Staaken fest, nachdem sie mehrere Bierfässer von der Terrasse eines Lokals gestohlen hatten. Gegen 1.30 Uhr beobachtete ein Zeuge, dass zunächst zwei Personen mit Fässern in den Händen die Hauptstraße in Richtung Bergstraße entlang liefen. Daraufhin rief er die Polizei. Im Zuge der sofortigen Ermittlungen in der Nähe des Tatorts konnten die Fassträger und zwei weitere Männer namhaft gemacht werden. In einem von den Tatverdächtigen genutzten Auto stellten die Polizisten insgesamt acht gestohlene Bierfässer fest. Die Tatverdächtigen im Alter von 18, 20, 23 und 34 Jahren wurden dem Einbruchskommissariat der Polizeidirektion 2 überstellt.

Zeugen gesucht: Rollerfahrer schwer verletzt

Polizei-SpandauGestern Mittag wurde ein Kradfahrer bei einem Unfall in Hakenfelde schwer verletzt. Gegen 12.10 Uhr fuhr der 70-Jährige in der Radelandstraße in Richtung Krämerweg. Ihm kam eine 51-Jährige mit ihrem „Renault Clio“ entgegen. Nach ersten Ermittlungen erfasste sie mit ihrem Wagen den Rollerfahrer, als sie nach links in die Pausiner Straße abbiegen wollte. Der 70-Jährige erlitt schwere innere Verletzungen und wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Es sind bisher keine Unfallzeugen bekannt. Unmittelbar vor dem Rollerfahrer soll sich ein heller, größerer Lieferwagen im Kreuzungsbereich befunden haben, dessen Fahrer noch „Augenkontakt“ mit der Autofahrerin hatte. Nach dem Unfall soll sich ein Mann mit einem gelblich karierten Hemd um den Verletzten gekümmert haben. Diese beiden Personen kommen als Zeugen in Betracht und werden neben anderen Personen, die den Unfall beobachtet haben, gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Hinweise nimmt der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 2 in der Invalidenstraße 57 in Moabit unter der Telefonnummer (030) 4664 – 281 800 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Räuber kam nicht weit

Polizei-SpandauEin 37-Jähriger hat in der Nacht zu Samstag einen 62-Jährigen in Spandau überfallen und mit einem Messer verletzt. Gegen 3.00 Uhr drückte der Täter seinem Opfer im Viktoriaufer ein Messer in den Rücken und forderte die Herausgabe seiner Geldbörse. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, hielt er dem 62-Jährigen das Messer schließlich an den Hals und verletzte ihn dabei leicht. Nachdem er mit seiner Beute die Flucht ergriffen hatte, wurde der Kriminelle von alarmierten Polizeibeamten in der Nähe des Tatorts aufgegriffen und festgenommen. Der Überfallene erkannte ihn eindeutig wieder. Die Beamten lieferten den 37-Jährigen für ein Raubkommissariat ein. Der 62-Jährige benötigte keine ärztliche Behandlung.

Deutlich zu schnell unterwegs

Polizei-SpandauWährend sich bei einer Geschwindigkeitskontrolle Freitag Vormittag in Spandau die meisten Verkehrsteilnehmer an die Regeln hielten, gab es einen Kradfahrer, der die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h deutlich überschritten hatte. Zwischen 9.40 Uhr und 11.40 Uhr überprüften Polizisten des Abschnitts 21 im Altstädter Ring die in Richtung Falkenseer Platz fahrenden Autos, Motorräder und Lastwagen. Nur wenige Minuten nachdem die Kontrollstelle ihren Betrieb aufgenommen hatte, wurde ein 23-Jähriger „Suzuki“-Fahrer mit 112 Stundenkilometern gemessen. Den jungen Mann erwarten nun ein Bußgeld in Höhe von 480 Euro, vier Punkte im Verkehrszentralregister und ein dreimonatiges Fahrverbot.

Drei vermeintliche Autoeinbrecher festgenommen

Polizei-SpandauFreitag früh beobachteten Polizeibeamte des Abschnitts 23 drei Männer, die mit einem schwarzen „BMW“ in Spandau unterwegs waren. Im Saatwinkler Damm stieg gegen 3.00 Uhr einer der Insassen aus und leuchtete mit einer Taschenlampe in den Innenraum eines geparkten Autos. Als die Tatverdächtigen die Polizisten bemerkten, flüchteten sie. Der „BMW“ konnte anschließend im Rohrdamm gestoppt werden. Im Kofferraum befand sich neben Einbruchswerkzeugen auch ein ausgebautes Navigationsgerät. Der 22 Jahre alte Fahrer und sein 18-jähriger Beifahrer wurden vorläufig festgenommen. Einem zunächst zu Fuß Geflüchteten im Alter von 21 Jahren konnte ebenfalls vorläufig die Freiheit entzogen werden. Die Festgenommenen wurden der Kriminalpolizei der Direktion 2 überstellt, die die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

