Vorsicht an der Tür: Trickdiebe auch in Spandau unterwegs

Besonders ältere Bewohner sind wieder vermehrt Opfer von Trickdieben an der Haustür geworden

Die Maschen der Verbrecher sind meist nicht neu, dennoch stellen besonders Ältere immer noch ein gefundenes Fressen für kriminelle Energie dar. Dabei sind vermutlich verschiedene Tätergruppen in ganz Berlin und auch Spandau mit unterschiedlicher Taktik unterwegs. Skepsis und Vorsicht sollten daher geboten sein und im Sinne der Nachbarschaftshilfe besonders bei älteren Mitbewohnern ein zusätzliches Auge geworfen werden.

Sicherheitsvorkehrungen an der Tür bieten dennoch Platz um sich vom gegenüber ausweisen zu lassen.

Sicherheitsvorkehrungen an der Tür bieten dennoch Platz um sich vom gegenüber ausweisen zu lassen. Foto: Patrick Rein

Schornsteinfeger weisen sich immer aus

So klingelten beispielsweise am Mittwoch nach Neujahr zwei Männer gegen 11 Uhr an der Wohnungstür eines 81-Jährigen in Zehlendorf und gaben vor, den defekten Schornstein reparieren zu müssen. Nachdem das Duo wieder gegangen war, stellte der Mieter das Fehlen von Schmuck fest. Ebenso eine Woche später um fast dieselbe Uhrzeit erhielt auch eine 73-Jährige in Alt-Hohenschönhausen Besuch zweier angeblicher Schornsteinfeger. Während einer der Männer die Frau ablenkte, entwendete dessen Komplize Schmuck aus dem Schlafzimmer. Gerade Schornsteinfeger weisen sich immer aus und kündigen ihren Besuch auch frühzeitig an.

Telekommunikationsmitarbeiter in Spandau

In Staaken erschienen zur Mittagszeit bei einem 81-Jährigen im Magistratsweg zwei Männer, die sich als Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens vorstellten. Sie erbeuteten Geld, als sie den Mann ablenkten. Kurze Zeit später klingelten dann zwei Unbekannte mit derselben Masche bei einer 88-Jährigen im Bollmannweg in der Wilhelmstadt. Nachdem die Männer wieder gegangen waren, stellte die Frau fest, dass ihr Schmuck und Geld fehlten.

Falsche Nachbarschaftshilfe

Unter dem Vorwand, eine Nachricht für einen Nachbarn hinterlassen zu wollen, bat eine Unbekannte in Tempelhof um einen Zettel sowie einen Stift. Während die 88-jährige Mieterin die gewünschten Gegenstände aus der Küche holte, folgte ihr die Frau und hielt plötzlich ein großes Tuch hoch. Als die betagte Dame dann Geräusche aus dem Flur hörte, verscheuchte sie die Unbekannte aus der Wohnung. In diesem Fall wurde glücklicherweise nichts entwendet. Die Ermittlungen zu den Sachverhalten hat das zuständige Fachkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

Polizei-SpandauTipps der Polizei

Die Polizei rät, niemals Fremde in die Wohnung zu lassen, sich Dienst- bzw. Firmenausweise zeigen zu lassen, bei den jeweiligen Behörden oder Institutionen zur Bestätigung der Richtigkeit anzurufen und im Zweifelsfall Angehörige oder Nachbarn hinzuzuziehen. Wer ehrliche Absichten hat, hat dafür immer Verständnis.

Niemand verlangt von ihnen, selbst den Helden zu spielen und sich körperlich überlegenen Straftätern in den Weg zu stellen. Aber Sie können der Polizei helfen: Prägen Sie sich das Aussehen des Täters ein und alarmieren Sie so schnell wie möglich die Polizei. Von jedem öffentlichen Telefon aus können Sie auch ohne Münzen und ohne Telefonkarte die Notrufnummer 110 wählen – ebenso ist auch beim Handy der Notruf immer kostenfrei verfügbar.

Patrick Rein


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