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Vereinsgründung im Bürgersaal: Kulturladen Altstadt

Erfolgreicher Start durch finanzielle Unterstützung aus LSK-Mitteln

Elmas Wieczorek (lv) und Hans Kamprad (hr) im Kulturladen Spandau (Foto: Ralf Salecker) [1]

Elmas Wieczorek (lv) und Hans Kamprad (hr) im Kulturladen Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Am Dienstag, den 8. Januar war es soweit. Der Traum der Sozialarbeiterin Elmas Wieczorek ging in Erfüllung. Viele Interessierte aus Politik, Wirtschaft und Kultur folgten der Einladung, sich über einen neuen Kulturverein in der Altstadt zu informieren. Etwa 15 Mitglieder gründeten im Rahmen der Veranstaltung den Verein „Kulturladen Altstadt – Spandau“ im Bürgersaal des Rathauses Spandau [2].

Die Idee zu diesem Projekt kam Elmas Wieczorek schon während ihres Studiums und ließ sie auch später nicht mehr los. Der Ansatz ist recht einfach: Schaffung einer Begegnungsstätte für unterschiedliche Kulturen im Herzen der Spandauer Altstadt. Jung und Alt sollen hier zusammenkommen und von den Fertigkeiten der anderen profitieren.

Helmut Kleebank: Die Idee ist unbedingt unterstützungswert

In einer einleitenden Rede zur Veranstaltung betonte Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, dass Elmas Wieczorek, die schon 17 Jahre in Deutschland lebt, bei ihm mit der Vorstellung der Idee offenen Türen eingerannt hat: „Der Kern der Idee, einer interkulturellen Begegnungsstätte im Herzen der Spandauer Altstadt ist unbedingt unterstützendwert, weil sie so gut, so sinnvoll und so zielführend ist. Hier werden die beiden großen Themen Integration und Belebung der Altstadt miteinander verwoben.“

Niemand kann solch ein Projekt alleine stemmen. Hierfür braucht es viel Kompetenz und Engagement, betonte der Bürgermeister dann auch – und natürlich auch Geld. „Ansonsten ist dieses Projekt eine schöne  Idee, aber mehr auch nicht. So stellte sich die Frage, wer denn die Unterstützung im Bezirk sein könnte. Wer hat genug Know-how, wer hat genügend Kreativität und Vernetzung und vor allem genügend Weitsicht, ein solches Projekt hier in Spandau mit auf den Weg zu bringen.“

Der Wirtschaftshof Spandau, vertreten durch Frau Fliegel, das Kulturhaus Spandau, vertreten durch Frau Richter, Staakkato e.V., vertreten durch Hans Kamprad und viele mehr, halfen mit, dass es im Dezember einen praktischen Probebetrieb in Räumen der Raab-Passage [3] geben konnte. Auch dies war nur möglich, weil die Familie Raab die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellte.

Die Aufgabe besteht jetzt darin, wie es gelingen kann, aus dieser Initialzündung in der Altstadt eine dauerhafte Einrichtung zu machen. Eine Voraussetzung dafür ist die Gründung eines Vereins. Eine andere zweifelsohne das Geld. Im Programm Lokales Soziales Kapital (LSK) wurde kurz vor der Veranstaltung ein Projekt beantragt und beschlossen – mit der Auflage, dass es in der Altstadt stattfinden muss. Nach Möglichkeit in den erprobten Räumen in der Raab-Passage oder, wenn es nicht gehen sollte, an einem anderen Ort in der Altstadt.

 

Ralf Salecker