Zweimal versuchter Raub gescheitert

Polizei-SpandauMutmaßlich dieselbe Täterin versuchte gestern Nachmittag in Wilhelmstadt zweimal eine Handtasche zu rauben, scheiterte jedoch am Widerstand ihrer beiden Opfer. Zunächst überfiel die Unbekannte gegen 16.45 Uhr eine 24-Jährige in der Wilhelmstraße. Dabei zog sie von hinten an der über der Schulter getragenen Handtasche der Frau. Diese hielt jedoch den Riemen fest und schrie laut um Hilfe. Nach einem Schlag an den Kopf ihres Opfers flüchtete die Täterin in unbekannte Richtung. Die Überfallene erlitt eine leichte Verletzung, brauchte aber nicht behandelt werden. Wenige Minuten später versuchte die Unbekannte in der Brüderstraße, einer 65-Jährigen die Handtasche zu entreißen und schlug auch ihr ins Gesicht. Hilferufe, die massive Gegenwehr sowie ein herannahender 27-jähriger Passant ließen die Räuberin erneut die Flucht ergreifen. Die Seniorin kam wegen leichter Blessuren zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Die Kriminalpolizei der Direktion 2 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Angestellte eines Discounters überfallen

Polizei-SpandauAngestellte eines Discounters wurden gestern Abend in Staaken überfallen. Kurz vor 21 Uhr betraten drei Männer die Filiale in der Heerstraße und bedrohten drei Mitarbeiter mit Schusswaffen. Sie forderten sie auf, in den Lagerbereich zu gehen, wo sie gefesselt wurden. Während die Kassenangestellte und der stellvertretende Filialleiter sich dort auf den Boden legen mussten, wurde die Filialleiterin aufgefordert, die Kassenschübe aus den Kassen zu lösen. Mit der daraus erlangten Beute flüchteten die Täter anschließend unerkannt. Die 26, 39 und 42 Jahre alten Angestellten konnten sich selbst befreien und die Polizei alarmieren. Sie wurden nicht verletzt. Das Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zuviel gewässert – Cannabisplantage entdeckt

Polizei-SpandauEinsatzkräfte der Berliner Feuerwehr, die in der Nacht zum Montag wegen eines Wasserschadens zu einer Wohnung nach Staaken alarmiert worden waren, haben eine Cannabisplantage entdeckt. Kurz vor 1 Uhr betraten die Beamten die Dreizimmerwohnung in der Obstallee, um den gemeldeten Wasserschaden zu beheben. In der Wohnung des 29-jährigen Mieters war eine professionelle Indoorplantage angebaut, die sich über alle drei Räume erstreckte. Beamte des Landeskriminalamtes und der 22. Einsatzhundertschaft beschlagnahmten rund acht Kilogramm Cannabis, das in Netzen auf insgesamt acht Ebenen zum Trockenen ausgelegt worden war. Darüber hinaus bauten die Polizisten die zum Anbau einer Plantage erforderliche Beleuchtungs-, Lüftungs- und Bewässerungseinrichtung ab. Der 29-jährige Tatverdächtige wurde gestern Vormittag an seiner Meldeanschrift in Siemensstadt festgenommen. Bei der richterlich angeordneten Durchsuchung entdeckten die Beamten auch dort getrocknete Blütenpollen von Cannabispflanzen. Der Festgenommene, der sich nun wegen des Verdachts des illegalen Anbaus sowie wegen des Handels mit Cannabis verantworten muss, soll von der Staatsanwaltschaft Berlin einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Mit Messer angegriffen

Polizei-SpandauAus noch ungeklärten Gründen ist es Samstag Abend gegen 18.30 Uhr hinter einem Geschäft in der Wilhelmstraße zu einer Messerattacke gekommen. Nach ersten Erkenntnissen sind drei Mitarbeiter des Ladens auf einen 33-Jährigen zugegangen, der zuvor dort eingekauft hatte und jetzt auf dem Parkplatz stand. Einer der Angestellten, ein 34-Jähriger, stach mehrmals mit einem Messer zu und flüchtete anschließend. Der 33-Jährige musste mit Stich- und Schnittverletzungen am linken Arm zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Täter und Opfer haben sich vermutlich flüchtig gekannt. Die Ermittlungen dauern an.