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Damit beim Auslandsaufenthalt nichts „schief“ läuft

Wer als Au-pair oder Student ins Ausland geht, gewinnt viele wertvolle Erfahrungen, doch wie sieht es dabei mit dem Versicherungsschutz aus?

In Zeiten der Globalisierung werden Fremdsprachenkenntnisse immer wichtiger. Zunehmend mehr junge Menschen nutzen daher die Möglichkeit, als Au-pair gleich nach dem Abitur oder später als Student eine längere Zeit im Ausland zu verbringen: Das Leben weitab von zuhause genießen, viele neue Eindrücke, ein großes Stück Selbstständigkeit. Doch bei aller Begeisterung sollten Reisewillige die Risiken eines Auslandsaufenthalts nicht ignorieren. Denn Missgeschicke, Krankheit und Unfälle passieren in der Ferne genauso wie zu Hause.

Birgit Dreyer ist studierte Betriebswirtin und ausgebildete Reiseverkehrskaufrau und seit vielen Jahren in der ERGO Versicherungsgruppe tätig.

Birgit Dreyer, studierte Betriebswirtin und ausgebildete Reiseverkehrskaufrau, ist seit vielen Jahren in der ERGO Versicherungsgruppe tätig. Foto: ERGO

Nur bedingt abgesichert

Birgit Dreyer von der Europäischen Reiseversicherung erläutert, warum sich Au-pairs und Studenten schon im Vorfeld Gedanken über den passenden Versicherungsschutz machen sollten. Denn: Die gesetzliche Krankenversicherung greift während eines längeren Auslandsaufenthaltes nur bedingt. Dabei macht es zunächst einen Unterschied, wo der Student sein Auslandssemester absolviert oder in welchem Land die Gastfamilien der Au-pairs leben. Gerade in besonders beliebten Ländern wie den USA, Kanada oder Australien gibt es keine Erstattung der Behandlungskosten. Innerhalb der EU greift der Versicherungsschutz zwar grundsätzlich, allerdings wird nur das erstattet, was den vor Ort Versicherten auch gezahlt werden würde – und das ist oft deutlich weniger. Weitere Einschränkungen: Viele Leistungen sind im Ausland gar nicht versichert, wie beispielsweise der Transport ins nächste Krankenhaus. Diese Kosten müssten Studenten und Au-pairs aus eigener Tasche zahlen.

In europäischen Ländern - wie hier in Schweden/Göteborg - greift grundsätzlich erst Mal der heimische Versicherungsschutz.

In europäischen Ländern – wie hier in Schweden/Göteborg – greift grundsätzlich erst Mal der heimische Versicherungsschutz. Foto: Patrick Rein

Kostendeckung bei Zahnbehandlung

Da sich Studenten und Au-pairs über einen längeren Zeitraum in fremden Ländern aufhalten, sichert eine spezielle Studenten- und Au-pair-Versicherung die jungen Reisenden während des gesamten Auslandsaufenthalts bei Unfällen und akuten Erkrankungen ab. Außerdem kümmert sie sich – wenn nötig – um einen Rücktransport ins Heimatland. Das kann eine große finanzielle Entlastung sein, da ein Heimtransport leicht einen fünfstelligen Betrag ausmacht. Bei den im Alltag häufigeren, kleineren Unfällen mit oftmals teuren Folgen springt die Versicherung ebenfalls ein: Wer sich zum Beispiel eine Ecke vom Zahn ausbeißt, müsste sich auch fern der Heimat um die Kosten einer Zahnbehandlung keine Sorgen machen.

Auch eine Haftplichtversicherung kann bei entstehenden Schäden im Ausland hilfreich sein.

Auch eine Haftplichtversicherung kann bei entstehenden Schäden im Ausland hilfreich sein. Foto: Patrick Rein

Erkrankung von Familienmitgliedern

Nach Ansicht der Expertin ist es ebenso sinnvoll, die Auslandskrankenversicherung um einen weiteren Auslandsschutz zu ergänzen, beispielsweise ein Paket aus Unfall-, Haftpflicht- und Unterbrechungs-Versicherung. Angenommen, das Au-pair lässt die teure Vase aus dem Familienerbe fallen: Dann bleibt er oder sie nicht auf den Kosten sitzen – die Versicherung kommt für den entstandenen Schaden auf. Vorteil der Unterbrechungs-Versicherung ist, wenn aus wichtigen Gründen – beispielsweise schwere Erkrankung eines Familienmitglieds – eine schnelle Heimreise nötig wird. Dann trägt die Versicherung die Kosten für die Rückreise und bei Unterbrechung sogar für die erneute Anreise.

