Trommelbau mit dem Klang-Holz e.V. im Falkenhagener Feld

Eine kinderleichte Angelegenheit mit der richtigen Unterstützung

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Ich kann niemals ein Musikinstrument selbst bauen. So denken die meisten Menschen, die sich zuerst das mögliche Ergebnis anschauen und dann resignieren, bevor es losgeht. Kaum jemand hat es gelernt, mit seinen eigenen Händen etwas zu bauen. In den Schulen ist Werkunterricht meist Schnee von gestern.  Musikinstrumente erscheinen als etwas geheimnisvolles, dem nur Spezialisten sich widmen.

20 Jahre Erfahrung

Die Instrumentenbau-Werkstatt Klang-Holz e.V. hat es sich seit rund 20 Jahren auf die Fahnen geschrieben, dem Instrumentenbau sein scheinbar abweisendes Geheimnis zu nehmen. Mit der richtigen Unterstützung ist es eine fast kinderleichte Angelegenheit – genügend Geduld einmal vorausgesetzt.

Diese Erfahrung konnten in den letzten zwei Wochen 7 Kinder machen, die sich an den Bau einer eigenen Trommel heranwagten. Möglich wurde dieser besondere Sommerferienkurs durch eine Projektförderung durch das Quartiersmanagement Falkenhagener Feld Ost.

In guten Händen

Zwei erfahrene Mitglieder des Klang-Holz e.V. von der Zitadelle Spandau waren 14 Tage lang mit Rat und Tat zur Stelle um der der quirligen Rasselbande ihre eigene Trommel zu ermöglichen. Wenn man den „Trick“ kennt ist es wirklich kinderleicht. Wie ein altes Holzfass, wird der Grundkörper der Spandauer Handtrommel aus einem kleinen Berg von Dauben zusammengesetzt.

In einem festen Winkel vorgeschnitten mussten sie „nur“ geleimt und zusammengesetzt werden. Der Lein durfte dann über Nacht aushärten, damit der Korpus am nächsten Tag mit dem Hobel in Form gebracht werden konnte. Manche gingen erst sehr zaghaft ans Hobeln, andere legten gleich kräftig mit viel Elan los. Irgendwann hatte jeder seinen Trommelkorpus rund und einigermaßen glatt bekommen.

Fleißarbeit ist angesagt

Mit Sandpapier und Ziehklinge ging es an die letzten Unebenheiten. Der scharfen Kante im oberen Bereich, über den einmal das Trommelfell gespannt werden soll, rückten alle mit der Raspel zu Leibe. Mit der richtigen Wippbewegung kommt die gewünschte Rundung fast von alleine.

Ein ganz besonderer Moment war es für die vier Mädel und drei Jungen der Trommel das vorbereitete Fell über die Ohren zu ziehen. Acht Spannschnüre mussten symmetrisch angeordnet und mit Knebel gespannt werden, um die Trommel auf den richtigen Ton zu stimmen.

Nun ist der Augenblick der Wahrheit nicht mehr weit, bis die ersten Trommelklänge zu hören sind. Vier Mädels und drei Jungen halten ihre eigenen Trommeln in den Händen. Schaut man zurück und überlegt, wer konsequenter bei der Sache war, dann liegen die Mädchen sicherlich vorne. Jetzt muss nur noch regelmäßig geübt werden, damit der Auftritt beim Sommerfest im Falkenhagener Feld ein Erfolg wird. Daran besteht kein Zweifel. Auf der Offenen Bühne im Klubhaus hatten alle ihren Trommelbau-Rap schon zum Besten geben können.

 

Ralf Salecker

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Zu finden unter: FreizeitNews

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