Vier sonnige Tage – Spandauer Havelfest 2011

Feiern am Lindenufer bei sommerlichen Temperaturen

Weddig Skiffle Band am Lindenufer

Weddig Skiffle Band am Lindenufer

Anders als in den letzten Jahren, wird diesmal ganze vier Tage am Rande der Altstadt Spandaus gefeiert. Das traditionelle Havelfest am Lindenufer startete schon zu Himmelfahrt. Eines schon vorneweg. Die klassischen Vatertagsgruppen mit Bollerwagen schienen sich nicht auf das Fest verirrt zu haben, von denen war aber auch im restlichen Spandau nichts zu bemerken.

Petrus hatte sich mächtig ins Zeug gelegt. Bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen konnte Spandaus größtes Stadtfest – in der ersten Jahreshälfte – von Bürgermeister Konrad Birkholz eröffnet werden. Strategisch denkende Besucher stiegen entweder auf Höhe der Dischinger Brücke in den Trubel ein oder am anderen Ende der eineinhalb Kilometer langen Feststrecke, am U-Bahnhof Altstadt Spandau.

Flotte Musik am Lindenufer

Flotte Musik am Lindenufer

Viele nahmen, wie ich selbst, die Gelegenheit wahr, schon am Ziegelhof auszusteigen, um durch den kleinen Park hindurch zum Havelufer vor der Dischinger Brücke zu gelangen. Bei dem traumhaften Wetter störte es nicht, dass diesmal erst nach der Brücke die ersten Festausläufer zu finden waren. Ein paar Schritte noch in behaglicher Ruhe, aber in einem stetig anschwellenden Strom von Besuchern.

Direkt nach der Brücke, an der Schultheiss-Bühne, wurde man hier in der Zeit von 10 bis 18 Uhr von von DJ Hottes lautstarker Partymusik empfangen. Lauschig im Grünen unter Bäumen oder Sonnenschirmen sitzend, konnte man sich hier von kräftigen Rhythmen auf das weitere Fest einstimmen lassen.

Wem das nötige Schuhwerk zur Bewältigung der weiteren Strecke fehlte, wer ein Wechsel-T-Shirt brauchte, weil seines schon durchgeschwitzt war, sich mit Rucksack und Tasche für weitere Einkäufe auszustatten gedachte oder gar schreiend bunte, metallisch glitzernde Hüte brauchte, der konnte jetzt tätig werden.

Noch ein Stand mit südamerikanischem Kunsthandwerk, passender folkloristischer Musik auf CD sowie ein weiterer mit Motivkacheln und Windlichtern waren zu passieren, um am Stabholzgarten zu stehen.

Viel Spaß für Kinder auf dem Spandauer Havelfest

Viel Spaß für Kinder auf dem Spandauer Havelfest

Der Stabholzgarten bot, wie einige anderen Stellen auch, viel Spaß für die Kleinsten unter den Besuchern. Durstige Kehlen und hungrige Mägen kamen hier ebenso zum Zuge, wie Kinder, die sich gerne austoben wollten. So versuchten Eltern, ihre Kinder am Gummiseil zum Mond zu schießen, was nicht funktionierte, da es die Kleinen immer wieder auf den Trampolinboden der Tatsachen brachte. Ein anderer Versuch schien eher zu funktionieren. Kleine Kinder wurden in große schalldichte Kugeln aus Kunststoff gesperrt und auf einem kleinen Teich ausgesetzt. Eltern wie Kinder schienen gleichermaßen ihren Spaß bei den nun folgenden Kapriolen zu empfinden.

 

Hinter der kleinen Brücke über den Mühlengraben ging es an weiteren Ständen mit erfrischenden Getränken und gebratenem aller Art vorbei zur großen Bühne am Lindenufer, direkt gegenüber dem Dampferanleger. Dort tobte gerade die Gruppe Soul 6 und heizte von 12 bis 17 Uhr das Publikum mit bekannten und beliebten alten Pop- und Rocksongs ein. Ein paar ließen dann auch ungezwungen die Tanzbeine schwingen.

Weiter am Lindenufer entlang konnte man sich anschließend bei Speis und Trank stärken. Unter den Linden hatten ein paar Ritter ihr Zelt aufgeschlagen, konnten Kinder sich beim Filzen oder Töpfern ausprobieren und ein Andenken aus Speckstein schnitzen.

Vor der Kindl Bühne am Parkplatz Lindenufer gab es für mein Empfinden den musikalischen Höhepunkt zu bestaunen. Von 12 bis16 Uhr spielten die Gruppen Wedding Skiffel Band und SOUND Syndikat im Wechsel. Erstere lieferte einen natürlichen, unverstärkten und mitreißenden Mix aus Folk-, Country-, Blues- und Jazzmusik.

Ein buntes Musikprogramm wird noch bis Sonntag viele Fans zu den Bühnen locken. Nicht zu vergessen das traditionelle Höhenfeuerwerk am Samstag, welches die Havel in Flammen aufgehen lassen wird und das Seifenkistenrennen sonntags an der Charlottenbrücke.

Das Programm finden Sie hier und hier.

 

 

Ralf Salecker


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