Patrick Rein

Frühlingsgefühle wecken Fernweh

Das örtliche Reisebüro liegt voll im Trend

© http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hohwacht_Strand.jpg Fotograf: Luidger / Lizenz:  CC BY-SA 3.0

© http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hohwacht_Strand.jpg
Fotograf: Luidger / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Gerade im Bereich Tourismus wird oft von einer Verdrängung klassischer Reisebüros vor Ort durch Internetangebote gesprochen. Dass dieser Trend den Realitäten eher weniger entspricht, zeigen unter anderem die Umsatz- zahlen der Reisveranstalter aus dem Geschäftsjahr 2011/12. Hier kann festgestellt werden, dass in Ladenlokale niedergelassene Reisebüros durch die Buchung von Urlaubs- reisen ein Umsatzplus von 4,5 Prozent erwirtschaften konnten. Außerdem erhöhte sich, obwohl die Gesamtanzahl der Reisebüros geringfügig abnahm, die Zahl der Beschäftigten um fast tausend Mitarbeiter auf nunmehr knapp 65.000. Von Krisenstimmung ist also nicht die Rede sein.

Die persönliche Beratung im Reisebüro kommt individuellen Wünschen entgegen

Weiterhin vertrauen die Kunden in Deutschland bei der Wahl ihres Urlaubsarrangements auf die persönliche Beratung und fachliche Kompetenz ihres örtlichen Reisebüros. Dies verwundert nicht, gaben die Bundesbürger doch nach Angaben des ADAC Reise-Monitors 2013 im Jahre 2012 insgesamt rund 56 Milliarden Euro alleine für Auslandsreisen aus und planen für das Jahr 2013 Gesamtausgaben für die Haupturlaubsreise über mindestens fünf Tage von durchschnittlich 2.395 Euro. Bei einer Investition dieser Größenordnung ist verständlicherweise der Wunsch nach persönlichen Ansprechpartnern und den Serviceleistungen eines stationären Reisebüros groß. Das Internetangebot kann sehr wohl, ebenso wie Kataloge, über Destinationen, Unterkünfte und Möglichkeiten zur aktiven Urlaubsgestaltung informieren. Das Gespräch, in dem erfahrene Reiseverkehrskaufleute auf individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Erfordernisse eingehen und beratend zur Seite stehen, ersetzen die Websites jedoch nicht. Hier kann so mancher ortskundige Tipp Kunden davor bewahren, für die schönsten Wochen des Jahres eine Fehlentscheidung zu treffen.

Der Weg zum Reisebüro um die Ecke ist zudem meistens nicht besonders lang, denn es gibt eine gute Flächenabdeckung der Reisevermittlung in Deutschland und natürlich besonders in Berlin. Allein für Spandau zählt das Telefonbuch gleich 12 Reisebüros, zwischen denen man sich entscheiden kann.

Wer sich Enttäuschungen ersparen will, vergleicht Reisepreise mit den dahinter stehenden Leistungen

Preislich brauchen sich traditionelle Reisebüros dabei gar nicht hinter Internetangeboten zu verstecken. Auch hier haben die Mitarbeiter Zugriff auf alle verfügbaren Informationen. Oft sind diese, dadurch, dass sie tagtäglich mit Recherchen zu Reiseangeboten beschäftigt sind, sogar in der Lage, Reisepakete zusammenzustellen, die dem Kunden bei der eigenständigen Suche am heimischen Computer gar nicht aufgefallen sind. In diesem Zusammenhang spielt natürlich auch das Vertrauensverhältnis, das zu einem möglicherweise langjährig beauftragten Reisebüro besteht, eine entscheidende Rolle. Hier können Mitarbeiter Empfehlungen aussprechen und Kunden Angebote nahelegen, die einen optimalen Kompromiss aus Kostenerwägungen und persönlichen Urlaubserwartungen bieten. Häufig ist es nämlich tatsächlich so, das scheinbar unschlagbar günstige Internetangebote mit Nachteilen verbunden sind, von denen versteckte Kosten noch die geringsten sind. Nachträgliche Preisanpassungen, Verspätungen, Unterkünfte die nicht halten, was sie versprechen und Umbuchungen wegen Überbelegung sind Strategien, mit denen versucht wird, Preise zu drücken. Wollen Reisende dennoch einen erholsamen Urlaub verbringen, bleibt ihnen meist nichts anderes übrig als draufzuzahlen. Eine kompetente Beratung im Reisebüro kann dem Kunden genau solche Erlebnisse ersparen. Prognosen zu Buchungszahlen von örtlichen Reisebüros für die kommende Saison bestätigen, dass Kunden diese Leistungen zu schätzen wissen. Auch für 2013 wird ein Umsatzplus im einstelligen Bereich erwartet.

Von Spandau nach Stettin mit der Regionalbahn

Von Spandau nach Stettin mit der Regionalbahn

Gruppenfoto der Junge Union in Stettin

Die Junge Union setzte sich verstärkt für einen Ausbau der Strecke ein

Letztes Wochenende /23. -24. Juni) war die Junge Union (JU) Spandau bei Ihrer polnischen Partnerorganisation Młodzi Demokraci (junge Demokratie) in Stettin zu Gast. Die 20 Mitglieder haben mit ihren polnischen Kollegen Verkehrssenator Michael Müller (SPD) dazu aufgefordert sich verstärkt für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Stettin und Berlin einzusetzen, um eine bessere Verbindung der zwei großen Städte zu ermöglichen. Der Ausbau wurde schon im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD vorgesehen. Die Regionalbahn zwischen Berlin und Stettin könnte dann sogar in Spandau abfahren.

Momentan dauert die Fahrt zwischen beiden Städten mehr als zwei Stundenm, wohingegen die Fahrt zwischen Berlin und dem genau so weit entfernten Magdeburg nur anderthalb Stunden dauert. Die Strecke nach Polen ist auch nicht vollständig elektrifiziert.

Eric Schweitzer, der Vorsitzende der Berliner Industrie und Handelskammer bemangelt ebenfalls die schlechte Verbindung zwischen beiden Städten. Wirtschaftlich gesehen ist der Ausbau der Strecke ein wichtiges Unterfangen. Mit der Eröffnung des BER Flugahafens rechnet er jährlich mit mehr als 2,5 Millionen zusätzlichen polnischen Fluggästen, aber nur wenn die Verbindung nach Polen auch ausgebaut wird.

 

Viel nackte Haut auf dem 4. Usedom-Tag in Spandau

Vom Nacktbaden bis zum Zwickelerlass

Der Marktplatz ist gut besucht, an den Biertischen ist kaum noch ein Platz zu haben. Auf der Bühne gibt der Shantychor Karlshagen ein Ständchen.

In der Badetrikotage

In der Badetrikotage mit Spitzenhäubchen war die Frau noch sehr bedeckt.

Zum 4. Usedom-Tag auf dem Spandauer Marktplatz hat die Usedomer Tourismus Gesellschaft (UTG) gemeinsam mit Partner für Spandau geladen.

Der Berliner Shantychor, befreundet mit jenem aus Karlshagen, tritt passenderweise zeitgleich auf Usedom auf. Für weitere Unterhaltung sorgt eine Bademodenschau, die die Besucher durch die verschiedenen Jahrzehnte der Bademoden führt. Der „Badearzt“ Professor Doktor Vogel führt durch die verschiedenen Epochen. „Den ersten Teil haben wir weggelassen“, beruhigt er, „das sehen sie ja doch jeden Tag im Spiegel“. So gibt es leider keine Präsentation des Nacktbadens. Er erklärt seinen Zuhörern, dass 1792 ein Professor Lichtenberg herausfand, dass das Baden und der Strand gesundheitsförderlich seien und aus diesem Grund 1793 das Seebad in Heiligendamm eröffnet wurde.

Die Geschichte der Bademode

Der Geheimrat mit seiner Gattin.

Der Geheimrat mit seiner Gattin.

Die Models zeigen einen Schnelldurchlauf von den frühen Leibchen mit langer Unterhose, die jedoch die „Erregung“ des Klerus erweckten, über die dunklen Badesäcke bis zu Bademode mit Spitze und Hut und den modernen, 1946 erfundenen Bikinis. Zeitweise müssen sie dabei viel nackte Haut bei 15 Grad Außentemperatur zeigen. Leider wurde auf die standesgemäße Fußbekleidung verzichtet, die Models tragen Flip-Flops zu Leinenleibchen. Bereits 1920 gab es figurbetonte Bademode, was jedoch 1932 in dem Zwickelerlass, der den Schnitt der Bademode vorschrieb, wieder eingeschränkt wurde. Noch heute gilt der Erlass als Beispiel für das unsinnige Eingreifen des Staates in persönliche Angelegenheiten.

Für besondere Unterhaltung sorgt auch der Herr Geheimrat mit seiner Gattin in historischem Outfit, sowie der Herr Wachtmeister, der den Partner für Spandau Chef Sven-Uwe Dettmann als Leiter der Veranstaltung für die „Fleischbeschau“ und „Unzucht“ rügt.

Eigene Prinzessin dabei

Die Bernsteinbäder haben ihre Prinzessin mitgebracht.

Die Bernsteinbäder haben ihre Prinzessin mitgebracht. Fotos: Kirsten Stamer

Auf die Modenschau folgt die erste Ziehung der Tombola. Den Hauptpreis, einen Reisegutschein für das Hotel Nordkap am Ostseebad Karlshagen gewinnt Dieter Weberbauer.

Ansonsten können sich die Besucher des 4. Usedom-Tages über die Ostseeinsel informieren und Ostsee-Spezialitäten genießen. Viele Stände bieten Informationen über ihren Ort oder ihr Seebad. Die Usedomer Bernsteinbäder haben sogar ihre Bernsteinprinzessin mitgebracht. Mandy Schmurr wurde im April gekürt und darf jetzt ihre Region auf Messen oder eben dem Usedom-Tag repräsentieren. In ihrem Prizessinnenkleid steht sie den ganzen Tag am Stand und beantwortet geduldig Frage um Frage. Ob denn das Kleid einigermaßen bequem ist? „Naja, Mutti hat das Kleid heute nicht so eng geschnürt wie sonst – das geht schon“.

Kirsten Stamer

„Das schönste Bootshaus Spandaus“

Motor- und Paddelboote zusammen im Bootshaus Wax

Als ich zum Bootshaus Wax in der Dorfstraße komme, feiert dort gerade eine kleine Gesellschaft Geburtstag. Kaffee und Kuchen stehen auf dem Tisch. Zur Feier des Tages wird eine Geburtstagstour mit dem Boot gedreht. „Wir sind hier ein sehr familiäres Bootshaus“, bestätigt auch Ronald Regel, von alle nur Ronny genannt, „hier gibt es Familienanschluss und gute Kameradschaft“.

Christoph Köler vor seinem Bootshaus

Christoph Köhler vor seinem Bootshaus

Ronny hat sein Boot schon immer hier liegen. Seit zwei Jahren das Kajütboot „Odin“ eine Nixe, vorher auch kleinere. „Der Ronny ist einer der wenigen hier mit einem Holzboot“, sagt Bootshauschef Christoph Köhler,“da gibt es dann im Frühjahr immer was zu tun. Schleifen, lackieren“. Die meisten hätten heutzutage Kunststoffboote. Köhler übernahm das Bootshaus mit seiner Frau vom Schwiegervater Gerhard Wax. Der Schriftzug auf dem Schild ist der Unterschrift des Schwiegervaters nachempfunden. „Deshalb haben wir den Namen nicht geändert, das ist doch das beste Andenken, das man haben kann“, meint er. Gegründet hat das Bootshaus der Opa seiner Frau, damals unter dem Namen Kiehn. Aber wie alt ist das Bootshaus eigentlich? „Naja“, meint sie, „50, 60 Jahre bestimmt. Also meine Mutter wurde ’42 geboren, da standen die Gebäude schon“.

Momentan sind hier etwa 60 Boote eingestellt, zwölf liegen im Wasser. „Wir sind eines der wenigen Bootshäuser, in dem Motorboote und Paddelboote zusammen liegen und die Besitzer sich auch noch gut verstehen“, erzählt Köhler stolz.

Wer in der Dorfstraße oder in Klein Venedig wohnt, oder wie Ronny im Tiefwerderweg aufgewachsen ist, der hat auch ein Boot. Und wenn es nicht direkt vor der Haustür liegen kann, kommen Bootshäuser wie das von Christoph Köhler ins Spiel.

Wer hier wohnt, nennt auch ein Boot sein eigen, egal ob groß oder klein

Wer hier wohnt, nennt auch ein Boot sein eigen, egal ob groß oder klein

Ronny war früher einmal Matrose in der Binnenschifffahrt, da kommt man vom Wasser nie wieder los. Kurz vor seinem Kapitänspatent, traf er dann seine große Liebe und verließ das Schiff. „Als Matrose ist man immer auf Reisen“, erklärt er, „Holland, Belgien, Frankreich“. Auf Rhein, Neckar und Main war er auch unterwegs. „Als Matrose muss man sich um Schiff und Verladung kümmern“, erklärt er, „man muss auch Steuern können denn der Schiffsführer will ja auch mal essen oder schlafen. „Und was noch?“, will ich wissen. „Da rufen wir mal meinen Bruder“, sagt Ronny, „der ist nämlich auch Matrose gewesen“. „Wo ist der Volker“, wird gerufen. Einmal ausfindig gemacht meint der lapidar, „vor allem muss man nach dem Aufstehen Kaffee kochen“. Aber das müsse dann doch nur einer, bei drei Leuten an Bord, zwei Matrosen und ein Schiffsführer, koche einer Kaffee und der andere mache Morgens die Maschine fertig. „Das ist nicht wie beim Auto so einfach mit Schlüssel umdrehen“. Da müsse Öl vor gepumpt werden und das Seeventil geöffnet. Es sei schon was zu tun.

Erst nach der Wende haben sich hier in Spandau viele Anwohner Boote angeschafft. „Durch die Hoheitsgebiete der DDR durfte man ja früher mit dem Sportboot nicht“, erklärt Ronny. „Das Boot wurde dann mit einem Kran in einen Frachter geladen oder durch die DDR geschleppt“. Erst im Westen habe man aus eigener Kraft weiter fahren dürfen. Nach der Wende durfte man die Gewässer dann selbst durchfahren. „Da habe ich mich natürlich sehr gefreut“. Vor zwei Jahren hat er mit der Odin dann auch mal eine kleine Reise unternommen. „Die Havel runter nach Brandenburg, über

Ronny in seiner "Odin"

Ronny in seiner "Odin"

Magdeburg und dann durch die neue Schleuse und die Elbe stromabwärts bis Havelberg“, erzählt er. Von dort ging es dann über die Havel zurück nach Hause. Den Elbe-Havel-Kanal habe er jedoch kaum wiedererkannt. „Dort gibt es jetzt drei Schleusen und die Brücken sind viel höher gelegt wegen der großen Schiffe“.

Heute kann die „Odin“ leider nicht raus. „Elektrische Probleme, mein Bruder Michael baut gerade einen neuen Sicherungskasten ein“, meint Ronny. „Noch ein Bruder? Ist das denn hier ein Familientreffen?“. Ronny und Michael bejahen, „dort drüben im Boot fährt unsere Nichte, wir haben auch noch zwei Schwestern“. Also alles in Familienhänden im Bootshaus. Als ich gehe sitzen die Damen immer noch beim Kaffee und bieten mir die Reste des Kuchens an. „Das ist Ideal, wenn man keinen Garten zuhause hat“, meinen sie, „und so familiär“. „Im schönsten Bootshaus Spandaus“, wie Ronny es stolz nennt.

Kirsten Stamer

Usedom zeigt sich in Spandau von seiner Sonnenseite

Kommen. Sehen. Ostsee hautnah erleben.

Strand auf Usedom © Gerd Pfaff / pixelio.de

Strand auf Usedom © Gerd Pfaff / pixelio.de

Bereits zum dritten Mal präsentiert sich die nahe gelegene Ostseeinsel Usedom am Samstag, 7. Mai in der Spandauer Altstadt von seiner besten Seite.

Neben bis zu 2000 Sonnenstunden hat die Insel viele weitere Besonderheiten zu bieten. So befindet sich hier beispielsweise mit einer Länge von 8,5 Kilometern die längste Strandpromenade Europas. Die drei Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin werden miteinander verbunden. Eine sehr große Dichte an Wellness-Hotels lädt nicht nur stressgeplagte Spandauer ein. Feinweißer Sandrand ist das ganze Jahr über sehenswert. Fast die ganze Insel ist ein Naturpark und bietet sich für Fahrradtouren aller Art besonders an. Die Insel hat zudem eine beeindruckende Sammlung von Villen der Bäderarchitektur. Kurzum, die Insel eignet sich für Familien- und Strandurlaub, Aktiv- und  Natururlaub sowie  Kulturreisen.

An diesem Samstag werden in der Spandauer City von 11 bis 19 Uhr viele Attraktionen geboten:

  • Vorführungen von Beach Volleyballern und Surfern
  • Präsentation von Hotel und Ferienanlagen
  • Spezielle Angebote von Thermen und Museen
  • Foto schießen in einer Strandkorb Lounge

Um 11:30, 13:30 und 15:30 Uhr werden unter Federführung der Usedomer Tourismus GmbH geführte Inselrundgänge angeboten, die durch die einzelnen touristischen Regionen Usedoms führen.

Darüber hinaus sorgt der „Blonde Hans“  mit Shantys ab 11:00 Uhr im stündlichen Wechsel mit der Tower Jazz Band  für Stimmung und Inselatmosphäre. Auf der Bühne werden sich die einzelnen Gastgeber präsentieren. Und wem das immer noch nicht reicht, der kann seinem Glück bei einem Gewinnspiel eine Chance geben und eine Reise gewinnen.

Noch ein Geheimtipp: Um 14:30 Uhr findet im Gotischen Haus eine Lesung der Autorin Birgit Jochens statt. Sie liest aus ihrem Buch „Die Kaiserbäder auf Usedom – ein Vorort Berlins“.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Wettergott mitmacht. Wer sich über Usedom informieren möchte, dem sind folgende Webseiten empfohlen:  Usedom AktuellUsedom Homepage Drei Kaiserbäder, BäderarchitekturKarlshagen

Was sonst noch so am Wochenende in Spandau los ist, erfahren Sie selbstverständlich in unseren Veranstaltungskalender. Reinschauen, es lohnt sich. Übrigens,  Ihre Tipps nehmen wir gerne auch mit auf. Schreiben Sie uns: redaktion@mein-spandau.info
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Urlaubsziel Brandenburg lockt auf den Marktplatz

Rekordteilnehmerzahl und attraktives Programm

Brandenburg Tag

Brandenburg Tag

Auch auf dem dritten Brandenburg-Tag zeigt das „Land um Berlin“ den Spandauern und ihren Gästen einmal mehr, warum sich das Spandauer und Berliner Umland sehr für einen Tagesausflug oder auch Urlaub lohnt. Im Vorjahr besuchten mehrere Zehntausend Bürger Spandaus das umfangreiche Programm auf dem Spandauer Marktplatz. In diesem Jahr werden vierzig Aussteller – zehn mehr als im Vorjahr – am Samstag, den 30. April von 11 bis 19 Uhr auf dem Spandauer Marktplatz anschaulich demonstrieren, wie reizvoll und erholsam Urlaub und Freizeit im benachbarten Bundesland Brandburg sein können.

„Wir freuen uns über die Rekordteilnehmerzahl und haben rund um diese Leistungsschau des Brandenburger Tourismus ein attraktives Paket mit Bühnenprogramm und Imbissversorgung organisiert, dass keine Wünsche offen lässt“, kommentiert Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer von Partner für Spandau Gesellschaft für Bezirksmarketing. Die Aussteller hätten gemerkt, dass Spandau ein gutes Pflaster für die Präsentation der Brandenburgischen Region ist. Auch gebe es zeitgleich keine ähnlichen oder konkurrierenden Veranstaltungen der brandenburgischen Anbieter in der Region.

Viel los

Sicherlich wieder viel los an den Ständen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht in diesem Jahr die Präsentation der Regionen Havelland und Ruppiner Land sowie der Havel-Radweg. Das westlich Spandaus gelegene Havelland bietet eine eindrucksvolle Kombination von viel Wasser, Wald und Naturschutzgebieten. Aeronautisch Interessierte lockt der Gollenberg in Stölln, wo Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche unternahm und das Flugmuseum in der Gemeinde Stölln bei Rhinow. In der „Stadt der Optik“ Rathenow informiert das Optik Industrie Museum Rathenow mit einer Vielzahl von Sammlerstücken zur optischen Industrie wie an keinem anderen Ort in Deutschland. Die Schlösser Ribbeck, Paretz, Nennhausen oder Kleßen entführen den Besucher in die Zeiten Fontanes & Co. Zahlreiche Kulturveranstaltungen und Restaurants laden zum Genießen und Verweilen ein.

Nicht minder attraktiv ist das Ruppiner Land, welches sich nördlich von Spandau und Berlin auf etwa 6000 Quadratkilometern erstreckt und so reizvolle Ausflugsziele wie das Teichland Linum, das Havelländische Luch, die Tonstichlandschaft oder den Naturpark Uckermärkische Seen beheimatet. Neben beschaulichen Städten mit historischen Stadtkernen, finden sich idyllische Schlösser und Gutshäuser umgeben von großzügigen Landschaftsgärten. Eine ausgeprägte Kulturszene bietet über klassische Konzerte bis hin zu traditionellen örtlichen Veranstaltungen alles was das Herz im Kurzurlaub begehrt.

Das Bindeglied zwischen diesen beiden Regionen bildet auf dem Brandenburgtag in Spandau der Havel-Radweg. Aus dem an der Elbe gelegenen Gnevsdorf kommend kann der Fahrradtourist in gut einer Woche 240 Kilometer auf zwei Rädern überwinden und kommt dann angefüllt von den Reizen der Landschaft und Kultur am Mühlensee bei Pieverstorf heraus. Dabei führt der Weg von Potsdam kommend durch Kladow, Gatow, Wilhelmstadt über die Spandauer Altstadt und Neustadt und Hakenfelde hinaus nach Norden.

Aber auch von Spandau oder Berlin weiter entfernte Reisegebiete wie das zwischen den Flüssen Elbe, Dosse und Havel gelegene Prignitz, die dünnstbesiedelte und damit extrem ruhige Uckermark bis hin zum „Gurkenland“ Spreewald demonstrieren mit Ihrem vielfältigen Angeboten für Sportler, Kultur- oder Wellnessinteressierte ihre Gastfreundschaft.

Der lange Kerl erzählt Anekdoten

Der lange Kerl erzählt Anekdoten

Musikalisch unterhalten „Los Rapidos“ aus Premnitz die Gäste auf dem Spandauer Marktplatz mit mitreißender Rockabilly & Surf-Musik. Ein historisch gekleideter „Langer Kerl“ erzählt Anekdoten und animiert das Spandauer Publikum. Mehrmals am Tag werden an verschiedenen Stellen der Veranstaltung auf dem Spandauer Marktplatz an Glücksrädern und durch den Langen Kerl Eintrittskarten und andere touristischen Leistungen der Brandenburger Aussteller verlost.

Für das leibliche Wohle der Spandauer und der Gäste aus Berlin und Brandenburg ist natürlich auch gesorgt. Mit „Eberswalder“ präsentiert sich die wahrscheinlich bekannteste Fleisch- und Wurstwarenmarke des Landes Brandenburg als Imbiss-Anbieter in der Zitadellenstadt Spandau. Die vielen Besuchern vom Havelländischen Land- und Bauernmarkt bekannte Bäckerei Plentz aus Schwante ist mit eigenem Backofen dabei. Darin entsteht unter anderem der „Krämer Fladen“, ein deftiger Hefeteigkuchen mit Butter und Zucker. Neben den süßen und herzhaften Versuchungen locken Kremserfahrten und Bungeetrampolin die großen und kleinen Besucher des 3. Brandenburg-Tages nach Berlin-Spandau.